Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Test Zebralight H60 vs Ultrafire H2

Test Zebralight H60 vs Ultrafire H2

Bei Schuhen und Klamotten kopieren die Chinesen gerne europäische Produkte. Bei Lampen kopieren die Chinesen sogar sich selbst. Zum fröhlichen Kopiertest treten an: die Zebralight H60 und die Ultrafire H2.

Zebralight H60 001

Zebralight H60

Ultrafire H2 001

Ultrafire H2

 

Lieferumfang:
Zebralight H60
Neben der Lampe sind im Lieferumfang ein Stirnband mit Halter, ein zusätzlicher nachleuchtender Halter fürs Stirnband, ein Trageclip, ein nachleuchtendes Ersatzgummi für den Schalter, Ersatz-O-Ringe und Ersatzschrauben enthalten.

Ultrafire H2
Neben der Lampe ist lediglich noch ein Stirnband mit einer flexiblen Stoffhalterung für die Befestigung der Lampe dabei.

 

Beschreibung der Lampen:
Zebralight H60
Länge: 92mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 24 mm
Durchmesser Fuß: 23,5 mm
Gewicht: 33 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Gewicht mit Kopfband und Akku: 104 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt
Tailstand: ja
Rollschutz: ja
wasserdicht: ja

Ultrafire H2
Länge: 80 mm
Durchmesser Kopf: 20 mm
Durchmesser Fuß: 20 mm
Gewicht: 31 g
Gewicht mit Akku: 58 g
Gewicht mit Kopfband und Akku: 78 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt
Tailstand: ja
Rollschutz: ja
wasserdicht: nach IP 65 gegen Strahlwasser geschützt

 

Stromversorgung:
Gespeist wird das Zebra von einem 18650-Akku. Allerdings passen nur kurze Akkus (65-66 mm). Die Lampe verfügt über sechs Leuchtstufen, die vom Hersteller wie folgt angegeben werden: 0,5 Lumen (624 Stunden), 3 Lumen (216 Stunden), 15 Lumen (50 Stunden), 45 Lumen (10 Stunden), 110 Lumen (4 Stunden), 190 Lumen (1,5 Stunden).

Bei der Ultrafire sorgen ein kurzer 14500-Akku oder – bei geringerer Leuchtleistung – eine AA-Batterie (Akku) für die Erleuchtung. Die Lampe hat nur eine Leuchtstufe, die mit 230 Lumen für 2 Stunden angegeben ist.

Reflektor/Linse:
Verbaut wurde bei beiden Lampen eine Cree XR-E-Q5-LED, die hinter einer Polycarbonat-Linse sitzt. Beide Lampen haben keinen Reflektor. Dadurch streuen sie das gesamte Licht gleichmäßig auf eine große Fläche.

Zebralight H60 003

Zebralight H60

Ultrafire H2 003

Ultrafire H2

 

Bedienung:
Zebralight H60
Eingeschaltet wird die H60 mit einem Clicky oben am Lampenkopf. Der Clicky ist sehr leichtgängig und reagiert bereits auf sensibelsten Druck. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Lampe durch leichtes Lösen der Endkappe geschützt werden. Die Lampe verfügt über drei Modi mit jeweils zwei Helligkeitsstufen. Low: 0,5 und 3 Lumen; Medium: 15 und 45 Lumen; High: 110 und 190 Lumen. Drückt man den Schalter kurz, kommt man in den hellsten Modus. Drückt man den Schalter etwas länger, startet die Lampe im dunkelsten Modus. Hält man den Schalter gedrückt, durchläuft die Lampe nacheinander alle drei Modi. Durch Doppelklicken im Low- und Medium-Modus kann jeweils eine der beiden Helligkeitsstufen gespeichert werden und ist dann beim nächsten Einschalten verfügbar. Im High-Modus startet die Lampe immer in der dunkleren Stufe. Durch Doppelklicken erreicht man die volle Lichtausbeute. Als Schutz vor Überhitzung beim Dauerbetrieb mit 190 Lumen schaltet die Lampe nach 10 Minuten automatisch auf die dunklere Leuchtstufe mit 110 Lumen zurück. Werksseitig programmiert sind 110, 15 und 3 Lumen.

Ultrafire H2
Auch hier befindet sich der Clicky oben am Lampenkopf. Im Gegensatz zur Zebralight ist er jedoch nicht versenkt, sondern steht heraus. Er ist nicht ganz so leichtgängig wie beim Zebra, aber immer noch ziemlich weich zu drücken. Auch bei der Ultrafire kann die Endkappe zum Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten leicht gelöst werden. Der Schalter hat exakt zwei Funktionen: an und aus.

Zebralight H60 004

Beim Zebra ist der Clicky sehr leichtgängig.

Ultrafire H2 004

Der hervorstehende Clicky der Ultrafire.

Beam:
Wer das Prinzip der Zebralight-Lampen (und der Ultrafire-Kopie) nicht kennt, mag angesichts der angegebenen Lumenzahlen überrascht sein. Denn das, was vorne aus den Lampen an sichtbarem Licht herauskommt, scheint im Vergleich zu herkömmlichen Taschenlampen verschwindend gering. In Wirklichkeit jedoch ist die abgegebene Lichtmenge immens, verteilt sich aber dadurch, dass kein Reflektor verbaut wurde, auf eine große Fläche. Der gesamte Nahbereich im Bereich von etwa 80 Grad wird dadurch gleichmäßig ausgeleuchtet.

 

Resümee:
Beide Lampen verfolgen das Prinzip, ohne Reflektor einen größtmöglichen Bereich gleichmäßig auszuleuchten. Die Zebralight ist etwas wertiger verarbeitet und kann mit dem besseren Lieferumfang aufwarten. Durch die verschiedenen Leuchtstufen bietet sie auch deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Dafür kann die Ultrafire mit dem wesentlich günstigeren Preis punkten. Das Gewicht beider Lampen ist beim Tragen kaum zu spüren. Die Halterung der Ultrafire wirkt auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig, erfüllt aber durchaus ihren Zweck. Preislich liegen die Lampen bei rund 75 bis 80 Euro (Zebralight) und 35 Dollar (Ultrafire) (Stand: Februar 2010). Weitere Infos sind auf den Herstellerseiten www.zebralight.com und www.ultrafire.net zu finden.

Zebralight H60 002

Alternative zur Stirnbandhalterung: der Trageclip der Zebralight.

Ultrafire H2 002

Die Ultrafire wird mit einem flexiblen Stoffhalter direkt am Stirnband befestigt.

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei einer Belichtungszeit von 1/15 Sekunde aufgenommen. Bild 1 zeigt die Fenix P1D Q5 mit vom Hersteller angegebenen 180 Lumen, die mit ihrem kleinen OP-Reflektor auch bereits ein relativ “floodiges” Lichtbild liefert. Bild 2 zeigt die Zebralight, Bild 3 die Ultrafire mit AA-Akku. Leider stand zum Test kein passender 14500-Akku zur Verfügung. Meine geschützten Trustfires sind etwas zu lang. Die tatsächlich mögliche Helligkeit der Ultrafire dürfte deutlich höher sein, das Bild zeigt also nur den “Notbetrieb”.

Indoor Beam Fenix PD1

Fenix P1D Q5

 

Indoor Beam Zebralight H60

Zebralight H60

 

Indoor Beam Ultrafire H2

Ultrafire H2 mit AA-Akku

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">