Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Xeno G10

Review Xeno G10

Xeno G10 001
Robust, kompakt, zuverlässig: Die G10 von Xeno ist eine gelungene Lampe.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

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Lieferumfang der Xeno G10.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 134 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 176 g
Gewicht mit Akku: 222 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja
Löcher für Lanyard: ja, im Trageclip, der Tailcap und am optional zu befestigenden Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Das einzige abschraubbare Teil an der Lampe ist die Tailcap. Lampenkörper und -kopf sind fest miteinander verbunden. Der Trageclip ist ebenfalls fester Bestandteil der Lampe und kann nicht demontiert werden. Bei einem Leergewicht von knapp 180 Gramm hat man mit der G10 ordentlich “was in der Hand”.

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Solide Materialstärke auch am Batterierohr.

 

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Neiiiin! Der Trageclip ist fest mit dem Gehäuse verbunden und kann nicht gewaltfrei demontiert werden. Das sollte Xeno unbedingt ändern.

 

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Der silberne Metallring dient zur Befestigung des langen Lanyards, mit dem die Lampe auch um den Hals gehängt getragen werden kann. Der Ring bewegt sich hin und her, was im Praxisbetrieb aber nicht weiter stört. Wer auf ein Lanyard verzichtet, wird ihn ohnehin entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED verrichtet ihre Dienste in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine antireflex-beschichtete, gehärtete Glaslinse. Die Lampe ist alternativ auch als XM-L-Version erhältlich.

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Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt, also wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Ein Helligkeitsunterschied beim Betrieb mit beiden Stromversorgern besteht nicht. Zum Test wurde ein 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Leuchtstufe, die mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden angegeben ist, betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.700 Lux
Nach 155 Minuten wurden noch 5.400 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,22 Volt Leerlaufspannung gemessen. Im Hinblick auf die Lebensdauer des Akkus wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über jeden Zweifel erhaben. Mit gleichbleibender Helligkeit leuchtet die G10 über den gesamten Laufzeitraum. Erst ganz zum Ende zeigt sie durch Dunklerwerden an, dass der Akku gewechselt werden muss. Im Notfall stehen noch Reserven zur Verfügung, die im Sinne des Akkus aber nicht zwangsläufig genutzt werden sollten. Eine übermäßige Wärmeentwicklung war auch ohne Kühlung nicht feststellbar, die Lampe darf somit als dauerbetriebsfest bezeichnet werden.

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Die Tailcap von innen.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpukt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Durch mehrmaliges Antippen werden nacheinander die Leuchtstufen High (angegeben mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden), Low (angegeben mit 115 OTF-Lumen für 8 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden) erreicht. Warum Xeno auf die Bezeichnung “Medium” verzichtet und dafür die beiden dunkleren Stufen mit “Low” und “Ultra Low” bezeichnet, wird ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Unter “Ultra Low” jedenfalls stelle ich mir (und vermutlich auch 99,9 Prozent aller Benutzer) etwas anderes vor als eine Leuchtstufe, bei der man nicht einmal in die Lampe schauen kann ohne geblendet zu werden. Verbuchen wir die Bezeichnung der Leuchtstufen einfach mal als schrullig. Sehr angenehm dagegen finde ich, dass Xeno auf Spielerein wie Geblinke komplett verzichtet hat.

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Der Clicky macht, wie der Rest der Lampe, einen soliden Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ist die Lampe zwischen Thrower und Fluter angesiedelt. Etwas weiter entfernte Objekte sind noch gut auszumachen, und die Lampe taugt auch als Lauflicht, mit deutlich erkennbarem Spot.

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“White-wall-beamshot” der Xeno G10.


Resümee:
Ich muss zugeben: Nachdem ich einige Lampen von Xeno getestet habe, bin ich ein kleiner Fan dieses Herstellers geworden. Die Verarbeitung überzeugt genauso wie die Regelung. Hier können sich einige der etablierten Firmen ruhig noch eine Scheibe abschneiden. Auch beim Design geht Xeno eigene Wege, die durchaus gefällig sind. Anlass zur Kritik bietet der Trageclip, der nicht demontiert werden kann. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, das Lichtbild angenehm, was die Lampe vielseitig macht. Trekken, Gassigehen, Zeltlager oder Geocaching sind nur einige der möglichen Einsatzgebiete. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 84 Euro (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Auf der Herstellerseite www.xenoled.com finden sich weitere Informationen.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno G10 010
Xeno G10

 

Xeno G10 011
EagleTac T20C2 MKII XP-G

 

Xeno G10 012
Solarforce L2 XP-G-Drop-in

 

Xeno G10 013
Solarforce L2m XM-L-Drop-in

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