Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Romisen RC-29

Review Romisen RC-29

Romisen RC-29 001

Wer für kleines Geld eine Zweitlampe im Hosentaschenformat sucht, bekommt mit der Romisen RC-29 eine Lampe, die diese Kriterien mehr als zufriedenstellend erfüllt.

 

Lieferumfang:
Lampe und Lanyard

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 21 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 65 g
Gewicht mit Akku: 92 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die RC-29 ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. Der Fokus lässt sich von breit gestreutem Licht bis zu einem Lichtkegel, bei dem ein Abbild der LED projiziert wird, einstellen. Die Lampe ist komplett durchanodisiert. Das Gummi der Tailcap ist in orange gehalten, der Ring vorne am Bezel in einer ähnlichen Farbe eloxiert, dadurch wirkt die Lampe optisch – zumindest aus meiner Sicht – äußerst gefällig.

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Für eine Lampe dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich: Auch die Gewinde sind anodisiert.

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Die Tailcap von innen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer AA-Batterie/einem AA-Akku. Laut Herstellerangaben liefert sie einen Lichtstrom von 100 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde.
Bei der Messung auf einen Meter Entfernung mit neuer Batterie/vollgeladenem LSD-Akku zeigt das Luxmeter bei defokussierter Einstellung der Lampe 400 Lux; komplett fokussiert sind es 10.400 Lux. Die Laufzeitmessung erfolgte mit einem vollgeladenen LSD-Akku mit einer Kapazität von 2100 mAh. Beim Test war die Lampe komplett fokussiert. Der größte Helligkeitseinbruch war in den ersten fünf Minuten nach dem Einschalten feststellbar. Nach einer Minute wurden noch 9.500 Lux angezeigt, nach fünf Minuten war der Wert auf 8.800 Lux gesunken. Anschließend blieb die Helligkeit nahezu konstant. Nach einer Viertelstunde und nach 30 Minuten lag der Wert gleichbleibend bei 8.500 Lux. Eine Erwärmung war zwar spürbar, mehr als handwarm wurde die Romisen dabei jedoch nicht. Nach 45 Minuten konnten noch 8.300 Lux gemessen werden, nach einer Stunde noch 7.700. Anschließend ging es schnell bergab. Nach 70 Minuten lag die Beleuchtungsstärke bei 5.300 Lux. Tendenz: schnell fallend, Testabbruch. Ergebnis: Die angegebene Laufzeit seitens des Herstellers wurde leicht übertroffen. Während die Helligkeit beim Akkubetrieb fast konstant blieb, mag die Lampe Batterien nicht so sehr, was sich durch langsame, aber fortwährende Abnahme der Leuchtkraft über die gesamte Laufzeit äußert.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-Q5-LED. Das weitere Innenleben der Lampe bleibt verborgen, da der Kopf des Testkandidaten nicht gewaltfrei geöffnet werden kann.

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Lampenkopf mit Linse.

 

Bedienung:
Die RC-29 verfügt über einen Modus. Ein- und Ausschalten geschieht durch einen Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist in der Tailcap versenkt, gut erreichbar und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Der Fokus wird durch Drehen verändert, dadurch wird ein ungewolltes Verstellen des zuletzt eingestellten Fokus’ verhindert. Um zwischen den beiden Extremstellungen zu wechseln, sind drei komplette Umdrehungen des Kopfs nötig.

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Der Fokus wird durch Drehen des Lampenkopfs verstellt.

 

Beam:
Komplett defokussiert liefert die Lampe einen großen, gleichmäßigen Beam ohne Hotspot mit mehreren Ringen außen. Je mehr die Lampe fokussiert wird, desto auffälliger werden die Ringe. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED erkennbar. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Lampe (von oben nach unten) defokussiert, halb fokussiert und komplett fokussiert. Dass die Lampe im untersten Bild ein Abbild der LED erzeugt, konnte ich leider nicht mit der Kamera festhalten.

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Resümee:
Als Zweitlampe ist die Romisen RC-29 ein netter Begleiter für die Hosentasche. Die Verarbeitung ist gut, selbst das Gewinde, auf das die Tailcap geschraubt wird, ist anodisiert. Abgesehen von den Donuts im Lichtbild funktioniert die Fokussierung gut. Und dadurch, dass die Fokusverstellung durch Drehen geschieht, sitzt der Lampenkopf fest auf dem Body. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen dieser Preisklasse wackelt an dieser Stelle nichts. Durch die Möglichkeit der Fokussierung ist die RC-29 vielseitig einsetzbar; hätte Romisen der Lampe noch eine zweite Helligkeitsstufe verpasst, wäre sogar ein Einsatz als EDC denkbar. Der Nachteil der abnehmenden Leuchtstärke beim Batteriebetrieb ist in meinen Augen kein wirklicher Nachteil, denn wenn die Möglichkeit des Akkubetriebs besteht, sollten Batterien generell nur als Notlösung irgendwo in der Pampa angesehen werden. Erhältlich ist die Lampe in Deutschland unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 25 Euro (Stand: März 2010).

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Größenvergleich. Von links: Fenix LD10, Romisen RC-29, Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote Reflektor 60 und der weiße 70 Meter. Das oberste Bild zeigt auch hier wieder den Lichtkegel bei defokussierter Einstellung, auf dem mittleren Bild ist die Lampe halb-, auf dem untersten komplett fokussiert.

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