Review Lumapower Vantage
Leicht, handlich und voller Möglichkeiten: Die Lumapower Vantage ist eine gut durchdachte praktische Lampe für fast alle Lebenslagen.
Verpackung und Lieferumfang:
Die Lumapower wird in einer Pappschachtel geliefert, in der sich neben der Lampe mehrere Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Gummi für den Clicky, ein zusätzlicher Kopf mit OP-Reflektor, ein zusätzlicher Ring zur Fixierung des Trageclips, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte befinden.
Beschreibung der Lampe:
Länge: 162 mm (mit Kopf mit OP-Reflektor 155 mm)
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 104 g (mit Kopf mit OP-Reflektor 96 g)
Gewicht mit Batterien: 150 g (mit Kopf mit OP-Reflektor 142 g)
Die Lampe ist aus Aluminium gefertigt und gleichmäßig nach HA III anodisiert. Sie hat durch den Trageclip und den Combat-Ring gleich einen doppelten Rollschutz. Wer den Combat-Ring nicht mag, kann stattdessen auch den mitgelieferten runden Ring verwenden; der Clip alleine bietet immer noch einen ausreichenden Rollschutz. Lediglich bei der Kombination „runder Ring – kein Clip“ rollt die Lampe davon. Man kann die Kombinationen aus den verschiedenen Ringen mit oder ohne Trageclip als Spielerei abtun, ich persönlich finde es eine pfiffige Idee. Denn in Kombination mit dem Kopf mit Orange-Peel-Reflektor ergeben sich so zahlreiche Möglichkeiten, die Lampe bezüglich Lichtbild, Tragemöglichkeit oder Lieblings-Lampenhaltung an die persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Der Tailstand ist möglich. Die Gummikappe am Schalter und der Ring im Bezel sind nachleuchtend. An der Endkappe befinden sich auf einer Seite zwei Löcher, auf der anderen ein Schlitz zur Befestigung eines Lanyards. Die Lampe ist laut Hersteller „water resistant“. Ein Test im Waschbecken mit mehrmaligem Ein- und Ausschalten der Lumapower bestätigt das.
Stromversorgung:
Betrieben wird die Lumapower mit zwei AA-Batterien oder alternativ mit zwei NiMh-Akkus. Angegeben ist die Lampe mit 200 Lumen im höchsten Modus für 90 Minuten (volle Lichtleistung 75 Minuten) sowie 80 bis 85 Lumen für 220 Minuten. Über den dunkelsten Modus macht der Hersteller keine Angaben. Im Praxisbetrieb mit Lidl-Batterien ist die maximale Helligkeit nur in den ersten zwei Minuten nach dem Einschalten verfügbar. Anschließend hält die Helligkeit für rund 25 Minuten an, nimmt dann kontinuierlich ab, und nach 45 Minuten reicht das Licht gerade noch zur Schlüssellochsuche. Mit 2300mA-NiMh-Akkus ist die Anfangshelligkeit geringer, dafür geht die Lampe sofort in die Regelung und hält die Helligkeit für zirka 60 Minuten konstant. Danach geht die Entladekurve schnell bergab. Mit Eneloop-Akkus liefert die Lumapower etwa 20 Minuten lang die volle Helligkeit, anschließend bleibt das Licht für weitere 40 Minuten gleichmäßig geregelt, bevor auch hier die Entladekurve stetig abwärts geht.
Reflektor:
Verbaut wurde eine Cree XR-E Q3-LED in warmweiß. Sowohl der vormontierte SMO-Reflektor als auch der OP-Reflektor sind aus Aluminium, jeweils mit einer Glaslinse davor.
Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem taktischen Forward-Clicky. Der Schalter ist gut erreichbar und relativ schwergängig. Die Lumapower Vantage verfügt über drei Leuchtstufen. Wenn man den Clicky leicht andrückt, wird die erste Stufe angewählt. Drückt man ihn innerhalb einer Sekunde erneut, ohne ihn ganz durchzudrücken, erreicht man die nächste Leuchtstufe, wiederholt man dies erneut innerhalb einer Sekunde, erreicht man die dritte. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell. Hält man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt oder drückt ihn ganz durch, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Alternativ dazu kann die Lampe auch eingeschaltet und die drei Helligkeitsmodi durch Los- und Festdrehen des Lampenkopfes innerhalb einer Sekunde angewählt werden. Lässt man die Lampe länger als eine Sekunde in der gewünschten Helligkeit an, wird auch hier der zuletzt gewählte Modus gespeichert. Weiterhin verfügt die Lumapower über einen „Tactical lock“. Wenn man den Clicky im favorisierten Modus länger als eine Sekunde gedrückt hält, dann kurz loslässt und innerhalb einer Sekunde viermal schnell drückt, wird dieser Modus „gelockt“. So bleibt auch bei mehrmaligem schnellen Ein- und Ausschalten hintereinander immer der gewählte Modus gespeichert. Im Dauerbetrieb auf der hellsten Leuchtstufe wird die Lumapower deutlich warm; die Wärmeableitung funktioniert gleichmäßig über das gesamte Gehäuse.
Beam:
Mit dem vormontierten Smooth-Reflektor erzeugt die Lampe auf kurze Distanz einen ausgeprägten Hotspot mit einigen Ringen um selbigen, um dann in einen gleichmäßigen Spill überzugehen. Dieses Bild relativiert sich schon nach ein paar Metern und äußert sich in einer gleichmäßigen Gesamtausleuchtung mit noch deutlich erkennbarem Hotspot. Mit dem OP-Reflektor im kleineren Kopf ist das Lichtbild bereits auf kürzere Distanzen wesentlich homogener. Der Spill grenzt ohne störende Ringe direkt an den Hotspot, und auf weiter entferntere Distanzen ist der Übergang fließend – logischerweise geht dies zu Lasten der Reichweite, die mit dem Smooth-Reflektor deutlich größer ist.
Resümee:
Die Lumapower Vantage wartet mit einem gut durchdachten Lampenkonzept auf. Sicherlich kann sie von Reichweite und Helligkeit nicht mit Lampe soundso von Hersteller xyz mithalten. Und sicherlich gibt es auch bessere Fluter auf kurze Entfernungen. Was der Lumapower ihren Platz auf dem Treppchen beschert, ist ihre Vielseitigkeit. Bei einer Olympiade wäre sie ein guter Zehnkämpfer. Sie ist in keiner Disziplin so gut wie die Top-Athleten, aber in jeder im Endkampf. Wer sowohl die 100 Meter als auch die 1500 Meter in guter Zeit laufen möchte, den Speer weit werfen und hoch springen will, sollte diese Lampe unbedingt antesten. Für rund 60 Euro (Stand: Dezember 2009) bekommt man einen tollen Allround-Athleten.







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Hallo Walter,
mal wieder ein Klasse Review, Deine Schreibweise gefällt mir ausgesprochen gut. Kleine Anmerkungen noch zur Vantage – die VT-01 hat das übliche LED typische blauweisliche Licht, die VT-02 wird mit warmweisser LED geliefert. In Natura, wirkt und ist wohl auch, die VT-01 die hellere Lampe mit mehr Reichweite, dafür hat die VT-02 die “natürlicheren” Farben und angeblich soll das Kontrastsehen bei Nacht dadurch auch besser sein. Letztendlich ist das aber wohl Geschmackssache. Aufgrund der vorhandenen Abdichtungen sollte die Vantage bei ordnungsgemäßen Zusammenbau auch die eine oder ander Pfütze oder Bach überleben. Denke mal ein Test im Waschbecken bestätigt das relativ schnell.
Gruß,
Jörg
Hallo Jörg,
danke fürs Lob.
Den Test im Waschbecken habe ich jetzt auch durchgeführt. Funktioniert problemlos! Die entsprechende Stelle im Text habe ich aktualisiert.
Gruß
Walter
Das warmweise Licht kenne ich von der in meinen Reviews immer verwendeten Fenix TK20 und ich kann das bessere Kontrastsehen nur bestätigen. Wenn man das kaltweisse / blauweise licht gewöhnt ist kommt einem die Lichtfarbe anfangs etwas merkwürdig bzw. dunkel vor. Hat man sich aber daran gewöhnt lernt man aber schnell die Vorteile der Lichtfarbe zu schätzen. Ist selbstverständlich auch Geschmackssache… Auf den ersten Blick kommen mir Lampen mit warmweisen Emitter immer dunkler vor, auch wenn das im direkten Vergleich oftmals nicht der Fall ist.
Auf jeden Fall ein schönes Review von einer Lampe die überzeugt!
Gruß
Benni