Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Taclights Patriot

Review Taclights Patriot

Taclights Patriot 001

Die Patriot ist das Flaggschiff des chinesischen Herstellers Taclights. Bis auf den doofen militärischen Namen handelt es sich dabei um eine gelungene MCE-Lampe mit exzellenten Thrower-Qualitäten.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Pappkarton, Lampe. Mehr nicht.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 198 mm
Reflektoröffnung: 61 mm
Durchmesser Kopf: 76 mm
Durchmesser Tail: 49 mm
Gewicht: 508 g
Gewicht mit Akkus: 602 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Mikroschalter zum Durchschalten der Modi. Auffällig ist der große Kopf mit tiefem Reflektor.

Taclights Patriot 002

“Unterdimensioniert” kann man diesen Kopf nun wirklich nicht nennen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus oder alternativ 4 CR123A-Batterien versorgen die Lampe mit Strom. Die Betriebsspannung liegt zwischen 7,4 und 12 Volt. Laut Hersteller soll die Lampe auf der hellsten Stufe 800 Lumen für 100 Minuten liefern. Der Laufzeittest erfolgte in der hellsten Stufe mit zwei 18650er-Akkus mit einer Kapazität von 2500mAh.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 21.800 Lux gemessen. Nach fünf Minuten lag der Wert bei 21.200 Lux
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 20.700 Lux
nach 30 Minuten: 20.700 Lux
nach 45 Minuten: 20.700 Lux
nach 60 Minuten: 20.700 Lux
nach 75 Minuten: 20.700 Lux
nach 90 Minuten: 20.700 Lux
Nach 95 Minuten begann die Lampe, schnell herunterzuregeln und zu flackern, als Zeichen, dass ein Akkuwechsel ansteht. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 und 3,13 Volt gemessen. Auf der dunkelsten Stufe kann die Patriot anschließend noch einige Zeit genutzt werden, plötzlich im Dunkeln steht man mit ihr nicht.
Während des Betriebs war lediglich eine leichte Erwärmung der Lampe feststellbar. Ein Wärmeproblem scheint die Patriot nicht zu kennen. Dennoch wurde rein prophylaktisch in kurzen Intervallen eine Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator zugeschaltet.
Fazit: Die Regelung der Lampe funktioniert über die gesamte Laufzeit ausgezeichnet. Lediglich zu Beginn der Laufzeit büßt die Lampe 1000 Lux ein, was allerdings gerade mal fünf Prozent ihrer maximalen Helligkeit ausmacht.

Taclights Patriot 003

Die Akkus sind nebeneinander angeordnet.

 

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sitzen ein OP-Reflektor und eine Cree-MCE-LED.

Taclights Patriot 004

Vorderansicht des Patrioten.

 

Taclights Patriot 005

Kopf und Reflektor.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Patriot mit einem Forward-Clicky. Morsen ist mit der Lampe nicht möglich, da sie beim nächsten Druck auf den Clicky ausgeschaltet wird und beim übernächsten Druck in den nächsten Modus wechselt. Falls man in Krisengebieten von der Truppe getrennt werden sollte, kann man den Kameraden folglich nicht mitteilen, dass man Wasser benötigt oder im afghanischen Autokino gerade ein toller Streifen läuft. Die Schaltreihenfolge ist high-aus-medium-aus-low-aus-Strobe-aus-SOS-aus. Die Umschaltung erfolgt über einen Mikroschalter, der einen weichen bis mittelharten Druckpunkt hat und trotz der Größe/Dicke der Lampe sehr angenehm zu schalten ist. Die Lampe ist ein wenig kopflastig, dennoch liegt sie gut in der Hand.

Taclights Patriot 006

Der Schalter ist in der Tailcap versekt. Leider liegt zwischen den verschiedenen Helligkeitsstufen immer die “Aus-Stufe”.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen ohne störende Ringe weich vom Sidespill ab. Das bleibt auch auf die Entfernung so. Die Lampe liefert ausreichend hellen Sidespill, dabei ist das Lichtbild nicht so ausgewogen, wie man es von den meisten MCE-Lampen gewohnt ist. Ihre Stärke spielt die Patriot auf die Entfernung aus. Sie hat keine Probleme, mit guten Single-LED-Throwern mitzuhalten, ganz im Gegenteil: Auf weite Entfernungen wird ein viel größerer Bereich hell ausgeleuchtet. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Patriot auf high, medium und low.

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Resümee:
Der Name ist sch… …on gewöhnungsbedürftig, die Lampe dafür umso besser. Die Taclights Patriot ist ein waschechter MCE-Thrower, der gleichzeitig in den gut gewählten niedrigeren Leuchtstufen auch als Lauflampe Verwendung finden kann. Nicht gut gelöst ist das Schaltkonzept. Zwischen den einzelnen Leuchtstufen muss man immer über “Aus” gehen. Strobe und SOS sollten meiner Meinung nach, gerade angesichts dieser Tatsache, im UI versteckt sein oder ganz weggelassen werden. Wer beispielsweise aus der mittleren Stufe auf high wechseln möchte, hat eine regelrechte Schaltorgie vor sich. Eine Memory-Funktion hat die Patriot nicht, sie startet immer im hellsten Modus, was angesichts des Schaltkonzepts sicherlich einen Vorteil darstellt. Die Verarbeitung ist hochwertig und kann ohne Schwierigkeiten mit den Produkten der “namhaften” Konkurrenz mithalten. Erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 159 Euro (Stand: Mai 2010). Zur Verfügung gestellt wurde die Patriot freundlicherweise von Taclights. (www.taclights.cn).

Taclights Patriot 010

Größenvergleich: Olight M30 mit Verlängerung, Taclights Patriot.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Als Vergleich: Olight M30 als MCE-Lampe, Raidfire Spear (OP) als “Semi-Thrower” und Eastward YJ XGR2 als Thrower (alle auf höchster Leuchtstufe).

Taclights Patriot 011

Olight M30

 

Taclights Patriot 012

Edgetac Raidfire Spear OP

 

Taclights Patriot 013

Eastward YJ XGR2

 

Taclights Patriot 014

Taclights Patriot high

 

Taclights Patriot 015

Taclights Patriot medium

 

Taclights Patriot 016

Taclights Patriot low

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