Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Ledwave XP-1

Review Ledwave XP-1

Ledwave XP-1 001

Die Ledwave XP-1 Trooper wird vom Hersteller mit “Military Standard” beworben. Nicht zu Unrecht, denn wenn man im Krieg einem Feind diese Lampe schenkt, wird er einen garantiert am Leben lassen.

Verpackung und Lieferumfang:
In einer Papp/Kunststoffverpackung wird nur die nackte Lampe mit zwei CR123A-Batterien geliefert.

Ledwave XP-1 002

Der Lieferumfang ist reichlich spartanisch, “Military standard” halt.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 136 mm
Durchmesser Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 29 mm
Gewicht: 122 g
Gewicht mit Batterien: 156 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig und sauber ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt, bleibt beim Hinlegen liegen.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: hochwertige Gesamtverarbeitung, komplett durchanodisiert. Der Kopf ist fest mit dem Lampenkörper verklebt. Die Linse ist tief im Kopf versenkt und dadurch auch beim Hinfallen gut geschützt. Zum Schutz gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Ledwave XP-1 003

Die Linse ist gut geschützt.

Ledwave XP-1 004

Dieser Schalter ist auch mit drei Promille bedienbar.

Ledwave XP-1 005

Solide Materialstärke des Bodys. Auch das Gewinde zur Tailcap ist anodisiert.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei CR123-Batterien powern die Lampe. Alternativ kann sie auch mit RCR123/16340-Akkus betrieben werden. Obwohl auf der Lampe selbst ein Aufdruck besagt, sie liefere 85 Lumen, ist sie vom Hersteller mit exakt 122,3 Lumen angegeben bei einer Laufzeit von zwei Stunden. Selbst bei der höheren Angabe dürfte es sich um Torch-Lumen handeln, also das, was tatsächlich vorne aus der Lampe herauskommt. Verglichen mit den Angaben manch anderer Hersteller kann man also ruhig noch ein paar Lumen draufpacken, denn die Ledwave leistet erheblich mehr als 120 “China-Lumen”. Beim Betrieb mit zwei geschützten 16340er-Akkus gibt die Lampe nach 50 Minuten durch Blinkintervalle zu verstehen, dass jetzt Ende mit Military ist und die Akkus schleunigst gewechselt werden sollten, da bei besagten Intervallen mit zunehmender Laufzeit die Dunkelphasen immer länger werden. Eine deutlich längere Laufzeit dürfte beim Betrieb mit CR123-Batterien aufgrund der höheren Kapazität (1600mAh zu 880mAh) drin sein. Auf einen Praxistest mit Batterien habe ich verzichtet, weil ich, nur um die Laufzeit zu testen, keine Batterien verbrate.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse verrichtet eine 3-Watt-LED ihre Arbeit, die nicht exakt zentriert ist. Verteilt wird das Licht durch einen OP-Reflektor, der aus Aluminium gefertigt wurde.

Ledwave XP-1 006

Die LED sitzt nicht ganz mittig. Nichts für Ästheten, der Beam indes wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die XP-1 durch einen taktischen Forward-Clicky mit Momentary on, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Clicky ist gut zu erreichen und hat einen relativ harten Druckpunkt. Durch die Tatsache, dass er weit hervorsteht, ist er dennoch problemlos zu bedienen. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Beam:
Der Hotspot geht bereits auf kurze Entfernungen fast fließend in den Spill über. Die leicht dezentrierte LED hat keinen sichtbaren Einfluss aufs Lichtbild. Beim Ausleuchten des Nahbereichs bis zu 40 Metern ergibt sich ein homogenes und sehr angenehmes Gesamtleuchtbild.

Resümee:
Die Ledwave XP-1 Trooper spielt in der Champions League. Wer die Lampe einmal in der Hand gehalten hat, wird das bestätigen. Sie liegt fantastisch in der Hand, ist einfach zu bedienen und vor allem hochwertig verarbeitet (abgesehen von der LED, die nicht ganz mittig sitzt). Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung im Nahbereich ist für eine Lampe mit Single-LED ungewöhnlich gut. Die Art der Blinkintervalle gegen Ende der Laufzeit, die einen die meiste Zeit im Dunkeln stehen lassen, ist zwar nicht optimal, aber zumindest geht die Lampe nicht direkt ohne Vorwarnung aus. Dass die Lampe in Deutschland recht unbekannt ist, nutzen einige Verkäufer offenbar aus: Die Preisspanne (Stand: Februar 2010) bewegt sich zwischen 60 und 130 Euro. Weitere Infos unter www.ledwave.eu auf der Herstellerseite.

Ledwave XP-1 007

Größenvergleich: Fenix TK11, Ledwave XP-1, Raidfire Spear, Olight M30.

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei 2 Sekunden Belichtung aufgenommen. Die orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 und der weiße 70 Meter.
Von oben nach unten:
Ledwave XP-1 (angegeben mit 122 Lumen)
Fenix LD 10 (angegeben mit 120 Lumen)
Fenix LD 20 (angegeben mit 180 Lumen)
Mini-Maglite mit Dittmann-Replacement (angegeben mit 130 Lumen)

BeamLedwave XP-1

Ledwave XP-1

BeamFenix LD10

Fenix LD 10

BeamFenix LD20

Fenix LD 20

BeamMini-Maglite Dittmann

Mini-Maglite mit Dittmann-Replacement

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">