Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Lumapower Signature Tactical Edition

Review Lumapower Signature Tactical Edition

Lumapower Signature Tactical 001

Mit der Lumapower Signature hat die Signature Tactical Edition gerade mal noch den Namen und das Bedienkonzept gemein.

Lumapower Signature Tactical 002

Die original Signature…

Lumapower Signature Tactical 003

…und die Signature Tactical Edition.

Lumapower Signature Tactical 004

Mit Teleforce Head bestückt, ist die Lampe knapp 1,2 Zentimeter länger als mit dem OP-Reflektor-Kopf.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In der Lumapower-typischen Verpackung sind neben der Lampe mit OP-Reflektor ein zweiter Kopf mit SMO-Reflektor (Teleforce Head), Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, zwei Holster und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

Lumapower Signature Tactical 005

Mit diesem Zubehör wird die Lampe geliefert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 134,5 mm
Länge mit Teleforce Head: 146 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Reflektoröffnung Teleforce Head: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 27,5 mm
Durchmesser Kopf Teleforce Head: 27,8 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 82 g
Gewicht mit Teleforce Head: 91 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Gewicht mit Teleforce Head und Akku: 137 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: seitlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, abnehmbarer Trageclip, zweiter Kopf und zwei Lanyards im Lieferumfang enthalten. Der Teleforce Head, der für eine größere Reichweite ausgelegt ist, ist tiefer und mit einem SMO-Reflektor ausgestattet. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Lumapower Signature Tactical 006

Der Trageclip kann nach Abschrauben von Tailcap und Combat-Ring ohne “Kratzgefahr” nach hinten abgezogen werden.

Lumapower Signature Tactical 007

Serienmäßig montierter Kopf mit OP-Reflektor.

Lumapower Signature Tactical 008

Der SMO-Reflektor im Teleforce Head ist ein gutes Stück tiefer.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist für eine Betriebsspannung von 2,5 bis 8,4 Volt ausgelegt. Betrieben wird sie mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien. Alternativ können auch ein 17670-, ein 17650- oder zwei 16340-Akkus verwendet werden. Die höchste Leuchtstufe, von Lumapower mit “Ultra” bezeichnet, ist beim Betrieb mit einem 18650-Akku mit 280 Lumen bei einer Laufzeit von 210 Minuten bis auf 50 Prozent der Lichtleistung angegeben. Zum Test standen zwei Modelle, eins in Schwarz, eins in Silber, zu Verfügung, wobei das silberne Modell mit dem Teleforce Head bestückt wurde. Der Test erfolgte mit letzterem auf höchster Stufe bei Verwendung eines 18650er-Akkus mit 2400 mAh. Der Hersteller selbst warnt davor, die Lampe länger als 15 Minuten am Stück im Ultra-Modus zu betreiben. (Überhitzungsgefahr). Deshalb erfolgte während des Tests eine Konstantkühlung durch einen Modellbauventilator.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 9.000 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.500 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 90 Minuten: 8.000 Lux
nach 120 Minuten: 7.600 Lux
nach 150 Minuten: 6.000 Lux
nach 180 Minuten: 2.100 Lux, Abbruch des Tests. Unmittelbar nach Entnahme hatte der Akku noch eine Spannung von 3,16 Volt, kein Grund zur Panik also.
Fazit: Die Lampe ist über die ersten zwei Stunden nicht überragend, aber insgesamt doch gut geregelt. Danach allerdings sinken die Werte schnell. Ein Wärmeproblem im Praxisbetrieb dürfte nur dann auftreten, wenn die Lampe im hellsten Modus über eine längere Zeit ohne jegliche Kühlung (wie etwa die “Luftkühlung” beim Laufen oder die Kühlung durch den Blutkreislauf) betrieben wird. Dennoch: Wenn schon der Hersteller einräumt, dass thermische Probleme auftreten können, sollte man die Wärmeentwicklung gut beobachten und gegebenenfalls auf “high” schalten. Dieses Problem dürfte im täglichen Leben aber eher theoretischer Natur sein, denn auch die High-Stufe macht bereits ausreichend hell.

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Beide Reflektoren bestehen aus Aluminium, beide Köpfe verfügen über eine beschichtete Glaslinse.

Lumapower Signature Tactical 009

Ansicht des werksseitig montierten OP-Reflektor-Kopfs von vorne.

Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky sorgt beim Antippen für Moment- oder beim Durchdrücken für Dauerlicht. Die Helligkeitsstufen werden mit einem seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Beide Bedienelemente sind gut erreichbar und haben einen weichen (seitlicher Schalter) und mittelharten (Clicky) Druckpunkt. Wer die “herkömmliche” Taschenlampenhaltung bevorzugt, hat den Daumen automatisch auf dem Schalter unterhalb des Lampenkopfs liegen. In der taktischen Fausthaltung ist sogar eine Einhandbedienung möglich, bei der der kleine Finger das Durchschalten der Helligkeitsstufen übernimmt (oder bei Riesenpranken der Ringfinger). Die Schaltreihenfolge ist ultra-high-medium-low-strobe. Die Lampe startet immer in der zuletzt gewählten Einstellung.

Lumapower Signature Tactical 010

Mit dem seitlichen Schalter werden die einzelnen Stufen durchgeschaltet.

Lumapower Signature Tactical 011

Das silberne Modell ist werksseitig mit einem nachleuchtenden Schaltergummi bestückt, bei der Ausführung in schwarz liegt dieses der Verpackung bei.

Beam:
Mit OP-Reflektor-Kopf bestückt, geht der Spot weich in den Sidespill über. Auf eine Entfernung von 25 bis 30 Meter wird ein großer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Mit SMO-Reflektor (Teleforce Head) ist der Beam zunächst mal potthässlich. Ein greller Hotspot geht, von einigen Ringen abgegrenzt, in den Spill über, der im Randbereich erneut mehrere Ringe aufweist. Doch gemach: Was zählt, ist laut einer alten Fußballerweisheit bekanntlich “auffm Platz”. Und hier macht der Teleforce Head eine ausgezeichnete Figur. Zwar ist der gesamte Beam deutlich kleiner als der beim Betrieb mit dem OP-Reflektor-Kopf, aber auch hier liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild mit einer Reichweite, die man so einer kleinen Lampe kaum zugetraut hätte. Mein erster Eindruck: Nicht zu glauben, dass das tatsächlich die gleiche Lampe ist!
Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Lumapower Signature Tactical 012

Beamshot an der weißen Wand. Links im Bild das Modell mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 013

Lichtbild mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 014

Lichtbild mit OP-Reflektor-Kopf.

Lumapower Signature Tactical 015

Zum Vergleich: Lichtbild der Original-Signature mit Teleforce Head. Auch an Helligkeit haben die neuen Modelle zugelegt.

Resümee:
Mit der Weiterentwicklung der Signature ist Lumapower ein Volltreffer gelungen. Die Signature Tactical Edition bietet bereits mit dem werksseitig montierten Kopf mit OP-Reflektor vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die durch Verwendung des Teleforce Heads noch erweitert werden. Da der Kopf als Ganzes gewechselt wird, kann man innerhalb weniger Sekunden zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leuchtcharakteristiken auswählen. Obwohl die Lampe nach etwas mehr als 120 Minuten deutlich herunterregelt, kann sich die Gesamtlaufzeit sehen lassen. Mit einer Akkuladung kommt man somit lange aus. Und gemäß dem Motto “Wenn schon, denn schon” hat Lumapower für die unterschiedlichen Lampengrößen auch zwei unterschiedliche Holster beigelegt. Bei einem Preis von 79 Euro für die schwarze und 84 Euro für die silberne Ausführung (Stand: April 2010) ist die Lampe jeden Cent wert. Die Lampen wurden freundlicherweise von Lumapower (www.lumapower.com) und Taschenlampen-Papst (www.taschenlampen-papst.de) zur Verfügung gestellt.

Lumapower Signature Tactical 016

“Signature Tactical on ice”. Nicht nur hier,…

Lumapower Signature Tactical 017

…auch im Eiswasser macht die Lampe eine gute Figur.

Lumapower Signature Tactical 018

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">