Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Romisen RC-B12

Romisen RC-B12

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Romisen RC-B12 001
Die Romisen RC-B12 vereint Lauf- und UV-Licht in einer Lampe, was sie besonders für Geocacher interessant macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer dünnen Pappschachtel wird die Lampe mit Lanyard ausgeliefert.

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Lieferumfang der RC-B12.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 29,5 mm
Durchmesser Kopf: mm
Durchmesser Tail: 37 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 170 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über eine weiße LED und zwei UV-LEDs. Die Lichtquellen können durch Umschalten des Clickys gewechselt werden.

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Solide Materialstärke.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die RC-B12 kann in einem Spannungsbereich von 3 bis 8,4 Volt betrieben werden. Möglich ist die Versorgung mit einem 18650-Akku, zwei CR123-Batterien/RCR123-Akkus mit jeweils 3 Volt oder zwei 16340-Akkus mit jeweils 3,7 Volt. Herstellerseitig ist die Lampe mit 180 Lumen angegeben. Über die Wellenlänge des UV-Lichts war keine Angabe zu finden. Beim Test wurde die Lampe in der regulären Beleuchtungsstufe betrieben; als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 5.800 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 5.500 Lux
nach 30 Minuten: 5.200 Lux
nach 45 Minuten: 5.000 Lux
nach 60 Minuten: 4.700 Lux
nach 75 Minuten: 4.500 Lux
nach 90 Minuten: 4.400 Lux
nach 120 Minuten: 4.100 Lux
nach 150 Minuten: 3.900 Lux
nach 180 Minuten: 3.700 Lux
nach 210 Minuten: 3.500 Lux
nach 240 Minuten: 3.400 Lux
An dieser Stelle wurde der Test abgebrochen, aus dem simplen Grund, dass ich irgendwann auch mal ins Bett musste und keine Lust mehr hatte, solange zu warten, bis die Lampe wenigstens 50 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt hatte, was mir zumindest einen würdigen Abgang beschert hätte. Ich gab den Kampf resigniert auf und entnahm den Akku, der zu dieserm Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 3,82 Volt hatte – genug Reserven also, um mich auch noch den Rest der Nacht zu beschäftigen.
Fazit: Die Regelung ist sicherlich nicht überragend. Nach 30 Minuten Dauerbetrieb hat die Lampe zehn, nach etwas mehr als einer Stunde zwanzig Prozent ihrer urspünglichen Helligkeit eingebüßt. Der Vorteil, der sich dadurch ergibt, ist eine lange Laufzeit, sodass man ohne Akkuwechsel durch die Nacht kommt, ohne dass die Lampe dabei zur Funzel wird. Während des Betriebs wird die Lampe auch ohne Kühlung nicht mal handwarm, kann also problemlos durchgängig betrieben werden. Mehr Leistung bei deutlich kürzerer Laufzeit wird mit anderen Stromversorgern erzielt. Mit zwei 3,7-Volt-Akkus sowie zwei 3-Volt-Akkus/Batterien lag der gemessene Ausgangswert jeweils bei 8.600 Lux.

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Das schluckt die RC-B12: v.l.: 18650-Akku, CR123-Batterien, RCR123-Akkus, 16340-3,7-Volt-Akkus.


Leuchteinheit:
Die Frontlinse besteht aus beschichtetem Glas. Der Reflektor ist aus Aluminium gefertigt und leicht texturiert. Fürs weiße Licht ist eine Cree XR-E-Q5-LED zuständig. Hinter zwei Aussparungen im Reflektor sitzen zwei UV-LEDs.

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OP-Reflektor mit seitlichen Aussparungen für die UV-LEDs.

 

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Die Leuchtmittel der Romisen.


Bedienung:
Mittels Reverse-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Schalter macht nicht den hochwertigsten Eindruck, sollte seinen Dienst in der Praxis aber dennoch auch über eine längere Zeit verrichten. Die Lampe startet beim Einschalten immer in der hellen Leuchtstufe, bei jedem Antippen des Clickys wechselt sie zwischen UV-Licht und weißem Licht. Erneuters Durchdrücken des Clickys schaltet die Lampe aus.

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Ein möglicher Schwachpunkt könnte der Clicky sein.

 

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Zerlegter Clicky.


Beam:
Auf kürzeste Distanzen setzt sich der Hotspot durch einige kleinere Ringe vom Sidespill ab. Diese Charakteristik ist auch auf die Entfernung zu beobachten, ohne dass der Hotspot dabei aufdringlich wirkt. Zur Wegausleuchtung erzeugt die Lampe immer noch genügend Streulicht.

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“White-wall-beamshot” der RC-B12.


UV-Licht:
Über die Wellenlänge des Lichts fehlen die Angaben. Geldfälscher kann man mit der RC-B12 nicht entlarven. Um UV-Hinweise beim Geocachen zu entdecken, reicht der tatsächliche UV-Anteil im Licht allemal aus.

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Versuchsanordnung: 50-Ocken-Schein und UV-Hinweis.

 

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Die Referenz: Nichia Custum made-UV-Drop-in 365nm. Nicht nur der UV-Hinweis ist deutlich erkennbar, auch der Geldschein gibt seine Geheimnisse preis.

 

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Romisen RC-B12: Der Geldschein bleibt blass, aber der UV-Hinweis ist ebenfalls zu erkennen. Dass der Unterschied nur allzu deutlich ausfällt, ist kein Wunder, denn allein das Referenz-Drop-in kostet den fünffachen Preis der Romisen.


Resümee:
Durch die Leuchtcharakteristik und die Option, auf UV-Licht umzuschalten, ist die Zielgruppe klar definiert: Geocacher, die mit einer einzigen und günstigen Lampe einen Nachtcache angehen möchten. Die Helligkeit reicht für die meisten Situationen völlig aus, manche Cacher würden sich vielleicht sogar eine zweite, dunklere Stufe wünschen. Mit dem Streulicht, das die Lampe erzeugt, ist der Weg problemlos zu erkennen, und die Reichweite ist hoch genug, um 99 Prozent aller Reflektoren zu entdecken. Auch UV-Hinweise können sich vor der RC-B12 nicht verbergen. Die Verarbeitung ist für eine Lampe dieser Preisklasse in Ordnung, auch wenn der Clicky nicht den hochwertigsten Eindruck hinterlässt. In Deutschland ist die Lampe für rund 35 Euro erhältlich (Stand: Januar 2011).

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Größenvergleich. Von links: Romisen RC-B12, Led Lenser P7, Fenix LD20, Garmin etrex H.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix LD20 mit Cree XR-E-Q5-LED sowie die Ferei W150, beide mit ebenfalls von den Herstellern angegebenen 180 Lumen.

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Romisen RC-B12

 

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Fenix LD20

 

Romisen RC-B12 016
Ferei W150

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