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Archiv für die Kategorie ‘Videoreview’

Tank007 SST-50

13. November, 2011 2 Kommentare

Tank007 SST-50 001
Tank007 SST-50.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit Lanyard in einem Pappkarton.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 250 mm
Reflektoröffnung: 51,5 mm
Durchmesser Kopf: 61 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 466 g
Gewicht mit Akku: 562 g
Anodisierung: HA II (auch wenn es das eigentlich nicht gibt, aber die Anodisierung ist nicht wirklich schnittfest), gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur bei eingeschalteter Lampe (was ja auch Sinn macht). Das marginale Stückchen, das der Schalter beim Betrieb tiefer in die der Tailcap sitzt, macht tatsächlich den Unterschied.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Tank007 SST-50 002
Lampenkopf Innenansicht.

 

Tank007 SST-50 003
Das nenne ich mal ein dickes Rohr!

 

Tank007 SST-50 004
Auch an den Kühlrippen wurde nicht gespart.


Leuchteinheit:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Luminus SST-50-LED ihre Arbeit. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium.

Tank007 SST-50 005
Blick in den Lampenkopf.

 

Tank007 SST-50 006
Lampenkopf auseinander gebaut.

 

Tank007 SST-50 007
Der Reflektor wird in den Kopf eingeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder alternativ mit vier CR123A-Batterien. Angegeben ist sie mit 1.200 Lumen in der hellsten Leuchtstufe, was sicherlich ein wenig gestrunzt ist, bei einer Laufzeit von einer Stunde. Zum Test wurde die Lampe mit AW-Akkus mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und in der hellsten Leuchtstufe betrieben. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 34.500 Lux
nach 5 Minuten: 32.300 Lux
nach 10 Minuten: 31.600 Lux
nach 15 Minuten: 30.800 Lux
nach 20 Minuten: 30.500 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.800 Lux
nach 45 Minuten: 29.500 Lux
nach 50 Minuten: 29.200 Lux
Nach 58 Minuten begann die Lampe, schnell dunkler zu werden. Nach 60 Minuten zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 10.100 an. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,09 bzw. 3,07 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht perfekt, aber okay. Die Lampe lässt zwar über die gesamte Laufzeit kontinuierlich in der Leistung nach, allerdings geht der Verlust langsam vonstatten. Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe nach Erreichen der LED-Betriebstemperatur hatte (32.300 Lux), liegt die Einbuße kurz vor Ende der Laufzeit bei etwa 10 Prozent. Nicht optimal, aber im Praxisbetrieb zu verschmerzen, da fürs Auge nicht wahrnehmbar – allenfalls dann, wenn man den Direktvergleich mit derselben Lampe, mit frischen Akkus bestückt, hat.
Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die Lampe nicht gerade akkuschonend ist. Beim ersten Anzeichen einer dunkler werdenden Lampe sollte man sie sofort ausschalten und die Akkus wechseln, um sie nicht mehr als nötig zu strapazieren.
Ohne Kühlung wird die Lampe schon ordentlich warm, wobei ein Teil der Wärme gut übers Gehäuse abgeführt wird. Umgebungsluft und Blutkühlung dürften im Regelfall ausreichen, um die Lampe gefahrlos auch über längere Zeit am Stück in der hellsten Stufe betreiben zu können.
Ein Test mit Batterien wurde nicht durchgeführt, da der Output auch mit 12 Volt nicht höher ist und der Batteriebetrieb (bei ohnehin deutlich kürzerer Laufzeit) allenfalls nur Sinn macht, wenn man der Häuptling von Duracell ist.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Die Lampe verfügt über fünf Leuchtstufen und Strobe. Beim Antippen des Clickys bei ausgeschalteter Lampe werden diese von hell nach dunkel mit Strobe am Ende durchlaufen. Drückt man den Clicky durch, wird die entsprechende Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe hat kein Memory, nach dem Ausschalten startet sie immer im hellsten Modus.

Tank007 SST-50 008
Der Clicky.

 

Tank007 SST-50 009
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Durch den großen und tiefen Reflektor bedingt, setzt sich der Hotspot scharf vom Sidespill ab. Die Stärke der Lampe ist die Reichweite. In den dunkleren Stufen ist auch der Einsatz als Lauflicht möglich, allerdings immer mit einem hellen krassen Spot in der Mitte, ey’ Alter.

Tank007 SST-50 010
“White-wall-beamshot” der Tank007 SST-50.


Resümee:
Die Tank007 SST-50 ist ein ordentlich verarbeiteter Thrower, der angesichts der gebotenen Qualität durchaus als “Schnäppchen” bezeichnet werden darf. Die Regelung ist zwar nicht optimal, mit bloßem Auge fällt der Verlust an Leistung allerdings nicht auf. Gottseidank und leider, denn wenn die Lampe sichtbar dunkler wird, sind die Akkus bereits in einem Bereich angelangt, den sie nicht sonderlich mögen. Eine Abschaltung oder eine Warnung in Form von Blinken zu einem deutlich früheren Zeitpunkt wäre hier Pflicht gewesen, auch wenn sich dadurch die Laufzeit etwas verkürzt hätte. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 60 und 70 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde der Testkandidat freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. www.taschenlampen-papst.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Tank007 SST-50 011
Tank007 SST-50

 

Tank007 SST-50 012
Fenix TK35

 

Tank007 SST-50 013
Ledwave XP-100 Turbo Led

 

Tank007 SST-50 014
Fenix TK45

Video Review Xeno E03 V2

20. Oktober, 2011 2 Kommentare

Nach dem Lichtinsdunkel ein ausführliches Textreview zur Xeno E03 erstellt hat ( -> Review Xeno E03.)

Hier nun ein paar bewegte Bilder zur Lampe.

Inhalt:

  1. Einleitung /Lieferumfang
  2. 0:54 min: Verarbeitung
  3. 2:27 min: Größenvergleich mit Maglite C3, LedLenser P7, Ultrafire C3.Brinyte PD03A
  4. 3:23 min: Modi und Leuchtvergleich mit LedLenser P7
  5. 4:30 min: Fazit
  6. 5:27 min: Outdoorfotos Vergleich mit LedLenser P7, Brinyte PD03A, KD C8 CREE XML T6

Eine kurze Bemerkung noch zu den Vergleichslampen:

Die LedLenser verwende ich als Referenz , da sie weit verbreitet ist und meiner Meinung nach eigentlich völlig ausreicht zum spazierengehen im Wald oder Reflektor zu suchen (wie eine Fenix LD20 auch) .

Ich hab die Lichtausgabe mit einer selbst gebauten Ulbrichtkugel gemessen, daher verzichte ich auf Einheiten sondern setze die LedLenser als 100%.

Die Kaidomain C8 CREE XML T6 ist eigentlich eher der Einsteiger in die “XML T6 Klasse” und war von einem Jahr von wenigen mit mehreren Modi (und sie war billig, daher nur für Bastler zu empfehlen).

 

Review Trustfire T6

12. Oktober, 2011 2 Kommentare

Trustfire T6 001
Die Trustfire T6 5-Mode kommt mit einem eigenwilligen Design und ordentlicher Reichweite daher.


Lieferumfang:
Je nach Händler, zumeist wird nur die Lampe ohne Zubehör geliefert.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 216 mm
Reflektoröffnung: 50 mm
Durchmesser Kopf: 57 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 258 g
Gewicht mit Akku: 352 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Trustfire T6 002
Das Design mit den eckigen Kühlrippen ist recht eigenwillig, aber warum sollen die Dinger auch immer rund sein?

 

Trustfire T6 003
Der abnehmbare Gummiring dient der besseren Haltung im Zigarrengriff. Der Spalt zwischen Tailcap und Gummiring ist dadurch bedingt, dass die Tailcap beim Foto nicht ganz festgedreht war, was ich allerdings erst später bemerkt habe.

 

Trustfire T6 004
Wandstärke des Batterierohrs.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XM-L-T6-LED in einem SMO-Reflektor aus Aluminium.

Trustfire T6 005
Frontansicht.

 

Trustfire T6 006
Bezel und Linse.

 

Trustfire T6 007
SMO-Reflektor aus Aluminium.

 

Trustfire T6 008
Gehäuse mit…

Trustfire T6 009
…und ohne LED-Einheit.

 

Trustfire T6 010
Das Herzstück der Lampe.

 

Trustfire T6 011
Die Elektronik.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus liefern den nötigen Strom. Angegeben ist die Lampe mit Werten, die von 800 Lumen bis zur doppelten Anzahl reichen, je nachdem, wo man im großen, bunten Internetz schaut, ganz unabhängig von der Größe der Lampe. Denn die T6 gibt es in verschiedenen Ausführungen, da “T6″ sowohl für die Modellbezeichnung als auch schlicht und einfach für das Binning der verwendeten LED steht. Das ist zwar wenig einfallsreich, aber immer noch besser, als die Lampe “Predator”, “Armageddon” oder “Fiffi 2000″ zu nennen. Zum Test trat die Lampe mit zwei 18650-Akkus von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh an und wurde durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten wurden im ersten Moment 40.000 Lux gemessen: Dieser Wert fiel allerdings innerhalb von Sekunden. Das erste Anzeichen von Messbarkeit ohne dass der Wert rapide fiel, lag bei rund 32.000 Lux.
nach 5 Minuten: 30.700 Lux
nach 10 Minuten: 30.400 Lux
nach 20 Minuten: 30.200 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.900 Lux
nach 50 Minuten: 29.700 Lux
nach 60 Minuten: 29.500 Lux
nach 70 Minuten: 29.200 Lux
Nach 75 Minuten begann die Lampe, ausgehend von einem Wert von 29.000 Lux, rasch dunkler zu werden Zwei Minuten später wurden noch 10.000 Lux angezeigt. Die Akkus wurden entnommen und mit 2,9 bzw. 3,0 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht allererste Sahne, der Verlust hält sich jedoch in Grenzen. Allerdings nuckelt die Lampe ordentlich an den Akkus. Beim ersten Anzeichen, dass die Lampe fürs Auge sichtbar dunkler wird, was im Test nach 75 Minuten überdeutlich der Fall war, sollte sie schleunigst ausgeschaltet und die Akkus gewechselt werden, ansonsten tut man ihnen keinen Gefallen. Ohne Kühlung wird die Lampe ordentlich warm, in der Praxis sollten allerdings die Umgebungsluft beim Laufen und der Blutkreislauf zur Kühlung ausreichen.
Auffällig war noch, dass man sich beim Auf- und Zuschrauben der Tailcap einen Wolf dreht, da der zuständige Konstrukteur das Wunder der vielen Gewindegänge entdeckt und an dieser Lampe als Musterbeispiel zelebriert hat.

Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen werden nacheinander die Modi hell-mittel-dunkel-Strobe-SOS angewählt. Beim Einschalten startet die Lampe in dem Modus, der dem zuletzt ausgewählten folgt, was unter allen schlechten Lösungen die dämlichste überhaupt darstellt.
Bei der Testlampe reagierte der Schalter beim Antippen nicht immer exakt.

Trustfire T6 012
Tailcap mit Clicky.

 

 

Trustfire T6 013
Innenansicht.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung spielt die Lampe ihre Thrower-Qualitäten aus und bietet dabei noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

Trustfire T6 014
“White-wall-beamshot” der Trustfire T6.


Resümee:
Die Trustfire T6 5-Mode ist ein brauchbarer XM-L-Thrower zum kleinen Preis. Die Verarbeitung ist solide, die Regelung nicht optimal, aber durchaus okay. Für das schwachsinnige UI allerdings, in das auch noch zwei Blinkmodi integriert wurden, die nicht übersprungen werden können, gehört der Entwickler mindestens für die Laufzeit eines Akkusatzes geblendet, und zwar mit dem Strobe-Modus ebendieser Lampe, so lange, bis die Akkus in die Schutzschaltung gehen. Womit wir bei einem weiteren Punkt wären: Die Lampe saugt die Akkus mehr aus, als ihnen lieb sein kann, und eine Warnung gibt es erst ganz zum Schluss, indem die Lampe schnell dunkler wird. Doch zu diesem Zeitpunkt hätten die Akkus eigentlich schon längst gewechselt werden müssen. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist abzuraten. Erhältlich ist die Lampe für weniger als 50 Dollar (Stand: Oktober 2011). Zur Verfügung gestellt wurde sie freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Trustfire T6 015
Größenvergleich zur Fenix TK35.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Trustfire T6 016
Trustfire T6 low

 

Trustfire T6 017
Trustfire T6 medium

 

Trustfire T6 018
Trustfire T6 high

 

Trustfire T6 019
Fenix TK35

 

Trustfire T6 020
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Trustfire T6 021
Maglite 3-D-Cell SST90

 

Trustfire T6 022
Szobm ZY-2400

Sipik A13

2. Oktober, 2011 2 Kommentare

Sipik A13 001
Mit der A13 des chinesischen Herstellers Sipik (Smiling Shark) kommt heute eine Lampe aus dem absoluten “Billig-Sektor” auf den Seziertisch.

Als engagierter Lampentester muss man manchmal beide Arschbacken zusammenkneifen, sich einen Strick um den Hals binden, bevor man sich eine Kugel in den Kopf schießt, in dem Moment, in dem man auf dem Geländer einer mindestens 100 Meter hohen Brücke steht.
Dieser Gedanke kam mir vor Testbeginn. Nicht etwa deshalb, weil ich das Testlämpchen von vornherein verurteilt hätte. Sondern vielmehr, weil über diesen Kandidaten nichts, aber auch überhaupt nichts im World Wide Web zu finden war. Okay, nichts stimmt nicht. Genau genommen habe ich sogar sofort etwas gefunden. Nämlich die Herstellerseite. Da auf dieser allerdings sämtliche Informationen in chinesischer Sprache gehalten waren, brachte mich das nicht wirklich weiter.
Auch auf der Verpackung fand ich nur soviel an Information, als dass sich im Innern eine Taschenlampe befinden musste. Keine Bedienungsanleitung, keine Information, wie hell die Lampe ist oder welcher Batterietyp verwendet werden soll – kurzum: nichts. Vermutlich wird die Lampe von Tank007 unter anderem Label produziert, denn der Testkandidat gleicht der Tank007 HC-126 wie ein Ei dem anderen.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe kommt in einer Pappschachtel mit wabbeligem Innenleben daher. Außer Innenleben und Lampe ist in der Pappschachtel noch ein Trageriemen enthalten.

Sipik A13 002
Lieferumfang der A13.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 52 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt, durch den hervor stehenden Schalter.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: An der Lampenunterseite befindet sich ein Gewinde zur Montage auf einem Stativ.

Sipik A13 003
Gewinde zur Stativmontage.

 

Sipik A13 004
Dünnwandig war gestern.

 

Sipik A13 005
Lampenpopo mit Löchern zur Befestigung des Lanyards.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektoren findet ein OP, der aus Aluminium gefertigt sein dürfte, Verwendung. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Sipik A13 006
Vorderansicht.


Laufzeittest:
Eine CR123-Batterie liefert den nötigen Saft. Möglich ist auch der Betrieb mit einem LiIon-16340-Akku, wie ich bei einem “Alles-oder-nichts-Versuch” erfreut feststellen konnte. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 1.540 Lux
nach 5 Minuten: 1.540 Lux
nach 15 Minuten: 1.540 Lux
nach 30 Minuten: 1.540 Lux
nach 45 Minuten: 1.540 Lux
nach 60 Minuten: 1.540 Lux
nach 75 Minuten: 1.540 Lux
nach 90 Minuten: 1.540 Lux
nach 105 Minuten: 1.540 Lux
nach 120 Minuten: 1.540 Lux
nach 135 Minuten: 1.540 Lux
nach 150 Minuten: 1.540 Lux
Nach 155 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Innerhalb von 2 Minuten fiel der Wert auf unter 1.000 Lux. Nach weiteren 10 Minuten wurden noch 770 Lux gemessen, was 50 Prozent Verlust zum Maximalwert entsprach – Ende des Tests.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 2.850 Lux
nach 15 Minuten: 2.580 Lux
nach 30 Minuten: 2.330 Lux
nach 45 Minuten: 1.800 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 1.300 Lux griff die Schutzschaltung des Akkus.
Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt ist die Lampe exzellent geregelt und hat eine lange Laufzeit. Zum Ende hin wird sie langsam dunkler und gibt dem Benutzer ausreichend Zeit, die Batterie zu wechseln bzw. liefert noch für einen längeren Zeitraum dunkler werdendes Restlicht. Beim Betrieb mit einem 3,6-Volt-Akku ist die Lampe wesentlich heller, dafür aber ungeregelt und hat eine deutlich kürzere Laufzeit. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, von einem Dauerbetrieb in der hellen Stufe mit einem LiIon-16340-Akku ist abzuraten.

Sipik A13 007
Die Elektronik im Lampenkopf sorgt bei Verwendung einer 3-Volt-Batterie für eine perfekte Regelung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Der Druckpunkt ist am ehesten mit “schwammig” zu bezeichnen. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi und startet immer im hellsten Modus. Tippt man den Schalter an, wechselt die Lampe vom hellen in den dunklen Modus und anschließend in den Strobe-Modus. Durch weiteres Antippen geht es wieder von vorne los, Durchdrücken des Knopfs schaltet die Lampe wieder aus.

Sipik A13 008
Der Druckpunkt des Schalters wirkt schwammig. Der Sound beim Schalten erinnert an die “Knackfrösche”, die sich im vergangenen Jahrtausend einige Zeit großer Beleibtheit erfreut haben.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter tendiert.

Sipik A13 009
“White-wall-beamshot” der Sipik A13.


Resümee:
Die Sipik A13 ist eine nützliche EDC-Lampe, die ihren Preis mehr als wert ist. Die Regelung beim Batteriebetrieb ist ausgezeichnet. Wer mehr Licht haben möchte, kann einen LiIon-16340-Akku verwenden, allerdings ist die Lampe damit ungeregelt bei kürzerer Laufzeit und sollte nicht durchgängig am Stück in der hellen Stufe betrieben werden. Die beiden Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, den Strobe hätte man sich verkneifen können, aber glücklicherweise liegt er zumindest am Ende des UIs. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ideal wäre, wenn die Lampe nicht nur spritzwassergeschützt wäre. Der einzige Preis einer Version der Lampe mit älterer LED, den ich im Netz gefunden habe, liegt bei rund 10 Dollar. Die Sipik A13 dürfte sich preislich in ähnlichen Regionen bewegen. (Stand: Oktober 2011). Weitele Infos sind in chinesischel Splache auf der Helstellelseite www.sipik.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Sipik A13 010
Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix LD10, Spark SL5, Lumintop L1C, Sipik A13.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Sipik A13 011
Sipik A13 CR123-Batterie low

 

Sipik A13 012
Sipik A13 CR123-Batterie high

 

Sipik A13 013
Sipik A13 LiIon-16340-Akku low

 

Sipik A13 014
Sipik A13 LiIon-16340-Akku high

 

Sipik A13 015
Fenix LD10

 

Sipik A13 016
Lumintop L1C LiIon-16340-Akku

 

Sipik A13 017
Spark SL5-220CW LiIon-14500-Akku

Szobm ZY-2400

21. September, 2011 2 Kommentare

Szobm ZY-2400 001
Die Szobm ZY-2400 dürfte einer der günstigsten Fluter mit Dreifach-XM-L-LED auf dem Markt sein.


Lieferumfang:
Die Lampe kommt ohne jegliches Zubehör daher.

Beschreibung der Lampe:
Länge mit einer Verlängerung: 282 mm
Länge mit zwei Verlängerungen: 348 mm
Reflektoröffnung: 48,5 mm
Durchmesser Kopf: 55,5 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht mit einer Verlängerung: 348 g
Gewicht mit einer Verlängerung und Akkus: 488 g
Gewicht mit zwei Verlängerungen: 390 g
Gewicht mit zwei Verlängerungen und Akkus: 576 g
Anodisierung: HA III, mittelmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe kann mit einer oder zwei Verlängerungen betrieben werden.

Szobm ZY-2400 002
Szobm ZY-2400 auseinander geschraubt.

 

Szobm ZY-2400 003
Am Material wurde nicht gespart.

 

Szobm ZY-2400 004
Auch in der “Mini-Version” ohne Verlängerung ist der Betrieb möglich. In diesem Fall müssen drei LiIon-16340-Akkus ins Rohr. Zum Größenvergleich: Solarforce Skyline1.

 

Szobm ZY-2400 005
Mit einer Verlängerung (für den Betrieb mit 3x 18650) muss schon die Maglite 3-D-Cell als Größenvergleich herhalten.

 

Szobm ZY-2400 006
Soll die Lampe mit vier 18650-Akkus betrieben werden, überragt sie die Mag an Länge.


Leuchteinheit:
Drei Cree XM-L-T6-LEDs sitzen in jeweils einem eigenen SMO-Reflektor, der aus einem Stück gefertigt wurde. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Szobm ZY-2400 007
Leuchteinheit der Szobm. Und nein, die glatte Fläche neben den Reflektoren ist in Wirklichkeit nicht schwarz.

 

Szobm ZY-2400 008
Bezelring mit Frontglas, Leuchteinheit und Kopf.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist mit 3.000 (China-) Lumen angegeben. Betrieben werden kann sie mit einer Verlängerung und drei 18650-Akkus sowie mit zwei Verlängerungen und vier 18650-Akkus. Alternativ ist auch der Betrieb ohne Verlängerung mit drei Akkus der Baugröße 16340 möglich. Allerdings tut sich bei 9 Volt nicht viel. Mit drei CR123A-Batterien ist der Szobm nur ein müdes Leuchten zu entlocken. Erst bei Verwendung von drei LiIon-16340-Akkus kommt die volle Power.
Getestet wurde die Lampe in der drei- und vierzelligen Version. Da keine vernünftige Heatsink vorhanden ist, wird die Wärme kaum übers Lampengehäuse abgeführt. Die meiste Wärme verbleibt innen. Aus diesem Grund wurde – trotz zugeschalteten Ventilators – der Test in 10-Minuten-Intervallen mit anschließender Abkühlung der Lampe durchgeführt, damit die LEDs nicht eventuell den vorzeitigen Hitzetod sterben. Als Stromversorger kamen 2.600er AWs ins Batterierohr.

Laufzeitmessung 4x 18650:
beim Einschalten: 18.500 Lux
nach 5 Minuten: 16.600 Lux
nach 15 Minuten: 16.600 Lux
nach 30 Minuten: 16.600 Lux
nach 45 Minuten: 16.600 Lux
nach 60 Minuten: 16.600 Lux
nach 75 Minuten: 16.600 Lux
nach 90 Minuten: 16.600 Lux
Nach 102 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Leerlaufspannung der Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,55 Volt.

Laufzeitmessung 3x 18650:
beim Einschalten: 18.500 Lux
nach 5 Minuten: 16.300 Lux
nach 15 Minuten: 16.300 Lux
nach 30 Minuten: 16.300 Lux
nach 45 Minuten: 16.300 Lux
nach 60 Minuten: 16.300 Lux
nach 75 Minuten: 11.500 Lux
Eine Minute später schaltete die Lampe ab. Im Gegensatz zur Messung beim Betrieb mit vier Akkus, bei der alle Akkus eine fast identische Leerlaufspannung hatten, schwankte diese hier zwischen 3,63 Volt und 3,38 Volt.

Fazit: Die Regelung funktioniert insgesamt gut, sowohl mit drei als auch mit vier Zellen. Im tatsächlichen Dauerbetrieb sinkt der Wert leicht unter die ermittelten Werte, was der starken Wärmeentwicklung im Lampeninnern geschuldet ist, mit der die LEDs ordentlich zu kämpfen haben. Wer die Szobm jedoch nicht ständig über einen längeren Zeitraum am Stück laufen lässt, hat unabhängig von der Akkuspannung/kapazität stets die volle Lichtausbeute. Die Abschaltung greift an einem noch sinnvollen Zeitpunkt, denn so werden die Akkus nicht über Gebühr strapaziert. Davon abgesehen bin ich allerdings kein Freund davon, von einem Moment auf den nächsten im Dunkeln zu stehen.
Als weitere Information noch die gemessenen Stromaufnahmen unter Vollast, die allerdings nur als grobe Richtwerte dienen können, da die Messkabel nicht sonderlich hochwertig sind. Beim Betrieb mit vier Akkus wurden 1,36 Ampere gemessen, beim Betrieb mit drei Zellen 1,83 Ampere.

Szobm ZY-2400 009
Die Leuchteinheit wird lediglich in den Lampenkopf eingeschraubt. Soviel zum Thema Wärmeableitung…

 

Szobm ZY-2400 010
Leuchteinheit von hinten. Die Lötarbeiten wurden so ausgeführt, dass nichts auseinanderfällt Nicht wirklich filigran, aber Schönspielen allein führt auch im Sport nicht zwangsläufig zum Erfolg.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Sie verfügt lediglich über eine Leuchtstufe. Ein weiterer Druck auf den Schalter schaltet die Lampe wieder aus. Morsen ist mit der Lampe möglich.

Szobm ZY-2400 011
Die Tailcap. Der Schalter selbst macht einen ordentlichen Eindruck, was man von der Anodisierung nicht behaupten kann.

 

Szobm ZY-2400 012
Tailcap Innenansicht.


Beam:
Durch den relativ kleinen Kopf bedingt, ist die Lampe fast ein reinrassiger Fluter. Die Reichweite ist hier eher ein “Nebenprodukt”, doch bei drei XM-L-LEDs sind natürlich schon ein paar Meterchen drin.

Szobm ZY-2400 013
“White-wall-beamshot” der ZY-2400.


Resümee:
Bei der Szobm ZY-2400 wechseln sich Licht und Schatten ab. Für den Dauerbetrieb ist die Lampe nicht ausgelegt, da die Wärmeableitung mangelhaft ist. Andererseits wird man derart viel Licht auch selten über einen längeren Zeitraum wirklich benötigen. Die Verarbeitung von Kopf, Body und Tailcap geht in Ordnung. Bei der Anodisierung dagegen wurde nicht an allen Stellen sorgfältig gearbeitet. Dadurch, dass die Lampe nur eine Leuchtstufe hat und die Akkus hintereinander angeordnet sind, ist der Einsatzbereich sicherlich eingeschränkt. Betrachtet man die Szobm allerdings als reine Spaßlampe, die richtig viel Licht rausknallt, dürfte man kaum mehr Spaß für derart wenig Geld bekommen. Erhältlich ist die Lampe für etwas mehr als 40 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde die Testlampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Infos gibt es unter www.szobm.net auf der Herstellerseite.

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Szobm ZY-2400 014
Szobm ZY-2400

 

Szobm ZY-2400 015
Fenix TK35

 

Szobm ZY-2400 016
Fenix TK45

 

Szobm ZY-2400 017
Led Lenser X21

 

Szobm ZY-2400 018
Microfire K3500R Warrior-III

TaLaPa Modell 1

5. September, 2011 2 Kommentare

TaLaPa 001
Während in Rom nach wie vor Papst Ratzi I. sein Unwesen treibt, kann nun auch im Lüneburger Vatikan verkündet werden: “Wir sind Papst!” Im Testlabor klopfte jüngst die erste Taschenlampen-Papst-Lampe an. Natürlich bekam sie eine Audienz.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einer stabilen Metallbox. Enthalten sind ferner ein flacher Ring, der gegen den gezackten Ring zwischen Body und Tailcap ausgetauscht werden kann, ein Holster, ein Lanyard und zwei Batterien zum Betrieb.

TaLaPa 002
Halleluja! In dieser schicken Metallbox wird die Lampe ausgeliefert.

 

TaLaPa 003
Öffnet man das Verdeck des Papamobils, zeigen sich Lampe, Holster, Lanyard, alternativer Ring und zwei Batterien der Öffentlichkeit.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 148 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 126 g
Gewicht mit Akku: 174 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, mit vormontiertem gezackten Ring.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

TaLaPa 004
Der Papst und seine Gewänder: Links die Ausführung in Dunkelgrün, rechts die “Titan”-Version. Ferner sind noch die Farben schwarz und matt-schwarz lieferbar. Bei den abgebildeten Lampen handelt es sich um die Modelle der ersten Serie, die auf 20 Stück limitiert ist. Langfristig wird es nach aktuellem Stand wohl weniger Farben geben.

 

TaLaPa 005
Der werksseitig montierte gezackte Ring dient als Rollschutz. Wen er bei der Handhabung stört, kann ihn gegen den abgebildeten flachen Ring austauschen.

 

TaLaPa 006
Im Vordergrund: Lampe mit montiertem flachem Ring.

 

TaLaPa 007
Die Gewinde sind sauber geschnitten und laufen leichtgängig und spielfrei. Lediglich beim Ansetzen der Tailcap muckten beide Lampen, da die Gewinde nicht sofort ineinander griffen. Hier sollte langfristig nachgebessert werden.

 

TaLaPa 008
Die Wandstärke des Lampenkörpers ist mehr als ausreichend.

 

TaLaPa 009
Papst-Lego: Die Lampenköpfe sind austauschbar.

 

TaLaPa 010
Das Holster ist breit genug, um die Lampe Bezel-up und Bezel-down aufzunehmen.


Leuchteinheit:
Die Lampe ist mit einer Cree-XP-G-LED bestückt. Je nach Ausführung findet sich das Leuchtmittel in einem SMO-Reflektor bzw. hinter einer weißen Kunststoffmasse. Die Frontlinse besteht aus Glas.

TaLaPa 011
Standard-Kopf mit SMO-Reflektor.

 

TaLaPa 012
Der Flood-Kopf bietet durch den “fehlenden” Reflektor kaum Reichweite, dafür aber eine absolut gleichmäßige Ausleuchtung des unmittelbaren Nahbereichs.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien powern die Lampe. Angegeben ist der päpstliche Geselle mit 300 OTF-Lumen in der hellsten Einstellung. Nach 3 Minuten regelt die Lampe innerhalb etwa einer Minute herunter bis auf 3.700 Lux. Ausschalten und Durchschalten zurück in den hellsten Modus bringt wieder die volle Power. Darüber hinaus gibt es eine weitere, programmierbare Stufe. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe eingeschaltet und kurz nach Beginn jeden Herunterregelns wieder bis in die hellste Stufe durchgeschaltet. Zur prophylaktischen Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.

Praxistest Laufzeitmessung 18650-Akku:
beim Einschalten: 9.300 Lux
nach 5 Minuten: 9.000 Lux
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.100 Lux
nach 45 Minuten: 8.000 Lux
nach 60 Minuten: 8.000 Lux
nach 75 Minuten: 7.700 Lux
nach 90 Minuten: 7.400 Lux
nach 105 Minuten: 7.100 Lux
nach 120 Minuten: 6.300 Lux
Nach 125 Minuten wurden noch 4.500 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,38 Volt gemessen.
Die programmierbare Leuchtstufe ist nach oben hin in der Leistung begrenzt. Der maximal gemessene Wert betrug 5.400 Lux. Diese zweite Stufe ist nicht durch eine automatische Herunterregelung limitiert. Nach 90 Minuten Dauerbetrieb in dieser Stufe wurden noch 4.700 Lux angezeigt.

Praxistest Laufzeitmessung 2x CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 8.100 Lux
nach 5 Minuten: 8.100 Lux
nach 15 Minuten: 8.300 Lux
nach 30 Minuten: 7.800 Lux
nach 45 Minuten: 7.400 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 75 Minuten: 5.000 Lux
Nach 85 Minuten war die Lampe bei 3.000 Lux angekommen. Die Batterien hatten zu diesem Zeitpunkt eine Leerlaufspannung von unter 2 Volt.

Fazit: Die Regelung ist nicht optimal, geht aber in Ordnung. Beim Betrieb mit einem 18650-Akku liegt der Verlust gegenüber der Maximalleistung nach 30 Minuten bei 10 Prozent. Dieser Wert wird auch nach einer Stunde noch annährend gehalten. Bei nachlassender Leistung, die allerdings fürs Auge kaum wahrnehmbar sein dürfte, ist nach 2 Stunden Ende im Gelände.
Beim Betrieb mit 2 CR123A-Batterien ist die Laufzeit entsprechend kürzer und die Maximalleistung etwas geringer. Ersteres liegt auf der Hand, Letzteres dürfte daran liegen, wie der Treiber mit den unterschiedlichen Spannungen umgeht.
Generell ist die Tatsache, dass die Lampe nach 3 Minuten herunterregelt, zwar durchaus praxisbezogen, da man selten die volle Lichtausbeute über diesen Zeitraum benötigt. Andererseits hat eine Lampe aber genau zu dem Zweck einen Schalter, dass man ihn betätigen kann. Will sagen, man schaltet eine Lampe dann in eine dunklere Stufe, wenn man die maximale Leistung nicht mehr benötigt. Für den Fall, dass man die maximale Leistung länger als 3 Minuten benötigt/haben möchte, sind gleich drei Klicks notwendig: Einer, um die Lampe auszuschalten, einer, um sie in die dunklere Stufe zu schalten und einer, um sie wieder in die hellste Stufe zu schalten – in meinen Augen eine eher umständliche Prozedur.

TaLaPa 013
Eine Cinch-Verbindung sorgt für den Stromfluss.

 

TaLaPa 014
Das Gros der Elektronik sitzt im Body.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über einen seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs. Der Schalter hat einen mittelharten, aber konkreten Druckpunkt. Ein Druck schaltet die Lampe in der ersten Stufe ein. Durch einen weiteren Druck kommt man in Stufe 2. Der nächste Druck schaltet die Lampe aus. Die erste Leuchtstufe kann in der Helligkeit programmiert werden. Wenn man den Schalter bei eingeschalteter Lampe (in Stufe 1) gedrückt hält ohne ihn ganz durchzudrücken, rampt die Lampe in der Helligkeit hoch und wieder runter. An dem Punkt, an dem die gewünschte Helligkeit erreicht ist, lässt man den Schalter los. Diese Leuchtstufe ist nun dauerhaft gespeichert. Alternativ führt auch ein Doppelklick mit anschließendem Halten des Schalters zum selben Ergebnis.
Die Lampe verfügt in Stufe 1 auch über eine Momentlichtfunktion, die durch Antippen und Halten des Schalters für die Dauer des Haltens abgerufen werden kann.
Eine Besonderheit fiel bei den Testmodellen auf: Wenn die Stromversorgung durch die Entnahme von Akku oder Batterien unterbrochen wird, geht auch die gespeicherte Leuchtstufe verloren, und die Lampe startet in einer etwas dunkleren Stufe als der maximalen. In der Praxis ist das nicht weiter tragisch, da der vorherige Zustand innerhalb weniger Sekunden wieder hergestellt ist.

TaLaPa 015
Ein Druck auf den Tailcap-Clicky schaltet die Lampe… nee, hier ist ja gar nichts, außer dem Loch fürs Lanyard.

 

TaLaPa 016
So, nochmal von vorne: Ein Druck auf den seitlichen Schalter schaltet die Lampe ein. Der Schalter ist gut zu erreichen und macht einen soliden Eindruck.


Beam:
Kopf mit OP-Reflektor: Auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich von Sidespill ab. Unter 10 Zentimetern sind einige Ringe im Lichtbild zu sehen, was nicht praxisrelevant ist, aber auffällig. Leuchtet man etwas weiter, fällt auf, dass der Hotspot mit einer verhältnismäßig großen Corona in den Sidespill übergeht. Am äußersten Rand ist auch hier ein heller Ring zu sehen. Das wirkt in keinster Weise störend, da es außerhalb des Bereichs liegt, wo man hinschaut. Auf jeden Fall ist es ein sehr ungewöhnliches Lichtbild, das jedoch nicht unangenehm wirkt Insgesamt bietet die Lampe einen ausgewogenen Mix zwischen Ausleuchtung und Reichweite, wobei mir aufgefallen ist, dass sie subjektiv etwas heller wirkt als vergleichbare Lampen mit gleicher Lumenzahl. Während andere Lampen beim Bouncing ähnlich hell waren, hatte die TaLaPa-Lampe beim Praxistest im Wald augenscheinlich immer ein wenig die Nase vorn.

TaLaPa 017
“White-Knittertapete-Beamshot” der Reflektorlampe.

 

TaLaPa 018
Das Lichtbild auf kürzeste Entfernung.

Kopf ohne Reflektor: Egal, ob auf kürzeste oder mittlere Entfernungen – dadurch, dass die LED direkt hinter der Linse sitzt, hat das Licht reinen Flutcharakter. Die Reichweite ist auf etwa 20 Meter begrenzt, wobei die ersten Meter extrem gleichmäßig ausgeleuchtet sind.

TaLaPa 019
“White-Knittertapete-Beamshot” der reflektorlosen Version.


Resümee:
Das Rad wird hier nicht neu erfunden; vielmehr bekommt man für einen angemessenen Preis eine Lampe, die sich vor der renommierten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Mit der XP-G-LED wurde eine gute Wahl getroffen, da sie einen guten Kompromiss aus Reichweite und Wegausleuchtung bietet. Das gilt für die Reflektor-Version der Lampe. Beim Fluter-Kopf wäre eine hoch angesteuerte XM-L-LED meines Erachtens die bessere Wahl. Die Verarbeitung geht in Ordnung, sieht man einmal davon ab, dass die Tailcaps der Testkandidaten beim Zuschrauben etwas hakeln, bevor die Gewinde greifen. Dass die dunkle Leuchtstufe nach einem Batterie/Akkuwechsel neu programmiert werden muss, ist kein wirkliches Manko, da dies innerhalb Sekunden machbar ist. Als störend empfinde ich das automatische Herunterregeln in der hellsten Stufe, denn als Nutzer möchte ich lieber selbst entscheiden, wann ich viel und wann weniger Licht benötige. Wen das nicht stört, der bekommt für 59 Euro (Stand: September 2011) eine solide Lampe zu einem angemessenen Preis. Letztlich werden wohl noch einige Veränderungen vorgenommen werden, bevor die Lampe in größerer Serie aufgelegt wird. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Unter der selben Internet-Adresse kann die Lampe auch bezogen werden.

TaLaPa 020
Größenvergleich. Fenix LD20, TaLaPa-Lampe, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

TaLaPa 021
TaLaPa mit Flood-Kopf

 

TaLaPa 022
TaLaPa mit Reflektor-Kopf

 

TaLaPa 023
EagleTac T20 C2 MKII

 

TaLaPa 024
Lumintop TD15

 

TaLaPa 025
Spark ST6-360CW

Streamlight Stinger DS HP LED

25. August, 2011 2 Kommentare

Streamlight Stinger DS 001
In Zeiten immer neuerer und hellerer LEDs kommt die Streamlight Stinger DS HP LED auf den ersten Blick daher wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Aber war nicht früher irgendwie alles besser?


Verpackung/Lieferumfang:
Das ist aber mal ein richtig schweres Päckchen! In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Akkupack zum Betrieb, zwei Ladegeräte mit Adaptern für Steckdose und Auto sowie zwei Schraubensätze zur Wandbefestigung der Ladegeräte enthalten. Weiterhin finden sich im Karton eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und eine faltbare Streamlight-Produkt-Broschüre, die man sich, mangels Bravo-Poster, auch an die Wand hängen kann. Oder man benutzt sie als Fotohintergrund.

Streamlight Stinger DS 002
Lieferumfang der Stinger DS HP LED.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 245 mm
Reflektoröffnung: 47 mm
Durchmesser Kopf: 56 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 234 g
Gewicht mit Akkupack: 395 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt nach IPX 4.
Besonderheiten: Der Body ist für eine rutschsicherere Handhabung gummiert.

Streamlight Stinger DS 003
Die Wandstärke des Batterierohrs ist nicht sonderlich hoch, aber mehr als ausreichend.

 

Streamlight Stinger DS 004
Für eine bessere Griffigkeit ist das Batterierohr gummiert.


Leuchteinheit:
Laut Hersteller wurde eine C4-LED verbaut, die aussieht wie der eineiige Zwilling der Cree XR-E-LED. Was schlicht und einfach daran liegt, dass es eine ist, in diesem Fall eine XR-E-Q5-LED. Die Frontlinse besteht aus kratzfestem Polycarbonat, als Reflektor kommt ein tiefer SMO zum Einsatz.

Streamlight Stinger DS 005
Die C4-LED, die genau genommen eine verzauberte Cree XR-E-Q5-LED ist.

 

Streamlight Stinger DS 006
Tiefer SMO-Reflektor für gute Reichweite.

 

Streamlight Stinger DS 007
Lampenkopf abgeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Im Batterierohr befindet sich ein dreizelliger 3,6-Volt-Akkupack, der zum Laden in der Lampe verbleiben kann. Zum Laden an der Steckdose oder im Auto sind die entsprechenden Adapter dabei. Vom Hersteller angegeben ist die Lampe in der hellsten Stufe mit 200 Lumen für 2 Stunden, in der mittleren Stufe mit 100 Lumen für 3,75 Stunden und in der dunkelsten Stufe mit 50 Lumen für 7,25 Stunden. Getestet wurde die Stinger DS HP in der hellsten Stufe.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.500 Lux
nach 5 Minuten: 21.800 Lux
nach 15 Minuten: 21.800 Lux
nach 30 Minuten: 21.800 Lux
nach 45 Minuten: 21.800 Lux
nach 60 Minuten: 21.800 Lux
nach 75 Minuten: 21.800 Lux
nach 90 Minuten: 21.700 Lux
nach 105 Minuten: 19.400 Lux
Anschließend wurde die Lampe auch fürs Auge erkennbar dunkler. Nach 110 Minuten und angezeigten 10.000 Lux blinkte die Lampe kurz auf und wurde dann weiter dunkler. Zwei Minuten später blinkte sie erneut, und der angezeigte Luxwert fiel auf 500. Nach zwei Stunden und angezeigten 100 Lux wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Bis kurz vor Ende ist ein Verlust an Helligkeit lediglich messbar, anschließend signalisiert die Lampe durch Dunklerwerden und Blinken, dass der Akku geladen werden muss. Das hilft zwar in der Praxis nur insofern, als dass man nicht unmittelbar im Dunkeln steht. Aber falls man einen Ersatzakku parat hat, bleibt genügend Zeit, ihn gegen den fast leeren auszutauschen.

Streamlight Stinger DS 008
Akkupack der Stinger DS HP LED.

 

Streamlight Stinger DS 009
Stromkontakte an der Lampenunterseite.

 

Streamlight Stinger DS 010
Stromkontakte der Ladeschale.

 

Streamlight Stinger DS 011
Zum Laden wird die Lampe in die Ladeschale gedrückt bis sie einrastet.

 

Streamlight Stinger DS 012
Kontaktfeder in der Tailcap.

 

Streamlight Stinger DS 013
Auch der Plus-Kontakt ist gefedert.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über zwei Schalter, die identisch belegt sind. Ein Schalter sitzt in der Tailcap, der andere seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Beide Schalter haben einen weichen und tiefen Druckpunkt. Der Schalter ist als Forward-Clicky ausgelegt. Leichtes Antippen und Halten gibt Momentlicht in der hellsten Stufe, Durchdrücken Dauerlicht in der hellsten Stufe. Wird der Schalter bei eingeschalteter Lampe in der hellsten Stufe gedrückt gehalten, durchläuft die Lampe nacheinander den mittleren, den dunklen und erneut den mittleren Modus. Wird der Schalter in der gewünschten Leuchtstufe losgelassen, wird diese als Dauerlicht aktiviert. Eine Memory-Funktion gibt es nicht, die Lampe startet immer im hellsten Modus. Ein Doppelklick bei aus- oder eingeschalteter Lampe aktiviert den Strobe-Modus.

Streamlight Stinger DS 014
Seitlicher Schalter.

 

Streamlight Stinger DS 015
Tailcap-Schalter.


Beam:
Durch die Kombination aus tiefem Reflektor und XR-E… pardon, natürlich C4-LED ist die Lampe ein Schmeißer, oder wie wir Lampenexperten sagen: ein Thrower. Auf kürzeste Entfernungen ist ein stark ausgeprägter Hotspot mit dem XR-E-typischen Donuthole erkennbar. Der Spot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Diese Leuchtcharakteristik bleibt auch auf die Entfernung erhalten.

Streamlight Stinger DS 016
“White-wall-beamshot” der Stinger DS HP.


Resümee:
Nein, die Streamlight Stinger DS ist angesichts aktueller LEDs nicht wirklich hell. Aber sie suggeriert es dem Benutzer durch ihr Lichtbild mit exzellenter Reichweite. Sinn und Zweck dieser Lampe ist es, bei noch kompakten Abmessungen eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, und diese Maßgabe wurde vortrefflich umgesetzt. Die Leuchtstufen sind sinnvoll aufeinander abgestimmt. Die Verarbeitung stimmt ebenfalls, und durch die zwei identisch belegten Schalter ist die Lampe sowohl in einer taktischen, wie auch der “normalen” Haltung einhändig bedienbar. Mit gemischten Gefühlen stehe ich nach wie vor geschlossenen Spezialakkus gegenüber, da Zustand und Kapazität der einzelnen Zellen nicht überprüft werden können, ohne das Akkupack zu zerlegen. Hier würde ich mir zumindest einen alternativen Betrieb mit handelsüblichen Akkus wünschen, auch aus dem Grund, bei einem Wechsel nicht auf teures Spezialzubehör zurückgreifen zu müssen. Nicht optimal ist, dass die Lampe lediglich spritzwassergeschützt ist sowie die Verwendung einer Kunststofflinse. Die Schaltreihenfolge hell-mittel-dunkel-mittel mit dem zusätzlichen “Mittel” am Ende werden einige Nutzer lieben und andere hassen – zumindest ist sie ziemlich ungewöhnlich. Der Paketpreis mit dem abgebildeten Zubehör beläuft sich auf etwa 120 Dollar (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.streamlight.com zu finden.

Streamlight Stinger DS 017
Größenvergleich. Von links: Maglite 3-D-Cell, Streamlight Stinger DS HP LED, Fenix TK45, Led Lenser P7.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix TK11 als Allrounder mit XR-E-LED und die Solarforce Skyline1 als Thrower, ebenfalls mit einer XR-E-LED bestückt.

Streamlight Stinger DS 018
Streamlight Stinger DS HP LED low

 

Streamlight Stinger DS 019
Streamlight Stinger DS HP LED medium

 

Streamlight Stinger DS 020
Streamlight Stinger DS HP LED high

 

Streamlight Stinger DS 021
Fenix TK11

 

Streamlight Stinger DS 022
Solarforce Skyline1

Review Xeno G10

8. August, 2011 2 Kommentare

Xeno G10 001
Robust, kompakt, zuverlässig: Die G10 von Xeno ist eine gelungene Lampe.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Xeno G10 002
Lieferumfang der Xeno G10.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 134 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 176 g
Gewicht mit Akku: 222 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja
Löcher für Lanyard: ja, im Trageclip, der Tailcap und am optional zu befestigenden Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Das einzige abschraubbare Teil an der Lampe ist die Tailcap. Lampenkörper und -kopf sind fest miteinander verbunden. Der Trageclip ist ebenfalls fester Bestandteil der Lampe und kann nicht demontiert werden. Bei einem Leergewicht von knapp 180 Gramm hat man mit der G10 ordentlich “was in der Hand”.

Xeno G10 003
Solide Materialstärke auch am Batterierohr.

 

Xeno G10 004
Neiiiin! Der Trageclip ist fest mit dem Gehäuse verbunden und kann nicht gewaltfrei demontiert werden. Das sollte Xeno unbedingt ändern.

 

Xeno G10 005
Der silberne Metallring dient zur Befestigung des langen Lanyards, mit dem die Lampe auch um den Hals gehängt getragen werden kann. Der Ring bewegt sich hin und her, was im Praxisbetrieb aber nicht weiter stört. Wer auf ein Lanyard verzichtet, wird ihn ohnehin entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED verrichtet ihre Dienste in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine antireflex-beschichtete, gehärtete Glaslinse. Die Lampe ist alternativ auch als XM-L-Version erhältlich.

Xeno G10 006
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt, also wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Ein Helligkeitsunterschied beim Betrieb mit beiden Stromversorgern besteht nicht. Zum Test wurde ein 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Leuchtstufe, die mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden angegeben ist, betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.700 Lux
Nach 155 Minuten wurden noch 5.400 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,22 Volt Leerlaufspannung gemessen. Im Hinblick auf die Lebensdauer des Akkus wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über jeden Zweifel erhaben. Mit gleichbleibender Helligkeit leuchtet die G10 über den gesamten Laufzeitraum. Erst ganz zum Ende zeigt sie durch Dunklerwerden an, dass der Akku gewechselt werden muss. Im Notfall stehen noch Reserven zur Verfügung, die im Sinne des Akkus aber nicht zwangsläufig genutzt werden sollten. Eine übermäßige Wärmeentwicklung war auch ohne Kühlung nicht feststellbar, die Lampe darf somit als dauerbetriebsfest bezeichnet werden.

Xeno G10 007
Die Tailcap von innen.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpukt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Durch mehrmaliges Antippen werden nacheinander die Leuchtstufen High (angegeben mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden), Low (angegeben mit 115 OTF-Lumen für 8 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden) erreicht. Warum Xeno auf die Bezeichnung “Medium” verzichtet und dafür die beiden dunkleren Stufen mit “Low” und “Ultra Low” bezeichnet, wird ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Unter “Ultra Low” jedenfalls stelle ich mir (und vermutlich auch 99,9 Prozent aller Benutzer) etwas anderes vor als eine Leuchtstufe, bei der man nicht einmal in die Lampe schauen kann ohne geblendet zu werden. Verbuchen wir die Bezeichnung der Leuchtstufen einfach mal als schrullig. Sehr angenehm dagegen finde ich, dass Xeno auf Spielerein wie Geblinke komplett verzichtet hat.

Xeno G10 008
Der Clicky macht, wie der Rest der Lampe, einen soliden Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ist die Lampe zwischen Thrower und Fluter angesiedelt. Etwas weiter entfernte Objekte sind noch gut auszumachen, und die Lampe taugt auch als Lauflicht, mit deutlich erkennbarem Spot.

Xeno G10 009
“White-wall-beamshot” der Xeno G10.


Resümee:
Ich muss zugeben: Nachdem ich einige Lampen von Xeno getestet habe, bin ich ein kleiner Fan dieses Herstellers geworden. Die Verarbeitung überzeugt genauso wie die Regelung. Hier können sich einige der etablierten Firmen ruhig noch eine Scheibe abschneiden. Auch beim Design geht Xeno eigene Wege, die durchaus gefällig sind. Anlass zur Kritik bietet der Trageclip, der nicht demontiert werden kann. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, das Lichtbild angenehm, was die Lampe vielseitig macht. Trekken, Gassigehen, Zeltlager oder Geocaching sind nur einige der möglichen Einsatzgebiete. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 84 Euro (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Auf der Herstellerseite www.xenoled.com finden sich weitere Informationen.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno G10 010
Xeno G10

 

Xeno G10 011
EagleTac T20C2 MKII XP-G

 

Xeno G10 012
Solarforce L2 XP-G-Drop-in

 

Xeno G10 013
Solarforce L2m XM-L-Drop-in

Review Skilhunt Defier X2

29. Juli, 2011 2 Kommentare

Skilhunt Defier X2 001
Der Hersteller Skilhunt ist relativ neu auf dem Markt. Kann er sich mit Lampen wie der Defier X2 etablieren?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Kunststoffkoffer findet sich neben der Lampe reichhaltiges Zubehör. Enthalten sind ein Verlängerungsadapter zum Betrieb mit drei CR123-Batterien/zwei 18500-Akkus, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Ring für die Haltung im Zigarrengriff, ein Holster, ein Lanyard, ein Döschen mit Silikonfett und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Skilhunt Defier X2 002
Der Lampe ihr Kunststoffköfferken.

 

Skilhunt Defier X2 003
Lieferumfang der X2. Sogar ein Döschen mit Schmierfett ist dabei.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 149 mm
Länge mit Verlängerungsadapter: 184 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 120 g
Gewicht mit Akku: 166 g
Gewicht mit Verlängerung: 136 g
Gewicht mit Verlängerung und Akkus: 206 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Skilhunt Defier X2 004
Der flache Metallring kann gegen den im Lieferumfang enthaltenen gezackten Ring ausgetauscht werden. Einerseits erleichtert dieser Ring die Haltung im Zigarrengriff, darüber hinaus hat die Lampe damit einen Wegrollschutz.

 

Skilhunt Defier X2 005
Der Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 006
Lampe mit montiertem Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 007
Der Trageclip ist eher ein Tragik-Clip, der beim Testmodell auch noch schief sitzt. Glücklicherweise ist der wabbelnde Blechstreifen abnehmbar.

 

Skilhunt Defier X2 008
Die X2 ist zwar nicht sonderlich dickwandig, aber wenn man nicht gerade mit einem Panzer drüberfährt, sollte ihr ein langes Leben beschieden sein.

 

Skilhunt Defier X2 009
Das Holster ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

 

Skilhunt Defier X2 010
Die Lampe kann auch unten entnommen werden. Sinn und Zweck sind mir nicht wirklich klar, aber die Relativitätstheorie versteht schließlich auch nicht jeder.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED, die beim Testmodell nicht exakt zentriert ist, sitzt in einem OP-Reflektor hinter einer Antireflex-beschichteten Glaslinse.

Skilhunt Defier X2 011
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien/Akkus/LiIon16340-Akkus powern die Lampe. Bei montierter Verlängerung können wahlweise zwei 18500-Akkus oder drei CR123-Batterien verwendet werden. Der Betrieb mit drei LiIon-16340-Akkus ist nicht möglich, da die Lampe nur bis 9 Volt ausgelegt ist. Ob der Treiber drei LiFePO4-16340-Akkus verträgt, habe ich nicht ausprobiert, da die Leerlaufspannung in der Addition dreier vollgeladener Akkus um/über 10-Volt liegt und die ersten Akkuspitzen unter Umständen die Elektronik killen können.
Im Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben, die vom Hersteller mit 580 Lumen angegeben ist. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Praxistest Laufzeitmessung 1x 18650 (AW, 2.600mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.700 Lux
nach 20 Minuten: 10.700 Lux
nach 30 Minuten: 10.600 Lux
nach 40 Minuten: 10.600 Lux
nach 50 Minuten: 10.500 Lux
nach 60 Minuten: 10.100 Lux
nach 70 Minuten: 9.500 Lux
nach 80 Minuten: 7.300 Lux
Nach 84 Minuten zeigte das Messgerät einen Wert von 5.400 und damit einen Verlust von 50 Prozent gegenüber des Werts, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte (10.800 Lux). Ende des Tests. Der Akku wurde entnommen und mit 3,44 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung 2x 18500 (AW, 1.500 mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.800 Lux
nach 20 Minuten: 10.800 Lux
nach 30 Minuten: 10.700 Lux
nach 40 Minuten: 10.700 Lux
nach 50 Minuten: 10.700 Lux
nach 60 Minuten: 10.700 Lux
nach 70 Minuten: 10.700 Lux
nach 80 Minuten: 10.700 Lux
Nach 87 Minuten zeigte die Lampe durch schnelles Blinken an, dass sie neues Futter braucht. Eine halbe Minute später schaltete sie ab. Die Leerlaufspannung der Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,15 Volt.

Fazit: Die Regelung funktioniert über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Beim Betrieb mit mehreren Zellen ist die Lampe bis zum Ende konstant geregelt, beim Betrieb mit einer Zelle liegt der Verlust gegenüber der Maximalhelligkeit nach 70 Minuten bei etwa 10 Prozent. Anschließend wird das Licht auch fürs Auge sichtbar langsam dunkler, sodass klar wird, wann ein Akkuwechsel ansteht. Einziges Manko ist, dass die Lampe beim Betrieb mit zwei Akkus doch ziemlich an selbigen nuckelt. Hier wäre eine Warnung/Abschaltung zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoller gewesen. Ohne Kühlung wird die Lampe schon ganz ordentlich warm, was aber für eine Lampe dieser Größe mit XM-L-LED nicht ungewöhnlich ist. Im Regelfall genügen Umgebungsluft und “Blutkühlung” zur ausreichenden Kühlung.

Skilhunt Defier X2 012
Der Minus-Kontakt.

 

Skilhunt Defier X2 013
Hier sitzt die gut funktionierende Elektronik.


Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen sind Momentlicht und Morsen möglich. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen, die mit dem seitlichen Schalter angewählt werden. Die Schaltreihenfolge ist High (580 Lumen für 100 Minuten), Medium (290 Lumen für 190 Minuten) Low (100 Lumen für 500 Minuten). Alle Angaben sind Herstellerangaben. Die Lampe verfügt über Memory; der beim Ausschalten zuletzt eingestellte Modus wird beim Einschalten aktiviert. Hält man den seitlichen Schalter gedrückt, wird der Strobe-Modus aktiviert.

Skilhunt Defier X2 014
Mit dem Tailcap-Clicky wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Skilhunt Defier X2 015
Der seitliche Schalter ist für die Leuchtstufen und das Geblinke zuständig.


Beam:
Der Hotspot setzt sich bereits auf kurze Entfernungen weich vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

Skilhunt Defier X2 016
“White-wall-Beamshot” der Skilhunt Defier X2.


Resümee:
Um die Eingangsfrage zu beantworten: Skilhunt hat durchaus das Zeug, sich auf dem Markt zu etablieren. Die X2 erfindet zwar das Rad nicht neu, braucht sich aber vor anderen Lampen auch nicht zu verstecken. Die Verarbeitung ist gut, sieht man mal vom Trageclip ab, der ein wenig anmutet wie ein Blechspielzeug. Die Regelung kann ebenfalls überzeugen, besonders beim Betrieb mit mehreren Zellen. Das Low mit angegebenen 100 Lumen dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein. Die Strobe-Funktion wurde auf die einzig sinnvolle Weise umgesetzt: per Direktzugriff. Gleichzeitig kann das Geblinke nie aus Versehen aktiviert werden. Der aktuelle Marktpreis liegt bei 89 Euro (Stand: Juli 2011) Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampem-papst.de Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.skilhunt.com

Skilhunt Defier X2 017
Von links: Skilhunt Defier X2, Lumintop TD-15, Surefire 6P, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 400 ASA aufgenommen.

Skilhunt Defier X2 018
Skilhunt Defier X2

 

Skilhunt Defier X2 019
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Skilhunt Defier X2 020
Spark SL6-740NW

Review Xeno E03 V2

17. Juli, 2011 2 Kommentare

Xeno E03 001
Die Xeno E03 V2 passt in jede Handtasche. Ist sie mehr als eine Ergänzung zum Schminkzeug? Und: Ist sie sexy?


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einer Metallbox, die ebenfalls noch in eine Handtasche passt. Dabei sind ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe und eine englischsprachige Bedienungsanleitung. Die Lampe ist in mehreren Farben und Lichtfarben erhältlich. Zum Test stand das Modell in “Rose Red” mit “Cool White”-LED zur Verfügung.

Xeno E03 002
Lieferumfang der E03 V2. Wenn man den Inhalt entfernt, können in der praktischen Box auch Lippenstift, Wimperntusche und Nagellack aufbewahrt werden. Oder für den Herren: Schrauben und Nägel. Oder für Kinder: Sammelbilder und Zahnspangen. Oder Fischfutter. Oder…


Beschreibung der Lampe:
Länge: 96,5 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 49 g
Gewicht mit Akku: 75 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Nach dem Auspacken entpuppte sich die Lampe zunächst als kleine Diva, die sich von mir nicht anmachen lassen wollte. Wenn man hinten drückte, kam vorne nichts raus. Kurz überbrückt – Licht. Aha, also der Schalter. Auseinandergeschraubt – kein Fehler zu entdecken. Wieder zusammengeschraubt – angeschaltet – immer noch Diva. Der Fehler fand sich schließlich in der Tailcapfeder, die keinen Kontakt herstellte. Nach einigen kleinen Dehnübungen wollte die Diva dann auch wie sie sollte.

Xeno E03 003
Nein, hier hat niemand zu feste gedrückt. Die “Griffmulden” sind auch bei anderen Xeno-Lampen zu finden.

 

Xeno E03 004
“Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste…” Beim Auf- und Zuschrauben quietschte die Lady freudig erregt. Ein wenig Vaseline half ihr auf die Sprünge.

 

Xeno E03 005
Für eine kleine Lampe ist die Materialstärke mehr als ausreichend.

 

Xeno E03 006
Soso, in der Kleinen steckt also ein Tiger…


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED macht die Lady helle. Wenig ladylike ist die Orangenhaut des Reflektors, die hier allerdings ausnahmsweise mal einen Sinn hat. Bei der Linse geht’s ans Eingemachte. Der Hersteller spricht von einer “High quality toughened mineral-glass-lens, precision polish the edge for impact-resistant.” Mehrere Übersetzungsprogramme sprechen von einer “Hohe Qualität härtete Mineral Glaslinse, Präzision polieren den Rand für schlagfest.” Ein Mädel der härteren Gangart mit Sprachfehler also…

Xeno E03 007
Ein OP-Reflektor sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Und welche Frau kann schon von sich behaupten, dass sie einen nachleuchtenden Dichtring hat?


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ihre Geheimnisse entlocken kann man der Dame auf zwei Arten: Sanft und schmeichelnd mit einem NiMh-Akku/einer AA-Batterie oder auf die harte Tour mit einem 14500-LiIon-Akku. Mit beiden Stromversorgern soll das kleine Luder eine Stunde am Stück können. Der Unterschied liegt in der Helligkeit. Während mit einer AA-Zelle 140 Lumen erreicht werden, geht die Kleine richtig ab, wenn sie mehr gefordert wird. Scharfe 220 Lumen entströmen ihr bei dieser Behandlung. Zum Test musste das Baby selbstverständlich auf alle erdenklichen Arten ran, und ebenso selbstverständlich bei voller Belastung. Damit es nicht zu heiß herging, wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung LiIon 14500 (750mAh):
beim Einschalten: 2.900 Lux
nach 5 Minuten: 2.500 Lux
nach 10 Minuten: 2.400 Lux
nach 20 Minuten: 2.100 Lux
nach 30 Minuten: 1.900 Lux
nach 40 Minuten: 1.300 Lux
Nach 45 Minuten wurden noch 500 Lux gemessen, der Akku entnommen und mit 3,01 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung NiMh-Akku (2.000 mAh):
beim Einschalten: 1.400 Lux
nach 5 Minuten: 1.200 Lux
nach 10 Minuten: 1.200 Lux
nach 20 Minuten: 1.100 Lux
nach 30 Minuten: 1.100 Lux
nach 40 Minuten: 1.000 Lux
nach 50 Minuten: 800 Lux
Nach 55 Minuten wurden noch 200 Lux gemessen. Der Akku wurde nach Entnahme noch mit 0,89 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung AA-Batterie (Alkaline):
beim Einschalten: 1.400 Lux
nach 5 Minuten: 1.000 Lux
nach 10 Minuten: 900 Lux
nach 20 Minuten: 300 Lux
Die Batterie hatte zu diesem Zeitpunkt eine Leerlaufspannung von 1,26 Volt. Wie bei vielen aktuellen Lampen bricht die Spannung der Batterie unter Leistung ein. Zwar erholt sie sich nach einiger Ruhezeit wieder zumindest soweit, dass für einen kurzen Zeitraum wieder mehr Helligkeit zur Verfügung steht, bricht aber anschließend umso schneller wieder ein.
Fazit: Am besten kommt der Treiber mit NiMh-Akkus klar. Die Lichtausbeute ist damit zwar geringer, dafür über die gesamte Laufzeit konstanter als bei Verwendung eines LiIon-Akkus. Von einem Batteriebetrieb ist abzuraten, da die Batterie den Saft, den die Lady fordert, nicht über einen längeren Zeitraum liefern kann, was zeigt, dass dieser Stromversorger antiquiert und für aktuelle Lampen immer weniger geeignet ist. Aber wen wundert’s? Warum sollte ein knackiges junges Ding wie die Xeno E03 auch auf alte, potenzschwache Säcke stehen? Steckt dagegen ein 14500-LiIon-Akku im Rohr, wird die Kleine richtig heiß, baut dafür aber auch schneller ab. Ohne Kühlung ist von einem Dauerbetrieb mit voller Leistung abzuraten. Grundsätzlich sollte man den Akku wechseln, wenn das Baby deutlich nachlässt, ansonsten saugt es mehr an ihm als er vertragen kann.

Bedienung:
Ein Druck auf den Reverse-Clicky, der einen weichen Druckpunkt hat, bringt die Lady in Stimmung. Sie verfügt über drei Leuchtstufen, die wie folgt angegeben sind: High (220lm/1h-LiIon; 140lm/1h-NiMh), Low (110lm/2h-LiIon; 40lm/4H-NiMh), Ultra Low (50lm/5h-LiIon; 10lm/20h-NiMh). Zu den Leuchtstufen ist zu sagen, dass der geneigte Tester den Angaben nicht so recht Glauben schenken mag. Zwischen dem High beim Betrieb mit NiMh-Akku (140 Lumen) und dem Ultra Low beim Betrieb mit LiIon-Akku (50 Lumen) ist kaum ein Unterschied feststellbar, und das Mid beim Betrieb mit 14500-Akku (110 Lumen) ist bereits deutlich heller. Die Bezeichnung “Ultra Low” beim Betrieb mit einem 14500-Akku passt überhaupt nicht, da man nicht mal eine Karte blendfrei lesen kann. Beim NiMh-Akku-Betrieb ist das zwar möglich, aber mit “Ultra Low” hat das ähnlich viel zu tun wie Alice Schwarzer mit Hardcore-Pornos.
Beim Einschalten startet die Lampe in der mittleren Stufe. Durch Antippen des Schalters wechselt sie in den dunklen Modus, bei zweimaligem Antippen gibt die Kleine Vollgas. Sie hat keine Memory-Funktion; nachdem die Lampe länger als drei Sekunden ausgeschaltet war, startet sie beim Einschalten immer im mittleren Modus.

Xeno E03 008
Das Gummi ist, wie der Dichtring im Bezel, nachleuchtend. Im Dunkeln siehr die Kleine damit durchaus reizvoll aus.

 

Xeno E03 009
Frauen zicken manchmal rum. Bei der Testkandidatin musste zunächst die Feder gedehnt werden, bevor sie wollte wie ihr Lampenprofessor.


Beam:
Sollte man ihn fraulich nennen dürfen? Er ist sehr harmonisch, mit weichem Übergang vom Spot zum Spill, es gibt keine harten Konturen. Und vor allem: Keine Ringe trüben das Gesamtbild!

Xeno E03 010
“White-wall-beamshot” der Xeno X03 V2.

Resümee:
Die Lampe ist sicherlich kein One-night-stand, sondern ein Partner, der auch auf längere Sicht Spaß bereiten kann. Wer es gerne sanft und gleichmäßig mag, sollte zu einem NiMh-Akku greifen. Aber mit einem LiIon-Akku kann die Kleine auch hart und heftig. Die HA-III-Anodisierung sorgt dafür, dass bei der Lady nicht so schnell der Lack ab ist, und der Body ist ebenfalls so gut gebaut, dass man auch länger Spaß daran hat. Das anfängliche Problem mit der zickigen Tailcapfeder dürfte ein Einzelfall sein. Die Probandin wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt. Weitere Infos bietet der Hersteller www.xenoled.com Zu einem Preis von 32 Euro (Stand: Juli 2011) kann man mit der Kleinen viele vergnügliche Stunden verbringen.

Xeno E03 011
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Xeno E03, Fenix LD10, 4Sevens Quark Mini 123.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige andere Lampen mit Cree XP-G-R5-LED, alle jeweils auf hellster Stufe.

Xeno E03 012
Kontroll-Shot

 

Xeno E03 013
Xeno X03 NiMh-Akku Ultra Low

 

Xeno E03 014
Xeno E03 NiMh-Akku Low

 

Xeno E03 015
Xeno E03 NiMh-Akku High

 

Xeno E03 016
Xeno E03 LiIon-Akku Ultra Low

 

Xeno E03 017
Xeno E03 LiIon-Akku Low

 

Xeno E03 018
Xeno E03 LiIon-Akku High

 

Xeno E03 019
Sunwayman V10A

 

Xeno E03 020
EagleTac P20A2 MKII

 

Xeno E03 021
Lumapower D-Mini VX

 

Xeno E03 022
Lumintop TD-15