Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Lumapower Signature

Review Lumapower Signature

Lumapower Signature001

Wer sich urplötzlich und unerwartet auf einer Zeitreise aus dem letzten Jahrtausend in die heutige Zeit wiederfindet, wird mit der Lumapower Signature auf Anhieb klarkommen, denn sie wird fast wie eine der guten alten Taschenlampen bedient. Aber nur fast.

Lieferumfang:
Die Lampe wird mit einem “Turbo Head” mit SMO-Reflektor und einem zusätzlichen Kopf mit OP-Reflektor geliefert. Ferner sind Ersatz-O-Ringe und eine Garantiekarte dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 151 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 91 g
Gewicht mit Akku: 138 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: möglich.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: zusätzlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, Glow-in-the-dark-Schaltergummi.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Signature mit einem 18650-Akku. Im High-Modus, der von Lumapower mit 260 Lumen angegeben wird, soll die Lampe zweieinhalb bis drei Stunden leuchten. Was die Lumenangabe betrifft, hat Lumapower ein wenig gestrunzt. Im direkten Vergleich mit der Fenix TK11 R2 (angegeben mit 240 Lumen) und der Eastward XGR2 (angegeben mit 220 Lumen) hat die Signature keine Chance. Sie ist etwas heller als die Fenix LD 20 und die Led Lenser P7, die beide mit 180 Lumen angegeben sind. Wohlgemerkt: Dies sind keine tatsächlich ermittelten Werte; vielmehr resultieren sie aus einem “Decken-Anstrahl-Reflektionstest”, bei dem die Helligkeit lediglich mit den Augen “gemessen” wurde. Was die Laufzeit betrifft: Beim Test mit einem 2400mAh-Akku bleibt die Lichtausbeute im Dauerbetrieb auf der hellsten Stufe für rund 90 Minuten nahezu konstant, danach wird “Stufe 2″ für eine weitere halbe Stunde gehalten, bevor der Lichtabbau langsam, und zwar gaaaanz langsam weiter geht. Auch nach mehr als fünf Stunden liefert die Lampe immer noch ein richtig gutes Lauflicht in der hellsten Stufe.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse verteilt ein Smooth-Reflektor aus Aluminium das Licht einer Cree XR-E Q5-LED.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Signature über einen taktischen Forward-Clicky. Der Clicky ist gut zu erreichen und relativ schwergängig. Die verschiedenen Helligkeitsstufen werden mittels eines weiteren Schalters durchgeschaltet, der am Body direkt hinter dem Kopf sitzt und leicht zu drücken ist. Insgesamt stehen vier Stufen zur Verfügung, die in der Reihenfolge hell-mittel-dunkel-Strobe aktiviert werden. Nach dem Ausschalten schaltet die Lampe im zuletzt gewählten Modus wieder ein. Die Anordnung der beiden Schalter lässt sowohl die Bedienung in der “normalen” Taschenlampenhaltung, als auch die Einhandbedienung mit der “taktischen” Fausthaltung zu. In diesem Fall übernimmt der kleine Finger das Durchschalten der Modi. Obwohl die Lampe relativ glatt ist, liegt sie bei beiden Haltungen gut in der Hand.

Lumapower Signature002

Mit dem Zusatzschalter werden die Helligkeitsstufen angewählt.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich klar definiert vom Sidespill ab. Der Übergang vom Hotspot zum Spill wird – SMO-Reflektor-typisch – durch einige Ringe abgegrenzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen mit SMO-Reflektor halten sich diese Ringe in Grenzen, wodurch die Lampe ein noch homogenes Lichtbild abgibt. Der Vorteil des Turbo-Heads mit SMO-Reflektor liegt auf der Hand: Die Lampe erreicht dadurch eine höhere Reichweite. Der zum Lieferumfang dazugehörige zweite Kopf mit Orange Peel-Reflektor stand beim Test nicht zur Verfügung. Erfahrungsgemäß dürfte das Lichtbild damit noch mal deutlich gleichmäßiger ausfallen bei etwas geringerer Reichweite.

IndoorBeamLumapower Signature

“White Wall Beamshot” der Signature. Auch, wenn es nicht so aussieht: Der Hotspot ist in der Mitte, wo er hingehört. Nachdem ich eine ganze Reihe Beamshots verschiedener Lampen gemacht und auf den Rechner überspielt hatte, war dieses Phänomen bei allen Bildern zu sehen. Offensichtlich lag der Fehler bei der Ausrichtung der Kamera.

 

Resümee:
Nicht nur Zeitreisende, sondern auch ganz normale Taschenlampen-Nutzer werden an der Lumapower Signature ihre Freude haben. Sie ist leicht, handlich, einfach zu bedienen und hat eine gute Reichweite. Gäbe es einen Wettbewerb “Wer kann am längsten hell mit einem 18650er?”, wäre die Lumapower Signature ganz vorne dabei. Und da man sie in der Praxis wohl eher selten ständig auf der höchsten Stufe betreibt, dürften mehrere Nachtwanderungen mit einem Akku problemlos möglich sein. Der Preis von rund 75 Euro (Stand: Februar 2010) ist für eine Lampe dieser Qualität durchaus angemessen, zumal ein zusätzlicher Kopf mit OP-Reflektor im Lieferumfang inbegriffen ist. Alle Infos zur Lampe sind auf der Herstellerseite www.lumapower.com zu finden.

Die Beamshots wurden mit F4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 und der weiße 70 Meter.

BeamLumapower Signature

Lumapower Signature

 

BeamEastward XGR2

Eastward XGR2

 

BeamFenix TK11 R2

Fenix TK11 R2

 

BeamLEDLenser P7

Led Lenser P7, fast komplett fokussiert.

 

BeamFenix LD20

Fenix LD 20

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