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Taschenlampen-Weitwurf

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Sie sind Photonenpumpen, taktische Lichtwerkzeuge, technologisches Dynamit. Sie haben getunte, superhelle Hochleistungschips und Terminator-Linsen, deren Technologie ein Meilenstein des Lichts ist. Ihr Strahl erscheint wie eine Kathedrale aus Licht!

Nein, dies sind nicht etwa die Folgen des Versuchs einer Produktbeschreibung nach exzessivem Genuss eines besonders guten Krautes, sondern Zitate auf der Zweibrüder-Homepage.
Eines steht dort allerdings nicht: Nirgendwo auf der Homepage findet sich ein Hinweis, dass Led-Lenser-Lampen leuchtende Wurfgeschosse sind.
Doch das könnte sich bald ändern. Denn beim dritten norddeutschen Taschenlampen-Event in Reinstorf traten zahlreiche Zweibrüder-Produkte zum Taschenlampen-Weitwurf an. Die Probanden wurden freundlicherweise von Zweibrüder bereitgestellt.

Geworfen wurde auf dem Parkplatz vom Schützenhaus Reinstorf, in dem die Veranstaltung stattfand. Zu fortgeschrittener Stunde wurden mehrere Testpersonen ausgewählt, die zuvor durch den Genuss von Kaffee, Kuchen, gourmetfreudigem Allerlei vom Büfett sowie kalten alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken einem ausgiebigen Fitness-Check unterzogen worden waren.
Das Testgelände bestand aus festem Untergrund mit einer Sandschicht sowie einem schmalen, asphaltierten Weg dahinter. Alle Lampen wurden eingeschaltet und ein halbes Dutzend Mal etwa 20 bis 30 Meter weit geworfen.
Bewegte Bilder dieses bewegenden, in der Historie der LED-Technologie bislang wohl einmaligen, Experiments, das in die Geschichtsbücher als das “Taschenlampen-Massaker von Reinstorf” eingehen wird, finden sich hier:
http://www.youtube.com/watch?v=mOzhuAo99So


Fehlen durfte selbstverständlich auch nicht der Überroll-Test. Dieser wurde von Geleodes, offizieller Moderator des Taschenlampen-Forums, und meiner Wenigkeit unter Einsatz unserer beider Leben auf einem Tankstellen-Gelände irgendwo im Nirvana Norddeutschlands während eines kurzen Aufenthalts bei der Rückfahrt durchgeführt. Das Testfahrzeug war ein Personenkraftwagen der Marke Volkswagen, Modell: Caddy.

Die Bestandsaufnahme einen Tag nach dem historischen Ereignis folgt an dieser Stelle mit nicht weniger bewegenden Bildern.

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Am Tag nach dem Massaker von Reinstorf.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch Frauen und Kinder mitlesen, beginnen wir den Bericht mit Verletzungen der harmloseren Art.

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Allzu zartbesaitete Gemüter sollten an dieser Stelle aussteigen und sich lieber einen entspannenden Film anschauen, denn allmählich geht’s ans Eingemachte.

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Bei dieser P6 führte das Malträtieren der Lampe zum Bruch der Linse.

 

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Entwarnung. Die Lampe leuchtete anschließend immer noch.

Und nochmal: Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte JETZT aufhören, zu lesen. Denn jetzt kommt der richtig harte Stoff!

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Diese Tauchlampe macht nach einem halben Dutzend Würfen schon im Trockenen nicht mehr die beste Figur.

 

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Der Erfolg beim Werfen war buchstäblich von durchschlagender Natur, wie man an den Batterien unschwer erkennen kann. Hier war jede Rettung zwecklos.

Wie bei jedem guten Taschenlampen-Gequäle kam eine der Lampen zum Abschluss unter die Räder. Allerdings nicht, wie in vielen anderen Kindergarten-Videos, auf weichem Untergrund, in den die Lampe beim Überfahren sanft gedrückt wird, ohne Schaden zu nehmen, sondern auf echtem, hartem Asphalt. Auch wurde die Lampe nicht von einem bereits fahrenden Auto überrollt, sondern unter den Vorderreifen geklemmt. Anschließend wurde sie mittels langsamen, genussvollen Anfahrens mit dem ganzen Gewicht eines Fronttrieblers gepeinigt.

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Die Lampe nach dem Überrolltest.

 

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Ganz gerade sitzt der Kopf nicht mehr. Keine Fertigungstoleranzen, sondern Folge des Überrollens.

 

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Auch der Popo ist nicht mehr so wirklich knackig.

 

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Innen ist die Lampe ebenfalls nicht mehr fabrikneu.

 

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Werfen hin, Überrollen her – die Lampe folgte dennoch ihrer Bestimmung und leuchtete.

Insgesamt betrachtet haben sich die Lampen achtbar geschlagen. Bei den meisten Testkandidaten waren beim Werfen durch den mehrfachen Aufprall auf den Boden die Pluspole der Batterien eingedrückt. Mit neuen Batterien bestückt ergab sich folgendes Bild: 70 Prozent der Wurflampen funktionierten nach der Tortur noch einwandfrei. 25 Prozent eingeschränkt mit Kontaktproblemen, fünf Prozent waren reif für die Tonne.
Nach einschlägiger Beratung hat die Expertenkommission somit entschieden: Die Zweibrüder-Produkte sind Wurfgeschosse des Lichts.

KategorienSpaß Tags:
  1. 7. März 2011, 00:39 | #1

    Welches Modell hat sich denn nun am stabilsten gehalten?

  2. schwerie421
    7. März 2011, 01:40 | #2

    Als eier der Teilnehmer an dieser fast öffentlichen Hinrichtung, muß ich gestehen, das mir diese Art der unnatürlichen Selektion sehr schwer gefallen ist. Insbesonders, wenn ich sehe, wie ramponiert “mein” Wurfdeliquent aussieht, nach dem er auch noch ein Auto über sich ergehen lassen musste…
    Solche Bilder lösen nicht nur Rythmusstörungen sondern auch Herzbluten aus! Da nützt es auch nix, wenn ich mit freiwiligen Lebensmüden geworfen habe…

    Aber Spaß hat es gemacht! Riesigen sogar!

  3. Lichtinsdunkel
    7. März 2011, 02:10 | #3

    @mo-cacher
    Das meiste waren Einzelexemplare. Von den Lampen, die mehrfach vertreten waren, hat die P5 am besten abgeschnitten.

    Gruß
    Walter

  4. herbsi
    7. März 2011, 14:10 | #4

    Nur Politiker werfen noch mehr Geld in die Tonne.

  5. KT von und zu Lumenberg
    7. März 2011, 15:32 | #5

    Ihr dekadenten Frevler des Lichtes! Grrrrr…

    In Zeiten des allgemeinen Baumarkt-Funzel Lemmings solltet ihr Solidarität zeigen und diese “hochwertigen”, ja fast konkurrenzlosen Lichtschwerter lieber an die Mitglieder der unterbelichteten Rebellen abgeben, damit der Allianz der dunklen Materie endlich einhalt geboten wird! ^^
    Aber naja, ein Mensch hat seine Fehler, damit er diese in Zukunft mit Nachsicht und Hingabe ändern kann. Totzdem kann so eine eine Greueltat nicht noch einmal geduldet werden. Letzte Ermahnung!

  6. rautAxe
    7. März 2011, 15:44 | #6

    Ich war der Schänder der gelben Tauchlampe
    Die hatte so ein tolles Band dran, welches man wunderbar für die
    Schleudertechnik verwenden konnte.
    Den Gar aus habe ich ihr gemacht. durch einen Bogenwurf bis in eine Höhe
    von ca. 20 – 30m und dann ist sie genau mit dem Kopf voran auf den asphaltieren
    Weg gelandet.
    Vorher war immer nur der Schalter aus gegangen, wenn überhaupt.

  7. 9. März 2011, 01:21 | #7

    So damit hier nicht der Glaube aufkommt wir hätten fabrikneue Lampen gepeinigt – es handelte sich ausnahmslos um Reklamationsware von LedLenser, soll heißen, die Lampen wurden wegen irgendwelchen Problemen an Led Lenser geschickt und waren entsprechend gebraucht.

    Wie man sieht scheinen das nicht sehr gravierende gewesen zu sein, den die Mehrheit der Lampen funktionierte bei unserer Werferei einwandfrei, meist sogar mehrere Würfe lang… die Lampen werden jetzt noch zur Qualitätssicherung … ähm fachgerechten Entsorgung auch an Led Lenser zurück geschickt.

    Gruß,
    Jörg

  8. 10. März 2011, 21:54 | #8

    Ich find das total cool. Ich habe auch schon etliche LED Lenser getestet, und hatte auch schon mal mit dem Gedanken an einen Härtetest geliebäugelt, aber ich mochte mich von meinen nicht trennen. Daß man extra Ausschuß aus Solingen dafür anfordern könnte, darauf kam ich nicht!

  9. 12. März 2011, 21:58 | #9

    Wenn ich mitgemacht hätte, hätte ich garantiert gewonnen!
    Warum wohl!?
    Die Motivation ist unglaublich hoch, solche m…..wertigen Lampen soweit wie möglich von mir weg zu bekommen!

    Gruss
    Jojo

  10. herbsi
    15. März 2011, 12:52 | #10

    Schadensbegrenzung, nichts weiter als das.

  11. Bernhard
    7. Dezember 2011, 20:24 | #11

    Dann möchte ich “glauben” das es sich tatsächlich um Defekte Lampen handelte (obschon, Licht ging ja noch

    Natürlich haben mir diese Videos auch Bilder richtig in meiner Seele weh getan, aber das ganze hat ja auch einen Vorteil, “meine” war nicht dabei

    Ach ja der Vorteil:
    Unglaublich stabil gebaut, somit brauche ich bei einem Sturz meiner Lampen nicht gleich zur Notaufnahme

    LG
    Bernhard

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