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Archiv für die Kategorie ‘Led Lampen mit CR123 Akku/Batterien’

Ferei M9

5. September, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Ferei M9 001
Die Ferei M9 liefert viel und vor allem gleichmäßiges Licht im erweiterten Nahbereich – eine ideale Lauflampe.

 

Ferei M9 002
Die Ferei M8. Bis aufs äußere Erscheinungsbild sind beide Lampen identisch.


Verpackung/Lieferumfang:
Lampe, Lanyard, Bedienungsanleitung, Test-Zertifikat, ausgeliefert in einem Pappkarton.

Ferei M9 003
Lieferumfang der M9.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 139 mm
Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 113 g
Gewicht mit Akku: 163 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku sorgt für die nötige Power. Den Herstellerangaben zufolge liefert die Lampe 450 bis 900 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde. Neben der High-Stufe gibt es noch “Mid” (50 %), “Mini” (10%) und “Blinking” (50%). Zum Test trat die Lampe in der höchsten Stufe, bestückt mit einem 2400mAh-Akku an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 4.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.900 Lux
nach 20 Minuten: 3.700 Lux
nach 30 Minuten: 3.600 Lux
nach 40 Minuten: 3.300 Lux
nach 50 Minuten: 2.600 Lux
nach 60 Minuten: 1.700 Lux
Fazit: Obwohl die Regelung nicht optimal ist, fällt der sichtbare Verlust an Helligkeit zumindest 40 Minuten lang kaum auf. Dann jedoch wird die Lampe merklich dunkler, und es wird Zeit, den Akku zu wechseln, obwohl die Lampe noch etwa eine halbe Stunde bei ständig nachlassender Leuchtkraft durchhält. Nach 75 Minuten macht die M9 durch Blinkzeichen darauf aufmerksam, dass der Akku spätestens jetzt gewechselt werden sollte. Selbiger hatte unmittelbar nach Entnahme noch eine Leerlaufspannung von 3,2 Volt – ein früherer Wechsel ist also im Sinne der Akkulebensdauer ratsam. Was beim Test auffiel, war eine merkliche Erwärmung vor allem des Lampenkopfs. Der zur Kühlung zugeschaltete Ventilator musste durchgängig auf höchster Stufe laufen. Die M9 hat beim Dauerbetrieb auf high ein Wärmeproblem – was allerdings bei einer Lampe dieser Größe, in der eine Multichip-LED verbaut wurde, zu erwarten war und nicht ungewöhnlich ist. Ohne Kühlung sollte die Lampe daher nicht über längere Zeit auf high betrieben werden.

Reflektor/Linse:
Für die Erleuchtung sorgt eine Cree-MC-E-LED. Verteilt wird das Licht über einen OP-Reflektor aus Aluminium, der hinter einer anti-reflex-beschichteten Glaslinse sitzt.

Ferei M9 004
Eine Multichip-LED von Cree macht richtig hell.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die M9 mit einem Reverse-Clicky mit weichem Druckpunkt. Beim Durchtasten werden nacheinander die Leuchtstufen hell-mittel-dunkel-Blinken erreicht. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet beim Einschalten in der Leuchtstufe, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Morsen und Momentlicht sind nicht möglich.

Ferei M9 005
“Innenansicht” des Schalters.


Beam:
Nur auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot vom Spill ab. Schon ab wenigen Metern “verschwimmen” beide, wodurch die Lampe ein homogenes Lichtbild liefert und ein Areal von 30 bis 40 Metern gleichmäßig ausleuchtet.

Ferei M9 006
“White-wall-beamshot” der M9.


Resümee:
Die M9 ist hervorragend geeignet, um bei Nachtwanderungen den Weg gleichmäßig und hell auszuleuchten. Auch die Laufzeit auf höchster Stufe mit einer Akkuladung geht in Ordnung. Im Praxisbetrieb sollte man allerdings tunlichst vermeiden, die Lampe ohne Kühlung kontinuierlich auf high laufen zu lassen. Denn durch das handliche Format mit kleinem Lampenkopf kann die entstehende Wärme der LED nicht ausreichend abgeführt werden. Doch auch auf der mittleren Stufe liefert die M9 ein angenehmes und für die meisten Situationen ausreichend helles Lauflicht. Die Verarbeitung ist solide, somit geht auch der Preis von 59 Euro (Stand: September 2010) in Ordnung. In Deutschland erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Ferei M9 007
Ferei M9 “Mini”

 

Ferei M9 008
Ferei M9 “Mid”

 

Ferei M9 009
Ferei M9 “High”

 

Ferei M9 010
Solarforce L2 MCE-Drop-in

 

Ferei M9 011
Fenix TK45 Turbo

Review Romisen RC-A8

20. August, 2010 Lichtinsdunkel Ein Kommentar

Romisen RC A8 001
Leuchten kann man mit ihr selbstverständlich auch, aber in erster Linie ist die Romisen RC-A8 eine “Designerlampe”.


Verpackung/Lieferumfang:
In Luftpolsterfolie verpackt kommt die Lampe mit Lanyard in einem dünnen Pappkarton.

Romisen RC A8 002
Lieferumfang der RC-A8.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 21,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Unterwassertest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wurde quasi “naturbelassen”, sprich: nicht anodisiert und kommt in blankem Aluminium daher. Ungewöhnlich ist die Form der Lampe, die sich mit einigen Rundungen optisch vom Gros der Taschenlampen abhebt.

Romisen RC A8 003
Lampenkopf, Body und Tailcap, wobei die Tailcap fast die Hälfte der gesamten Lampe ausmacht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 1,3 bis 4 Volt. Angegeben ist sie mit vom Hersteller mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 bis 2 Stunden bei Verwendung einer CR123-Batterie.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 2.900 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 2.900 Lux
nach 20 Minuten: 2.900 Lux
nach 30 Minuten: 2.900 Lux
nach 40 Minuten: 2.800 Lux
nach 50 Minuten: 2.700 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.400 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.000 Lux
nach 100 Minuten: 1.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert bis auf 900 Lux, und die Lampe tat durch Blinkzeichen kund, das bald Ende im Gelände ist. Nach 102 Minuten schaltete sie ab.
Beim Test mit einem 16340-Akku mit 3,7 Volt und einer Kapazität von 880mAh wurden folgende Werte gemessen:
Beim Einschalten: 4.100 Lux.
nach 10 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.900 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
Nach 35 Minuten wurde die Lampe schnell dunkler; der Wert sank bis auf 2.800 Lux, bevor die Lampe kurz und schnelle Blinkzeichen von sich gab und nach 36 Minuten abschaltete. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 Volt gemessen.
Fazit: Was die Regelung betrifft, können sich andere, deutlich teurere Lampen, ein Stück von der RC-A8 abschneiden. Über einen langen Zeitraum bleibt die maximale Lichtausbeute sowohl beim Batterie-, als auch beim Akkubetrieb nahezu konstant. Mit dem Abschalten selbst ist das – zumindest beim Akkubetrieb – so eine Sache, da zwischen dem ersten merklichen Verlust an Helligkeit und dem Abschalten gerade mal eine Minute liegt. Ohne Ersatzakku ist man aufgeschmissen. Bezüglich der Wärmeentwicklung gibt es keine Probleme. Auch beim Akkubetrieb wird die Lampe nicht mehr als handwarm.

Romisen RC A8 004
Die Regelelektronik macht einen guten Job.


Reflektor/Linse:

Zum Einsatz kommt eine Cree XR-E-LED. Um welchen Typ es sich dabei genau handelt, weiß ich nicht, da verschiedene Modelle verbaut wurden. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Romisen RC A8 005
Lampenkopf mit Reflektor und Linse.

 

Romisen RC A8 006
Eine Cree-XR-E-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die RC-A8 mit einem Forward-Clicky, mir dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Clicky hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Romisen RC A8 007
Der Schalter.

 

Romisen RC A8 008
Innenansicht.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab, dies allerdings nahezu ohne störende Ringe. Auch auf etwas weitere Entfernungen bleibt eine leichte Trennung von Spot und Spill erkennbar. Insgesamt ist das Lichtbild noch recht homogen.

Romisen RC A8 009
“White-wall-beamshot” der RC-A8.


Resümee:
Mit einer Länge von 122 Millimetern ist die Romisen RC-A8 für eine einzellige CR123-Lampe eigentlich viel zu groß. Auch die angegebenen 200 Lumen sind dezent übertrieben. Da aufgrund der Größe (fast) auch der Einsatz als EDC-Lampe ausscheidet, stellt sich die Frage: Wozu ist dieses Lämpchen überhaupt gut, zumal auch die Verarbeitungsqualität nicht gerade überragend ist? Die Antwort findet sich, wenn man aufs Äußere der RC-A8 schaut. Sie lädt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form geradezu zum Sammeln ein, und wenn man sich den Preis anschaut, der gerade mal zwischen 14 und 20 US-Dollar liegt: Billiger kommt man nicht an ein Designerlämpchen, das zudem noch, sowohl mit Batterie, als auch mit Akku über eine gut funktionierende Regelung verfügt, die man für diesen Preis nicht erwarten darf. Somit eignet sich die RC-A8 auch hervorragend als Zweitlampe. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Romisen RC A8 010
Romisen RC-A8 mit CR123-Batterie

 

Romisen RC A8 011
Romisen RC-A8 mit 16340-Akku

 

Romisen RC A8 012
Fenix LD15

 

Romisen RC A8 013
Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED

 

Review Olight M21 Warrior

16. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 4 Kommentare

Olight M21 Warrior 001
Mit der M21 Warrior liefert Olight eine in allen Punkten gelungene Lampe mit SST-50-LED.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einem Kunststoffkoffer geliefert. Enthalten sind weiterhin zwei CR123-Batterien zum Betrieb, ein Holster, ein Lanyard, ein flacher Ring als Alternative zum vormontierten Combat-Ring, ein Batterierohr zur Verwendung der Lampe mit CR123-Batterien, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi in weiß sowie eine Bedienungsanleitung (englisch).

Olight M21 Warrior 002
Lieferumfang im Kunststoffkoffer.

 

Olight M21 Warrior 003
Der Aufkleber an der Unterseite ist… nennen wir es mal… gewöhnungsbedürftig. Nutzer, die die Lampe nicht ausschließlich in Krisengebieten einsetzen, können ihn bei Bedarf auch abziehen.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 144 mm
Reflektoröffnung: 34 mm
Durchmesser Kopf: 40 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 120 g
Gewicht mit Akku: 168 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Der vormontierte Combat-Ring kann gegen einen flachen Ring ausgetauscht werden. Der Trageclip ist abnehmbar.

Olight M21 Warrior 004
Die Lampe mit flachem Ring und ohne Clip.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Als Stromversorger können zwei CR123-Batterien oder entsprechende Akkus, ein 18650-Akku oder ein 17670-Akku verwendet werden. Die Leuchtstufen werden von Olight mit 500 Lumen für vier Stunden, 80 Lumen für 18 Stunden und 20 Lumen für 30 Stunden angegeben. Zum Test trat die Lampe in der hellsten Leuchtstufe mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400mAh an. Zur Kühlung der Lampe wurde während des Tests ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 6.700 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 6.700 Lux
nach 30 Minuten: 6.700 Lux
nach 45 Minuten: 6.700 Lux
nach 60 Minuten: 6.700 Lux
nach 75 Minuten: 6.700 Lux
Nach knapp 80 Minuten wurde das Licht dunkler. Innerhalb der nächsten zehn Minuten sank der Wert auf 4.600 Lux. Der Akku hatte nach Entnahme eine Leerlaufspannung von 3,5 Volt. Die Lampe gibt einem bei dunkler werdendem Licht also genug Zeit, den Akku zu wechseln. Ob die von Olight angegebene Laufzeit von vier Stunden aufs letzte Dahindümpeln der Lampe bezogen ist, weiß ich nicht. Und nur, um das herauszufinden, wollte ich den Akku nicht als Versuchskaninchen missbrauchen. Ohnehin ist es irrelevant, denn was will ich mit einer SST-50-Lampe, die irgendwann die Helligkeit einer Mini-Mag hat?
Fazit: Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Ist es Superman? Ist es eine Fenix? Nein, es ist die Olight M21 Warrior! Die Regelung ist fantastisch, die maximale Helligkeit wird bis zum Ende der sinnvoll nutzbaren Akkukapazität konstant gehalten. Ohne Kühlung wird die Lampe erwartungsgemäß deutlich warm. Im Praxisbetrieb reichen die Kühlung durch den Blutkreislauf und die Umgebungsluft beim Laufen aus, die Lampe auch über einen längeren Zeitraum in der höchsten Leuchtstufe zu betreiben.

Olight M21 Warrior 005
Das Röhrchen für den Batteriebetrieb. Beim Betrieb ohne Röhrchen klappern die Batterien ein wenig im Lampenkörper, was allerdings kaum auffällt.


Reflektor/Linse:
Eine Luminus SST-50-LED sorgt für Licht. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium, davor sitzt eine ultraklare Glaslinse.

Olight M21 Warrior 006
Reflektor und LED.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die M21 Warrior mit einem Forward-Clicky in der Tailcap, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Schalter hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die verschiedenen Modi werden durch Lösen und Festdrehen des Lampenkopfs erreicht. Von Werk aus lief das Gewinde sehr “kratzig”, nach einer kleinen Fettung war dieses Problem behoben und sogar die Bedienung mit einer Hand möglich. Die Schaltreihenfolge ist low-medium-high-Strobe. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und schaltet in dem Modus wieder ein, in dem sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Tailcap leicht gelöst werden. Das Holster der M21 Warrior ist einfach nur klasse. Es bietet nicht nur zwei kleine Außentaschen für Ersatzakkus; die Lampe kann sogar im Holster bedient werden.

Olight M21 Warrior 007
Die Tailcap.

 

Olight M21 Warrior 008
Die Lampe kann auch im Holster bedient werden.


Beam:
Der Hotspot geht ohne störende Ringe weich in den Sidespill über. Bereits ab einer Entfernung von wenigen Metern bietet die M21 Warrior eine gleichmäßige Ausleuchtung des erweiterten Nahbereichs.

Olight M21 Warrior 009
Der erweiterte Nahbereich wird gleichmäßig ausgeleuchtet.


Resümee:
Die Olight M21 Warrior ist ein starkes Stück Lampe. Verarbeitung, Haptik, Lichtausbeute und Regelung lassen keine Wünsche offen. Lediglich die mittlere Leuchtstufe hätte in meinen Augen ruhig ein wenig heller gewählt sein können. Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau und gleichzeitig auch Geschmackssache. Der Preis von rund 95 Euro (Stand: Juli 2010) geht für eine Lampe dieser Klasse absolut in Ordnung. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.olightworld.com. Die Lampe wurde freundlicherweise von www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Olight M21 Warrior 010
Die einzelnen Komponenten der Lampe.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Olight M21 Warrior 011
M21 Warrior low

 

Olight M21 Warrior 012
M21 Warrior medium

 

Olight M21 Warrior 013
M21 Warrior high

 

Olight M21 Warrior 014
Lumapower Signature Tactical SST-50

 

Olight M21 Warrior 015
Ferei M9

 

Olight M21 Warrior 016
Olight M30

Review Taclights Coplite

Taclights Coplite 001
Nach der Patriot durchläuft heute eine weitere Lampe von Taclights, die Coplite, den Testparcours des Ausbilders.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit Holster, Lanyard und einem Datenblatt (englisch) ausgeliefert.

Taclights Coplite 002
Lieferumfang nicht nur für Polizisten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 146 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: Beim Unterwassertest im Waschbecken (Ein- und Ausschalten, Durchschalten der Modi) drang Wasser in den Lampenkörper ein. Der Funktion tat das indes keinen Abbruch. Ein zweiter Versuch ohne Schaltvorgänge lieferte das gleiche Ergebnis. Auch als an der Tailcap nichts gedrückt oder gedreht wurde, drang Wasser in den Body ein. Die Testlampe ist an der Endkappe bzw. am Selektorring schlicht und einfach nicht ganz dicht. In den Lampenkopf drang kein Wasser ein.
Besonderheiten: Statt eines Clickys verfügt die Lampe über einen Mikroschalter. Die Gewinde wurden ebenfalls anodisiert und von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

Taclights Coplite 003
Auch die Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe so gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Coplite mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 3,7-Volt-Akkus ist also nicht möglich. Angegeben ist die Coplite mit 220 Lumen bei einer Laufzeit von 150 Minuten. Die Lumenangabe ist dezent übertrieben. Über den dunklen Modus macht Taclights keine Angaben. Ohne entsprechende Messausrüstung hier einen genauen Wert anzugeben, ist nicht möglich; der durch “Bouncing” festgestellte Wert dürfte zwischen 10 und 20 Lumen liegen. Zum Test trat die Lampe in der hellen Leuchtstufe mit einem 18650er-Akku mit 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 6.700 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.500 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 40 Minuten: 6.200 Lux
nach 50 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 5.900 Lux
nach 80 Minuten: 5.700 Lux
nach 100 Minuten: 5.400 Lux
nach 120 Minuten: 5.200 Lux
nach 140 Minuten: 5.100 Lux
nach 160 Minuten: 5.000 Lux
Nach 180 Minuten und weiterhin 5.000 Lux habe ich den Test abgebrochen und die Leerlaufspannung des Akkus gemessen. Unmittelbar nach Entnahme waren es 3,76 Volt, was einer Restkapazität zwischen 30 und 40 Prozent entspricht. Somit ist auch über die drei Stunden Dauerbetrieb hinaus noch für einige Zeit brauchbares Restlicht gegeben. Während des Betriebs war lediglich eine minimale Erwärmung übers gesamte Gehäuse feststellbar.
Fazit: Die Regelung der Coplite ist sicherlich nicht grandios, aber durchaus zufriedenstellend. Nach 30 Minuten im Dauerbetrieb liegt der Lichtverlust bei fünf, nach einer Stunde bei knapp über zehn Prozent. Im Praxisbetrieb ohne durchgängigen Betrieb in der hellen Stufe dürften somit lange Einsatzzeiten ohne Akkuwechsel erzielt werden. Ein Wärmeproblem war bei der Lampe nicht festzustellen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Cree XR-E-R2-LED ihre Dienste. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor aus Aluminium.

Taclights Coplite 004
Dadurch, dass die Linse tief im Bezel sitzt, ist sie gut geschützt. Ein leicht texturierter Orange-Peel-Reflektor verteilt das Licht.


Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters in der Tailcap wird die Coplite eingeschaltet. Der Schalter selbst ist relativ leichtgängig, aber dadurch, dass der Weg bis zum Druckpunkt, an dem er einrastet, relativ lang ist, war zumindest mir eine Einhandbedienung nur im Zigarrengriff möglich. Auf kurze Tastimpulse reagiert die Lampe sofort, Momentlicht und Morsen sind somit möglich. In der Mitte der Tailcap sitzt ein Selektorring, mit dem die drei Modi hell (Anschlagsstellung links), dunkel und schneller Strobe (Anschlagsstellung rechts) angewählt werden. Der Selektorring hat keine Rasterung; der dunkle Modus ist im Dunkeln dadurch nur nach Gefühl anwählbar.

Taclights Coplite 005
Die Tailcap. Der Selektorring hat ohne Rasterung lediglich links und rechts zwei Anschlagsstellungen; dazwischen liegt der dunkle Modus, der im Dunkeln nur nach Gefühl angewählt werden kann. Beim Testmodell drang durch die Tailcap Wasser ins Gehäuse ein – eindeutig suboptimal.


Beam:

Die Lampe erzeugt einen klar definierten Hotspot, der sich ohne störende Ringe vom Sidespill absetzt.

Taclights Coplite 006
Echte Cops sagen durch die Blume, dass man stehen bleiben soll, oder sie schießen. Das neckische Muster entsteht durch die Zacken des Bezels.


Resümee:
Die Taclichts Coplite ist eine gut verarbeitete Lampe mit eigenwilligem Design, die die, teilweise auch deutlich teurere, Konkzrrenz nicht fürchten muss. Die Regelung ist nicht “State of the art”, geht aber in Ordnung, und nicht nur Cops haben für lange Zeit immer noch ausreichend Licht. Nach drei Stunden Dauerbetrieb war die Helligkeit mittels Bouncing mit der Fenix LD20 auf high (mit angegebenen 94 Lumen) vergleichbar. Einziger Kritikpunkt ist der Selektorring, der über keine Rasterung verfügt und dadurch das Anwählen des dunklen Modus’ zur Gefühlssache macht. Dass der Selektorring bzw. das Clickygummi für die Undichtigkeit der Lampe verantwortlich ist, dürfte ein Einzelfall sein, da diese Tailcap auch bei anderen Taclights-Modellen Verwendung findet und solche Probleme dort nicht auftreten. Deutsche Cops würden sich über das Testmodell der Taclights Coplite als Dienstlampe auf jeden Fall freuen, es sei denn, sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei. In Deutschland ist die Lampe zum Preis von 59 Euro (Stand: Juni 2010) unter www.taschenlampen-papst.de zu beziehen, weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.taclights.cn.

Taclights Coplite 007
Waschen, Legen, Föhnen, Zustechen, Scheiben einschlagen: Die Coplite ist auch für härtere Gangarten geeignet.

 

Taclights Coplite 008
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Taclights Coplite, Fenix TK11.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4,8 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Lichtbild her ähnlich ist, aber mehr Spill liefert und einen Tick heller ist.

Taclights Coplite 009
Taclights Coplite

 

Taclights Coplite 010
Fenix TK11 R2

Review 4Sevens Quark Mini123

4Sevens Quark Mini123 001

Viel Licht bei wenig Lampe bietet die 4Sevens Quark Mini123.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Geschenkbox sind die Lampe, eine CR123A-Batterie zum Betrieb, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

4Sevens Quark Mini123 002

Lieferumfang der Mini123.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 60 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 20 g
Gewicht mit Batterie: 36 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Mini123 mit einer CR123-Batterie. Angegeben ist sie laut Hersteller mit 189 Lumen auf high bei einer Laufzeit von 1,2 Stunden, mit 40 Lumen auf medium bei einer Laufzeit von 8 Stunden und mit 3 Lumen bei einer Laufzeit von 6,25 Tagen. Alternativ ist auch der Betrieb mit einem 3,7-Volt-Akku möglich. In allen Leuchtstufen ist die Lampe damit entsprechend heller, auf high soll sie laut Hersteller 240 Lumen liefern. Allerdings weist 4Sevens auch darauf hin, dass von einem Dauerbetrieb auf high länger als eine Minute abzuraten ist, was sich durch die Abmessungen der Lampe und der dadurch mangelnden Wärmeableitung erklärt. Am Luxmeter wurde die Lampe auf einen Meter beim Betrieb auf high mit einer 3-Volt-Batterie mit 2.200 Lux gemessen, mit einem 3,7-Volt-Akku waren es 2.900 Lux. Da die Lampe auf high auch beim Batteriebetrieb schnell warm wird und in der Regel als EDC-Lampe ohnehin nicht über einen längeren Zeitraum auf höchster Stufe betrieben werden sollte, habe ich auf einen Laufzeittest verzichtet. Stattdessen habe ich die Lampe mit einer fast leeren Batterie noch mal am Luxmeter getestet. Hier wurden immer noch 2.000 Lux gemessen.
Fazit: Die Regelung des Zwergs funktioniert gut. In der hellsten Stufe wird die Lampe schnell warm und sollte nicht über einen längeren Zeitraum auf high betrieben werden. Die Beurteilung, ob man bei einer Lampe, die als EDC-Lampe konzipiert wurde und als solche nur immer kurzzeitig auf high betrieben wird, von einem Wärmeproblem sprechen kann, bleibt jedem selbst überlassen.

 

Reflektor/Linse:
Für Licht sorgt eine Cree XP-G-R5-LED. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium, die Frontlinse besteht aus Glas.

4Sevens Quark Mini123 003

Als LED wurde eine Cree XP-G R5 verbaut.

 

Bedienung:
Ein Twisty schaltet die Lampe in der dunkelsten Leuchtstufe ein. Durch kurzes Lösen und Festdrehen des Lampenkopfs innerhalb einer Sekunde erreicht man die mittlere Leuchtstufe. Durch erneutes Lösen- und Festdrehen, ebenfalls innerhalb einer Sekunde, gelangt man in die hellste Stufe. Durchläuft man den kompletten Zyklus innerhalb von drei Sekunden zweimal (low-medium-high-low-medium-high), folgen die von 4Sevens mit “Special Outputs” benannten Modi Strobe-SOS-Beacon (high)-Beacon (low), die nacheinander ebenfalls durch kurzes Lösen und Festdrehen des Lampenkopfs angewählt werden. Selbst beim Anwählen der “Special Outputs” ist eine Einhandbedienung möglich, denn das Gewinde der Mini123 läuft butterweich. Über eine Memory-Funktion verfügt die Lampe nicht; sie startet immer im dunkelsten Modus.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich klar definiert vom Sidespill ab, allerdings nur auf kürzeste Distanzen. Bereits ab Entfernungen von wenigen Metern liefert die Lampe eine gleichmäßige Gesamtausleuchtung.

4Sevens Quark Mini123 004

low

4Sevens Quark Mini123 005

medium

4Sevens Quark Mini123 006

high

 

Resümee:
Mit der Quark Mini123 liefert 4Sevens ein starkes Stück EDC-Lampe ab. Die Lichtausbeute ist für eine derart kleine Lampe riesig. Auch das Bedienkonzept ist überzeugend, da die Blinkmodi gut im UI “versteckt” sind und nicht versehentlich aktiviert werden können. Bei einem Preis zwischen 46 und 55 Euro (Stand: Juni 2010) kann man ebenfalls nicht meckern. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.4Sevens.com. Die Lampe wurde zum Test freundlicherweise von www.selected-lights.de zur Verfügung gestellt.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Als Vergleich: Fenix P1D Q5 mit angegebenen 180 Lumen.

4Sevens Quark Mini123 007

Fenix P1D Q5 auf high

4Sevens Quark Mini123 008

Quark Mini123 (low)

4Sevens Quark Mini123 009

Quark Mini123 (medium)

4Sevens Quark Mini123 010

Quark Mini123 (high)

4Sevens Quark Mini123 011

Quark Mini123 (3,7-Volt-Akku, high)

 

Die Quark Mini123 ist idiotensicher. Selbst meine beiden Praktikanten haben es geschafft, die Lampe zum Leuchten zu bringen.

4Sevens Quark Mini123 012

Geschafft! Der Lampenkopf ist ab.

4Sevens Quark Mini123 013

Doch dann das erste Problem: Wie baut man das Ding richtig zusammen? Manchmal sind die beiden einfach zu verspielt…

4Sevens Quark Mini123 014

Da hilft nur das ausgiebige Studieren der Bedienungsanleitung.

4Sevens Quark Mini123 015

So sieht das doch schon viel besser aus.

4Sevens Quark Mini123 016

Hurra! Sie leuchtet!

Review Ultrafire ZF 7370

Ultrafire ZF 7370 001

“Gut und billig” – mit diesem Slogan hat irgendwann mal eine Supermarktkette geworben. “Gar nicht mal so schlecht und billig” könnte der Slogan für die Ultrafire ZF 7370 sein.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Blisterverpackung sind die Lampe und zwei CR123A-Batterien zum Betrieb enthalten.

Ultrafire ZF 7370 002

Lieferumfang mit Batterien.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 161 mm
Reflektoröffnung: 46 mm
Durchmesser Kopf: 55 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 222 g
Gewicht mit Akku: 270 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nur auf geraden Flächen.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: nein
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über einen Selektorring zur Anwahl der Helligkeitsstufen. Die Verarbeitung wirkt insgesamt nicht sonderlich hochwertig. Die LED sitzt nicht zentriert, bei der Anodisierung des Bodys hat das Gewinde zur der Tailcap ebenfalls ungewollt ein wenig Farbe mitbekommen. Der Clicky hört sich beim Einschalten wenig vertrauenerweckend an. Auf den Grund gehen konnte ich dem nicht, denn obwohl innen zwei Aussparungen für den Einsatz eines Werkzeugs vorhanden sind, gelang es mir nicht, den Clicky gewaltfrei zu öffnen. O-Ringe sind an allen dichtungsrelevanten Stellen vorhanden.

Ultrafire ZF 7370 003

So arbeitet der Anodisiermeister kurz vor Feierabend.

Ultrafire ZF 7370 004

Orange als Warnfarbe? Der Clicky hört sich beim Drücken ziemlich billig an.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Gespeist wird die ZF 7370 von zwei CR123A-Batterien oder alternativ von einem 18650-Akku. Angegeben ist die Lampe vom Hersteller mit 200 Lumen in der hellsten Stufe. Neben dieser Stufe stehen noch eine Medium-Stufe (50%), eine Low-Stufe (25%), ein Blinkmodus und ein SOS-Modus zur Verfügung. Der Test erfolgte in der hellsten Stufe bei Verwendung eines 18650-Akkus mit 2400mAh.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 12.300 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 12.300 Lux
nach 30 Minuten: 12.000 Lux
nach 45 Minuten: 11.400 Lux
nach 60 Minuten: 10.900 Lux
nach 75 Minuten: 10.500 Lux
nach 90 Minuten: 10.200 Lux
nach 105 Minuten: 10.100 Lux
nach 120 Minuten: 9.900 Lux
nach 135 Minuten: 9.500 Lux
nach 150 Minuten: 8.800 Lux
Innerhalb der nächsten 15 Minuten sank der Wert auf 6.700 Lux, mit stetig fallender Tendenz. Nach drei Stunden wurde der Test bei 3.600 Lux abgebrochen. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme noch mit 3,20 Volt gemessen. In den dunkleren Stufen reicht das Restlicht noch für lange Zeit aus, um den Weg zu finden. Während des Tests war nach 20 Minuten eine leichte Erwärmung am Gehäuse feststellbar. Da die Lampe auf einem Stativ befestigt war und somit ohne jegliche Kühlung, wurde prophylaktisch in regelmäßigen Abständen eine Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator zugeschaltet. Im Praxisbetrieb dürfte die Lampe problemlos über längere Zeit auf der höchsten Stufe betrieben werden können.
Fazit: Die Regelung der Lampe ist nicht das Nonplusultra, aber durchaus zufriedenstellend. Nach einer Stunde im Dauerbetrieb auf der hellsten Stufe hat die Ultrafire gerade mal zehn, nach zwei Stunden zwanzig Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt.

 

Reflektor/Linse:
Für Licht sorgt eine Cree XR-E Q5-LED. Der Reflektor ist ein leicht texturierter OP, die Frontlinse besteht aus Glas.

Ultrafire ZF 7370 005

Durch den silbernen Combat-Ring ist die Linse gut geschützt.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Reverse-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist gut zu erreichen und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Anwahl der Helligkeitsstufen erfolgt über einen Selektorring unterhalb des Lampenkopfs. In der Anschlagsstellung links ist die hellste Leuchtstufe aktiviert. Dreht man den Selektorring nach rechts, folgen die Stufen “medium”, “low”, “Blinken” (schneller Wechsel zwischen Strobe und Blinken) sowie “SOS” in der Anschlagsstellung rechts. Der Selektorring rastet in allen Helligkeitsstufen sicher ein, ein ungewolltes Verstellen wird dadurch ausgeschlossen.

Ultrafire ZF 7370 006

Die Helligkeitsstufen werden mit dem Selektorring eingestellt.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Im Verhältnis zur Größe des Gesamtbeams ist er relativ klein. Das bleibt auch auf die Entfernung so. Die Lampe kann als Lauflampe eingesetzt werden, kann aber auch zum Einsatz kommen, wenn es mal ein paar Meter mehr sein dürfen. Von der Ausrichtung her tendiert die Ultrafire eher in Richtung Thrower, bedingt durch den OP-Reflektor allerdings ohne störende Ringe im Beam.

Ultrafire ZF 7370 007

low

Ultrafire ZF 7370 008

medium

Ultrafire ZF 7370 009

high

 

Resümee:
Die ZF 7370 ist eine der besseren Lampen, die unter dem Ultrafire-Label angeboten werden. Auch, wenn die Verarbeitung nicht hochwertig ist, erfüllt die Lampe zuverlässig ihre Dienste. Ein möglicher Schwachpunkt könnte der Clicky sein, der sich beim Schalten ziemlich “billig” anhört. Ob auch er auf Dauer zuverlässig seine Dienste verrichtet, kann nur ein Langzeittest zeigen. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Die Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt und gut einzustellen, die Regelung geht in Ordnung, genauso wie die Laufzeit, und die Lampe ist im Nah- und Fernbereich einsetzbar. Der Preis von knapp über 30 US-Dollar (Stand: Juni 2010) ist durchaus angemessen.

 

Der Outdoor-Beamshot wurde mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Ultrafire ZF 7370 010

Review Taclights Patriot

Taclights Patriot 001

Die Patriot ist das Flaggschiff des chinesischen Herstellers Taclights. Bis auf den doofen militärischen Namen handelt es sich dabei um eine gelungene MCE-Lampe mit exzellenten Thrower-Qualitäten.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Pappkarton, Lampe. Mehr nicht.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 198 mm
Reflektoröffnung: 61 mm
Durchmesser Kopf: 76 mm
Durchmesser Tail: 49 mm
Gewicht: 508 g
Gewicht mit Akkus: 602 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Mikroschalter zum Durchschalten der Modi. Auffällig ist der große Kopf mit tiefem Reflektor.

Taclights Patriot 002

“Unterdimensioniert” kann man diesen Kopf nun wirklich nicht nennen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus oder alternativ 4 CR123A-Batterien versorgen die Lampe mit Strom. Die Betriebsspannung liegt zwischen 7,4 und 12 Volt. Laut Hersteller soll die Lampe auf der hellsten Stufe 800 Lumen für 100 Minuten liefern. Der Laufzeittest erfolgte in der hellsten Stufe mit zwei 18650er-Akkus mit einer Kapazität von 2500mAh.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 21.800 Lux gemessen. Nach fünf Minuten lag der Wert bei 21.200 Lux
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 20.700 Lux
nach 30 Minuten: 20.700 Lux
nach 45 Minuten: 20.700 Lux
nach 60 Minuten: 20.700 Lux
nach 75 Minuten: 20.700 Lux
nach 90 Minuten: 20.700 Lux
Nach 95 Minuten begann die Lampe, schnell herunterzuregeln und zu flackern, als Zeichen, dass ein Akkuwechsel ansteht. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 und 3,13 Volt gemessen. Auf der dunkelsten Stufe kann die Patriot anschließend noch einige Zeit genutzt werden, plötzlich im Dunkeln steht man mit ihr nicht.
Während des Betriebs war lediglich eine leichte Erwärmung der Lampe feststellbar. Ein Wärmeproblem scheint die Patriot nicht zu kennen. Dennoch wurde rein prophylaktisch in kurzen Intervallen eine Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator zugeschaltet.
Fazit: Die Regelung der Lampe funktioniert über die gesamte Laufzeit ausgezeichnet. Lediglich zu Beginn der Laufzeit büßt die Lampe 1000 Lux ein, was allerdings gerade mal fünf Prozent ihrer maximalen Helligkeit ausmacht.

Taclights Patriot 003

Die Akkus sind nebeneinander angeordnet.

 

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sitzen ein OP-Reflektor und eine Cree-MCE-LED.

Taclights Patriot 004

Vorderansicht des Patrioten.

 

Taclights Patriot 005

Kopf und Reflektor.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Patriot mit einem Forward-Clicky. Morsen ist mit der Lampe nicht möglich, da sie beim nächsten Druck auf den Clicky ausgeschaltet wird und beim übernächsten Druck in den nächsten Modus wechselt. Falls man in Krisengebieten von der Truppe getrennt werden sollte, kann man den Kameraden folglich nicht mitteilen, dass man Wasser benötigt oder im afghanischen Autokino gerade ein toller Streifen läuft. Die Schaltreihenfolge ist high-aus-medium-aus-low-aus-Strobe-aus-SOS-aus. Die Umschaltung erfolgt über einen Mikroschalter, der einen weichen bis mittelharten Druckpunkt hat und trotz der Größe/Dicke der Lampe sehr angenehm zu schalten ist. Die Lampe ist ein wenig kopflastig, dennoch liegt sie gut in der Hand.

Taclights Patriot 006

Der Schalter ist in der Tailcap versekt. Leider liegt zwischen den verschiedenen Helligkeitsstufen immer die “Aus-Stufe”.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen ohne störende Ringe weich vom Sidespill ab. Das bleibt auch auf die Entfernung so. Die Lampe liefert ausreichend hellen Sidespill, dabei ist das Lichtbild nicht so ausgewogen, wie man es von den meisten MCE-Lampen gewohnt ist. Ihre Stärke spielt die Patriot auf die Entfernung aus. Sie hat keine Probleme, mit guten Single-LED-Throwern mitzuhalten, ganz im Gegenteil: Auf weite Entfernungen wird ein viel größerer Bereich hell ausgeleuchtet. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Patriot auf high, medium und low.

Taclights Patriot 007

Taclights Patriot 008

Taclights Patriot 009

 

Resümee:
Der Name ist sch… …on gewöhnungsbedürftig, die Lampe dafür umso besser. Die Taclights Patriot ist ein waschechter MCE-Thrower, der gleichzeitig in den gut gewählten niedrigeren Leuchtstufen auch als Lauflampe Verwendung finden kann. Nicht gut gelöst ist das Schaltkonzept. Zwischen den einzelnen Leuchtstufen muss man immer über “Aus” gehen. Strobe und SOS sollten meiner Meinung nach, gerade angesichts dieser Tatsache, im UI versteckt sein oder ganz weggelassen werden. Wer beispielsweise aus der mittleren Stufe auf high wechseln möchte, hat eine regelrechte Schaltorgie vor sich. Eine Memory-Funktion hat die Patriot nicht, sie startet immer im hellsten Modus, was angesichts des Schaltkonzepts sicherlich einen Vorteil darstellt. Die Verarbeitung ist hochwertig und kann ohne Schwierigkeiten mit den Produkten der “namhaften” Konkurrenz mithalten. Erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 159 Euro (Stand: Mai 2010). Zur Verfügung gestellt wurde die Patriot freundlicherweise von Taclights. (www.taclights.cn).

Taclights Patriot 010

Größenvergleich: Olight M30 mit Verlängerung, Taclights Patriot.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Als Vergleich: Olight M30 als MCE-Lampe, Raidfire Spear (OP) als “Semi-Thrower” und Eastward YJ XGR2 als Thrower (alle auf höchster Leuchtstufe).

Taclights Patriot 011

Olight M30

 

Taclights Patriot 012

Edgetac Raidfire Spear OP

 

Taclights Patriot 013

Eastward YJ XGR2

 

Taclights Patriot 014

Taclights Patriot high

 

Taclights Patriot 015

Taclights Patriot medium

 

Taclights Patriot 016

Taclights Patriot low

Review Fenix TK12 R5

Fenix TK12 R5 001

Nicht nur Fans der TK10 oder der TK11 werden auch an der Fenix TK12 R5 Gefallen finden – es ist eine Lampe für (fast) alle Situationen.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe sind in der Fenix-typischen Verpackung ein Lanyard, ein Holster, eine Ersatz-Gummikappe für den Clicky, Ersatz-O-Ringe, ein Trageclip, eine Bedienungsanleitung (englisch) und eine Garantiekarte enthalten.

Fenix TK12 R5 002

Lieferumfang der TK12.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 138 mm
Reflektoröffnung: 24,5 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 172 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja, mit Combat-Ring und/oder Trageclip.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: abnehmbarer Combat-Ring, abnehmbarer Gürtelclip. Die Lampe verfügt über mehrere Modi und Leuchtstufen, die durch Drehen des Lampenkopfs angewählt werden können.

Fenix TK12 R5 003

Die TK12 mit montiertem Clip und Combat-Ring.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Angegeben ist die Lampe mit 280 Lumen im hellen und 65 Lumen im dunkleren Modus. Betrieben werden kann die TK12 R5 wahlweise mit einem 18650er-Akku oder zwei CR123-Batterien. Der Test erfolgte im hellen Modus mit einem 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400 mAh.
Praxistest Luxmessung:
beim Einschalten: 7000 Lux
nach 10 Minuten: 6900 Lux
nach 20 Minuten: 6800 Lux
nach 40 Minuten: 6800 Lux
nach 60 Minuten: 6800 Lux
nach 80 Minuten: 6800 Lux
nach 100 Minuten: 6700 Lux
nach 120 Minuten: 6700 Lux
nach 140 Minuten: 6700 Lux
Innerhalb der folgenden zehn Minuten sank der Wert bis auf 4500 Lux, Tendenz: langsam weiter fallend. Das Restlicht reicht problemlos noch für 20 bis 30 Minuten aus, um den Weg zu erleuchten, ohne dass der Akku an die Grenze zum kritischen Bereich getrieben wird.
Fazit: Die TK12 R5 verfügt über eine ausgezeichnete Regelung, bei der die Helligkeit fast über die gesamte Laufzeit konstant bleibt. Erst nach mehr als zwei Stunden wird das Licht langsam schwächer, ohne dass die Lampe Einen anschließend ohne Vorwarnung im Dunkeln stehen lässt.
Eine deutliche Erwärmung im Dauerbetrieb war zwar festzustellen, allerdings war die Lampe zur Messung auch auf einem Stativ befestigt und wurde nicht bewegt. Aus diesem Grund erfolgte eine regelmäßige Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator. Im Praxisbetrieb dürfte bereits die Umgebungsluft beim Laufen, respektive die “Blutkühlung” genügen, um die Lampe ausreichend zu kühlen, zumal die Wärmeentwicklung beim Test deutlich unter der vieler Lampen mit ähnlicher Lichtleistung lag.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Anti-Reflex-beschichteten Glaslinse leuchtet eine Cree XP-G R5-LED. Der Reflektor besteht aus Aluminium, die Ausführung ist Orange Peel.

Fenix TK12 R5 004

Frontansicht.

Bedienung:
Mit einem taktischen Forward-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Clicky ist gut zu erreichen und hat einen weichen Druckpunkt, der das Einschalten ohne Kraftaufwand ermöglicht.
Die Lampe verfügt über drei Modi. Im von Fenix mit “Default mode” bezeichneten Modus stehen zwei Leuchtstufen zur Verfügung. Eine helle, die mit 280 Lumen angegeben ist und eine dunkle mit angegebenen 65 Lumen. Bei festgezogenem Lampenkopf ist die helle Stufe aktiviert. Durch Lösen des Lampenkopfs erreicht man die dunklere Leuchtstufe. Dieser Modus entspricht dem (einzigen) der TK11/TK10. Die beiden Zusatzmodi der TK12 werden angewählt, indem man den Lampenkopf bei eingeschalteter Lampe in schneller Folge zweimal löst und wieder festzieht, bzw. bei gelöstem Lampenkopf festzieht-löst-festzieht. Auf den “Default mode” folgt der “Hunting mode”, in dem es die Leuchtstufen “hell” (bei festgezogenem Kopf) und “Strobe” (bei gelöstem Kopf) gibt. Der dritte Modus, von Fenix “Camping mode” genannt, bietet laut Hersteller 120 Lumen bei festgedrehtem und 11 Lumen bei gelöstem Lampenkopf.
Ein unbeabsichtigter Wechsel der Modi ist durch das Bedienkonzept, bei dem sowohl die Anwahl der Modi als auch das Umschalten innerhalb der Modi durch Festdrehen und Lösen des Lampenkopfs geschieht, zwar möglich, im Praxisbetrieb aber nahezu ausgeschlossen.

Beam:
Ein definierter Hotspot setzt sich ohne störende Ringe vom Spill ab. Bereits ab wenigen Metern liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild und leuchtet eine Fläche von 20 bis 30 Metern gleichmäßig aus.

Fenix TK12 R5 005

Ein OP-Reflektor sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung. Künftig wird die Lampe laut Fenix nur noch mit SMO-Reflektor ausgeliefert. Aufgrund der Charakteristik des verwendeten LED-Typs dürfte das Lichtbild damit immer noch homogen sein, bei etwas höherer Reichweite.

TK12 R5 vs TK11 R2:
Rein äußerlich wirkt die TK12, die 2,5 Zentimeter länger ist als die TK11, im direkten Vergleich weniger kantig. Auch die “inneren Werte” unterscheiden sich. Durch die Verwendung der Cree XP-G-R5-LED ist die TK12 R5 heller und leuchtet einen größeren Bereich gleichmäßig aus, während die TK11 R2 eine höhere Reichweite hat. Der Hotspot der TK12 ist größer, sie ist von der Lichtfarbe her neutraler, und im “Hell-dunkel-Modus” ist das “Low” der TK12 erheblich dunkler und blendet auf kürzeste Distanzen weniger. In der Bildserie ist links immer die TK12 zu sehen.

Fenix TK12 R5 006

Fenix TK12 R5 007

Fenix TK12 R5 008

Fenix TK12 R5 009

Fenix TK12 R5 010

Resümee:
Zunächst war ich ob des Bedienkonzepts der Lampe etwas skeptisch. Drei Modi, die durch Hin- und Herdrehen des Lampenkopfs angewählt werden, während die unterschiedlichen Leuchtstufen innerhalb der Modi ebenfalls durch Drehen angewählt werden – kann das funktionieren?
Es kann, und zwar richtig gut. Ich liebe meine TK11 (und hoffe, dass sie gerade nicht mitliest), aber die TK12 gefällt mir noch wesentlich besser. Sie ist quasi eine TK11 mit Zusatzmodi, die zum Lesen, zum Leuchten in Innenräumen, oder durch die Strobe-Funktion auch als Warnlampe nahezu jedes Einsatzgebiet abdeckt. In der Regel wird man einen Modus favorisieren, der meistens aktiviert ist. Wenn man den Modus wechseln möchte, geht das im Praxisbetrieb schnell und unkompliziert; ein versehentlicher Wechsel in einen anderen Modus ist nahezu ausgeschlossen. Regelung, Laufzeit, geringe Wärmeentwicklung, Verarbeitung, Handhabung – all das macht die TK12 R5 zu einer rundum gelungenen Lampe, bei der auch der Preis von rund 75 Euro (Stand: Mai 2010) stimmt. Weitere Infos finden sich unter www.fenixlight.com. Zu Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Flashlightshop (www.flashlightshop.de).

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und einer Belichtungszeit von 2 Sekunden aufgenommen. Das obere Bild zeigt die TK12, unten zum Vergleich die TK11, beide auf High.

Fenix TK12 R5 011

Fenix TK12 R5 012

Review Nitecore SR3

29. April, 2010 Lichtinsdunkel 4 Kommentare

Nitecore SR3 001

Von 0 auf 220: Die Nitecore SR3 beschleunigt in mehreren Stufen auf die maximale Leistung.

 

Verpackung und Lieferumfang:
In einem Karton mit Schnappverschluss sind die SR3, ein Lanyard, ein Ersatz-Clicky, zwei Ersatz-O-Ringe, sowie eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

Nitecore SR3 002

Lieferumfang der Nitecore SR3.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 107,5 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 110 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein, auch der Combat-Ring verhindert das Wegrollen nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, am Combat-Ring.
wasserdicht: ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: Die verschiedenen Leuchtstufen werden durch Drehen des sogenannten “Smart-Rings”, hinter dem Lampenkopf durchgeschaltet. Der Combat-Ring kann nicht demontiert werden sondern ist fester Bestandteil der Tailcap. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Nitecore SR3 003

Nicht alltäglich: Der Combat-Ring ist fester Bestandteil der Tailcap.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Als Aggregat kommen wahlweise eine CR123A-Batterie oder ein entsprechender Akku bis 3,7 Volt zum Einsatz. Allerdings weist Nitecore ausdrücklich darauf hin, dass nur geschützte Akkus verwendet werden sollen. Angegeben ist die SR3 herstellerseitig mit 220 Lumen in der hellsten Stufe bei einer Laufzeit von 50 Minuten mit einer CR123-Batterie. Für den Test wurde ein 16340-Akku mit einer Kapazität von 880 MAh verwendet. Die Messung erfolgte in der hellsten Leuchtstufe der Lampe.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 5.600 Lux gemessen. Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 5.500 Lux
nach 10 Minuten: 5.500 Lux
nach 15 Minuten: 5.400 Lux
nach 20 Minuten: 5.300 Lux
nach 25 Minuten: 5.500 Lux
Kurz darauf zeigte das Luxmeter noch 5.000 Lux an. Die Lampe begann, in Intervallen zu blinken, die Akkukapazität neigte sich dem Ende zu, Testende.
Fazit: Die Lampe ist über die gesamte Laufzeit fast konstant geregelt, wobei die Laufzeit zwar nicht sonderlich hoch ist, für die Konstellation Akku/hellste Stufe der Lampe aber im normalen Bereich liegt. Einen Test mit einer CR123-Batterie habe ich mir verkniffen, da ich es nicht einsehe, lediglich zu Testzwecken eine neue Batterie zu verbraten. Die Laufzeit mit Batterie dürfte aufgrund der fast doppelten Kapazität gegenüber des Akkus deutlich höher liegen und die angegebenen 50 Minuten erreicht werden.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XR-E-R2-LED, die das Licht mittels eines Orange-Peel-Reflektors aus Aluminium verteilt.

Nitecore SR3 004

Das Foto gibt es nicht wirklich wieder: Die LED ist perfekt zentriert.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Clicky ist in allen bekannten Lampenhaltungen bequem zu erreichen und hat einen mittelharten Druckpunkt. Die verschiedenen Leuchtstufen werden durch Drehen des “Smart-Rings”, der gleichzeitig Namensgeber der Lampe ist (SR3) angewählt. In der Anschlagsstellung ganz links ist die Lampe mit 5 Lumen angegeben. Weitere Helligkeitsstufen (laut Hersteller): 10-20-40-60-120-160-220 Lumen. Dabei rastet der Ring in jeder Stufe ein. Beim Durchschalten der Helligkeitsstufen blitzt die Lampe immer kurz auf. Darüber hinaus verfügt die SR3 über einen “Hidden mode” mit folgenden vom Hersteller angegebenen Leuchtstufen: 5-10-20-50-90-150-220 Lumen-Strobe. In diesen Modus gelangt man, indem man den Ring bei eingeschalteter Lampe in der hellsten Stufe schnell in die Endstellung links und wieder zurück in die Endstellung rechts dreht. Im Praxisbetrieb gelingt dies nicht immer auf Anhieb, hier zeigt sich die Lampe recht eigenwillig. Der Wechsel zurück in den normalen Betriebsmodus funktioniert auf die gleiche Weise.

Nitecore SR3 005

Mit dem “Smart Ring” werden die verschiedenen Helligkeitsstufen angewählt.

 

Beam:
Bereits auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot ohne Ringe vom Spill ab. Im Nahbereich bis etwa 25 Meter liefert die SR3 ein ausgewogenes Lichtbild.

Nitecore SR3 006

“White-Wall-Beamshot” der SR3.

 

Resümee:
In der Regel kann ich zu einer Lampe nach kurzer Zeit so etwas wie eine “Beziehung” aufbauen. Bei der Nitecore SR3 war dies nicht der Fall. Mein ganz persönlicher subjektiver Eindruck: Wenn ich einen “CR123-Einzeller” möchte, soll die Lampe möglichst kurz, möglichst schmal und möglichst leicht sein. All das trifft auf die SR3 nicht zu. Konsequent wäre in meinen Augen, eine solche Lampe gleich mit einem Batterierohr für einen 18650er-Akkus auszustatten, was gleichzeitig auch der Laufzeit zugute käme. Ein solches Batterierohr ist als Zubehör erhältlich. Warum es bei einem Preis zwischen 90 und 110 Euro für die Lampe (Stand: April 2010) nicht im Lieferumfang enthalten ist, verschließt sich mir. Wie gesagt, dies ist meine subjektive Meinung. Objektiv betrachtet bekommt man mit der Nitecore SR3 eine hochwertig verarbeitete Lampe, die mit ihren zahlreichen Leuchtstufen im Innen- und Außenbereich Verwendung finden kann. Das Umschalten zwischen den beiden Modi durch schnelles Drehen des “Smart Rings” funktioniert allerdings nicht immer auf Anhieb. Die Testlampe wurde freundlicherweise von Nitecore bereitgestellt. Weitere Infos finden sich unter www.nitecore.com.

Nitecore SR3 007

An der Materialstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtung von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Oben: Nitecore SR3, Mitte: Fenix LD20, unten: Fenix TK11 R2.

Nitecore SR3 008

Nitecore SR3 009

Nitecore SR3 010

Review Lumapower Signature Tactical Edition

Lumapower Signature Tactical 001

Mit der Lumapower Signature hat die Signature Tactical Edition gerade mal noch den Namen und das Bedienkonzept gemein.

Lumapower Signature Tactical 002

Die original Signature…

Lumapower Signature Tactical 003

…und die Signature Tactical Edition.

Lumapower Signature Tactical 004

Mit Teleforce Head bestückt, ist die Lampe knapp 1,2 Zentimeter länger als mit dem OP-Reflektor-Kopf.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In der Lumapower-typischen Verpackung sind neben der Lampe mit OP-Reflektor ein zweiter Kopf mit SMO-Reflektor (Teleforce Head), Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, zwei Holster und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

Lumapower Signature Tactical 005

Mit diesem Zubehör wird die Lampe geliefert.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 134,5 mm
Länge mit Teleforce Head: 146 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Reflektoröffnung Teleforce Head: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 27,5 mm
Durchmesser Kopf Teleforce Head: 27,8 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 82 g
Gewicht mit Teleforce Head: 91 g
Gewicht mit Akku: 128 g
Gewicht mit Teleforce Head und Akku: 137 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: seitlicher Schalter zum Durchschalten der Modi, abnehmbarer Trageclip, zweiter Kopf und zwei Lanyards im Lieferumfang enthalten. Der Teleforce Head, der für eine größere Reichweite ausgelegt ist, ist tiefer und mit einem SMO-Reflektor ausgestattet. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten der Lampe kann die Tailcap leicht gelöst werden.

Lumapower Signature Tactical 006

Der Trageclip kann nach Abschrauben von Tailcap und Combat-Ring ohne “Kratzgefahr” nach hinten abgezogen werden.

Lumapower Signature Tactical 007

Serienmäßig montierter Kopf mit OP-Reflektor.

Lumapower Signature Tactical 008

Der SMO-Reflektor im Teleforce Head ist ein gutes Stück tiefer.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist für eine Betriebsspannung von 2,5 bis 8,4 Volt ausgelegt. Betrieben wird sie mit einem 18650-Akku oder wahlweise zwei CR123-Batterien. Alternativ können auch ein 17670-, ein 17650- oder zwei 16340-Akkus verwendet werden. Die höchste Leuchtstufe, von Lumapower mit “Ultra” bezeichnet, ist beim Betrieb mit einem 18650-Akku mit 280 Lumen bei einer Laufzeit von 210 Minuten bis auf 50 Prozent der Lichtleistung angegeben. Zum Test standen zwei Modelle, eins in Schwarz, eins in Silber, zu Verfügung, wobei das silberne Modell mit dem Teleforce Head bestückt wurde. Der Test erfolgte mit letzterem auf höchster Stufe bei Verwendung eines 18650er-Akkus mit 2400 mAh. Der Hersteller selbst warnt davor, die Lampe länger als 15 Minuten am Stück im Ultra-Modus zu betreiben. (Überhitzungsgefahr). Deshalb erfolgte während des Tests eine Konstantkühlung durch einen Modellbauventilator.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 9.000 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.500 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 90 Minuten: 8.000 Lux
nach 120 Minuten: 7.600 Lux
nach 150 Minuten: 6.000 Lux
nach 180 Minuten: 2.100 Lux, Abbruch des Tests. Unmittelbar nach Entnahme hatte der Akku noch eine Spannung von 3,16 Volt, kein Grund zur Panik also.
Fazit: Die Lampe ist über die ersten zwei Stunden nicht überragend, aber insgesamt doch gut geregelt. Danach allerdings sinken die Werte schnell. Ein Wärmeproblem im Praxisbetrieb dürfte nur dann auftreten, wenn die Lampe im hellsten Modus über eine längere Zeit ohne jegliche Kühlung (wie etwa die “Luftkühlung” beim Laufen oder die Kühlung durch den Blutkreislauf) betrieben wird. Dennoch: Wenn schon der Hersteller einräumt, dass thermische Probleme auftreten können, sollte man die Wärmeentwicklung gut beobachten und gegebenenfalls auf “high” schalten. Dieses Problem dürfte im täglichen Leben aber eher theoretischer Natur sein, denn auch die High-Stufe macht bereits ausreichend hell.

Reflektor/Linse:
Eine Cree XR-E R2-LED sorgt für die Erleuchtung. Beide Reflektoren bestehen aus Aluminium, beide Köpfe verfügen über eine beschichtete Glaslinse.

Lumapower Signature Tactical 009

Ansicht des werksseitig montierten OP-Reflektor-Kopfs von vorne.

Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky sorgt beim Antippen für Moment- oder beim Durchdrücken für Dauerlicht. Die Helligkeitsstufen werden mit einem seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs angewählt. Beide Bedienelemente sind gut erreichbar und haben einen weichen (seitlicher Schalter) und mittelharten (Clicky) Druckpunkt. Wer die “herkömmliche” Taschenlampenhaltung bevorzugt, hat den Daumen automatisch auf dem Schalter unterhalb des Lampenkopfs liegen. In der taktischen Fausthaltung ist sogar eine Einhandbedienung möglich, bei der der kleine Finger das Durchschalten der Helligkeitsstufen übernimmt (oder bei Riesenpranken der Ringfinger). Die Schaltreihenfolge ist ultra-high-medium-low-strobe. Die Lampe startet immer in der zuletzt gewählten Einstellung.

Lumapower Signature Tactical 010

Mit dem seitlichen Schalter werden die einzelnen Stufen durchgeschaltet.

Lumapower Signature Tactical 011

Das silberne Modell ist werksseitig mit einem nachleuchtenden Schaltergummi bestückt, bei der Ausführung in schwarz liegt dieses der Verpackung bei.

Beam:
Mit OP-Reflektor-Kopf bestückt, geht der Spot weich in den Sidespill über. Auf eine Entfernung von 25 bis 30 Meter wird ein großer Bereich gleichmäßig ausgeleuchtet. Mit SMO-Reflektor (Teleforce Head) ist der Beam zunächst mal potthässlich. Ein greller Hotspot geht, von einigen Ringen abgegrenzt, in den Spill über, der im Randbereich erneut mehrere Ringe aufweist. Doch gemach: Was zählt, ist laut einer alten Fußballerweisheit bekanntlich “auffm Platz”. Und hier macht der Teleforce Head eine ausgezeichnete Figur. Zwar ist der gesamte Beam deutlich kleiner als der beim Betrieb mit dem OP-Reflektor-Kopf, aber auch hier liefert die Lampe ein ausgewogenes Lichtbild mit einer Reichweite, die man so einer kleinen Lampe kaum zugetraut hätte. Mein erster Eindruck: Nicht zu glauben, dass das tatsächlich die gleiche Lampe ist!
Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Lumapower Signature Tactical 012

Beamshot an der weißen Wand. Links im Bild das Modell mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 013

Lichtbild mit Teleforce Head.

Lumapower Signature Tactical 014

Lichtbild mit OP-Reflektor-Kopf.

Lumapower Signature Tactical 015

Zum Vergleich: Lichtbild der Original-Signature mit Teleforce Head. Auch an Helligkeit haben die neuen Modelle zugelegt.

Resümee:
Mit der Weiterentwicklung der Signature ist Lumapower ein Volltreffer gelungen. Die Signature Tactical Edition bietet bereits mit dem werksseitig montierten Kopf mit OP-Reflektor vielseitige Einsatzmöglichkeiten, die durch Verwendung des Teleforce Heads noch erweitert werden. Da der Kopf als Ganzes gewechselt wird, kann man innerhalb weniger Sekunden zwischen zwei völlig unterschiedlichen Leuchtcharakteristiken auswählen. Obwohl die Lampe nach etwas mehr als 120 Minuten deutlich herunterregelt, kann sich die Gesamtlaufzeit sehen lassen. Mit einer Akkuladung kommt man somit lange aus. Und gemäß dem Motto “Wenn schon, denn schon” hat Lumapower für die unterschiedlichen Lampengrößen auch zwei unterschiedliche Holster beigelegt. Bei einem Preis von 79 Euro für die schwarze und 84 Euro für die silberne Ausführung (Stand: April 2010) ist die Lampe jeden Cent wert. Die Lampen wurden freundlicherweise von Lumapower (www.lumapower.com) und Taschenlampen-Papst (www.taschenlampen-papst.de) zur Verfügung gestellt.

Lumapower Signature Tactical 016

“Signature Tactical on ice”. Nicht nur hier,…

Lumapower Signature Tactical 017

…auch im Eiswasser macht die Lampe eine gute Figur.

Lumapower Signature Tactical 018