Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Fenix TK12 R5

Review Fenix TK12 R5

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Nicht nur Fans der TK10 oder der TK11 werden auch an der Fenix TK12 R5 Gefallen finden – es ist eine Lampe für (fast) alle Situationen.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in der Fenix-typischen Verpackung ein Lanyard, ein Holster, eine Ersatz-Gummikappe für den Clicky, Ersatz-O-Ringe, ein Trageclip, eine Bedienungsanleitung (englisch) und eine Garantiekarte enthalten.

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Lieferumfang der TK12.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 138 mm
Reflektoröffnung: 24,5 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 172 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja, mit Combat-Ring und/oder Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: abnehmbarer Combat-Ring, abnehmbarer Gürtelclip. Die Lampe verfügt über mehrere Modi und Leuchtstufen, die durch Drehen des Lampenkopfs angewählt werden können.

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Die TK12 mit montiertem Clip und Combat-Ring.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Angegeben ist die Lampe mit 280 Lumen im hellen und 65 Lumen im dunkleren Modus. Betrieben werden kann die TK12 R5 wahlweise mit einem 18650er-Akku oder zwei CR123-Batterien. Der Test erfolgte im hellen Modus mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400 mAh.
Praxistest Luxmessung:
beim Einschalten: 7000 Lux
nach 10 Minuten: 6900 Lux
nach 20 Minuten: 6800 Lux
nach 40 Minuten: 6800 Lux
nach 60 Minuten: 6800 Lux
nach 80 Minuten: 6800 Lux
nach 100 Minuten: 6700 Lux
nach 120 Minuten: 6700 Lux
nach 140 Minuten: 6700 Lux
Innerhalb der folgenden zehn Minuten sank der Wert bis auf 4500 Lux, Tendenz: langsam weiter fallend. Das Restlicht reicht problemlos noch für 20 bis 30 Minuten aus, um den Weg zu erleuchten, ohne dass der Akku an die Grenze zum kritischen Bereich getrieben wird.
Fazit: Die TK12 R5 verfügt über eine ausgezeichnete Regelung, bei der die Helligkeit fast über die gesamte Laufzeit konstant bleibt. Erst nach mehr als zwei Stunden wird das Licht langsam schwächer, ohne dass die Lampe Einen anschließend ohne Vorwarnung im Dunkeln stehen lässt.
Eine deutliche Erwärmung im Dauerbetrieb war zwar festzustellen, allerdings war die Lampe zur Messung auch auf einem Stativ befestigt und wurde nicht bewegt. Aus diesem Grund erfolgte eine regelmäßige Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator. Im Praxisbetrieb dürfte bereits die Umgebungsluft beim Laufen, respektive die “Blutkühlung” genügen, um die Lampe ausreichend zu kühlen, zumal die Wärmeentwicklung beim Test deutlich unter der vieler Lampen mit ähnlicher Lichtleistung lag.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Anti-Reflex-beschichteten Glaslinse leuchtet eine Cree XP-G R5-LED. Der Reflektor besteht aus Aluminium, die Ausführung ist Orange Peel.

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Frontansicht.

Bedienung:
Mit einem taktischen Forward-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Clicky ist gut zu erreichen und hat einen weichen Druckpunkt, der das Einschalten ohne Kraftaufwand ermöglicht.
Die Lampe verfügt über drei Modi. Im von Fenix mit “Default mode” bezeichneten Modus stehen zwei Leuchtstufen zur Verfügung. Eine helle, die mit 280 Lumen angegeben ist und eine dunkle mit angegebenen 65 Lumen. Bei festgezogenem Lampenkopf ist die helle Stufe aktiviert. Durch Lösen des Lampenkopfs erreicht man die dunklere Leuchtstufe. Dieser Modus entspricht dem (einzigen) der TK11/TK10. Die beiden Zusatzmodi der TK12 werden angewählt, indem man den Lampenkopf bei eingeschalteter Lampe in schneller Folge zweimal löst und wieder festzieht, bzw. bei gelöstem Lampenkopf festzieht-löst-festzieht. Auf den “Default mode” folgt der “Hunting mode”, in dem es die Leuchtstufen “hell” (bei festgezogenem Kopf) und “Strobe” (bei gelöstem Kopf) gibt. Der dritte Modus, von Fenix “Camping mode” genannt, bietet laut Hersteller 120 Lumen bei festgedrehtem und 11 Lumen bei gelöstem Lampenkopf.
Ein unbeabsichtigter Wechsel der Modi ist durch das Bedienkonzept, bei dem sowohl die Anwahl der Modi als auch das Umschalten innerhalb der Modi durch Festdrehen und Lösen des Lampenkopfs geschieht, zwar möglich, im Praxisbetrieb aber nahezu ausgeschlossen.

Beam:
Ein definierter Hotspot setzt sich ohne störende Ringe vom Spill ab. Bereits ab wenigen Metern liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild und leuchtet eine Fläche von 20 bis 30 Metern gleichmäßig aus.

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Ein OP-Reflektor sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Künftig wird die Lampe laut Fenix nur noch mit SMO-Reflektor ausgeliefert. Aufgrund der Charakteristik des verwendeten LED-Typs dürfte das Lichtbild damit immer noch homogen sein, bei etwas höherer Reichweite.

TK12 R5 vs TK11 R2:
Rein äußerlich wirkt die TK12, die 2,5 Zentimeter länger ist als die TK11, im direkten Vergleich weniger kantig. Auch die “inneren Werte” unterscheiden sich. Durch die Verwendung der Cree XP-G-R5-LED ist die TK12 R5 heller und leuchtet einen größeren Bereich gleichmäßig aus, während die TK11 R2 eine höhere Reichweite hat. Der Hotspot der TK12 ist größer, sie ist von der Lichtfarbe her neutraler, und im “Hell-dunkel-Modus” ist das “Low” der TK12 erheblich dunkler und blendet auf kürzeste Distanzen weniger. In der Bildserie ist links immer die TK12 zu sehen.

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Resümee:
Zunächst war ich ob des Bedienkonzepts der Lampe etwas skeptisch. Drei Modi, die durch Hin- und Herdrehen des Lampenkopfs angewählt werden, während die unterschiedlichen Leuchtstufen innerhalb der Modi ebenfalls durch Drehen angewählt werden – kann das funktionieren?
Es kann, und zwar richtig gut. Ich liebe meine TK11 (und hoffe, dass sie gerade nicht mitliest), aber die TK12 gefällt mir noch wesentlich besser. Sie ist quasi eine TK11 mit Zusatzmodi, die zum Lesen, zum Leuchten in Innenräumen, oder durch die Strobe-Funktion auch als Warnlampe nahezu jedes Einsatzgebiet abdeckt. In der Regel wird man einen Modus favorisieren, der meistens aktiviert ist. Wenn man den Modus wechseln möchte, geht das im Praxisbetrieb schnell und unkompliziert; ein versehentlicher Wechsel in einen anderen Modus ist nahezu ausgeschlossen. Regelung, Laufzeit, geringe Wärmeentwicklung, Verarbeitung, Handhabung – all das macht die TK12 R5 zu einer rundum gelungenen Lampe, bei der auch der Preis von rund 75 Euro (Stand: Mai 2010) stimmt. Weitere Infos finden sich unter www.fenixlight.com. Zu Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Flashlightshop (www.flashlightshop.de).

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgenommen. Das obere Bild zeigt die TK12, unten zum Vergleich die TK11, beide auf High.

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