Review Ferei M8

Ferei M8 001

Wer auf der Suche nach einer Lampe mit hellem und gleichmäßigem Lauflicht ist, sollte die Ferei M8 antesten. Sie macht im Nahbereich richtig hell.

Verpackung und Lieferumfang:
Ferei M8, Holster, Lanyard, Bedienungsanleitung, ausgeliefert in einer stabilen Pappverpackung.

Ferei M8 002

Lieferumfang der Ferei M8.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Durchmesser Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 113 g
Gewicht mit Akku: 161 g
Anodisierung: HA III, sauber ausgeführt.
Tailstand: ja, allerdings etwas wackelig, da der Clicky fast mit der Tailcap abschließt.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Gespeist wird die Ferei von einem 18650-Akku, mit dem sie im Dauerbetrieb laut Hersteller 450 bis 900 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde erzielen soll. Darüber hinaus verfügt die M8 über drei weitere Leuchtstufen: Mid (50 %), Mini (10%) und Blinking (50%), die durch mehrmaliges Drücken des Clickys nacheinander erreicht werden. Im Praxistest (mit 2400mAh-Akku) auf der hellsten Stufe wird die Lampe ordentlich warm. Bereits nach zehn Minuten liegt die Wärme deutlich über Körpertemperatur – trotz Kühlung durch die Hand. Im Freien allerdings wird die Lampe bei den derzeitigen Temperaturen ausreichend gekühlt. Da ich jedoch keine Lust hatte, eine Stunde ums Haus zu laufen, war beim Laufzeittest am Stück regelmäßige Wasserkühlung angesagt. Ohne nennenswerten Lichtverlust hält die Ferei gute 55 Minuten durch. Danach wird das Licht etwas dunkler. Nach weiteren zehn Minuten blinkt die Lampe mehrere Male, um vor zu niedriger Akkukapazität zu warnen. Anschließend wird sie kontinuierlich dunkler bis sie das “Schlüsselloch-Such-Niveau” erreicht.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse mit Anti-Reflex-Beschichtung sitzt eine Cree-MC-E-LED. Für die Lichtverteilung ist ein Orange-Peel-Reflektor aus Aluminium zuständig.

Ferei M8 004

Die Kombination aus Multichip-LED und OP-Reflektor sorgt für eine homogene Ausleuchtung.

Bedienung:
Ein Clicky in der Tailcap schaltet die Lampe ein. Durch mehrmaliges Tasten werden die Leuchtstufen hell-mittel-dunkel-Blinken nacheinander erreicht. Der Clicky ist gut zu erreichen und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt, den ich für meinen Teil sehr angenehm finde.

Ferei M8 003

Großer Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt.

Beam:
Durch den MC-E-Emitter in Verbindung mit dem OP-Reflektor geht der Hotspot sauber und weich in den Spill über. Bereits ab einer Entfernung von wenigen Metern liefert die M8 ein homogenes Lichtbild und leuchtet die Umgebung im Umkreis von 30 bis 40 Metern gleichmäßig hell aus.

Resümee:
Was das Verhältnis gleichmäßige Ausleuchtung bei größtmöglicher Helligkeit betrifft, war bei den kleinen, handlichen Lampen bislang die MTE SSC P7 meine Referenzlampe (wohlgemerkt nicht, was die Qualität betrifft). Weder die Olight M30, noch andere, teils deutlich größere MCE- oder P7-Lampen, kamen an die MTE heran, was die Gleichmäßigkeit des Beams betrifft. Die Ferei M8 kann locker mit der MTE mithalten und übertrifft sie in Punkto Helligkeit sogar noch etwas. Auch die Lichtfarbe (weiß) ist im Gegensatz zur MTE (gelblich) angenehmer. Die Leuchtdauer ist mit einer knappen Stunde auf High guter Durchschnitt für eine Multi-Emitter-Lampe, die mit einem einzelnen 18650er-Akku betrieben wird. Was allerdings auch bei der Ferei M8 ein Problem darstellt, ist die Wärmeableitung aufgrund ihrer handlichen Abmessungen und der damit verbundenen fehlenden Masse. Langfristig besteht die Gefahr, dass die LED irgendwann den Hitzetod stirbt, wenn die Lampe bei hohen Außentemperaturen dauerhaft im hellsten Modus betrieben wird. Nötig ist das indes nicht, denn auch auf der mittleren Stufe liefert die M8 bereits ein angenehmes, helles Lauflicht. Für jemanden, der eine helle, gleichmäßige Ausleuchtung im Nahbereich sucht, ist die Ferei M8 ein absoluter Kauftipp. Auch der Preis von 59 Euro (Stand: Februar 2010) geht aufgrund der Qualität in Ordnung. In Deutschland kann die Lampe bei www.taschenlampen-papst.de bezogen werden. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.ferei.com zu finden.

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei 2 Sekunden Belichtung aufgenommen.

BeamFerei M8

Ferei M8

BeamMTE SSC P7

MTE SSC P7

BeamOlight M30

Olight M30

  1. doub
    27. Februar 2010, 03:01 | #1

    Auch ich darf mich stolzer Besitzer diese Lampe nennen!
    Im Allgemeinen kann ich nur bestätigen was Lichtinsdunkel schreibt!
    Jedoch hat meine Lampe manchmal die Macke, dass sie die modes nicht richtig durchschaltet!
    man tipt den Clicky an, die Lampe geht auch aus, aber beim loslassen geht sie nicht in den nächsten mode, sondern bleibt in dem vorherigem! Das passiert aber nicht oft! Und ist auch nicht weiter tragisch! Da stört mich dieser Blink modus viel mehr(den ich für überflüssig halte!)

    aber ansonsten eine wirklich schöne Lampe! (sogar die “stabile Pappverpackung” macht auf mich einen hochwertigen Eindruck, da sie ein Magnetverschluss hat)

    doub

    ps.: die Herstellerseite gibt mitlerweile nur noch 300-400 Lumen für die Lampe an

  2. 20. März 2010, 16:53 | #2

    Habe mir die Lampe gekauft wegen der guten räumlichen Ausleuchtung.Wegen der
    Hitzeentwicklung habe ich einen Versuch unternommen der zumindest diese hinauszögert.Um den
    Lampenkopf 2mm Kupferlitzendraht gewickelt,darüber 1mm Kupferblech und das ganze mit
    2 Schlauchschellen befestigt.Ich habe Kupfer gewählt weil es ein guter Wärmeleiter ist.

    Nach einigen Versuchen kann man sagen daß die Wärmereduzierte Lampe nach 20 min. so warm wird als zuvor schon nach 10 min.

    Micha
    nach

  3. 20. März 2010, 16:55 | #3

    Micha :
    Habe mir die Lampe gekauft wegen der guten räumlichen Ausleuchtung.Wegen der
    Hitzeentwicklung habe ich einen Versuch unternommen der zumindest diese hinauszögert.Um den
    Lampenkopf 2mm Kupferlitzendraht gewickelt,darüber 1mm Kupferblech und das ganze mit
    2 Schlauchschellen befestigt.Ich habe Kupfer gewählt weil es ein guter Wärmeleiter ist.
    Nach einigen Versuchen kann man sagen daß die Wärmereduzierte Lampe nach 20 min. so warm wird als zuvor schon nach 10 min.
    Micha

  4. Lichtinsdunkel
    21. März 2010, 07:16 | #4

    Hallo Micha,

    ich bin auch nicht der „Wärmeabfuhrpapst“, aber ich denke, dass du mit deiner Lösung sprichwörtlich „das Pferd von hinten aufzäumst“.

    Das Problem bei der Wärmeabfuhr liegt nicht außen, sondern innen. Die Wärme, die außen am Lampengehäuse ankommt, ist lediglich die Wärme, die von der LED über die Heatsink ans Gehäuse abgegeben wird. Das eigentliche thermische Problem entsteht aber genau am Übergang Heatsink/Gehäuse. Das (für eine Lampe dieser Leistung unterdimensionierte) Gehäuse wird nur deshalb so warm, weil die (für eine Lampe dieser Leistung unterdimensionierte) Heatsink zwar einen Teil der Abwärme der Multichip-LED nach außen (ans Gehäuse) weiterleitet, dabei aber mit der tatsächlichen Wärmeentwicklung der LED hoffnungslos überfordert ist.

    Bei deiner Versuchsanordnung wird die Wärmeentwicklung außen am Gehäuse zwar tatsächlich hinausgezögert, bzw. weiter verlagert; die LED wird auf Dauer jedoch trotzdem zu heiß.

    Ich stelle diese These aufgrund meiner bescheidenen praktischen und theoretischen Erfahrungen auf. Wer über fundierteres Wissen verfügt, möge diesen Beitrag gerne berichtigen, denn auch ich lerne gerne noch dazu.

    Gruß
    Walter

  1. Bisher keine Trackbacks
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_negative.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_rose.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_smile.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_sad.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif 
http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif