Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Tank007 SST-50

Tank007 SST-50

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Tank007 SST-50.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit Lanyard in einem Pappkarton.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 250 mm
Reflektoröffnung: 51,5 mm
Durchmesser Kopf: 61 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 466 g
Gewicht mit Akku: 562 g
Anodisierung: HA II (auch wenn es das eigentlich nicht gibt, aber die Anodisierung ist nicht wirklich schnittfest), gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur bei eingeschalteter Lampe (was ja auch Sinn macht). Das marginale Stückchen, das der Schalter beim Betrieb tiefer in die der Tailcap sitzt, macht tatsächlich den Unterschied.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

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Lampenkopf Innenansicht.

 

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Das nenne ich mal ein dickes Rohr!

 

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Auch an den Kühlrippen wurde nicht gespart.


Leuchteinheit:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Luminus SST-50-LED ihre Arbeit. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium.

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Blick in den Lampenkopf.

 

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Lampenkopf auseinander gebaut.

 

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Der Reflektor wird in den Kopf eingeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder alternativ mit vier CR123A-Batterien. Angegeben ist sie mit 1.200 Lumen in der hellsten Leuchtstufe, was sicherlich ein wenig gestrunzt ist, bei einer Laufzeit von einer Stunde. Zum Test wurde die Lampe mit AW-Akkus mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und in der hellsten Leuchtstufe betrieben. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 34.500 Lux
nach 5 Minuten: 32.300 Lux
nach 10 Minuten: 31.600 Lux
nach 15 Minuten: 30.800 Lux
nach 20 Minuten: 30.500 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.800 Lux
nach 45 Minuten: 29.500 Lux
nach 50 Minuten: 29.200 Lux
Nach 58 Minuten begann die Lampe, schnell dunkler zu werden. Nach 60 Minuten zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 10.100 an. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,09 bzw. 3,07 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht perfekt, aber okay. Die Lampe lässt zwar über die gesamte Laufzeit kontinuierlich in der Leistung nach, allerdings geht der Verlust langsam vonstatten. Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe nach Erreichen der LED-Betriebstemperatur hatte (32.300 Lux), liegt die Einbuße kurz vor Ende der Laufzeit bei etwa 10 Prozent. Nicht optimal, aber im Praxisbetrieb zu verschmerzen, da fürs Auge nicht wahrnehmbar – allenfalls dann, wenn man den Direktvergleich mit derselben Lampe, mit frischen Akkus bestückt, hat.
Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die Lampe nicht gerade akkuschonend ist. Beim ersten Anzeichen einer dunkler werdenden Lampe sollte man sie sofort ausschalten und die Akkus wechseln, um sie nicht mehr als nötig zu strapazieren.
Ohne Kühlung wird die Lampe schon ordentlich warm, wobei ein Teil der Wärme gut übers Gehäuse abgeführt wird. Umgebungsluft und Blutkühlung dürften im Regelfall ausreichen, um die Lampe gefahrlos auch über längere Zeit am Stück in der hellsten Stufe betreiben zu können.
Ein Test mit Batterien wurde nicht durchgeführt, da der Output auch mit 12 Volt nicht höher ist und der Batteriebetrieb (bei ohnehin deutlich kürzerer Laufzeit) allenfalls nur Sinn macht, wenn man der Häuptling von Duracell ist.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Die Lampe verfügt über fünf Leuchtstufen und Strobe. Beim Antippen des Clickys bei ausgeschalteter Lampe werden diese von hell nach dunkel mit Strobe am Ende durchlaufen. Drückt man den Clicky durch, wird die entsprechende Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe hat kein Memory, nach dem Ausschalten startet sie immer im hellsten Modus.

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Der Clicky.

 

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Innenansicht Tailcap.


Beam:
Durch den großen und tiefen Reflektor bedingt, setzt sich der Hotspot scharf vom Sidespill ab. Die Stärke der Lampe ist die Reichweite. In den dunkleren Stufen ist auch der Einsatz als Lauflicht möglich, allerdings immer mit einem hellen krassen Spot in der Mitte, ey’ Alter.

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“White-wall-beamshot” der Tank007 SST-50.


Resümee:
Die Tank007 SST-50 ist ein ordentlich verarbeiteter Thrower, der angesichts der gebotenen Qualität durchaus als “Schnäppchen” bezeichnet werden darf. Die Regelung ist zwar nicht optimal, mit bloßem Auge fällt der Verlust an Leistung allerdings nicht auf. Gottseidank und leider, denn wenn die Lampe sichtbar dunkler wird, sind die Akkus bereits in einem Bereich angelangt, den sie nicht sonderlich mögen. Eine Abschaltung oder eine Warnung in Form von Blinken zu einem deutlich früheren Zeitpunkt wäre hier Pflicht gewesen, auch wenn sich dadurch die Laufzeit etwas verkürzt hätte. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 60 und 70 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde der Testkandidat freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. www.taschenlampen-papst.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Tank007 SST-50

 

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Fenix TK35

 

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Ledwave XP-100 Turbo Led

 

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Fenix TK45

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