Review LED Lenser X21

Die X21 von LED Lenser liefert einen wahnsinnigen Lichtstrom und macht dabei vieles richtig, aber auch so einiges falsch.
Verpackung und Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einem Hartplastikkoffer. Neben der Lampe sind vier Monozellen, ein Schultergurt, zwei Ringe zur Befestigung desselben, eine Bedienungsanleitung (deutsch, englisch) sowie eine kleine Werbebroschüre enthalten.
Beschreibung der Lampe:
Länge: 395 mm
Länge komplett fokussiert: 401 mm
Durchmesser Kopf: 95,5 mm
Durchmesser Tail: 39 mm
Gewicht: 799 g
Gewicht mit Batterien: 1379 g
Die Lampe ist nach Typ II anodisiert. Zwar ist die Anodisierung gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings sollte bei einer Lampe dieser Preisklasse eine Typ III-Anodisierung für eine langanhaltende Kratzfestigkeit zum Standard gehören, auch, wenn dies nur der Optik dient. Der Kontakt zwischen Stromversorger und Leuchtmittel wird durch Cinch (male: Body, female: Kopf) hergestellt. Einen Rollschutz hat die X21 nicht. Der Tailstand ist möglich; erstaunlicherweise steht die Lampe trotz ihrer extremen Kopflastigkeit sogar sehr gut, allerdings nur auf geraden und planen Flächen, die in der Praxis kaum immer gegeben sein dürften. Durch den mitgelieferten Schultergurt, der mittels der beiden Ringe an der Lampe befestigt wird, kann die Lampe bequem getragen und durch entsprechende Justierung des Gurts ausgerichtet werden. Zwar wirbt die Firma LED Lenser mit vielen Fantasiebegriffen und Übertreibungen (so hat die X21 laut Hersteller „7 ultrahelle Superchips sowie 7 Terminator-Linsen“), nicht jedoch damit, das ihre Lampen wasserdicht seien. Dennoch habe ich einen Praxistest in der Badewanne durchgeführt. Das Ergebnis entsprach der Erwartung: Durch den Schiebemechanismus zur Fokussierung drang Wasser in den Lampenkopf ein. Zwar leuchtete die Lampe zunächst munter weiter, doch beim nächsten Einschalten gab es Probleme. Offensichtlich bedingt durch die Wasserverdunstung innerhalb der Lampe ging die Leuchtkraft deutlich in den Keller und kehrte erst nach Zerlegen des Kopfes und ausgiebiger Trocknung zurück. Obwohl dieser Versuch nicht nachahmenswert ist, zeigt er gleichwohl, dass beim kurzfristigen „Unterwasserbetrieb“ nicht wirklich viel Wasser in die Lampe eindringt. Im Praxisbetrieb sollte die X21 somit auch dem stärksten Gewitter trotzen.
Stromversorgung:
Betrieben wird die X21 mit vier D-Zellen, mit denen die sieben Cree-LEDs einen Lichtstrom von 950 Lumen und eine Leuchtdauer von 300 Stunden (laut Hersteller) liefern sollen. Allerdings bezieht sich die Leuchtdauer auf den dunkleren Modus, und zwar vom Zeitpunkt des Einschaltens bis zu dem Moment, in dem die Lampe kein Fünkchen Licht mehr von sich gibt. Dieses stetig zunehmende Einbrechen der Leuchtleistung ist ein „Markenzeichen“ von LED Lenser, da der Hersteller Zweibrüder im Gegensatz zu fast allen anderen Herstellern auf eine digitale Regelung für eine konstante Stromversorgung der Lampe verzichtet. Speziell bei der X21 lässt sich dies allerdings aufgrund der hohen Leuchtleistung der Lampe und der Kapazität der verwendeten Monozellen verschmerzen. Zwar bricht auch die X21 nach zirka 20 bis 30 Minuten merklich ein; dennoch liefert sie anschließend mindestens eine Stunde lang immer noch sehr helles Licht, bevor sie danach langsam, aber kontinuierlich dunkler wird. Im Vergleich zu geregelten Lampen hält sie die größtmögliche Helligkeit zwar deutlich kürzer, das danach verfügbare Licht ist jedoch immer noch brauchbar. Wenn die Batterien die Möglichkeit haben, sich einige Zeit zu erholen, leuchtet die X21 wieder deutlich heller, und das auch über einen längeren Zeitraum. Wer in der Praxis nicht ständig über eine längere Zeit die volle Lichtleistung benötigt, kommt mit einer Batterieladung lange aus, zumal die X21 auch im dunklen Modus immer noch ein ordentliches Licht liefert.
Reflektor:
Bei der X21 kommt anstelle eines Reflektors ein Linsensystem mit sieben Plastiklinsen zum Einsatz. Für das entsprechende Licht sorgen sieben Cree-LEDs.
Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter/Taster, der am Body kurz vor dem Kopf der Lampe sitzt und fast „zu gut“ erreichbar ist. Er reagiert auf jedes noch so kleinste und versehentliche Antippen mit einem Lichtimpuls, und zwar immer in der vollen Helligkeit – was beim Hantieren mit der Lampe nicht selten dazu führt, dass man sich mit voller Leuchtkraft selbst außer Gefecht setzt. Die Rechtfertigung dafür, dass der Schalter gleichzeitig auch ein Taster ist, liegt darin, dass laut Hersteller durch kurzes Antippen und Halten eine Helligkeit von 130 Prozent erreicht werden soll. Zu sehen ist davon indes nichts, ganz im Gegenteil: Beim ersten leichten Antippen ist die Lampe aus; erst, wenn man den Schalter weiter durchdrückt und gedrückt hält, wird die (zumindest beim Testmodell nicht existente) „130-Prozent-Stufe“ angewählt. In der Praxis verfügt die getestete X21 somit über zwei Helligkeitsstufen, von denen die hellere vom Hersteller mit 950 Lumen angegeben wird. Im dunkleren der beiden Modi ist die Lampe von der Leuchtkraft vergleichbar mit der P7 oder T7 von LED Lenser im hellsten Modus, der bei P7 und T7 mit 170 Lumen angegeben wird. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-hell-aus. Manche X21 werden auch mit dem Schaltzyklus hell-dunkel-aus ausgeliefert.
Beam:
Voll fokussiert liefert die X21 einen grellen Hotspot mit kleinem, unsauberen Spill. Komplett defokussiert liefert sie einen gleichmäßigen Beam ohne ausgeprägten Hotspot. In den stufenlos verstellbaren Zwischeneinstellungen produziert die Lampe einige Donuts. Deutlich sichtbar sind die beschriebenen Leuchteigenschaften allerdings nur auf kurze Entfernungen. Im Praxisbetrieb liefert die X21 schon ab wenigen Metern ein sauberes, gleichmäßiges Licht.
Resümee:
Bei der LED Lenser X21 trifft Bundesliga auf Kreisklasse. Sieben Cree-LEDs sorgen fokussiert für einen gebündelten Lichtstrahl, der einen fast erblinden lässt. Allerdings sollte bei einer Lampe dieser Preisklasse das Linsensystem nicht aus Plastik gefertigt sein. Auch die Anodisierung sollte höherwertig sein. Durch den Schiebemechanismus der Lampe kann binnen Sekundenschnelle auf Flutlicht gewechselt und ein breiter Nahbereich großzügig ausgeleuchtet werden. Was dieses Feature betrifft, gräbt die X 21 der Konkurrenz das Wasser ab. Der Schwachpunkt ist der Schalter/Taster und dessen Belegung. Nervig ist, dass man ihn häufig unabsichtlich antippt, gewöhnungsbedürftig, dass die Lampe beim Umschalten zwischen den beiden Leuchtstufen immer kurz auf „aus“ geht sowie die Tatsache, dass man, um von der hellen auf die dunkle Stufe zu wechseln, die Lampe jedes Mal komplett durchschalten muss. Nachteilig sind auch die Betriebskosten, da die X 21 ausschließlich mit vier D-Zellen betrieben werden kann. Was das Preis/Leistungsverhältnis angeht, bekommt man gleichwertige oder stärkere Lampen fürs gleiche Geld oder günstiger, die darüber hinaus bedeutend kleiner sind. Die Einzigartigkeit der stufenlosen Fokussierung jedoch bietet nur die X21. Allerdings will diese Einzigartigkeit auch bezahlt werden: Der Preis für die X21 bewegt sich zwischen 200 und 280 Euro. (Stand: November 2009)

- Lieferumfang: Koffer mit Lampe, Batterien, Schultergurt und Befestigungsringen sowie einer Anleitung.

- Der Kontakt zwischen Batterien und Leuchtmittel wird durch eine Cinch-Verbindung hergestellt.

- Jede Lampe hat eine Seriennummer.

- Der Schalter/Taster ist einer der Schwachpunkte der X21.

- Der Lampenkopf.

- Sieben Cree-LEDs sorgen für reichlich Dampf.

- Das Linsensystem, bei dem gespart wurde. Die Linsen sind aus Plastik.
- Der Lampenkörper.

- Die Tailcap.
Auf Nachfrage habe ich noch ein paar Beamshots gemacht. Die sind vielleicht noch nicht ausgereift, sollten aber ausreichen, um die Helligkeit beurteilen zu können. Als Vergleichslampe dient eine Fenix TK11 R2, die vom Hersteller mit 240 Lumen angegeben ist und schon einigermaßen Licht macht. Bis zum ersten Pfosten sind es 3 Meter, bis zum zweiten 8 Meter, bis zum dritten 13 Meter. Der Wald ist knapp 16 Meter entfernt, bis zur beleuchteten Baumgruppe sind es rund 20 Meter, die hinteren Bäume sind 30 Meter entfernt. Die Kameraeinstellung: F4, Belichtungszeit 2 Sekunden bei Iso 800.





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Klasse Review!
Für meinen Geschmack ist die Lampe zu groß und zu schwer. Auch die Stromversorgung sagt mir nicht zu. Die Probleme mit dem Schalter kommen mir von der P14 bekannt vor…
Ordentlich Licht kommt da aber mit Sicherheit raus

Gruß
DasBoenni
Danke für’s Lob,
in der Tat ist der Begriff “Taschenlampe” nicht wirklich zutreffend. Denn die Tasche, in die man die Lampe stecken kann, muss erst noch erfunden werden (oder man näht sich einen Einkaufsbeutel an die Jacke). Und schaltertechnisch ist LED Lenser wohl wirklich nicht das Maß der Dinge.
Gruß Walter
Hast du auch mal ein paar Beamshots gemacht? Mich würde mal die Ausleuchtung von dem Klopper interessieren
Gruß
Benni
Hallo Benni,
habe ein paar Beamshots gemacht und eingestellt.
Gruß Walter
Danke für die Beamshots!
Der Output ist schon enorm… Trotzdem finde ich die Batterieversorgung, Gewicht und Formfaktor inakzeptabel. Eine Taschenlampe mit Schultergurt….. Wohl eher eine Schulterlampe
Gruß
Benni
Hallo zusammen,
ich habe eine x21 und kann nur bestätigen wer Licht braucht ob nah oder fern der ist mit der x21 richtig. Bin mit der Lampe und meinem Rettungshund öfters im Dunkeln Wald unterwegs und ich bin zu 300% zufrieden. Ich habe Licht mit dem ich weitläufiges Gelände absuchen kann. Die Leistung und Ausdauer ist vollkommen ausreichen da die Lampe auch wenn sie schwächer wird genügend licht Zurverfügungstellen kann. Das Gewicht ist gut mit dem Tragegurt zu bewältigen und fällt nicht ins Gewicht, ohne Tragegurt ist die Lampe nicht zu Tragen nicht für mehrere Stunden Einsatz. Regen dicht kann ich bestätigen mehrere Stunden an geregnet ist kein Problem.
Gruß Feu
Schade, dass man nicht eine Stromversorgung wie bei der Mag charger gewählt hat
Da kann man die Lampe wenigstens immer wieder aufladen.
Wenn das einmal kommt und die anderen “Mängel” behoben sind, werde ich sofort eine
kaufen
Habe jetzt die MAG charger und die MAG D4
Wenn jemand was ganz helles besseres kennt bitte mitteilen
Gruss Dirk
Die X21 ist in Sachen Licht tatsächlich eine Größe für sich.
Leider ist das Stromversorgungskonzept nicht mehr Zeitgemäß.
Nicht nur weil es die Lampe unnötig groß und schwer macht,
sondern auch, da man extrem Viel Batteriemüll verursacht und somit der Umwelt keine Freude macht.
Ein Lithium Ionen Akku wäre hier angebrachter.
Somit könnte man durch entsprechend andere Chips auch der X21 mehr Licht
mit konstanter Leuchtstärke entlocken.
Die Plastiklinsen der X21 sind jedoch keine Sparvariante, nur weil andere Hersteller entspiegelte Glasscheiben vor den Reflektor setzen.
Heutzutage werden moderne Linsen aus hochreinem und klarem Spezialkunststoff gefertigt.
z.Bsp. bei Brillen, da ist Glas auch eher ein Nachteil in Sachen Bruchfestigkeit usw.
Was die Auflademöglichkeit der X21 betrifft würde ich gar nicht so weit weg denken.
Soweit ich weiss hat Led Lenser einiges vor.
z.Bsp. kommt dieses Jahr noch die MT7
Der Nachfolger der P7/T7 mit Regelkreis, Focusschlitten Arretierung usw.
Hallo zusammen.
Ich habe auch eine LED LENSER X21 und möchte kurz meine bisherigen Erfahrungen darstellen: Gekauft habe ich die X21 vor 1,5 Wochen. Nachdem ich sie abgeholt hatte ging es natürlich sofort ab in den dunklen Wald, Lampe angeknipst und – WOW! So eine extreme Lichtleistung habe/hatte ich bis Dato noch nie gesehen. Was das angeht ist die X21 scheinbar eine der besten Lampen, die es derzeit auf dem Markt gibt.
Was das Gewicht anbelangt, hatte ich bisher damit keine Probleme. Gestern Abend ging ich ca. 1 Std. lang im Wald spazieren und hatte die X21 die ganze Zeit über in der Hand, also ohne Tragegurt. Kein Problem. Bei ausgibigeren mehrstündigen Nachtwanderungen, ist es aber ratsam sich den Gurt wenigstens einzustecken, um im Zweifelsfall darauf zurückgreifen zu können. Ich bin froh, dass hier offenbar überwiegend die Meinung (und Erfahrungen) bestätigen, dass die X21 zwar nicht unbedingt als “Tauchlampe” geeignet ist, jedoch Regen ihr nichts anhaben kann. Als ich gestern Unterwegs war fing es leider plötzlich an zu schütten und ich dachte nur “Oh nein, hoffentlich ist die X21 Wasserfest oder zumindest Spritzwassergeschützt!” (was ich bei einer Lampe dieser Preisklasse auf jeden Fall für selbstverständlich halten würde).
Da ich die X21 bisher noch nicht länger als 1 Std. im Dauerbetrieb genutzt habe, kann ich zu den Batterielaufzeiten und evtl. Abnahme der Lichtleistung noch nicht viel sagen, nur soviel: Nach meiner kleinen Nachtwanderung war die Heligkeit der X21 nahezu unverändert.
Was mich anfangs etwas abeschreckte war der Preis. UVP von Zweibrüder liegt bei 299,– €. Habe sie dann für 279,– € bekommen.
Die X21 ist eine Lampe fürs Leben, die wenn man gut mit ihr umgeht sicher jahrzehnte halten wird, nicht zuletzt und vor allem wegen der LED Technik, die ja sehr sehr langlebig ist. Beeindruckt hat mich auch das Fokussiersystem, das einfach super einfach und zugleich extrem effektiv ist. Man kann in sekundenschnelle von Flutlicht auf Hot Spot umschalten, wobei das Flutlicht einen sehr großen Bereich ausleuchten kann (z. B. locker die Fassade eines mehrstöckigen Hauses) und der Spot extrem hell und sehr weitreichend ist (laut Hersteller 535 Meter).
Ich kann die X21 bisher uneingeschränkt weiterempfehlen
Schön, dass dir die Lampe so gut gefällt. Aber ohne dir deinen Spaß nehmen zu wollen: wenn du sie eine Stunde lang betrieben hast, ohne dass die Lichtleistung merklich nachgelassen hat, kann das nur im dunklen Modus gewesen sein. Oder aber es war tatsächlich im hellen Modus und du hast den Verlust nicht bemerkt, da der Lichtabbau durch die fehlende Regelung halt langsam und nicht schlagartig geschieht. Das kannst du aber ganz einfach überprüfen, indem du neue Batterien reintust und den Vorher-nachher-Vergleich machst.
Gruß
Walter
Hallo Walter,
ich habe die Lampe auf meinem Weg durch den Wald 1 Std. lang im Power-Modus also dem hellen Modus betrieben. Möglich dass mir das Schwächerwerden des Lichts nicht aufgefallen ist. Habe mal den vorher-nachher-vergleich gemacht, es war zwar ein Unterschied zu sehen aber der war nicht groß. Viel schwächer war das Licht eigentlich nicht. Wie auch immer, ich bin mit der X21 nach wie vor sehr zufrieden.
Gruß
Wenn der Unterschied nicht groß war, musst du physikalische Gesetze außer Kraft setzen können. Nichtsdestotrotz – weiterhin viel Spaß mit der X21!
Gruß
Walter
Schade, dass man eine so moderne Lichttechnologie nicht konsequent bis zum Schluss durchkonstruiert ! Das undichtigkeitsproblem hätte man ja gut und gern mit einem vernünftigen Gummifaltenbalg überziehen können. Ein Akku wäre auch wünschenswert ! Dann könnte man die Lampe mit einem Lithium – Ionen Akku ausstatten und die Lampe im Gehäuser dicker und deutlich kürzer bauen. Dann könnte man das laden wie ein Handy über die inzwischen genormten Handyladegeräte vornehmen (man muss das Rad ja nicht neu erfinden + fast jeder hat sowas…
Kennt jemand denn zufällig eine Über-Taschenlampe ? (ich habe die grösste Mag mit LED und die MAG Charger……möchte aber gern eine deutliche Steigerung !
LG Dirk S.
200 bis 280 Euro für eine Lampe, die überhaupt nicht mehr dem heutigen Stand der Technik entspricht, da stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. 950 Lumen sind schön, was nützten sie mir, wenn sie mir nur 20 bis 30 Minuten zur Verfügung stehen und ich dann noch 299,5 Std. schwächeres Licht habe. Dafür brauche ich mir diese Lampe nicht zu kaufen.
Aber mal im Detail:
Feste Spannung 6V:
Moderne geregelte LED-Module haben einen Spannungsbereich (z.B. 3-9 Volt oder 6-12 Volt) in denen sie mit voller Leistung arbeiten, die X21 nicht, da sie ja ungeregelt ist. 6V erreicht man gerade mit den vier Monozellen, was bedeutet, sobald die Spannung sinkt, wird die Lampe dunkler und das ist dann logischerweise sehr schnell der Fall.
Stromversorgung 4xMono-Batterie:
Da die X21 ungeregelt ist, darf man auch keine Monoakkus verwenden. Aufgrund der dann fließenden höheren Ströme, können die LEDs zerstört werden. Außerdem erreicht man mit 4 Monoakkus nunmal auch keine 6 Volt mehr.
Batteriegrößen:
Nun ja, das ist eine philosophische Angelegenheit. Sicherlich gäbe es Lösungen mit exotischen Akkus, die kleiner Ausfallen könnten. Eine Taschenlampe mit herkömmlichen Akkus/Batterie (AAA, AA, C, D) kauf man sich ja meisten aber aus dem Grund, dass diese Typen überall (und weltweit) erhältlich sind bzw. es mehr Ladegräte gibt, die man weltweit nutzen kann. Unter diesem Aspekt ist die Mono-Form durchaus in Ordnung.
Fazit:
Ungeregelte Lampe sind technisch nicht so aufwendig und viel billiger zu produzieren. Genauso ist es mit dem Schalter, alle Funtionen hierauf zu vereinen ist auch wohl billiger. Praktisch ist dies jedoch nicht.
Alternativvorschlag unter praktischen Gesichtspunkten: LED Modul Terralux TLE-300M-EX für die Mono-Maglites
Dieses LED-Modul (ca. 60 Euro) bietet 700 Lumen und kann mit 6 bis 12 Volt betrieben werden. Da es geregelt ist, kann man auch Akkus verwenden. Welche Mono-Maglite man verwendet und wie man die Spannung erreicht ist flexibel gestaltbar. Zum Beispiel in einer 2erMono-Maglite mittels 2 Stück 3AA-zu-D Adaptern (somit 6 AA-Akkus=7,2V der 6 AA-Betriettien=9V). Man kann aber auch eine 4erMono-Maglite mit Batteriebetrieb, eine 5er oder 6 er Maglite mit Akkus- oder Batteriebetrieb nehmen. Oder eine 3erMono-Maglite mit 3 Stück 3AA zu D Adaptern (10,8V). Je nachdem, ob man eine handliche Lampe mit hoher Leuchtkraft oder eine hohe Leuchtdauer haben möchte, so kann man es sich individuell aufbauen und die Betriebskosten bleiben außerst gering.
Der Spannungsüberschuss (wenn größer als 6V) sorgt für eine höhere Leuchtdauer, auch bei Akkus mit geringerer Kapazität.
Das aktuelle LED Modul Terralux TLE-300M-EX hat drei Leuchtstufen, zwar werden diese auch nur über den einen Schalter der Maglite geregelt, doch funktioniert dies trotz vorheriger Skepsis einwandfrei. (Reihenfolge: voll, halb, “Mondschein”, nach dem Ausschalten immer neuerlicher Beginn mit voll)
Übrigens, für MagCharger gibt es das Modul auch.
Gruß
Harry