Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Raidfire Spear

Review Raidfire Spear

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Mit der Raidfire Spear kommt heute ein Klassiker der Firma Edgetac auf den Prüfstand. Ist diese Lampe zwei Jahre nach Markteinführung noch Up-to-date?

 

Verpackung und Lieferumfang:
Die Lampe wird in einem stabilen Pappkarton mit Schnappverschluss ausgeliefert. Enthalten sind noch ein kompletter Ersatz-Clicky, ein Ersatz-Schalterkappengummi, Ersatz-O-Ringe, eine Bedienungsanleitung (englisch) in Booklet-Form und eine Garantiekarte.

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In diesem Köfferchen wird die Lampe geliefert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 160 mm
Durchmesser Reflektoröffnung: 36 mm
Durchmesser Kopf: 44,5 mm
Durchmesser Tail: 36 mm
Gewicht: 193 g
Gewicht mit Akku: 242 g
Anodisierung: HA III, Kopf matt anodisiert, Body und Tailcap glänzend anodisiert. Die Anodisierung wurde gut und gleichmäßig ausgeführt, die Lampe ist komplett durchanodisiert.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: Loch in der Tailcap.
wasserdicht: nach IPX-8-Standard, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: ungewöhnliche Optik durch Löcher im Bezel. Unbeabsichtigtes Einschalten kann durch leichtes Drehen der Tailcap gegen den Uhrzeigersinn vermieden werden.

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Die Löcher im Lampenkopf sollen der besseren Wärmeableitung dienen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku (geschützt) betreibt die Lampe, die vom Hersteller mit 250 Lumen angegeben ist bei einer Laufzeit von 110 Minuten. Alternativ gibt es einen dunklen Modus mit 5 Lumen, in dem die Spear 200 Stunden leuchten soll. Der Betrieb mit zwei CR123A-Batterien ist nicht möglich. Die Wärmeableitung übers Gehäuse funktioniert gut. Ob die Löcher im Kopf tatsächlich, wie vom Hersteller beschrieben, ebenfalls zur besseren Wärmeableitung dienen, wage ich zu bezweifeln, da LEDs die meiste Hitze nicht nach vorne, sondern nach hinten abgeben. Allenfalls könnten die Löcher zur Kühlung durch die Luft beim Laufen dienen. (Halten wir das dem Hersteller mal zugute, sonst würde hier stehen, dass sie einzig und allein aus optischen Gründen vorhanden sind). Mit einem 2400mAh-Akku ist die Lampe fast pünktlich: Nach 107 Minuten Laufzeit ohne merklichen Helligkeitsverlust schaltet sie in einen schnellen Blinkmodus, der anzeigt, dass die Akkulaufzeit sich dem Ende zuneigt. Die Blinkintervalle werden innerhalb der nächsten paar Minuten langsamer. Wenige Minuten später geht die Lampe aus.

 

Reflektor/Linse:
Den Leuchtjob übernimmt eine Cree Q5-LED, die ihr Licht mittels eines OP-Reflektors aus Aluminium verteilt. Die Frontlinse besteht aus zweifach beschichtetem Glas.

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Statt des ursprünglich verbauten SMO-Reflektors sorgt bei den neueren Modellen ein OP-Reflektor für die Lichtverteilung.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Raidfire mit einem Forward-Clicky, der durch Antippen auch Momentlicht und Morsen ermöglicht. Der Druckpunkt ist mittelhart und der Clicky gut zu erreichen. Durch Drehen des Kopfes werden die beiden Leuchtstufen erreicht. Beim Praxisbetrieb offenbart sich hier ein Schwachpunkt: Die LED samt Elektronik sitzt in einem separaten Verbindungsstück zwischen Bezel und Body. Eigentlich eine gute Idee, denn so kann man die LED-Einheit im Bedarfsfall komplett austauschen. Dreht man jedoch den Kopf auf dem Verbindungsstück fest, leuchtet gar nix mehr, egal, wohin man dreht. Nach entsprechender Justierung (die durch leichtes Lösen des Kopfes schnell gefunden ist) kann man alternativ auch direkt am Verbindungsstück drehen. Sicherheitshalber sollte man dies auch tun, denn das Problem, das beim Festdrehen des Kopfes auftritt, ist folgendes: Der Reflektor liegt auf der LED-Platine auf, lediglich durch eine dünne Isolierfolie getrennt. Dreht man den Kopf komplett fest, wird die Folie durchgedrückt, und es entsteht ein Kurzschluss.

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Gut gedacht, schlecht gemacht: Der Kopf kann nicht komplett festgedreht werden, ohne einen Kurzschluss zu verursachen.

 

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Doppelt genäht hält besser: Zur Abdichtung hat Edgetac der Raidfire vorne und hinten am Body jeweils zwei O-Ringe spendiert.

 

Beam:
Durch den Orange-Peel-Reflektor geht der Hotspot ohne störende Ringe in den Spill über. So ergibt sich bereits ab wenigen Metern eine gute und ziemlich homogene Ausleuchtung im Nahbereich. Bedingt durch den tiefen und großen Reflektor verfügt die Lampe auch über einen guten Throw.

 

Resümee:
Mit der Raidfire Spear bietet Edgetac eine Lampe, die auch zwei Jahre nach Markteinführung noch locker mit der Konkurrenz mithalten kann. Obwohl die Lampe als Thrower konzipiert wurde (die ersten Serien wurden mit SMO-Reflektor ausgeliefert, der meines Wissens mittlerweile nicht mehr erhältlich ist), macht der OP-Reflektor sie zu einem guten Allrounder. Wünschenswert wäre ein mittlerer Modus, denn der Unterschied zwischen 250 Lumen und 5 Lumen ist schon sehr gravierend. Für die einen ein Nachteil, für die anderen ein Vorteil: Wer nur zwischen hellem Licht und einem Licht zur Schlüssellochsuche wechseln möchte, kann dies durch einfaches Drehen des Lampenkopfs tun. Dass man den Kopf nicht komplett festdrehen kann, ohne einen Kurzschluss zu verursachen, führt allerdings bei einer Lampe dieser Preiskategorie zur Abwertung. Der Modus “Wenn ich schnell blinke, gebe ich gleich den Geist auf” ist zwar nicht wirklich überzeugend, stellt aber gegenüber vielen anderen Lampen, bei denen man beim Betrieb mit einem geschützten Akku von einer Sekunde auf die andere im Dunkeln steht, einen entscheidenden Vorteil dar. Für Flashaholics ist die Raidfire Spear aufgrund ihres außergewöhnlichen Designs eigentlich ein Muss, auch wenn der Preis von rund 110 Euro (Stand: Januar 2010) ziemlich überzogen ist. Wer an dieser Stelle einen Link zum Hersteller vermisst: Eine aktuelle Adresse ist mir nicht bekannt.

 

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei ISO 800 und einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Da es im Wald nach 70 Metern steil bergab geht, können in den Bildern nur die Beamcharakteristiken, nicht aber die tatsächlich möglichen Reichweiten dargestellt werden. Als Vergleichslampen dienen die Fenix TK11 R2, die Eastward XGR2 als Thrower und die Epsilon P71 als Fluter.

BeamRaidfire Spear

Raidfire Spear

 

BeamFenix TK11 R2

Fenix TK11 R2

 

BeamEastward XGR2

Eastward XGR2

 

BeamEpsilon P71

Epsilon P71

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