Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Wolf-Eyes Night Hunter

Review Wolf-Eyes Night Hunter

Wolf-Eyes Night Hunter 001
Die Night Hunter von Wolf-Eyes ist eine fokussierbare Lampe, die durch ihre asphärische Linse eine gute Reichweite erzielt, wahre “Beam-Ästheten” jedoch gehörig das Fürchten lehrt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton sind die Lampe, ein Akku zum Betrieb, ein externes Ladegerät, ein Lanyard und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

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Lieferumfang des Nachtjägers.

 

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Im “All-inclusive-Paket” ist auch ein Ladegerät enthalten.


Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 147 mm
Länge fokussiert: 152,5 mm
Reflektoröffnung: 35 mm
Durchmesser Kopf: 45 mm
Durchmesser Tail: 29 mm
Gewicht:182 g
Gewicht mit Akku: 230 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: durch den verstellbaren Fokus lediglich spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über eine asphärische Linse und ist durch Drehen des Lampenkopfs stufenlos fokussierbar. In den Endstellungen sitzt der Kopf fest auf dem Lampenkörper, in allen Einstellungen dazwischen hat er einiges an Spiel.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Gespeist wird der Nachtjäger mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien (RCR123Akkus) mit jeweils 3 Volt und kann in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt betrieben werden. Angegeben ist die Lampe mit 450 Lumen für zwei Stunden. Der Testlauf erfolgte mit dem mitgelieferten Akku mit einer Kapazität von 2600mAh. Die Lampe wurde auf maximalen Fokus eingestellt. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Messgerät einen Wert von 17.200 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 17.200 Lux
nach 30 Minuten: 17.200 Lux
nach 45 Minuten: 17.200 Lux
nach 60 Minuten: 17.200 Lux
nach 75 Minuten: 17.200 Lux
nach 90 Minuten: 17.200 Lux
nach 105 Minuten: 16.900 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sanken die Luxwerte schnell. Nach 120 Minuten wurden noch 6.100 Lux gemessen und der Test unterbrochen. Der Akku hatte unmittelbar nach Entnahme noch eine Leerlaufspannung von 3,17 Volt. Zur Schonung desselben wurde der Test abgebrochen.
Fazit: Besser kann eine Lampe kaum geregelt sein. Für anderthalb Stunden steht die maximale Helligkeit zur Verfügung, danach wird die Lampe schnell dunkler. Die Tatsache, dass die Lampe ab diesem Zeitpunkt ungeregelt läuft, spricht praxisbezogen sogar für die Regelung, da die Lampe nicht einfach ausgeht, sondern dem Benutzer durch Dunklerwerden signalisiert, dass ein Akkuwechsel ansteht. Dieser sollte dann allerdings auch vorgenommen werden, um den Akku langfristig nicht mehr zu strapazieren als nötig. Dennoch steht im Notfall noch für längere Zeit ausreichend Restlicht zur Verfügung. Beim Betrieb auf hellster Stufe ohne jegliche Kühlung ist eine Erwärmung feststellbar, mehr als handwarm wird die Lampe jedoch auch bei durchgängigem Betrieb nicht.

Reflektor/Linse:
Hinter einer asphärischen Glaslinse sitzt eine Cree 7090 XP-G-R5-LED in einem Aluminiumreflektor.

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Asphärische Linse für maximale Reichweite.


Bedienung:
Zu Jagd bläst die Lampe über einen Mikroschalter in der Tailcap, der über einen relativ harten Druckpunkt verfügt. Morsen ist mit der Lampe nicht möglich. Durch Antippen des Schalters werden nacheinander die Stufen max, medium (20 % Leistung), low (2 % Leistung) und Strobe (100 % Leistung) angewählt. Drückt man den Schalter durch, wird die Lampe in der entsprechenden Stufe eingeschaltet. Die Lampe verfügt über keine Memory-Funktion und startet somit immer auf high. Gegen versehentliches Einschalten kann die Tailcap leicht gegen den Uhrzeigersinn gelöst werden.

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Als Clicky wurde ein Mikroschalter verbaut.

 

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Die Tailcap von innen.


Beam:
Gäbe es eine Schreckenskammer der Lichtbilder, würde die Night Hunter sicher ganz vorne mitspielen. Ob defokussiert, fokussiert oder in allen Zwischenstellungen sind zahlreiche Ringe im Beam zu sehen. Durch die asphärische Linse erzielt die Lampe dabei allerdings eine ordentliche Reichweite, und bekifft kommt die Night Hunter im fokussierten Zustand sogar ziemlich gut.

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“White-wall-beamshot” der Night Hunter.


Resümee:
Sitzt, wackelt und hat Luft – nicht nur der Lampenkopf ist nur ein Kritikpunkt der Wolf-Eyes Night Hunter. Das mitgelieferte Ladegerät, das den Preis unnötig in die Höhe treibt, ist ein weiterer. Vom Beam, der ein einziges Grauen ist und der fehlenden Wasserdichtigkeit ganz zu schweigen. Hat Wolf-Eyes bei dieser Lampe also alles falsch gemacht? Mitnichten, denn die Regelung der Night Hunter ist exzellent, und für jemanden, der den Einstieg in die LiIon-Technik wagen möchte, wird hier ein Gesamtpaket abgeliefert, das durchaus in Ordnung geht (der Nachteil des mitgelieferten Ladegeräts kann also auch ein Vorteil sein). Die Lampe leuchtet durch die Fokussierbarkeit den Nah- und Fernbereich – wenn auch unschön – aus und erzielt eine mehr als ordentliche Reichweite. Bei einem Preis von 78 Euro (Stand: Dezember 2010) sollten Lampenästheten und/oder Leute, die ohnehin mit mehr als einer Lampe unterwegs sind, besser die Finger von der Night Hunter lassen; für Geocaching-Einsteiger oder zum Gassigehen mit dem Hund hingegen kann sie durchaus eine Überlegung wert sein. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.wolf-eyes.com

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Solide Materialstärke des Bodys.

 

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Der Pluskontakt wird über eine Feder hergestellt.


Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich, jeweils in defokussierter und fokussierter Einstellung: Wolf-Eyes Krait, LED Lenser H7R, MTE M-2 sowie als Thrower mit Fixfokus die Eastward XGR5.

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Wolf-Eyes Night Hunter defokussiert

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Wolf-Eyes Krait defokussiert

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LED Lenser H7R defokussiert

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MTE M-2 defokussiert

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Wolf-Eyes Night Hunter fokussiert

Wolf-Eyes Night Hunter 015
Wolf-Eyes Krait fokussiert

Wolf-Eyes Night Hunter 016
LED Lenser H7R fokussiert

Wolf-Eyes Night Hunter 017
MTE M-2 fokussiert

Wolf-Eyes Night Hunter 018
Eastward XGR5

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