Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Xeno G42

Review Xeno G42

Xeno G42 001
Die Xeno G42 ist ein waschechter XP-G-Thrower mit eigenständigem Design und einer exzellenten Verarbeitungsqualität.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer stabilen Pappbox mit Umverpackung sind die Lampe, ein Ersatzschalter, Ersatz-O-Ringe, ein nachleuchtendes Schaltergummi, zwei Lanyards und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Xeno G42 002
Abgesehen davon, dass serienmäßig kein Holster mitgeliefert wird, kann man den Lieferumfang durchaus als “üppig” bezeichnen.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 160 mm
Reflektoröffnung: 39 mm
Durchmesser Kopf: 46,5 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 254 g
Gewicht mit Akku: 302 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: so ziemlich überall: in der Tailcap, am Trageclip, am Lampenkörper sowie einem optionalen Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Der erste Gedanke nach dem Auspacken war “Oh, Akku schon drin?!” Ein Druck auf den Clicky belehrte mich eines Besseren. Die Lampe bringt “nackig” bereits das an Gewicht auf die Waage, was andere Lampen befüllt schaffen. Mit der G42 hat man auf jeden Fall ordentlich “was in der Hand”.
Der Trageclip ist fester Bestandteil der Lampe, was für mein Dafürhalten keine gute Lösung ist. Ich persönlich empfinde einen Trageclip als extrem störend, wenn ich eine Lampe in der Hand halte. Egal wie man die Lampe umgreift, spürt man immer diesen “Fremdkörper”. Aufgrund etlicher Gespräche mit anderen Lampennutzern zeigt die Erfahrung, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, dem das so geht. Im Fall der G42 bleibt also nur der Griff zur Flex, wenn man den Trageclip nicht nutzen möchte, was unweigerlich zur Folge hat, dass man ihn anschließend auch nie wieder nutzen kann…

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Das Design der G42 kann durchaus als eigenständig bezeichnet werden. Das fängt bei kleinen Details wie hier am Bezelring an.

 

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Ausgeprägte Kühlrippen und “Griffmulden” für die Fingerchen.

 

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Dünnwandig sieht anders aus…

 

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Der silberne Metallring ist abnehmbar und dient zur Befestigung des Lanyards.

 

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Das lange Lanyard ist in dezenter Tarnfarbe gehalten.

 

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Befestigt werden kann das Lanyard hinten und vor… …äähmm, scheiße, da hat man mir doch glatt die Kappe des falschen Werbeträgers untergejubelt!

 

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So, jetzt nochmal mit dem richtigen Werbeträger: Befestigt werden kann das Lanyard hinten und vorne an der Lampe.

 

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Der Trageclip ist fester Bestandteil der Lampe. Abgesehen von der Tatsache, dass die Beschichtung beim Testmodell nicht sonderlich toll ist, nervt mich persönlich ein Clip extrem bei der Handhabung.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem tiefen SMO-Reflektor. Bezüglich der Frontlinse zitiere ich mal aus der Bedienungsanleitung: “High quality toughened mineral-glass lens, precision polish the edge for impact-resistant.” Was frei übersetzt etwa soviel bedeutet wie: “Unsere Linse ist um keinen Deut besser oder schlechter als die Linsen der Konkurrenz, aber wir benutzen wesentlich mehr Adjektive, um dies zu erklären.”

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Eine Cree XP-G-R5-LED sorgt für Licht.

 

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Tiefer Reflektor für maximale Reichweite. Der Dichtring am Bezel ist nachleuchtend.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die G42 in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt. Die Stromversorgung ist wahlweise mit einem 18650-Akku oder mit zwei CR123-Batterien möglich. Laut Hersteller liefert die Lampe in der hellsten Stufe 420 OTF-Lumen für 1,5 Stunden. Am Luxmeter trat sie mit einem 18650-Akku in dieser Stufe an. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.500 Lux
nach 5 Minuten: 24.100 Lux
nach 15 Minuten: 24.200 Lux
nach 30 Minuten: 24.300 Lux
nach 45 Minuten: 24.300 Lux
nach 60 Minuten: 24.300 Lux
nach 75 Minuten: 24.300 Lux
Nach 81 Minuten begann der Wert zu sinken. Nach 85 Minuten zeigte das Luxmeter noch 23.800 Lux. Nach 90 Minuten waren es 22.800 Lux, nach 95 Minuten 21.300 Lux. Eine kurze Überprüfung des Akkus ergab eine Leerlaufspannung von 3,59 Volt. Im Idealfall sollte der Akku an dieser Stelle gewechselt werden. Da da Auge den Unterschied zwischen 24.300 Lux und 21.300 Lux bei langsam dunkler werdender Lampe im Langzeitbetrieb allerdings nicht wahrnimmt, ist dies in der Praxis kaum möglich. Im weiteren Verlauf wurde die Lampe kontinuierlich dunkler. Nach 105 Minuten wurden noch 13.500 Lux gemessen, und diese Differenz nimmt auch das Auge wahr. Die Leerlaufspannug betrug zu diesem Zeitpunkt 3,31 Volt. Ende des Tests.
Fazit: Die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum exzellent. Die sinnvoll nutzbare Akkukapazität ist nach etwa anderthalb Stunden erschöpft, was die Lampe durch kontinuierliches Dunklerwerden signalisiert. An dem Punkt, an dem der Verlust an Helligkeit fürs Auge deutlich sichtbar wird, kann der Akku jederzeit ohne bleibende Schädigung gewechselt werden. Im Notfall steht allerdings auch noch für längere Zeit dunkler werdendes Restlicht zur Verfügung – eine in meinen Augen sinnvolle Lösung. Auch bei längerem Betrieb in der hellsten Stufe wird die Lampe nur handwarm; die Wärme wird gut übers Gehäuse abgeführt.
Ein messbarer Unterschied in der Helligkeit zwischen 1x 18650-Akku und 2x CR123-Batterien war nicht auszumachen. Die Versorgung mit 1x 18650 ist dementsprechend die sinnvollere Alternative.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Momentlicht ist möglich, Morsen nicht, da der Clicky auch die drei Leuchtstufen durchschaltet. Einmaliges Antippen gibt “high” (420 OTF-Lumen für 1,5 Stunden), zweimaliges Antippen “low” (138 OTF-Lumen für 6 Stunden), dreimaliges Antippen “ultra low” (10 OTF-Lumen für 100 Stunden) (alle Angaben laut Hersteller). Wird der Schalter durchgedrückt, schaltet die Lampe in der jeweiligen Leuchtstufe ein. Um bei eingeschalteter Lampe den Modus zu wechseln, muss man die Lampe kurz aus- und wieder einschalten. Vernachlässigbar weil praxisfremd ist dabei die Tatsache, dass bei einem schnellen Doppelclick bei eingeschalteter Lampe (aus-an) innerhalb von ein oder zwei Zehntelsekunden der Modus nicht gewechselt wird.
Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer auf high. Auf Geblinke wurde komplett verzichtet, was nicht nur meine Wenigkeit sondern auch schätzungsweise drei Milliarden Prozent aller Nutzer begrüßen dürften.

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Tailcap und Schalter hinterlassen mechanisch (und zumindest, was mich betrifft) auch optisch einen guten Eindruck.

 

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Tailcap-Innenansicht.


Beam:
Ein echt krasser Hotspot (yo, Alta, yo!) setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf größere Entfernungen zeigt sich im Lichtbild ein heller Punkt mit ausreichend Streulicht zur unmittelbaren Wegausleuchtung.

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“White-wall-beamshot” der G42.


Resümee:
Die G42 von Xeno ist gut durchdacht und in meinen Augen fast perfekt umgesetzt. Abgesehen vom nicht abnehmbaren Trageclip habe ich nichts zu meckern. Die Verarbeitung ist sehr solide, die Regelung ausgezeichnet. Über Design kann man bekanntlich streiten. Zumindest mir gefällt die Lampe, und eine gewisse Eigenständigkeit kann man der G42 auf keinen Fall absprechen. Auch das umfangreiche Zubehör, zu dem auch ein Ersatzschalter zählt, ist keinesfalls gewöhnlich. Die Leuchtweite ist für einen 18650-Einzeller mit XP-G-LED beachtlich. Damit stellt die Lampe sogar viele Thrower mit XR-E-LED in den Schatten oder kann zumindest locker mithalten – bei wesentlich gleichmäßigerer Ausleuchtung des Nahbereichs. “Erkauft” wird dies durch den großen Kopf mit tiefem Reflektor, wodurch die Lampe ein relativ hohes Gewicht mitbringt. Wer damit leben kann, bekommt fürs Geld eine zuverlässige Lampe, die das Potential hat, sich auch gegen die renommierte Konkurrenz zu behaupten. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 99 Euro (Stand: Juni 2011). Zum Test zur Verfügung gestellt wurde sie freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.xenoled.com

Xeno G42 016
Größenvergleich. Von links: Lumintop TD15, Tiablo A9, Xeno G42, Solarforce Skyline1. Interessant ist auch der Gewichtsvergleich. Hier ist die Solarforce Skyline1 mit einem Leergewicht von 276 Gramm Spitzenreiter, gefolgt von der Xeno G42 mit 254 Gramm. Die Tiablo A9 bringt es auf 150 Gramm, die Lumintop TD15 wiegt ohne Akku 139 Gramm.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Das angeleuchtete “Y” unter der Baumkrone ganz hinten ist etwa 200 Meter entfernt. Das Licht in der rechten Bildhälfte stammt von einer Straßenlaterne.

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Xeno G42

 

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Lumintop TD15

 

Xeno G42 019
Tiablo A9

 

Xeno G42 020
Eastward XRG2

 

Xeno G42 021
Fenix TK35

 

Xeno G42 022
Ledwave XP-100 Turbo-Led

 

Xeno G42 023
Solarforce Skyline1

 

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