Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Lumapower Vantage vs Fenix-Armee

Lumapower Vantage vs Fenix-Armee

Lumapower vs Fenix-Armee 001

Nachdem ich vor einiger Zeit die Lumapower Vantage getestet habe, stellt sie sich heute dem Kampf mit einer kleinen Fenix-Armee. In den Leuchtkrieg ziehen (von links nach rechts): Fenix LD10, Fenix TK10, Fenix LD20, Lumapower Vantage.

Abmessungen, Gewicht und Herstellerangaben Helligkeit:

Fenix LD 10
Länge: 99,5 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Gewicht: 49 g
Gewicht mit Akku: 76 g
angegebene Helligkeitsstufen: 120lm; 94lm; 47lm; 9lm; sowie Strobe + SOS.

Fenix TK10
Länge: 135,5 mm
Durchmesser Kopf: 34,1 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Batterien: 170 g
angegebene Helligkeitsstufen: 225lm; 60lm

Fenix LD20
Länge: 148,5 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Gewicht: 55 g
Gewicht mit Akkus: 115 g
angegebene Helligkeitsstufen: 180lm; 94lm; 47lm; 9lm; sowie Strobe + SOS.

Lumapower Vantage
Länge: 162 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Gewicht: 104 g
Gewicht mit Akkus: 150 g
angegebene Helligkeitsstufen: 200lm; 80-85lm; dunkelster Modus: keine Angabe.

Stromversorgung:
Während die Lumapower und die LD20 mit 2 AA-Batterien (Akkus) betrieben werden, läuft die LD10 mit einer AA-Batterie (Akku). Die TK10 wird von 2 CR123-Batterien gespeist. Zum Laufzeit-Praxistest (Dauerbetrieb im hellsten Modus) traten die AA-Modelle mit neuen und randvollen Varta “Ready 2 Use”-2100 mAh-Akkus (ähnlich Eneloops) an. Einen Laufzeit-Test mit der TK10 habe ich nicht durchgeführt. Werksseitig ist die TK10 mit einer Laufzeit von 1,5 Stunden angegeben. Und bloß, um festzustellen, ob die Lampe jetzt tatsächlich 90, 86 oder nur 77 Minuten läuft, sind mir die 2 CR123s, die ich anschließend wegschmeißen kann, zu schade. Da jedoch meiner Erfahrung nach die Werte, die Fenix angibt, halbwegs realistisch sind, dürfte die effektive Laufzeit zwischen 80 und 90 Minuten liegen. Im Wettbewerb “Wer kann am längsten?” hat die LD20 mit einer Laufzeit von 90 Minuten die Nase bei den getesteten Lampen vorn. LD10 und Lumapower liefern für rund eine Stunde helles Licht, bevor es mit der Entladekurve schnell abwärts geht. Im tatsächlichen Praxisbetrieb dürften bei allen Lampen deutlich längere Laufzeiten erreicht werden, da alle Lampen über brauchbare Zwischenstufen verfügen und somit wohl in den seltensten Fällen so lange auf der hellsten Stufe betrieben werden. Da für die getesteten AA-Lampen mehrere Stromversorger verwendet werden können, sei an dieser Stelle folgender Link http://yeswecache.de/18.batteriewahlcreeled/ gestattet. Hier wird neben generellen Informationen auch über den Laufzeitbetrieb mit verschiedenen Batterien/Akkus informiert.

Reflektor/Linse:
Alle Fenix-Modelle sind mit einem OP-Reflektor ausgestattet. Die Lumapower wird werksseitig mit einem SMO-Reflektor geliefert, ein OP-Reflektor samt dazugehörigem Kopf ist im Lieferumfang enthalten. Alle Reflektoren sind aus Aluminium gefertigt, ebenfalls verfügen alle Lampen über eine Glaslinse.

Lumapower vs Fenix-Armee 003

Bedienung:
Bei den Fenix-Lampen werden die verschiedenen Leuchtstufen durch eine Kombination aus Schalten und Drehen des Lampenkopfs erreicht. Am einfachsten funktioniert die TK10. Sie wird mit einem Forward-Clicky eingeschaltet, durch Drehen des Kopfs wechselt man zwischen den beiden verfügbaren Helligkeitsstufen. Die LD10 und die LD20 sind von der Bedienung her identisch. Einmaliges Drücken des Reverse-Clickys schaltet die Lampen im Turbo-Modus ein. Tippt man den Schalter nun an, wechseln die Lampen in den Strobe-Modus, bei erneutem Antippen wird wieder in den Turbo-Modus geschaltet. Auch hier wird durch Drehen des Kopfs zwischen den Helligkeitsstufen gewechselt. Im eingeschalteten Zustand der Lampen im dunkelsten Modus werden durch mehrmaliges leichtes Drücken des Clickys (ohne ganz durchzudrücken) die verschiedenen Leuchtstufen durchgeschaltet, und zwar in der Reihenfolge dunkel-mittel-hell-SOS. Die Lumapower verfolgt ein gänzlich anderes Konzept. Sie verfügt über drei Leuchtstufen. Wenn man den Clicky leicht drückt und innerhalb einer Sekunde erneut drückt, erreicht man die nächste Leuchtstufe, bei weiterem Drücken innerhalb einer Sekunde die dritte. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell. Hält man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt oder drückt ihn ganz durch, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Darüber hinaus verfügt die Lumapower über einen “Tactical lock”. Wenn man den Clicky im favorisierten Modus länger als eine Sekunde gedrückt hält, dann kurz loslässt und innerhalb einer Sekunde viermal schnell drückt, wird dieser “gelockt”. So bleibt auch bei mehrmaligem schnellen Ein- und Ausschalten hintereinander immer der gewählte Modus gespeichert.

Lumapower vs Fenix-Armee 002

Beam:
Mit dem SMO-Reflektor sind bei den Wand-Beamshots der Lumapower einige SMO-typische Ringe erkennbar, die jedoch ab einer Entfernung von wenigen Metern nicht störend wirken. Mit dem OP-Reflektor ist der Beam auch auf kurze Distanzen ähnlich homogen wie bei den Fenix-Modellen.

Resümee:
Die Frage nach dem Testsieger ist schnell beantwortet: Alle Lampen haben gewonnen. Die LD10 kann als einzige mit einer echten “Hosentaschengröße” punkten, dafür ist sie nicht so hell wie ihre Mitstreiter. Was die Helligkeit angeht, liegt die TK10 knapp an der Spitze. Im direkten Vergleich der Fenix LD20 und der Lumapower Vantage kann die Fenix mit dem geringeren Gewicht, der geringeren Größe und der längeren Laufzeit auftrumpfen. Die Lumapower ist einen Tick heller und im Lieferzustand mit SMO-Reflektor der bessere Thrower. Durch den optionalen Kopf mit OP-Reflektor, der zum Lieferumfang gehört, ist sie auch flexibler. Was die Verarbeitungsqualität betrifft, braucht sich die Lumapower nicht hinter ihren Konkurrenten zu verstecken. Ob Fenix oder Lumapower – beide Bedienkonzepte sind auf ihre Art durchdacht, auch hier entscheidet letztendlich der persönliche Geschmack. Preislich macht nur die TK10 mit einem Preis von rund 75 Euro einen “Ausrutscher” nach oben. Allerdings ist fürs gleiche Geld auch die TK11 erhältlich, die beim Test nicht mitgemischt hat. Sie ist bis auf den Ring am Kopf identisch mit der TK10, kann jedoch alternativ auch mit einem 18650er-Akku betrieben werden und hat damit eine getestete Laufzeit von mehr als zweieinhalb Stunden. Die anderen Lampen liegen preislich zwischen 55 und 60 Euro. (Stand Januar 2010)

Beamshots:
Die Indoor-Beamshots wurden bei ISO 200 mit Blende 4 und einer Belichtungszeit von 1/15-Sekunde aufgenommen. Dass die Beamshots ein wenig ungewohnt aussehen, liegt daran, dass ich kaum weiße Wände habe und die Kamera nach oben gerichtet habe, da das Stativ nur bis 1,50 Meter geht. Bild 1 zeigt die Fenix LD10, Bild 2 die Fenix TK10, Bild 3 die Fenix LD20 und Bild 4 die Lumapower Vantage.

Fenix LD10 001

Fenix TK10 001

Fenix LD20 001

Lumapower Vantage001

Die Einstellungen für die Outdoor-Beamshots: Blende 4, Belichtungszeit 2 Sekunden bei ISO 800. Auch hier ist die Reihenfolge: Fenix LD10, Fenix TK10, Fenix LD20, Lumapower Vantage.

Fexix LD10 Outdoor 001

Fenix TK10 Outdoor 001

Fenix LD20 Outdoor 001

Lumapower Vantage Outdoor 001

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">