Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Sipik A13

Sipik A13

Sipik A13 001
Mit der A13 des chinesischen Herstellers Sipik (Smiling Shark) kommt heute eine Lampe aus dem absoluten “Billig-Sektor” auf den Seziertisch.

Als engagierter Lampentester muss man manchmal beide Arschbacken zusammenkneifen, sich einen Strick um den Hals binden, bevor man sich eine Kugel in den Kopf schießt, in dem Moment, in dem man auf dem Geländer einer mindestens 100 Meter hohen Brücke steht.
Dieser Gedanke kam mir vor Testbeginn. Nicht etwa deshalb, weil ich das Testlämpchen von vornherein verurteilt hätte. Sondern vielmehr, weil über diesen Kandidaten nichts, aber auch überhaupt nichts im World Wide Web zu finden war. Okay, nichts stimmt nicht. Genau genommen habe ich sogar sofort etwas gefunden. Nämlich die Herstellerseite. Da auf dieser allerdings sämtliche Informationen in chinesischer Sprache gehalten waren, brachte mich das nicht wirklich weiter.
Auch auf der Verpackung fand ich nur soviel an Information, als dass sich im Innern eine Taschenlampe befinden musste. Keine Bedienungsanleitung, keine Information, wie hell die Lampe ist oder welcher Batterietyp verwendet werden soll – kurzum: nichts. Vermutlich wird die Lampe von Tank007 unter anderem Label produziert, denn der Testkandidat gleicht der Tank007 HC-126 wie ein Ei dem anderen.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe kommt in einer Pappschachtel mit wabbeligem Innenleben daher. Außer Innenleben und Lampe ist in der Pappschachtel noch ein Trageriemen enthalten.

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Lieferumfang der A13.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 52 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt, durch den hervor stehenden Schalter.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: An der Lampenunterseite befindet sich ein Gewinde zur Montage auf einem Stativ.

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Gewinde zur Stativmontage.

 

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Dünnwandig war gestern.

 

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Lampenpopo mit Löchern zur Befestigung des Lanyards.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektoren findet ein OP, der aus Aluminium gefertigt sein dürfte, Verwendung. Die Frontlinse besteht aus Glas.

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Vorderansicht.


Laufzeittest:
Eine CR123-Batterie liefert den nötigen Saft. Möglich ist auch der Betrieb mit einem LiIon-16340-Akku, wie ich bei einem “Alles-oder-nichts-Versuch” erfreut feststellen konnte. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 1.540 Lux
nach 5 Minuten: 1.540 Lux
nach 15 Minuten: 1.540 Lux
nach 30 Minuten: 1.540 Lux
nach 45 Minuten: 1.540 Lux
nach 60 Minuten: 1.540 Lux
nach 75 Minuten: 1.540 Lux
nach 90 Minuten: 1.540 Lux
nach 105 Minuten: 1.540 Lux
nach 120 Minuten: 1.540 Lux
nach 135 Minuten: 1.540 Lux
nach 150 Minuten: 1.540 Lux
Nach 155 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Innerhalb von 2 Minuten fiel der Wert auf unter 1.000 Lux. Nach weiteren 10 Minuten wurden noch 770 Lux gemessen, was 50 Prozent Verlust zum Maximalwert entsprach – Ende des Tests.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 2.850 Lux
nach 15 Minuten: 2.580 Lux
nach 30 Minuten: 2.330 Lux
nach 45 Minuten: 1.800 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 1.300 Lux griff die Schutzschaltung des Akkus.
Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt ist die Lampe exzellent geregelt und hat eine lange Laufzeit. Zum Ende hin wird sie langsam dunkler und gibt dem Benutzer ausreichend Zeit, die Batterie zu wechseln bzw. liefert noch für einen längeren Zeitraum dunkler werdendes Restlicht. Beim Betrieb mit einem 3,6-Volt-Akku ist die Lampe wesentlich heller, dafür aber ungeregelt und hat eine deutlich kürzere Laufzeit. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, von einem Dauerbetrieb in der hellen Stufe mit einem LiIon-16340-Akku ist abzuraten.

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Die Elektronik im Lampenkopf sorgt bei Verwendung einer 3-Volt-Batterie für eine perfekte Regelung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Der Druckpunkt ist am ehesten mit “schwammig” zu bezeichnen. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi und startet immer im hellsten Modus. Tippt man den Schalter an, wechselt die Lampe vom hellen in den dunklen Modus und anschließend in den Strobe-Modus. Durch weiteres Antippen geht es wieder von vorne los, Durchdrücken des Knopfs schaltet die Lampe wieder aus.

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Der Druckpunkt des Schalters wirkt schwammig. Der Sound beim Schalten erinnert an die “Knackfrösche”, die sich im vergangenen Jahrtausend einige Zeit großer Beleibtheit erfreut haben.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter tendiert.

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“White-wall-beamshot” der Sipik A13.


Resümee:
Die Sipik A13 ist eine nützliche EDC-Lampe, die ihren Preis mehr als wert ist. Die Regelung beim Batteriebetrieb ist ausgezeichnet. Wer mehr Licht haben möchte, kann einen LiIon-16340-Akku verwenden, allerdings ist die Lampe damit ungeregelt bei kürzerer Laufzeit und sollte nicht durchgängig am Stück in der hellen Stufe betrieben werden. Die beiden Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, den Strobe hätte man sich verkneifen können, aber glücklicherweise liegt er zumindest am Ende des UIs. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ideal wäre, wenn die Lampe nicht nur spritzwassergeschützt wäre. Der einzige Preis einer Version der Lampe mit älterer LED, den ich im Netz gefunden habe, liegt bei rund 10 Dollar. Die Sipik A13 dürfte sich preislich in ähnlichen Regionen bewegen. (Stand: Oktober 2011). Weitele Infos sind in chinesischel Splache auf der Helstellelseite www.sipik.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

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Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix LD10, Spark SL5, Lumintop L1C, Sipik A13.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Sipik A13 CR123-Batterie low

 

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Sipik A13 CR123-Batterie high

 

Sipik A13 013
Sipik A13 LiIon-16340-Akku low

 

Sipik A13 014
Sipik A13 LiIon-16340-Akku high

 

Sipik A13 015
Fenix LD10

 

Sipik A13 016
Lumintop L1C LiIon-16340-Akku

 

Sipik A13 017
Spark SL5-220CW LiIon-14500-Akku

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