Review MTE SSC P7

Die MTE SSC P7 liefert (laut Hersteller) durch den Seoul-P7-Emitter mit vier LEDs, betrieben mit einem 18650er-Akku, einen Lichtstrom von 900 Lumen.
Verpackung und Lieferumfang:
Dieser Punkt ist schnell abgehakt. Die MTE SSC P7 wird in einem wabbeligen Pappschächtelchen ausgeliefert. Und zwar nur die Lampe. Sonst ist nichts dabei.
Beschreibung der Lampe:
Länge: 143 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 123 g
Gewicht mit Akku: 169 g
Nach dem Auspacken fällt zunächst auf, dass der Kopf nur locker auf dem Body sitzt. Beim Versuch, ihn festzudrehen, drückt sich das Dichtgummi der Linseneinfassung oben heraus. Nach ausgiebigem Fetten aller beweglichen Teile (dringend nötig) stellt sich langsam das Gefühl ein, wie fest man den Kopf anziehen darf, ohne, dass sich das Gummi herausdrückt. Die Lampe ist nach HA II anodisiert; die Anodisierung wurde gleichmäßig ausgeführt. Intensiven Feindkontakt mit harten Gegenständen sollte man dennoch vermeiden. Laut Hersteller ist die Lampe wasserresistent. Tatsächlich ist sie sogar wasserdicht. Obwohl der Kopf nicht ganz festgedreht werden kann, sorgen zwei Dichtringe zwischen Kopf und Body dafür, dass die MTE den Unterwassertest (einschließlich Durchschalten der Modi) problemlos übersteht. Der Clicky ist leicht in der Tailcap versenkt. Dadurch ist ein Tailstand möglich. Einen wirklichen Rollschutz hat die Lampe nicht, denn der eckige Kranz, auf den die Linseneinheit geschraubt wird, ist für diesen Zweck nur bedingt tauglich. Wäre ein Lanyard im Lieferumfang enthalten, könnte es in dem dafür vorgesehenen Loch in der Endkappe befestigt werden.
Stromversorgung:
Die Lampe wird mit einem 18650-Akku betrieben und ist für eine konstante Helligkeit geregelt. Laut Hersteller läuft sie im High-Modus 70 Minuten (mit 2800 mAh-Akku), im Low-Modus bis zu 10 Stunden. In der Praxis hält sie die Helligkeit im High-Modus etwa 45 Minuten (mit 2400 mAh-Akku), wird dann geringfügig dunkler und hält diese Stufe für weitere 20 Minuten, bevor sie in den „Dümpel-Modus“ schaltet und kontinuierlich abbaut.
Reflektor:
In der MTE ist ein OP-Plastik-Reflektor verbaut. Die Linse ist ebenfalls aus Plastik. Als Leuchtmittel dient ein Seoul-P7-Emitter mit vier LEDs.
Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky, mit dem im eingeschalteten Zustand auch Morsen möglich ist. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-aus-hell-aus. Schaltet man die Lampe im dunklen Modus aus, folgt beim nächsten Einschalten der helle Modus. Die MTE SSC P7 gibt es alternativ auch als P7 C und P7 D mit fünf oder acht Leuchtmodi, die durch mehrmaliges Drücken des Clickies erreicht werden. Mir persönlich gefällt die Ausführung mit zwei Modi am besten, denn schnellen hellen, langsamen dunklen, hellen langsamen und dunklen schnellen Strobe hätte nicht mal John Travolta in „Saturday night fever“ gebraucht. Die 900 Lumen Lichtstrom (laut Herstellerangabe) sind maßlos übertrieben. Realistisch ist eher die Hälfte, aber selbst damit ist die Lampe immer noch richtig hell und übertrifft die meisten Konkurrenten ihrer Größe locker. Beim Dauerbetrieb im High-Modus wird die Lampe ziemlich warm (über Körpertemperatur), die Gefahr einer Überhitzung besteht jedoch nicht. Der Clicky lässt sich gut erreichen und schalten.
Beam:
Die MTE-Lampe erzeugt einen gleichmäßigen Lichtkegel mit einem breiten Spill und nur geringfügig ausgeprägtem Hotspot mit einem kleinen dunklen Loch in der Mitte. Eine große Reichweite ist, auch bedingt durch den Orange Peel-Reflektor, nicht möglich, die Ausrichtung geht eindeutig in Richtung Fluter.
Resümee:
Wer von der Lampe das erwartet, was sie verspricht, wird enttäuscht sein. Vergleicht man sie allerdings mit anderen – zumeist deutlich teureren – Lampen, kann man durchaus seinen Spaß mit der MTE haben. Denn was ihr an Reichweite fehlt, setzt sie gut und richtig hell im Nahbereich um. Im Umkreis von 20 Metern und mehr wird alles sauber und gleichmäßig hell ausgeleuchtet. Beim Spaziergang im Dunkeln erzeugt sie dadurch ein riesiges „Sicherheits-Gefühl“, und das bereits in der dunkleren Leuchtstufe. Für weiter entfernte Objekte allerdings ist die MTE denkbar ungeeignet. Bei einem Preis von rund 40 bis 45 Euro kann man auch die billige Ausführung mit Plastik-Reflektor und –linse sowie den kargen Lieferumfang verschmerzen.








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