Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Lumapower IncenDio V3

Review Lumapower IncenDio V3

Lumapower IncenDio V3 001

Von der Größe her ist sie ein Zwerg, von der Leuchtleistung her ein Riese – die Lumapower IncenDio V3 macht richtig hell.

 

Verpackung und Lieferumfang:
Im Gegensatz zur Lampe ist der Lieferumfang alles andere als klein. In einer Papp-/Kunststoffverpackung werden neben der Lampe ein Holster, ein Warnstab-Aufsatz, ein Lanyardring, diverse Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für den Clicky, eine Pinzette, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte mitgeliefert.

Lumapower IncenDio V3 002

Der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen.

 

Lumapower IncenDio V3 005

Die Lampe mit Diffuser-Warnstab.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 77,5 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 36 g
Gewicht mit Akku: 54 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, Trageclip verhindert das Wegrollen.
Löcher für Lanyard: bei Verwendung des mitgelieferten Lanyardrings.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Trageclip/Lanyardring abnehmbar, nachleuchtendes Schaltergummi.

Lumapower IncenDio V3 003

Der Clip ist abnehmbar.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Angegeben ist der Zwerg mit 250 Lumen beim Betrieb mit einem 16340er-Akku mit 3,7 Volt und 150 Lumen beim Betrieb mit einer CR123A-Batterie/RCR123-Akku mit 3,0 Volt. Die weiteren Leuchtstufen sind mit 50% und 5% angegeben. Laut Lumapower-eigenem Diagramm auf der Herstellerseite mit einem 16340er-Akku mit 800mAh soll die Lampe bei einem Leistungsabfall von 250 bis auf 150 Lumen 75 Minuten lang leuchten. Im Praxisbetrieb mit einem neuen und vollen 16340-Akku mit 880mAh auf der höchsten Leuchtstufe zeigte sich dieser als Spielverderber. Bei geringfügig nachlassender Leuchtkraft verweigerte die Schutzschaltung des Akkus nach einer Dreiviertelstunde die Stromlieferung und schaltete die Lampe aus. Ein zweiter Test lieferte das gleiche Ergebnis. Im Dauerbetrieb wird die kleine Lumapower zwar ordentlich warm, aber bereits der Luftzug beim Laufen reicht aus, um sie ausreichend zu kühlen. Ohne Kühlung allerdings sollte die Lampe nicht länger als 15 bis 20 Minuten am Stück in der höchsten Stufe betrieben werden (Überhitzungsgefahr).

Lumapower IncenDio V3 004

Die Lampe wird von oben “befüllt”.

 

 

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Zur Lichtverteilung dient ein OP-Reflektor aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

 

Bedienung:
Das Lumapower-typische Bedienkonzept hat der Hersteller auch bei der IncenDio umgesetzt. Das Einschalten geschieht über einen taktischen Forward-Clicky, der trotz der geringen Größe und Länge der Lampe in verschiedenen Haltungen gut erreichbar ist und einen mittelharten Druckpunkt hat. Zur Verfügung stehen drei Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen des Clickys innerhalb einer Sekunde angewählt werden können Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell. Hält man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt oder drückt ihn ganz durch, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Durch den “Tactical lock” kann eine Helligkeitsstufe dauerhaft gespeichert werden, damit die Lampe bei mehrmaligem schnellem Ein- und Ausschalten nicht in einen anderen Modus wechselt, was wie folgt vonstatten geht: Den Clicky in einem Modus länger als eine Sekunde gedrückt halten, ohne ganz durchzudrücken, dann kurz loslassen und innerhalb einer Sekunde viermal schnell antippen. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.

 

Beam:
Um den Hotspot herum sind einige kleine Ringe zu sehen, die ihn vom Spill abgrenzen. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem sich der Hotspot immer noch leicht vom Spill absetzt. Was eher ungewöhnlich für eine Lampe dieser Größe mit OP-Reflektor ist, erklärt sich bei genauerer Betrachtung des Reflektors. Die Texturierung des selbigen ist nicht besonders stark ausgeprägt. Dadurch verliert die Incendio zwar an gleichmäßiger Ausleuchtung, kommt aber dafür entsprechend weiter.

Beamshot Lumapower Incendio

White-wall-Beamshot der Incendio V3.

 

Resümee:
Das Thema Mini-Taschenlampe hat Lumapower gut gelöst. Alle Features der “großen” Lumapower-Lampen wurden übernommen, und sie macht richtig viel Licht. Was mir persönlich sehr gut gefällt: Die Lampe ist keine Lichtorgel, will heißen: drei Leuchtstufen und keinerlei Strobe/SOS/anderweitiges Geblinke, durch das man sich klicken muss. Bei der Laufzeit im hellsten Modus im Dauerbetrieb hat der Hersteller ziemlich übertrieben, aber selbst mit rund 45 Minuten im Dauerbetrieb liegt die Lampe im Verhältnis Helligkeit/Akkukapazität noch im Durchschnitt. In der Regel wird man die Lampe aber ohnehin nicht solange auf High betreiben, zumal auch die mittlere Leuchtstufe ausreichende Helligkeit für die meisten Situationen bietet. Auf der Herstellerseite www.lumapower.com sind weitere Infos zu finden. Erhältlich ist die Lampe für 49 Euro (Stand: März 2010).

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