Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Lumapower D-Mini VX XP-G-R5

Review Lumapower D-Mini VX XP-G-R5

Lumapower D-Mini VX R5 001
Mit der R-5-Version hat Lumapower die D-Mini-VX-Reihe um ein Modell mit der aktuellen Cree 7090 XP-G-R5-LED erweitert.


Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in einer Papp/Plastikverpackung ein Ersatzgummi für die Tailcap in schwarz, mehrere Ersatz-O-Ringe und eine englische Bedienungsanleitung enthalten.

Lumapower D-Mini VX R5 002
Lieferumfang der XP-G R5-Version.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 29,5 mm
Durchmesser Kopf: 37,5 mm
Durchmesser Tail: 29 mm
Gewicht: 87 g
Gewicht mit Akku: 105 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein
Löcher für Lanyard: ja, Löcher in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Das Schaltergummi sowie der Dichtring hinter der Linse sind nachleuchtend. Zum alternativen Betrieb mit einem 18650-Akku ist ein separater Adapter als optionales Zubehör erhältlich.
Kleine Anmerkung am Rande: Die Lampe hat auch einen unfreiwilligen Crashtest schadlos überstanden. Nachdem sie mir auf dem Weg zum Auto aus der Hand fiel und aus einer Höhe von etwa 1,80 Metern mit Schmackes auf den Asphalt knallte, blieben als einzige Spuren ein paar Macken zurück.

Lumapower D-Mini VX R5 003
Solide Wandstärke der Mini-VX.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Gepowert wird die Lampe, wie ihre Schwestermodelle, mit einem 16340-Akku mit 3,7 (4,2) Volt. Alternativ ist auch die Stromversorgung mit einer CR123-Batterie/RCR123-Akku mit 3 Volt möglich, allerdings bei geringerer Lichtausbeute. Die Laufzeiten sind mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.800mAh mit 180 Minuten bei 300 Lumen sowie 5.500 Minuten bei 15 Lumen angegeben. Mit einer CR123-Batterie soll die Lampe laut Hersteller 80 Minuten auf high und 700 Minuten auf low laufen. Der Test wurde in der “Packungsversion” mit einem AW 16340-Akku mit einer Kapazität von 750mAh durchgeführt, da einerseits der Verlängerungsadapter nicht zur Verfügung stand, andererseits trotzdem die volle Lichtausbeute erzielt wird. Zudem ist die Lampe in den Augen des geneigten Testers gerade aufgrund ihrer geringen Abmessungen mit voller Lichtausbeute interessant. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 9.400 an, der innerhalb der ersten zwei Minuten auf 9.000 Lux sank.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 8.200 Lux
nach 20 Minuten: 7.000 Lux
Nach 25 Minuten und angezeigten 5.300 Lux schaltete die Lampe ab.
Fazit: Die kurze Laufzeit war zu erwarten, die schlechte Regelung nicht. Die Lampe baut direkt nach dem Einschalten ab und wird kontinuierlich dunkler. Hier hat Lumapower in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass es deutlich besser geht. Ohne Kühlung wird die Lampe zwar warm, die Gefahr einer Überhitzung der LED ist jedoch nicht gegeben. Im Praxisbetrieb dürften längere Laufzeiten erzielt werden, da man die Lampe in den meisten Fällen nicht durchgängig auf höchster Stufe betreiben dürfte.

Reflektor/Linse:
Das Licht wird von einem OP-Reflektor aus Aluminium verteilt, der hinter einer Glaslinse sitzt. Als Leuchtmittel dient eine Cree 7090 XP-G-R5-LED.

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Bezel, Linse und Reflektor.

 

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Eine Cree 7090 XP-G-R5-LED sorgt für die Erleuchtung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem taktischen Forward-Clicky, der gut zu erreichen ist und einen mittelharten bis harten Druckpunkt hat. Die Lampe verfügt über vier Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen des Schalters nacheinander erreicht werden. Die Schaltreihenfolge ist low-medium-high-Turbo. Wird der Schalter durchgedrückt, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Darüber hinaus verfügt die Lampe über einen “Tactical lock”, der verhindert, dass bei mehrmaligem schnellen Ein- und Ausschalten der Lampe kurz hintereinander ein anderer als der gewählte Modus aktiviert wird. Um den Tactical lock zu aktivieren, muss man den Clicky im gewünschten Modus länger als eine Sekunde leicht drücken, kurz loslassen und innerhalb einer Sekunde viermal schnell antippen. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.

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Tailcap mit Clicky.

 

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Der Clicky von innen.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen ist der Hotspot durch einige kleine Ringe vom Sidespill abgesetzt. Bereits auf wenige Meter Entfernung liefert die Lampe eine homogene Ausleuchtung.

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“White-wall-beamshot” der D-Mini VX XP-G R5.


Resümee:
Die D-Mini VX XP-G R5 knüpft nahtlos an die Vorgänger an und liefert viel Licht bei geringen Abmessungen. Wen der, im Verhältnis zur Lampe, relativ große Kopf nicht stört, kann die Lampe als EDC oder Backup-Lampe nutzen. Aber auch als “Erstlampe” macht die Lumapower eine gute Figur, vorausgesetzt, man hat einen Ersatzakku dabei, denn die Laufzeit in der kurzen Version bei voller Leistung ist erwartungsgemäß nicht sonderlich hoch. Bei geringerer Lichtausbeute und dem Betrieb mit einer CR123-Batterie kommt man immerhin auf etwa eine Stunde. Ein Manko ist allerdings die Regelung. Die Lampe wird nach dem Einschalten bis zum Abschalten kontinuierlich dunkler. Sehr schön finde ich persönlich die konsequente Vermeidung jeglicher Blinkmodi, die von den meisten Nutzern als eher lästig empfunden werden, trotzdem aber von nahezu allen Herstellern immer wieder ins UI integriert werden. Der Preis von 79 Euro (Stand: Dezember 2010) ist aufgrund der schlechten Regelung sicherlich ein wenig überhöht. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.lumapower.com zu finden.

Lumapower D-Mini VX R5 009
Größenvergleich. Von links: Fenix LD20, LED Lenser P7, Surefire 6P, Fenix LD10, Lumapower D-Mini VX.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich dienen die beiden “Schwestern” mit XR-E-R2-LED und Luminus SST-50-LED sowie die EagleTac T20C2 Mark II mit XP-G-R5-LED.

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EagleTac T20C2 Mark II

Lumapower D-Mini VX R5 011
Lumapower D-Mini VX XP-G R5

Lumapower D-Mini VX R5 012
Lumapower D-Mini VX XR-E R2

Lumapower D-Mini VX R5 013
Lumapower D-Mini VX Ultra mit Luminus SST-50-LED

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