Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Streamlight Stinger DS HP LED

Streamlight Stinger DS HP LED

Streamlight Stinger DS 001
In Zeiten immer neuerer und hellerer LEDs kommt die Streamlight Stinger DS HP LED auf den ersten Blick daher wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Aber war nicht früher irgendwie alles besser?


Verpackung/Lieferumfang:
Das ist aber mal ein richtig schweres Päckchen! In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Akkupack zum Betrieb, zwei Ladegeräte mit Adaptern für Steckdose und Auto sowie zwei Schraubensätze zur Wandbefestigung der Ladegeräte enthalten. Weiterhin finden sich im Karton eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und eine faltbare Streamlight-Produkt-Broschüre, die man sich, mangels Bravo-Poster, auch an die Wand hängen kann. Oder man benutzt sie als Fotohintergrund.

Streamlight Stinger DS 002
Lieferumfang der Stinger DS HP LED.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 245 mm
Reflektoröffnung: 47 mm
Durchmesser Kopf: 56 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 234 g
Gewicht mit Akkupack: 395 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt nach IPX 4.
Besonderheiten: Der Body ist für eine rutschsicherere Handhabung gummiert.

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Die Wandstärke des Batterierohrs ist nicht sonderlich hoch, aber mehr als ausreichend.

 

Streamlight Stinger DS 004
Für eine bessere Griffigkeit ist das Batterierohr gummiert.


Leuchteinheit:
Laut Hersteller wurde eine C4-LED verbaut, die aussieht wie der eineiige Zwilling der Cree XR-E-LED. Was schlicht und einfach daran liegt, dass es eine ist, in diesem Fall eine XR-E-Q5-LED. Die Frontlinse besteht aus kratzfestem Polycarbonat, als Reflektor kommt ein tiefer SMO zum Einsatz.

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Die C4-LED, die genau genommen eine verzauberte Cree XR-E-Q5-LED ist.

 

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Tiefer SMO-Reflektor für gute Reichweite.

 

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Lampenkopf abgeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Im Batterierohr befindet sich ein dreizelliger 3,6-Volt-Akkupack, der zum Laden in der Lampe verbleiben kann. Zum Laden an der Steckdose oder im Auto sind die entsprechenden Adapter dabei. Vom Hersteller angegeben ist die Lampe in der hellsten Stufe mit 200 Lumen für 2 Stunden, in der mittleren Stufe mit 100 Lumen für 3,75 Stunden und in der dunkelsten Stufe mit 50 Lumen für 7,25 Stunden. Getestet wurde die Stinger DS HP in der hellsten Stufe.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.500 Lux
nach 5 Minuten: 21.800 Lux
nach 15 Minuten: 21.800 Lux
nach 30 Minuten: 21.800 Lux
nach 45 Minuten: 21.800 Lux
nach 60 Minuten: 21.800 Lux
nach 75 Minuten: 21.800 Lux
nach 90 Minuten: 21.700 Lux
nach 105 Minuten: 19.400 Lux
Anschließend wurde die Lampe auch fürs Auge erkennbar dunkler. Nach 110 Minuten und angezeigten 10.000 Lux blinkte die Lampe kurz auf und wurde dann weiter dunkler. Zwei Minuten später blinkte sie erneut, und der angezeigte Luxwert fiel auf 500. Nach zwei Stunden und angezeigten 100 Lux wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Bis kurz vor Ende ist ein Verlust an Helligkeit lediglich messbar, anschließend signalisiert die Lampe durch Dunklerwerden und Blinken, dass der Akku geladen werden muss. Das hilft zwar in der Praxis nur insofern, als dass man nicht unmittelbar im Dunkeln steht. Aber falls man einen Ersatzakku parat hat, bleibt genügend Zeit, ihn gegen den fast leeren auszutauschen.

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Akkupack der Stinger DS HP LED.

 

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Stromkontakte an der Lampenunterseite.

 

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Stromkontakte der Ladeschale.

 

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Zum Laden wird die Lampe in die Ladeschale gedrückt bis sie einrastet.

 

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Kontaktfeder in der Tailcap.

 

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Auch der Plus-Kontakt ist gefedert.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über zwei Schalter, die identisch belegt sind. Ein Schalter sitzt in der Tailcap, der andere seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Beide Schalter haben einen weichen und tiefen Druckpunkt. Der Schalter ist als Forward-Clicky ausgelegt. Leichtes Antippen und Halten gibt Momentlicht in der hellsten Stufe, Durchdrücken Dauerlicht in der hellsten Stufe. Wird der Schalter bei eingeschalteter Lampe in der hellsten Stufe gedrückt gehalten, durchläuft die Lampe nacheinander den mittleren, den dunklen und erneut den mittleren Modus. Wird der Schalter in der gewünschten Leuchtstufe losgelassen, wird diese als Dauerlicht aktiviert. Eine Memory-Funktion gibt es nicht, die Lampe startet immer im hellsten Modus. Ein Doppelklick bei aus- oder eingeschalteter Lampe aktiviert den Strobe-Modus.

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Seitlicher Schalter.

 

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Tailcap-Schalter.


Beam:
Durch die Kombination aus tiefem Reflektor und XR-E… pardon, natürlich C4-LED ist die Lampe ein Schmeißer, oder wie wir Lampenexperten sagen: ein Thrower. Auf kürzeste Entfernungen ist ein stark ausgeprägter Hotspot mit dem XR-E-typischen Donuthole erkennbar. Der Spot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Diese Leuchtcharakteristik bleibt auch auf die Entfernung erhalten.

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“White-wall-beamshot” der Stinger DS HP.


Resümee:
Nein, die Streamlight Stinger DS ist angesichts aktueller LEDs nicht wirklich hell. Aber sie suggeriert es dem Benutzer durch ihr Lichtbild mit exzellenter Reichweite. Sinn und Zweck dieser Lampe ist es, bei noch kompakten Abmessungen eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, und diese Maßgabe wurde vortrefflich umgesetzt. Die Leuchtstufen sind sinnvoll aufeinander abgestimmt. Die Verarbeitung stimmt ebenfalls, und durch die zwei identisch belegten Schalter ist die Lampe sowohl in einer taktischen, wie auch der “normalen” Haltung einhändig bedienbar. Mit gemischten Gefühlen stehe ich nach wie vor geschlossenen Spezialakkus gegenüber, da Zustand und Kapazität der einzelnen Zellen nicht überprüft werden können, ohne das Akkupack zu zerlegen. Hier würde ich mir zumindest einen alternativen Betrieb mit handelsüblichen Akkus wünschen, auch aus dem Grund, bei einem Wechsel nicht auf teures Spezialzubehör zurückgreifen zu müssen. Nicht optimal ist, dass die Lampe lediglich spritzwassergeschützt ist sowie die Verwendung einer Kunststofflinse. Die Schaltreihenfolge hell-mittel-dunkel-mittel mit dem zusätzlichen “Mittel” am Ende werden einige Nutzer lieben und andere hassen – zumindest ist sie ziemlich ungewöhnlich. Der Paketpreis mit dem abgebildeten Zubehör beläuft sich auf etwa 120 Dollar (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.streamlight.com zu finden.

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Größenvergleich. Von links: Maglite 3-D-Cell, Streamlight Stinger DS HP LED, Fenix TK45, Led Lenser P7.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix TK11 als Allrounder mit XR-E-LED und die Solarforce Skyline1 als Thrower, ebenfalls mit einer XR-E-LED bestückt.

Streamlight Stinger DS 018
Streamlight Stinger DS HP LED low

 

Streamlight Stinger DS 019
Streamlight Stinger DS HP LED medium

 

Streamlight Stinger DS 020
Streamlight Stinger DS HP LED high

 

Streamlight Stinger DS 021
Fenix TK11

 

Streamlight Stinger DS 022
Solarforce Skyline1

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