Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Led Lenser H7R

Review Led Lenser H7R

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Led Lenser H7R 001

Mit der H7R schickt Led Lenser eine Kopflampe ins Rennen, bei der auch seitens des Herstellers der Akkubetrieb offiziell zugelassen ist.

 

Verpackung und Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe, eine Tragetasche mit Möglichkeit zur Befestigung am Gürtel, drei Akkus zum Betrieb, ein Lader für die Akkus, eine Bedienungsanleitung (deutsch/englisch) und eine kleine Werbebroschüre enthalten.

Led Lenser H7R 002

Lieferumfang der H7R.

 

Beschreibung der Lampe:
Gewicht mit Akkus: 126 g
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Linse kann durch einen Schiebefokus verstellt werden, dadurch kann man zwischen Punktlicht und Streulicht wählen. Das “R” im Namen der H7R steht für “Rechargeable”, also “wiederaufladbar”. Im Gegensatz zur H7 ist die Verwendung von Akkus somit auch vom Hersteller explizit erlaubt; dementsprechend erfolgt auch die Auslieferung mit Akkus statt der sonst üblichen Batterien. Die Akkus können mit dem Ladestecker geladen werden, ohne sie dem Batteriefach zu entnehmen. Durch einen Schieberegler am Batteriefach kann die Helligkeit stufenlos reguliert werden.

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Der Schieberegler zur Fokusverstellung sitzt unten am Lampenkopf.

Led Lenser H7R 004

Mit dem Ladestecker können die Akkus geladen werden, ohne sie dem Batteriefach zu entnehmen.

 

Stromversorgung:
Drei AAA-Akkus (mitgeliefert) oder wahlweise Batterien sorgen für die nötige Power. Eine Gummiabdeckung schützt das Batteriefach vor Spritzwasser. Das Batteriefach selbst könnte hochwertiger verarbeitet sein, erfüllt aber zumindest seinen Zweck.

Led Lenser H7R 005

Eine Gummiabdeckung schützt das Batteriefach vor Spritzwasser.

Led Lenser H7R 006

In der Produktwerbung spricht Led Lenser von “technologischem Vorsprung”. Das Batteriefach kann Zweibrüder damit definitiv nicht gemeint haben. Aber zumindest erfüllt es seinen Zweck.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree-LED, die laut Herstellerangaben 140 Lumen liefert.

Led Lenser H7R 007

Für Licht sorgt eine Cree-LED, deren Typ vom Hersteller nicht weiter spezifiziert wird.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die H7R durch einen Schalter oben am Lampenkopf. Unterhalb des Kopfs ist ein Schieberegler angebracht, mit dem der Fokus stufenlos verstellt werden kann. Sowohl Schalter als auch Regler sind leichtgängig und lassen sich gut bedienen. Hinten am Batteriefach sitzt ein weiterer Schieberegler, mit dem die Helligkeit stufenlos verstellt werden kann. Bei der Testlampe funktionierte dieser allerdings erst ab der Mittelstellung aufwärts. Die maximale Helligkeit der H7R ist zwar nicht ganz so hoch wie bei einigen anderen Kopflampen-Vertretern, aber in Situationen, in denen man mal wirklich viel Licht benötigt, mehr als ausreichend. Auch ohne Überkopfband sitzt die Lampe sicher und fest und ist angenehm zu tragen. Die Neigung des Kopfs kann in mehreren Rasterstufen eingestellt werden. Beim normalen Betrieb wird die Lampe dadurch ausreichend arretiert; Headbangen sollte man damit indes nicht, ansonsten leuchtet man sich danach direkt auf die Nasenspitze.

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Der Knopf zum Einschalten sitzt oben am Lampenkopf.

Led Lenser H7R 009

Der Schieberegler zur stufenlosen Einstellung der Helligkeit. Beim Testmodell funktionierte er allerdings erst ab der Mittelstellung.

 

Beam:
Die Möglichkeit der stufenlosen Fokussierung funktioniert gut, wird allerdings auch bei der H7R durch die Led Lenser-typischen Ringe im Lichtbild erkauft. Wie sehr diese Ringe im Praxisbetrieb stören, ist Ermessenssache des jeweiligen Nutzers.

Led Lenser H7R 010

“White-wall-Beamshot” der H7R.

 

Resümee:
Auch bei der H7R werden sich, wie wohl bei allen Led Lenser-Produkten, die Geister scheiden. De facto erhält man fürs Geld eine Kopflampe, die ihren Zweck erfüllt und durch die Fokussierbarkeit sowie die stufenlos verstellbare Helligkeit ein großes Einsatzgebiet mehr als nur zufriedenstellend abdeckt. Trotz fehlender Regelung ist der sichtbare Verlust an Lichtleistung mit zunehmender Laufzeit nicht so hoch, dass er störend ins Gewicht fällt, solange man die Lampe nicht ständig auf der höchsten Stufe betreibt. Obwohl die Verwendung von AAA-Akkus oder -Batterien gemeinhin einen Nachteil darstellt, bietet sie bei der H7R gleichzeitig auch einen Vorteil: die Gewichtsersparnis von 40 Gramm gegenüber drei AA-Akkus, die sich beim längeren Tragen durchaus bemerkbar machen dürfte. Dass bei der Testlampe der Helligkeitsregler nicht über den gesamten Bereich funktioniert, ist zu verschmerzen, da auch beim Testmodell die dunkelste Stufe bereits sehr dunkel ist. Das größte Problem der H7R ist die maßlos übertriebene Werbung, mit der Led Lenser auch dieses Produkt anpreist und an der sich die arme Lampe messen muss. So ist, explizit bei dieser Lampe, etwa von “Präzisionsoptik”, “immenser Leistung” und “technologischem Vorsprung” die Rede. Die Optik ist okay, aber nicht überragend. Die Leistung reicht mehr als aus, ist aber sicherlich nicht immens. Und der technologische Vorsprung relativiert sich spätestens bei näherer Betrachtung des Batteriefachs, das allenfalls mittleres Baumarktniveau hat. Sieht man die H7R allerdings als das, was sie tatsächlich ist, eine tolle Mittelklasselampe zu einem Mittelklassepreis, bekommt man ein Produkt, an dem man sicherlich lange viel Freude haben wird. Der Verkaufspreis liegt zwischen 50 und 75 Euro (Stand: März 2010). Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.zweibrueder.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Da es im Wald nach 70 Metern steil bergab geht, können in den Bildern nur die Beamcharakteristiken, nicht aber die tatsächlich möglichen Reichweiten dargestellt werden.

Beamshot LedLenser H7R

Led Lenser H7R (halb fokussiert)

Beamshot Fenix LD20

Fenix LD 20

Beamshot Fenix TK10

Fenix TK 10

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