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Archiv für die Kategorie ‘P4 / Q5 / R2 LED Lampen’

Review Taclights Coplite

Taclights Coplite 001
Nach der Patriot durchläuft heute eine weitere Lampe von Taclights, die Coplite, den Testparcours des Ausbilders.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit Holster, Lanyard und einem Datenblatt (englisch) ausgeliefert.

Taclights Coplite 002
Lieferumfang nicht nur für Polizisten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 146 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: Beim Unterwassertest im Waschbecken (Ein- und Ausschalten, Durchschalten der Modi) drang Wasser in den Lampenkörper ein. Der Funktion tat das indes keinen Abbruch. Ein zweiter Versuch ohne Schaltvorgänge lieferte das gleiche Ergebnis. Auch als an der Tailcap nichts gedrückt oder gedreht wurde, drang Wasser in den Body ein. Die Testlampe ist an der Endkappe bzw. am Selektorring schlicht und einfach nicht ganz dicht. In den Lampenkopf drang kein Wasser ein.
Besonderheiten: Statt eines Clickys verfügt die Lampe über einen Mikroschalter. Die Gewinde wurden ebenfalls anodisiert und von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

Taclights Coplite 003
Auch die Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe so gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Coplite mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 3,7-Volt-Akkus ist also nicht möglich. Angegeben ist die Coplite mit 220 Lumen bei einer Laufzeit von 150 Minuten. Die Lumenangabe ist dezent übertrieben. Über den dunklen Modus macht Taclights keine Angaben. Ohne entsprechende Messausrüstung hier einen genauen Wert anzugeben, ist nicht möglich; der durch “Bouncing” festgestellte Wert dürfte zwischen 10 und 20 Lumen liegen. Zum Test trat die Lampe in der hellen Leuchtstufe mit einem 18650er-Akku mit 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 6.700 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.500 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 40 Minuten: 6.200 Lux
nach 50 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 5.900 Lux
nach 80 Minuten: 5.700 Lux
nach 100 Minuten: 5.400 Lux
nach 120 Minuten: 5.200 Lux
nach 140 Minuten: 5.100 Lux
nach 160 Minuten: 5.000 Lux
Nach 180 Minuten und weiterhin 5.000 Lux habe ich den Test abgebrochen und die Leerlaufspannung des Akkus gemessen. Unmittelbar nach Entnahme waren es 3,76 Volt, was einer Restkapazität zwischen 30 und 40 Prozent entspricht. Somit ist auch über die drei Stunden Dauerbetrieb hinaus noch für einige Zeit brauchbares Restlicht gegeben. Während des Betriebs war lediglich eine minimale Erwärmung übers gesamte Gehäuse feststellbar.
Fazit: Die Regelung der Coplite ist sicherlich nicht grandios, aber durchaus zufriedenstellend. Nach 30 Minuten im Dauerbetrieb liegt der Lichtverlust bei fünf, nach einer Stunde bei knapp über zehn Prozent. Im Praxisbetrieb ohne durchgängigen Betrieb in der hellen Stufe dürften somit lange Einsatzzeiten ohne Akkuwechsel erzielt werden. Ein Wärmeproblem war bei der Lampe nicht festzustellen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Cree XR-E-R2-LED ihre Dienste. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor aus Aluminium.

Taclights Coplite 004
Dadurch, dass die Linse tief im Bezel sitzt, ist sie gut geschützt. Ein leicht texturierter Orange-Peel-Reflektor verteilt das Licht.


Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters in der Tailcap wird die Coplite eingeschaltet. Der Schalter selbst ist relativ leichtgängig, aber dadurch, dass der Weg bis zum Druckpunkt, an dem er einrastet, relativ lang ist, war zumindest mir eine Einhandbedienung nur im Zigarrengriff möglich. Auf kurze Tastimpulse reagiert die Lampe sofort, Momentlicht und Morsen sind somit möglich. In der Mitte der Tailcap sitzt ein Selektorring, mit dem die drei Modi hell (Anschlagsstellung links), dunkel und schneller Strobe (Anschlagsstellung rechts) angewählt werden. Der Selektorring hat keine Rasterung; der dunkle Modus ist im Dunkeln dadurch nur nach Gefühl anwählbar.

Taclights Coplite 005
Die Tailcap. Der Selektorring hat ohne Rasterung lediglich links und rechts zwei Anschlagsstellungen; dazwischen liegt der dunkle Modus, der im Dunkeln nur nach Gefühl angewählt werden kann. Beim Testmodell drang durch die Tailcap Wasser ins Gehäuse ein – eindeutig suboptimal.


Beam:

Die Lampe erzeugt einen klar definierten Hotspot, der sich ohne störende Ringe vom Sidespill absetzt.

Taclights Coplite 006
Echte Cops sagen durch die Blume, dass man stehen bleiben soll, oder sie schießen. Das neckische Muster entsteht durch die Zacken des Bezels.


Resümee:
Die Taclichts Coplite ist eine gut verarbeitete Lampe mit eigenwilligem Design, die die, teilweise auch deutlich teurere, Konkzrrenz nicht fürchten muss. Die Regelung ist nicht “State of the art”, geht aber in Ordnung, und nicht nur Cops haben für lange Zeit immer noch ausreichend Licht. Nach drei Stunden Dauerbetrieb war die Helligkeit mittels Bouncing mit der Fenix LD20 auf high (mit angegebenen 94 Lumen) vergleichbar. Einziger Kritikpunkt ist der Selektorring, der über keine Rasterung verfügt und dadurch das Anwählen des dunklen Modus’ zur Gefühlssache macht. Dass der Selektorring bzw. das Clickygummi für die Undichtigkeit der Lampe verantwortlich ist, dürfte ein Einzelfall sein, da diese Tailcap auch bei anderen Taclights-Modellen Verwendung findet und solche Probleme dort nicht auftreten. Deutsche Cops würden sich über das Testmodell der Taclights Coplite als Dienstlampe auf jeden Fall freuen, es sei denn, sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei. In Deutschland ist die Lampe zum Preis von 59 Euro (Stand: Juni 2010) unter www.taschenlampen-papst.de zu beziehen, weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.taclights.cn.

Taclights Coplite 007
Waschen, Legen, Föhnen, Zustechen, Scheiben einschlagen: Die Coplite ist auch für härtere Gangarten geeignet.

 

Taclights Coplite 008
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Taclights Coplite, Fenix TK11.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4,8 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Lichtbild her ähnlich ist, aber mehr Spill liefert und einen Tick heller ist.

Taclights Coplite 009
Taclights Coplite

 

Taclights Coplite 010
Fenix TK11 R2

Review Led Lenser P6

Led Lenser P6 001

Mit der Led Lenser P6 bietet der Hersteller Zweibrüder eine handliche fokussierbare Lampe, die aufgrund der fehlenden Regelung allerdings so ihre Probleme hat.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton wird die Lampe mit Holster, zwei AA-Batterien zum Betrieb, einem Lanyard, zweisprachiger Bedienungsanleitung (deutsch, englisch) und einer kleinen Werbebroschüre ausgeliefert.

Led Lenser P6 002

Lieferumfang der P6.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 167 mm
Länge fokussiert: 172 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 18,5 mm
Gewicht: 74 g
Gewicht mit Akkus: 130 g
Anodisierung: HA II, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in einem Loch in der Tailcap ist ein kleiner Metallbügel befestigt, der zur Lanyardbefestigung dient; alternativ kann dieser Bügel durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die P6 verfügt durch die Möglichkeit, den Lampenkopf vor und zurück zu schieben, über eine Fokussierfunktion.

Led Lenser P6 003

Wie bei Led Lenser üblich, kann auch bei der P6 der Fokus durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos verstellt werden.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Herstellerseitig ist die P6 mit 95 Lumen angegeben. Als Energiespender dienen zwei AA-Batterien. Laut Hersteller soll die Lampe nicht mit Akkus betrieben werden, da die LED aufgrund des höheren Stroms, den Akkus liefern, mit zuviel Strom versorgt wird, was sich langfristig auf die Lebensdauer der LED nachteilig auswirkt. Im Praxisbetrieb spielt das allerdings keine Rolle, und zwar aus zwei Gründen: Einerseits werden, bevor die LED aufgrund der Verwendung von Akkus das Zeitliche segnet, einige Lampengenerationen ins Land gegangen sein, andererseits dürften bis dahin andere Bauteile den Geist aufgegeben haben. Daher erfolgte der Praxistest nicht mit Batterien, sondern mit LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh. Die Lampe wurde dabei auf Maximal fokussiert.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 5.900 an. Innerhalb der ersten fünf Minuten sank der Wert auf 5.400 Lux
Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 5.000 Lux
nach 20 Minuten: 4.500 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 40 Minuten: 4.200 Lux
nach 50 Minuten: 4.200 Lux
nach 60 Minuten: 4.200 Lux
nach 70 Minuten: 4.100 Lux
nach 80 Minuten: 4.100 Lux
nach 90 Minuten: 4.100 Lux
Anschließend wurde das Licht langsam, aber kontinuierlich dunkler. Ob die vom Hersteller angegebenen 40 Stunden Leuchtdauer, während der die Lampe die meiste Zeit dahindümpelt, erreicht werden, habe ich nicht getestet. Im Dunkeln wird man mit der Lampe so schnell zwar nicht stehen, aber Effizienz sieht anders aus.
Ein Wärmeproblem hat die Lampe definitiv nicht, die sinkenden Luxwerte sind einzig und allein auf die fehlende Regelung zurückzuführen. Während manche andere Led-Lenser-Lampen beim Betrieb mit Akkus von Beginn an eine nahezu gleichbleibende Lichtausbeute liefern, ist dies bei der P6 erst nach rund 30 Minuten der Fall. Allerdings hat die Lampe bis zu diesem Zeitpunkt bereits fast 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt.
Um einer möglichen Verfälschung des Ergebnisses vorzubeugen, wurde die Lampe mit vom Hersteller für den Betrieb empfohlenen Alkali-Batterien erneut dem Luxmeter vorstellig. Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 7.000 Lux gemessen. Nach fünf Minuten zeigte das Luxmeter 5.900 Lux.
Weitere Messergebnisse (in Klammern zum Vergleich noch mal die Ergebnisse der Messung mit Akkus):
nach 10 Minuten: 5.000 Lux (5.000)
nach 20 Minuten: 4.400 Lux (4.500)
nach 30 Minuten: 3.900 Lux (4.300)
nach 40 Minuten: 3.600 Lux (4.200)
nach 50 Minuten: 3.300 Lux (4.200)
nach 60 Minuten: 3.000 Lux (4.200)
nach 70 Minuten: 2.800 Lux (4.100)
nach 80 Minuten: 2.700 Lux (4.100)
nach 90 Minuten: 2.600 Lux (4.100)
Das Messergebnis bestätigte die praktischen Erfahrungen mit anderen Led-Lenser-Lampen. Die Ausgangshelligkeit der Lampe gegenüber dem Betrieb mit Akkus ist höher, allerdings nur für wenige Minuten. Anschließend sinkt die Helligkeit über die gesamte Laufzeit kontinuierlich.
Fazit: Egal, ob mit Batterien oder Akkus – die volle Leistung der Led Lenser P6 im Dauerbetrieb ist nur mit randvollen Energiespendern für wenige Minuten abrufbar, wobei Akkus über die gesamte Laufzeit deutlich effizienter sind.

 

Reflektor/Linse:
In einem verschiebbaren Tubus sitzt eine Cree-XR-E-LED hinter einer Plastiklinse.

Led Lenser P6 004

Vorderansicht.

 

Bedienung:
Ein Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist, schaltet die Lampe ein. Der Druckpunkt des Clickys ist mittelhart, eine einhändige Bedienung ist problemlos möglich. Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtstrahl stufenlos zwischen breit streuendem und gebündeltem Licht eingestellt werden.

Led Lenser P6 005

Der Clicky ist zwar klein, lässt sich aber problemlos erreichen und schalten.

 

Beam:
In allen Fokuseinstellungen sind zahlreiche Ringe zwischen Hotspot, Corona und Sidespill sichtbar, ein typisches Merkmal für fast alle fokussierbaren Lampen.

Led Lenser P6 006

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 007

P6 fokussiert.

 

Resümee:
Die volle Lichtleistung der P6 ist nur unmittelbar nach dem Einschalten verfügbar, anschließend baut die Lampe schnell ab. An dem Punkt, an dem die Akkus die Lampe (und nicht umgekehrt) in den Griff bekommen, hat sie bereits 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung eingebüßt. Bei der Nutzung im Dauerbetrieb macht die P6 nur dann Sinn, wenn man eine Lampe benötigt, die den Nutzer nicht plötzlich im Dunkeln stehen lässt und er mit der stetig nachlassenden Helligkeit leben kann. Denn die P6 schaltet nicht plötzlich ab, sondern liefert für eine lange Zeit dunkler werdendes Restlicht. Für einen “Flashaholic” mag das inakzeptabel sein; manche “normalen” Nutzer können es durchaus als Vorteil werten. Für einen Preis zwischen 35 und 50 Euro (Stand: Mai 2010) gibt es dennoch wesentlich effektivere Lampen.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt. Weitere Infos sind unter www.zweibrueder.com zu finden.

Led Lenser P6 008

Größenvergleich zur Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Led Lenser P6 009

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 010

P6 fokussiert.

Review Lumapower Signature Tactical Edition

Lumapower Signature Tactical 001

Mit der Lumapower Signature hat die Signature Tactical Edition gerade mal noch den Namen und das Bedienkonzept gemein.

Lumapower Signature Tactical 002

Die original Signature…

Lumapower Signature Tactical 003

…und die Signature Tactical Edition.

Lumapower Signature Tactical 004

Mit Teleforce Head bestückt, ist die Lampe knapp 1,2 Zentimeter länger als mit dem OP-Reflektor-Kopf.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In der Lumapower-typischen Verpackung sind neben der Lampe mit OP-Reflektor ein zweiter Kopf mit SMO-Reflektor (Teleforce Head), Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, zwei Holster und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

Lumapower Signature Tactical 005

Mit diesem Zubehör wird die Lampe geliefert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 134,5 mm
Länge mit Teleforce Head: 146 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Reflektoröffnung Teleforce Head: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 27,5 mm
Durchmesser Kopf Teleforce Head: 27,8 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 82 g
Gewicht mit Teleforce Head: 91 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Gewicht mit Teleforce Head und Akku: 137 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: seitlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, abnehmbarer Trageclip, zweiter Kopf und zwei Lanyards im Lieferumfang enthalten. Der Teleforce Head, der für eine größere Reichweite ausgelegt ist, ist tiefer und mit einem SMO-Reflektor ausgestattet. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Lumapower Signature Tactical 006

Der Trageclip kann nach Abschrauben von Tailcap und Combat-Ring ohne “Kratzgefahr” nach hinten abgezogen werden.

Lumapower Signature Tactical 007

Serienmäßig montierter Kopf mit OP-Reflektor.

Lumapower Signature Tactical 008

Der SMO-Reflektor im Teleforce Head ist ein gutes Stück tiefer.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist für eine Betriebsspannung von 2,5 bis 8,4 Volt ausgelegt. Betrieben wird sie mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien. Alternativ können auch ein 17670-, ein 17650- oder zwei 16340-Akkus verwendet werden. Die höchste Leuchtstufe, von Lumapower mit “Ultra” bezeichnet, ist beim Betrieb mit einem 18650-Akku mit 280 Lumen bei einer Laufzeit von 210 Minuten bis auf 50 Prozent der Lichtleistung angegeben. Zum Test standen zwei Modelle, eins in Schwarz, eins in Silber, zu Verfügung, wobei das silberne Modell mit dem Teleforce Head bestückt wurde. Der Test erfolgte mit letzterem auf höchster Stufe bei Verwendung eines 18650er-Akkus mit 2400 mAh. Der Hersteller selbst warnt davor, die Lampe länger als 15 Minuten am Stück im Ultra-Modus zu betreiben. (Überhitzungsgefahr). Deshalb erfolgte während des Tests eine Konstantkühlung durch einen Modellbauventilator.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 9.000 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.500 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 90 Minuten: 8.000 Lux
nach 120 Minuten: 7.600 Lux
nach 150 Minuten: 6.000 Lux
nach 180 Minuten: 2.100 Lux, Abbruch des Tests. Unmittelbar nach Entnahme hatte der Akku noch eine Spannung von 3,16 Volt, kein Grund zur Panik also.
Fazit: Die Lampe ist über die ersten zwei Stunden nicht überragend, aber insgesamt doch gut geregelt. Danach allerdings sinken die Werte schnell. Ein Wärmeproblem im Praxisbetrieb dürfte nur dann auftreten, wenn die Lampe im hellsten Modus über eine längere Zeit ohne jegliche Kühlung (wie etwa die “Luftkühlung” beim Laufen oder die Kühlung durch den Blutkreislauf) betrieben wird. Dennoch: Wenn schon der Hersteller einräumt, dass thermische Probleme auftreten können, sollte man die Wärmeentwicklung gut beobachten und gegebenenfalls auf “high” schalten. Dieses Problem dürfte im täglichen Leben aber eher theoretischer Natur sein, denn auch die High-Stufe macht bereits ausreichend hell.

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Beide Reflektoren bestehen aus Aluminium, beide Köpfe verfügen über eine beschichtete Glaslinse.

Lumapower Signature Tactical 009

Ansicht des werksseitig montierten OP-Reflektor-Kopfs von vorne.

Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky sorgt beim Antippen für Moment- oder beim Durchdrücken für Dauerlicht. Die Helligkeitsstufen werden mit einem seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Beide Bedienelemente sind gut erreichbar und haben einen weichen (seitlicher Schalter) und mittelharten (Clicky) Druckpunkt. Wer die “herkömmliche” Taschenlampenhaltung bevorzugt, hat den Daumen automatisch auf dem Schalter unterhalb des Lampenkopfs liegen. In der taktischen Fausthaltung ist sogar eine Einhandbedienung möglich, bei der der kleine Finger das Durchschalten der Helligkeitsstufen übernimmt (oder bei Riesenpranken der Ringfinger). Die Schaltreihenfolge ist ultra-high-medium-low-strobe. Die Lampe startet immer in der zuletzt gewählten Einstellung.

Lumapower Signature Tactical 010

Mit dem seitlichen Schalter werden die einzelnen Stufen durchgeschaltet.

Lumapower Signature Tactical 011

Das silberne Modell ist werksseitig mit einem nachleuchtenden Schaltergummi bestückt, bei der Ausführung in schwarz liegt dieses der Verpackung bei.

Beam:
Mit OP-Reflektor-Kopf bestückt, geht der Spot weich in den Sidespill über. Auf eine Entfernung von 25 bis 30 Meter wird ein großer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Mit SMO-Reflektor (Teleforce Head) ist der Beam zunächst mal potthässlich. Ein greller Hotspot geht, von einigen Ringen abgegrenzt, in den Spill über, der im Randbereich erneut mehrere Ringe aufweist. Doch gemach: Was zählt, ist laut einer alten Fußballerweisheit bekanntlich “auffm Platz”. Und hier macht der Teleforce Head eine ausgezeichnete Figur. Zwar ist der gesamte Beam deutlich kleiner als der beim Betrieb mit dem OP-Reflektor-Kopf, aber auch hier liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild mit einer Reichweite, die man so einer kleinen Lampe kaum zugetraut hätte. Mein erster Eindruck: Nicht zu glauben, dass das tatsächlich die gleiche Lampe ist!
Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Lumapower Signature Tactical 012

Beamshot an der weißen Wand. Links im Bild das Modell mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 013

Lichtbild mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 014

Lichtbild mit OP-Reflektor-Kopf.

Lumapower Signature Tactical 015

Zum Vergleich: Lichtbild der Original-Signature mit Teleforce Head. Auch an Helligkeit haben die neuen Modelle zugelegt.

Resümee:
Mit der Weiterentwicklung der Signature ist Lumapower ein Volltreffer gelungen. Die Signature Tactical Edition bietet bereits mit dem werksseitig montierten Kopf mit OP-Reflektor vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die durch Verwendung des Teleforce Heads noch erweitert werden. Da der Kopf als Ganzes gewechselt wird, kann man innerhalb weniger Sekunden zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leuchtcharakteristiken auswählen. Obwohl die Lampe nach etwas mehr als 120 Minuten deutlich herunterregelt, kann sich die Gesamtlaufzeit sehen lassen. Mit einer Akkuladung kommt man somit lange aus. Und gemäß dem Motto “Wenn schon, denn schon” hat Lumapower für die unterschiedlichen Lampengrößen auch zwei unterschiedliche Holster beigelegt. Bei einem Preis von 79 Euro für die schwarze und 84 Euro für die silberne Ausführung (Stand: April 2010) ist die Lampe jeden Cent wert. Die Lampen wurden freundlicherweise von Lumapower (www.lumapower.com) und Taschenlampen-Papst (www.taschenlampen-papst.de) zur Verfügung gestellt.

Lumapower Signature Tactical 016

“Signature Tactical on ice”. Nicht nur hier,…

Lumapower Signature Tactical 017

…auch im Eiswasser macht die Lampe eine gute Figur.

Lumapower Signature Tactical 018

Review LD20 R4

Fenix LD20 R4 001

Fenix gibt Gas: Die aktuellste LD20 kommt nicht nur mit dem neuen Body, sondern auch mit der Cree 7090 XP-G R4-LED daher.

Dieser Test soll die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen LD20-Modelle aufzeigen. Zum Test traten an: Die LD20 R4 mit neuem Body (oben) und die LD20 Q5 (Cree 7090 XR-E Q5-LED) mit dem alten Body.

Fenix LD20 R4 002

Verpackung/Lieferumfang:
Bei beiden Modellen (bis auf den Trageclip bei der Ausführung mit neuem Body) identisch. In der Fenix-typischen Verpackung werden neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Tütchen mit Ersatzgummi für die Tailcap und Ersatz-O-Ringen, eine Bedienungsanleitung (englisch), eine Garantiekarte und eine kleine Werbebroschüre mitgeliefert.

Beschreibung der Lampen:
(Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Modell mit dem alten Body).
Länge: 151,5 mm (150,5 mm)
Reflektoröffnung: 17,5 mm (17,5 mm)
Durchmesser Kopf: 21,5 mm (21,5 mm)
Durchmesser Tail: 20,5 mm (20,5 mm)
Gewicht: 58 g (56 g)
Gewicht mit Clip: 62 g
Gewicht mit Akku: 114 g (112 g)
Anodisierung (beide Modelle): HA III, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand (beide Modelle): ja.
Rollschutz (neues Modell): mit Clip ja, ohne Clip nur bedingt.
Rollschutz (altes Modell): nur bedingt.
Löcher für Lanyard (beide Modelle): ja, in der Tailcap.
wasserdicht (beide Modelle): ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: abnehmbarer Clip (nur neues Modell).
Diese Daten beziehen sich auf den Vergleich alter/neuer Body der LD 20. Während die LD20 Q5 derzeit noch in zwei Ausführungen erhältlich ist (mit altem und neuem Body), wird die XP-G R4-LED nur bei der Ausführung mit dem neuen Body verbaut. Im weiteren Verlauf des Tests werden nur Leuchtmittel/Lichtausbeute/Lichtbild verglichen.

Fenix LD20 R4 003

Bis auf den Lampenkörper sind beide Modelle optisch identisch.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden beide LD20 mit zwei AA-Batterien (Akkus). Die LD20 R4 ist werksseitig im Turbo-Modus mit 205 Lumen angegeben, die LD20 Q5 mit 180 Lumen. Die weiteren angegebenen Leuchtstufen der LD20 R4 (in Klammern die Werte der LD20 Q5): Low: 9 Lumen (9); Medium: 50 Lumen (47); High: 105 Lumen (94). Trotz geringfügig höherer Werte soll die Laufzeit bei beiden Modellen laut Hersteller gleich sein.
Der Praxistest erfolgte bei beiden Modellen in der höchsten Leuchtstufe unter Verwendung von zwei vollgeladenen LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh.
Praxistest Luxmessung:
Luxwerte (in Klammern die Werte der Q5-Version)
beim Einschalten: 2900 (3700)
nach 15 Minuten: 2900 (3700)
nach 30 Minuten: 2900 (3700)
nach 45 Minuten: 2900 (3700)
nach 60 Minuten: 2900 (3700)
nach 75 Minuten: 2900 (3700)
nach 90 Minuten: 2900 (3600)
nach 95 Minuten: 2900 (2900)
nach 100 Minuten: 2900 -
nach 110 Minuten: 2800 -
Nach 115 Minuten brach die Lichtleistung der LD20 R4 innerhalb von Sekunden auf 500 Lux ein, Ende des Tests. Die Wärmeentwicklung bereitet keinen Grund zur Sorge; mehr als handwarm wurde die Lampe während des Testlaufs nicht.
Auch beim Betrieb mit Alkali-Batterien zeigte sich die LD20 äußerst kulant. Der bei vielen Lampen feststellbare Helligkeitseinbruch innerhalb der ersten Minuten blieb aus, auch hier schaffte die Lampe kontinuierliche Werte. Den Test mit Batterien brach ich kurz darauf ab, um selbige zu schonen, zumal ich es für Unsinn halte, eine Lampe mit Batterien zu betreiben, die erstklassig mit Akkus funktioniert.
Die LD20 Q5 wird beim Betrieb etwas wärmer. Im normalen Betrieb dürfte das nicht ins Gewicht fallen, weil die Lampe dabei in der Regel bewegt und dadurch gekühlt wird. Da sie für den Test allerdings auf einem Stativ befestigt war, habe ich sie sicherheitshalber zwischendurch regelmäßig mit einem kleinen Ventilator gekühlt. Nach 97 Minuten brach bei diesem Modell die Lichtleistung ein.
Der Vergleich beider Lampen zeigt sehr schön die größere Effizienz der neuen Cree XP-G-LED. Das (oder zumindest einen Teil dessen), was die XR-E-LED an Mehrwärme abgibt, kann die XP-G-LED in zusätzliche Laufzeit umsetzen.
Fazit: Die Regelung der beiden LD20-Modelle ist ähnlich einer alten Werbung für ein Haarspray. (Morgens: Tokio – die Frisur hält. Mittags: New York – die Frisur hält. Abends: Gefangenenlager irgendwo am Arsch der Welt (oder so ähnlich) – die Frisur hält.) Über die gesamte Laufzeit bleibt die maximale Helligkeit konstant. Besser geregelt kann eine Lampe nicht sein.
Typisch für die Charakteristiken beider Lampen sind die gemessenen Lux-Werte. Obwohl die LD20 Q5 einen geringeren Output hat als die LD20 R4, erzielte sie bei der Messung höhere Werte, da sie das Licht stärker bündelt.

Unterschiede Reflektor/Linse:
Bei der Cree XP-G-R4-Version der LD20 wurde statt des OP-Reflektors der XR-E-Q5-Variante ein SMO verbaut. Dieser ist tiefer als der OP-Reflektor der LD20 Q5. Die Frontlinse besteht bei beiden Modellen aus Glas.

Fenix LD20 R4 004

Bei der R4-Version ist ein Smooth-Reflektor verbaut.

Bedienung:
Identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein und die Helligkeitsstufen durch. Die beiden Modi werden durch Drehen des Lampenkopfs erreicht. Ist der Kopf angezogen, startet die LD20 im Turbo-Modus und schaltet nach Antippen des Clickys in den Strobe-Modus. Durch Lockern des Kopfs gelangt man in den zweiten Modus. Die Schaltreihenfolge hier ist low-medium-hell-SOS.

Beam:
Die LD20 R4 erzeugt einen klar definierten Hotspot, der weich in den Spill übergeht. Die Lampe leuchtet einen größeren Bereich aus, die Gesamtausleuchtung ist homogener und die Lichtfarbe neutraler als bei der Ausführung mit Q5-Version. Dafür kommt letztere von der Reichweite einen Tick weiter. Dass hier die Welt auf dem Kopf zu scheinen scheint, da die LD20 mit OP-Reflektor eine größere Reichweite hat, während die LD20 mit SMO-Reflektor eine gleichmäßigere Ausleuchtung liefert, erklärt sich durch die verwendeten LEDs. Denn die XP-G-LED hat einen größeren Abstrahlwinkel bei geringerer Reichweite als die XR-E-LED der LD20 Q5.

Fenix LD20 R4 005

“White-Wall-Beamshot” beider Lampen. Links die XP-G-R4-Version, rechts die XR-E-Q5-Version.

Resümee:
Mit der LD20 mit XP-G R4-LED liefert Fenix eine gute Arbeit ab. Die Lampe verfügt auf dem Papier über 25 “Mehr-Lumen” gegenüber der Q5-Vaiante, die optisch allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fallen. In meinen Augen stellt die Lampe keine Verbesserung gegenüber der Q5-Version dar, sondern vielmehr eine äußerst gelungene Alternative. Während die LD20 Q5 eine größere Reichweite hat, leuchtet die LD20 R4 einen größeren Bereich gleichmäßiger aus.
Was neue und alte Ausführung der Bodys betrifft, zeigt sich Fenix wenig anwenderfreundlich. Durch das Baukastenprinzip konnte jede “alte” LD20 auch zur LD10 umgebaut werden. Zwar funktioniert das auch bei den Modellen mit neuem Body untereinander. Wer jedoch einen neuen Kopf oder eine neue Tailcap auf einen alten Body schrauben möchte (und umgekehrt) erlebt eine böse Überraschung, da diese nicht mehr untereinander kompatibel sind. Wer also beispielsweise eine ältere LD10 hat, die er zur LD20 umbauen möchte, kann nun nicht einfach mehr nur einen LD20-Body kaufen, sondern muss gleich die komplette LD20 erwerben. Okay, so funktioniert Marktwirtschaft nun mal, schade ist es trotzdem.
Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei rund 60 Euro (Stand: April 2010). Weitere Infos gibt es auf der Herstellereite www.fenixlight.com. Die Lampen wurden freundlicherweise von Fenix und von Bernd Auler vom Flashlightshop (www.flashlightshop.de) zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Das obere Bild zeigt die LD20 mit der XP-G R4-LED, das untere die LD20 mit der XR-E Q5-LED.

Fenix LD20 R4 006

Fenix LD20 R4 007

Preview Led Lenser M7

Led Lenser M7 001

Die Led Lenser M7 wird voraussichtlich im Juli in den Handel kommen und einige interessante Features mitbringen. Kann die neue Zweibrüder-Lampe halten, was sie verspricht?

Verpackung/Lieferumfang:
Das Testmodell kam im gleichen Pappkarton, in dem auch die P7 und die T7 ausgeliefert wurden (werden). Falls der endgültige Lieferumfang dem des Testkandidaten entspricht, werden neben der Lampe vier AAA-Batterien zur Stromversorgung, ein Lanyard, ein Gürtelclip, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre des Herstellers enthalten sein.

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 136,5 mm
Länge fokussiert: 141 mm
Öffnung der Linse: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 147 g
Gewicht mit Akkus: 193 g
Anodisierung: HA II der besseren Sorte.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja. In der Tailcap ist ein Loch mit einer Öse zur Lanyardaufnahme. Diese Öse kann durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch einen Schiebemechanismus fokussierbar. Um ein ungewolltes Verstellen zu verhindern, kann der verschiebbare Lampenkopf arretiert werden. Die M7 verfügt über mehrere Leuchtstufen und Blinkmodi sowie zwei Helligkeitsprogramme, die auf alle Modi anwendbar sind.

Led Lenser M7 002

Bei der M7 kann der Lampenkopf in jeder Fokuseinstellung arretiert werden.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Der Betrieb ist wahlweise mit vier AAA-Batterien oder AAA-Akkus möglich. Die Batteriehalterung hat Zweibrüder von den Vorgängermodellen übernommen. Da über Pro und Contra dieser Halterung schon genug geschrieben wurde, erspare ich mir das an dieser Stelle. Herstellerseitig ist die M7 mit 220 Lumen angegeben.
Neben den verschiedenen Modi, die weiter unten noch beschrieben werden, verfügt die M7 über zwei Modi-übergreifende Energieprogramme, von Zweibrüder als “Energy Saving Modus” und “Constant Current Modus” bezeichnet. In Letzterem startet die Lampe mit maximaler Helligkeit, die für wenige Minuten konstant bleibt und in den nächsten Minuten auf 60 Prozent der maximalen Helligkeit fällt. Diese 60 Prozent bleiben eingestellt bis die Batterien leer sind. In diesem Programm wird die Helligkeit nur über die eingebaute Temperatur-Kontroll-Einheit reguliert. Ein kurzes Aus- und wieder Einschalten der Lampe genügt, um wieder die volle Leuchtkraft zu haben, sofern die Akkus noch über eine ausreichende Kapazität verfügen. Im Energiesparprogramm verhält sich die Lampe zu Beginn genau so, allerdings wird die Helligkeit hier auf 50 Prozent heruntergeregelt und nach 25 Minuten auf 15 Prozent. Um zwischen den Energieprogrammen zu wechseln, muss der Schalter achtmal angetippt und dann durchgedrückt werden. Das mag sich zunächst umständlich anhören, doch in der Regel wird man sich, je nach Nutzerprofil, ohnehin nur für eines der beiden Programme entscheiden und diese Funktion somit nicht häufig benötigen. Die Anwahl des Energiesparprogramms zeigt die Lampe durch Leuchten und anschließendes Herunterdimmen an, die Anwahl des “Constant Current Modus” durch Leuchten und schlagartiges Ausgehen nach wenigen Sekunden. Für den Test wurde der “Constant Current Modus” gewählt, alle Werte und Laufzeiten beziehen sich auf dieses Programm. Im Energiesparprogramm dürften die Laufzeiten deutlich länger sein. Der Test erfolgte mit vier LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh bei komplett fokussierter Lampe.
Praxistest Luxmessung:
Direkt nach dem Einschalten wurden 18.500 Lux angezeigt. Innerhalb der ersten fünf Minuten fiel der Wert auf 15.900 Lux. Nach zehn Minuten Laufzeit lag der Wert bei 13.000 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 13.000 Lux
nach 20 Minuten: 12.900 Lux
nach 30 Minuten: 12.800 Lux
nach 40 Minuten: 13.000 Lux
nach 50 Minuten: 13.300 Lux
nach 60 Minuten: 13.100 Lux
Wenig später fiel der Wert innerhalb von Sekunden rapide und nahm konstant weiter ab. Nach 65 Minuten lag der Wert nur noch bei 3600 Lux, Tendenz: fallend. Eine Minute später zeigte die Lampe durch Blinkzeichen an, dass die Akkus gewechselt werden sollten.
Fazit: Die M7 verfügt über eine gut funktionierende Regelung, die die Helligkeit über eine Stunde nahezu konstant hält. Während des Testlaufs wurde die Lampe zwar warm, eine übermäßige Temperaturentwicklung war jedoch nicht bemerkbar.

Led Lenser M7 003

Das Batteriemagazin wurde von den Vorgängermodellen übernommen.

Reflektor/Linse:
Eine von Zweibrüder nicht näher spezifizierte Cree-LED sorgt fürs Licht. Bei näherer Betrachtung handelt es sich nicht um die neue Cree XP-G-, sondern weiterhin um eine Cree XR-E-LED. Statt eines Reflektors verfügt die Lampe über eine Plastiklinse, die in einem Tubus vor- und zurückgeschoben werden kann.

Led Lenser M7 004

Die Linse mit Blick auf die LED.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die M7 mittels eines Clickys in der Tailcap. Der Druckpunkt des Clickys ist relativ hart. In der Zigarrengriffhaltung funktioniert das Einschalten problemlos, in der taktischen Fausthaltung bedarf es allerdings schon einiges an Kraft, um den Schalter durchzudrücken. Allzu griffig ist die Lampe nicht, mit feuchten Händen kann sie auch gut und gerne schon mal aus der Hand rutschen. Mit dem Schalter/Taster werden die verschiedenen Helligkeitsstufen durchgeschaltet bzw. die verschiedenen Modi aktiviert. Der von anderen Zweibrüder-Produkten bekannte Turbo-Modus durch Antippen des Clickys im ein- sowie ausgeschalteten Zustand der Lampe kann bei der M7 aus diesem Grund nur durch Antippen und Halten des Clickys im ausgeschalteten Zustand angewählt werden.
Die M7 verfügt über drei Modi, von Led Lenser mit “Easy Mode”, “Professional Mode” und “Tactical Mode” bezeichnet. Der “Easy Mode” bietet zwei Leuchtstufen, eine helle und eine dunklere, wobei die dunklere im Vergleich zu den dunkleren Stufen der P7 und T7 deutlich heller ist. Nach dem Einschalten ist zunächst die helle Stufe verfügbar, durch Antippen des Clickys kann zwischen beiden Stufen gewechselt werden. Auch Morsen ist möglich. Um in den “Tactical-Mode” zu gelangen, muss die Lampe wieder ausgeschaltet werden, der Schalter viermal kurz angetippt und anschließend durchgedrückt werden. Die Lampe gibt durch Blinkzeichen zu verstehen, dass der nächste Modus jetzt aktiviert ist. In diesem Modus gibt es ebenfalls zwei Stufen: hell und schneller Strobe. Nach abermaligem Ausschalten, viermaligem Antippen und anschließendem Durchdrücken des Schalters wird der dritte Modus (Professional Mode) aktiviert. Auch hier werden die einzelnen Stufen durch Antippen des Clickys durchgeschaltet. Die Schaltreihenfolge ist hell-dunkel-Blinken-SOS-schneller Strobe. Wiederholt man die Ausschalt-Tipp-Durchdrück-Prozedur, gelangt man wieder in den ersten Modus. Der jeweils zuletzt angewählte Modus bleibt gespeichert, wobei die Lampe in jedem Modus immer in der hellsten Stufe startet.
Im “Easy”- und im “Professional Mode” gibt es darüber hinaus noch eine Dimm-Funktion. Schaltet man die Lampe ein, tippt den Schalter an und hält ihn gedrückt, steigt die Helligkeit stufenlos von 15 auf 100 Prozent an. Lässt man den Schalter bei Erreichen der gewünschten Helligkeit los, leuchtet die Lampe in dieser Helligkeit weiter.
In allen Einstellungen kann durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos zwischen Streu- und Punktlicht gewechselt werden.

Led Lenser M7 005

Bei der M7 übernimmt der Clicky viele zusätzliche Funktionen.

Die Lock-Funktion:
Eine Neuerung bei der M7 ist die Lock-Funktion. Der Lampenkopf kann nicht mehr komplett gedreht werden, sondern hat links und rechts einen Anschlag. Dreht man den Kopf nach rechts, kann man ihn stufenlos vor- und zurückschieben. Dreht man ihn nach links, rastet er in der gewählten Fokusstellung ein. Mechanisch umgesetzt wurde das folgendermaßen: In den Tubus, der auf dem Body verschoben werden kann, wurde eine Nut gefräst. Diese Nut greift an einem Ring, der unter der LED-Einheit sitzt und plan mit dieser abschließt, in eine kleine Plastiknase. Dreht man den Lampenkopf nach links, wird der Ring nach außen aufgedrückt und drückt gegen den Tubus, der sich dadurch nicht mehr verstellen kann. Wie jetzt allerdings das Innenleben des Rings aussieht, sollte jemand beantworten, der in der Schule in Physik besser aufgepasst hat als ich. Fakt ist jedenfalls, dass das Prinzip funktioniert. Zwar lässt sich der Tubus mit einem Mehraufwand an Kraft auch im arretierten Zustand verschieben, von alleine verstellt er sich jedoch nicht. Ob der Mechanismus aufgrund des verwendeten Materials (Kunststoff) auch über Jahre noch einwandfrei funktioniert, kann wohl nur der langfristige Praxisbetrieb zeigen.

Led Lenser M7 006

Eine Ausfräsung im Tubus greift in eine kleine Plastiknase an einem Ring unter der LED-Einheit.

Led Lenser M7 007

In dieser Stellung kann der Fokus stufenlos verstellt werden. Dreht man den Lampenkopf…

Led Lenser M7 008

…drückt der Ring gegen den Tubus und sorgt dafür, dass die gewählte Fokuseinstellung arretiert wird.

Beam:
Auch bei der M7 wird die Möglichkeit der stufenlosen Fokussierung durch zahlreiche Donuts im Beam erkauft. Lampenästheten werden ob dieser Tatsache die Nase rümpfen, normale Nutzer wird es mal mehr, mal weniger stören.

M7 vs P7:
Zunächst einmal unterscheiden sich die beiden Lampen schon rein äußerlich ein wenig. Hier noch mal die Daten der M7, (in Klammern die Daten der P7).
Länge defokussiert: 136,5 mm (133 mm)
Länge fokussiert: 141 mm (140 mm)
Öffnung der Linse: 31 mm (25 mm)
Durchmesser Kopf: 37 mm (37 mm)
Durchmesser Tail: 29,5 mm (29,5 mm)
Gewicht: 147 g (148 g)
Gewicht mit Akkus: 193 g (194 g)
Zwar sind beide Lampenköpfe vom Außendurchmesser identisch, jedoch ist die Materialstärke des M7-Kopfs an der Linseneinfassung geringer und der Kopf tiefer. So kann eine entsprechend größere Linse verwendet werden. Daurch punktet die M7 gegenüber der P7 deutlich bei den Extremeinstellungen des Fokus’. Komplett defokussiert liefert sie einen breiteren Lichtkegel als die P7, komplett fokussiert bündelt sie das Licht auf weite Entfernungen stärker.
Auch über die Abmessungen hinaus gibt es einige Unterschiede. Die Mehr-Lumen der M7 sind auch ohne Messgerät mit bloßem Auge gut zu erkennen, die M7 ist einen Tick heller. Im Gegensatz zur P7 ist die M7 geregelt und darf laut Hersteller auch mit Akkus betrieben werden Zwar funktioniert auch die P7 problemlos mit Akkus (beim Test kamen ebenfalls LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh zum Einsatz), allerdings ist der Output mit zunächst 9.800 Lux direkt nach dem Einschalten und dann konstanten 9.100 Lux deutlich niedriger. Mit neuen AAA-Alkalines bestückt, wurden bei der P7 direkt nach dem Einschalten 11.500 Lux gemessen, doch bereits nach wenigen Minuten sank der Wert unter die mit Akkus erreichten 9.100 Lux und fiel über die gesamte Laufzeit weiter ab.

Led Lenser M7 009

Alles Kopfsache: Links die M7, rechts die P7.

Der Pflegefall:
Eigentlich könnte das Review hier zu Ende sein und ich zum Fazit kommen, hätte Led Lenser beim Lieferumfang nicht das Holster durch einen Gürtelclip ersetzt. Die Lampe rastet mit einem lauten Klicken im Clip ein und sitzt dort so stramm und fest, dass sie, auch ohne dass der Clip überhaupt am Gürtel befestigt ist, nur mit zwei Händen und Brachialgewalt wieder herauszubekommen ist. Im Praxisbetrieb dürfte man eher die Hose verlieren, als die Lampe aus dem Clip heraus zu bekommen. Versucht man, die Lampe aus dem Clip zu schieben, wird das durch unschöne Kratzgeräusche begleitet. Sollte diesen Clip tatsächlich jemand benutzen, kann er die Lampe spätestens nach einer Woche neu anodisieren lassen oder aber sich über einen silbernen M7-Body freuen.

Led Lenser M7 010

Der Gürtelclip ist eine Fehlkonstruktion.

Led Lenser M7 011

Die Lampe sitzt so stamm und fest, dass sie kaum heraus zu bekommen ist.

Resümee:
Die Frage, ob die M7 die “bessere” P7 oder T7 ist, ist schnell beantwortet: eindeutig ja. Mit diesem Modell sind die zwei Brüder auf dem richtigen Weg. Die Lampe verfügt über eine gut funktionierende Regelung und ist offiziell für den Betrieb mit Akkus zugelassen. Der Schiebefokus ist arretierbar, ein ungewolltes Verstellen wird dadurch vermieden. Die M7 ist heller als ihre Vorgänger, leuchtet eine größere Fläche aus und bündelt das Fernlicht stärker. Auch an der Anodisierung hat Zweibrüder gearbeitet und sie, im Vergleich zu meiner ein Jahr alten P7, verbessert. Wer Strobe, Blinken und SOS braucht, kann zwischen verschiedenen Modi wählen, wer darauf keinen Wert legt, kann die zusätzlichen Modi ignorieren, da eine zufällige Aktivierung durch das gute Bedienkonzept verhindert wird. Über den Gürtelclip ist nichts weiter zu sagen, außer, dass er bitte, bitte nicht im Lieferumfang enthalten sein darf, wenn die Lampe in die Läden kommt. Schön wäre auch, wenn die Lampe statt mit Batterien mit Akkus ausgeliefert würde, wie es bereits bei der H7R praktiziert wird, das schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt.

Led Lenser M7 012

Die neue Zweibrüder und ihre zwei Brüder. Von links nach rechts: M7, T7, P7.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Die Bilder 1+2 zeigen die M7 und die P7 komplett defokussiert, die Bilder 3+4 beide Lampen halbfokussiert und die Bilder 5+6 beide Lampen komplett fokussiert. Oben ist jeweils die M7.

Led Lenser M7 013

Led Lenser M7 014

Led Lenser M7 015

Led Lenser M7 016

Led Lenser M7 017

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Review Romisen RC-29

Romisen RC-29 001

Wer für kleines Geld eine Zweitlampe im Hosentaschenformat sucht, bekommt mit der Romisen RC-29 eine Lampe, die diese Kriterien mehr als zufriedenstellend erfüllt.

 

Lieferumfang:
Lampe und Lanyard

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 21 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 65 g
Gewicht mit Akku: 92 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die RC-29 ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. Der Fokus lässt sich von breit gestreutem Licht bis zu einem Lichtkegel, bei dem ein Abbild der LED projiziert wird, einstellen. Die Lampe ist komplett durchanodisiert. Das Gummi der Tailcap ist in orange gehalten, der Ring vorne am Bezel in einer ähnlichen Farbe eloxiert, dadurch wirkt die Lampe optisch – zumindest aus meiner Sicht – äußerst gefällig.

Romisen RC-29 002

Für eine Lampe dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich: Auch die Gewinde sind anodisiert.

Romisen RC-29 003

Die Tailcap von innen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer AA-Batterie/einem AA-Akku. Laut Herstellerangaben liefert sie einen Lichtstrom von 100 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde.
Bei der Messung auf einen Meter Entfernung mit neuer Batterie/vollgeladenem LSD-Akku zeigt das Luxmeter bei defokussierter Einstellung der Lampe 400 Lux; komplett fokussiert sind es 10.400 Lux. Die Laufzeitmessung erfolgte mit einem vollgeladenen LSD-Akku mit einer Kapazität von 2100 mAh. Beim Test war die Lampe komplett fokussiert. Der größte Helligkeitseinbruch war in den ersten fünf Minuten nach dem Einschalten feststellbar. Nach einer Minute wurden noch 9.500 Lux angezeigt, nach fünf Minuten war der Wert auf 8.800 Lux gesunken. Anschließend blieb die Helligkeit nahezu konstant. Nach einer Viertelstunde und nach 30 Minuten lag der Wert gleichbleibend bei 8.500 Lux. Eine Erwärmung war zwar spürbar, mehr als handwarm wurde die Romisen dabei jedoch nicht. Nach 45 Minuten konnten noch 8.300 Lux gemessen werden, nach einer Stunde noch 7.700. Anschließend ging es schnell bergab. Nach 70 Minuten lag die Beleuchtungsstärke bei 5.300 Lux. Tendenz: schnell fallend, Testabbruch. Ergebnis: Die angegebene Laufzeit seitens des Herstellers wurde leicht übertroffen. Während die Helligkeit beim Akkubetrieb fast konstant blieb, mag die Lampe Batterien nicht so sehr, was sich durch langsame, aber fortwährende Abnahme der Leuchtkraft über die gesamte Laufzeit äußert.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-Q5-LED. Das weitere Innenleben der Lampe bleibt verborgen, da der Kopf des Testkandidaten nicht gewaltfrei geöffnet werden kann.

Romisen RC-29 004

Lampenkopf mit Linse.

 

Bedienung:
Die RC-29 verfügt über einen Modus. Ein- und Ausschalten geschieht durch einen Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist in der Tailcap versenkt, gut erreichbar und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Der Fokus wird durch Drehen verändert, dadurch wird ein ungewolltes Verstellen des zuletzt eingestellten Fokus’ verhindert. Um zwischen den beiden Extremstellungen zu wechseln, sind drei komplette Umdrehungen des Kopfs nötig.

Romisen RC-29 005

Der Fokus wird durch Drehen des Lampenkopfs verstellt.

 

Beam:
Komplett defokussiert liefert die Lampe einen großen, gleichmäßigen Beam ohne Hotspot mit mehreren Ringen außen. Je mehr die Lampe fokussiert wird, desto auffälliger werden die Ringe. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED erkennbar. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Lampe (von oben nach unten) defokussiert, halb fokussiert und komplett fokussiert. Dass die Lampe im untersten Bild ein Abbild der LED erzeugt, konnte ich leider nicht mit der Kamera festhalten.

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Romisen RC-29 008

 

Resümee:
Als Zweitlampe ist die Romisen RC-29 ein netter Begleiter für die Hosentasche. Die Verarbeitung ist gut, selbst das Gewinde, auf das die Tailcap geschraubt wird, ist anodisiert. Abgesehen von den Donuts im Lichtbild funktioniert die Fokussierung gut. Und dadurch, dass die Fokusverstellung durch Drehen geschieht, sitzt der Lampenkopf fest auf dem Body. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen dieser Preisklasse wackelt an dieser Stelle nichts. Durch die Möglichkeit der Fokussierung ist die RC-29 vielseitig einsetzbar; hätte Romisen der Lampe noch eine zweite Helligkeitsstufe verpasst, wäre sogar ein Einsatz als EDC denkbar. Der Nachteil der abnehmenden Leuchtstärke beim Batteriebetrieb ist in meinen Augen kein wirklicher Nachteil, denn wenn die Möglichkeit des Akkubetriebs besteht, sollten Batterien generell nur als Notlösung irgendwo in der Pampa angesehen werden. Erhältlich ist die Lampe in Deutschland unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 25 Euro (Stand: März 2010).

Romisen RC-29 009

Größenvergleich. Von links: Fenix LD10, Romisen RC-29, Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote Reflektor 60 und der weiße 70 Meter. Das oberste Bild zeigt auch hier wieder den Lichtkegel bei defokussierter Einstellung, auf dem mittleren Bild ist die Lampe halb-, auf dem untersten komplett fokussiert.

Romisen RC-29 010

Romisen RC-29 011

Romisen RC-29 012

Review Ferei W 150

Ferei W150 001

Nein, fahren kann sie nicht, aber als “Anlasser” fungiert bei der Ferei W 150 statt eines gewöhnlichen Clickys ein Magnetschalter.

 

Verpackung und Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in einem stabilen Karton noch ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Ferei W150 002

Lieferumfang der W 150.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 147,5 mm
Reflektoröffnung: 23,5 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 181 g
Gewicht mit Akku: 228 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig und sauber ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, durch den Ring, unter dem der Magnetschalter sitzt.
Löcher für Lanyard: ja
wasserdicht: bis 150 Meter.
Besonderheiten: Ausgewiesen ist die Lampe als Tauchlampe, wodurch sich auch die Verwendung des Magnetschalters erklärt. Ein Clicky würde dem Wasserdruck in einiger Tiefe nicht standhalten. Der Magnetschalter sitzt zwischen Lampenkörper und Lampenkopf. Die Linse ist einige Millimeter im Bezel versenkt und somit gut geschützt.

Ferei W150 003

An der Endkappe kann das Lanyard befestigt werden.

Ferei W150 004

Die Frontlinse ist gut geschützt.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe wird wahlweise mit einem 18650-Akku oder 2 CR123-Batterien betrieben und soll laut Hersteller 180 Lumen Lichtleistung für drei Stunden liefern. Testergebnis: Mit einem 2400mAh-Akku bleibt die Helligkeit für zwei Stunden nahezu konstant. Anschließend geht die W 150 in einen Sparmodus, in dem sie für eine Viertelstunde ein etwas dunkleres Licht liefert. Dann tut sie durch Blinkzeichen kund, dass die Akkukapazität sich dem Ende zuneigt und der Akku baldigst gewechselt werden sollte (allerdings vielleicht nicht gerade in 150 Metern Wassertiefe). Ohne Akkuwechsel wird sie kontinuierlich dunkler, und nach weiteren 20 Minuten ist dann endgültig Ende im Gelände, oder unter Wasser: Schluss im Fluss. Der Test erfolgte mit einem geschützten Akku, mit einem ungeschützten sollte die Lampe nicht bis zum Dahindümpeln betrieben werden.

 

Reflektor/Linse:
Eine Cree Q5-LED verteilt ihr Licht mittels eines OP-Reflektors aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist der Reflektor stark texturiert.

Ferei W150 005

Für Licht sorgt eine Cree 7090 XR-E-Q5-LED.

Ferei W150 006

Für ein gleichmäßiges Lichtbild ist die “Orangenhaut” stark ausgeprägt.

 

Bedienung:
Über einen Magnetdrehschalter zwischen Kopf und Body wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Der Schalter ist leichtgängig genug, um die Lampe in der “klassischen” Haltung mit einer Hand ein- und auszuschalten und schwergängig genug, damit sie sich nicht von selbst ein- oder ausschaltet. In der taktischen Fausthaltung ist die Einhandbedienung zwar schwierig, aber nicht unmöglich.

Ferei W150 007

Mit einem Ringmagnetschalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Beam:
Der Hotspot geht weich in den Spill über. Bereits ab wenigen Metern ist die Gesamtausleuchtung recht homogen. Von der Charakteristik her tendiert die Lampe in Richtung Fluter.

Ferei W150 008

“White-wall-Beamshot” der W 150.

 

Resümee:
Durch die Verwendung eines Magnetschalters vermeidet auch jemand, der mit der Lampe nicht tauchen möchte, das Problem eines möglichen Clicky-Verschleißes. Mit einer Laufzeit von mehr als zwei Stunden im Dauerbetrieb liegt die Lampe im besseren Durchschnitt. Für den normalen “Straßenbetrieb” wäre eine zweite, dunklere Leuchtstufe wünschenswert; ob die allerdings beim Tauchen sinnvoll ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Anodisierung wurde gut und gleichmäßig ausgeführt, wie auch die Lasergravur von Markennamen und Seriennummer. Lediglich die rote Farbe im “Ferei”-Schriftzug nutzt sich ziemlich schnell ab. Angesichts der guten Verarbeitung sind die 49 Euro für die Ferei W 150 (Stand: März 2010) sicherlich nicht zu teuer. Weitere Infos gibt es auf der Herstellerseite www.ferei.com. In Deutschland ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de erhältlich. Bereit gestellt wurde die Testlampe freundlicherweise von Ferei.

Ferei W150 009

Ob im Bach, Fluss oder Meer: Wasser kann der Lampe nichts anhaben.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Da es im Wald nach 70 Metern steil bergab geht, können in den Bildern nur die Beamcharakteristiken, nicht aber die tatsächlich möglichen Reichweiten dargestellt werden. Als Vergleichslampen dienen drei Lampen, die werksseitig ebenfalls mit 180 Lumen angegeben sind: die Fenix LD 20, die Fenix P1D Q5 und die Led Lenser P7.

BeamFerei W150

Ferei W 150

BeamFenix LD20

Fenix LD 20

BeamFenix P1D Q5

Fenix P1D Q5

BeamLEDLenser P7

Led Lenser P7 (fast komplett fokussiert)

Review Lumapower IncenDio V3

Lumapower IncenDio V3 001

Von der Größe her ist sie ein Zwerg, von der Leuchtleistung her ein Riese – die Lumapower IncenDio V3 macht richtig hell.

 

Verpackung und Lieferumfang:
Im Gegensatz zur Lampe ist der Lieferumfang alles andere als klein. In einer Papp-/Kunststoffverpackung werden neben der Lampe ein Holster, ein Warnstab-Aufsatz, ein Lanyardring, diverse Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für den Clicky, eine Pinzette, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte mitgeliefert.

Lumapower IncenDio V3 002

Der Lieferumfang lässt keine Wünsche offen.

 

Lumapower IncenDio V3 005

Die Lampe mit Diffuser-Warnstab.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 77,5 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 36 g
Gewicht mit Akku: 54 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, Trageclip verhindert das Wegrollen.
Löcher für Lanyard: bei Verwendung des mitgelieferten Lanyardrings.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Trageclip/Lanyardring abnehmbar, nachleuchtendes Schaltergummi.

Lumapower IncenDio V3 003

Der Clip ist abnehmbar.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Angegeben ist der Zwerg mit 250 Lumen beim Betrieb mit einem 16340er-Akku mit 3,7 Volt und 150 Lumen beim Betrieb mit einer CR123A-Batterie/RCR123-Akku mit 3,0 Volt. Die weiteren Leuchtstufen sind mit 50% und 5% angegeben. Laut Lumapower-eigenem Diagramm auf der Herstellerseite mit einem 16340er-Akku mit 800mAh soll die Lampe bei einem Leistungsabfall von 250 bis auf 150 Lumen 75 Minuten lang leuchten. Im Praxisbetrieb mit einem neuen und vollen 16340-Akku mit 880mAh auf der höchsten Leuchtstufe zeigte sich dieser als Spielverderber. Bei geringfügig nachlassender Leuchtkraft verweigerte die Schutzschaltung des Akkus nach einer Dreiviertelstunde die Stromlieferung und schaltete die Lampe aus. Ein zweiter Test lieferte das gleiche Ergebnis. Im Dauerbetrieb wird die kleine Lumapower zwar ordentlich warm, aber bereits der Luftzug beim Laufen reicht aus, um sie ausreichend zu kühlen. Ohne Kühlung allerdings sollte die Lampe nicht länger als 15 bis 20 Minuten am Stück in der höchsten Stufe betrieben werden (Überhitzungsgefahr).

Lumapower IncenDio V3 004

Die Lampe wird von oben “befüllt”.

 

 

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Zur Lichtverteilung dient ein OP-Reflektor aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

 

Bedienung:
Das Lumapower-typische Bedienkonzept hat der Hersteller auch bei der IncenDio umgesetzt. Das Einschalten geschieht über einen taktischen Forward-Clicky, der trotz der geringen Größe und Länge der Lampe in verschiedenen Haltungen gut erreichbar ist und einen mittelharten Druckpunkt hat. Zur Verfügung stehen drei Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen des Clickys innerhalb einer Sekunde angewählt werden können Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell. Hält man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt oder drückt ihn ganz durch, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Durch den “Tactical lock” kann eine Helligkeitsstufe dauerhaft gespeichert werden, damit die Lampe bei mehrmaligem schnellem Ein- und Ausschalten nicht in einen anderen Modus wechselt, was wie folgt vonstatten geht: Den Clicky in einem Modus länger als eine Sekunde gedrückt halten, ohne ganz durchzudrücken, dann kurz loslassen und innerhalb einer Sekunde viermal schnell antippen. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.

 

Beam:
Um den Hotspot herum sind einige kleine Ringe zu sehen, die ihn vom Spill abgrenzen. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem sich der Hotspot immer noch leicht vom Spill absetzt. Was eher ungewöhnlich für eine Lampe dieser Größe mit OP-Reflektor ist, erklärt sich bei genauerer Betrachtung des Reflektors. Die Texturierung des selbigen ist nicht besonders stark ausgeprägt. Dadurch verliert die Incendio zwar an gleichmäßiger Ausleuchtung, kommt aber dafür entsprechend weiter.

Beamshot Lumapower Incendio

White-wall-Beamshot der Incendio V3.

 

Resümee:
Das Thema Mini-Taschenlampe hat Lumapower gut gelöst. Alle Features der “großen” Lumapower-Lampen wurden übernommen, und sie macht richtig viel Licht. Was mir persönlich sehr gut gefällt: Die Lampe ist keine Lichtorgel, will heißen: drei Leuchtstufen und keinerlei Strobe/SOS/anderweitiges Geblinke, durch das man sich klicken muss. Bei der Laufzeit im hellsten Modus im Dauerbetrieb hat der Hersteller ziemlich übertrieben, aber selbst mit rund 45 Minuten im Dauerbetrieb liegt die Lampe im Verhältnis Helligkeit/Akkukapazität noch im Durchschnitt. In der Regel wird man die Lampe aber ohnehin nicht solange auf High betreiben, zumal auch die mittlere Leuchtstufe ausreichende Helligkeit für die meisten Situationen bietet. Auf der Herstellerseite www.lumapower.com sind weitere Infos zu finden. Erhältlich ist die Lampe für 49 Euro (Stand: März 2010).

Video Review Fenix TK10

22. Februar, 2010 Keine Kommentare

Bei der Fenix TK 10 handelt es sich um eine sogenannte

“taktische Lampe”.

Sprich sie wird auch professionell von Einsatzkräften verwendet.

Dem entsprechend hochwertig und robust ist die Lampe verarbeitet.

Einige Angaben von der Herstellerseite:

LED: Cree Premium (Q5) 7090 XR-E
• 2 Modi (Turbo Mode: 225 Lumen, 1.5 h / General Mode: 60 Lumen, 10 h)
•  Digitale Reglung: konstante Helligkeit über die geamte Laufzeit
• Warnung, wenn die Batterie zu neige geht
• Betrieb mit 2 * 3V CR123A lithium Batterien (keine Akkus)
• Wasserdicht nach IPX-8 Standard

(nachzulesen auf http://www.fenixlight.com/viewproduct.asp?id=78)

Besonderheiten:

Es handelt sich um ein Auslaufmodell, welches von der der TK11

abgelöst wurde.

Vorteile/Änderungen der TK11 vs. TK10

  • Gehäuse in Details überarbeitet
  • Cr123 Batterien oder 1 18650er Li-ion Akkus

Jedoch wer Batterien verwenden will und sie günstig bekommt

(Globetrotter hatte sein Bestand für 35€ verkauft),

kann eigentlich nichts falsch machen.

Review Lumapower Signature

12. Februar, 2010 Keine Kommentare

Lumapower Signature001

Wer sich urplötzlich und unerwartet auf einer Zeitreise aus dem letzten Jahrtausend in die heutige Zeit wiederfindet, wird mit der Lumapower Signature auf Anhieb klarkommen, denn sie wird fast wie eine der guten alten Taschenlampen bedient. Aber nur fast.

Lieferumfang:
Die Lampe wird mit einem “Turbo Head” mit SMO-Reflektor und einem zusätzlichen Kopf mit OP-Reflektor geliefert. Ferner sind Ersatz-O-Ringe und eine Garantiekarte dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 151 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 91 g
Gewicht mit Akku: 138 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: möglich.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: zusätzlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, Glow-in-the-dark-Schaltergummi.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Signature mit einem 18650-Akku. Im High-Modus, der von Lumapower mit 260 Lumen angegeben wird, soll die Lampe zweieinhalb bis drei Stunden leuchten. Was die Lumenangabe betrifft, hat Lumapower ein wenig gestrunzt. Im direkten Vergleich mit der Fenix TK11 R2 (angegeben mit 240 Lumen) und der Eastward XGR2 (angegeben mit 220 Lumen) hat die Signature keine Chance. Sie ist etwas heller als die Fenix LD 20 und die Led Lenser P7, die beide mit 180 Lumen angegeben sind. Wohlgemerkt: Dies sind keine tatsächlich ermittelten Werte; vielmehr resultieren sie aus einem “Decken-Anstrahl-Reflektionstest”, bei dem die Helligkeit lediglich mit den Augen “gemessen” wurde. Was die Laufzeit betrifft: Beim Test mit einem 2400mAh-Akku bleibt die Lichtausbeute im Dauerbetrieb auf der hellsten Stufe für rund 90 Minuten nahezu konstant, danach wird “Stufe 2″ für eine weitere halbe Stunde gehalten, bevor der Lichtabbau langsam, und zwar gaaaanz langsam weiter geht. Auch nach mehr als fünf Stunden liefert die Lampe immer noch ein richtig gutes Lauflicht in der hellsten Stufe.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse verteilt ein Smooth-Reflektor aus Aluminium das Licht einer Cree XR-E Q5-LED.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Signature über einen taktischen Forward-Clicky. Der Clicky ist gut zu erreichen und relativ schwergängig. Die verschiedenen Helligkeitsstufen werden mittels eines weiteren Schalters durchgeschaltet, der am Body direkt hinter dem Kopf sitzt und leicht zu drücken ist. Insgesamt stehen vier Stufen zur Verfügung, die in der Reihenfolge hell-mittel-dunkel-Strobe aktiviert werden. Nach dem Ausschalten schaltet die Lampe im zuletzt gewählten Modus wieder ein. Die Anordnung der beiden Schalter lässt sowohl die Bedienung in der “normalen” Taschenlampenhaltung, als auch die Einhandbedienung mit der “taktischen” Fausthaltung zu. In diesem Fall übernimmt der kleine Finger das Durchschalten der Modi. Obwohl die Lampe relativ glatt ist, liegt sie bei beiden Haltungen gut in der Hand.

Lumapower Signature002

Mit dem Zusatzschalter werden die Helligkeitsstufen angewählt.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich klar definiert vom Sidespill ab. Der Übergang vom Hotspot zum Spill wird – SMO-Reflektor-typisch – durch einige Ringe abgegrenzt. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen mit SMO-Reflektor halten sich diese Ringe in Grenzen, wodurch die Lampe ein noch homogenes Lichtbild abgibt. Der Vorteil des Turbo-Heads mit SMO-Reflektor liegt auf der Hand: Die Lampe erreicht dadurch eine höhere Reichweite. Der zum Lieferumfang dazugehörige zweite Kopf mit Orange Peel-Reflektor stand beim Test nicht zur Verfügung. Erfahrungsgemäß dürfte das Lichtbild damit noch mal deutlich gleichmäßiger ausfallen bei etwas geringerer Reichweite.

IndoorBeamLumapower Signature

“White Wall Beamshot” der Signature. Auch, wenn es nicht so aussieht: Der Hotspot ist in der Mitte, wo er hingehört. Nachdem ich eine ganze Reihe Beamshots verschiedener Lampen gemacht und auf den Rechner überspielt hatte, war dieses Phänomen bei allen Bildern zu sehen. Offensichtlich lag der Fehler bei der Ausrichtung der Kamera.

 

Resümee:
Nicht nur Zeitreisende, sondern auch ganz normale Taschenlampen-Nutzer werden an der Lumapower Signature ihre Freude haben. Sie ist leicht, handlich, einfach zu bedienen und hat eine gute Reichweite. Gäbe es einen Wettbewerb “Wer kann am längsten hell mit einem 18650er?”, wäre die Lumapower Signature ganz vorne dabei. Und da man sie in der Praxis wohl eher selten ständig auf der höchsten Stufe betreibt, dürften mehrere Nachtwanderungen mit einem Akku problemlos möglich sein. Der Preis von rund 75 Euro (Stand: Februar 2010) ist für eine Lampe dieser Qualität durchaus angemessen, zumal ein zusätzlicher Kopf mit OP-Reflektor im Lieferumfang inbegriffen ist. Alle Infos zur Lampe sind auf der Herstellerseite www.lumapower.com zu finden.

Die Beamshots wurden mit F4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 und der weiße 70 Meter.

BeamLumapower Signature

Lumapower Signature

 

BeamEastward XGR2

Eastward XGR2

 

BeamFenix TK11 R2

Fenix TK11 R2

 

BeamLEDLenser P7

Led Lenser P7, fast komplett fokussiert.

 

BeamFenix LD20

Fenix LD 20