Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Eastward XGR2

Review Eastward XGR2

Eastward XGR2 001

Mit ihrem großen Kopf ist die Eastward YJ XGR2 ziemlich helle und schweift mit einem enormen Strahl so richtig in die Ferne.

 

 

Lieferumfang:
In Deutschland sind derzeit zwei Ausführungen erhältlich: Bei Ausführung 1 sind lediglich die Lampe und ein Lanyard enthalten, bei Ausführung 2 wird ein Komplettset angeboten, das Lampe, Lanyard, Ladegerät, zwei 18650-Akkus, eine Aufbewahrungsbox für die Akkus, ein Holster, Ersatz-O-Ringe, einen Ersatz-Clicky und einen komplett montierten Ersatzschalter beinhaltet.

 

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 151 mm
Durchmesser Kopf: 45 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 142 g
Gewicht mit Akku: 190 g
Die Eastward XGR2 ist aus Aluminium gefertigt und nach Typ II gleichmäßig anodisiert. Der Tailstand ist möglich. Einen richtigen Rollschutz hat die Lampe nicht, doch bedingt durch die Ecken am Kopf und die Ausbuchtungen an der Tailcap bleibt sie meist nach ein paar Umdrehungen liegen. Zur Befestigung des Lanyards dient ein Loch in der Endkappe. Eine negative Überraschung gab es beim Unterwassertest. Durch die Tailcap drang jede Menge Wasser in die Lampe ein. Der Fehler fand sich am Clicky, respektive der Gummikappe, die ein kleines Loch aufwies. Angesichts der ansonsten guten Verarbeitung der Lampe dürfte dies allerdings ein Einzelfall sein. Mit heiler Gummikappe dürfte die Lampe wasserdicht sein. Auffällig ist der verhältnismäßig große Lampenkopf mit tiefem SMO-Reflektor.

Eastward XGR2 003

Nicht immer ist ein großer Kopf besonders helle. Im Fall der Eastward XGR2 allerdings schon.

 

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Für die nötige Power sorgt ein 18650er-Akku. Alternativ ist auch der Betrieb mit zwei CR123-Batterien oder zwei 16340er-Akkus möglich. Angegeben ist die XGR2 werksseitig mit 220 Lumen für zwei Stunden im hellen Modus und fünf Stunden im dunklen Modus, über dessen Lichtstrom der Hersteller keine Angaben macht. Im Praxisbetrieb in der hellen Stufe mit einem 2400mAh-Akku liefert die Lampe nach einem leichten Lichtverlust in der ersten halben Stunde über insgesamt 90 Minuten ein nahezu konstantes Licht, bevor sie dunkler wird. Doch auch nach zweieinhalb Stunden Dauerbetrieb kommt die Eastward mit reduzierter Leuchtkraft immer noch weiter als die zum Vergleich herangezogenen Testmodelle ähnlicher Größe (Fenix TK11, LED Lenser P7, Olight M 30) mit frischen Akkus. Wenn sich die Akkuladung dem Ende zuneigt, zeigt die Lampe dies durch Blinkintervalle an. Durch Schalten in den dunklen Modus kann man so noch den Weg zurück finden.

 

 

Reflektor/Linse:
Verbaut wurde eine Cree R2-LED, die ihr Licht mit einem Smooth-Reflektor aus Aluminium verteilt, der hinter einer Glaslinse sitzt.

 

 

Bedienung:
Einfacher geht’s kaum: Die Lampe verfügt über zwei Modi, die durch Drücken des Reverse-Clickys durchgeschaltet werden. Die Schaltreihenfolge ist hell-dunkel-aus. Der Clicky ist zwar gut zu erreichen, allerdings bedarf es einiges an Kraft, um ihn durchzudrücken. Morsen ist mit der Lampe möglich.

 

 

Beam:
Die Eastward ist sicherlich nichts für Lampenästheten. Auf kurze Entfernungen wird der extrem ausgeprägte Hotspot durch mehrere Ringe vom Spill abgegrenzt. Auch auf weitere Entfernungen liefert die Lampe kein homogenes Licht; der Hotspot bleibt deutlich von Spill getrennt. Dafür ist die Reichweite immens und fast unglaublich für eine Lampe dieser Größe.

Eastward XGR2 002

Obwohl die XGR2 billig ist, ist sie keine Billiglampe. Die Verarbeitung ist gut und die Lampe sehr robust.

 

 

Resümee:
Das Konzept, eine handliche Lampe fast ausschließlich auf Reichweite auszulegen, ist Eastward mit der XGR2 hervorragend gelungen. Im direkten Reichweiten-Vergleich haben Lampen ähnlicher Größe aus meinem Fundus (LED Lenser P7, Fenix TK11 und auch die Raidfire Spear mit OP-Reflektor) nicht den Hauch einer Chance. Entfernungen von 250 bis 300 Meter stellen für die Eastward kein Problem dar. Einen Beweis für die Robustheit der Lampe lieferte ein unfreiwilliger Crash: Als ich die Lampe schwungvoll in die Tasche stecken wollte, entglitt sie mir, schlug hart auf Asphalt auf und rollte noch mehrere Meter. Dabei litt zwar die Anodisierung an einigen Stellen, die Lampe indes leuchtete davon unbeeindruckt munter weiter. Wer einen zuverlässigen Thrower mit guter Verarbeitungsqualität zu einem günstigen Preis sucht, kann bei der Eastward XGR2 aufhören zu suchen. Für rund 35 Euro (Lampe und Lanyard) bzw. 65 Euro im eingangs beschriebenen Set dürfte es zur Zeit kaum etwas Besseres geben. (Stand: Januar 2010) Darüber hinaus dürfte es bei einer Lampe dieser Größe auch kaum etwas Helleres geben. Das Loch in der Gummikappe des Testprobanden sollte angesichts der ansonsten guten Verarbeitung der Lampe ein Einzelfall sein. In Deutschland kann die Lampe über www.taschenlampen-papst.de bezogen werden und ist alternativ gegen Aufpreis auch mit fünf Modi (high-medium-low-Strobe-SOS) erhältlich. Weitere Infos gibt es unter www.eastward.com.cn/ auf der Herstellerseite.

 

 

Die Beamshots wurden mit Blende 4 bei einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgenommen. Zur Orientierung: Die beiden ersten Reflektoren (orange) sind bei 20 und 40 Metern angebracht, der dritte (rot) bei 60 Metern, der letzte (weiß) bei 70 Metern. Danach ist zwar noch lange nicht das Ende der (Leucht-) Fahnenstange erreicht, aber der Wald zuende.

BeamLEDLenser P7

Led Lenser P7

 

 

BeamFenix TK11 R2

Fenix TK11

 

 

BeamRaidfire Spear

Raidfire Spear

 

 

BeamEastward XGR2

Eastward XGR2

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