Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Skyray S-R5

Review Skyray S-R5

Skyray S-R5 001
“Gut geklaut ist halb gewonnen”, oder etwas Ähnliches muss man sich bei Skyray bei der S-R5 gedacht haben, denn die Lampe ist eine optische Eins-zu-eins-Kopie der Lumens Factory Seraph SP-6.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Testlampe wurde in Knisterfolie verpackt in einem dünnen Pappkarton geliefert. Neben der Lampe war im Karton noch ein Lanyard enthalten.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 135 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 117 g
Gewicht mit Akku: 163 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur auf planen Flächen, wackelig.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitz in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Mithilfe zweier erhabener Gummiringe am Body kann die Lampe bequem im Zigarrengriff gehalten werden.

Skyray S-R5 002
Kopf, Lampenkörper und Schalterkappe.

 

Skyray S-R5 003
Zwei Gummiringe erleichtern die Haltung im Zigarrengriff.

 

Skyray S-R5 004
Die Wandstärke ist eher gering.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Das verwendete Drop-in verträgt bis zu 18 Volt. Dadurch können in der Lampe sowohl ein 18650-Akku, zwei CR123-Batterien oder alternativ zwei RCR123-Akkus mit einer Spannung von 6 Volt sowie zwei 16340-Akkus mit einer Spannung von 8,4 Volt verwendet werden. Je höher die Voltzahl, desto heller die Lampe. Zum Test wurde der wohl gebräuchlichste Stromversorger, ein 18650-Akku, verwendet, Kapazität: 2.400mAh. Die Lampe wurde in der hellsten Stufe betrieben und prophylaktisch durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 7.800. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 7.400 Lux
nach 30 Minuten: 7.200 Lux
nach 45 Minuten: 7.000 Lux
nach 60 Minuten: 6.900 Lux
nach 75 Minuten: 6.700 Lux
nach 90 Minuten: 6.500 Lux
nach 105 Minuten: 6.300 Lux
nach 120 Minuten: 6.000 Lux
nach 135 Minuten: 5.200 Lux
nach 150 Minuten: 4.100 Lux
Wenige Minuten später sank der Wert auf 3.900 Lux, was einem Lichtverlust von 50 Prozent gegenüber der Maximalleistung entspricht, Testende. Der Akku hatte unmittelbar nach Entnahme eine Leerlaufspannung von 3,34 Volt. Im Notfall steht damit noch für einige Zeit Restlicht zur Verfügung; um lange Freude am Akku zu haben, sollte man die Lampe allerdings auch nur im Notfall noch länger betreiben.
Fazit: Die Regelung ist sicherlich nicht die allerbeste, liegt aber noch im akzeptablen Bereich, vor allem in Anbetracht des Preises, für den man keine Wunderdinge erwarten darf. Nach 45 Minuten Dauerbetrieb auf high beträgt der Verlust an Lichtleistung zehn, nach 105 Minuten zwanzig Prozent. Ohne Kühlung wird die Lampe zwar warm, im “Draußen-Betrieb” mit in der Hand gehaltener Lampe und Umgebungsluft als Kühlung stellt das jedoch kein Problem dar. Lediglich beim Betrieb mit zwei Zellen mit insgesamt höherer Voltzahl als die 4,2 Volt, die ein einzelner 18650-Akku liefert, ist aufgrund der höheren Wärmeentwicklung von einem durchgängigen Betrieb in der höchsten Stufe abzuraten.

Reflektor/Linse:
Die Frontlinse besteht aus Glas, der Reflektor ist ein SMO, und fürs Licht sorgt eine Cree XP-G-R5-LED.

Skyray S-R5 005
Das Drop-in kann in einem Spannungsbereich von 4,2 bis 18 Volt betrieben werden. Dadurch ist die Verwendung verschiedener Batterie- und Akkutypen möglich.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die Skyray S-R5 mit einem Reverse-Clicky, der gut erreichbar ist und einen weichen Druckpunkt hat. Allerdings stellt er die Achillesferse der Lampe dar, denn er wurde aus billigsten Komponenten zusammengebaut. Etwaige Kontaktprobleme können mit minimalen Kenntnissen selbst behoben werden, aber inwieweit sich die Qualität der verbauten Teile negativ auf die Lebensdauer auswirkt, kann nur der Langzeitbetrieb zeigen. Die Lampe verfügt über fünf Leuchtstufen; die Schaltreihenfolge ist high-medium-low-Strobe-SOS. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet beim Einschalten immer in der Leuchtstufe, die beim letzten Ausschalten aktiviert war. Morsen ist mit der Lampe nicht möglich.

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Endkappe mit Schalter.

 

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Schalter auseinandergebaut: Der Schwachpunkt der Lampe, denn hochwertig sieht anders aus.


Beam:
Der Hotspot setzt sich klar vom Sidespill ab, ohne aufdringlich zu wirken. Durch ihre Leuchtcharakteristik ist die Lampe sowohl für die Wegausleuchtung, als auch zum Erkennen weiter entfernter Objekte einsetzbar.

Skyray S-R5 008
“White-wall-beamshot” der S-R5. Der “eckige” Beam ist durch den Bezelring bedingt.


Resümee:
Für einen Preis von 39 Euro (Stand: Oktober 2010) bekommt man eine Lampe, die diesen Preis mehr als wert ist. Die Gesamtverarbeitung geht in Ordnung, und durch das wechselbare Drop-in bleibt die Lampe auch langfristig aktuell. Lediglich die Tailcap mit billigem Schalter gibt Anlass zur Kritik. Wie er sich im Dauerbetrieb schlägt, bleibt abzuwarten. Durch die Kompatibilität zu Surefire und Solarforce können im Falle eines Defekts auch komplette Tailcaps dieser beiden Firmen verwendet werden, in denen höherwertige Schalter verbaut sind. Als Einsteigerlampe ist die Skyray S-R5 auf jeden Fall ein Kauftipp. In Deutschland ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de erhältlich.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen dienen die EagleTac T20C2 MarkII und die Fenix TK12 mit OP-Reflektor, bei denen ebenfalls eine Cree XP-G-R5-LED verbaut wurde.

Skyray S-R5 009
Skyray S-R5 low

 

Skyray S-R5 010
Skyray S-R5 medium

 

Skyray S-R5 011
Skyray S-R5 high

 

Skyray S-R5 012
EagleTac T20C2 MarkII high

 

Skyray S-R5 013
Fenix TK12 OP high

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