Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Heavy Metal

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Mit der Ultrafire C3, der Trustfire F22 und der Tank007 E3 (von links) bewerben sich heute drei Edelstahl-Schwergewichte für den Licht-Grammy.


Beschreibung der Lampen:

Ultrafire C3
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Trustfire F22
Länge: 103 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akku: 118 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Tank007 E3
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 80 g
Gewicht mit Akku: 108 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Alle drei Kandidaten können wahlweise mit einem 14500-Akku oder einer AA-Batterie/einem AA-Akku betrieben werden. Während die Ultrafire lediglich einen Modus bietet, verfügen die anderen Lampen über mehrere Leuchtstufen. Neben den obligatorischen Modi high-medium-low sind jeweils zwei Blinkmodi integriert. Für den ein- oder anderen mag das nervig sein, und meine Wenigkeit ist zwar ebenfalls kein Freund von Blinkmodi – aber was wäre eine richtige Heavy-Metal-Show ohne Effekte?
Die Trustfire und die Tank 007 werden in der Reihenfolge high-mid-low-fast strobe-SOS geschaltet. Die Hersteller-Lumenangaben auf high beim Betrieb mit einem 14500-Akku: Ultrafire C3: 180-200 Lumen, Trustfire F22: 220 Lumen, Tank007 E3: 230 Lumen.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum (Con-)Test gingen alle Probanden mit einem 2.000mAh-Eneloop-Akku auf die Bühne. Die Messung erfolgte jeweils in der hellsten Leuchtstufe. Zur prophylaktischen Kühlung wurde bei allen Testläufen eine konstante Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator installiert.
Praxistest Luxmessung:
Ultrafire C3
beim Einschalten: 3.200 Lux
nach 5 Minuten: 3.000 Lux
nach 15 Minuten: 2.700 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.500 Lux
Innerhalb der nächsten zehn Minuten brach die Lichtleistung auf 1.500 Lux ein mit weiter fallender Tendenz. Ende des Konzerts.

Trustfire F22
beim Einschalten: 2.400 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.000 Lux
nach 45 Minuten: 1.900 Lux
nach 60 Minuten: 1.800 Lux
Hier endete der Gig nach 65 Minuten mit deutlich nachlassender Leistung und einem Helligkeitseinbruch bis auf 1.000 Lux nach 70 Minuten.

Tank007 E3
beim Einschalten: 3.100 Lux
nach 5 Minuten: 2.800 Lux
nach 15 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.400 Lux
Nach 50 Minuten ging der Lampe die Power aus; schließlich verließ sie die Bühne mit 1.000 Lux nach 55 Minuten.

Fazit: Die Regelung ist bei allen Lampen durchaus zufriedenstellend. Beim Einsatz als EDC wird man die Lampen im seltensten Fall unter den Testbedingungen, sprich durchgängig im hellsten Modus, betreiben, sodass man mit einem Akku über einen längeren Zeitraum auskommt. Alle Lampen lieferten mit einem 14500-Akku zwischen 900 und 1.100 Lux mehr. Als EDC sollte der Betrieb mit AA-Batterie/Akku ausreichen; wer mehr will, muss eine kürzere Laufzeit in Kauf nehmen und die Tatsache, dass der Dauerbetrieb auf high aufgrund der Wärmeentwicklung (viel Leistung/kleines Gehäuse) nicht empfehlenswert ist.

Reflektor/Linse:
Bei allen Lampen wurden die Reflektoren aus Aluminium gefertigt. Bei der Trustfire und der Tank007 kommen SMO-Reflektoren zum Einsatz, die Ultrafire verwendet einen OP. Die Ultrafire und die Tank 007 sind mit einer Cree XR-E-Q5-LED bestückt, während bei der Trustfire eine XP-E-R2-LED verbaut wurde. Die Frontlinsen bestehen bei allen Modellen aus Glas.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet werden die Lampen mit einem Reverse-Clicky in der Tailcap. Alle Clickys sind leichtgängig und somit ohne großen Kraftaufwand zu bedienen. Morsen ist nur mit der Ultrafire C3 möglich.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Beam:

Alle Lampen produzieren auf kürzeste Entfernung einen ausgeprägten Hotospot, der allerdings bereits nach wenigen Metern weich in den Spill übergeht.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Resümee:

Der Gewinner des “Light-Contests” ist schwerlich auszumachen. Die Lampen tun sich nicht wirklich viel; als “Edel-EDCs” taugen alle drei Kandidaten. Vor einer objektiven Entscheidung dürfte daher eher die subjektive Beurteilung stehen, welche Lampe einem denn nun am besten gefällt. Preislich liegt die Ultrafire bei 25$, die Trustfire bei 23$ und die Tank007 bei 35$.

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Ordentliche Materialstärke bei allen Testkandidaten. v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Ultrafire C3 AA

 

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Ultrafire C3 14500

 

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Trustfire F22 AA

 

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Trustfire F22 14500

 

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Tank007 E3 AA

 

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Tank007 E3 14500

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