Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Keenwin C21

Keenwin C21

Keenwin C21 001
Die C21 des chinesischen Herstellers Keenwin bietet eine sehr ordentliche Qualität zu einem günstigen Preis.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Schaltergummi für die Endkappe und ein Lanyard enthalten.

Keenwin C21 002
Lieferumfang der Keenwin C21.

 

Keenwin C21 003
Die Bedienungsanleitung findet sich auf der Verpackungsrückseite.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 119 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 23,5 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Batterien: 91 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Beim ersten oberflächlichen Chreck gab es nichts auszusetzen. Die Gewinde laufen weich, und auch der Schalter macht einen guten Eindruck.

Keenwin C21 004
Endkappe, Lampenkörper und Lampenkopf.

 

Keenwin C21 005
Das Batterierohr bietet ausreichende Stabilität für ein langes Lampenleben.

 

Keenwin C21 006
Innenansicht Tailcap.

 

Keenwin C21 007
Innenansicht Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung der Hersteller keine Angaben macht.

Keenwin C21 008
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe laut Hersteller in einem Spannungsbereich zwischen 2 und 6 Volt. Als Stromversorger dienen zwei CR123-Batterien. In der hellsten Stufe ist die Lampe mit 230 Lumen angegeben. In dieser Stufe wurde sie auch beim Test betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 2.580 Lux
nach 5 Minuten: 2.550 Lux
nach 15 Minuten: 2.540 Lux
nach 30 Minuten: 2.530 Lux
nach 45 Minuten: 2.530 Lux
nach 60 Minuten: 2.520 Lux
nach 75 Minuten: 2.510 Lux
nach 90 Minuten: 2.500 Lux
nach 105 Minuten: 2.490 Lux
nach 120 Minuten: 2.470 Lux
nach 135 Minuten: 2.440 Lux
nach 150 Minuten: 2.370 Lux
nach 165 Minuten: 2.190 Lux
Fazit: Die Regelung funktioniert prächtig. Die vom Hersteller angegebene Laufzeit von 1,8 Stunden wird bei nahezu konstanter Leistung erreicht und übertroffen. Mit dem Luxmeter sind zwar leicht fallende Werte messbar, allerdings ist dieser Verlust mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden im Dauerbetrieb auf höchster Stufe liegt der Verlust gegenüber dem Wert, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte, bei zehn Prozent. Anschließend geht es schnell bergab. 20 Minuten später hat die Lampe 50 Prozent ihrer Ausgangsleistung eingebüßt, offizielles Testende.
Inoffiziell liefert die Lampe auch danach noch dunkler werdendes Restlicht, das ausreicht, um komfortabel den Weg auszuleuchten. Nach drei Stunden wurden noch 1.150 Lux gemessen, nach vier Stunden waren es noch 350.

Bedienung:
Wer einmal eine Fenix LD10 oder LD20 bedient hat, braucht nicht weiter zu lesen. Denn die Bedienung der Keenwin ist absolut identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Bei gelöstem Kopf sind die Modi “Low” (angegeben mit 15 Lumen für 45 Stunden), “Middle” (angegeben mit 65 Lumen für 10 Stunden), “High” (angegeben mit 130 Lumen für 4,5 Stunden) und SOS verfügbar, die durch Antippen des Clickys in dieser Reihenfolge angewählt werden können. Bei festgezogenem Kopf stehen “Super high” (angegeben mit 230 Lumen für 1,8 Stunden) und Strobe zur Verfügung, zwischen denen ebenfalls durch Antippen des Clickys gewechselt werden kann. Die Lampe hat keine Memory-Funktion, was bei diesem UI ein Segen ist. Denn bei dieser Art der Bedienung macht nur ein UI ohne Memory Sinn.
Einziger Unterschied zu den genannten Fenixen ist, dass die Keenwin C21 eine Leuchtstufe weiter schaltet, wenn zwischen Aus- und Einschalten weniger als 7 bis 8 Sekunden liegen. In der Praxis dürfte das keine gewichtige Rolle spielen. Sollte man dennoch die Lampe aus- und unmittelbar danach wieder einschalten, muss man halt einmal durch die verschiedenen Stufen gehen, um wieder in der zuletzt aktivierten Stufe zu landen.

Keenwin C21 009
Auch beim Clicky gibt es nichts zu meckern.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot weich vom Sidespill ab. Auf mittlere Entfernungen liefert die Lampe ein sehr ausgewogenes Lichtbild.

Keenwin C21 010
“White-wall-beamshot” der Keenwin C21.


Resümee:
Die Keenwin C21 bietet zu einem günstigen Preis eine ordentliche Verarbeitung und eine stabile Regelung. Die Laufzeit liegt sogar über dem vom Hersteller angegebenen Wert. Wenn man bedenkt, dass der primäre Einsatzzweck einer EDC nicht darin besteht, durchgängig mit maximaler Leistung betrieben zu werden, sondern regelmäßig kürzer oder länger mal in dieser, mal in jener Stufe, kommt man mit einem Satz der doch relativ teuren CR123-Batterien (im Internet-Versand etwa 1 Euro bis 1,80 Euro/Stück, im Einzelhandel etwa sechs- bis achtmal so teuer) sicherlich einige Monate aus. Angesichts des Preises, der in Deutschland voraussichtlich zwischen 35 und 40 Euro liegen wird (Stand: Januar 2012), ist die Keenwin C21 ein echtes Schnäppchen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Keenwin C21 011
Größenvergleich zur Fenix LD10.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Keenwin C21 012
Keenwin C21

 

Keenwin C21 013
SecuriLed RC4 R-II

 

Keenwin C21 014
EagleTac P20A2 MKII

 

Keenwin C21 015
Spark SL5-220CW 1,2 Volt

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*

Wählen Sie eine Bewertung

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <img src="" alt="" class="" width="" height="">