Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Ultrafire ZF 7370

Review Ultrafire ZF 7370

Ultrafire ZF 7370 001

“Gut und billig” – mit diesem Slogan hat irgendwann mal eine Supermarktkette geworben. “Gar nicht mal so schlecht und billig” könnte der Slogan für die Ultrafire ZF 7370 sein.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe und zwei CR123A-Batterien zum Betrieb enthalten.

Ultrafire ZF 7370 002

Lieferumfang mit Batterien.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 161 mm
Reflektoröffnung: 46 mm
Durchmesser Kopf: 55 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 222 g
Gewicht mit Akku: 270 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nur auf geraden Flächen.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: nein
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über einen Selektorring zur Anwahl der Helligkeitsstufen. Die Verarbeitung wirkt insgesamt nicht sonderlich hochwertig. Die LED sitzt nicht zentriert, bei der Anodisierung des Bodys hat das Gewinde zur der Tailcap ebenfalls ungewollt ein wenig Farbe mitbekommen. Der Clicky hört sich beim Einschalten wenig vertrauenerweckend an. Auf den Grund gehen konnte ich dem nicht, denn obwohl innen zwei Aussparungen für den Einsatz eines Werkzeugs vorhanden sind, gelang es mir nicht, den Clicky gewaltfrei zu öffnen. O-Ringe sind an allen dichtungsrelevanten Stellen vorhanden.

Ultrafire ZF 7370 003

So arbeitet der Anodisiermeister kurz vor Feierabend.

Ultrafire ZF 7370 004

Orange als Warnfarbe? Der Clicky hört sich beim Drücken ziemlich billig an.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Gespeist wird die ZF 7370 von zwei CR123A-Batterien oder alternativ von einem 18650-Akku. Angegeben ist die Lampe vom Hersteller mit 200 Lumen in der hellsten Stufe. Neben dieser Stufe stehen noch eine Medium-Stufe (50%), eine Low-Stufe (25%), ein Blinkmodus und ein SOS-Modus zur Verfügung. Der Test erfolgte in der hellsten Stufe bei Verwendung eines 18650-Akkus mit 2400mAh.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 12.300 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 12.300 Lux
nach 30 Minuten: 12.000 Lux
nach 45 Minuten: 11.400 Lux
nach 60 Minuten: 10.900 Lux
nach 75 Minuten: 10.500 Lux
nach 90 Minuten: 10.200 Lux
nach 105 Minuten: 10.100 Lux
nach 120 Minuten: 9.900 Lux
nach 135 Minuten: 9.500 Lux
nach 150 Minuten: 8.800 Lux
Innerhalb der nächsten 15 Minuten sank der Wert auf 6.700 Lux, mit stetig fallender Tendenz. Nach drei Stunden wurde der Test bei 3.600 Lux abgebrochen. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme noch mit 3,20 Volt gemessen. In den dunkleren Stufen reicht das Restlicht noch für lange Zeit aus, um den Weg zu finden. Während des Tests war nach 20 Minuten eine leichte Erwärmung am Gehäuse feststellbar. Da die Lampe auf einem Stativ befestigt war und somit ohne jegliche Kühlung, wurde prophylaktisch in regelmäßigen Abständen eine Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator zugeschaltet. Im Praxisbetrieb dürfte die Lampe problemlos über längere Zeit auf der höchsten Stufe betrieben werden können.
Fazit: Die Regelung der Lampe ist nicht das Nonplusultra, aber durchaus zufriedenstellend. Nach einer Stunde im Dauerbetrieb auf der hellsten Stufe hat die Ultrafire gerade mal zehn, nach zwei Stunden zwanzig Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt.

 

Reflektor/Linse:
Für Licht sorgt eine Cree XR-E Q5-LED. Der Reflektor ist ein leicht texturierter OP, die Frontlinse besteht aus Glas.

Ultrafire ZF 7370 005

Durch den silbernen Combat-Ring ist die Linse gut geschützt.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist gut zu erreichen und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Anwahl der Helligkeitsstufen erfolgt über einen Selektorring unterhalb des Lampenkopfs. In der Anschlagsstellung links ist die hellste Leuchtstufe aktiviert. Dreht man den Selektorring nach rechts, folgen die Stufen “medium”, “low”, “Blinken” (schneller Wechsel zwischen Strobe und Blinken) sowie “SOS” in der Anschlagsstellung rechts. Der Selektorring rastet in allen Helligkeitsstufen sicher ein, ein ungewolltes Verstellen wird dadurch ausgeschlossen.

Ultrafire ZF 7370 006

Die Helligkeitsstufen werden mit dem Selektorring eingestellt.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Im Verhältnis zur Größe des Gesamtbeams ist er relativ klein. Das bleibt auch auf die Entfernung so. Die Lampe kann als Lauflampe eingesetzt werden, kann aber auch zum Einsatz kommen, wenn es mal ein paar Meter mehr sein dürfen. Von der Ausrichtung her tendiert die Ultrafire eher in Richtung Thrower, bedingt durch den OP-Reflektor allerdings ohne störende Ringe im Beam.

Ultrafire ZF 7370 007

low

Ultrafire ZF 7370 008

medium

Ultrafire ZF 7370 009

high

 

Resümee:
Die ZF 7370 ist eine der besseren Lampen, die unter dem Ultrafire-Label angeboten werden. Auch, wenn die Verarbeitung nicht hochwertig ist, erfüllt die Lampe zuverlässig ihre Dienste. Ein möglicher Schwachpunkt könnte der Clicky sein, der sich beim Schalten ziemlich “billig” anhört. Ob auch er auf Dauer zuverlässig seine Dienste verrichtet, kann nur ein Langzeittest zeigen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt und gut einzustellen, die Regelung geht in Ordnung, genauso wie die Laufzeit, und die Lampe ist im Nah- und Fernbereich einsetzbar. Der Preis von knapp über 30 US-Dollar (Stand: Juni 2010) ist durchaus angemessen.

 

Der Outdoor-Beamshot wurde mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Ultrafire ZF 7370 010

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">