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Archiv für die Kategorie ‘Led Lampen mit CR123 Akku/Batterien’

Keenwin C21

23. Januar, 2012 2 Kommentare

Keenwin C21 001
Die C21 des chinesischen Herstellers Keenwin bietet eine sehr ordentliche Qualität zu einem günstigen Preis.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Schaltergummi für die Endkappe und ein Lanyard enthalten.

Keenwin C21 002
Lieferumfang der Keenwin C21.

 

Keenwin C21 003
Die Bedienungsanleitung findet sich auf der Verpackungsrückseite.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 119 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 23,5 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Batterien: 91 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Beim ersten oberflächlichen Chreck gab es nichts auszusetzen. Die Gewinde laufen weich, und auch der Schalter macht einen guten Eindruck.

Keenwin C21 004
Endkappe, Lampenkörper und Lampenkopf.

 

Keenwin C21 005
Das Batterierohr bietet ausreichende Stabilität für ein langes Lampenleben.

 

Keenwin C21 006
Innenansicht Tailcap.

 

Keenwin C21 007
Innenansicht Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung der Hersteller keine Angaben macht.

Keenwin C21 008
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe laut Hersteller in einem Spannungsbereich zwischen 2 und 6 Volt. Als Stromversorger dienen zwei CR123-Batterien. In der hellsten Stufe ist die Lampe mit 230 Lumen angegeben. In dieser Stufe wurde sie auch beim Test betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 2.580 Lux
nach 5 Minuten: 2.550 Lux
nach 15 Minuten: 2.540 Lux
nach 30 Minuten: 2.530 Lux
nach 45 Minuten: 2.530 Lux
nach 60 Minuten: 2.520 Lux
nach 75 Minuten: 2.510 Lux
nach 90 Minuten: 2.500 Lux
nach 105 Minuten: 2.490 Lux
nach 120 Minuten: 2.470 Lux
nach 135 Minuten: 2.440 Lux
nach 150 Minuten: 2.370 Lux
nach 165 Minuten: 2.190 Lux
Fazit: Die Regelung funktioniert prächtig. Die vom Hersteller angegebene Laufzeit von 1,8 Stunden wird bei nahezu konstanter Leistung erreicht und übertroffen. Mit dem Luxmeter sind zwar leicht fallende Werte messbar, allerdings ist dieser Verlust mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden im Dauerbetrieb auf höchster Stufe liegt der Verlust gegenüber dem Wert, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte, bei zehn Prozent. Anschließend geht es schnell bergab. 20 Minuten später hat die Lampe 50 Prozent ihrer Ausgangsleistung eingebüßt, offizielles Testende.
Inoffiziell liefert die Lampe auch danach noch dunkler werdendes Restlicht, das ausreicht, um komfortabel den Weg auszuleuchten. Nach drei Stunden wurden noch 1.150 Lux gemessen, nach vier Stunden waren es noch 350.

Bedienung:
Wer einmal eine Fenix LD10 oder LD20 bedient hat, braucht nicht weiter zu lesen. Denn die Bedienung der Keenwin ist absolut identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Bei gelöstem Kopf sind die Modi “Low” (angegeben mit 15 Lumen für 45 Stunden), “Middle” (angegeben mit 65 Lumen für 10 Stunden), “High” (angegeben mit 130 Lumen für 4,5 Stunden) und SOS verfügbar, die durch Antippen des Clickys in dieser Reihenfolge angewählt werden können. Bei festgezogenem Kopf stehen “Super high” (angegeben mit 230 Lumen für 1,8 Stunden) und Strobe zur Verfügung, zwischen denen ebenfalls durch Antippen des Clickys gewechselt werden kann. Die Lampe hat keine Memory-Funktion, was bei diesem UI ein Segen ist. Denn bei dieser Art der Bedienung macht nur ein UI ohne Memory Sinn.
Einziger Unterschied zu den genannten Fenixen ist, dass die Keenwin C21 eine Leuchtstufe weiter schaltet, wenn zwischen Aus- und Einschalten weniger als 7 bis 8 Sekunden liegen. In der Praxis dürfte das keine gewichtige Rolle spielen. Sollte man dennoch die Lampe aus- und unmittelbar danach wieder einschalten, muss man halt einmal durch die verschiedenen Stufen gehen, um wieder in der zuletzt aktivierten Stufe zu landen.

Keenwin C21 009
Auch beim Clicky gibt es nichts zu meckern.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot weich vom Sidespill ab. Auf mittlere Entfernungen liefert die Lampe ein sehr ausgewogenes Lichtbild.

Keenwin C21 010
“White-wall-beamshot” der Keenwin C21.


Resümee:
Die Keenwin C21 bietet zu einem günstigen Preis eine ordentliche Verarbeitung und eine stabile Regelung. Die Laufzeit liegt sogar über dem vom Hersteller angegebenen Wert. Wenn man bedenkt, dass der primäre Einsatzzweck einer EDC nicht darin besteht, durchgängig mit maximaler Leistung betrieben zu werden, sondern regelmäßig kürzer oder länger mal in dieser, mal in jener Stufe, kommt man mit einem Satz der doch relativ teuren CR123-Batterien (im Internet-Versand etwa 1 Euro bis 1,80 Euro/Stück, im Einzelhandel etwa sechs- bis achtmal so teuer) sicherlich einige Monate aus. Angesichts des Preises, der in Deutschland voraussichtlich zwischen 35 und 40 Euro liegen wird (Stand: Januar 2012), ist die Keenwin C21 ein echtes Schnäppchen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Keenwin C21 011
Größenvergleich zur Fenix LD10.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Keenwin C21 012
Keenwin C21

 

Keenwin C21 013
SecuriLed RC4 R-II

 

Keenwin C21 014
EagleTac P20A2 MKII

 

Keenwin C21 015
Spark SL5-220CW 1,2 Volt

Xeno F42

12. Januar, 2012 Keine Kommentare

Xeno F42 001
Die Xeno F42 ist eine stabile und zuverlässige Lampe ohne jegliches Blinkgedöns, dafür aber mit einer ordentlichen Reichweite.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Ersatzschalter, ein Ersatzgummi für die Tailcap, Ersatz-O-Ringe, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Xeno F42 002
Lieferumfang der F42.

 

Xeno F42 003
Für den Fall der Fälle sind auch ein kompletter Ersatzschalter und ein Tailcap-Gummi dabei.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 159 mm
Reflektoröffnung: 38,5 mm
Durchmesser Kopf: 46,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 183 g
Gewicht mit Akku: 229 g
Gewicht mit Batterien: 215 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Xeno F42 004
Solide Materialstärke.

 

Xeno F42 005
Doppelte O-Ringe gewährleisten die Wasserdichtigkeit.

 

Xeno F42 006
Innenansicht Tailcap.

 

Xeno F42 007
Ein Gummiring sorgt dafür, dass die Lampe besser im Zigarrengriff gehalten werden kann. Wer ihn nicht benötigt, kann die Tailcap abschrauben und den Ring nach hinten abziehen.

 

Xeno F42 008
Zusätzlich zum “regulären” Lanyard ist auch ein Trageband im Lieferumfang enthalten, das, wie hier im Bild gezeigt, vorne und hinten an der Lampe befestigt werden kann.

 

Xeno F42 009
Links im Bild die F42, rechts der große Bruder G42, der insgesamt noch massiver gebaut und rund 70 Gramm schwerer ist. Die Macken an der G42 sind übrigens nicht die “Military”-Anodisierung, sondern rühren daher, dass mir die Lampe beim Cachen bereits zweimal böse heruntergefallen ist. Bis auf besagte Macken hat der Lampe das allerdings nicht das Geringste ausgemacht. Und das dürfte bei der F42 nicht anders sein.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus doppelseitig beschichtetem Glas.

Xeno F42 010
Der tiefe Reflektor sorgt für ordentlich Reichweite.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die F42 kann in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt betrieben werden. Als Stromversorger können somit wahlweise zwei CR123-Batterien oder ein 18650-Akku verwendet werden. Zum Test wurde die Lampe mit einem 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh betrieben und in der hellsten Stufe, die mit 350 OTF-Lumen für 1,5 Stunden angegeben ist, eingeschaltet. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 25.400 Lux
nach 5 Minuten: 25.300 Lux
nach 10 Minuten: 25.300 Lux
nach 20 Minuten: 25.300 Lux
nach 30 Minuten: 25.300 Lux
nach 40 Minuten: 25.300 Lux
nach 50 Minuten: 25.300 Lux
nach 60 Minuten: 25.300 Lux
nach 70 Minuten: 24.600 Lux
nach 80 Minuten: 23.500 Lux
nach 90 Minuten: 21.800 Lux
nach 100 Minuten: 19.500 Lux
nach 110 Minuten: 13.500 Lux
nach 120 Minuten: 6.600 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,08 Volt gemessen.
Fazit: Die F42 liefert 80 Minuten eine nahezu gleichbleibende Leistung. Erst nach 90 Minuten liegt der Verlust bei mehr als zehn Prozent. Anschließend sinken die gemessenen Werte kontinuierlich. Im Idealfall sollte man den Akku spätestens dann wechseln, wenn die Lampe auch fürs Auge merklich dunkler wird und den Akku nicht so weit auslutschen wie hier im Test.
Während des Betriebs wird die Lampe ohne Kühlung zwar warm; einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe steht dennoch nichts im Wege, wenn die Lampe nicht gerade eingeschaltet auf dem Wohnzimmertisch liegt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die F42 hat drei Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen angewählt werden können. Die Reihenfolge ist High (angegeben mit 350 OTF-Lumen für 1,5 Stunden), Low (angegeben mit 120 OTF-Lumen für 6 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden). Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellsten Stufe. Gegen versehentliches Einschalten kann die Endkappe leicht aufgedreht werden.

Xeno F42 011
Die Tailcap.


Beam:
Bedingt durch die Kombination aus XP-G-LED und tiefem SMO-Reflektor erzielt die Lampe eine enorme Reichweite bei gleichzeitig guter Ausleuchtung des Nahbereichs. Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona sauber vom Sidespill ab. Im direkten Vergleich zum großen Bruder G42 mit angegebenen 420 OTF-Lumen war sowohl von der Helligkeit als auch von der Reichweite her mit bloßem Auge kein Unterschied feststellbar. Am Luxmeter wurden bei der F42 sogar 3 Prozent mehr gemessen, was allerdings nicht der Lampe, sondern einer gewissen Serienstreuung zuzuschreiben ist.

Xeno F42 012
“White-wall-beamshot” der F42.


Resümee:
Beim letzten Test einer Xeno-Lampe hatte ich geschrieben, dass ich zu einem Fan dieser Marke geworden bin. Die F42 unterstreicht das. Verarbeitung und Regelung stimmen, und auch das Konzept mit drei sinnvoll aufeinander abgestimmten Leuchtstufen und der Verzicht auf Geblinke überzeugt. Was die Reichweite betrifft, dürfte die F42 den meisten Lampen ihrer Größe überlegen sein – mal ausgenommen reine Thrower mit Kollimatorlinse, bei denen allerdings der praktische Nutzen doch sehr eingeschränkt ist. Die F42 liefert gleichzeitig noch ausreichendes Licht zur Wegausleuchtung und ist somit für Geocacher, Nachtwanderer oder Gassi-Geher gleichermaßen tauglich. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampenpapst www.taschenlampen-papst.de, wo sie zu einem Preis von 49 Euro (Stand: Januar 2012) auch erhältlich ist. Und für diesen Kurs wüsste ich derzeit keine bessere Lampe, was die Kombination Reichweite/Handlichkeit/Preis angeht. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.xenoled.com

Xeno F42 013
Größenvergleich. Von links: Xeno F42, Eastward XGR2, Solarforce Skyline1, Led Lenser M14, Fenix TK35.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno F42 014
Xeno F42

 

Xeno F42 015
Xeno G42

 

Xeno F42 016
Eastward XGR2

 

Xeno F42 017
Lumintop TD-15

 

Xeno F42 018
Led Lenser M14 fokussiert

 

Xeno F42 019
Solarforce Skyline1

Brontelight RC25

3. Dezember, 2011 2 Kommentare

Bronte-RC25 001
Heilige Scheiße… schon wieder eine! Mit der RC25 bringt auch der relativ neue und weitestgehend unbekannte Hersteller Brontelight eine handliche Lampe mit Single-XM-L-LED auf den Markt.
Aber warum eigentlich nicht?


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einer Papp/Plastikverpackung ausgeliefert. Enthalten sind darüber hinaus ein Holster, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

Bronte-RC25 002
Lieferumfang der Bronte RC25.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 150 mm
Reflektoröffnung: 27,5 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 38 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 178 g
Gewicht mit Akku: 224 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Loch am Combat-Ring und Schlitz im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Die Gesamtverarbeitung macht einen guten Eindruck. Vom Design ist die Lampe schnörkellos und wie ich finde, optisch durchaus ansprechend.

Bronte-RC25 003
Der Trageclip passt optisch gut zur Lampe und ist abnehmbar. Fixiert wird er durch den Combat-Ring.

 

Bronte-RC25 004
Lampe ohne Trageclip.

 

Bronte-RC25 005
Auch der Combat-Ring ist abnehmbar. Da allerdings kein alternativer glatter Ring im Lieferumfang enthalten ist, liegt im Falle der Demontage an dieser Stelle das Gewinde am Body frei.

 

Bronte-RC25 006
Materialstärke Batterierohr.

 

Bronte-RC25 007
Lampenkopf von hinten.

 

Bronte-RC25 008
Tailcap-Innenansicht.


Leuchteinheit:
Als LED wurde eine Cree XM-L-T6 verbaut. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung oder Beschichtung der Hersteller keine Angaben macht.

Bronte-RC25 009
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die RC 25 mit einem 18650-Akku, zwei CR123-Batterien, zwei RCR123-3-Volt-Akkus und zwei LiIon 16340-Akkus. Im Test wurde die Lampe wurde in der hellsten Stufe, die von Bronte mit 700 Lumen angegeben ist, eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt. Als Akku kam zunächst ein AW mit einer Kapazität von 2.600mAh ins Batterierohr. Laufzeitmessung 18650:
beim Einschalten: 12.600 Lux
nach 5 Minuten: 11.700 Lux
nach 10 Minuten: 11.200 Lux
nach 20 Minuten: 10.300 Lux
nach 30 Minuten: 9.700 Lux
nach 40 Minuten: 9.200 Lux
nach 50 Minuten: 8.800 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 70 Minuten: 8.100 Lux
nach 80 Minuten: 7.100 Lux
nach 90 Minuten: 5.400 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,46 Volt Leerlaufspannung gemessen. Weiter wollte ich ihn nicht strapazieren. Zumindest signalisiert die Lampe dem Benutzer durch Dunklerwerden, dass der Akku gewechselt werden sollte, ohne ihn währenddessen bis zum Erbrechen auszunudeln.
Beim zweiten Test wurde die Lampe mit zwei LiIon-16340-Akkus (AW, 750mAh) betrieben.
Laufzeitmessung 2x LiIon 16340:
beim Einschalten: 12.900 Lux
nach 5 Minuten: 12.600 Lux
nach 10 Minuten: 12.500 Lux
Nach 16 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,7 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Optimal funktioniert die Bronte RC25 mit zwei Zellen. Allerdings ist die Laufzeit im Dauerbetrieb auf High mit den 16340ern unterirdisch. Beim Betrieb mit einem 18650-Akku wird die Lampe kontinuierlich dunkler. Sinnvoll wäre ein im Lieferumfang enthaltener Extender für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus gewesen, um über eine lange Laufzeit die maximale Leistung zur Verfügung zu haben. Hier wurde Potenzial liegen gelassen.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Morsen und Momentlicht sind möglich. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen und zwei Blinkmodi. Durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs werden diese in der Reihenfolge Medium (380 Lumen für 4,5 Stunden); High (700 Lumen für 1 Stunde); Low (15 Lumen für 120 Stunden); Strobe (380 Lumen) und SOS (380 Lumen) durchgeschaltet (Alle Angaben laut Hersteller nach ANSI-Standard). Nun bin ich ja schon kein Freund davon, Strobe und SOS ins normale UI zu integrieren. Dies ließe sich noch halbwegs verschmerzen, wenn die Lampe keine Memory-Funktion hätte. Hat sie aber. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen die Memory-Funktion hätte. Aber bei einer Lampe mit Blinkzeug im UI hat eine Memory-Funktion nun mal absolut nichts zu suchen und gehört mit Folter bestraft. Bei einer Lampe mit drei Leuchtstufen finde ich Memory okay, da kann es sogar, je nach Anwender, durchaus von Vorteil sein. Aber wenn man zusätzlich übers Geblinke gehen muss, um die Stufen zu wechseln, ist das einfach nur nervig. Wann immer man von der hellsten in die mittlere oder dunkelste Stufe oder von der dunkelsten in die mittlere oder hellste Stufe wechseln möchte, muss man über das lästige Blink-Geörgel gehen. Eigentlich ist Folter dafür noch eine viel zu milde Strafe.

Bronte-RC25 010
Der Schalter macht einen soliden und zuverlässigen Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich mit einer dunkleren Corona vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild mit etwas höherer Reichweite als beim Gros der Taschenlampen ähnlicher Größe mit Single-XM-L-LED.

Bronte-RC25 011
“White-wall-beamshot” der Bronte RC25.


Resümee:
Die Bronte RC25 ist eine solide Lampe mit guter Verarbeitung und guter Leistung, die sogar über der vieler anderer Single-XM-L-Lampen gleicher Größe liegt. Alle Gewinde laufen butterweich. Einiges hätte man definitiv besser machen können, wie einen Extender für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus beizulegen, da die Lampe mit einem 18650-Akku kontinuierlich dunkler wird und die Laufzeit mit zwei 16340ern extrem kurz ist. Pfui, böse und Ibääh ist das Bedienkonzept. Eine Lampe mit Geblinke am Ende des UIs mit einer Memory-Funktion auszustatten, ist mit “Grober Unfug” noch harmlos umschrieben. Wer mit den beschriebenen Mankos leben kann, bekommt für 59 Euro (Stand: Dezember 2011) eine solide und zuverlässige Lampe, die rein qualitativ den Vergleich mit der etablierten Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Wenn Brontelight künftigen Modellen ein vernünftiges UI spendiert und ein kleines Stück Metall mit Gewinde beilegt, das zwischen Batterierohr und Tailcap geschraubt werden kann, hat der junge Hersteller durchaus das Zeug, sich auf dem Markt zu behaupten. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist. Weitere Informationen bietet die Herstellerseite www.brontelight.com

Bronte-RC25 012
Größenvergleich zur Fenix TK11.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige weitere Lampen mit Single-XM-L-LED.

Bronte-RC25 013
Bronte RC25

 

Bronte-RC25 014
Solarforce L2m mit UF-3-Mode-Drop-in

 

Bronte-RC25 015
Spark SL6-740NW

 

Bronte-RC25 016
Zebralight SC600

Tank007 SST-50

13. November, 2011 2 Kommentare

Tank007 SST-50 001
Tank007 SST-50.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit Lanyard in einem Pappkarton.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 250 mm
Reflektoröffnung: 51,5 mm
Durchmesser Kopf: 61 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 466 g
Gewicht mit Akku: 562 g
Anodisierung: HA II (auch wenn es das eigentlich nicht gibt, aber die Anodisierung ist nicht wirklich schnittfest), gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur bei eingeschalteter Lampe (was ja auch Sinn macht). Das marginale Stückchen, das der Schalter beim Betrieb tiefer in die der Tailcap sitzt, macht tatsächlich den Unterschied.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Tank007 SST-50 002
Lampenkopf Innenansicht.

 

Tank007 SST-50 003
Das nenne ich mal ein dickes Rohr!

 

Tank007 SST-50 004
Auch an den Kühlrippen wurde nicht gespart.


Leuchteinheit:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Luminus SST-50-LED ihre Arbeit. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium.

Tank007 SST-50 005
Blick in den Lampenkopf.

 

Tank007 SST-50 006
Lampenkopf auseinander gebaut.

 

Tank007 SST-50 007
Der Reflektor wird in den Kopf eingeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder alternativ mit vier CR123A-Batterien. Angegeben ist sie mit 1.200 Lumen in der hellsten Leuchtstufe, was sicherlich ein wenig gestrunzt ist, bei einer Laufzeit von einer Stunde. Zum Test wurde die Lampe mit AW-Akkus mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und in der hellsten Leuchtstufe betrieben. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 34.500 Lux
nach 5 Minuten: 32.300 Lux
nach 10 Minuten: 31.600 Lux
nach 15 Minuten: 30.800 Lux
nach 20 Minuten: 30.500 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.800 Lux
nach 45 Minuten: 29.500 Lux
nach 50 Minuten: 29.200 Lux
Nach 58 Minuten begann die Lampe, schnell dunkler zu werden. Nach 60 Minuten zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 10.100 an. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,09 bzw. 3,07 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht perfekt, aber okay. Die Lampe lässt zwar über die gesamte Laufzeit kontinuierlich in der Leistung nach, allerdings geht der Verlust langsam vonstatten. Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe nach Erreichen der LED-Betriebstemperatur hatte (32.300 Lux), liegt die Einbuße kurz vor Ende der Laufzeit bei etwa 10 Prozent. Nicht optimal, aber im Praxisbetrieb zu verschmerzen, da fürs Auge nicht wahrnehmbar – allenfalls dann, wenn man den Direktvergleich mit derselben Lampe, mit frischen Akkus bestückt, hat.
Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die Lampe nicht gerade akkuschonend ist. Beim ersten Anzeichen einer dunkler werdenden Lampe sollte man sie sofort ausschalten und die Akkus wechseln, um sie nicht mehr als nötig zu strapazieren.
Ohne Kühlung wird die Lampe schon ordentlich warm, wobei ein Teil der Wärme gut übers Gehäuse abgeführt wird. Umgebungsluft und Blutkühlung dürften im Regelfall ausreichen, um die Lampe gefahrlos auch über längere Zeit am Stück in der hellsten Stufe betreiben zu können.
Ein Test mit Batterien wurde nicht durchgeführt, da der Output auch mit 12 Volt nicht höher ist und der Batteriebetrieb (bei ohnehin deutlich kürzerer Laufzeit) allenfalls nur Sinn macht, wenn man der Häuptling von Duracell ist.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Die Lampe verfügt über fünf Leuchtstufen und Strobe. Beim Antippen des Clickys bei ausgeschalteter Lampe werden diese von hell nach dunkel mit Strobe am Ende durchlaufen. Drückt man den Clicky durch, wird die entsprechende Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe hat kein Memory, nach dem Ausschalten startet sie immer im hellsten Modus.

Tank007 SST-50 008
Der Clicky.

 

Tank007 SST-50 009
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Durch den großen und tiefen Reflektor bedingt, setzt sich der Hotspot scharf vom Sidespill ab. Die Stärke der Lampe ist die Reichweite. In den dunkleren Stufen ist auch der Einsatz als Lauflicht möglich, allerdings immer mit einem hellen krassen Spot in der Mitte, ey’ Alter.

Tank007 SST-50 010
“White-wall-beamshot” der Tank007 SST-50.


Resümee:
Die Tank007 SST-50 ist ein ordentlich verarbeiteter Thrower, der angesichts der gebotenen Qualität durchaus als “Schnäppchen” bezeichnet werden darf. Die Regelung ist zwar nicht optimal, mit bloßem Auge fällt der Verlust an Leistung allerdings nicht auf. Gottseidank und leider, denn wenn die Lampe sichtbar dunkler wird, sind die Akkus bereits in einem Bereich angelangt, den sie nicht sonderlich mögen. Eine Abschaltung oder eine Warnung in Form von Blinken zu einem deutlich früheren Zeitpunkt wäre hier Pflicht gewesen, auch wenn sich dadurch die Laufzeit etwas verkürzt hätte. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 60 und 70 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde der Testkandidat freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. www.taschenlampen-papst.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Tank007 SST-50 011
Tank007 SST-50

 

Tank007 SST-50 012
Fenix TK35

 

Tank007 SST-50 013
Ledwave XP-100 Turbo Led

 

Tank007 SST-50 014
Fenix TK45

Sipik A13

2. Oktober, 2011 Keine Kommentare

Sipik A13 001
Mit der A13 des chinesischen Herstellers Sipik (Smiling Shark) kommt heute eine Lampe aus dem absoluten “Billig-Sektor” auf den Seziertisch.

Als engagierter Lampentester muss man manchmal beide Arschbacken zusammenkneifen, sich einen Strick um den Hals binden, bevor man sich eine Kugel in den Kopf schießt, in dem Moment, in dem man auf dem Geländer einer mindestens 100 Meter hohen Brücke steht.
Dieser Gedanke kam mir vor Testbeginn. Nicht etwa deshalb, weil ich das Testlämpchen von vornherein verurteilt hätte. Sondern vielmehr, weil über diesen Kandidaten nichts, aber auch überhaupt nichts im World Wide Web zu finden war. Okay, nichts stimmt nicht. Genau genommen habe ich sogar sofort etwas gefunden. Nämlich die Herstellerseite. Da auf dieser allerdings sämtliche Informationen in chinesischer Sprache gehalten waren, brachte mich das nicht wirklich weiter.
Auch auf der Verpackung fand ich nur soviel an Information, als dass sich im Innern eine Taschenlampe befinden musste. Keine Bedienungsanleitung, keine Information, wie hell die Lampe ist oder welcher Batterietyp verwendet werden soll – kurzum: nichts. Vermutlich wird die Lampe von Tank007 unter anderem Label produziert, denn der Testkandidat gleicht der Tank007 HC-126 wie ein Ei dem anderen.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe kommt in einer Pappschachtel mit wabbeligem Innenleben daher. Außer Innenleben und Lampe ist in der Pappschachtel noch ein Trageriemen enthalten.

Sipik A13 002
Lieferumfang der A13.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 52 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt, durch den hervor stehenden Schalter.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: An der Lampenunterseite befindet sich ein Gewinde zur Montage auf einem Stativ.

Sipik A13 003
Gewinde zur Stativmontage.

 

Sipik A13 004
Dünnwandig war gestern.

 

Sipik A13 005
Lampenpopo mit Löchern zur Befestigung des Lanyards.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektoren findet ein OP, der aus Aluminium gefertigt sein dürfte, Verwendung. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Sipik A13 006
Vorderansicht.


Laufzeittest:
Eine CR123-Batterie liefert den nötigen Saft. Möglich ist auch der Betrieb mit einem LiIon-16340-Akku, wie ich bei einem “Alles-oder-nichts-Versuch” erfreut feststellen konnte. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 1.540 Lux
nach 5 Minuten: 1.540 Lux
nach 15 Minuten: 1.540 Lux
nach 30 Minuten: 1.540 Lux
nach 45 Minuten: 1.540 Lux
nach 60 Minuten: 1.540 Lux
nach 75 Minuten: 1.540 Lux
nach 90 Minuten: 1.540 Lux
nach 105 Minuten: 1.540 Lux
nach 120 Minuten: 1.540 Lux
nach 135 Minuten: 1.540 Lux
nach 150 Minuten: 1.540 Lux
Nach 155 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Innerhalb von 2 Minuten fiel der Wert auf unter 1.000 Lux. Nach weiteren 10 Minuten wurden noch 770 Lux gemessen, was 50 Prozent Verlust zum Maximalwert entsprach – Ende des Tests.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 2.850 Lux
nach 15 Minuten: 2.580 Lux
nach 30 Minuten: 2.330 Lux
nach 45 Minuten: 1.800 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 1.300 Lux griff die Schutzschaltung des Akkus.
Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt ist die Lampe exzellent geregelt und hat eine lange Laufzeit. Zum Ende hin wird sie langsam dunkler und gibt dem Benutzer ausreichend Zeit, die Batterie zu wechseln bzw. liefert noch für einen längeren Zeitraum dunkler werdendes Restlicht. Beim Betrieb mit einem 3,6-Volt-Akku ist die Lampe wesentlich heller, dafür aber ungeregelt und hat eine deutlich kürzere Laufzeit. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, von einem Dauerbetrieb in der hellen Stufe mit einem LiIon-16340-Akku ist abzuraten.

Sipik A13 007
Die Elektronik im Lampenkopf sorgt bei Verwendung einer 3-Volt-Batterie für eine perfekte Regelung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Der Druckpunkt ist am ehesten mit “schwammig” zu bezeichnen. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi und startet immer im hellsten Modus. Tippt man den Schalter an, wechselt die Lampe vom hellen in den dunklen Modus und anschließend in den Strobe-Modus. Durch weiteres Antippen geht es wieder von vorne los, Durchdrücken des Knopfs schaltet die Lampe wieder aus.

Sipik A13 008
Der Druckpunkt des Schalters wirkt schwammig. Der Sound beim Schalten erinnert an die “Knackfrösche”, die sich im vergangenen Jahrtausend einige Zeit großer Beleibtheit erfreut haben.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter tendiert.

Sipik A13 009
“White-wall-beamshot” der Sipik A13.


Resümee:
Die Sipik A13 ist eine nützliche EDC-Lampe, die ihren Preis mehr als wert ist. Die Regelung beim Batteriebetrieb ist ausgezeichnet. Wer mehr Licht haben möchte, kann einen LiIon-16340-Akku verwenden, allerdings ist die Lampe damit ungeregelt bei kürzerer Laufzeit und sollte nicht durchgängig am Stück in der hellen Stufe betrieben werden. Die beiden Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, den Strobe hätte man sich verkneifen können, aber glücklicherweise liegt er zumindest am Ende des UIs. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ideal wäre, wenn die Lampe nicht nur spritzwassergeschützt wäre. Der einzige Preis einer Version der Lampe mit älterer LED, den ich im Netz gefunden habe, liegt bei rund 10 Dollar. Die Sipik A13 dürfte sich preislich in ähnlichen Regionen bewegen. (Stand: Oktober 2011). Weitele Infos sind in chinesischel Splache auf der Helstellelseite www.sipik.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Sipik A13 010
Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix LD10, Spark SL5, Lumintop L1C, Sipik A13.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Sipik A13 011
Sipik A13 CR123-Batterie low

 

Sipik A13 012
Sipik A13 CR123-Batterie high

 

Sipik A13 013
Sipik A13 LiIon-16340-Akku low

 

Sipik A13 014
Sipik A13 LiIon-16340-Akku high

 

Sipik A13 015
Fenix LD10

 

Sipik A13 016
Lumintop L1C LiIon-16340-Akku

 

Sipik A13 017
Spark SL5-220CW LiIon-14500-Akku

TaLaPa Modell 1

5. September, 2011 3 Kommentare

TaLaPa 001
Während in Rom nach wie vor Papst Ratzi I. sein Unwesen treibt, kann nun auch im Lüneburger Vatikan verkündet werden: “Wir sind Papst!” Im Testlabor klopfte jüngst die erste Taschenlampen-Papst-Lampe an. Natürlich bekam sie eine Audienz.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einer stabilen Metallbox. Enthalten sind ferner ein flacher Ring, der gegen den gezackten Ring zwischen Body und Tailcap ausgetauscht werden kann, ein Holster, ein Lanyard und zwei Batterien zum Betrieb.

TaLaPa 002
Halleluja! In dieser schicken Metallbox wird die Lampe ausgeliefert.

 

TaLaPa 003
Öffnet man das Verdeck des Papamobils, zeigen sich Lampe, Holster, Lanyard, alternativer Ring und zwei Batterien der Öffentlichkeit.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 148 mm
Reflektoröffnung: 25 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 126 g
Gewicht mit Akku: 174 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja, mit vormontiertem gezackten Ring.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

TaLaPa 004
Der Papst und seine Gewänder: Links die Ausführung in Dunkelgrün, rechts die “Titan”-Version. Ferner sind noch die Farben schwarz und matt-schwarz lieferbar. Bei den abgebildeten Lampen handelt es sich um die Modelle der ersten Serie, die auf 20 Stück limitiert ist. Langfristig wird es nach aktuellem Stand wohl weniger Farben geben.

 

TaLaPa 005
Der werksseitig montierte gezackte Ring dient als Rollschutz. Wen er bei der Handhabung stört, kann ihn gegen den abgebildeten flachen Ring austauschen.

 

TaLaPa 006
Im Vordergrund: Lampe mit montiertem flachem Ring.

 

TaLaPa 007
Die Gewinde sind sauber geschnitten und laufen leichtgängig und spielfrei. Lediglich beim Ansetzen der Tailcap muckten beide Lampen, da die Gewinde nicht sofort ineinander griffen. Hier sollte langfristig nachgebessert werden.

 

TaLaPa 008
Die Wandstärke des Lampenkörpers ist mehr als ausreichend.

 

TaLaPa 009
Papst-Lego: Die Lampenköpfe sind austauschbar.

 

TaLaPa 010
Das Holster ist breit genug, um die Lampe Bezel-up und Bezel-down aufzunehmen.


Leuchteinheit:
Die Lampe ist mit einer Cree-XP-G-LED bestückt. Je nach Ausführung findet sich das Leuchtmittel in einem SMO-Reflektor bzw. hinter einer weißen Kunststoffmasse. Die Frontlinse besteht aus Glas.

TaLaPa 011
Standard-Kopf mit SMO-Reflektor.

 

TaLaPa 012
Der Flood-Kopf bietet durch den “fehlenden” Reflektor kaum Reichweite, dafür aber eine absolut gleichmäßige Ausleuchtung des unmittelbaren Nahbereichs.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien powern die Lampe. Angegeben ist der päpstliche Geselle mit 300 OTF-Lumen in der hellsten Einstellung. Nach 3 Minuten regelt die Lampe innerhalb etwa einer Minute herunter bis auf 3.700 Lux. Ausschalten und Durchschalten zurück in den hellsten Modus bringt wieder die volle Power. Darüber hinaus gibt es eine weitere, programmierbare Stufe. Beim Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe eingeschaltet und kurz nach Beginn jeden Herunterregelns wieder bis in die hellste Stufe durchgeschaltet. Zur prophylaktischen Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.

Praxistest Laufzeitmessung 18650-Akku:
beim Einschalten: 9.300 Lux
nach 5 Minuten: 9.000 Lux
nach 15 Minuten: 8.600 Lux
nach 30 Minuten: 8.100 Lux
nach 45 Minuten: 8.000 Lux
nach 60 Minuten: 8.000 Lux
nach 75 Minuten: 7.700 Lux
nach 90 Minuten: 7.400 Lux
nach 105 Minuten: 7.100 Lux
nach 120 Minuten: 6.300 Lux
Nach 125 Minuten wurden noch 4.500 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,38 Volt gemessen.
Die programmierbare Leuchtstufe ist nach oben hin in der Leistung begrenzt. Der maximal gemessene Wert betrug 5.400 Lux. Diese zweite Stufe ist nicht durch eine automatische Herunterregelung limitiert. Nach 90 Minuten Dauerbetrieb in dieser Stufe wurden noch 4.700 Lux angezeigt.

Praxistest Laufzeitmessung 2x CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 8.100 Lux
nach 5 Minuten: 8.100 Lux
nach 15 Minuten: 8.300 Lux
nach 30 Minuten: 7.800 Lux
nach 45 Minuten: 7.400 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 75 Minuten: 5.000 Lux
Nach 85 Minuten war die Lampe bei 3.000 Lux angekommen. Die Batterien hatten zu diesem Zeitpunkt eine Leerlaufspannung von unter 2 Volt.

Fazit: Die Regelung ist nicht optimal, geht aber in Ordnung. Beim Betrieb mit einem 18650-Akku liegt der Verlust gegenüber der Maximalleistung nach 30 Minuten bei 10 Prozent. Dieser Wert wird auch nach einer Stunde noch annährend gehalten. Bei nachlassender Leistung, die allerdings fürs Auge kaum wahrnehmbar sein dürfte, ist nach 2 Stunden Ende im Gelände.
Beim Betrieb mit 2 CR123A-Batterien ist die Laufzeit entsprechend kürzer und die Maximalleistung etwas geringer. Ersteres liegt auf der Hand, Letzteres dürfte daran liegen, wie der Treiber mit den unterschiedlichen Spannungen umgeht.
Generell ist die Tatsache, dass die Lampe nach 3 Minuten herunterregelt, zwar durchaus praxisbezogen, da man selten die volle Lichtausbeute über diesen Zeitraum benötigt. Andererseits hat eine Lampe aber genau zu dem Zweck einen Schalter, dass man ihn betätigen kann. Will sagen, man schaltet eine Lampe dann in eine dunklere Stufe, wenn man die maximale Leistung nicht mehr benötigt. Für den Fall, dass man die maximale Leistung länger als 3 Minuten benötigt/haben möchte, sind gleich drei Klicks notwendig: Einer, um die Lampe auszuschalten, einer, um sie in die dunklere Stufe zu schalten und einer, um sie wieder in die hellste Stufe zu schalten – in meinen Augen eine eher umständliche Prozedur.

TaLaPa 013
Eine Cinch-Verbindung sorgt für den Stromfluss.

 

TaLaPa 014
Das Gros der Elektronik sitzt im Body.


Bedienung:
Die Lampe verfügt über einen seitlichen Schalter unterhalb des Lampenkopfs. Der Schalter hat einen mittelharten, aber konkreten Druckpunkt. Ein Druck schaltet die Lampe in der ersten Stufe ein. Durch einen weiteren Druck kommt man in Stufe 2. Der nächste Druck schaltet die Lampe aus. Die erste Leuchtstufe kann in der Helligkeit programmiert werden. Wenn man den Schalter bei eingeschalteter Lampe (in Stufe 1) gedrückt hält ohne ihn ganz durchzudrücken, rampt die Lampe in der Helligkeit hoch und wieder runter. An dem Punkt, an dem die gewünschte Helligkeit erreicht ist, lässt man den Schalter los. Diese Leuchtstufe ist nun dauerhaft gespeichert. Alternativ führt auch ein Doppelklick mit anschließendem Halten des Schalters zum selben Ergebnis.
Die Lampe verfügt in Stufe 1 auch über eine Momentlichtfunktion, die durch Antippen und Halten des Schalters für die Dauer des Haltens abgerufen werden kann.
Eine Besonderheit fiel bei den Testmodellen auf: Wenn die Stromversorgung durch die Entnahme von Akku oder Batterien unterbrochen wird, geht auch die gespeicherte Leuchtstufe verloren, und die Lampe startet in einer etwas dunkleren Stufe als der maximalen. In der Praxis ist das nicht weiter tragisch, da der vorherige Zustand innerhalb weniger Sekunden wieder hergestellt ist.

TaLaPa 015
Ein Druck auf den Tailcap-Clicky schaltet die Lampe… nee, hier ist ja gar nichts, außer dem Loch fürs Lanyard.

 

TaLaPa 016
So, nochmal von vorne: Ein Druck auf den seitlichen Schalter schaltet die Lampe ein. Der Schalter ist gut zu erreichen und macht einen soliden Eindruck.


Beam:
Kopf mit OP-Reflektor: Auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich von Sidespill ab. Unter 10 Zentimetern sind einige Ringe im Lichtbild zu sehen, was nicht praxisrelevant ist, aber auffällig. Leuchtet man etwas weiter, fällt auf, dass der Hotspot mit einer verhältnismäßig großen Corona in den Sidespill übergeht. Am äußersten Rand ist auch hier ein heller Ring zu sehen. Das wirkt in keinster Weise störend, da es außerhalb des Bereichs liegt, wo man hinschaut. Auf jeden Fall ist es ein sehr ungewöhnliches Lichtbild, das jedoch nicht unangenehm wirkt Insgesamt bietet die Lampe einen ausgewogenen Mix zwischen Ausleuchtung und Reichweite, wobei mir aufgefallen ist, dass sie subjektiv etwas heller wirkt als vergleichbare Lampen mit gleicher Lumenzahl. Während andere Lampen beim Bouncing ähnlich hell waren, hatte die TaLaPa-Lampe beim Praxistest im Wald augenscheinlich immer ein wenig die Nase vorn.

TaLaPa 017
“White-Knittertapete-Beamshot” der Reflektorlampe.

 

TaLaPa 018
Das Lichtbild auf kürzeste Entfernung.

Kopf ohne Reflektor: Egal, ob auf kürzeste oder mittlere Entfernungen – dadurch, dass die LED direkt hinter der Linse sitzt, hat das Licht reinen Flutcharakter. Die Reichweite ist auf etwa 20 Meter begrenzt, wobei die ersten Meter extrem gleichmäßig ausgeleuchtet sind.

TaLaPa 019
“White-Knittertapete-Beamshot” der reflektorlosen Version.


Resümee:
Das Rad wird hier nicht neu erfunden; vielmehr bekommt man für einen angemessenen Preis eine Lampe, die sich vor der renommierten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Mit der XP-G-LED wurde eine gute Wahl getroffen, da sie einen guten Kompromiss aus Reichweite und Wegausleuchtung bietet. Das gilt für die Reflektor-Version der Lampe. Beim Fluter-Kopf wäre eine hoch angesteuerte XM-L-LED meines Erachtens die bessere Wahl. Die Verarbeitung geht in Ordnung, sieht man einmal davon ab, dass die Tailcaps der Testkandidaten beim Zuschrauben etwas hakeln, bevor die Gewinde greifen. Dass die dunkle Leuchtstufe nach einem Batterie/Akkuwechsel neu programmiert werden muss, ist kein wirkliches Manko, da dies innerhalb Sekunden machbar ist. Als störend empfinde ich das automatische Herunterregeln in der hellsten Stufe, denn als Nutzer möchte ich lieber selbst entscheiden, wann ich viel und wann weniger Licht benötige. Wen das nicht stört, der bekommt für 59 Euro (Stand: September 2011) eine solide Lampe zu einem angemessenen Preis. Letztlich werden wohl noch einige Veränderungen vorgenommen werden, bevor die Lampe in größerer Serie aufgelegt wird. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Unter der selben Internet-Adresse kann die Lampe auch bezogen werden.

TaLaPa 020
Größenvergleich. Fenix LD20, TaLaPa-Lampe, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

TaLaPa 021
TaLaPa mit Flood-Kopf

 

TaLaPa 022
TaLaPa mit Reflektor-Kopf

 

TaLaPa 023
EagleTac T20 C2 MKII

 

TaLaPa 024
Lumintop TD15

 

TaLaPa 025
Spark ST6-360CW

Review Xeno G10

Xeno G10 001
Robust, kompakt, zuverlässig: Die G10 von Xeno ist eine gelungene Lampe.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Xeno G10 002
Lieferumfang der Xeno G10.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 134 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 176 g
Gewicht mit Akku: 222 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja
Löcher für Lanyard: ja, im Trageclip, der Tailcap und am optional zu befestigenden Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Das einzige abschraubbare Teil an der Lampe ist die Tailcap. Lampenkörper und -kopf sind fest miteinander verbunden. Der Trageclip ist ebenfalls fester Bestandteil der Lampe und kann nicht demontiert werden. Bei einem Leergewicht von knapp 180 Gramm hat man mit der G10 ordentlich “was in der Hand”.

Xeno G10 003
Solide Materialstärke auch am Batterierohr.

 

Xeno G10 004
Neiiiin! Der Trageclip ist fest mit dem Gehäuse verbunden und kann nicht gewaltfrei demontiert werden. Das sollte Xeno unbedingt ändern.

 

Xeno G10 005
Der silberne Metallring dient zur Befestigung des langen Lanyards, mit dem die Lampe auch um den Hals gehängt getragen werden kann. Der Ring bewegt sich hin und her, was im Praxisbetrieb aber nicht weiter stört. Wer auf ein Lanyard verzichtet, wird ihn ohnehin entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED verrichtet ihre Dienste in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine antireflex-beschichtete, gehärtete Glaslinse. Die Lampe ist alternativ auch als XM-L-Version erhältlich.

Xeno G10 006
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt, also wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Ein Helligkeitsunterschied beim Betrieb mit beiden Stromversorgern besteht nicht. Zum Test wurde ein 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Leuchtstufe, die mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden angegeben ist, betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.700 Lux
Nach 155 Minuten wurden noch 5.400 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,22 Volt Leerlaufspannung gemessen. Im Hinblick auf die Lebensdauer des Akkus wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über jeden Zweifel erhaben. Mit gleichbleibender Helligkeit leuchtet die G10 über den gesamten Laufzeitraum. Erst ganz zum Ende zeigt sie durch Dunklerwerden an, dass der Akku gewechselt werden muss. Im Notfall stehen noch Reserven zur Verfügung, die im Sinne des Akkus aber nicht zwangsläufig genutzt werden sollten. Eine übermäßige Wärmeentwicklung war auch ohne Kühlung nicht feststellbar, die Lampe darf somit als dauerbetriebsfest bezeichnet werden.

Xeno G10 007
Die Tailcap von innen.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpukt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Durch mehrmaliges Antippen werden nacheinander die Leuchtstufen High (angegeben mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden), Low (angegeben mit 115 OTF-Lumen für 8 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden) erreicht. Warum Xeno auf die Bezeichnung “Medium” verzichtet und dafür die beiden dunkleren Stufen mit “Low” und “Ultra Low” bezeichnet, wird ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Unter “Ultra Low” jedenfalls stelle ich mir (und vermutlich auch 99,9 Prozent aller Benutzer) etwas anderes vor als eine Leuchtstufe, bei der man nicht einmal in die Lampe schauen kann ohne geblendet zu werden. Verbuchen wir die Bezeichnung der Leuchtstufen einfach mal als schrullig. Sehr angenehm dagegen finde ich, dass Xeno auf Spielerein wie Geblinke komplett verzichtet hat.

Xeno G10 008
Der Clicky macht, wie der Rest der Lampe, einen soliden Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ist die Lampe zwischen Thrower und Fluter angesiedelt. Etwas weiter entfernte Objekte sind noch gut auszumachen, und die Lampe taugt auch als Lauflicht, mit deutlich erkennbarem Spot.

Xeno G10 009
“White-wall-beamshot” der Xeno G10.


Resümee:
Ich muss zugeben: Nachdem ich einige Lampen von Xeno getestet habe, bin ich ein kleiner Fan dieses Herstellers geworden. Die Verarbeitung überzeugt genauso wie die Regelung. Hier können sich einige der etablierten Firmen ruhig noch eine Scheibe abschneiden. Auch beim Design geht Xeno eigene Wege, die durchaus gefällig sind. Anlass zur Kritik bietet der Trageclip, der nicht demontiert werden kann. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, das Lichtbild angenehm, was die Lampe vielseitig macht. Trekken, Gassigehen, Zeltlager oder Geocaching sind nur einige der möglichen Einsatzgebiete. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 84 Euro (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Auf der Herstellerseite www.xenoled.com finden sich weitere Informationen.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno G10 010
Xeno G10

 

Xeno G10 011
EagleTac T20C2 MKII XP-G

 

Xeno G10 012
Solarforce L2 XP-G-Drop-in

 

Xeno G10 013
Solarforce L2m XM-L-Drop-in

Review Skilhunt Defier X2

Skilhunt Defier X2 001
Der Hersteller Skilhunt ist relativ neu auf dem Markt. Kann er sich mit Lampen wie der Defier X2 etablieren?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Kunststoffkoffer findet sich neben der Lampe reichhaltiges Zubehör. Enthalten sind ein Verlängerungsadapter zum Betrieb mit drei CR123-Batterien/zwei 18500-Akkus, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Ring für die Haltung im Zigarrengriff, ein Holster, ein Lanyard, ein Döschen mit Silikonfett und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Skilhunt Defier X2 002
Der Lampe ihr Kunststoffköfferken.

 

Skilhunt Defier X2 003
Lieferumfang der X2. Sogar ein Döschen mit Schmierfett ist dabei.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 149 mm
Länge mit Verlängerungsadapter: 184 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 120 g
Gewicht mit Akku: 166 g
Gewicht mit Verlängerung: 136 g
Gewicht mit Verlängerung und Akkus: 206 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Skilhunt Defier X2 004
Der flache Metallring kann gegen den im Lieferumfang enthaltenen gezackten Ring ausgetauscht werden. Einerseits erleichtert dieser Ring die Haltung im Zigarrengriff, darüber hinaus hat die Lampe damit einen Wegrollschutz.

 

Skilhunt Defier X2 005
Der Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 006
Lampe mit montiertem Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 007
Der Trageclip ist eher ein Tragik-Clip, der beim Testmodell auch noch schief sitzt. Glücklicherweise ist der wabbelnde Blechstreifen abnehmbar.

 

Skilhunt Defier X2 008
Die X2 ist zwar nicht sonderlich dickwandig, aber wenn man nicht gerade mit einem Panzer drüberfährt, sollte ihr ein langes Leben beschieden sein.

 

Skilhunt Defier X2 009
Das Holster ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

 

Skilhunt Defier X2 010
Die Lampe kann auch unten entnommen werden. Sinn und Zweck sind mir nicht wirklich klar, aber die Relativitätstheorie versteht schließlich auch nicht jeder.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED, die beim Testmodell nicht exakt zentriert ist, sitzt in einem OP-Reflektor hinter einer Antireflex-beschichteten Glaslinse.

Skilhunt Defier X2 011
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien/Akkus/LiIon16340-Akkus powern die Lampe. Bei montierter Verlängerung können wahlweise zwei 18500-Akkus oder drei CR123-Batterien verwendet werden. Der Betrieb mit drei LiIon-16340-Akkus ist nicht möglich, da die Lampe nur bis 9 Volt ausgelegt ist. Ob der Treiber drei LiFePO4-16340-Akkus verträgt, habe ich nicht ausprobiert, da die Leerlaufspannung in der Addition dreier vollgeladener Akkus um/über 10-Volt liegt und die ersten Akkuspitzen unter Umständen die Elektronik killen können.
Im Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben, die vom Hersteller mit 580 Lumen angegeben ist. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Praxistest Laufzeitmessung 1x 18650 (AW, 2.600mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.700 Lux
nach 20 Minuten: 10.700 Lux
nach 30 Minuten: 10.600 Lux
nach 40 Minuten: 10.600 Lux
nach 50 Minuten: 10.500 Lux
nach 60 Minuten: 10.100 Lux
nach 70 Minuten: 9.500 Lux
nach 80 Minuten: 7.300 Lux
Nach 84 Minuten zeigte das Messgerät einen Wert von 5.400 und damit einen Verlust von 50 Prozent gegenüber des Werts, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte (10.800 Lux). Ende des Tests. Der Akku wurde entnommen und mit 3,44 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung 2x 18500 (AW, 1.500 mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.800 Lux
nach 20 Minuten: 10.800 Lux
nach 30 Minuten: 10.700 Lux
nach 40 Minuten: 10.700 Lux
nach 50 Minuten: 10.700 Lux
nach 60 Minuten: 10.700 Lux
nach 70 Minuten: 10.700 Lux
nach 80 Minuten: 10.700 Lux
Nach 87 Minuten zeigte die Lampe durch schnelles Blinken an, dass sie neues Futter braucht. Eine halbe Minute später schaltete sie ab. Die Leerlaufspannung der Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,15 Volt.

Fazit: Die Regelung funktioniert über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Beim Betrieb mit mehreren Zellen ist die Lampe bis zum Ende konstant geregelt, beim Betrieb mit einer Zelle liegt der Verlust gegenüber der Maximalhelligkeit nach 70 Minuten bei etwa 10 Prozent. Anschließend wird das Licht auch fürs Auge sichtbar langsam dunkler, sodass klar wird, wann ein Akkuwechsel ansteht. Einziges Manko ist, dass die Lampe beim Betrieb mit zwei Akkus doch ziemlich an selbigen nuckelt. Hier wäre eine Warnung/Abschaltung zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoller gewesen. Ohne Kühlung wird die Lampe schon ganz ordentlich warm, was aber für eine Lampe dieser Größe mit XM-L-LED nicht ungewöhnlich ist. Im Regelfall genügen Umgebungsluft und “Blutkühlung” zur ausreichenden Kühlung.

Skilhunt Defier X2 012
Der Minus-Kontakt.

 

Skilhunt Defier X2 013
Hier sitzt die gut funktionierende Elektronik.


Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen sind Momentlicht und Morsen möglich. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen, die mit dem seitlichen Schalter angewählt werden. Die Schaltreihenfolge ist High (580 Lumen für 100 Minuten), Medium (290 Lumen für 190 Minuten) Low (100 Lumen für 500 Minuten). Alle Angaben sind Herstellerangaben. Die Lampe verfügt über Memory; der beim Ausschalten zuletzt eingestellte Modus wird beim Einschalten aktiviert. Hält man den seitlichen Schalter gedrückt, wird der Strobe-Modus aktiviert.

Skilhunt Defier X2 014
Mit dem Tailcap-Clicky wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Skilhunt Defier X2 015
Der seitliche Schalter ist für die Leuchtstufen und das Geblinke zuständig.


Beam:
Der Hotspot setzt sich bereits auf kurze Entfernungen weich vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

Skilhunt Defier X2 016
“White-wall-Beamshot” der Skilhunt Defier X2.


Resümee:
Um die Eingangsfrage zu beantworten: Skilhunt hat durchaus das Zeug, sich auf dem Markt zu etablieren. Die X2 erfindet zwar das Rad nicht neu, braucht sich aber vor anderen Lampen auch nicht zu verstecken. Die Verarbeitung ist gut, sieht man mal vom Trageclip ab, der ein wenig anmutet wie ein Blechspielzeug. Die Regelung kann ebenfalls überzeugen, besonders beim Betrieb mit mehreren Zellen. Das Low mit angegebenen 100 Lumen dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein. Die Strobe-Funktion wurde auf die einzig sinnvolle Weise umgesetzt: per Direktzugriff. Gleichzeitig kann das Geblinke nie aus Versehen aktiviert werden. Der aktuelle Marktpreis liegt bei 89 Euro (Stand: Juli 2011) Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampem-papst.de Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.skilhunt.com

Skilhunt Defier X2 017
Von links: Skilhunt Defier X2, Lumintop TD-15, Surefire 6P, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 400 ASA aufgenommen.

Skilhunt Defier X2 018
Skilhunt Defier X2

 

Skilhunt Defier X2 019
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Skilhunt Defier X2 020
Spark SL6-740NW

Review Xeno G42

Xeno G42 001
Die Xeno G42 ist ein waschechter XP-G-Thrower mit eigenständigem Design und einer exzellenten Verarbeitungsqualität.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer stabilen Pappbox mit Umverpackung sind die Lampe, ein Ersatzschalter, Ersatz-O-Ringe, ein nachleuchtendes Schaltergummi, zwei Lanyards und eine englischsprachige Bedienungsanleitung enthalten.

Xeno G42 002
Abgesehen davon, dass serienmäßig kein Holster mitgeliefert wird, kann man den Lieferumfang durchaus als “üppig” bezeichnen.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 160 mm
Reflektoröffnung: 39 mm
Durchmesser Kopf: 46,5 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 254 g
Gewicht mit Akku: 302 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: so ziemlich überall: in der Tailcap, am Trageclip, am Lampenkörper sowie einem optionalen Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Der erste Gedanke nach dem Auspacken war “Oh, Akku schon drin?!” Ein Druck auf den Clicky belehrte mich eines Besseren. Die Lampe bringt “nackig” bereits das an Gewicht auf die Waage, was andere Lampen befüllt schaffen. Mit der G42 hat man auf jeden Fall ordentlich “was in der Hand”.
Der Trageclip ist fester Bestandteil der Lampe, was für mein Dafürhalten keine gute Lösung ist. Ich persönlich empfinde einen Trageclip als extrem störend, wenn ich eine Lampe in der Hand halte. Egal wie man die Lampe umgreift, spürt man immer diesen “Fremdkörper”. Aufgrund etlicher Gespräche mit anderen Lampennutzern zeigt die Erfahrung, dass ich bei weitem nicht der Einzige bin, dem das so geht. Im Fall der G42 bleibt also nur der Griff zur Flex, wenn man den Trageclip nicht nutzen möchte, was unweigerlich zur Folge hat, dass man ihn anschließend auch nie wieder nutzen kann…

Xeno G42 003
Das Design der G42 kann durchaus als eigenständig bezeichnet werden. Das fängt bei kleinen Details wie hier am Bezelring an.

 

Xeno G42 004
Ausgeprägte Kühlrippen und “Griffmulden” für die Fingerchen.

 

Xeno G42 005
Dünnwandig sieht anders aus…

 

Xeno G42 006
Der silberne Metallring ist abnehmbar und dient zur Befestigung des Lanyards.

 

Xeno G42 007
Das lange Lanyard ist in dezenter Tarnfarbe gehalten.

 

Xeno G42 008
Befestigt werden kann das Lanyard hinten und vor… …äähmm, scheiße, da hat man mir doch glatt die Kappe des falschen Werbeträgers untergejubelt!

 

Xeno G42 009
So, jetzt nochmal mit dem richtigen Werbeträger: Befestigt werden kann das Lanyard hinten und vorne an der Lampe.

 

Xeno G42 010
Der Trageclip ist fester Bestandteil der Lampe. Abgesehen von der Tatsache, dass die Beschichtung beim Testmodell nicht sonderlich toll ist, nervt mich persönlich ein Clip extrem bei der Handhabung.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem tiefen SMO-Reflektor. Bezüglich der Frontlinse zitiere ich mal aus der Bedienungsanleitung: “High quality toughened mineral-glass lens, precision polish the edge for impact-resistant.” Was frei übersetzt etwa soviel bedeutet wie: “Unsere Linse ist um keinen Deut besser oder schlechter als die Linsen der Konkurrenz, aber wir benutzen wesentlich mehr Adjektive, um dies zu erklären.”

Xeno G42 011
Eine Cree XP-G-R5-LED sorgt für Licht.

 

Xeno G42 012
Tiefer Reflektor für maximale Reichweite. Der Dichtring am Bezel ist nachleuchtend.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die G42 in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt. Die Stromversorgung ist wahlweise mit einem 18650-Akku oder mit zwei CR123-Batterien möglich. Laut Hersteller liefert die Lampe in der hellsten Stufe 420 OTF-Lumen für 1,5 Stunden. Am Luxmeter trat sie mit einem 18650-Akku in dieser Stufe an. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 24.500 Lux
nach 5 Minuten: 24.100 Lux
nach 15 Minuten: 24.200 Lux
nach 30 Minuten: 24.300 Lux
nach 45 Minuten: 24.300 Lux
nach 60 Minuten: 24.300 Lux
nach 75 Minuten: 24.300 Lux
Nach 81 Minuten begann der Wert zu sinken. Nach 85 Minuten zeigte das Luxmeter noch 23.800 Lux. Nach 90 Minuten waren es 22.800 Lux, nach 95 Minuten 21.300 Lux. Eine kurze Überprüfung des Akkus ergab eine Leerlaufspannung von 3,59 Volt. Im Idealfall sollte der Akku an dieser Stelle gewechselt werden. Da da Auge den Unterschied zwischen 24.300 Lux und 21.300 Lux bei langsam dunkler werdender Lampe im Langzeitbetrieb allerdings nicht wahrnimmt, ist dies in der Praxis kaum möglich. Im weiteren Verlauf wurde die Lampe kontinuierlich dunkler. Nach 105 Minuten wurden noch 13.500 Lux gemessen, und diese Differenz nimmt auch das Auge wahr. Die Leerlaufspannug betrug zu diesem Zeitpunkt 3,31 Volt. Ende des Tests.
Fazit: Die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum exzellent. Die sinnvoll nutzbare Akkukapazität ist nach etwa anderthalb Stunden erschöpft, was die Lampe durch kontinuierliches Dunklerwerden signalisiert. An dem Punkt, an dem der Verlust an Helligkeit fürs Auge deutlich sichtbar wird, kann der Akku jederzeit ohne bleibende Schädigung gewechselt werden. Im Notfall steht allerdings auch noch für längere Zeit dunkler werdendes Restlicht zur Verfügung – eine in meinen Augen sinnvolle Lösung. Auch bei längerem Betrieb in der hellsten Stufe wird die Lampe nur handwarm; die Wärme wird gut übers Gehäuse abgeführt.
Ein messbarer Unterschied in der Helligkeit zwischen 1x 18650-Akku und 2x CR123-Batterien war nicht auszumachen. Die Versorgung mit 1x 18650 ist dementsprechend die sinnvollere Alternative.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Momentlicht ist möglich, Morsen nicht, da der Clicky auch die drei Leuchtstufen durchschaltet. Einmaliges Antippen gibt “high” (420 OTF-Lumen für 1,5 Stunden), zweimaliges Antippen “low” (138 OTF-Lumen für 6 Stunden), dreimaliges Antippen “ultra low” (10 OTF-Lumen für 100 Stunden) (alle Angaben laut Hersteller). Wird der Schalter durchgedrückt, schaltet die Lampe in der jeweiligen Leuchtstufe ein. Um bei eingeschalteter Lampe den Modus zu wechseln, muss man die Lampe kurz aus- und wieder einschalten. Vernachlässigbar weil praxisfremd ist dabei die Tatsache, dass bei einem schnellen Doppelclick bei eingeschalteter Lampe (aus-an) innerhalb von ein oder zwei Zehntelsekunden der Modus nicht gewechselt wird.
Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer auf high. Auf Geblinke wurde komplett verzichtet, was nicht nur meine Wenigkeit sondern auch schätzungsweise drei Milliarden Prozent aller Nutzer begrüßen dürften.

Xeno G42 013
Tailcap und Schalter hinterlassen mechanisch (und zumindest, was mich betrifft) auch optisch einen guten Eindruck.

 

Xeno G42 014
Tailcap-Innenansicht.


Beam:
Ein echt krasser Hotspot (yo, Alta, yo!) setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf größere Entfernungen zeigt sich im Lichtbild ein heller Punkt mit ausreichend Streulicht zur unmittelbaren Wegausleuchtung.

Xeno G42 015
“White-wall-beamshot” der G42.


Resümee:
Die G42 von Xeno ist gut durchdacht und in meinen Augen fast perfekt umgesetzt. Abgesehen vom nicht abnehmbaren Trageclip habe ich nichts zu meckern. Die Verarbeitung ist sehr solide, die Regelung ausgezeichnet. Über Design kann man bekanntlich streiten. Zumindest mir gefällt die Lampe, und eine gewisse Eigenständigkeit kann man der G42 auf keinen Fall absprechen. Auch das umfangreiche Zubehör, zu dem auch ein Ersatzschalter zählt, ist keinesfalls gewöhnlich. Die Leuchtweite ist für einen 18650-Einzeller mit XP-G-LED beachtlich. Damit stellt die Lampe sogar viele Thrower mit XR-E-LED in den Schatten oder kann zumindest locker mithalten – bei wesentlich gleichmäßigerer Ausleuchtung des Nahbereichs. “Erkauft” wird dies durch den großen Kopf mit tiefem Reflektor, wodurch die Lampe ein relativ hohes Gewicht mitbringt. Wer damit leben kann, bekommt fürs Geld eine zuverlässige Lampe, die das Potential hat, sich auch gegen die renommierte Konkurrenz zu behaupten. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 99 Euro (Stand: Juni 2011). Zum Test zur Verfügung gestellt wurde sie freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de. Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.xenoled.com

Xeno G42 016
Größenvergleich. Von links: Lumintop TD15, Tiablo A9, Xeno G42, Solarforce Skyline1. Interessant ist auch der Gewichtsvergleich. Hier ist die Solarforce Skyline1 mit einem Leergewicht von 276 Gramm Spitzenreiter, gefolgt von der Xeno G42 mit 254 Gramm. Die Tiablo A9 bringt es auf 150 Gramm, die Lumintop TD15 wiegt ohne Akku 139 Gramm.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Das angeleuchtete “Y” unter der Baumkrone ganz hinten ist etwa 200 Meter entfernt. Das Licht in der rechten Bildhälfte stammt von einer Straßenlaterne.

Xeno G42 017
Xeno G42

 

Xeno G42 018
Lumintop TD15

 

Xeno G42 019
Tiablo A9

 

Xeno G42 020
Eastward XRG2

 

Xeno G42 021
Fenix TK35

 

Xeno G42 022
Ledwave XP-100 Turbo-Led

 

Xeno G42 023
Solarforce Skyline1

 

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Romisen RC-B12

17. Januar, 2011 4 Kommentare

Romisen RC-B12 001
Die Romisen RC-B12 vereint Lauf- und UV-Licht in einer Lampe, was sie besonders für Geocacher interessant macht.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer dünnen Pappschachtel wird die Lampe mit Lanyard ausgeliefert.

Romisen RC-B12 002
Lieferumfang der RC-B12.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 29,5 mm
Durchmesser Kopf: mm
Durchmesser Tail: 37 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 170 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe verfügt über eine weiße LED und zwei UV-LEDs. Die Lichtquellen können durch Umschalten des Clickys gewechselt werden.

Romisen RC-B12 003
Solide Materialstärke.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die RC-B12 kann in einem Spannungsbereich von 3 bis 8,4 Volt betrieben werden. Möglich ist die Versorgung mit einem 18650-Akku, zwei CR123-Batterien/RCR123-Akkus mit jeweils 3 Volt oder zwei 16340-Akkus mit jeweils 3,7 Volt. Herstellerseitig ist die Lampe mit 180 Lumen angegeben. Über die Wellenlänge des UV-Lichts war keine Angabe zu finden. Beim Test wurde die Lampe in der regulären Beleuchtungsstufe betrieben; als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2.600mAh.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 5.800 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 5.500 Lux
nach 30 Minuten: 5.200 Lux
nach 45 Minuten: 5.000 Lux
nach 60 Minuten: 4.700 Lux
nach 75 Minuten: 4.500 Lux
nach 90 Minuten: 4.400 Lux
nach 120 Minuten: 4.100 Lux
nach 150 Minuten: 3.900 Lux
nach 180 Minuten: 3.700 Lux
nach 210 Minuten: 3.500 Lux
nach 240 Minuten: 3.400 Lux
An dieser Stelle wurde der Test abgebrochen, aus dem simplen Grund, dass ich irgendwann auch mal ins Bett musste und keine Lust mehr hatte, solange zu warten, bis die Lampe wenigstens 50 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt hatte, was mir zumindest einen würdigen Abgang beschert hätte. Ich gab den Kampf resigniert auf und entnahm den Akku, der zu dieserm Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 3,82 Volt hatte – genug Reserven also, um mich auch noch den Rest der Nacht zu beschäftigen.
Fazit: Die Regelung ist sicherlich nicht überragend. Nach 30 Minuten Dauerbetrieb hat die Lampe zehn, nach etwas mehr als einer Stunde zwanzig Prozent ihrer urspünglichen Helligkeit eingebüßt. Der Vorteil, der sich dadurch ergibt, ist eine lange Laufzeit, sodass man ohne Akkuwechsel durch die Nacht kommt, ohne dass die Lampe dabei zur Funzel wird. Während des Betriebs wird die Lampe auch ohne Kühlung nicht mal handwarm, kann also problemlos durchgängig betrieben werden. Mehr Leistung bei deutlich kürzerer Laufzeit wird mit anderen Stromversorgern erzielt. Mit zwei 3,7-Volt-Akkus sowie zwei 3-Volt-Akkus/Batterien lag der gemessene Ausgangswert jeweils bei 8.600 Lux.

Romisen RC-B12 004
Das schluckt die RC-B12: v.l.: 18650-Akku, CR123-Batterien, RCR123-Akkus, 16340-3,7-Volt-Akkus.


Leuchteinheit:
Die Frontlinse besteht aus beschichtetem Glas. Der Reflektor ist aus Aluminium gefertigt und leicht texturiert. Fürs weiße Licht ist eine Cree XR-E-Q5-LED zuständig. Hinter zwei Aussparungen im Reflektor sitzen zwei UV-LEDs.

Romisen RC-B12 005
OP-Reflektor mit seitlichen Aussparungen für die UV-LEDs.

 

Romisen RC-B12 006
Die Leuchtmittel der Romisen.


Bedienung:
Mittels Reverse-Clicky wird die Lampe eingeschaltet. Der Schalter macht nicht den hochwertigsten Eindruck, sollte seinen Dienst in der Praxis aber dennoch auch über eine längere Zeit verrichten. Die Lampe startet beim Einschalten immer in der hellen Leuchtstufe, bei jedem Antippen des Clickys wechselt sie zwischen UV-Licht und weißem Licht. Erneuters Durchdrücken des Clickys schaltet die Lampe aus.

Romisen RC-B12 007
Ein möglicher Schwachpunkt könnte der Clicky sein.

 

Romisen RC-B12 008
Zerlegter Clicky.


Beam:
Auf kürzeste Distanzen setzt sich der Hotspot durch einige kleinere Ringe vom Sidespill ab. Diese Charakteristik ist auch auf die Entfernung zu beobachten, ohne dass der Hotspot dabei aufdringlich wirkt. Zur Wegausleuchtung erzeugt die Lampe immer noch genügend Streulicht.

Romisen RC-B12 009
“White-wall-beamshot” der RC-B12.


UV-Licht:
Über die Wellenlänge des Lichts fehlen die Angaben. Geldfälscher kann man mit der RC-B12 nicht entlarven. Um UV-Hinweise beim Geocachen zu entdecken, reicht der tatsächliche UV-Anteil im Licht allemal aus.

Romisen RC-B12 010
Versuchsanordnung: 50-Ocken-Schein und UV-Hinweis.

 

Romisen RC-B12 011
Die Referenz: Nichia Custum made-UV-Drop-in 365nm. Nicht nur der UV-Hinweis ist deutlich erkennbar, auch der Geldschein gibt seine Geheimnisse preis.

 

Romisen RC-B12 012
Romisen RC-B12: Der Geldschein bleibt blass, aber der UV-Hinweis ist ebenfalls zu erkennen. Dass der Unterschied nur allzu deutlich ausfällt, ist kein Wunder, denn allein das Referenz-Drop-in kostet den fünffachen Preis der Romisen.


Resümee:
Durch die Leuchtcharakteristik und die Option, auf UV-Licht umzuschalten, ist die Zielgruppe klar definiert: Geocacher, die mit einer einzigen und günstigen Lampe einen Nachtcache angehen möchten. Die Helligkeit reicht für die meisten Situationen völlig aus, manche Cacher würden sich vielleicht sogar eine zweite, dunklere Stufe wünschen. Mit dem Streulicht, das die Lampe erzeugt, ist der Weg problemlos zu erkennen, und die Reichweite ist hoch genug, um 99 Prozent aller Reflektoren zu entdecken. Auch UV-Hinweise können sich vor der RC-B12 nicht verbergen. Die Verarbeitung ist für eine Lampe dieser Preisklasse in Ordnung, auch wenn der Clicky nicht den hochwertigsten Eindruck hinterlässt. In Deutschland ist die Lampe für rund 35 Euro erhältlich (Stand: Januar 2011).

Romisen RC-B12 013
Größenvergleich. Von links: Romisen RC-B12, Led Lenser P7, Fenix LD20, Garmin etrex H.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: die Fenix LD20 mit Cree XR-E-Q5-LED sowie die Ferei W150, beide mit ebenfalls von den Herstellern angegebenen 180 Lumen.

Romisen RC-B12 014
Romisen RC-B12

 

Romisen RC-B12 015
Fenix LD20

 

Romisen RC-B12 016
Ferei W150