Review – Nitecore EZ123

Nitecore EZ123 - Gesamtansicht
Nitecore EZ123 - In der Hand



Lieferumfang:

Neben der Lampe werden in einer Papp / Plastikverpackung zusätzlich eine Garantiekarte, ein Ersatz O-Ring, eine Tragschlaufe, eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache und ein kleiner Karabiner zur Befestigung am Schlüsselbund geliefert.


Abmessungen & Gewicht

Länge: 70 mm
Durchmesser: 19mm
Gewicht ohne Batterie: 26 Gramm
Gewicht mit Batterie: 43 Gramm


Material & Verarbeitung

Der erste optische Eindruck der Lampe ist sehr gut. Das HA III anodisierte Aluminium wurde sauber verarbeitet und es sind keine Unregelmäßigkeiten erkennbar. Auch wenn die Wandstärke des Batterierohrs nur ca. 1 mm beträgt, fühlt sich die Lampe sehr robust und stabil an. Das Gewinde an der aus Messing gefertigten Pill ist bereits ab Werk vorgefettet und läuft gleichmäßig, sauber und ohne zu kratzen. Zwei O-Ringe verhindern das Eintreten von Feuchtigkeit bis zu 1,5m Wassertiefe für 30 Minuten nach IPX-8 Standard. Am hinteren Ende befindet sich ein zu einem Standard-Kamerastativ passendes Gewinde. Zusätzlich sind mehrere Löcher für eine Tragschlaufe vorhanden.

Nitecore EZ123 - Pill
Nitecore EZ123 - Gewinde
Nitecore EZ123 - Auf Stativ



Stromversorgung & Laufzeiten:

Betrieben wird die EZ 123 mit normalen 3 V CR123A Lithium Batterien bzw. Akkus. Die Laufzeiten betragen im hellen Modus (~180 Lumen) ca. 60 Minuten  und im niedrigen Modus (~20 Lumen) ca. 15 Stunden.

Nitecore EZ123 - zerlegt



LED & Reflektor

Die Lichtquelle ist eine Cree XR-E Q5 LED welche nicht ganz 100%ig mittig im Reflektor sitzt, was sich jedoch nicht sichtbar auf das Lichtbild auswirkt. Der Orange-Peel beschichtete Metallreflektor wird von einer Anti-Reflektions beschichteten Glaslinse geschützt, welche ca. 2 mm ins Gehäuse eingelassen ist. Ein zusätzlicher O-Ring vor der Linse verhindert zudem das Eindringen von Wasser.

Nitecore EZ123 - LED Reflektor

Bedienung & Modi

Zur Bedienung kann man nur sagen: Simpel. Kein SOS / Strobe Unsinn, welchen man in einer als EDC konzipierten Lampe in den meisten Fällen ohnehin nicht benötigt.
Wer schon einmal eine MagLite Solitaire hatte wird das Bedienkonzept auf Anhieb beherrschen. Zum einschalten der Lampe dreht man einfach den Kopf zu, wie man z.B. eine Flasche zuschrauben würde. Sobald die Lampe im “low”-Modus leuchtet dreht man einfach eine gute dreiviertel Umdrehung weiter und die Lampe schaltet auf “high”. Das Abschalten funktioniert sinngemäß in entgegengesetzter Richtung. Entgegen der Aussage des Herstellers lässt sich die Lampe nur umständlich mit einer Hand einschalten, da doch ein wenig Kraft benötigt wird um den Kopf der Lampe zu drehen.


Ausleuchtung & Beam

Die Lampe ist für kurze bzw. mittlere Distanzen sehr gut geeignet. Aufgrund des engen/kleinen Reflektors ist der Spillbeam entsprechend kleiner als bei anderen Lampen mit 1x CR123A. Der deutliche Hotspot mit schönem Corona ergibt ein angenehmes Lichtbild. Beamshots: < Indoor  ISO 125 – F4,5 – 1/25 sec > <Outdoor ISO 125 – F4,5 – 2,5 sec>

EZ123 - Low - 250
EZ123 - High - 250
Nitecore EZ123 - Outdoor low - 2,5
Nitecore EZ123 - Outdoor high - 2,5



Fazit

Als ich die EZ123 das erste Mal in den Händen hatte war ich aufgrund der Größe zuerst etwas skeptisch, ob sie von der Lichtleistung an meine momentane EDC-Lampe Ultrafire A40 rankommen würde. Doch wider Erwarten kann ich sagen, dass sie locker mithalten kann. In Sachen Verarbeitung überzeugt die EZ123 ebenfalls durch und durch. Einzig den Twisty finde ich für die Einhandbedienung der Lampe eher hinderlich, mir persönlich hätte ein Tailcap-Clicky besser gefallen. Alles in allem eine sehr empfehlenswerte EDC-Lampe, welche selbst im kleinsten Winkel einer jeden Hosentasche ihren Platz finden dürfte. Mit der guten Lichtleistung auf kurze bzw. mittlere Distanzen ist man auf die meisten Alltagssituationen mit der Lampe gut gerüstet. Preislich ist sie ab ca. 35 € erhältlich, was wie ich finde, ein für diese Lampe durchaus fairer Preis ist.

Vielen Dank an Nitecore für’s bereitstellen der Lampe!

  1. Lichtinsdunkel
    27. November 2009, 01:55 | #1

    Hallo Benni,
    Kompliment zurück, ein tolles, aussagekräftiges Review! Gelungen finde ich auch, die Bilder in den Text einzubauen.
    Wie ist das mit der Wärmeableitung beim Dauerbetrieb im hellen Modus? Meine Fenix P1D Q5 (gleiche Größe, gleiche LED, gleiche Lumenangabe seitens des Herstellers) jedenfalls wird dabei ziemlich warm. Laut Hersteller soll die Fenix bei hohen Außentemperaturen daher nicht länger als zehn Minuten am Stück im hellen Modus laufen.
    Stimmen die Gewichtsangaben? Wenn die Lampe ohne Batterie 26 Gramm wiegt, kommen mit Batterie eher 45 Gramm hin, oder?
    Gruß
    Walter

  2. DasBoenni
    27. November 2009, 11:16 | #2

    Hallo Walter,

    danke für die Blumen!

    Also die Wärmeableitung funktioniert gut. Die Wärme verteilt sich über den gesamten Lampenkörper und ich sehe kein Problem darin, sie länger als 10 Minuten im Dauerbetrieb zu betreiben.

    Selbstverständlich hast du recht, ich hatte mich da vertippt. (55 statt 45g….) Habe die Lampe inkl. Akku gerade noch einmal gewogen und komme nun auf 43g inkl. Batterie.
    Habe den Arikel entsprechend abgeändert, danke für den Hinweis!

    Gruß
    Benni

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