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Archiv für die Kategorie ‘P4 / Q5 / R2 LED Lampen’

Sipik A13

2. Oktober, 2011 Keine Kommentare

Sipik A13 001
Mit der A13 des chinesischen Herstellers Sipik (Smiling Shark) kommt heute eine Lampe aus dem absoluten “Billig-Sektor” auf den Seziertisch.

Als engagierter Lampentester muss man manchmal beide Arschbacken zusammenkneifen, sich einen Strick um den Hals binden, bevor man sich eine Kugel in den Kopf schießt, in dem Moment, in dem man auf dem Geländer einer mindestens 100 Meter hohen Brücke steht.
Dieser Gedanke kam mir vor Testbeginn. Nicht etwa deshalb, weil ich das Testlämpchen von vornherein verurteilt hätte. Sondern vielmehr, weil über diesen Kandidaten nichts, aber auch überhaupt nichts im World Wide Web zu finden war. Okay, nichts stimmt nicht. Genau genommen habe ich sogar sofort etwas gefunden. Nämlich die Herstellerseite. Da auf dieser allerdings sämtliche Informationen in chinesischer Sprache gehalten waren, brachte mich das nicht wirklich weiter.
Auch auf der Verpackung fand ich nur soviel an Information, als dass sich im Innern eine Taschenlampe befinden musste. Keine Bedienungsanleitung, keine Information, wie hell die Lampe ist oder welcher Batterietyp verwendet werden soll – kurzum: nichts. Vermutlich wird die Lampe von Tank007 unter anderem Label produziert, denn der Testkandidat gleicht der Tank007 HC-126 wie ein Ei dem anderen.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe kommt in einer Pappschachtel mit wabbeligem Innenleben daher. Außer Innenleben und Lampe ist in der Pappschachtel noch ein Trageriemen enthalten.

Sipik A13 002
Lieferumfang der A13.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 52 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt, durch den hervor stehenden Schalter.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: An der Lampenunterseite befindet sich ein Gewinde zur Montage auf einem Stativ.

Sipik A13 003
Gewinde zur Stativmontage.

 

Sipik A13 004
Dünnwandig war gestern.

 

Sipik A13 005
Lampenpopo mit Löchern zur Befestigung des Lanyards.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektoren findet ein OP, der aus Aluminium gefertigt sein dürfte, Verwendung. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Sipik A13 006
Vorderansicht.


Laufzeittest:
Eine CR123-Batterie liefert den nötigen Saft. Möglich ist auch der Betrieb mit einem LiIon-16340-Akku, wie ich bei einem “Alles-oder-nichts-Versuch” erfreut feststellen konnte. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 1.540 Lux
nach 5 Minuten: 1.540 Lux
nach 15 Minuten: 1.540 Lux
nach 30 Minuten: 1.540 Lux
nach 45 Minuten: 1.540 Lux
nach 60 Minuten: 1.540 Lux
nach 75 Minuten: 1.540 Lux
nach 90 Minuten: 1.540 Lux
nach 105 Minuten: 1.540 Lux
nach 120 Minuten: 1.540 Lux
nach 135 Minuten: 1.540 Lux
nach 150 Minuten: 1.540 Lux
Nach 155 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Innerhalb von 2 Minuten fiel der Wert auf unter 1.000 Lux. Nach weiteren 10 Minuten wurden noch 770 Lux gemessen, was 50 Prozent Verlust zum Maximalwert entsprach – Ende des Tests.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 2.850 Lux
nach 15 Minuten: 2.580 Lux
nach 30 Minuten: 2.330 Lux
nach 45 Minuten: 1.800 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 1.300 Lux griff die Schutzschaltung des Akkus.
Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt ist die Lampe exzellent geregelt und hat eine lange Laufzeit. Zum Ende hin wird sie langsam dunkler und gibt dem Benutzer ausreichend Zeit, die Batterie zu wechseln bzw. liefert noch für einen längeren Zeitraum dunkler werdendes Restlicht. Beim Betrieb mit einem 3,6-Volt-Akku ist die Lampe wesentlich heller, dafür aber ungeregelt und hat eine deutlich kürzere Laufzeit. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, von einem Dauerbetrieb in der hellen Stufe mit einem LiIon-16340-Akku ist abzuraten.

Sipik A13 007
Die Elektronik im Lampenkopf sorgt bei Verwendung einer 3-Volt-Batterie für eine perfekte Regelung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Der Druckpunkt ist am ehesten mit “schwammig” zu bezeichnen. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi und startet immer im hellsten Modus. Tippt man den Schalter an, wechselt die Lampe vom hellen in den dunklen Modus und anschließend in den Strobe-Modus. Durch weiteres Antippen geht es wieder von vorne los, Durchdrücken des Knopfs schaltet die Lampe wieder aus.

Sipik A13 008
Der Druckpunkt des Schalters wirkt schwammig. Der Sound beim Schalten erinnert an die “Knackfrösche”, die sich im vergangenen Jahrtausend einige Zeit großer Beleibtheit erfreut haben.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter tendiert.

Sipik A13 009
“White-wall-beamshot” der Sipik A13.


Resümee:
Die Sipik A13 ist eine nützliche EDC-Lampe, die ihren Preis mehr als wert ist. Die Regelung beim Batteriebetrieb ist ausgezeichnet. Wer mehr Licht haben möchte, kann einen LiIon-16340-Akku verwenden, allerdings ist die Lampe damit ungeregelt bei kürzerer Laufzeit und sollte nicht durchgängig am Stück in der hellen Stufe betrieben werden. Die beiden Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, den Strobe hätte man sich verkneifen können, aber glücklicherweise liegt er zumindest am Ende des UIs. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ideal wäre, wenn die Lampe nicht nur spritzwassergeschützt wäre. Der einzige Preis einer Version der Lampe mit älterer LED, den ich im Netz gefunden habe, liegt bei rund 10 Dollar. Die Sipik A13 dürfte sich preislich in ähnlichen Regionen bewegen. (Stand: Oktober 2011). Weitele Infos sind in chinesischel Splache auf der Helstellelseite www.sipik.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Sipik A13 010
Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix LD10, Spark SL5, Lumintop L1C, Sipik A13.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Sipik A13 011
Sipik A13 CR123-Batterie low

 

Sipik A13 012
Sipik A13 CR123-Batterie high

 

Sipik A13 013
Sipik A13 LiIon-16340-Akku low

 

Sipik A13 014
Sipik A13 LiIon-16340-Akku high

 

Sipik A13 015
Fenix LD10

 

Sipik A13 016
Lumintop L1C LiIon-16340-Akku

 

Sipik A13 017
Spark SL5-220CW LiIon-14500-Akku

Streamlight Stinger DS HP LED

25. August, 2011 Keine Kommentare

Streamlight Stinger DS 001
In Zeiten immer neuerer und hellerer LEDs kommt die Streamlight Stinger DS HP LED auf den ersten Blick daher wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Aber war nicht früher irgendwie alles besser?


Verpackung/Lieferumfang:
Das ist aber mal ein richtig schweres Päckchen! In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Akkupack zum Betrieb, zwei Ladegeräte mit Adaptern für Steckdose und Auto sowie zwei Schraubensätze zur Wandbefestigung der Ladegeräte enthalten. Weiterhin finden sich im Karton eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen und eine faltbare Streamlight-Produkt-Broschüre, die man sich, mangels Bravo-Poster, auch an die Wand hängen kann. Oder man benutzt sie als Fotohintergrund.

Streamlight Stinger DS 002
Lieferumfang der Stinger DS HP LED.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 245 mm
Reflektoröffnung: 47 mm
Durchmesser Kopf: 56 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 234 g
Gewicht mit Akkupack: 395 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: spritzwassergeschützt nach IPX 4.
Besonderheiten: Der Body ist für eine rutschsicherere Handhabung gummiert.

Streamlight Stinger DS 003
Die Wandstärke des Batterierohrs ist nicht sonderlich hoch, aber mehr als ausreichend.

 

Streamlight Stinger DS 004
Für eine bessere Griffigkeit ist das Batterierohr gummiert.


Leuchteinheit:
Laut Hersteller wurde eine C4-LED verbaut, die aussieht wie der eineiige Zwilling der Cree XR-E-LED. Was schlicht und einfach daran liegt, dass es eine ist, in diesem Fall eine XR-E-Q5-LED. Die Frontlinse besteht aus kratzfestem Polycarbonat, als Reflektor kommt ein tiefer SMO zum Einsatz.

Streamlight Stinger DS 005
Die C4-LED, die genau genommen eine verzauberte Cree XR-E-Q5-LED ist.

 

Streamlight Stinger DS 006
Tiefer SMO-Reflektor für gute Reichweite.

 

Streamlight Stinger DS 007
Lampenkopf abgeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Im Batterierohr befindet sich ein dreizelliger 3,6-Volt-Akkupack, der zum Laden in der Lampe verbleiben kann. Zum Laden an der Steckdose oder im Auto sind die entsprechenden Adapter dabei. Vom Hersteller angegeben ist die Lampe in der hellsten Stufe mit 200 Lumen für 2 Stunden, in der mittleren Stufe mit 100 Lumen für 3,75 Stunden und in der dunkelsten Stufe mit 50 Lumen für 7,25 Stunden. Getestet wurde die Stinger DS HP in der hellsten Stufe.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.500 Lux
nach 5 Minuten: 21.800 Lux
nach 15 Minuten: 21.800 Lux
nach 30 Minuten: 21.800 Lux
nach 45 Minuten: 21.800 Lux
nach 60 Minuten: 21.800 Lux
nach 75 Minuten: 21.800 Lux
nach 90 Minuten: 21.700 Lux
nach 105 Minuten: 19.400 Lux
Anschließend wurde die Lampe auch fürs Auge erkennbar dunkler. Nach 110 Minuten und angezeigten 10.000 Lux blinkte die Lampe kurz auf und wurde dann weiter dunkler. Zwei Minuten später blinkte sie erneut, und der angezeigte Luxwert fiel auf 500. Nach zwei Stunden und angezeigten 100 Lux wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Bis kurz vor Ende ist ein Verlust an Helligkeit lediglich messbar, anschließend signalisiert die Lampe durch Dunklerwerden und Blinken, dass der Akku geladen werden muss. Das hilft zwar in der Praxis nur insofern, als dass man nicht unmittelbar im Dunkeln steht. Aber falls man einen Ersatzakku parat hat, bleibt genügend Zeit, ihn gegen den fast leeren auszutauschen.

Streamlight Stinger DS 008
Akkupack der Stinger DS HP LED.

 

Streamlight Stinger DS 009
Stromkontakte an der Lampenunterseite.

 

Streamlight Stinger DS 010
Stromkontakte der Ladeschale.

 

Streamlight Stinger DS 011
Zum Laden wird die Lampe in die Ladeschale gedrückt bis sie einrastet.

 

Streamlight Stinger DS 012
Kontaktfeder in der Tailcap.

 

Streamlight Stinger DS 013
Auch der Plus-Kontakt ist gefedert.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über zwei Schalter, die identisch belegt sind. Ein Schalter sitzt in der Tailcap, der andere seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Beide Schalter haben einen weichen und tiefen Druckpunkt. Der Schalter ist als Forward-Clicky ausgelegt. Leichtes Antippen und Halten gibt Momentlicht in der hellsten Stufe, Durchdrücken Dauerlicht in der hellsten Stufe. Wird der Schalter bei eingeschalteter Lampe in der hellsten Stufe gedrückt gehalten, durchläuft die Lampe nacheinander den mittleren, den dunklen und erneut den mittleren Modus. Wird der Schalter in der gewünschten Leuchtstufe losgelassen, wird diese als Dauerlicht aktiviert. Eine Memory-Funktion gibt es nicht, die Lampe startet immer im hellsten Modus. Ein Doppelklick bei aus- oder eingeschalteter Lampe aktiviert den Strobe-Modus.

Streamlight Stinger DS 014
Seitlicher Schalter.

 

Streamlight Stinger DS 015
Tailcap-Schalter.


Beam:
Durch die Kombination aus tiefem Reflektor und XR-E… pardon, natürlich C4-LED ist die Lampe ein Schmeißer, oder wie wir Lampenexperten sagen: ein Thrower. Auf kürzeste Entfernungen ist ein stark ausgeprägter Hotspot mit dem XR-E-typischen Donuthole erkennbar. Der Spot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Diese Leuchtcharakteristik bleibt auch auf die Entfernung erhalten.

Streamlight Stinger DS 016
“White-wall-beamshot” der Stinger DS HP.


Resümee:
Nein, die Streamlight Stinger DS ist angesichts aktueller LEDs nicht wirklich hell. Aber sie suggeriert es dem Benutzer durch ihr Lichtbild mit exzellenter Reichweite. Sinn und Zweck dieser Lampe ist es, bei noch kompakten Abmessungen eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, und diese Maßgabe wurde vortrefflich umgesetzt. Die Leuchtstufen sind sinnvoll aufeinander abgestimmt. Die Verarbeitung stimmt ebenfalls, und durch die zwei identisch belegten Schalter ist die Lampe sowohl in einer taktischen, wie auch der “normalen” Haltung einhändig bedienbar. Mit gemischten Gefühlen stehe ich nach wie vor geschlossenen Spezialakkus gegenüber, da Zustand und Kapazität der einzelnen Zellen nicht überprüft werden können, ohne das Akkupack zu zerlegen. Hier würde ich mir zumindest einen alternativen Betrieb mit handelsüblichen Akkus wünschen, auch aus dem Grund, bei einem Wechsel nicht auf teures Spezialzubehör zurückgreifen zu müssen. Nicht optimal ist, dass die Lampe lediglich spritzwassergeschützt ist sowie die Verwendung einer Kunststofflinse. Die Schaltreihenfolge hell-mittel-dunkel-mittel mit dem zusätzlichen “Mittel” am Ende werden einige Nutzer lieben und andere hassen – zumindest ist sie ziemlich ungewöhnlich. Der Paketpreis mit dem abgebildeten Zubehör beläuft sich auf etwa 120 Dollar (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Informationen sind auf der Herstellerseite www.streamlight.com zu finden.

Streamlight Stinger DS 017
Größenvergleich. Von links: Maglite 3-D-Cell, Streamlight Stinger DS HP LED, Fenix TK45, Led Lenser P7.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix TK11 als Allrounder mit XR-E-LED und die Solarforce Skyline1 als Thrower, ebenfalls mit einer XR-E-LED bestückt.

Streamlight Stinger DS 018
Streamlight Stinger DS HP LED low

 

Streamlight Stinger DS 019
Streamlight Stinger DS HP LED medium

 

Streamlight Stinger DS 020
Streamlight Stinger DS HP LED high

 

Streamlight Stinger DS 021
Fenix TK11

 

Streamlight Stinger DS 022
Solarforce Skyline1

Sunree M60

3. März, 2011 Ein Kommentar

Sunree M60 001
Mit der M60 bietet Sunree eine Lampe mit zwei LEDs, aber nur einem Reflektor. Sinn und Zweck der Übung ist klar: Während die LED, die im Reflektor sitzt, für den mittleren und entfernten Bereich zuständig ist, leuchtet ihr reflektorloser Kollege den Nahbereich gleichmäßig aus.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe mit Überkopfband, eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache und ein Garantiezettel in chinesischer Sprache enthalten.

Sunree M60 002
Lieferumfang der M60.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 63 mm
Gewicht: 131 g
Gewicht mit Akkus: 183 g
wasserdicht: nach IPX6.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die M60 mit zwei AA-Zellen (Batterie, Akku). Das Batteriefach wird mit einer Rändelschraube verschlossen, die zwar nicht die stabilste ist, aber ihren Zweck durchaus erfüllt. Angegeben ist die Lampe in der hellsten Stufe mit einer Laufzeit von 2,5 Stunden und einer Laufzeit von 30 Stunden in der dunkelsten. Auf werksseitige Lumenangaben verzichtet Sunree komplett. Stattdessen werden lediglich Angaben zum Verhältnis Leuchtweite/Laufzeiten gemacht. Weiterhin ist aus der leicht verwirrenden Zeichnung auf dem Waschzettelchen herauszulesen, dass in die Lampe beim Betrieb in der hellsten Stufe (von Sunree als “Super high” bezeichnet) nach einer Minute in die “High”-Stufe wechselt. Zum Test trat die Lampe dem Luxmeter in der “High”-Stufe gegenüber. Für den nötigen Strom sorgten LSD-Akkus (Sanyo Eneloop) mit einer Kapazität von 2.000mAh.
Praxistest Luxmessung:
beim Einschalten: 2.050 Lux
nach 3 Minuten: 1.920 Lux
nach 5 Minuten: 1.860 Lux
nach 15 Minuten: 1.710 Lux
nach 30 Minuten: 1.620 Lux
nach 45 Minuten: 1.620 Lux
nach 60 Minuten: 1.610 Lux
nach 75 Minuten: 1.610 Lux
nach 90 Minuten: 1.610 Lux
nach 105 Minuten: 1.600 Lux
Kurz darauf fiel der Wert schlagartig auf 430 Lux. Die Akkus wurden zu diesem Zeitpunkt mit einer Leerlaufspannung von 1,13 Volt gemessen. Weitere fünfzehn Minuten später fiel der Wert auf 30 Lux. Gemessene Leerlaufspannung jetzt: 1.06 Volt, Ende des Tests.
Beim Betrieb mit Alkali-Batterien sind die Werte zu Beginn der Laufzeit ähnlich.
beim Einschalten: 2.030 Lux
nach 3 Minuten: 1.910 Lux
nach 5 Minuten: 1.850 Lux
nach 15 Minuten: 1.710 Lux
nach 30 Minuten: 1.560 Lux
nach 45 Minuten: 1.210 Lux
Nach 51 Minuten begann die Lampe zu blinken. Und erwies sich dabei als äußerst renitent. Das Herunterschalten in eine andere Stufe war nicht möglich, auch nicht beim Wechsel auf die andere LED. Wenn die Lampe einmal angefangen hat zu blinken, ist sie davon nicht mehr abzubringen. Sie blinkt kontinuierlich in einem durch und wird dabei immer dunkler. Auch nach zwei Stunden blinkt sie noch stur vor sich hin, statt die Restkapazität der Batterien in einem wesentlich sinnvolleren dunkleren Modus zu nutzen. Da hilft nur das Ausschalten und der fromme Wunsch, dem Chinesen, der das verzapft hat, an einer dunklen, abgelegenen Straßenecke zu begegnen.
Etwas mehr als 20 Minuten verhielt sich die Lampe mit beiden Stromversorgern nahezu identisch (die etwas unterschiedlichen Werte dürften Toleranzen bei den Messungen geschuldet sein). Anschließend können die Eneloops ihren Vorteil ausspielen. Während die Werte länger als 90 Minuten fast konstant sind, wird die Lampe beim Batteriebetrieb zusehends dunkler und streicht bereits nach knapp 50 Minuten die Segel.
Fazit: Ein Betrieb mit Batterien macht nur dann Sinn, wenn die Lampe nicht durchgängig in der hellsten Stufe betrieben wird, ansonsten muss man reichlich Ersatz mitnehmen. Beim Betrieb mit Eneloops zeigt die Lampe durch schlagartigen Leistungsabfall an, dass die Akkus bald gewechselt werden müssen und liefert noch eine Viertelstunde lang brauchbares Restlicht.

Sunree M60 003
Das Batteriefach.

 

Sunree M60 004
Die Rändelschraube muss nicht wirklich viel aushalten. Und das ist auch gut so.

 

Sunree M60 005
Die Batteriekontakte erfüllen zumindest ihren Zweck.

 

Sunree M60 006
Blick ins Batteriefach.

 

Sunree M60 007
Die Löcher an der Unterseite dienen der Kühlung.

 

Sunree M60 008
Verhältnis von Laufzeit und Reichweite statt ANSI-Lumen. Nicht nur hier geht die Lampe eigene Wege, wie wir noch sehen werden…


Leuchteinheit:
Für die Ausleuchtung des Nahbereichs kommt eine Cree-XR-E-Q5-LED zum Einsatz, die nackig im Gehäuse sitzt. Eine Cree-XR-E-Q3-LED in einem OP-Reflektor ist fürs Fernlicht zuständig.

Sunree M60 009
Links die reflektorlose LED für den Nahbereich, rechts die LED für die Ausleuchtung weiter entfernter Bereiche.


Bedienung:
Hier hat Sunree offenbar per Losverfahren entschieden, wer die Lampe programmieren darf. Allerdings unter der Voraussetzung, dass derjenige vorher noch nie mit Taschenlampen zu tun hatte. Die “Flood”-LED ohne Reflektor verfügt über die Leuchtstufen “Super high”, “High” und “Low”; die LED im Reflektor zusätzlich über eine “Medium”-Stufe. Der Betrieb mit der “Flood”-LED ist nachvollziehbar. Wird der Einschalknopf durchgedrückt, startet die Lampe in Medium. Beim Antippen wechselt sie auf Low, bei erneutem Antippen auf High, dann folgt wieder Medium usw. Befindet sich die Lampe im “Super high”-Modus, wechselt sie brav, wie in der Beschreibung angegeben, nach einer Minute in den “Medium”-Modus. Drückt man den Knopf durch, schaltet die Lampe aus. Drückt man ihn erneut durch, wird zur anderen LED gewechselt. Soweit alles schön und gut, hätte man der Lampe nicht einen “Allzeit-Pseudo-Memory-Modus” verpasst. Denn egal, ob nach einer Sekunde, einer Minute, einer Stunde oder einem Tag – die Lampe wechselt grundsätzlich bei jedem Einschalten den Modus. Positiv gesehen bietet die Lampe somit am nächsten Tag zumindest immer eine Überraschung.
Doch der eigentliche Brüller ist das Schaltkonzept der zweiten LED. Beim Einschalten wird ebenfalls zuerst der mittlere Modus aktiviert. Tippt man den Schalter nun an, wechselt die Lampe nicht auf “Low”, sondern auf “High”. Beim nächsten Antippen folgt “Low”, dann “Super high”. Anschließend nimmt die Helligkeit über eine Minute minimal, aber kontinuierlich ab, um dann innerhalb weniger Sekunden auf “Medium” zu fallen. Dann geht die ganze Prozedur wieder von vorne los, also: Medium-High-Low-Super high, fallend auf Medium. Tippt man den Schalter aus dem “Low”-Modus zweimal kurz hintereinander an, wird der SOS-Modus aktiviert. Und den hat die Lampe sich, davon bin ich fest überzeugt, selbst einprogrammiert, um einen Hilferuf nach einem anderen Programmierer abzusetzen. Denn Schillers “Glocke” auswendig zu lernen ist ein Kinderspiel im Vergleich dazu, dieses Bedienkonzept zu verinnerlichen.
Der Neigungswinkel wird durch Kunststoffzähne am Lampengehäuse verstellt, die in ein Gegenstück am Lampenhalter greifen, das ebenfalls aus Kunststoff besteht. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht nicht sonderlich solide, ist es aber. Rückblickend auf meine seligen Slot-Racing-Zeiten kann ich sagen, dass Kunststoffgetriebe eine halbe Ewigkeit gehalten haben, solange das Spiel zwischen Zahnrad und Ritzel optimal eingestellt war. Und diese Kombination war weitaus höheren Belastungen ausgesetzt als der Verstellmechanismus der M60. Das Überkopfband ist lang genug, damit die Lampe auch auf größeren Köpfen sicheren Halt findet.

Sunree M60 010
Hinter diesem unscheinbaren Schalter verbirgt sich ein Füllhorn lustiger Überraschungen.

 

Sunree M60 011
Der Verstellmechanismus verspricht durchaus eine lange Lebensdauer.

 

Sunree M60 012
Das Überkopfband hält die Lampe auch auf großen Köpfen sicher.


Beam:
Je nach angewählter LED stehen breit ausleuchtendes oder fokussiertes Licht zur Verfügung. Die Lichtfarben wurden unterschiedlich gewählt. Während das Flutlicht kaltweiß wirkt, ist das fokussierte Licht von der Lichtfarbe her deutlich wärmer.

Sunree M60 013
“White-wall-beamshots” der Reflektor-LED…

Sunree M60 014
…und ihrem Kollegen ohne Reflektor.


Resümee:
“M60 is the first double light source headlamp in the world”, wirbt der Hersteller. “M60 is the first double light source headlamp with such a funny Bedienkozept in the universe” wäre passender. Wen die hahnebüchene Bedienung nicht stört, der bekommt mit der Sunree M60 eine durchaus brauchbare Stirnlampe, die durch ihre beiden LEDs vielseitig verwendbar ist. Die Verarbeitung geht in Ordnung, den ein- oder anderen Sturz überlebt die Lampe problemlos, und auch starker Regen macht ihr nichts. Den Preis von unter 50 Euro (Stand: Februar 2011) ist die Lampe auf jeden Fall wert, aber der Programmierer muss auf die stille Treppe. Die Lampe wurde für den Test freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.sunree.com zu finden.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Alle Bilder zeigen die Lampen in den jeweils hellsten Leuchtstufen.

Sunree M60 015
Sunree M60, LED ohne Reflektor

 

Sunree M60 016
Sunree M60, LED mit Reflektor

 

Sunree M60 017
Taclights T-Eye

 

Sunree M60 018
Led Lenser H7R

 

Sunree M60 019
Spark ST5-150CW

 

Sunree M60 020
Fenix LD20

Romisen RC-B12

17. Januar, 2011 4 Kommentare

Romisen RC-B12 001
Die Romisen RC-B12 vereint Lauf- und UV-Licht in einer Lampe, was sie besonders für Geocacher interessant macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer dünnen Pappschachtel wird die Lampe mit Lanyard ausgeliefert.

Romisen RC-B12 002
Lieferumfang der RC-B12.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 29,5 mm
Durchmesser Kopf: mm
Durchmesser Tail: 37 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 170 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über eine weiße LED und zwei UV-LEDs. Die Lichtquellen können durch Umschalten des Clickys gewechselt werden.

Romisen RC-B12 003
Solide Materialstärke.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die RC-B12 kann in einem Spannungsbereich von 3 bis 8,4 Volt betrieben werden. Möglich ist die Versorgung mit einem 18650-Akku, zwei CR123-Batterien/RCR123-Akkus mit jeweils 3 Volt oder zwei 16340-Akkus mit jeweils 3,7 Volt. Herstellerseitig ist die Lampe mit 180 Lumen angegeben. Über die Wellenlänge des UV-Lichts war keine Angabe zu finden. Beim Test wurde die Lampe in der regulären Beleuchtungsstufe betrieben; als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 5.800 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 5.500 Lux
nach 30 Minuten: 5.200 Lux
nach 45 Minuten: 5.000 Lux
nach 60 Minuten: 4.700 Lux
nach 75 Minuten: 4.500 Lux
nach 90 Minuten: 4.400 Lux
nach 120 Minuten: 4.100 Lux
nach 150 Minuten: 3.900 Lux
nach 180 Minuten: 3.700 Lux
nach 210 Minuten: 3.500 Lux
nach 240 Minuten: 3.400 Lux
An dieser Stelle wurde der Test abgebrochen, aus dem simplen Grund, dass ich irgendwann auch mal ins Bett musste und keine Lust mehr hatte, solange zu warten, bis die Lampe wenigstens 50 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt hatte, was mir zumindest einen würdigen Abgang beschert hätte. Ich gab den Kampf resigniert auf und entnahm den Akku, der zu dieserm Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 3,82 Volt hatte – genug Reserven also, um mich auch noch den Rest der Nacht zu beschäftigen.
Fazit: Die Regelung ist sicherlich nicht überragend. Nach 30 Minuten Dauerbetrieb hat die Lampe zehn, nach etwas mehr als einer Stunde zwanzig Prozent ihrer urspünglichen Helligkeit eingebüßt. Der Vorteil, der sich dadurch ergibt, ist eine lange Laufzeit, sodass man ohne Akkuwechsel durch die Nacht kommt, ohne dass die Lampe dabei zur Funzel wird. Während des Betriebs wird die Lampe auch ohne Kühlung nicht mal handwarm, kann also problemlos durchgängig betrieben werden. Mehr Leistung bei deutlich kürzerer Laufzeit wird mit anderen Stromversorgern erzielt. Mit zwei 3,7-Volt-Akkus sowie zwei 3-Volt-Akkus/Batterien lag der gemessene Ausgangswert jeweils bei 8.600 Lux.

Romisen RC-B12 004
Das schluckt die RC-B12: v.l.: 18650-Akku, CR123-Batterien, RCR123-Akkus, 16340-3,7-Volt-Akkus.


Leuchteinheit:
Die Frontlinse besteht aus beschichtetem Glas. Der Reflektor ist aus Aluminium gefertigt und leicht texturiert. Fürs weiße Licht ist eine Cree XR-E-Q5-LED zuständig. Hinter zwei Aussparungen im Reflektor sitzen zwei UV-LEDs.

Romisen RC-B12 005
OP-Reflektor mit seitlichen Aussparungen für die UV-LEDs.

 

Romisen RC-B12 006
Die Leuchtmittel der Romisen.


Bedienung:
Mittels Reverse-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Schalter macht nicht den hochwertigsten Eindruck, sollte seinen Dienst in der Praxis aber dennoch auch über eine längere Zeit verrichten. Die Lampe startet beim Einschalten immer in der hellen Leuchtstufe, bei jedem Antippen des Clickys wechselt sie zwischen UV-Licht und weißem Licht. Erneuters Durchdrücken des Clickys schaltet die Lampe aus.

Romisen RC-B12 007
Ein möglicher Schwachpunkt könnte der Clicky sein.

 

Romisen RC-B12 008
Zerlegter Clicky.


Beam:
Auf kürzeste Distanzen setzt sich der Hotspot durch einige kleinere Ringe vom Sidespill ab. Diese Charakteristik ist auch auf die Entfernung zu beobachten, ohne dass der Hotspot dabei aufdringlich wirkt. Zur Wegausleuchtung erzeugt die Lampe immer noch genügend Streulicht.

Romisen RC-B12 009
“White-wall-beamshot” der RC-B12.


UV-Licht:
Über die Wellenlänge des Lichts fehlen die Angaben. Geldfälscher kann man mit der RC-B12 nicht entlarven. Um UV-Hinweise beim Geocachen zu entdecken, reicht der tatsächliche UV-Anteil im Licht allemal aus.

Romisen RC-B12 010
Versuchsanordnung: 50-Ocken-Schein und UV-Hinweis.

 

Romisen RC-B12 011
Die Referenz: Nichia Custum made-UV-Drop-in 365nm. Nicht nur der UV-Hinweis ist deutlich erkennbar, auch der Geldschein gibt seine Geheimnisse preis.

 

Romisen RC-B12 012
Romisen RC-B12: Der Geldschein bleibt blass, aber der UV-Hinweis ist ebenfalls zu erkennen. Dass der Unterschied nur allzu deutlich ausfällt, ist kein Wunder, denn allein das Referenz-Drop-in kostet den fünffachen Preis der Romisen.


Resümee:
Durch die Leuchtcharakteristik und die Option, auf UV-Licht umzuschalten, ist die Zielgruppe klar definiert: Geocacher, die mit einer einzigen und günstigen Lampe einen Nachtcache angehen möchten. Die Helligkeit reicht für die meisten Situationen völlig aus, manche Cacher würden sich vielleicht sogar eine zweite, dunklere Stufe wünschen. Mit dem Streulicht, das die Lampe erzeugt, ist der Weg problemlos zu erkennen, und die Reichweite ist hoch genug, um 99 Prozent aller Reflektoren zu entdecken. Auch UV-Hinweise können sich vor der RC-B12 nicht verbergen. Die Verarbeitung ist für eine Lampe dieser Preisklasse in Ordnung, auch wenn der Clicky nicht den hochwertigsten Eindruck hinterlässt. In Deutschland ist die Lampe für rund 35 Euro erhältlich (Stand: Januar 2011).

Romisen RC-B12 013
Größenvergleich. Von links: Romisen RC-B12, Led Lenser P7, Fenix LD20, Garmin etrex H.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix LD20 mit Cree XR-E-Q5-LED sowie die Ferei W150, beide mit ebenfalls von den Herstellern angegebenen 180 Lumen.

Romisen RC-B12 014
Romisen RC-B12

 

Romisen RC-B12 015
Fenix LD20

 

Romisen RC-B12 016
Ferei W150

Review Wolf-Eyes Krait

8. November, 2010 5 Kommentare

Wolf-Eyes Krait 001

Mit der Krait bietet Wolf-Eyes eine handliche fokussierbare Lampe, die mit zwei AA-Zellen betrieben wird.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit zwei Batterien zum Betrieb und einem Lanyard ausgeliefert.

Wolf-Eyes Krait 002
Lieferumfang der Krait.


Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 154 mm
Länge fokussiert: 163 mm
Reflektoröffnung: 23 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 30 mm
Durchmesser Tail: 22 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akkus: 142 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, allerdings nur mit montiertem Clip zur Lanyardbefestigung.
Löcher für Lanyard: Das Lanyard kann an dem mitgelieferten und vormontierten Clip befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Durch stufenloses Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtkegel von Streu- auf Punktlicht verändert werden.

Wolf-Eyes Krait 003
Das Lanyard kann am vormontierten Ring befestigt werden. Wer lieber ohne Lanyard unterwegs ist, kann den Ring nach dem Entfernen der Tailcap auch abnehmen. Allerdings hat die Lampe ohne Ring keinen Rollschutz mehr.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Angetrieben wird die Krait von zwei AA-Zellen in einem Spannungsbereich von 0,8 bis 4,2 Volt. Laut Hersteller liefert die Lampe in der hellsten Einstellung 220 Lumen für 70 Minuten. Zum Test trat sie mit zwei LSD-Akkus (Eneloop, 2000mAh) komplett fokussiert in der hellsten Einstellung an.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten betrug der gemessene Wert 11.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 10.800 Lux
nach 20 Minuten: 10.700 Lux
nach 30 Minuten: 10.700 Lux
nach 40 Minuten: 10.700 Lux
nach 50 Minuten: 10.700 Lux
nach 60 Minuten: 10.500 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten fiel der Wert kontinuierlich. Nach 65 Minuten lag er bei 2.200 Lux, Tendenz: weiter fallend. Nach 70 Minuten und gemessenen 800 Lux wurde der Test beendet. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme noch mit 0,86 Volt gemessen, es ist also an der Zeit, sie schleunigst zu wechseln; besser bereits dann, wenn das Licht sichtbar dunkler wird. Bei komplett defokussierter Lampe wurden beim Einschalten 700 Lux gemessen.
Fazit: Die Regelung funktioniert über fast die gesamte Laufzeit hervorragend. Da man die Lampe im Praxisbetrieb nicht kontinuierlich in der hellsten Stufe benutzen dürfte, ist eine Nachtwanderung mit einem Satz Akkus problemlos möglich.

Reflektor/Linse:
Hinter einer asphärischen Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-R2-LED in einem Aluminium-Reflektor.

Wolf-Eyes Krait 004
Die LED sitzt zentriert…

Wolf-Eyes Krait 005
…und versenkt im Reflektor.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Der Clicky hat einen mittelharten Druckpunkt und ist gut zu erreichen. Morsen und Momentlicht sind mit der Lampe nicht möglich. Durch Antippen des Clickys werden die verschiedenen Leuchtstufen in der Reihenfolge high-medium-low-Turbo-Blinken durchgeschaltet. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet immer auf high (werksseitig angegeben mit 150 Lumen). Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann die Lampe fokussiert werden.

Wolf-Eyes Krait 006
Der Clicky von außen.

Wolf-Eyes Krait 007
Der Clicky von innen.

 

Wolf-Eyes Krait 008
Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs wird die Krait fokussiert.


Beam:
In allen Einstellungen sind die für fokussierbare Lampen typischen Ringe im Beam zu sehen. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED sichtbar.

Wolf-Eyes Krait 009
Die Wolf-Eyes Krait in halbfokussierter Einstellung. Die “Donuts” im Lichtbild sind ein typisches Merkmal für fokussierbare Lampen.


Resümee:
Die Wolf-Eyes Krait ist eine insgesamt solide verarbeitete Lampe mit stufenloser Fokussierung, die jedoch in allen Einstellungen durch zahlreiche Ringe im Lichtbild erkauft wird. Für Lampen-Ästheten ist die Lampe sicher nichts. Wer hingegen auf ein sauberes Lichtbild nicht sonderlich viel Wert legt und eine Lampe sucht, die sowohl für den Nahbereich als auch für die Ferne geeignet ist, findet mit der Wolf-Eyes Krait einen zuverlässigen Partner, wobei die verbaute LED nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Die primäre Zielgruppe dürften Geocacher sein, die nur mit einer einzigen Lampe unterwegs sind. Aber auch beim Gassi-Gehen mit dem Hund dürfte die Krait aufgrund ihres geringen Gewichts und der nahezu konstanten Regelung sicherlich Freunde finden. Der Preis von 59 Euro (Stand: November 2010) geht in Ordnung. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.wolf-eyes.com.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen: Die LED Lenser P7 aus der Fraktion der fokussierbaren Lampen und die Eagle Tac P20A2 mit festem Fokus, die wie die Krait ebenfalls mit 2 AA-Zellen betrieben wird.

Wolf-Eyes Krait 010
Wolf-Eyes Krait defokussiert

Wolf-Eyes Krait 011
Wolf-Eyes Krait fokussiert

Wolf-Eyes Krait 012
LED Lenser P7 defokussiert

Wolf-Eyes Krait 013
LED Lenser P7 fokussiert

Wolf-Eyes Krait 014
Eagle Tac P20 A2

Romisen RC-C8

21. September, 2010 Keine Kommentare

Romisen RC-C8 001
Mit der RC-C8 bietet Romisen eine günstige fokussierbare Einsteigerlampe, die mit Alkali-Batterien, Ni-Mh-Akkus, Lithium-Batterien und Lithium-Akkus betrieben werden kann.


Verpackung/Lieferumfang:
Die RC-C8 kommt in einer Pappschachtel, in der neben der Lampe ein Lanyard und ein Rohr zur Aufnahme eines 18650-Akkus enthalten sind.

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 119 mm
Länge fokussiert: 136 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 29 mm
Gewicht: 96 g
Gewicht mit Batterien: 131 g
Gewicht mit Akku: 134 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. In der fokussierten Einstellung ist das Abbild der LED sichtbar. Die Lampe wurde komplett durchanodisiert; durch leichtes Lösen der Tailcap kann so ein ungewolltes Einschalten vermieden werden. Vom “Styling” her erinnert die RC-C8 an die Romisen RC-29, bei der die Tailcap ebenfalls orange ist und der Bezel-Ring in der gleichen Farbe gehalten.

Romisen RC-C8 002
Die Halterung für den Betrieb mit 3 AAA-Zellen.

 

Romisen RC-C8 003
Das Adapter-Röhrchen für den Betrieb mit 2 CR123-Batterien oder einem 18650-Akku.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Wahlweise können drei AAA-Batterien/Akkus oder bei Verwendung des mitgelieferten Adapter-Röhrchens ein 18650-Akku bzw. zwei CR123-Batterien verwendet werden. Der herstellerseitig angegebene Spannungsbereich liegt zwischen 3 und 8 Volt, die RC-C8 verträgt allerdings auch zwei 16340-Akkus mit einer Spannung von 8,4 Volt. Zum Test trat die Lampe komplett fokussiert in der hellsten Leuchtstufe mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 8.500 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.600 Lux
nach 30 Minuten: 7.300 Lux
nach 45 Minuten: 7.100 Lux
nach 60 Minuten: 7.100 Lux
nach 75 Minuten: 7.000 Lux
nach 90 Minuten: 7.000 Lux
nach 105 Minuten: 6.900 Lux
nach 120 Minuten: 6.600 Lux
nach 150 Minuten: 6.200 Lux
nach 180 Minuten: 5.500 Lux
Da die Lampe nach drei Stunden 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingevüßt hatte (ausgehend vom Wert von 7.900 Lux, der nach fünf Minuten angezeigt wurde), folgte an dieser Stelle der Testabbruch. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme noch mit 3,6 Volt gemessen, etwas mehr an Laufzeit bei abnehmender Leuchtstärke war also durchaus noch drin.
Fazit: Alles eine Frage des Maßstabs. Für eine Lampe, die gerade mal soviel kostet wie ein oder zwei hochwertige Akkus zum Betrieb derselben, ist die Regelung durchaus zufriedenstellend, und für eine Lampe, die als Einsteiger-, Zweit- oder Notfalllampe eingesetzt wird, allemal ausreichend. Da die Lampe über relativ wenig Leistung verfügt, tritt zu keinem Zeitpunkt ein Wärmeproblem auf.

Reflektor/Linse:
Statt eines Reflektors verfügt die RC-C8 über eine Plastiklinse, die samt Kopf vor- und zurückgedreht werden kann. Dadurch wird das Licht, je nach Einstellung, gestreut oder gebündelt. Als LED wurde eine nicht näher spezifizierte Cree XR-E verbaut.

Romisen RC-C8 004
Linse statt Reflektor. Durch Drehen des Lampenkopfs wird der Fokus verstellt.


Bedienung:
Durch einen Druck auf den Reverse-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Angegeben ist sie von Romisen mit 90 Lumen in der hellsten Stufe, in der die Lampe nach dem Einschalten immer startet und somit über kein Memory verfügt. Morsen und Momentlicht sind nicht möglich. Durch Antippen des Schalters werden die weiteren Stufen low und Strobe aktiviert. Der Schalter hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt und ist gut zu erreichen. Den hochwertigsten Eindruck macht er Schalter nicht gerade, wie er sich auf Dauer schlägt, kann nur ein Langzeittest zeigen.

Romisen RC-C8 005
Der Clicky ist nicht der besten einer, aber dafür wenigstens orange.

 

Romisen RC-C8 006
Innenansicht.


Beam:
“Mr.Donut” lässt grüßen. In allen Einstellungen produziert die RC-C8 jede Menge Ringe, was den einen mehr, den anderen weniger stören mag.

Romisen RC-C8 007
Auch von der Materialstärke her ist die RC-C8 eher ein “Leichtgewicht”.

 

Romisen RC-C8 008
Die RC-C8 (rechts) neben ihrem kleineren, aber etwas helleren Brüderchen, der RC29.


Resümee:
Mit der RC-C8 definiert Romisen die Fokussierbarkeit sicherlich nicht neu. Aber angesichts des günstigen Preises von knapp 15$ (Stand: September 2010) darf man von dieser Lampe auch keine Wunderdinge erwarten. Als Zweit- oder Notfal-Lampe dürfte die RC-C8 ihren Dienst über einen langen Zeitraum verlässlich erfüllen. Von daher geht das Preis-Leistungsverhältnis mehr als in Ordnung, zumal die Lampe sowohl mit herkömmlichen Batterien, NiMh-Akkus, LiIon-Akkus und Lithium-Batterien betrieben werden kann.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Romisen RC-C8 (angegeben mit 90 Lumen), Romisen RC29 (angegeben mit 100 Lumen), LED Lenser T7/P7 (angegeben mit 180 Lumen).

Romisen RC-C8 009
RC-C8 defokussiert

 

Romisen RC-C8 010
RC29 defokussiert

 

Romisen RC-C8 011
LED Lenser T7 defokussiert

 

Romisen RC-C8 012
Romisen RC-C8 fokussiert

 

Romisen RC-C8 013
Romisen RC29 fokussiert

 

Romisen RC-C8 014
LED Lenser T7 fokussiert

 

 

Review Romisen RC-A8

20. August, 2010 Ein Kommentar

Romisen RC A8 001
Leuchten kann man mit ihr selbstverständlich auch, aber in erster Linie ist die Romisen RC-A8 eine “Designerlampe”.


Verpackung/Lieferumfang:
In Luftpolsterfolie verpackt kommt die Lampe mit Lanyard in einem dünnen Pappkarton.

Romisen RC A8 002
Lieferumfang der RC-A8.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 21,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Unterwassertest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wurde quasi “naturbelassen”, sprich: nicht anodisiert und kommt in blankem Aluminium daher. Ungewöhnlich ist die Form der Lampe, die sich mit einigen Rundungen optisch vom Gros der Taschenlampen abhebt.

Romisen RC A8 003
Lampenkopf, Body und Tailcap, wobei die Tailcap fast die Hälfte der gesamten Lampe ausmacht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 1,3 bis 4 Volt. Angegeben ist sie mit vom Hersteller mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 bis 2 Stunden bei Verwendung einer CR123-Batterie.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 2.900 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 2.900 Lux
nach 20 Minuten: 2.900 Lux
nach 30 Minuten: 2.900 Lux
nach 40 Minuten: 2.800 Lux
nach 50 Minuten: 2.700 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.400 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.000 Lux
nach 100 Minuten: 1.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert bis auf 900 Lux, und die Lampe tat durch Blinkzeichen kund, das bald Ende im Gelände ist. Nach 102 Minuten schaltete sie ab.
Beim Test mit einem 16340-Akku mit 3,7 Volt und einer Kapazität von 880mAh wurden folgende Werte gemessen:
Beim Einschalten: 4.100 Lux.
nach 10 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.900 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
Nach 35 Minuten wurde die Lampe schnell dunkler; der Wert sank bis auf 2.800 Lux, bevor die Lampe kurz und schnelle Blinkzeichen von sich gab und nach 36 Minuten abschaltete. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 Volt gemessen.
Fazit: Was die Regelung betrifft, können sich andere, deutlich teurere Lampen, ein Stück von der RC-A8 abschneiden. Über einen langen Zeitraum bleibt die maximale Lichtausbeute sowohl beim Batterie-, als auch beim Akkubetrieb nahezu konstant. Mit dem Abschalten selbst ist das – zumindest beim Akkubetrieb – so eine Sache, da zwischen dem ersten merklichen Verlust an Helligkeit und dem Abschalten gerade mal eine Minute liegt. Ohne Ersatzakku ist man aufgeschmissen. Bezüglich der Wärmeentwicklung gibt es keine Probleme. Auch beim Akkubetrieb wird die Lampe nicht mehr als handwarm.

Romisen RC A8 004
Die Regelelektronik macht einen guten Job.


Reflektor/Linse:

Zum Einsatz kommt eine Cree XR-E-LED. Um welchen Typ es sich dabei genau handelt, weiß ich nicht, da verschiedene Modelle verbaut wurden. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Romisen RC A8 005
Lampenkopf mit Reflektor und Linse.

 

Romisen RC A8 006
Eine Cree-XR-E-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die RC-A8 mit einem Forward-Clicky, mir dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Clicky hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Romisen RC A8 007
Der Schalter.

 

Romisen RC A8 008
Innenansicht.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab, dies allerdings nahezu ohne störende Ringe. Auch auf etwas weitere Entfernungen bleibt eine leichte Trennung von Spot und Spill erkennbar. Insgesamt ist das Lichtbild noch recht homogen.

Romisen RC A8 009
“White-wall-beamshot” der RC-A8.


Resümee:
Mit einer Länge von 122 Millimetern ist die Romisen RC-A8 für eine einzellige CR123-Lampe eigentlich viel zu groß. Auch die angegebenen 200 Lumen sind dezent übertrieben. Da aufgrund der Größe (fast) auch der Einsatz als EDC-Lampe ausscheidet, stellt sich die Frage: Wozu ist dieses Lämpchen überhaupt gut, zumal auch die Verarbeitungsqualität nicht gerade überragend ist? Die Antwort findet sich, wenn man aufs Äußere der RC-A8 schaut. Sie lädt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form geradezu zum Sammeln ein, und wenn man sich den Preis anschaut, der gerade mal zwischen 14 und 20 US-Dollar liegt: Billiger kommt man nicht an ein Designerlämpchen, das zudem noch, sowohl mit Batterie, als auch mit Akku über eine gut funktionierende Regelung verfügt, die man für diesen Preis nicht erwarten darf. Somit eignet sich die RC-A8 auch hervorragend als Zweitlampe. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Romisen RC A8 010
Romisen RC-A8 mit CR123-Batterie

 

Romisen RC A8 011
Romisen RC-A8 mit 16340-Akku

 

Romisen RC A8 012
Fenix LD15

 

Romisen RC A8 013
Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED

 

Review Jaunt E7

23. Juli, 2010 3 Kommentare

Jaunt E7 001
Die Jaunt E7 ist ein gutes Beispiel dafür, was man beim Bau einer Taschenlampe alles verkehrt machen kann.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem stabilen Pappkarton sind neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine “VIP-Card” enthalten. Weiterhin finden sich im Karton noch ein Ladegerät und ein 18650-Akku, die beim Testmodell nicht enthalten waren.

Jaunt E7 002
Lieferumfang des Testmodells.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 108 g
Gewicht mit Akku: 156 g
Anodisierung: HA II, die Ausführung könnte besser sein.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und am Combatring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Beim Auspacken fiel zunächst ein leichtes Klappern auf. Die Ursache war die Pill, die nicht richtig festgeschraubt war. Beim Festziehen fiel dann auf, dass die Platine mit der LED nur aufgelegt wurde und lediglich durch das Loch im Reflektor in Position gehalten wird. Der Combatring als Rollschutz und für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Lampenkörpers. Die Anodisierung ist, obwohl vom Hersteller als HA III angegeben, nur vom Typ II. An einigen winzigen Stellen kommt noch das Aluminium durch, hier wurde ein wenig schlampig gearbeitet. Ob man mit der “VIP-Card” an einem Gewinnspiel teilnehmen kann oder einen Logenplatz in der chinesischen Oper bekommt, entzieht sich meiner Kenntnis, da sie in chinesischer Sprache gehalten ist.

Jaunt E7 003
Zugeschaut und mitgebaut: Die Platine wurde einfach nur aufgelegt und festgelötet.

 

Jaunt E7 004
Durch das Loch im Reflektor wird die LED “zentriert”.

 

Jaunt E7 005
Der Ring für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Bodys.

 

Jaunt E7 006
Nur chinesische VIPs wissen, was mit dieser Karte anzufangen ist.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem 18650-Akku oder alternativ mit zwei CR123-Batterien. Laut Hersteller liefert sie in der hellsten Stufe 248 Lumen, was doch ein wenig gestrunzt ist, wie die Bilder weiter unten zeigen. Zum Test trat die Lampe in der hellsten Stufe an. Als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400mAh. Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 9.700 Lux.
Praxistest Luxmessung:
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 9.000 Lux
nach 30 Minuten: 8.300 Lux
nach 45 Minuten: 6.900 Lux
nach 60 Minuten: 6.800 Lux
nach 75 Minuten: 6.400 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 105 Minuten: 5.800 Lux
nach 120 Minuten: 5.600 Lux
nach 150 Minuten: 5.500 Lux
nach 180 Minuten: 5.300 Lux
Nach vier Stunden zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 3.100 Lux. Der Akku wurde nach Entnahme mit 3,61 Volt gemessen. Beim ersten Testlauf legte die Lampe nach 50 Minuten ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag. Die Werte am Luxmeter kletterten um 600 Lux nach oben und lagen über dem nach 45 Minuten gemessenen Wert. Bei der Wiederholung des Tests mit einem anderen Akku gleicher Kapazität verhielt sich die Lampe “brav” und wurde nicht mitten im Test wieder heller. Bis zum Ende des Tests blieb die Differenz von 600 “Mehr-Lux” aus Versuch 1 gegenüber dem zweiten Testlauf konstant.
Fazit: Das Positive zuerst: Die Lampe hat kein Wärmeproblem. Auch beim Ausschalten des beim Test prophylaktisch zugeschalteten Ventilators über einen längeren Zeitraum wurde die Lampe nie mehr als handwarm. Was angesichts der Tatsache, dass die Lampe von Beginn der Laufzeit an kontinuierlich dunkler wird, nicht verwundert. Bereits nach 20 Minuten hat die E7 zehn, nach 45 Minuten fast 30 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt. Nach 50 Minuten verhält sich die Lampe geregelt; ab diesem Zeitpunkt geht der Lichtabbau nur sehr langsam vonstatten.

Reflektor/Linse:
Die LED ist eine Cree 7090 XR-E Q5. Als Reflektor dient ein OP aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem leichtgängigen Forward-Clicky. Sie verfügt über fünf Leuchtstufen, die in der Reihenfolge high-medium-low-Strobe-SOS durchgeschaltet werden. Die Betonung liegt hier auf “Schalten”, denn eine Tastfunktion gibt es nicht. Um die nächste Leuchtstufe zu erreichen, muss der Clicky innerhalb von zwei Sekunden ganz durchgedrückt werden. Morsen und Momentlicht sind dadurch nicht möglich. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellsten Leuchtstufe.

Jaunt E7 007
Die Bedienung ist ungewöhnlich, da der Schalter über keine Tastfunktion verfügt. Der Schalter selbst macht nicht den hochwertigsten Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einigen “Cree-Ringen” deutlich von Spill ab. Auf die Entfernung wird der Übergang fließender. Die Ausrichtung der Lampe liegt irgendwo zwischen “noch Fluter” und “leichtem Thrower”.

Jaunt E7 008
“White wall beamshot” der Jaunt E7.


Resümee:
Auch hier das Positive zuerst: Die Jaunt E7 macht vorne Licht, wenn man hinten draufdrückt. Doch angefangen mit Äußerlichkeiten wie der nicht gut ausgeführten Anodisierung über die LED-Einheit, die einfach nur “aufgelegt” ist bis hin zur fehlenden Regelung bzw. einer Regelung, die erst dann einsetzt, wenn man den Akku eigentlich bereits getauscht hat, wurde so ziemlich alles verkehrt gemacht. Erhältlich ist die Lampe für 44$. Auch, wenn Ladegerät und Akku in diesem Preis enthalten sind, ist das immer noch viel zu teuer. Qualitativ vergleichbare Lampen ohne jegliches Zubehör gibt es beim China-Dealer des Vertrauens bereits für 15 bis 20 Euro.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Das erste Bild zeigt die Jaunt E7 (angegeben mit 248 Lumen), das mittlere die EagleTac P20A2 (angegeben mit 230 Lumen). Ganz unten: Fenix TK11 R2 (angegeben mit 240 Lumen).

Jaunt E7 009

Jaunt E7 010

Jaunt E7 011

Heavy Metal

10. Juli, 2010 2 Kommentare

Heavy Metal001
Mit der Ultrafire C3, der Trustfire F22 und der Tank007 E3 (von links) bewerben sich heute drei Edelstahl-Schwergewichte für den Licht-Grammy.


Beschreibung der Lampen:

Ultrafire C3
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Trustfire F22
Länge: 103 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akku: 118 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Tank007 E3
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 80 g
Gewicht mit Akku: 108 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Alle drei Kandidaten können wahlweise mit einem 14500-Akku oder einer AA-Batterie/einem AA-Akku betrieben werden. Während die Ultrafire lediglich einen Modus bietet, verfügen die anderen Lampen über mehrere Leuchtstufen. Neben den obligatorischen Modi high-medium-low sind jeweils zwei Blinkmodi integriert. Für den ein- oder anderen mag das nervig sein, und meine Wenigkeit ist zwar ebenfalls kein Freund von Blinkmodi – aber was wäre eine richtige Heavy-Metal-Show ohne Effekte?
Die Trustfire und die Tank 007 werden in der Reihenfolge high-mid-low-fast strobe-SOS geschaltet. Die Hersteller-Lumenangaben auf high beim Betrieb mit einem 14500-Akku: Ultrafire C3: 180-200 Lumen, Trustfire F22: 220 Lumen, Tank007 E3: 230 Lumen.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum (Con-)Test gingen alle Probanden mit einem 2.000mAh-Eneloop-Akku auf die Bühne. Die Messung erfolgte jeweils in der hellsten Leuchtstufe. Zur prophylaktischen Kühlung wurde bei allen Testläufen eine konstante Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator installiert.
Praxistest Luxmessung:
Ultrafire C3
beim Einschalten: 3.200 Lux
nach 5 Minuten: 3.000 Lux
nach 15 Minuten: 2.700 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.500 Lux
Innerhalb der nächsten zehn Minuten brach die Lichtleistung auf 1.500 Lux ein mit weiter fallender Tendenz. Ende des Konzerts.

Trustfire F22
beim Einschalten: 2.400 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.000 Lux
nach 45 Minuten: 1.900 Lux
nach 60 Minuten: 1.800 Lux
Hier endete der Gig nach 65 Minuten mit deutlich nachlassender Leistung und einem Helligkeitseinbruch bis auf 1.000 Lux nach 70 Minuten.

Tank007 E3
beim Einschalten: 3.100 Lux
nach 5 Minuten: 2.800 Lux
nach 15 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.400 Lux
Nach 50 Minuten ging der Lampe die Power aus; schließlich verließ sie die Bühne mit 1.000 Lux nach 55 Minuten.

Fazit: Die Regelung ist bei allen Lampen durchaus zufriedenstellend. Beim Einsatz als EDC wird man die Lampen im seltensten Fall unter den Testbedingungen, sprich durchgängig im hellsten Modus, betreiben, sodass man mit einem Akku über einen längeren Zeitraum auskommt. Alle Lampen lieferten mit einem 14500-Akku zwischen 900 und 1.100 Lux mehr. Als EDC sollte der Betrieb mit AA-Batterie/Akku ausreichen; wer mehr will, muss eine kürzere Laufzeit in Kauf nehmen und die Tatsache, dass der Dauerbetrieb auf high aufgrund der Wärmeentwicklung (viel Leistung/kleines Gehäuse) nicht empfehlenswert ist.

Reflektor/Linse:
Bei allen Lampen wurden die Reflektoren aus Aluminium gefertigt. Bei der Trustfire und der Tank007 kommen SMO-Reflektoren zum Einsatz, die Ultrafire verwendet einen OP. Die Ultrafire und die Tank 007 sind mit einer Cree XR-E-Q5-LED bestückt, während bei der Trustfire eine XP-E-R2-LED verbaut wurde. Die Frontlinsen bestehen bei allen Modellen aus Glas.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet werden die Lampen mit einem Reverse-Clicky in der Tailcap. Alle Clickys sind leichtgängig und somit ohne großen Kraftaufwand zu bedienen. Morsen ist nur mit der Ultrafire C3 möglich.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Beam:

Alle Lampen produzieren auf kürzeste Entfernung einen ausgeprägten Hotospot, der allerdings bereits nach wenigen Metern weich in den Spill übergeht.

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v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Resümee:

Der Gewinner des “Light-Contests” ist schwerlich auszumachen. Die Lampen tun sich nicht wirklich viel; als “Edel-EDCs” taugen alle drei Kandidaten. Vor einer objektiven Entscheidung dürfte daher eher die subjektive Beurteilung stehen, welche Lampe einem denn nun am besten gefällt. Preislich liegt die Ultrafire bei 25$, die Trustfire bei 23$ und die Tank007 bei 35$.

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Ordentliche Materialstärke bei allen Testkandidaten. v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

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Ultrafire C3 AA

 

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Ultrafire C3 14500

 

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Trustfire F22 AA

 

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Trustfire F22 14500

 

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Tank007 E3 AA

 

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Tank007 E3 14500

Review Taclights Coplite

Taclights Coplite 001
Nach der Patriot durchläuft heute eine weitere Lampe von Taclights, die Coplite, den Testparcours des Ausbilders.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit Holster, Lanyard und einem Datenblatt (englisch) ausgeliefert.

Taclights Coplite 002
Lieferumfang nicht nur für Polizisten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 146 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: Beim Unterwassertest im Waschbecken (Ein- und Ausschalten, Durchschalten der Modi) drang Wasser in den Lampenkörper ein. Der Funktion tat das indes keinen Abbruch. Ein zweiter Versuch ohne Schaltvorgänge lieferte das gleiche Ergebnis. Auch als an der Tailcap nichts gedrückt oder gedreht wurde, drang Wasser in den Body ein. Die Testlampe ist an der Endkappe bzw. am Selektorring schlicht und einfach nicht ganz dicht. In den Lampenkopf drang kein Wasser ein.
Besonderheiten: Statt eines Clickys verfügt die Lampe über einen Mikroschalter. Die Gewinde wurden ebenfalls anodisiert und von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

Taclights Coplite 003
Auch die Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe so gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Coplite mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 3,7-Volt-Akkus ist also nicht möglich. Angegeben ist die Coplite mit 220 Lumen bei einer Laufzeit von 150 Minuten. Die Lumenangabe ist dezent übertrieben. Über den dunklen Modus macht Taclights keine Angaben. Ohne entsprechende Messausrüstung hier einen genauen Wert anzugeben, ist nicht möglich; der durch “Bouncing” festgestellte Wert dürfte zwischen 10 und 20 Lumen liegen. Zum Test trat die Lampe in der hellen Leuchtstufe mit einem 18650er-Akku mit 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 6.700 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.500 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 40 Minuten: 6.200 Lux
nach 50 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 5.900 Lux
nach 80 Minuten: 5.700 Lux
nach 100 Minuten: 5.400 Lux
nach 120 Minuten: 5.200 Lux
nach 140 Minuten: 5.100 Lux
nach 160 Minuten: 5.000 Lux
Nach 180 Minuten und weiterhin 5.000 Lux habe ich den Test abgebrochen und die Leerlaufspannung des Akkus gemessen. Unmittelbar nach Entnahme waren es 3,76 Volt, was einer Restkapazität zwischen 30 und 40 Prozent entspricht. Somit ist auch über die drei Stunden Dauerbetrieb hinaus noch für einige Zeit brauchbares Restlicht gegeben. Während des Betriebs war lediglich eine minimale Erwärmung übers gesamte Gehäuse feststellbar.
Fazit: Die Regelung der Coplite ist sicherlich nicht grandios, aber durchaus zufriedenstellend. Nach 30 Minuten im Dauerbetrieb liegt der Lichtverlust bei fünf, nach einer Stunde bei knapp über zehn Prozent. Im Praxisbetrieb ohne durchgängigen Betrieb in der hellen Stufe dürften somit lange Einsatzzeiten ohne Akkuwechsel erzielt werden. Ein Wärmeproblem war bei der Lampe nicht festzustellen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Cree XR-E-R2-LED ihre Dienste. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor aus Aluminium.

Taclights Coplite 004
Dadurch, dass die Linse tief im Bezel sitzt, ist sie gut geschützt. Ein leicht texturierter Orange-Peel-Reflektor verteilt das Licht.


Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters in der Tailcap wird die Coplite eingeschaltet. Der Schalter selbst ist relativ leichtgängig, aber dadurch, dass der Weg bis zum Druckpunkt, an dem er einrastet, relativ lang ist, war zumindest mir eine Einhandbedienung nur im Zigarrengriff möglich. Auf kurze Tastimpulse reagiert die Lampe sofort, Momentlicht und Morsen sind somit möglich. In der Mitte der Tailcap sitzt ein Selektorring, mit dem die drei Modi hell (Anschlagsstellung links), dunkel und schneller Strobe (Anschlagsstellung rechts) angewählt werden. Der Selektorring hat keine Rasterung; der dunkle Modus ist im Dunkeln dadurch nur nach Gefühl anwählbar.

Taclights Coplite 005
Die Tailcap. Der Selektorring hat ohne Rasterung lediglich links und rechts zwei Anschlagsstellungen; dazwischen liegt der dunkle Modus, der im Dunkeln nur nach Gefühl angewählt werden kann. Beim Testmodell drang durch die Tailcap Wasser ins Gehäuse ein – eindeutig suboptimal.


Beam:

Die Lampe erzeugt einen klar definierten Hotspot, der sich ohne störende Ringe vom Sidespill absetzt.

Taclights Coplite 006
Echte Cops sagen durch die Blume, dass man stehen bleiben soll, oder sie schießen. Das neckische Muster entsteht durch die Zacken des Bezels.


Resümee:
Die Taclichts Coplite ist eine gut verarbeitete Lampe mit eigenwilligem Design, die die, teilweise auch deutlich teurere, Konkzrrenz nicht fürchten muss. Die Regelung ist nicht “State of the art”, geht aber in Ordnung, und nicht nur Cops haben für lange Zeit immer noch ausreichend Licht. Nach drei Stunden Dauerbetrieb war die Helligkeit mittels Bouncing mit der Fenix LD20 auf high (mit angegebenen 94 Lumen) vergleichbar. Einziger Kritikpunkt ist der Selektorring, der über keine Rasterung verfügt und dadurch das Anwählen des dunklen Modus’ zur Gefühlssache macht. Dass der Selektorring bzw. das Clickygummi für die Undichtigkeit der Lampe verantwortlich ist, dürfte ein Einzelfall sein, da diese Tailcap auch bei anderen Taclights-Modellen Verwendung findet und solche Probleme dort nicht auftreten. Deutsche Cops würden sich über das Testmodell der Taclights Coplite als Dienstlampe auf jeden Fall freuen, es sei denn, sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei. In Deutschland ist die Lampe zum Preis von 59 Euro (Stand: Juni 2010) unter www.taschenlampen-papst.de zu beziehen, weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.taclights.cn.

Taclights Coplite 007
Waschen, Legen, Föhnen, Zustechen, Scheiben einschlagen: Die Coplite ist auch für härtere Gangarten geeignet.

 

Taclights Coplite 008
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Taclights Coplite, Fenix TK11.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4,8 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Lichtbild her ähnlich ist, aber mehr Spill liefert und einen Tick heller ist.

Taclights Coplite 009
Taclights Coplite

 

Taclights Coplite 010
Fenix TK11 R2