Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Maglite XL100

Review Maglite XL100

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Maglite XL100 001
Mit der XL100 bietet Maglite eine nette, handliche Lampe mit zukunftsweisenden Features, die man vermutlich nie brauchen wird.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in der gleichen Plastikschatulle ausgeliefert wie die Mini-Mag. Neben der Lampe sind drei AAA-Batterein zum Betrieb und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung beigelegt.

Maglite XL100 002
Mini-Mag-Besitzern dürfte diese Schatulle bekannt vorkommen.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 121 mm
Reflektoröffnung: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 79 g
Gewicht mit Batterien:113 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch Drehen des Handgelenks dimmbar.

Maglite XL100 003
Kopf, Lampenkörper und Schalter.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Versorgt wird die XL100 mit drei AAA-Zellen. Laut Hersteller liefert die Lampe maximal 83 Lumen. Definierte dunklere Stufen gibt es nicht; jedoch ist die XL100 stufenlos dimmbar. Der Praxistest erfolgte auf maximaler Helligkeit mit drei AAA-Batterien.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 4.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.500 Lux
nach 20 Minuten: 3.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.700 Lux
nach 40 Minuten: 2.400 Lux
nach 50 Minuten: 2.100 Lux
Die Lampe hatte zu diesem Zeitpunkt exakt 50 Prozent ihrer maximalen Helligkeit eingebüßt, was den Testabbruch zur Folge hatte, da die anschließende Dümpelei bis zum “Geht-nicht-mehr” für einen Test nicht wirklich relevant ist.
Beim Test mit Akkus (Eneloops) zeigte sich die Lampe ein wenig anwenderfreundlicher. Zu Testbeginn wurden ebenfalls 4.200 Lux angezeigt.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.800 Lux
nach 20 Minuten: 3.600 Lux
nach 30 Minuten: 3.400 Lux
nach 40 Minuten: 3.200 Lux
nach 50 Minuten: 3.100 Lux
nach 60 Minuten: 2.900 Lux
nach 70 Minuten: 2.800 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.400 Lux
Nach 100 Minuten zeigte das Luxmeter wiederum 2.100 Lux an. Damit “hält” die Lampe im Vergleich zum Batteriebetrieb die doppelte Zeit, bis die Lichtausbeute bei 50 Prozent angelangt ist.
Fazit: Beim Batteriebetrieb ist die Lampe eine mittlere Katastrophe. Vom Einschalten an baut sie kontinuierlich ab – von Regelung keine Spur. Nach 20 Minuten hat die XL100 bereits fast 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt, nach 50 Minuten sind es 50 Prozent. Beim Akkubetrieb sieht es besser aus; erst nach einer Stunde liegt der Verlust bei 30 Prozent. Im Vergleich zu geregelten Lampen ist das Ergebnis dennoch eher dürftig. Zeitgemäß sieht anders aus!

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Batteriehalterung der XL100.

 

Reflektor/Linse:
Maglite-typisch sind die Plastik-Linse und der Plastik-Reflektor. Als Leuchtmittel kommt eine Luxeon Rebel-LED zum Einsatz.

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LED-Ansicht.

 

Maglite XL100 006
Der Lampenkopf von innen.


Bedienung:
Das Wichtigste zuerst: Eingeschaltet wird die Lampe durch einen kurzen Druck auf den leichtgängigen Schalter – egal in welcher Position sie sich gerade befindet. Die Helligkeit wird durch Drücken und Halten des Clickys in der 12-Uhr-Position (“Dim” nach oben) und anschließendem Drehen des Handgelenks eingestellt. Die maximale Helligkeit hat die Lampe in der 12-Uhr-Position. Ist die gewünschte Helligkeit erreicht, lässt man den Schalter los. Diese Helligkeit bleibt gespeichert und ist nach dem Ausschalten beim nächsten Einschalten aktiviert und zwar in allen Betriebsmodi. Generell gilt: Wo oben ist, wird bedient. Ist das “Strobe”-Symbol oben, verändert man durch Drehen des Handgelenks die Blinkgeschwindigkeit. Befindet sich das “Signal”-Symbol in Zwölf-Uhr-Position, wird beim Drücken und Halten des Schalters ein einmaliges Blinksignal ausgelöst. Durch Drehen des Handgelenks wird das Signal erneut ausgelöst. Wenn das “SOS”-Symbol oben ist, variiert das SOS-Signal durch Drehen in der Helligkeit. Ist das “Zzz Nite Lite”-Symbol oben, dimmt die Lampe die Helligkeit langsam bis auf Minimum herunter. Wird die Lampe bewegt, ändert sich die Helligkeit schlagartig wieder auf Maximum. Im Hellen sind alle Funktionen noch problemlos anwählbar, spätestens dann jedoch, wenn man die Lampe im Dunkeln bedienen muss, findet man durch Ertasten der Markierung des “Dim”-Modus’ allenfalls noch die Funktion zum Einstellen der Helligkeit. Darüberhinaus verfügt die XL100 noch über eine Sperrfunktion. Drückt man den Schalter, richtet die Lampe zur Decke und anschließend auf den Boden und lässt den Schalter los, ist die Lampe gegen versehentliches Einschalten gesperrt. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.

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Das Herzstück der Lampe.

 

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Der Schalter von hinten.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kürzeste Entfernungen deutlich vom Sidespill ab. Diese Trennung bleibt auch auf die Entfernung, wenngleich nicht sonderlich ausgeprägt.

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“White-wall-beamshot” der XL100.


Resümee:
Die Maglite XL100 hat viele innovative Features, ohne wirklich innovativ zu sein. Wer noch die “Yps” – Hefte von anno dazumal kennt, weiß, was ich meine. Die Dimm-Funktion durch Drehen des Handgelenks ist ein “Gimmick”, denn im Dunkeln ist die dafür notwendige 12-Uhr-Position zwar ertastbar, aber es nervt schon, wenn man die Lampe erst umständlich drehen muss, um die Helligkeit zu verstellen. Auch die “Zzz-Funktion” ist eher eine Spielerei als eine sinnvoll nutzbare Funktion – von den anderen “Spielmodi” ganz zu schweigen. Die in meinen Augen beste Funktion ist die, dass man die Lampe durch einen kurzen Druck tatsächlich einfach nur einschalten kann. Zwar ist die Helligkeit für die meisten Alltagssituationen ausreichend. Aber in einer Zeit, in der eine Cree XP-G-LED schon fast zum guten Ton gehört, ist es unverständlich, eine derart “dunkle” Lampe in dieser Größe auf den Markt zu bringen. Die Stromversorgung mit drei AAA-Zellen passt zwar zur Maglite-”Diese-Batterien-kann-man-überall-kaufen-”Philosophie; für eine Lampe, die zumindest halbwegs innovativ sein will, ist sie allerdings hinterwäldlerisch. Bei einem Preis zwischen 50 und 79 Euro (Stand: Juni 2010) gibt es deutlich bessere Lampen. Von daher stellt die XL100 eher eine Spiel-Studie als eine praxistaugliche Lampe dar. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Selected lights www.selected-lights.de. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.maglite.com zu finden.

 

 

Der Outdoor-Beamshot wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Maglite XL100 010

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