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Archiv für die Kategorie ‘P4 / Q5 / R2 LED Lampen’

Review Romisen RC-A8

20. August, 2010 Lichtinsdunkel Ein Kommentar

Romisen RC A8 001
Leuchten kann man mit ihr selbstverständlich auch, aber in erster Linie ist die Romisen RC-A8 eine “Designerlampe”.


Verpackung/Lieferumfang:
In Luftpolsterfolie verpackt kommt die Lampe mit Lanyard in einem dünnen Pappkarton.

Romisen RC A8 002
Lieferumfang der RC-A8.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 21,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Unterwassertest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wurde quasi “naturbelassen”, sprich: nicht anodisiert und kommt in blankem Aluminium daher. Ungewöhnlich ist die Form der Lampe, die sich mit einigen Rundungen optisch vom Gros der Taschenlampen abhebt.

Romisen RC A8 003
Lampenkopf, Body und Tailcap, wobei die Tailcap fast die Hälfte der gesamten Lampe ausmacht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 1,3 bis 4 Volt. Angegeben ist sie mit vom Hersteller mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 bis 2 Stunden bei Verwendung einer CR123-Batterie.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 2.900 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 2.900 Lux
nach 20 Minuten: 2.900 Lux
nach 30 Minuten: 2.900 Lux
nach 40 Minuten: 2.800 Lux
nach 50 Minuten: 2.700 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.400 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.000 Lux
nach 100 Minuten: 1.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert bis auf 900 Lux, und die Lampe tat durch Blinkzeichen kund, das bald Ende im Gelände ist. Nach 102 Minuten schaltete sie ab.
Beim Test mit einem 16340-Akku mit 3,7 Volt und einer Kapazität von 880mAh wurden folgende Werte gemessen:
Beim Einschalten: 4.100 Lux.
nach 10 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.900 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
Nach 35 Minuten wurde die Lampe schnell dunkler; der Wert sank bis auf 2.800 Lux, bevor die Lampe kurz und schnelle Blinkzeichen von sich gab und nach 36 Minuten abschaltete. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 Volt gemessen.
Fazit: Was die Regelung betrifft, können sich andere, deutlich teurere Lampen, ein Stück von der RC-A8 abschneiden. Über einen langen Zeitraum bleibt die maximale Lichtausbeute sowohl beim Batterie-, als auch beim Akkubetrieb nahezu konstant. Mit dem Abschalten selbst ist das – zumindest beim Akkubetrieb – so eine Sache, da zwischen dem ersten merklichen Verlust an Helligkeit und dem Abschalten gerade mal eine Minute liegt. Ohne Ersatzakku ist man aufgeschmissen. Bezüglich der Wärmeentwicklung gibt es keine Probleme. Auch beim Akkubetrieb wird die Lampe nicht mehr als handwarm.

Romisen RC A8 004
Die Regelelektronik macht einen guten Job.


Reflektor/Linse:

Zum Einsatz kommt eine Cree XR-E-LED. Um welchen Typ es sich dabei genau handelt, weiß ich nicht, da verschiedene Modelle verbaut wurden. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Romisen RC A8 005
Lampenkopf mit Reflektor und Linse.

 

Romisen RC A8 006
Eine Cree-XR-E-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die RC-A8 mit einem Forward-Clicky, mir dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Clicky hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Romisen RC A8 007
Der Schalter.

 

Romisen RC A8 008
Innenansicht.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab, dies allerdings nahezu ohne störende Ringe. Auch auf etwas weitere Entfernungen bleibt eine leichte Trennung von Spot und Spill erkennbar. Insgesamt ist das Lichtbild noch recht homogen.

Romisen RC A8 009
“White-wall-beamshot” der RC-A8.


Resümee:
Mit einer Länge von 122 Millimetern ist die Romisen RC-A8 für eine einzellige CR123-Lampe eigentlich viel zu groß. Auch die angegebenen 200 Lumen sind dezent übertrieben. Da aufgrund der Größe (fast) auch der Einsatz als EDC-Lampe ausscheidet, stellt sich die Frage: Wozu ist dieses Lämpchen überhaupt gut, zumal auch die Verarbeitungsqualität nicht gerade überragend ist? Die Antwort findet sich, wenn man aufs Äußere der RC-A8 schaut. Sie lädt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form geradezu zum Sammeln ein, und wenn man sich den Preis anschaut, der gerade mal zwischen 14 und 20 US-Dollar liegt: Billiger kommt man nicht an ein Designerlämpchen, das zudem noch, sowohl mit Batterie, als auch mit Akku über eine gut funktionierende Regelung verfügt, die man für diesen Preis nicht erwarten darf. Somit eignet sich die RC-A8 auch hervorragend als Zweitlampe. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Romisen RC A8 010
Romisen RC-A8 mit CR123-Batterie

 

Romisen RC A8 011
Romisen RC-A8 mit 16340-Akku

 

Romisen RC A8 012
Fenix LD15

 

Romisen RC A8 013
Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED

 

Review Jaunt E7

23. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 3 Kommentare

Jaunt E7 001
Die Jaunt E7 ist ein gutes Beispiel dafür, was man beim Bau einer Taschenlampe alles verkehrt machen kann.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem stabilen Pappkarton sind neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine “VIP-Card” enthalten. Weiterhin finden sich im Karton noch ein Ladegerät und ein 18650-Akku, die beim Testmodell nicht enthalten waren.

Jaunt E7 002
Lieferumfang des Testmodells.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 108 g
Gewicht mit Akku: 156 g
Anodisierung: HA II, die Ausführung könnte besser sein.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und am Combatring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Beim Auspacken fiel zunächst ein leichtes Klappern auf. Die Ursache war die Pill, die nicht richtig festgeschraubt war. Beim Festziehen fiel dann auf, dass die Platine mit der LED nur aufgelegt wurde und lediglich durch das Loch im Reflektor in Position gehalten wird. Der Combatring als Rollschutz und für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Lampenkörpers. Die Anodisierung ist, obwohl vom Hersteller als HA III angegeben, nur vom Typ II. An einigen winzigen Stellen kommt noch das Aluminium durch, hier wurde ein wenig schlampig gearbeitet. Ob man mit der “VIP-Card” an einem Gewinnspiel teilnehmen kann oder einen Logenplatz in der chinesischen Oper bekommt, entzieht sich meiner Kenntnis, da sie in chinesischer Sprache gehalten ist.

Jaunt E7 003
Zugeschaut und mitgebaut: Die Platine wurde einfach nur aufgelegt und festgelötet.

 

Jaunt E7 004
Durch das Loch im Reflektor wird die LED “zentriert”.

 

Jaunt E7 005
Der Ring für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Bodys.

 

Jaunt E7 006
Nur chinesische VIPs wissen, was mit dieser Karte anzufangen ist.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem 18650-Akku oder alternativ mit zwei CR123-Batterien. Laut Hersteller liefert sie in der hellsten Stufe 248 Lumen, was doch ein wenig gestrunzt ist, wie die Bilder weiter unten zeigen. Zum Test trat die Lampe in der hellsten Stufe an. Als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400mAh. Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 9.700 Lux.
Praxistest Luxmessung:
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 9.000 Lux
nach 30 Minuten: 8.300 Lux
nach 45 Minuten: 6.900 Lux
nach 60 Minuten: 6.800 Lux
nach 75 Minuten: 6.400 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 105 Minuten: 5.800 Lux
nach 120 Minuten: 5.600 Lux
nach 150 Minuten: 5.500 Lux
nach 180 Minuten: 5.300 Lux
Nach vier Stunden zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 3.100 Lux. Der Akku wurde nach Entnahme mit 3,61 Volt gemessen. Beim ersten Testlauf legte die Lampe nach 50 Minuten ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag. Die Werte am Luxmeter kletterten um 600 Lux nach oben und lagen über dem nach 45 Minuten gemessenen Wert. Bei der Wiederholung des Tests mit einem anderen Akku gleicher Kapazität verhielt sich die Lampe “brav” und wurde nicht mitten im Test wieder heller. Bis zum Ende des Tests blieb die Differenz von 600 “Mehr-Lux” aus Versuch 1 gegenüber dem zweiten Testlauf konstant.
Fazit: Das Positive zuerst: Die Lampe hat kein Wärmeproblem. Auch beim Ausschalten des beim Test prophylaktisch zugeschalteten Ventilators über einen längeren Zeitraum wurde die Lampe nie mehr als handwarm. Was angesichts der Tatsache, dass die Lampe von Beginn der Laufzeit an kontinuierlich dunkler wird, nicht verwundert. Bereits nach 20 Minuten hat die E7 zehn, nach 45 Minuten fast 30 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt. Nach 50 Minuten verhält sich die Lampe geregelt; ab diesem Zeitpunkt geht der Lichtabbau nur sehr langsam vonstatten.

Reflektor/Linse:
Die LED ist eine Cree 7090 XR-E Q5. Als Reflektor dient ein OP aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem leichtgängigen Forward-Clicky. Sie verfügt über fünf Leuchtstufen, die in der Reihenfolge high-medium-low-Strobe-SOS durchgeschaltet werden. Die Betonung liegt hier auf “Schalten”, denn eine Tastfunktion gibt es nicht. Um die nächste Leuchtstufe zu erreichen, muss der Clicky innerhalb von zwei Sekunden ganz durchgedrückt werden. Morsen und Momentlicht sind dadurch nicht möglich. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellsten Leuchtstufe.

Jaunt E7 007
Die Bedienung ist ungewöhnlich, da der Schalter über keine Tastfunktion verfügt. Der Schalter selbst macht nicht den hochwertigsten Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einigen “Cree-Ringen” deutlich von Spill ab. Auf die Entfernung wird der Übergang fließender. Die Ausrichtung der Lampe liegt irgendwo zwischen “noch Fluter” und “leichtem Thrower”.

Jaunt E7 008
“White wall beamshot” der Jaunt E7.


Resümee:
Auch hier das Positive zuerst: Die Jaunt E7 macht vorne Licht, wenn man hinten draufdrückt. Doch angefangen mit Äußerlichkeiten wie der nicht gut ausgeführten Anodisierung über die LED-Einheit, die einfach nur “aufgelegt” ist bis hin zur fehlenden Regelung bzw. einer Regelung, die erst dann einsetzt, wenn man den Akku eigentlich bereits getauscht hat, wurde so ziemlich alles verkehrt gemacht. Erhältlich ist die Lampe für 44$. Auch, wenn Ladegerät und Akku in diesem Preis enthalten sind, ist das immer noch viel zu teuer. Qualitativ vergleichbare Lampen ohne jegliches Zubehör gibt es beim China-Dealer des Vertrauens bereits für 15 bis 20 Euro.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Das erste Bild zeigt die Jaunt E7 (angegeben mit 248 Lumen), das mittlere die EagleTac P20A2 (angegeben mit 230 Lumen). Ganz unten: Fenix TK11 R2 (angegeben mit 240 Lumen).

Jaunt E7 009

Jaunt E7 010

Jaunt E7 011

Heavy Metal

10. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Heavy Metal001
Mit der Ultrafire C3, der Trustfire F22 und der Tank007 E3 (von links) bewerben sich heute drei Edelstahl-Schwergewichte für den Licht-Grammy.


Beschreibung der Lampen:

Ultrafire C3
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Trustfire F22
Länge: 103 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akku: 118 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Tank007 E3
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 80 g
Gewicht mit Akku: 108 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Alle drei Kandidaten können wahlweise mit einem 14500-Akku oder einer AA-Batterie/einem AA-Akku betrieben werden. Während die Ultrafire lediglich einen Modus bietet, verfügen die anderen Lampen über mehrere Leuchtstufen. Neben den obligatorischen Modi high-medium-low sind jeweils zwei Blinkmodi integriert. Für den ein- oder anderen mag das nervig sein, und meine Wenigkeit ist zwar ebenfalls kein Freund von Blinkmodi – aber was wäre eine richtige Heavy-Metal-Show ohne Effekte?
Die Trustfire und die Tank 007 werden in der Reihenfolge high-mid-low-fast strobe-SOS geschaltet. Die Hersteller-Lumenangaben auf high beim Betrieb mit einem 14500-Akku: Ultrafire C3: 180-200 Lumen, Trustfire F22: 220 Lumen, Tank007 E3: 230 Lumen.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum (Con-)Test gingen alle Probanden mit einem 2.000mAh-Eneloop-Akku auf die Bühne. Die Messung erfolgte jeweils in der hellsten Leuchtstufe. Zur prophylaktischen Kühlung wurde bei allen Testläufen eine konstante Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator installiert.
Praxistest Luxmessung:
Ultrafire C3
beim Einschalten: 3.200 Lux
nach 5 Minuten: 3.000 Lux
nach 15 Minuten: 2.700 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.500 Lux
Innerhalb der nächsten zehn Minuten brach die Lichtleistung auf 1.500 Lux ein mit weiter fallender Tendenz. Ende des Konzerts.

Trustfire F22
beim Einschalten: 2.400 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.000 Lux
nach 45 Minuten: 1.900 Lux
nach 60 Minuten: 1.800 Lux
Hier endete der Gig nach 65 Minuten mit deutlich nachlassender Leistung und einem Helligkeitseinbruch bis auf 1.000 Lux nach 70 Minuten.

Tank007 E3
beim Einschalten: 3.100 Lux
nach 5 Minuten: 2.800 Lux
nach 15 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.400 Lux
Nach 50 Minuten ging der Lampe die Power aus; schließlich verließ sie die Bühne mit 1.000 Lux nach 55 Minuten.

Fazit: Die Regelung ist bei allen Lampen durchaus zufriedenstellend. Beim Einsatz als EDC wird man die Lampen im seltensten Fall unter den Testbedingungen, sprich durchgängig im hellsten Modus, betreiben, sodass man mit einem Akku über einen längeren Zeitraum auskommt. Alle Lampen lieferten mit einem 14500-Akku zwischen 900 und 1.100 Lux mehr. Als EDC sollte der Betrieb mit AA-Batterie/Akku ausreichen; wer mehr will, muss eine kürzere Laufzeit in Kauf nehmen und die Tatsache, dass der Dauerbetrieb auf high aufgrund der Wärmeentwicklung (viel Leistung/kleines Gehäuse) nicht empfehlenswert ist.

Reflektor/Linse:
Bei allen Lampen wurden die Reflektoren aus Aluminium gefertigt. Bei der Trustfire und der Tank007 kommen SMO-Reflektoren zum Einsatz, die Ultrafire verwendet einen OP. Die Ultrafire und die Tank 007 sind mit einer Cree XR-E-Q5-LED bestückt, während bei der Trustfire eine XP-E-R2-LED verbaut wurde. Die Frontlinsen bestehen bei allen Modellen aus Glas.

Heavy Metal002
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet werden die Lampen mit einem Reverse-Clicky in der Tailcap. Alle Clickys sind leichtgängig und somit ohne großen Kraftaufwand zu bedienen. Morsen ist nur mit der Ultrafire C3 möglich.

Heavy Metal003
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Beam:

Alle Lampen produzieren auf kürzeste Entfernung einen ausgeprägten Hotospot, der allerdings bereits nach wenigen Metern weich in den Spill übergeht.

Heavy Metal004
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Resümee:

Der Gewinner des “Light-Contests” ist schwerlich auszumachen. Die Lampen tun sich nicht wirklich viel; als “Edel-EDCs” taugen alle drei Kandidaten. Vor einer objektiven Entscheidung dürfte daher eher die subjektive Beurteilung stehen, welche Lampe einem denn nun am besten gefällt. Preislich liegt die Ultrafire bei 25$, die Trustfire bei 23$ und die Tank007 bei 35$.

Heavy Metal005
Ordentliche Materialstärke bei allen Testkandidaten. v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Heavy Metal006
Ultrafire C3 AA

 

Heavy Metal007
Ultrafire C3 14500

 

Heavy Metal008
Trustfire F22 AA

 

Heavy Metal009
Trustfire F22 14500

 

Heavy Metal010
Tank007 E3 AA

 

Heavy Metal011
Tank007 E3 14500

Review Taclights Coplite

Taclights Coplite 001
Nach der Patriot durchläuft heute eine weitere Lampe von Taclights, die Coplite, den Testparcours des Ausbilders.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit Holster, Lanyard und einem Datenblatt (englisch) ausgeliefert.

Taclights Coplite 002
Lieferumfang nicht nur für Polizisten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 146 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: Beim Unterwassertest im Waschbecken (Ein- und Ausschalten, Durchschalten der Modi) drang Wasser in den Lampenkörper ein. Der Funktion tat das indes keinen Abbruch. Ein zweiter Versuch ohne Schaltvorgänge lieferte das gleiche Ergebnis. Auch als an der Tailcap nichts gedrückt oder gedreht wurde, drang Wasser in den Body ein. Die Testlampe ist an der Endkappe bzw. am Selektorring schlicht und einfach nicht ganz dicht. In den Lampenkopf drang kein Wasser ein.
Besonderheiten: Statt eines Clickys verfügt die Lampe über einen Mikroschalter. Die Gewinde wurden ebenfalls anodisiert und von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

Taclights Coplite 003
Auch die Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe so gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Coplite mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 3,7-Volt-Akkus ist also nicht möglich. Angegeben ist die Coplite mit 220 Lumen bei einer Laufzeit von 150 Minuten. Die Lumenangabe ist dezent übertrieben. Über den dunklen Modus macht Taclights keine Angaben. Ohne entsprechende Messausrüstung hier einen genauen Wert anzugeben, ist nicht möglich; der durch “Bouncing” festgestellte Wert dürfte zwischen 10 und 20 Lumen liegen. Zum Test trat die Lampe in der hellen Leuchtstufe mit einem 18650er-Akku mit 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 6.700 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.500 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 40 Minuten: 6.200 Lux
nach 50 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 5.900 Lux
nach 80 Minuten: 5.700 Lux
nach 100 Minuten: 5.400 Lux
nach 120 Minuten: 5.200 Lux
nach 140 Minuten: 5.100 Lux
nach 160 Minuten: 5.000 Lux
Nach 180 Minuten und weiterhin 5.000 Lux habe ich den Test abgebrochen und die Leerlaufspannung des Akkus gemessen. Unmittelbar nach Entnahme waren es 3,76 Volt, was einer Restkapazität zwischen 30 und 40 Prozent entspricht. Somit ist auch über die drei Stunden Dauerbetrieb hinaus noch für einige Zeit brauchbares Restlicht gegeben. Während des Betriebs war lediglich eine minimale Erwärmung übers gesamte Gehäuse feststellbar.
Fazit: Die Regelung der Coplite ist sicherlich nicht grandios, aber durchaus zufriedenstellend. Nach 30 Minuten im Dauerbetrieb liegt der Lichtverlust bei fünf, nach einer Stunde bei knapp über zehn Prozent. Im Praxisbetrieb ohne durchgängigen Betrieb in der hellen Stufe dürften somit lange Einsatzzeiten ohne Akkuwechsel erzielt werden. Ein Wärmeproblem war bei der Lampe nicht festzustellen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Cree XR-E-R2-LED ihre Dienste. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor aus Aluminium.

Taclights Coplite 004
Dadurch, dass die Linse tief im Bezel sitzt, ist sie gut geschützt. Ein leicht texturierter Orange-Peel-Reflektor verteilt das Licht.


Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters in der Tailcap wird die Coplite eingeschaltet. Der Schalter selbst ist relativ leichtgängig, aber dadurch, dass der Weg bis zum Druckpunkt, an dem er einrastet, relativ lang ist, war zumindest mir eine Einhandbedienung nur im Zigarrengriff möglich. Auf kurze Tastimpulse reagiert die Lampe sofort, Momentlicht und Morsen sind somit möglich. In der Mitte der Tailcap sitzt ein Selektorring, mit dem die drei Modi hell (Anschlagsstellung links), dunkel und schneller Strobe (Anschlagsstellung rechts) angewählt werden. Der Selektorring hat keine Rasterung; der dunkle Modus ist im Dunkeln dadurch nur nach Gefühl anwählbar.

Taclights Coplite 005
Die Tailcap. Der Selektorring hat ohne Rasterung lediglich links und rechts zwei Anschlagsstellungen; dazwischen liegt der dunkle Modus, der im Dunkeln nur nach Gefühl angewählt werden kann. Beim Testmodell drang durch die Tailcap Wasser ins Gehäuse ein – eindeutig suboptimal.


Beam:

Die Lampe erzeugt einen klar definierten Hotspot, der sich ohne störende Ringe vom Sidespill absetzt.

Taclights Coplite 006
Echte Cops sagen durch die Blume, dass man stehen bleiben soll, oder sie schießen. Das neckische Muster entsteht durch die Zacken des Bezels.


Resümee:
Die Taclichts Coplite ist eine gut verarbeitete Lampe mit eigenwilligem Design, die die, teilweise auch deutlich teurere, Konkzrrenz nicht fürchten muss. Die Regelung ist nicht “State of the art”, geht aber in Ordnung, und nicht nur Cops haben für lange Zeit immer noch ausreichend Licht. Nach drei Stunden Dauerbetrieb war die Helligkeit mittels Bouncing mit der Fenix LD20 auf high (mit angegebenen 94 Lumen) vergleichbar. Einziger Kritikpunkt ist der Selektorring, der über keine Rasterung verfügt und dadurch das Anwählen des dunklen Modus’ zur Gefühlssache macht. Dass der Selektorring bzw. das Clickygummi für die Undichtigkeit der Lampe verantwortlich ist, dürfte ein Einzelfall sein, da diese Tailcap auch bei anderen Taclights-Modellen Verwendung findet und solche Probleme dort nicht auftreten. Deutsche Cops würden sich über das Testmodell der Taclights Coplite als Dienstlampe auf jeden Fall freuen, es sei denn, sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei. In Deutschland ist die Lampe zum Preis von 59 Euro (Stand: Juni 2010) unter www.taschenlampen-papst.de zu beziehen, weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.taclights.cn.

Taclights Coplite 007
Waschen, Legen, Föhnen, Zustechen, Scheiben einschlagen: Die Coplite ist auch für härtere Gangarten geeignet.

 

Taclights Coplite 008
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Taclights Coplite, Fenix TK11.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4,8 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Lichtbild her ähnlich ist, aber mehr Spill liefert und einen Tick heller ist.

Taclights Coplite 009
Taclights Coplite

 

Taclights Coplite 010
Fenix TK11 R2

Review Led Lenser P6

Led Lenser P6 001

Mit der Led Lenser P6 bietet der Hersteller Zweibrüder eine handliche fokussierbare Lampe, die aufgrund der fehlenden Regelung allerdings so ihre Probleme hat.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton wird die Lampe mit Holster, zwei AA-Batterien zum Betrieb, einem Lanyard, zweisprachiger Bedienungsanleitung (deutsch, englisch) und einer kleinen Werbebroschüre ausgeliefert.

Led Lenser P6 002

Lieferumfang der P6.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 167 mm
Länge fokussiert: 172 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 18,5 mm
Gewicht: 74 g
Gewicht mit Akkus: 130 g
Anodisierung: HA II, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in einem Loch in der Tailcap ist ein kleiner Metallbügel befestigt, der zur Lanyardbefestigung dient; alternativ kann dieser Bügel durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die P6 verfügt durch die Möglichkeit, den Lampenkopf vor und zurück zu schieben, über eine Fokussierfunktion.

Led Lenser P6 003

Wie bei Led Lenser üblich, kann auch bei der P6 der Fokus durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos verstellt werden.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Herstellerseitig ist die P6 mit 95 Lumen angegeben. Als Energiespender dienen zwei AA-Batterien. Laut Hersteller soll die Lampe nicht mit Akkus betrieben werden, da die LED aufgrund des höheren Stroms, den Akkus liefern, mit zuviel Strom versorgt wird, was sich langfristig auf die Lebensdauer der LED nachteilig auswirkt. Im Praxisbetrieb spielt das allerdings keine Rolle, und zwar aus zwei Gründen: Einerseits werden, bevor die LED aufgrund der Verwendung von Akkus das Zeitliche segnet, einige Lampengenerationen ins Land gegangen sein, andererseits dürften bis dahin andere Bauteile den Geist aufgegeben haben. Daher erfolgte der Praxistest nicht mit Batterien, sondern mit LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh. Die Lampe wurde dabei auf Maximal fokussiert.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 5.900 an. Innerhalb der ersten fünf Minuten sank der Wert auf 5.400 Lux
Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 5.000 Lux
nach 20 Minuten: 4.500 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 40 Minuten: 4.200 Lux
nach 50 Minuten: 4.200 Lux
nach 60 Minuten: 4.200 Lux
nach 70 Minuten: 4.100 Lux
nach 80 Minuten: 4.100 Lux
nach 90 Minuten: 4.100 Lux
Anschließend wurde das Licht langsam, aber kontinuierlich dunkler. Ob die vom Hersteller angegebenen 40 Stunden Leuchtdauer, während der die Lampe die meiste Zeit dahindümpelt, erreicht werden, habe ich nicht getestet. Im Dunkeln wird man mit der Lampe so schnell zwar nicht stehen, aber Effizienz sieht anders aus.
Ein Wärmeproblem hat die Lampe definitiv nicht, die sinkenden Luxwerte sind einzig und allein auf die fehlende Regelung zurückzuführen. Während manche andere Led-Lenser-Lampen beim Betrieb mit Akkus von Beginn an eine nahezu gleichbleibende Lichtausbeute liefern, ist dies bei der P6 erst nach rund 30 Minuten der Fall. Allerdings hat die Lampe bis zu diesem Zeitpunkt bereits fast 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt.
Um einer möglichen Verfälschung des Ergebnisses vorzubeugen, wurde die Lampe mit vom Hersteller für den Betrieb empfohlenen Alkali-Batterien erneut dem Luxmeter vorstellig. Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 7.000 Lux gemessen. Nach fünf Minuten zeigte das Luxmeter 5.900 Lux.
Weitere Messergebnisse (in Klammern zum Vergleich noch mal die Ergebnisse der Messung mit Akkus):
nach 10 Minuten: 5.000 Lux (5.000)
nach 20 Minuten: 4.400 Lux (4.500)
nach 30 Minuten: 3.900 Lux (4.300)
nach 40 Minuten: 3.600 Lux (4.200)
nach 50 Minuten: 3.300 Lux (4.200)
nach 60 Minuten: 3.000 Lux (4.200)
nach 70 Minuten: 2.800 Lux (4.100)
nach 80 Minuten: 2.700 Lux (4.100)
nach 90 Minuten: 2.600 Lux (4.100)
Das Messergebnis bestätigte die praktischen Erfahrungen mit anderen Led-Lenser-Lampen. Die Ausgangshelligkeit der Lampe gegenüber dem Betrieb mit Akkus ist höher, allerdings nur für wenige Minuten. Anschließend sinkt die Helligkeit über die gesamte Laufzeit kontinuierlich.
Fazit: Egal, ob mit Batterien oder Akkus – die volle Leistung der Led Lenser P6 im Dauerbetrieb ist nur mit randvollen Energiespendern für wenige Minuten abrufbar, wobei Akkus über die gesamte Laufzeit deutlich effizienter sind.

 

Reflektor/Linse:
In einem verschiebbaren Tubus sitzt eine Cree-XR-E-LED hinter einer Plastiklinse.

Led Lenser P6 004

Vorderansicht.

 

Bedienung:
Ein Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist, schaltet die Lampe ein. Der Druckpunkt des Clickys ist mittelhart, eine einhändige Bedienung ist problemlos möglich. Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtstrahl stufenlos zwischen breit streuendem und gebündeltem Licht eingestellt werden.

Led Lenser P6 005

Der Clicky ist zwar klein, lässt sich aber problemlos erreichen und schalten.

 

Beam:
In allen Fokuseinstellungen sind zahlreiche Ringe zwischen Hotspot, Corona und Sidespill sichtbar, ein typisches Merkmal für fast alle fokussierbaren Lampen.

Led Lenser P6 006

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 007

P6 fokussiert.

 

Resümee:
Die volle Lichtleistung der P6 ist nur unmittelbar nach dem Einschalten verfügbar, anschließend baut die Lampe schnell ab. An dem Punkt, an dem die Akkus die Lampe (und nicht umgekehrt) in den Griff bekommen, hat sie bereits 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung eingebüßt. Bei der Nutzung im Dauerbetrieb macht die P6 nur dann Sinn, wenn man eine Lampe benötigt, die den Nutzer nicht plötzlich im Dunkeln stehen lässt und er mit der stetig nachlassenden Helligkeit leben kann. Denn die P6 schaltet nicht plötzlich ab, sondern liefert für eine lange Zeit dunkler werdendes Restlicht. Für einen “Flashaholic” mag das inakzeptabel sein; manche “normalen” Nutzer können es durchaus als Vorteil werten. Für einen Preis zwischen 35 und 50 Euro (Stand: Mai 2010) gibt es dennoch wesentlich effektivere Lampen.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt. Weitere Infos sind unter www.zweibrueder.com zu finden.

Led Lenser P6 008

Größenvergleich zur Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Led Lenser P6 009

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 010

P6 fokussiert.

Review Lumapower Signature Tactical Edition

Lumapower Signature Tactical 001

Mit der Lumapower Signature hat die Signature Tactical Edition gerade mal noch den Namen und das Bedienkonzept gemein.

Lumapower Signature Tactical 002

Die original Signature…

Lumapower Signature Tactical 003

…und die Signature Tactical Edition.

Lumapower Signature Tactical 004

Mit Teleforce Head bestückt, ist die Lampe knapp 1,2 Zentimeter länger als mit dem OP-Reflektor-Kopf.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In der Lumapower-typischen Verpackung sind neben der Lampe mit OP-Reflektor ein zweiter Kopf mit SMO-Reflektor (Teleforce Head), Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, zwei Holster und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

Lumapower Signature Tactical 005

Mit diesem Zubehör wird die Lampe geliefert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 134,5 mm
Länge mit Teleforce Head: 146 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Reflektoröffnung Teleforce Head: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 27,5 mm
Durchmesser Kopf Teleforce Head: 27,8 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 82 g
Gewicht mit Teleforce Head: 91 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Gewicht mit Teleforce Head und Akku: 137 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: seitlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, abnehmbarer Trageclip, zweiter Kopf und zwei Lanyards im Lieferumfang enthalten. Der Teleforce Head, der für eine größere Reichweite ausgelegt ist, ist tiefer und mit einem SMO-Reflektor ausgestattet. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Lumapower Signature Tactical 006

Der Trageclip kann nach Abschrauben von Tailcap und Combat-Ring ohne “Kratzgefahr” nach hinten abgezogen werden.

Lumapower Signature Tactical 007

Serienmäßig montierter Kopf mit OP-Reflektor.

Lumapower Signature Tactical 008

Der SMO-Reflektor im Teleforce Head ist ein gutes Stück tiefer.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist für eine Betriebsspannung von 2,5 bis 8,4 Volt ausgelegt. Betrieben wird sie mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien. Alternativ können auch ein 17670-, ein 17650- oder zwei 16340-Akkus verwendet werden. Die höchste Leuchtstufe, von Lumapower mit “Ultra” bezeichnet, ist beim Betrieb mit einem 18650-Akku mit 280 Lumen bei einer Laufzeit von 210 Minuten bis auf 50 Prozent der Lichtleistung angegeben. Zum Test standen zwei Modelle, eins in Schwarz, eins in Silber, zu Verfügung, wobei das silberne Modell mit dem Teleforce Head bestückt wurde. Der Test erfolgte mit letzterem auf höchster Stufe bei Verwendung eines 18650er-Akkus mit 2400 mAh. Der Hersteller selbst warnt davor, die Lampe länger als 15 Minuten am Stück im Ultra-Modus zu betreiben. (Überhitzungsgefahr). Deshalb erfolgte während des Tests eine Konstantkühlung durch einen Modellbauventilator.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 9.000 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.500 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 90 Minuten: 8.000 Lux
nach 120 Minuten: 7.600 Lux
nach 150 Minuten: 6.000 Lux
nach 180 Minuten: 2.100 Lux, Abbruch des Tests. Unmittelbar nach Entnahme hatte der Akku noch eine Spannung von 3,16 Volt, kein Grund zur Panik also.
Fazit: Die Lampe ist über die ersten zwei Stunden nicht überragend, aber insgesamt doch gut geregelt. Danach allerdings sinken die Werte schnell. Ein Wärmeproblem im Praxisbetrieb dürfte nur dann auftreten, wenn die Lampe im hellsten Modus über eine längere Zeit ohne jegliche Kühlung (wie etwa die “Luftkühlung” beim Laufen oder die Kühlung durch den Blutkreislauf) betrieben wird. Dennoch: Wenn schon der Hersteller einräumt, dass thermische Probleme auftreten können, sollte man die Wärmeentwicklung gut beobachten und gegebenenfalls auf “high” schalten. Dieses Problem dürfte im täglichen Leben aber eher theoretischer Natur sein, denn auch die High-Stufe macht bereits ausreichend hell.

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Beide Reflektoren bestehen aus Aluminium, beide Köpfe verfügen über eine beschichtete Glaslinse.

Lumapower Signature Tactical 009

Ansicht des werksseitig montierten OP-Reflektor-Kopfs von vorne.

Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky sorgt beim Antippen für Moment- oder beim Durchdrücken für Dauerlicht. Die Helligkeitsstufen werden mit einem seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Beide Bedienelemente sind gut erreichbar und haben einen weichen (seitlicher Schalter) und mittelharten (Clicky) Druckpunkt. Wer die “herkömmliche” Taschenlampenhaltung bevorzugt, hat den Daumen automatisch auf dem Schalter unterhalb des Lampenkopfs liegen. In der taktischen Fausthaltung ist sogar eine Einhandbedienung möglich, bei der der kleine Finger das Durchschalten der Helligkeitsstufen übernimmt (oder bei Riesenpranken der Ringfinger). Die Schaltreihenfolge ist ultra-high-medium-low-strobe. Die Lampe startet immer in der zuletzt gewählten Einstellung.

Lumapower Signature Tactical 010

Mit dem seitlichen Schalter werden die einzelnen Stufen durchgeschaltet.

Lumapower Signature Tactical 011

Das silberne Modell ist werksseitig mit einem nachleuchtenden Schaltergummi bestückt, bei der Ausführung in schwarz liegt dieses der Verpackung bei.

Beam:
Mit OP-Reflektor-Kopf bestückt, geht der Spot weich in den Sidespill über. Auf eine Entfernung von 25 bis 30 Meter wird ein großer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Mit SMO-Reflektor (Teleforce Head) ist der Beam zunächst mal potthässlich. Ein greller Hotspot geht, von einigen Ringen abgegrenzt, in den Spill über, der im Randbereich erneut mehrere Ringe aufweist. Doch gemach: Was zählt, ist laut einer alten Fußballerweisheit bekanntlich “auffm Platz”. Und hier macht der Teleforce Head eine ausgezeichnete Figur. Zwar ist der gesamte Beam deutlich kleiner als der beim Betrieb mit dem OP-Reflektor-Kopf, aber auch hier liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild mit einer Reichweite, die man so einer kleinen Lampe kaum zugetraut hätte. Mein erster Eindruck: Nicht zu glauben, dass das tatsächlich die gleiche Lampe ist!
Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Lumapower Signature Tactical 012

Beamshot an der weißen Wand. Links im Bild das Modell mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 013

Lichtbild mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 014

Lichtbild mit OP-Reflektor-Kopf.

Lumapower Signature Tactical 015

Zum Vergleich: Lichtbild der Original-Signature mit Teleforce Head. Auch an Helligkeit haben die neuen Modelle zugelegt.

Resümee:
Mit der Weiterentwicklung der Signature ist Lumapower ein Volltreffer gelungen. Die Signature Tactical Edition bietet bereits mit dem werksseitig montierten Kopf mit OP-Reflektor vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die durch Verwendung des Teleforce Heads noch erweitert werden. Da der Kopf als Ganzes gewechselt wird, kann man innerhalb weniger Sekunden zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leuchtcharakteristiken auswählen. Obwohl die Lampe nach etwas mehr als 120 Minuten deutlich herunterregelt, kann sich die Gesamtlaufzeit sehen lassen. Mit einer Akkuladung kommt man somit lange aus. Und gemäß dem Motto “Wenn schon, denn schon” hat Lumapower für die unterschiedlichen Lampengrößen auch zwei unterschiedliche Holster beigelegt. Bei einem Preis von 79 Euro für die schwarze und 84 Euro für die silberne Ausführung (Stand: April 2010) ist die Lampe jeden Cent wert. Die Lampen wurden freundlicherweise von Lumapower (www.lumapower.com) und Taschenlampen-Papst (www.taschenlampen-papst.de) zur Verfügung gestellt.

Lumapower Signature Tactical 016

“Signature Tactical on ice”. Nicht nur hier,…

Lumapower Signature Tactical 017

…auch im Eiswasser macht die Lampe eine gute Figur.

Lumapower Signature Tactical 018

Review LD20 R4

10. April, 2010 Lichtinsdunkel 6 Kommentare

Fenix LD20 R4 001

Fenix gibt Gas: Die aktuellste LD20 kommt nicht nur mit dem neuen Body, sondern auch mit der Cree 7090 XP-G R4-LED daher.

Dieser Test soll die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen LD20-Modelle aufzeigen. Zum Test traten an: Die LD20 R4 mit neuem Body (oben) und die LD20 Q5 (Cree 7090 XR-E Q5-LED) mit dem alten Body.

Fenix LD20 R4 002

Verpackung/Lieferumfang:
Bei beiden Modellen (bis auf den Trageclip bei der Ausführung mit neuem Body) identisch. In der Fenix-typischen Verpackung werden neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Tütchen mit Ersatzgummi für die Tailcap und Ersatz-O-Ringen, eine Bedienungsanleitung (englisch), eine Garantiekarte und eine kleine Werbebroschüre mitgeliefert.

Beschreibung der Lampen:
(Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Modell mit dem alten Body).
Länge: 151,5 mm (150,5 mm)
Reflektoröffnung: 17,5 mm (17,5 mm)
Durchmesser Kopf: 21,5 mm (21,5 mm)
Durchmesser Tail: 20,5 mm (20,5 mm)
Gewicht: 58 g (56 g)
Gewicht mit Clip: 62 g
Gewicht mit Akku: 114 g (112 g)
Anodisierung (beide Modelle): HA III, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand (beide Modelle): ja.
Rollschutz (neues Modell): mit Clip ja, ohne Clip nur bedingt.
Rollschutz (altes Modell): nur bedingt.
Löcher für Lanyard (beide Modelle): ja, in der Tailcap.
wasserdicht (beide Modelle): ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: abnehmbarer Clip (nur neues Modell).
Diese Daten beziehen sich auf den Vergleich alter/neuer Body der LD 20. Während die LD20 Q5 derzeit noch in zwei Ausführungen erhältlich ist (mit altem und neuem Body), wird die XP-G R4-LED nur bei der Ausführung mit dem neuen Body verbaut. Im weiteren Verlauf des Tests werden nur Leuchtmittel/Lichtausbeute/Lichtbild verglichen.

Fenix LD20 R4 003

Bis auf den Lampenkörper sind beide Modelle optisch identisch.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden beide LD20 mit zwei AA-Batterien (Akkus). Die LD20 R4 ist werksseitig im Turbo-Modus mit 205 Lumen angegeben, die LD20 Q5 mit 180 Lumen. Die weiteren angegebenen Leuchtstufen der LD20 R4 (in Klammern die Werte der LD20 Q5): Low: 9 Lumen (9); Medium: 50 Lumen (47); High: 105 Lumen (94). Trotz geringfügig höherer Werte soll die Laufzeit bei beiden Modellen laut Hersteller gleich sein.
Der Praxistest erfolgte bei beiden Modellen in der höchsten Leuchtstufe unter Verwendung von zwei vollgeladenen LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh.
Praxistest Luxmessung:
Luxwerte (in Klammern die Werte der Q5-Version)
beim Einschalten: 2900 (3700)
nach 15 Minuten: 2900 (3700)
nach 30 Minuten: 2900 (3700)
nach 45 Minuten: 2900 (3700)
nach 60 Minuten: 2900 (3700)
nach 75 Minuten: 2900 (3700)
nach 90 Minuten: 2900 (3600)
nach 95 Minuten: 2900 (2900)
nach 100 Minuten: 2900 -
nach 110 Minuten: 2800 -
Nach 115 Minuten brach die Lichtleistung der LD20 R4 innerhalb von Sekunden auf 500 Lux ein, Ende des Tests. Die Wärmeentwicklung bereitet keinen Grund zur Sorge; mehr als handwarm wurde die Lampe während des Testlaufs nicht.
Auch beim Betrieb mit Alkali-Batterien zeigte sich die LD20 äußerst kulant. Der bei vielen Lampen feststellbare Helligkeitseinbruch innerhalb der ersten Minuten blieb aus, auch hier schaffte die Lampe kontinuierliche Werte. Den Test mit Batterien brach ich kurz darauf ab, um selbige zu schonen, zumal ich es für Unsinn halte, eine Lampe mit Batterien zu betreiben, die erstklassig mit Akkus funktioniert.
Die LD20 Q5 wird beim Betrieb etwas wärmer. Im normalen Betrieb dürfte das nicht ins Gewicht fallen, weil die Lampe dabei in der Regel bewegt und dadurch gekühlt wird. Da sie für den Test allerdings auf einem Stativ befestigt war, habe ich sie sicherheitshalber zwischendurch regelmäßig mit einem kleinen Ventilator gekühlt. Nach 97 Minuten brach bei diesem Modell die Lichtleistung ein.
Der Vergleich beider Lampen zeigt sehr schön die größere Effizienz der neuen Cree XP-G-LED. Das (oder zumindest einen Teil dessen), was die XR-E-LED an Mehrwärme abgibt, kann die XP-G-LED in zusätzliche Laufzeit umsetzen.
Fazit: Die Regelung der beiden LD20-Modelle ist ähnlich einer alten Werbung für ein Haarspray. (Morgens: Tokio – die Frisur hält. Mittags: New York – die Frisur hält. Abends: Gefangenenlager irgendwo am Arsch der Welt (oder so ähnlich) – die Frisur hält.) Über die gesamte Laufzeit bleibt die maximale Helligkeit konstant. Besser geregelt kann eine Lampe nicht sein.
Typisch für die Charakteristiken beider Lampen sind die gemessenen Lux-Werte. Obwohl die LD20 Q5 einen geringeren Output hat als die LD20 R4, erzielte sie bei der Messung höhere Werte, da sie das Licht stärker bündelt.

Unterschiede Reflektor/Linse:
Bei der Cree XP-G-R4-Version der LD20 wurde statt des OP-Reflektors der XR-E-Q5-Variante ein SMO verbaut. Dieser ist tiefer als der OP-Reflektor der LD20 Q5. Die Frontlinse besteht bei beiden Modellen aus Glas.

Fenix LD20 R4 004

Bei der R4-Version ist ein Smooth-Reflektor verbaut.

Bedienung:
Identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein und die Helligkeitsstufen durch. Die beiden Modi werden durch Drehen des Lampenkopfs erreicht. Ist der Kopf angezogen, startet die LD20 im Turbo-Modus und schaltet nach Antippen des Clickys in den Strobe-Modus. Durch Lockern des Kopfs gelangt man in den zweiten Modus. Die Schaltreihenfolge hier ist low-medium-hell-SOS.

Beam:
Die LD20 R4 erzeugt einen klar definierten Hotspot, der weich in den Spill übergeht. Die Lampe leuchtet einen größeren Bereich aus, die Gesamtausleuchtung ist homogener und die Lichtfarbe neutraler als bei der Ausführung mit Q5-Version. Dafür kommt letztere von der Reichweite einen Tick weiter. Dass hier die Welt auf dem Kopf zu scheinen scheint, da die LD20 mit OP-Reflektor eine größere Reichweite hat, während die LD20 mit SMO-Reflektor eine gleichmäßigere Ausleuchtung liefert, erklärt sich durch die verwendeten LEDs. Denn die XP-G-LED hat einen größeren Abstrahlwinkel bei geringerer Reichweite als die XR-E-LED der LD20 Q5.

Fenix LD20 R4 005

“White-Wall-Beamshot” beider Lampen. Links die XP-G-R4-Version, rechts die XR-E-Q5-Version.

Resümee:
Mit der LD20 mit XP-G R4-LED liefert Fenix eine gute Arbeit ab. Die Lampe verfügt auf dem Papier über 25 “Mehr-Lumen” gegenüber der Q5-Vaiante, die optisch allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fallen. In meinen Augen stellt die Lampe keine Verbesserung gegenüber der Q5-Version dar, sondern vielmehr eine äußerst gelungene Alternative. Während die LD20 Q5 eine größere Reichweite hat, leuchtet die LD20 R4 einen größeren Bereich gleichmäßiger aus.
Was neue und alte Ausführung der Bodys betrifft, zeigt sich Fenix wenig anwenderfreundlich. Durch das Baukastenprinzip konnte jede “alte” LD20 auch zur LD10 umgebaut werden. Zwar funktioniert das auch bei den Modellen mit neuem Body untereinander. Wer jedoch einen neuen Kopf oder eine neue Tailcap auf einen alten Body schrauben möchte (und umgekehrt) erlebt eine böse Überraschung, da diese nicht mehr untereinander kompatibel sind. Wer also beispielsweise eine ältere LD10 hat, die er zur LD20 umbauen möchte, kann nun nicht einfach mehr nur einen LD20-Body kaufen, sondern muss gleich die komplette LD20 erwerben. Okay, so funktioniert Marktwirtschaft nun mal, schade ist es trotzdem.
Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei rund 60 Euro (Stand: April 2010). Weitere Infos gibt es auf der Herstellereite www.fenixlight.com. Die Lampen wurden freundlicherweise von Fenix und von Bernd Auler vom Flashlightshop (www.flashlightshop.de) zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Das obere Bild zeigt die LD20 mit der XP-G R4-LED, das untere die LD20 mit der XR-E Q5-LED.

Fenix LD20 R4 006

Fenix LD20 R4 007

Preview Led Lenser M7

2. April, 2010 Lichtinsdunkel 6 Kommentare

Led Lenser M7 001

Die Led Lenser M7 wird voraussichtlich im Juli in den Handel kommen und einige interessante Features mitbringen. Kann die neue Zweibrüder-Lampe halten, was sie verspricht?

Verpackung/Lieferumfang:
Das Testmodell kam im gleichen Pappkarton, in dem auch die P7 und die T7 ausgeliefert wurden (werden). Falls der endgültige Lieferumfang dem des Testkandidaten entspricht, werden neben der Lampe vier AAA-Batterien zur Stromversorgung, ein Lanyard, ein Gürtelclip, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre des Herstellers enthalten sein.

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 136,5 mm
Länge fokussiert: 141 mm
Öffnung der Linse: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 147 g
Gewicht mit Akkus: 193 g
Anodisierung: HA II der besseren Sorte.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja. In der Tailcap ist ein Loch mit einer Öse zur Lanyardaufnahme. Diese Öse kann durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch einen Schiebemechanismus fokussierbar. Um ein ungewolltes Verstellen zu verhindern, kann der verschiebbare Lampenkopf arretiert werden. Die M7 verfügt über mehrere Leuchtstufen und Blinkmodi sowie zwei Helligkeitsprogramme, die auf alle Modi anwendbar sind.

Led Lenser M7 002

Bei der M7 kann der Lampenkopf in jeder Fokuseinstellung arretiert werden.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Der Betrieb ist wahlweise mit vier AAA-Batterien oder AAA-Akkus möglich. Die Batteriehalterung hat Zweibrüder von den Vorgängermodellen übernommen. Da über Pro und Contra dieser Halterung schon genug geschrieben wurde, erspare ich mir das an dieser Stelle. Herstellerseitig ist die M7 mit 220 Lumen angegeben.
Neben den verschiedenen Modi, die weiter unten noch beschrieben werden, verfügt die M7 über zwei Modi-übergreifende Energieprogramme, von Zweibrüder als “Energy Saving Modus” und “Constant Current Modus” bezeichnet. In Letzterem startet die Lampe mit maximaler Helligkeit, die für wenige Minuten konstant bleibt und in den nächsten Minuten auf 60 Prozent der maximalen Helligkeit fällt. Diese 60 Prozent bleiben eingestellt bis die Batterien leer sind. In diesem Programm wird die Helligkeit nur über die eingebaute Temperatur-Kontroll-Einheit reguliert. Ein kurzes Aus- und wieder Einschalten der Lampe genügt, um wieder die volle Leuchtkraft zu haben, sofern die Akkus noch über eine ausreichende Kapazität verfügen. Im Energiesparprogramm verhält sich die Lampe zu Beginn genau so, allerdings wird die Helligkeit hier auf 50 Prozent heruntergeregelt und nach 25 Minuten auf 15 Prozent. Um zwischen den Energieprogrammen zu wechseln, muss der Schalter achtmal angetippt und dann durchgedrückt werden. Das mag sich zunächst umständlich anhören, doch in der Regel wird man sich, je nach Nutzerprofil, ohnehin nur für eines der beiden Programme entscheiden und diese Funktion somit nicht häufig benötigen. Die Anwahl des Energiesparprogramms zeigt die Lampe durch Leuchten und anschließendes Herunterdimmen an, die Anwahl des “Constant Current Modus” durch Leuchten und schlagartiges Ausgehen nach wenigen Sekunden. Für den Test wurde der “Constant Current Modus” gewählt, alle Werte und Laufzeiten beziehen sich auf dieses Programm. Im Energiesparprogramm dürften die Laufzeiten deutlich länger sein. Der Test erfolgte mit vier LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh bei komplett fokussierter Lampe.
Praxistest Luxmessung:
Direkt nach dem Einschalten wurden 18.500 Lux angezeigt. Innerhalb der ersten fünf Minuten fiel der Wert auf 15.900 Lux. Nach zehn Minuten Laufzeit lag der Wert bei 13.000 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 13.000 Lux
nach 20 Minuten: 12.900 Lux
nach 30 Minuten: 12.800 Lux
nach 40 Minuten: 13.000 Lux
nach 50 Minuten: 13.300 Lux
nach 60 Minuten: 13.100 Lux
Wenig später fiel der Wert innerhalb von Sekunden rapide und nahm konstant weiter ab. Nach 65 Minuten lag der Wert nur noch bei 3600 Lux, Tendenz: fallend. Eine Minute später zeigte die Lampe durch Blinkzeichen an, dass die Akkus gewechselt werden sollten.
Fazit: Die M7 verfügt über eine gut funktionierende Regelung, die die Helligkeit über eine Stunde nahezu konstant hält. Während des Testlaufs wurde die Lampe zwar warm, eine übermäßige Temperaturentwicklung war jedoch nicht bemerkbar.

Led Lenser M7 003

Das Batteriemagazin wurde von den Vorgängermodellen übernommen.

Reflektor/Linse:
Eine von Zweibrüder nicht näher spezifizierte Cree-LED sorgt fürs Licht. Bei näherer Betrachtung handelt es sich nicht um die neue Cree XP-G-, sondern weiterhin um eine Cree XR-E-LED. Statt eines Reflektors verfügt die Lampe über eine Plastiklinse, die in einem Tubus vor- und zurückgeschoben werden kann.

Led Lenser M7 004

Die Linse mit Blick auf die LED.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die M7 mittels eines Clickys in der Tailcap. Der Druckpunkt des Clickys ist relativ hart. In der Zigarrengriffhaltung funktioniert das Einschalten problemlos, in der taktischen Fausthaltung bedarf es allerdings schon einiges an Kraft, um den Schalter durchzudrücken. Allzu griffig ist die Lampe nicht, mit feuchten Händen kann sie auch gut und gerne schon mal aus der Hand rutschen. Mit dem Schalter/Taster werden die verschiedenen Helligkeitsstufen durchgeschaltet bzw. die verschiedenen Modi aktiviert. Der von anderen Zweibrüder-Produkten bekannte Turbo-Modus durch Antippen des Clickys im ein- sowie ausgeschalteten Zustand der Lampe kann bei der M7 aus diesem Grund nur durch Antippen und Halten des Clickys im ausgeschalteten Zustand angewählt werden.
Die M7 verfügt über drei Modi, von Led Lenser mit “Easy Mode”, “Professional Mode” und “Tactical Mode” bezeichnet. Der “Easy Mode” bietet zwei Leuchtstufen, eine helle und eine dunklere, wobei die dunklere im Vergleich zu den dunkleren Stufen der P7 und T7 deutlich heller ist. Nach dem Einschalten ist zunächst die helle Stufe verfügbar, durch Antippen des Clickys kann zwischen beiden Stufen gewechselt werden. Auch Morsen ist möglich. Um in den “Tactical-Mode” zu gelangen, muss die Lampe wieder ausgeschaltet werden, der Schalter viermal kurz angetippt und anschließend durchgedrückt werden. Die Lampe gibt durch Blinkzeichen zu verstehen, dass der nächste Modus jetzt aktiviert ist. In diesem Modus gibt es ebenfalls zwei Stufen: hell und schneller Strobe. Nach abermaligem Ausschalten, viermaligem Antippen und anschließendem Durchdrücken des Schalters wird der dritte Modus (Professional Mode) aktiviert. Auch hier werden die einzelnen Stufen durch Antippen des Clickys durchgeschaltet. Die Schaltreihenfolge ist hell-dunkel-Blinken-SOS-schneller Strobe. Wiederholt man die Ausschalt-Tipp-Durchdrück-Prozedur, gelangt man wieder in den ersten Modus. Der jeweils zuletzt angewählte Modus bleibt gespeichert, wobei die Lampe in jedem Modus immer in der hellsten Stufe startet.
Im “Easy”- und im “Professional Mode” gibt es darüber hinaus noch eine Dimm-Funktion. Schaltet man die Lampe ein, tippt den Schalter an und hält ihn gedrückt, steigt die Helligkeit stufenlos von 15 auf 100 Prozent an. Lässt man den Schalter bei Erreichen der gewünschten Helligkeit los, leuchtet die Lampe in dieser Helligkeit weiter.
In allen Einstellungen kann durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos zwischen Streu- und Punktlicht gewechselt werden.

Led Lenser M7 005

Bei der M7 übernimmt der Clicky viele zusätzliche Funktionen.

Die Lock-Funktion:
Eine Neuerung bei der M7 ist die Lock-Funktion. Der Lampenkopf kann nicht mehr komplett gedreht werden, sondern hat links und rechts einen Anschlag. Dreht man den Kopf nach rechts, kann man ihn stufenlos vor- und zurückschieben. Dreht man ihn nach links, rastet er in der gewählten Fokusstellung ein. Mechanisch umgesetzt wurde das folgendermaßen: In den Tubus, der auf dem Body verschoben werden kann, wurde eine Nut gefräst. Diese Nut greift an einem Ring, der unter der LED-Einheit sitzt und plan mit dieser abschließt, in eine kleine Plastiknase. Dreht man den Lampenkopf nach links, wird der Ring nach außen aufgedrückt und drückt gegen den Tubus, der sich dadurch nicht mehr verstellen kann. Wie jetzt allerdings das Innenleben des Rings aussieht, sollte jemand beantworten, der in der Schule in Physik besser aufgepasst hat als ich. Fakt ist jedenfalls, dass das Prinzip funktioniert. Zwar lässt sich der Tubus mit einem Mehraufwand an Kraft auch im arretierten Zustand verschieben, von alleine verstellt er sich jedoch nicht. Ob der Mechanismus aufgrund des verwendeten Materials (Kunststoff) auch über Jahre noch einwandfrei funktioniert, kann wohl nur der langfristige Praxisbetrieb zeigen.

Led Lenser M7 006

Eine Ausfräsung im Tubus greift in eine kleine Plastiknase an einem Ring unter der LED-Einheit.

Led Lenser M7 007

In dieser Stellung kann der Fokus stufenlos verstellt werden. Dreht man den Lampenkopf…

Led Lenser M7 008

…drückt der Ring gegen den Tubus und sorgt dafür, dass die gewählte Fokuseinstellung arretiert wird.

Beam:
Auch bei der M7 wird die Möglichkeit der stufenlosen Fokussierung durch zahlreiche Donuts im Beam erkauft. Lampenästheten werden ob dieser Tatsache die Nase rümpfen, normale Nutzer wird es mal mehr, mal weniger stören.

M7 vs P7:
Zunächst einmal unterscheiden sich die beiden Lampen schon rein äußerlich ein wenig. Hier noch mal die Daten der M7, (in Klammern die Daten der P7).
Länge defokussiert: 136,5 mm (133 mm)
Länge fokussiert: 141 mm (140 mm)
Öffnung der Linse: 31 mm (25 mm)
Durchmesser Kopf: 37 mm (37 mm)
Durchmesser Tail: 29,5 mm (29,5 mm)
Gewicht: 147 g (148 g)
Gewicht mit Akkus: 193 g (194 g)
Zwar sind beide Lampenköpfe vom Außendurchmesser identisch, jedoch ist die Materialstärke des M7-Kopfs an der Linseneinfassung geringer und der Kopf tiefer. So kann eine entsprechend größere Linse verwendet werden. Daurch punktet die M7 gegenüber der P7 deutlich bei den Extremeinstellungen des Fokus’. Komplett defokussiert liefert sie einen breiteren Lichtkegel als die P7, komplett fokussiert bündelt sie das Licht auf weite Entfernungen stärker.
Auch über die Abmessungen hinaus gibt es einige Unterschiede. Die Mehr-Lumen der M7 sind auch ohne Messgerät mit bloßem Auge gut zu erkennen, die M7 ist einen Tick heller. Im Gegensatz zur P7 ist die M7 geregelt und darf laut Hersteller auch mit Akkus betrieben werden Zwar funktioniert auch die P7 problemlos mit Akkus (beim Test kamen ebenfalls LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh zum Einsatz), allerdings ist der Output mit zunächst 9.800 Lux direkt nach dem Einschalten und dann konstanten 9.100 Lux deutlich niedriger. Mit neuen AAA-Alkalines bestückt, wurden bei der P7 direkt nach dem Einschalten 11.500 Lux gemessen, doch bereits nach wenigen Minuten sank der Wert unter die mit Akkus erreichten 9.100 Lux und fiel über die gesamte Laufzeit weiter ab.

Led Lenser M7 009

Alles Kopfsache: Links die M7, rechts die P7.

Der Pflegefall:
Eigentlich könnte das Review hier zu Ende sein und ich zum Fazit kommen, hätte Led Lenser beim Lieferumfang nicht das Holster durch einen Gürtelclip ersetzt. Die Lampe rastet mit einem lauten Klicken im Clip ein und sitzt dort so stramm und fest, dass sie, auch ohne dass der Clip überhaupt am Gürtel befestigt ist, nur mit zwei Händen und Brachialgewalt wieder herauszubekommen ist. Im Praxisbetrieb dürfte man eher die Hose verlieren, als die Lampe aus dem Clip heraus zu bekommen. Versucht man, die Lampe aus dem Clip zu schieben, wird das durch unschöne Kratzgeräusche begleitet. Sollte diesen Clip tatsächlich jemand benutzen, kann er die Lampe spätestens nach einer Woche neu anodisieren lassen oder aber sich über einen silbernen M7-Body freuen.

Led Lenser M7 010

Der Gürtelclip ist eine Fehlkonstruktion.

Led Lenser M7 011

Die Lampe sitzt so stamm und fest, dass sie kaum heraus zu bekommen ist.

Resümee:
Die Frage, ob die M7 die “bessere” P7 oder T7 ist, ist schnell beantwortet: eindeutig ja. Mit diesem Modell sind die zwei Brüder auf dem richtigen Weg. Die Lampe verfügt über eine gut funktionierende Regelung und ist offiziell für den Betrieb mit Akkus zugelassen. Der Schiebefokus ist arretierbar, ein ungewolltes Verstellen wird dadurch vermieden. Die M7 ist heller als ihre Vorgänger, leuchtet eine größere Fläche aus und bündelt das Fernlicht stärker. Auch an der Anodisierung hat Zweibrüder gearbeitet und sie, im Vergleich zu meiner ein Jahr alten P7, verbessert. Wer Strobe, Blinken und SOS braucht, kann zwischen verschiedenen Modi wählen, wer darauf keinen Wert legt, kann die zusätzlichen Modi ignorieren, da eine zufällige Aktivierung durch das gute Bedienkonzept verhindert wird. Über den Gürtelclip ist nichts weiter zu sagen, außer, dass er bitte, bitte nicht im Lieferumfang enthalten sein darf, wenn die Lampe in die Läden kommt. Schön wäre auch, wenn die Lampe statt mit Batterien mit Akkus ausgeliefert würde, wie es bereits bei der H7R praktiziert wird, das schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt.

Led Lenser M7 012

Die neue Zweibrüder und ihre zwei Brüder. Von links nach rechts: M7, T7, P7.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Die Bilder 1+2 zeigen die M7 und die P7 komplett defokussiert, die Bilder 3+4 beide Lampen halbfokussiert und die Bilder 5+6 beide Lampen komplett fokussiert. Oben ist jeweils die M7.

Led Lenser M7 013

Led Lenser M7 014

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Led Lenser M7 017

Led Lenser M7 018

Review Romisen RC-29

27. März, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Romisen RC-29 001

Wer für kleines Geld eine Zweitlampe im Hosentaschenformat sucht, bekommt mit der Romisen RC-29 eine Lampe, die diese Kriterien mehr als zufriedenstellend erfüllt.

 

Lieferumfang:
Lampe und Lanyard

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 21 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 65 g
Gewicht mit Akku: 92 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die RC-29 ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. Der Fokus lässt sich von breit gestreutem Licht bis zu einem Lichtkegel, bei dem ein Abbild der LED projiziert wird, einstellen. Die Lampe ist komplett durchanodisiert. Das Gummi der Tailcap ist in orange gehalten, der Ring vorne am Bezel in einer ähnlichen Farbe eloxiert, dadurch wirkt die Lampe optisch – zumindest aus meiner Sicht – äußerst gefällig.

Romisen RC-29 002

Für eine Lampe dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich: Auch die Gewinde sind anodisiert.

Romisen RC-29 003

Die Tailcap von innen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer AA-Batterie/einem AA-Akku. Laut Herstellerangaben liefert sie einen Lichtstrom von 100 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde.
Bei der Messung auf einen Meter Entfernung mit neuer Batterie/vollgeladenem LSD-Akku zeigt das Luxmeter bei defokussierter Einstellung der Lampe 400 Lux; komplett fokussiert sind es 10.400 Lux. Die Laufzeitmessung erfolgte mit einem vollgeladenen LSD-Akku mit einer Kapazität von 2100 mAh. Beim Test war die Lampe komplett fokussiert. Der größte Helligkeitseinbruch war in den ersten fünf Minuten nach dem Einschalten feststellbar. Nach einer Minute wurden noch 9.500 Lux angezeigt, nach fünf Minuten war der Wert auf 8.800 Lux gesunken. Anschließend blieb die Helligkeit nahezu konstant. Nach einer Viertelstunde und nach 30 Minuten lag der Wert gleichbleibend bei 8.500 Lux. Eine Erwärmung war zwar spürbar, mehr als handwarm wurde die Romisen dabei jedoch nicht. Nach 45 Minuten konnten noch 8.300 Lux gemessen werden, nach einer Stunde noch 7.700. Anschließend ging es schnell bergab. Nach 70 Minuten lag die Beleuchtungsstärke bei 5.300 Lux. Tendenz: schnell fallend, Testabbruch. Ergebnis: Die angegebene Laufzeit seitens des Herstellers wurde leicht übertroffen. Während die Helligkeit beim Akkubetrieb fast konstant blieb, mag die Lampe Batterien nicht so sehr, was sich durch langsame, aber fortwährende Abnahme der Leuchtkraft über die gesamte Laufzeit äußert.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-Q5-LED. Das weitere Innenleben der Lampe bleibt verborgen, da der Kopf des Testkandidaten nicht gewaltfrei geöffnet werden kann.

Romisen RC-29 004

Lampenkopf mit Linse.

 

Bedienung:
Die RC-29 verfügt über einen Modus. Ein- und Ausschalten geschieht durch einen Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist in der Tailcap versenkt, gut erreichbar und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Der Fokus wird durch Drehen verändert, dadurch wird ein ungewolltes Verstellen des zuletzt eingestellten Fokus’ verhindert. Um zwischen den beiden Extremstellungen zu wechseln, sind drei komplette Umdrehungen des Kopfs nötig.

Romisen RC-29 005

Der Fokus wird durch Drehen des Lampenkopfs verstellt.

 

Beam:
Komplett defokussiert liefert die Lampe einen großen, gleichmäßigen Beam ohne Hotspot mit mehreren Ringen außen. Je mehr die Lampe fokussiert wird, desto auffälliger werden die Ringe. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED erkennbar. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Lampe (von oben nach unten) defokussiert, halb fokussiert und komplett fokussiert. Dass die Lampe im untersten Bild ein Abbild der LED erzeugt, konnte ich leider nicht mit der Kamera festhalten.

Romisen RC-29 006

Romisen RC-29 007

Romisen RC-29 008

 

Resümee:
Als Zweitlampe ist die Romisen RC-29 ein netter Begleiter für die Hosentasche. Die Verarbeitung ist gut, selbst das Gewinde, auf das die Tailcap geschraubt wird, ist anodisiert. Abgesehen von den Donuts im Lichtbild funktioniert die Fokussierung gut. Und dadurch, dass die Fokusverstellung durch Drehen geschieht, sitzt der Lampenkopf fest auf dem Body. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen dieser Preisklasse wackelt an dieser Stelle nichts. Durch die Möglichkeit der Fokussierung ist die RC-29 vielseitig einsetzbar; hätte Romisen der Lampe noch eine zweite Helligkeitsstufe verpasst, wäre sogar ein Einsatz als EDC denkbar. Der Nachteil der abnehmenden Leuchtstärke beim Batteriebetrieb ist in meinen Augen kein wirklicher Nachteil, denn wenn die Möglichkeit des Akkubetriebs besteht, sollten Batterien generell nur als Notlösung irgendwo in der Pampa angesehen werden. Erhältlich ist die Lampe in Deutschland unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 25 Euro (Stand: März 2010).

Romisen RC-29 009

Größenvergleich. Von links: Fenix LD10, Romisen RC-29, Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote Reflektor 60 und der weiße 70 Meter. Das oberste Bild zeigt auch hier wieder den Lichtkegel bei defokussierter Einstellung, auf dem mittleren Bild ist die Lampe halb-, auf dem untersten komplett fokussiert.

Romisen RC-29 010

Romisen RC-29 011

Romisen RC-29 012

Review Ferei W 150

Ferei W150 001

Nein, fahren kann sie nicht, aber als “Anlasser” fungiert bei der Ferei W 150 statt eines gewöhnlichen Clickys ein Magnetschalter.

 

Verpackung und Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in einem stabilen Karton noch ein Holster, ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung enthalten.

Ferei W150 002

Lieferumfang der W 150.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 147,5 mm
Reflektoröffnung: 23,5 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 181 g
Gewicht mit Akku: 228 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig und sauber ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, durch den Ring, unter dem der Magnetschalter sitzt.
Löcher für Lanyard: ja
wasserdicht: bis 150 Meter.
Besonderheiten: Ausgewiesen ist die Lampe als Tauchlampe, wodurch sich auch die Verwendung des Magnetschalters erklärt. Ein Clicky würde dem Wasserdruck in einiger Tiefe nicht standhalten. Der Magnetschalter sitzt zwischen Lampenkörper und Lampenkopf. Die Linse ist einige Millimeter im Bezel versenkt und somit gut geschützt.

Ferei W150 003

An der Endkappe kann das Lanyard befestigt werden.

Ferei W150 004

Die Frontlinse ist gut geschützt.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe wird wahlweise mit einem 18650-Akku oder 2 CR123-Batterien betrieben und soll laut Hersteller 180 Lumen Lichtleistung für drei Stunden liefern. Testergebnis: Mit einem 2400mAh-Akku bleibt die Helligkeit für zwei Stunden nahezu konstant. Anschließend geht die W 150 in einen Sparmodus, in dem sie für eine Viertelstunde ein etwas dunkleres Licht liefert. Dann tut sie durch Blinkzeichen kund, dass die Akkukapazität sich dem Ende zuneigt und der Akku baldigst gewechselt werden sollte (allerdings vielleicht nicht gerade in 150 Metern Wassertiefe). Ohne Akkuwechsel wird sie kontinuierlich dunkler, und nach weiteren 20 Minuten ist dann endgültig Ende im Gelände, oder unter Wasser: Schluss im Fluss. Der Test erfolgte mit einem geschützten Akku, mit einem ungeschützten sollte die Lampe nicht bis zum Dahindümpeln betrieben werden.

 

Reflektor/Linse:
Eine Cree Q5-LED verteilt ihr Licht mittels eines OP-Reflektors aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist der Reflektor stark texturiert.

Ferei W150 005

Für Licht sorgt eine Cree 7090 XR-E-Q5-LED.

Ferei W150 006

Für ein gleichmäßiges Lichtbild ist die “Orangenhaut” stark ausgeprägt.

 

Bedienung:
Über einen Magnetdrehschalter zwischen Kopf und Body wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Der Schalter ist leichtgängig genug, um die Lampe in der “klassischen” Haltung mit einer Hand ein- und auszuschalten und schwergängig genug, damit sie sich nicht von selbst ein- oder ausschaltet. In der taktischen Fausthaltung ist die Einhandbedienung zwar schwierig, aber nicht unmöglich.

Ferei W150 007

Mit einem Ringmagnetschalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Beam:
Der Hotspot geht weich in den Spill über. Bereits ab wenigen Metern ist die Gesamtausleuchtung recht homogen. Von der Charakteristik her tendiert die Lampe in Richtung Fluter.

Ferei W150 008

“White-wall-Beamshot” der W 150.

 

Resümee:
Durch die Verwendung eines Magnetschalters vermeidet auch jemand, der mit der Lampe nicht tauchen möchte, das Problem eines möglichen Clicky-Verschleißes. Mit einer Laufzeit von mehr als zwei Stunden im Dauerbetrieb liegt die Lampe im besseren Durchschnitt. Für den normalen “Straßenbetrieb” wäre eine zweite, dunklere Leuchtstufe wünschenswert; ob die allerdings beim Tauchen sinnvoll ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Anodisierung wurde gut und gleichmäßig ausgeführt, wie auch die Lasergravur von Markennamen und Seriennummer. Lediglich die rote Farbe im “Ferei”-Schriftzug nutzt sich ziemlich schnell ab. Angesichts der guten Verarbeitung sind die 49 Euro für die Ferei W 150 (Stand: März 2010) sicherlich nicht zu teuer. Weitere Infos gibt es auf der Herstellerseite www.ferei.com. In Deutschland ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de erhältlich. Bereit gestellt wurde die Testlampe freundlicherweise von Ferei.

Ferei W150 009

Ob im Bach, Fluss oder Meer: Wasser kann der Lampe nichts anhaben.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Da es im Wald nach 70 Metern steil bergab geht, können in den Bildern nur die Beamcharakteristiken, nicht aber die tatsächlich möglichen Reichweiten dargestellt werden. Als Vergleichslampen dienen drei Lampen, die werksseitig ebenfalls mit 180 Lumen angegeben sind: die Fenix LD 20, die Fenix P1D Q5 und die Led Lenser P7.

BeamFerei W150

Ferei W 150

BeamFenix LD20

Fenix LD 20

BeamFenix P1D Q5

Fenix P1D Q5

BeamLEDLenser P7

Led Lenser P7 (fast komplett fokussiert)