Review EDI-T T12

EDI-T_T12_001Mit der T12 schickt der chinesische Lampenhersteller EDI-T eine Lampe ins Rennen, die durchaus eine Alternative zur LED Lenser P7 darstellt.

Verpackung und Lieferumfang:
In einem Pappkarton finden sich neben der Lampe, die werksseitig bereits mit einem 18650er-Akku bestückt ist, ein Ladegerät (in diesem Fall eine Röhre mit dazugehörigem Netzteil), ein Holster, ein Lanyard sowie eine Bedienungsanleitung.

EDI-T_T12_002

Beschreibung der Lampe:
Länge: 125 mm
Länge komplett fokussiert: 133 mm
Durchmesser Kopf: 34,5 mm
Durchmesser Tail: 27,5 mm
Gewicht: 114 g
Gewicht mit Akku: 160 g
Die Lampe ist nach HA II gleichmäßig anodisiert. Unter dem Punkt „Waterproofness“ gibt der Hersteller an: „IPX 7 dusttightness und waterproofness“. In der Paxis steht der IPX-7-Standard für Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Da ich die Lampe nur zu Testzwecken erhalten habe und bei bisherigen Praxistests von Lampen mit Schiebefokus immer zumindest eine geringe Menge Wasser in die Lampen eingedrungen ist, habe ich mir das zeitweilige Untertauchen verkniffen. Aber zumindest Regen sollte der EDI-T nichts ausmachen. Die Lampe hat keinen Rollschutz. Der Tailstand ist, wenn auch sehr wackelig, möglich.

Stromversorgung:
Gespeist wir die EDI-T von einem 18650-Akku. Es stehen insgesamt drei Leuchtstufen (250 Lumen für 3 Stunden, 200 Lumen für 4 Stunden, 120 Lumen für 5,5 Stunden) sowie zwei Blinkmodi (Strobe und SOS) zur Verfügung. Dies sind Herstellerangaben. Die Laufzeitangabe für die hellste Stufe wird im Praxisbetrieb fast erreicht. Die Lampe liefert für mehr als zweieinhalb Stunden ein gleichbleibend helles Licht. Das vorhandene Restlicht reicht noch etwa eine Stunde aus, um bequem von A nach B zu kommen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse verrichtet eine Cree XR-E Q5-LED ihre Dienste. Der Lampenkopf kann stufenlos verschoben werden, um zwischen breit streuendem Licht und extrem fokussiertem Licht zu wechseln.

Bedienung:
Keine. Zumindest nicht nach dem Auspacken. Statt zu leuchten, klapperte das Testmodell lediglich munter vor sich hin. Ursache war die LED-Einheit, die nicht mit dem Lampenkörper verschraubt war. Nachdem das Problem behoben war, ließ sich die Lampe durch den gut erreichbaren Reverse-Clicky (mittelharter Druckpunkt) einschalten. Insgesamt stehen fünf Modi zur Verfügung, die im eingeschalteten Zustand der Lampe durch mehrmaliges Antippen des Clickys angewählt werden. Die Schaltreihenfolge ist hell-mittel-dunkel-Strobe-SOS. Eine Memory-Funktion hat die T12 nicht und schaltet somit nach dem Ausschalten immer im nächsten Modus ein. Abgesehen vom eingebauten SOS-Modus ist Morsen mit der Lampe nicht möglich.

Beam:
Defokussiert liefert die Lampe einen hellen Beam ohne Hotspot. Komplett fokussiert ist fast nur der Hotspot in Form eines Abbilds der LED sichtbar, auf Entfernungen von wenigen Metern umrandet von zahlreichen Ringen. Auf größere Entfernungen wird das Viereck der LED zu einer Art „eckigem Throw“, der weit reicht. In allen anderen Einstellungen sind im Lichtkegel auf kurze Entfernungen zahlreiche Ringe sichtbar, die auf längere Distanzen allerdings weniger auffallen.

Resümee:
Insgesamt ist die Lampe wie ihr Tailstand – ein wenig wackelig. Abgesehen davon, dass das Testmodell erst nach einer kleinen Operation einsatzfähig war, klappert der Akku im Lampenkörper spür- und hörbar vor sich hin. Die Funktion wird dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. Der mitgelieferte Akku und die Röhre zum Laden können als Vorteil und auch Nachteil angesehen werden. Vorteil: Jemand, der weder über Akku noch Ladegerät verfügt, bekommt mit der Lampe ein „All-inclusive-Paket“, ohne sich über irgendwas Gedanken machen zu müssen. Nachteil: Ohne besagtes Zubehör könnte der Preis für die nackte Lampe günstiger sein. Ein wenig nervig ist die Bedienung. Wer vorrangig mit einem Leuchtmodus arbeitet, muss sich bei jedem Einschalten erst durch sämtliche Modi tasten. Den Vergleich mit der LED Lenser P7 mag jeder für sich selbst entscheiden. Preislich tun sich beide Lampen nicht viel. Die qualitativ besser verarbeitete Lampe ist die LED Lenser. Im direkten Vergleich ist die EDI-T ein wenig heller und der bessere Thrower. Definitiv die Nase vorn hat die EDI-T beim Gewicht (36 Gramm leichter) und vor allem bei der Laufzeit. Hier sprechen zweieinhalb Stunden konstante Helligkeit der EDI-T gegenüber anderthalb Stunden der LED Lenser, während der das Licht auch noch zunehmend dunkler wird, eine deutliche Sprache.  Erhältlich ist die EDI-T T12 in Deutschland unter www.taschenlampen-papst.de für 50 Euro. (Stand: Dezember 2009)

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Die Laderöhre der T12.

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Größenvergleich: links die EDI-T, rechts die LED Lenser.

  1. -jha-
    21. Dezember 2009, 03:38 | #1

    Zu dem Ladeteil/Netzteil hätte ich noch gern was gelesen.
    Wie fix läd das denn? Wenn da “a la USB” nur 500mA kommen, dann kann das ja 6h dauern.

    Gibt’s noch Beamshots?

  2. Lichtinsdunkel
    21. Dezember 2009, 04:21 | #2

    Ogottogott, Osorrysorry!

    Habe leider keinen “Ladetest” mit der mitgelieferten Laderöhre durchgeführt.

    Und was die Beamshots betrifft, kann ich mich nur selbst in den Hintern treten. Nachdem ich das Review geschrieben und die Bilder gemacht hatte, wollte ich abschließend noch die Beamshots (insbesondere den Vergleich zur LED-Lenser-Lampe) machen. Leider ist mir erst beim Einstellen des Reviews (nachdem ich die Lampe bereits wieder verschickt hatte) aufgefallen, dass ich die Beamshots vergessen habe.

    Shit happens,
    Gruß Walter

  3. DasBoenni
    21. Dezember 2009, 10:54 | #3

    Dein Review bestätigt meine bisherigen Erfahrungen mit EDI-T Lampen. Ich habe hier noch die T13 und die E24 liegen (wirds bald auch ein Review geben ). Bei der T13 dachte ich direkt nach dem auspacken es wäre eine Lampe mit fixem Fokus. Der Lampenkopf lies sich überhaupt nicht bewegen, weder drehen noch schieben. Erst nach vorsichtigem “bearbeiten” und etwas Schmiermittel wurde aus der “fixed-focus” Lampe auf wundersame weise eine Lampe mit verstellbarem Fokus… Dieses fokussierte projizierte “Abbild” des Emitters fand ich auch etwas komisch, da hat LED Lenser die Fokussierung wesentlich besser im Griff.

    Betr. Beamshots hier mal zwei der T13 welche der T12 recht nahe kommen wird. Mein Auto steht in 100 m Entfernung, beide Bilder auf High: (Kamera: F4,5 2,5 sec, ISO125)

    http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/uploads/2009/12/EDI-T-T13-Outdoor-high-defokussiert.JPG

    http://www.taschenlampen-test.de/wp-content/uploads/2009/12/EDI-T-T13-Outdoor-high-fokussiert.jpg

    Gruß
    Benni

  4. 21. Dezember 2009, 11:05 | #4

    Also wie schon woanders geschrieben, entspricht die Qualität der EDI-T Lampen nicht dem was ich auf Dauer in meinen Shop vertreiben möchte, deshalb werden die Muster die ich bestellt hatte abverkauft und keine neuen mehr nachgeliefert.

    Die Ladegeräte könnt Ihr auch vergessen, das ist KEIN USB auch wenn es so aussieht, die Netzteile liefern 4,2 Volt! Wenn Ihr das in normale USB Ports / Lader steckt kann das ein böses Erwachen geben!!!

    Gruß,
    Jörg

  5. RautAxe
    22. Dezember 2009, 01:13 | #5

    Das mit der mäßigen Qualität kann ich leider nur bestätigen.

    Ich würd sie auch eher als bessere Alternative zur MXDL SA-28 sehen.
    Der Aufbau des Kopfes (Linse, Treiber, Halterung) ist sehr ähnlich.
    Die Beamshots sind fast Identisch.

  6. 7. April 2010, 10:50 | #6

    dear sir or madam,
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