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Archiv für die Kategorie ‘LED Lampen mit AA/AAA Batterien/Akkus’

Videoreview – EagleTac P20A2

9. August, 2010 derpilgerer Keine Kommentare

Hallo,

hier nun also auch ein Videoreview zu der neuen EagleTac P20A2.

Hier geht es zum Textreview inkl. Datenblatt & Beamshots + schöne Bilderstrecke:  Hier klicken!

Vielen Dank an Mertrado-Shop Akkudo http://www.akkudo.de/ für die Bereitstellung der Lampe. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.eagletac.com.

Gruß derpilgerer

Led Lenser H14 Kopflampe Preview

8. August, 2010 admin 2 Kommentare

Heute ein kleiner exklusiver Ausblick auf die neue Led Lenser H14 Kopflampe.

Scheinbar hat sich Led Lenser viel Mühe gegeben und viele sinnvolle Funktionen in die neue Kopflampe gesteckt. So hat  das Kopfband Trägerplatten, an die Lampenkopf sowie Batteriefach angeklipst werden können. Man kann den Kopf so aber dann auch an einer Tasche oder anderen Bekleidungsstücken befestigen. Auch hat man damit dann die Möglichkeit das Duo auch an einen Fahrradhalter zu befestigen und die Lampe als Fahrradlampe zu benutzen. Oder man verstaut das Batteriefach im Winter via Verlängerungskabel in einer Innentasche. So ist es möglich, das mit 4xAA nicht gerade kleine Batteriefach zwecks besseren Tragekomfort am Gürtel oder einer Tasche zu verstauen. Allerdings hat man dann keinen schnellen Zugriff auf den Clicky mehr.

Mit dem neuen M-Prozessor ist die Lampe nun auch elektronisch geregelt und man hat verschiedene Modi die man vorwählen kann um dann später das für den Einsatzzweck passende Modi parat zu haben. Durch den Fokus ist die Lampe, wie auch schon die im wahrsten Sinne des Wortes “kleineren” Brüder,  recht universell einsetzbar. rt konnte

Leider konnte ich die Lampe nicht praxisgerecht testen, ob die Schwerkraft an dem großen (scheinbar von der P14 ausgeliehenen) Kopf auf Dauer nicht etwas zu sehr zerrt kann ich so nicht beurteilen und auch den Tragekomfort an sich muß man sich nochmal in Ruhe ansehen, aber vielleicht bekommen wir ja demnächst mal eine Lampe für ein ausführliches Review … hier erst einmal für Euch das Video:

Noch eine Anmerkung, leider läuft Ton/Bild bei den Video’s auseinander, scheint so das meine Canon SX20IS demnächst mal zum Service muß.

Gruß,

Jörg

Review EagleTac P20A2 MarkII

EagleTac P20A2 MarkII 001
Mit der EagleTac P20A2 MarkII bietet EagleTac eine durchdachte, gut verarbeitete und helle Lampe, die im Bereich der AA-Lampen ganz vorne mitspielt.


Verpackung/Lieferumfang:
Geliefert wird die EagleTac in einer Papp/Plastikverpackung. Neben der Lampe sind ein Holster, ein Lanyard, ein Gummi-Überzug für den Tailstand!, ein Clip zur Lanyardbefestigung, ein Diffuser, ein nachleuchtendes Ersatz-Tailcapgummi, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

EagleTac P20A2 MarkII 002
Der Lieferumfang ist nicht nur reichhaltig, das Zubehör ist vor allem auch nützlich.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 162 mm
Reflektoröffnung: 19,5 mm
Durchmesser Kopf: 27 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 86 g
Gewicht mit Akkus: 138 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, mit “Tailstandgummi”.
Rollschutz: ja, bei Verwendung des vormontierten Trageclips.
Löcher für Lanyard: nur mit montiertem Lanyardring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Mithilfe eines im Lieferumfang enthaltenen Gummis, das über die Tailcap gezogen wird, ist der Tailstand möglich. Der Trageclip ist abnehmbar. Die Befestigung des Lanyards direkt an der Lampe ist nicht möglich, hierzu dient ein mitgelieferter montierbarer Ring. Der Diffuser kann nach Entfernen des Edelstahl-Bezels aufgeschraubt werden. Bis auf die Verbindung Lampenkopf/LED-Einheit wurden die Gewinde bereits von Werk aus ausreichend gefettet.

EagleTac P20A2 MarkII 003
Lampe mit montiertem Ring zur Lanyardbefestigung, der allerdings nur in Verbindung mit dem Trageclip Sinn macht. Ohne montierten Trageclip rutscht der Ring auf dem Body hin und her.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei AA-Batterien/Akkus. Die hellste Leuchtstufe (Turbo) ist mit 230 Lumen für 1,5 Stunden angegeben, die mittlere (von EagleTac mit “General mode” bezeichnete) mit 60 Lumen für acht Stunden und der dunkelste mit 15 Lumen für 30 Stunden. Zum Test trat die EagleTac in der höchsten Leuchtstufe an. Als Stromversorger dienten LSD-Akkus (Eneloop) mit einer Kapazität von 2000mAh. Als Konstantkühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 4.100.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 4.100 Lux
nach 30 Minuten: 4.000 Lux
nach 45 Minuten: 4.000 Lux
nach 60 Minuten: 3.300 Lux
Nach 55 Minuten begann die Lampe, herunterzuregeln. Waren es nach 60 Minuten noch 3.300 Lux, fiel der Wert innerhalb der nächsten Minuten schnell bis auf 1.000 Lux. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme noch mit knapp 1 Volt gemessen.
Fazit: Die Lampe hält die maximale Helligkeit annähernd bis zum Ende der Laufzeit und wird dann innerhalb weniger Minuten deutlich dunkler – Zeit genug also, die Akkus zu wechseln. Während des Betriebs wird die Lampe zwar warm, im Einsatz draußen genügen jedoch die Umgebungsluft und die Kühlung durch den Blutkreislauf, um die Lampe ausreichend zu kühlen.
Mit Alkalines steht die EagleTac, zumindest beim Dauerbetrieb, auf Kriegsfuß. Nachdem beim Einschalten 4.200 Lux angezeigt wurden, blieb dieser Wert gerade mal acht Minuten konstant. Nach einer Viertelstunde zeigte das Messgerät nur noch 2.600 Lux, in den folgenden drei Minuten ging der Wert komplett in den Keller. Die Batterien hatten direkt nach Entnahme noch eine Spannung von 1,31 Volt. Nach einer Erholungsphase von zwei Stunden kamen sie auf 1,42 Volt. Bei der Fortsetzung des Tests wurden direkt nach dem Einschalten 4.100 Lux gemessen; dieser Wert fiel innerhalb einer Minute auf 3.500 Lux. Nach zehn Minuten ging der Wert erneut schnell gegen null, Testabbruch.
Fazit: Beim Akkubetrieb hält die Lampe die maximale Helligkeit annähernd bis zum Ende der Laufzeit und wird dann innerhalb weniger Minuten deutlich dunkler – Zeit genug also, die Akkus zu wechseln. Während des Betriebs wird die Lampe zwar warm, im Einsatz draußen genügen jedoch die Umgebungsluft und die Kühlung durch den Blutkreislauf, um die Lampe ausreichend zu kühlen. Von einem längeren Betrieb im Turbo-Modus mit Alkalines ist abzuraten.

EagleTac P20A2 MarkII 004
Der Treiber.


Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sorgt ein leicht texturierter OP-Reflektor für die Lichtverteilung einer Cree 7090 XP-G-R5-LED.

EagleTac P20A2 MarkII 005
Das Drop-in kann herausgeschraubt und getauscht werden. Somit bleibt die Lampe auch längerfristig aktuell.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die EagleTac mit einem taktischen Forward-Clicky, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Schalter hat einen mittelharten Druckpunkt und lässt sich dadurch, dass er hervorsteht, leicht bedienen. Die Modi werden durch Lösen bzw. Festziehen des Lampenkopfs erreicht. Wird die Lampe mit festgezogenem Kopf eingeschaltet, ist der Turbo-Modus aktiviert. Löst man den Kopf bzw. schaltet die Lampe mit gelöstem Kopf ein, startet sie im “General mode”. Durch Lösen und Festziehen des Kopfs innerhalb einer Sekunde gelangt man in den low-Modus. Wiederholt man diese Prozedur mehrmals, werden nacheinander Strobe, Beacon und SOS erreicht. Darüber hinaus verfügt die Lampe noch über einen “Tactical Strobe”, der von Werk aus deaktiviert ist. Um ihn zu aktivieren, muss die Lampe 15 mal innerhalb einer Sekunde ein- und ausgeschaltet werden. Das Ergebnis dieser Programmierung äußert sich darin, dass die Lampe nun bei einem Doppelklick des Schalters im Strobe-Modus startet. Deaktiviert wird diese Funktion ebenfalls durch 15-maliges Ein- und Ausschalten innerhalb von zehn Sekunden. Eine tolle Idee ist der mitgelieferte Gummiüberzieher. Er wird einfach auf die Tailcap aufgesteckt, und schon kann die Lampe als “Kerze” genutzt werden.

EagleTac P20A2 MarkII 006
Gute Idee, die Lampe Tailstand-fähig zu machen: Das Gummi wird einfach aufgesteckt.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen wirkt der Hotspot zwar hell, geht aber fast fließend in den Sidespill über. Bereits ab einigen Metern Entfernung ergibt sich eine gleichmäßige Ausleuchtung des erweiterten Nahbereichs. Mit aufgeschraubtem Diffuser liefert die Lampe eine gute Ausleuchtung für Innenräume oder den Nahbereich. Die Einsatzmöglichkeiten werden durch diese “Dreingabe” deutlich erweitert.

EagleTac P20A2 MarkII 007
“White-wall-Beamshot” der Lampe.

 

EagleTac P20A2 MarkII 008
Nützliches Zubehör: Der Diffuser kann anstelle der Edelstahlkrone eingeschraubt werden.


Resümee:
Passt! Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Mit der P20A2 MarkII liefert EagleTac ein Rundum-Sorglos-Paket, das keine Konkurrenz zu scheuen braucht. Verarbeitung, Leuchtkraft, Lichtausbeute und Regelung sind im obersten Bereich einer AA-Lampe anzusiedeln. Die Tatsache, dass normale Alkali-Batterien und der Treiber der Lampe sich nicht sonderlich mögen, zumindest, was den Dauerbetrieb abgeht, ist vielleicht das einzige Manko, das man der Lampe anlasten muss. In meinen Augen ist das allerdings kein gewichtiger Nachteil, da Batterien ohnehin nur eine Notlösung darstellen sollten. Ebenfalls vorbildlich sind die kleinen, aber feinen Details, die der Lampe mit auf den Weg gegeben wurden. Angefangen vom Drop-in-System, das die Lampe auch längerfristig aktuell hält, über das Gummi, das den Tailstand ermöglicht, bis hin zum mitgelieferten Diffuser – hier hat sich wirklich jemand Gedanken über eine anwenderfreundliche Lampe gemacht. Für einen Verkaufspreis zwischen 56 und 63 Euro (Stand: August 2010) ist die Lampe ein echtes Schnäppchen. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Mertrado-Shop Akkudo http://www.akkudo.de/ zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.eagletac.com.

EagleTac P20A2 MarkII 009
Auch an der Materialstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

EagleTac P20A2 MarkII 010
Größenvergleich zur Fenix LD20.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 S
ekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich: LD20 mit Cree XP-G-R4-LED und LD20 mit Cree XR-E-Q5-LED.

EagleTac P20A2 MarkII 011
EagleTac P20A2 MarkII low

 

EagleTac P20A2 MarkII 012
EagleTac P20A2 MarkII “General Mode”

 

EagleTac P20A2 MarkII 013
EagleTac P20A2 MarkII Turbo

 

EagleTac P20A2 MarkII 014
Fenix LD20 R4

 

EagleTac P20A2 MarkII 015
Fenix LD20 Q5

Review Fenix LD15

Fenix LD15 001
Mit der LD15 bietet Fenix eine grundsolide EDC-Lampe, bei der fast alles stimmt.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Plastik/Pappverpackung wird die Lampe mit einer Batterie zum Betrieb, einem Lanyard und einem Schlüsselring ausgeliefert. Das Testmodell kam “nackt” ohne Verpackung.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 81,5 mm
Reflektoröffnung: 13 mm
Durchmesser Kopf: 17 mm
Durchmesser Tail: 16,5 mm
Gewicht: 21 g
Gewicht mit Akku: 47 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, am Tail
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wird durch einen Twisty eingeschaltet.

Fenix LD15 002
Die Löcher zur Lanyardbefestigung.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die LD15 wird mit einer AA-Batterie/ einem AA-Akku betrieben und bietet zwei Helligkeitsstufen. Die dunkle Stufe ist mit 8 Lumen für 39 Stunden angegeben, die helle mit 117 Lumen für 1,5 Stunden. Den Luxmeter vorstellig wurde die LD15 im hellen Modus, befeuert mit einem LSD-Akku (Eneloop) mit einer Kapazität von 2000mAh. Zur prophylaktischen Kühlung der auf einem Stativ befestigten Lampe lief ein Ventilator mit.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurde ein Wert von 620 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 610 Lux
nach 30 Minuten: 610 Lux
nach 45 Minuten: 610 Lux
nach 60 Minuten: 610 Lux
nach 75 Minuten: 610 Lux
Während der nächsten Minuten sank der Wert drastisch; nach 80 Minuten wurden noch 120 Lux angezeigt. Testende.
Fazit: Den Strom zum Wiederaufladen des Testakkus hätte ich mir auch sparen können. Fenix setzt, fast erwartungsgemäß, auch bei dieser EDC-Lampe Maßstäbe, was die Regelung betrifft. Bis kurz vor Ende der Laufzeit liefert die LD15 kontinuierlich die maximale Helligkeit. Besser geht’s nimmer! Ohne jegliche Kühlung wird zwar die gesamte Lampe spürbar warm, allerdings genügen im Praxisbetrieb bereits die Blutkühlung und die Umgebungsluft beim Laufen, damit die LD15 nicht über die Stränge schlägt.

Fenix LD15 003
Der Treiber sorgt für eine konstante Helligkeit.


Reflektor/Linse:
Hinter einer ultraklaren Glaslinse sitzt eine Cree XP-G-R4-LED in einem leicht texturierten OP-Reflektor.

Fenix LD15 004
Eine R4-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die LD15 durch Drehen des Lampenkopfs. Sie startet dabei immer im dunklen Modus. Durch Lösen und Festziehen des Kopfs erreicht man die helle Leuchtstufe.

Beam:
Bedingt durch den kleinen Reflektor geht der Hotspot schon auf kurze Entfernungen weich in den Spill über. Der erweiterte Nahbereich bis etwa 25 Meter wird gleichmäßig ausgeleuchtet.

Fenix LD15 005
“White-wall-beamshot” der LD15.


Resümee:
Wenn Fenix eine neue EDC-Lampe auf den Markt bringt, darf man davon ausgehen, dass Qualität, Leuchtleistung und Regelung überzeugen. Diesbezüglich enttäuscht die LD15 in allen drei Punkten nicht. Die Lampe hält, was sie verspricht – technisch hat Fenix alles richtig gemacht. Lediglich der Preis von derzeit 45 Euro (Stand: Juli 2010) ist meiner Ansicht nach ein wenig zu hoch angesetzt. Sicherlich wird die Lampe früher oder später günstiger angeboten werden. Wer’s trotzdem nicht abwarten kann, bekommt auf jeden Fall eine EDC-Lampe, an der er lange Zeit viel Freude haben wird. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Flashlightshop www.flashlightshop.de zur verfügung gestellt. Weitere Infos gibt es auf der Herstellerseite www.fenixlight.com.

Fenix LD15 006
Auch an der Wandstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleichslampen: Zebralight SC30, 4Sevens Quark Mini CR2, Fenix PD20.

Fenix LD15 007
Fenix LD15 low

 

Fenix LD15 008
Fenix LD15 high

 

Fenix LD15 009
Zebralight SC30

 

Fenix LD15 010
4Sevens Quark Mini CR2

 

Fenix LD15 011
Fenix PD20

Heavy Metal

10. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Heavy Metal001
Mit der Ultrafire C3, der Trustfire F22 und der Tank007 E3 (von links) bewerben sich heute drei Edelstahl-Schwergewichte für den Licht-Grammy.


Beschreibung der Lampen:

Ultrafire C3
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Trustfire F22
Länge: 103 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akku: 118 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Tank007 E3
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 80 g
Gewicht mit Akku: 108 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Alle drei Kandidaten können wahlweise mit einem 14500-Akku oder einer AA-Batterie/einem AA-Akku betrieben werden. Während die Ultrafire lediglich einen Modus bietet, verfügen die anderen Lampen über mehrere Leuchtstufen. Neben den obligatorischen Modi high-medium-low sind jeweils zwei Blinkmodi integriert. Für den ein- oder anderen mag das nervig sein, und meine Wenigkeit ist zwar ebenfalls kein Freund von Blinkmodi – aber was wäre eine richtige Heavy-Metal-Show ohne Effekte?
Die Trustfire und die Tank 007 werden in der Reihenfolge high-mid-low-fast strobe-SOS geschaltet. Die Hersteller-Lumenangaben auf high beim Betrieb mit einem 14500-Akku: Ultrafire C3: 180-200 Lumen, Trustfire F22: 220 Lumen, Tank007 E3: 230 Lumen.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum (Con-)Test gingen alle Probanden mit einem 2.000mAh-Eneloop-Akku auf die Bühne. Die Messung erfolgte jeweils in der hellsten Leuchtstufe. Zur prophylaktischen Kühlung wurde bei allen Testläufen eine konstante Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator installiert.
Praxistest Luxmessung:
Ultrafire C3
beim Einschalten: 3.200 Lux
nach 5 Minuten: 3.000 Lux
nach 15 Minuten: 2.700 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.500 Lux
Innerhalb der nächsten zehn Minuten brach die Lichtleistung auf 1.500 Lux ein mit weiter fallender Tendenz. Ende des Konzerts.

Trustfire F22
beim Einschalten: 2.400 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.000 Lux
nach 45 Minuten: 1.900 Lux
nach 60 Minuten: 1.800 Lux
Hier endete der Gig nach 65 Minuten mit deutlich nachlassender Leistung und einem Helligkeitseinbruch bis auf 1.000 Lux nach 70 Minuten.

Tank007 E3
beim Einschalten: 3.100 Lux
nach 5 Minuten: 2.800 Lux
nach 15 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.400 Lux
Nach 50 Minuten ging der Lampe die Power aus; schließlich verließ sie die Bühne mit 1.000 Lux nach 55 Minuten.

Fazit: Die Regelung ist bei allen Lampen durchaus zufriedenstellend. Beim Einsatz als EDC wird man die Lampen im seltensten Fall unter den Testbedingungen, sprich durchgängig im hellsten Modus, betreiben, sodass man mit einem Akku über einen längeren Zeitraum auskommt. Alle Lampen lieferten mit einem 14500-Akku zwischen 900 und 1.100 Lux mehr. Als EDC sollte der Betrieb mit AA-Batterie/Akku ausreichen; wer mehr will, muss eine kürzere Laufzeit in Kauf nehmen und die Tatsache, dass der Dauerbetrieb auf high aufgrund der Wärmeentwicklung (viel Leistung/kleines Gehäuse) nicht empfehlenswert ist.

Reflektor/Linse:
Bei allen Lampen wurden die Reflektoren aus Aluminium gefertigt. Bei der Trustfire und der Tank007 kommen SMO-Reflektoren zum Einsatz, die Ultrafire verwendet einen OP. Die Ultrafire und die Tank 007 sind mit einer Cree XR-E-Q5-LED bestückt, während bei der Trustfire eine XP-E-R2-LED verbaut wurde. Die Frontlinsen bestehen bei allen Modellen aus Glas.

Heavy Metal002
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet werden die Lampen mit einem Reverse-Clicky in der Tailcap. Alle Clickys sind leichtgängig und somit ohne großen Kraftaufwand zu bedienen. Morsen ist nur mit der Ultrafire C3 möglich.

Heavy Metal003
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Beam:

Alle Lampen produzieren auf kürzeste Entfernung einen ausgeprägten Hotospot, der allerdings bereits nach wenigen Metern weich in den Spill übergeht.

Heavy Metal004
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Resümee:

Der Gewinner des “Light-Contests” ist schwerlich auszumachen. Die Lampen tun sich nicht wirklich viel; als “Edel-EDCs” taugen alle drei Kandidaten. Vor einer objektiven Entscheidung dürfte daher eher die subjektive Beurteilung stehen, welche Lampe einem denn nun am besten gefällt. Preislich liegt die Ultrafire bei 25$, die Trustfire bei 23$ und die Tank007 bei 35$.

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Ordentliche Materialstärke bei allen Testkandidaten. v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Heavy Metal006
Ultrafire C3 AA

 

Heavy Metal007
Ultrafire C3 14500

 

Heavy Metal008
Trustfire F22 AA

 

Heavy Metal009
Trustfire F22 14500

 

Heavy Metal010
Tank007 E3 AA

 

Heavy Metal011
Tank007 E3 14500

Review Fenix TK45

Fenix TK45 001
Drei Köpfe statt einem, drei Einzel-LEDs statt eines Multichips – geht das Konzept der Fenix TK45 auf?


Verpackung/Lieferumfang:
In einer milchig-transparenten Kunststoffbox sind neben der Lampe acht Batterien zum Betrieb ein Lanyard und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten. Beim Testmodell war statt der Bedienungsanleitung ein “TK45 beta testing instructions”-Waschzettel dabei.

Fenix TK45 002
Geliefert wird die Lampe in einer Kunststoffbox.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 203 mm
Reflektoröffnungen: 19 mm
Durchmesser Köpfe gesamt: 49,5 mm
Durchmesser Tail: 44 mm
Gewicht: 306 g
Gewicht mit Akkus: 515 g
Gewicht mit Batterien: 492 g
Anodisierung: HA III, sauber und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, unterhalb des Lampenkopfs.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Der Lampenkopf besteht aus drei Einzelköpfen mit LED, Linse und Reflektor. Der Body wurde komplett durchanodinisiert. Gegen unbeabsichtigtes Einschalten kann die Lampe durch Lockern des Lampenkopfs oder der Tailcap gesichert werden – und auch gegen langsames Entladen der Batterien, denn die Lampe zieht laut Fenix auch Strom im ausgeschalteten Zustand.

Fenix TK45 003
Der Lampenkörper wurde komplett anodisiert, O-Ringe und Gewinde werksseitig bereits leicht gefettet.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die TK45 mit acht AA-Batterien/Akkus, die in eine Halterung eingesetzt werden, was sich ziemlich fummelig gestaltet, da die Stromversorger nach den Einsetzen dazu neigen, wieder herauszuspringen. Hier wären in den einzelnen Schächten kleine Nasen hilfreich gewesen, dies zu verhindern. Ein Akkuwechsel im Dunkeln kann schnell zur Nervensache werden. In der hellsten Stufe, die mit 760 Lumen angegeben ist, soll die Lampe laut Hersteller zwei Stunden laufen. Die nächste Stufe ist mit 312 Lumen für 6,5 Stunden, die dritte mit 95 Lumen für 22 Stunden und die dunkelste Stufe mit 8 Lumen für 232 Stunden angegeben. Im ersten Test trat die Lampe in der hellsten Stufe mit Alkali-Batterien an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 10.500 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 10.500 Lux
nach 30 Minuten: 10.500 Lux
Beim Test wurde die Lampe bereits nach wenigen Minuten deutlich über Körpertemperatur warm. Interessant zu beobachten war, dass die Luxwerte ohne Kühlung der Lampe langsam, aber kontinuierlich sanken. Erst nach Auflegen eines Kühlkissens erreichten sie wieder den Maximalwert. Wurde das Kissen entfernt, sanken auch die Werte wieder. Nach 35 Minuten brach die Leuchtleistung plötzlich innerhalb von Sekunden ein – Testunterbrechung. Die Batterien hatten unmittelbar nach Entnahme eine Leerlaufspannung von 1,27 Volt und waren deutlich warm. Nach anderthalb Stunden Pause hatten die Batterien sich wieder auf 1,4 Volt bekrabbelt, Fortsetzung des Tests mit erneut 10.500 Lux beim Einschalten. Nach 18 Minuten folgte der nächste Einbruch, Leerlaufspannung der Batterien: 1,25 Volt. Nach abermaliger Erholung brachte es jeder der tapferen kleinen Einzeller auf 1,36 Volt. Nach dem Wiedereinschalten der Lampe reichten diesmal bereits zwei Minuten, um die Batterien endgültig in die Knie zu zwingen. Bei der Wiederholung des Tests mit Konstantkühlung durch einen Modellbau-Ventilator und ein aufgelegtes Kühlkissen dauerte es 39 Minuten bis zum ersten Einbruch und damit dem Testende.
Bei Teil zwei des Tests trat die Lampe mit LSD-Akkus (Eneloops) und der gleichen Kühlung wie zuvor an. Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 10.500 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 10.500 Lux
nach 30 Minuten: 10.500 Lux
nach 45 Minuten: 10.500 Lux
nach 60 Minuten: 10.500 Lux
nach 75 Minuten: 10.500 Lux
nach 90 Minuten: 10.500 Lux
Nach 97 Minuten brach die Leistung innerhalb einer Minute bis auf 3.000 Lux ein – Testende.
Fazit: Im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe macht die TK45 normalen Alkali-Batterien richtig zu schaffen. Beim Betrieb mit LSD-Akkus zeigt sich die Lampe kulanter. Die Regelung funktioniert ausgezeichnet – doch die gleichbleibende Lichtausbeute konnte nur durch Konstantkühlung durch einen Ventilator und regelmäßig gewechselten Kühlkissen gewährleistet werden. Beim Dauerbetrieb in der hellsten Stufe hat die TK45 definitiv ein Wärmeproblem. (Edit im Resümee)

Fenix TK45 004
Die Batteriehalterung nervt, da die Batterien leicht aus selbiger heraus springen. Wer sich je über den “Energietank” der zwei Brüder geärgert hat, wird feststellen, dass es immer auch noch schlechter geht.

 

Fenix TK45 005
Verbindung zum Lampenkopf.

 

Fenix TK45 006
Blick auf den Treiber.

 

Reflektor/Linse:
In den Lampenköpfen sitzt jeweils eine Cree XP-G-R5-LED hinter einer ultraklaren, anti-reflex-beschichteten Glaslinse. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium. Beim Testmodell waren XP-G-R4-LEDs statt der serienmäßigen R5-LEDs verbaut.

Fenix TK45 007
“Outstanding annotation of the Mini-gun” titelt Fenix. Warum werden Lampen eigentlich so oft mit Waffen verglichen?


Bedienung:
Eingeschaltet wird die TK45 mit einem Knopf, der hinter dem Lampenkopf angebracht ist. Links daneben findet sich ein weiterer Knopf, mit dem die Helligkeitsstufen durchgeschaltet werden. Die Schaltreihenfolge ist low-medium-high-Turbo. In der dunkelsten Stufe leuchtet nur einer der drei Lampenköpfe, und zwar bei jedem Einschalten ein anderer, um die LEDs gleichmäßig zu belasten. Da hat jemand mitgedacht! Durch Doppelklicken des rechten Schalters im eingeschalteten Zustand der Lampe gelangt man in die Blinkmodi Strobe-SOS-Flash, die ebenfalls mit dem linken Schalter nacheinander angewählt werden. Die Lampe liegt trotz ihrer Größe gut in der Hand. Leider ist die Bedienung in einer taktischen Haltung nicht möglich, da man die Schalter zwar mit den Fingern statt des Daumens bedienen könnte, sie im Dunkeln aber schlicht und einfach nicht findet. Wer die Finger nicht ständig an den Schaltern liegen hat, muss die Lampe erst umständlich drehen und die Schalter suchen, bevor sie bedient werden können. Lediglich diejenigen, die die Lampe in der “normalen” Haltung bedienen, haben mit dem Einschalten/Durchschalten keine Probleme. Morsen ist mit der TK45 nicht möglich.

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Die Schalter sitzen direkt hinter dem Lampenkopf.

 

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In dieser Haltung kann die Lampe ganz normal bedient werden.

 

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In einer taktischen Haltung müsste die Bedienung mit den Fingern statt des Daumens erfolgen und der bedienende Finger ständig am Schalter anliegen, damit dieser nicht “verloren geht”, was äußerst unkomfortabel ist.

 

Fenix TK45 011
So ist’s zwar komfortabel, aber nicht praxistauglich, da die Schalter im Dunkeln erst gesucht werden müssen.


Beam:
Die Lampe erzeugt fast keinen Hotspot und leuchtet einen Bereich von rund 30 Metern flächig und gleichmäßig aus.

Fenix TK45 012
Die Kamera gibt nicht wirklich wieder, wie gleichmäßig die Ausleuchtung der TK45 tatsächlich ist.


Resümee:
Die Lampe ist fabelhaft, delicious, genial, wundervoll, umwerfend und “State of the Art”, was gleichmäßige Ausleuchtung im Nahbereich bei Serienlampen betrifft. Auch die Leuchtstufen sind gut gewählt, aber warum, liebe Fenix-Ingenieure, hat man der Lampe diese Bedienung aufs Auge gedrückt? In einer taktischen Haltung ist es im Dunkeln auf die Schnelle fast unmöglich, die Schalter auf Anhieb zu finden. Somit ist lediglich die “normale” Haltung möglich – schade eigentlich. Qualitativ bietet die Lampe das gewohnt hohe Fenix-Niveau, und auch die Regelung ist über den gesamten Laufzeitraum konstant – entsprechende Kühlung vorausgesetzt. Denn die hohe Lichtausbeute wird durch ein Wärmeproblem erkauft; nur durch übermäßiges und dauerhaftes Kühlen während des Tests war die Lampe im Zaum zu halten. Bei hohen Außentemperaturen dürften die Umgebungsluft und der Blutkreislauf nicht genügen, die Lampe im Dauerbetrieb in der hellsten Stufe ausreichend zu kühlen. Nötig ist das indes nicht, denn auch auf der zweithellsten Stufe wird der erweiterte Nahbereich bereits hell und gleichmäßig ausgeleuchtet. Erhältlich ist die Lampe in Deutschland zu einem Preis von 159 Euro (Stand: Juli 2010). Das Testmuster wurde freundlicherweise vom Flashlightshop www.flashlightshop.de zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen gibt es auf der Herstellerseite www.fenixlight.com.
EDIT: Nach einer ausgedehnten Nachttour muss ich mein Urteil revidieren. Blutkreislauf und Umgebungsluft reichen sehr wohl aus, die Lampe ausreichend zu kühlen. Der Maximalwert bei der Helligkeit kann zwar nicht konstant gehalten werden, was allerdings auch bei längerem Betrieb auf Turbo nicht sichtbar ins Gewicht fällt.

Fenix TK45 013
Kopf, Batteriehalterung und Lampenkörper.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 5,6 und 800 ASA aufgenommen.

Fenix TK45 014
Olight M30

 

Fenix TK45 015
Ferei M9

 

Fenix TK45 016
TK45 low

 

Fenix TK45 017
TK45 medium

 

Fenix TK45 018
TK45 high

 

Fenix TK45 019
TK45 Turbo

Review Maglite XL100

Maglite XL100 001
Mit der XL100 bietet Maglite eine nette, handliche Lampe mit zukunftsweisenden Features, die man vermutlich nie brauchen wird.


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in der gleichen Plastikschatulle ausgeliefert wie die Mini-Mag. Neben der Lampe sind drei AAA-Batterein zum Betrieb und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung beigelegt.

Maglite XL100 002
Mini-Mag-Besitzern dürfte diese Schatulle bekannt vorkommen.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 121 mm
Reflektoröffnung: 21,5 mm
Durchmesser Kopf: 25,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 79 g
Gewicht mit Batterien:113 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch Drehen des Handgelenks dimmbar.

Maglite XL100 003
Kopf, Lampenkörper und Schalter.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Versorgt wird die XL100 mit drei AAA-Zellen. Laut Hersteller liefert die Lampe maximal 83 Lumen. Definierte dunklere Stufen gibt es nicht; jedoch ist die XL100 stufenlos dimmbar. Der Praxistest erfolgte auf maximaler Helligkeit mit drei AAA-Batterien.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 4.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.500 Lux
nach 20 Minuten: 3.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.700 Lux
nach 40 Minuten: 2.400 Lux
nach 50 Minuten: 2.100 Lux
Die Lampe hatte zu diesem Zeitpunkt exakt 50 Prozent ihrer maximalen Helligkeit eingebüßt, was den Testabbruch zur Folge hatte, da die anschließende Dümpelei bis zum “Geht-nicht-mehr” für einen Test nicht wirklich relevant ist.
Beim Test mit Akkus (Eneloops) zeigte sich die Lampe ein wenig anwenderfreundlicher. Zu Testbeginn wurden ebenfalls 4.200 Lux angezeigt.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.800 Lux
nach 20 Minuten: 3.600 Lux
nach 30 Minuten: 3.400 Lux
nach 40 Minuten: 3.200 Lux
nach 50 Minuten: 3.100 Lux
nach 60 Minuten: 2.900 Lux
nach 70 Minuten: 2.800 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.400 Lux
Nach 100 Minuten zeigte das Luxmeter wiederum 2.100 Lux an. Damit “hält” die Lampe im Vergleich zum Batteriebetrieb die doppelte Zeit, bis die Lichtausbeute bei 50 Prozent angelangt ist.
Fazit: Beim Batteriebetrieb ist die Lampe eine mittlere Katastrophe. Vom Einschalten an baut sie kontinuierlich ab – von Regelung keine Spur. Nach 20 Minuten hat die XL100 bereits fast 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt, nach 50 Minuten sind es 50 Prozent. Beim Akkubetrieb sieht es besser aus; erst nach einer Stunde liegt der Verlust bei 30 Prozent. Im Vergleich zu geregelten Lampen ist das Ergebnis dennoch eher dürftig. Zeitgemäß sieht anders aus!

Maglite XL100 004
Batteriehalterung der XL100.

 

Reflektor/Linse:
Maglite-typisch sind die Plastik-Linse und der Plastik-Reflektor. Als Leuchtmittel kommt eine Luxeon Rebel-LED zum Einsatz.

Maglite XL100 005
LED-Ansicht.

 

Maglite XL100 006
Der Lampenkopf von innen.


Bedienung:
Das Wichtigste zuerst: Eingeschaltet wird die Lampe durch einen kurzen Druck auf den leichtgängigen Schalter – egal in welcher Position sie sich gerade befindet. Die Helligkeit wird durch Drücken und Halten des Clickys in der 12-Uhr-Position (“Dim” nach oben) und anschließendem Drehen des Handgelenks eingestellt. Die maximale Helligkeit hat die Lampe in der 12-Uhr-Position. Ist die gewünschte Helligkeit erreicht, lässt man den Schalter los. Diese Helligkeit bleibt gespeichert und ist nach dem Ausschalten beim nächsten Einschalten aktiviert und zwar in allen Betriebsmodi. Generell gilt: Wo oben ist, wird bedient. Ist das “Strobe”-Symbol oben, verändert man durch Drehen des Handgelenks die Blinkgeschwindigkeit. Befindet sich das “Signal”-Symbol in Zwölf-Uhr-Position, wird beim Drücken und Halten des Schalters ein einmaliges Blinksignal ausgelöst. Durch Drehen des Handgelenks wird das Signal erneut ausgelöst. Wenn das “SOS”-Symbol oben ist, variiert das SOS-Signal durch Drehen in der Helligkeit. Ist das “Zzz Nite Lite”-Symbol oben, dimmt die Lampe die Helligkeit langsam bis auf Minimum herunter. Wird die Lampe bewegt, ändert sich die Helligkeit schlagartig wieder auf Maximum. Im Hellen sind alle Funktionen noch problemlos anwählbar, spätestens dann jedoch, wenn man die Lampe im Dunkeln bedienen muss, findet man durch Ertasten der Markierung des “Dim”-Modus’ allenfalls noch die Funktion zum Einstellen der Helligkeit. Darüberhinaus verfügt die XL100 noch über eine Sperrfunktion. Drückt man den Schalter, richtet die Lampe zur Decke und anschließend auf den Boden und lässt den Schalter los, ist die Lampe gegen versehentliches Einschalten gesperrt. Das Entsperren funktioniert auf die gleiche Weise.

Maglite XL100 007
Das Herzstück der Lampe.

 

Maglite XL100 008
Der Schalter von hinten.


Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kürzeste Entfernungen deutlich vom Sidespill ab. Diese Trennung bleibt auch auf die Entfernung, wenngleich nicht sonderlich ausgeprägt.

Maglite XL100 009
“White-wall-beamshot” der XL100.


Resümee:
Die Maglite XL100 hat viele innovative Features, ohne wirklich innovativ zu sein. Wer noch die “Yps” – Hefte von anno dazumal kennt, weiß, was ich meine. Die Dimm-Funktion durch Drehen des Handgelenks ist ein “Gimmick”, denn im Dunkeln ist die dafür notwendige 12-Uhr-Position zwar ertastbar, aber es nervt schon, wenn man die Lampe erst umständlich drehen muss, um die Helligkeit zu verstellen. Auch die “Zzz-Funktion” ist eher eine Spielerei als eine sinnvoll nutzbare Funktion – von den anderen “Spielmodi” ganz zu schweigen. Die in meinen Augen beste Funktion ist die, dass man die Lampe durch einen kurzen Druck tatsächlich einfach nur einschalten kann. Zwar ist die Helligkeit für die meisten Alltagssituationen ausreichend. Aber in einer Zeit, in der eine Cree XP-G-LED schon fast zum guten Ton gehört, ist es unverständlich, eine derart “dunkle” Lampe in dieser Größe auf den Markt zu bringen. Die Stromversorgung mit drei AAA-Zellen passt zwar zur Maglite-”Diese-Batterien-kann-man-überall-kaufen-”Philosophie; für eine Lampe, die zumindest halbwegs innovativ sein will, ist sie allerdings hinterwäldlerisch. Bei einem Preis zwischen 50 und 79 Euro (Stand: Juni 2010) gibt es deutlich bessere Lampen. Von daher stellt die XL100 eher eine Spiel-Studie als eine praxistaugliche Lampe dar. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Selected lights www.selected-lights.de. Weitere Infos sind auf der Herstellerseite www.maglite.com zu finden.

 

 

Der Outdoor-Beamshot wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Maglite XL100 010

Review Led Lenser P6

Led Lenser P6 001

Mit der Led Lenser P6 bietet der Hersteller Zweibrüder eine handliche fokussierbare Lampe, die aufgrund der fehlenden Regelung allerdings so ihre Probleme hat.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton wird die Lampe mit Holster, zwei AA-Batterien zum Betrieb, einem Lanyard, zweisprachiger Bedienungsanleitung (deutsch, englisch) und einer kleinen Werbebroschüre ausgeliefert.

Led Lenser P6 002

Lieferumfang der P6.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 167 mm
Länge fokussiert: 172 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf: 26 mm
Durchmesser Tail: 18,5 mm
Gewicht: 74 g
Gewicht mit Akkus: 130 g
Anodisierung: HA II, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in einem Loch in der Tailcap ist ein kleiner Metallbügel befestigt, der zur Lanyardbefestigung dient; alternativ kann dieser Bügel durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die P6 verfügt durch die Möglichkeit, den Lampenkopf vor und zurück zu schieben, über eine Fokussierfunktion.

Led Lenser P6 003

Wie bei Led Lenser üblich, kann auch bei der P6 der Fokus durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos verstellt werden.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Herstellerseitig ist die P6 mit 95 Lumen angegeben. Als Energiespender dienen zwei AA-Batterien. Laut Hersteller soll die Lampe nicht mit Akkus betrieben werden, da die LED aufgrund des höheren Stroms, den Akkus liefern, mit zuviel Strom versorgt wird, was sich langfristig auf die Lebensdauer der LED nachteilig auswirkt. Im Praxisbetrieb spielt das allerdings keine Rolle, und zwar aus zwei Gründen: Einerseits werden, bevor die LED aufgrund der Verwendung von Akkus das Zeitliche segnet, einige Lampengenerationen ins Land gegangen sein, andererseits dürften bis dahin andere Bauteile den Geist aufgegeben haben. Daher erfolgte der Praxistest nicht mit Batterien, sondern mit LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh. Die Lampe wurde dabei auf Maximal fokussiert.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 5.900 an. Innerhalb der ersten fünf Minuten sank der Wert auf 5.400 Lux
Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 5.000 Lux
nach 20 Minuten: 4.500 Lux
nach 30 Minuten: 4.300 Lux
nach 40 Minuten: 4.200 Lux
nach 50 Minuten: 4.200 Lux
nach 60 Minuten: 4.200 Lux
nach 70 Minuten: 4.100 Lux
nach 80 Minuten: 4.100 Lux
nach 90 Minuten: 4.100 Lux
Anschließend wurde das Licht langsam, aber kontinuierlich dunkler. Ob die vom Hersteller angegebenen 40 Stunden Leuchtdauer, während der die Lampe die meiste Zeit dahindümpelt, erreicht werden, habe ich nicht getestet. Im Dunkeln wird man mit der Lampe so schnell zwar nicht stehen, aber Effizienz sieht anders aus.
Ein Wärmeproblem hat die Lampe definitiv nicht, die sinkenden Luxwerte sind einzig und allein auf die fehlende Regelung zurückzuführen. Während manche andere Led-Lenser-Lampen beim Betrieb mit Akkus von Beginn an eine nahezu gleichbleibende Lichtausbeute liefern, ist dies bei der P6 erst nach rund 30 Minuten der Fall. Allerdings hat die Lampe bis zu diesem Zeitpunkt bereits fast 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leuchtkraft eingebüßt.
Um einer möglichen Verfälschung des Ergebnisses vorzubeugen, wurde die Lampe mit vom Hersteller für den Betrieb empfohlenen Alkali-Batterien erneut dem Luxmeter vorstellig. Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 7.000 Lux gemessen. Nach fünf Minuten zeigte das Luxmeter 5.900 Lux.
Weitere Messergebnisse (in Klammern zum Vergleich noch mal die Ergebnisse der Messung mit Akkus):
nach 10 Minuten: 5.000 Lux (5.000)
nach 20 Minuten: 4.400 Lux (4.500)
nach 30 Minuten: 3.900 Lux (4.300)
nach 40 Minuten: 3.600 Lux (4.200)
nach 50 Minuten: 3.300 Lux (4.200)
nach 60 Minuten: 3.000 Lux (4.200)
nach 70 Minuten: 2.800 Lux (4.100)
nach 80 Minuten: 2.700 Lux (4.100)
nach 90 Minuten: 2.600 Lux (4.100)
Das Messergebnis bestätigte die praktischen Erfahrungen mit anderen Led-Lenser-Lampen. Die Ausgangshelligkeit der Lampe gegenüber dem Betrieb mit Akkus ist höher, allerdings nur für wenige Minuten. Anschließend sinkt die Helligkeit über die gesamte Laufzeit kontinuierlich.
Fazit: Egal, ob mit Batterien oder Akkus – die volle Leistung der Led Lenser P6 im Dauerbetrieb ist nur mit randvollen Energiespendern für wenige Minuten abrufbar, wobei Akkus über die gesamte Laufzeit deutlich effizienter sind.

 

Reflektor/Linse:
In einem verschiebbaren Tubus sitzt eine Cree-XR-E-LED hinter einer Plastiklinse.

Led Lenser P6 004

Vorderansicht.

 

Bedienung:
Ein Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist, schaltet die Lampe ein. Der Druckpunkt des Clickys ist mittelhart, eine einhändige Bedienung ist problemlos möglich. Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtstrahl stufenlos zwischen breit streuendem und gebündeltem Licht eingestellt werden.

Led Lenser P6 005

Der Clicky ist zwar klein, lässt sich aber problemlos erreichen und schalten.

 

Beam:
In allen Fokuseinstellungen sind zahlreiche Ringe zwischen Hotspot, Corona und Sidespill sichtbar, ein typisches Merkmal für fast alle fokussierbaren Lampen.

Led Lenser P6 006

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 007

P6 fokussiert.

 

Resümee:
Die volle Lichtleistung der P6 ist nur unmittelbar nach dem Einschalten verfügbar, anschließend baut die Lampe schnell ab. An dem Punkt, an dem die Akkus die Lampe (und nicht umgekehrt) in den Griff bekommen, hat sie bereits 30 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung eingebüßt. Bei der Nutzung im Dauerbetrieb macht die P6 nur dann Sinn, wenn man eine Lampe benötigt, die den Nutzer nicht plötzlich im Dunkeln stehen lässt und er mit der stetig nachlassenden Helligkeit leben kann. Denn die P6 schaltet nicht plötzlich ab, sondern liefert für eine lange Zeit dunkler werdendes Restlicht. Für einen “Flashaholic” mag das inakzeptabel sein; manche “normalen” Nutzer können es durchaus als Vorteil werten. Für einen Preis zwischen 35 und 50 Euro (Stand: Mai 2010) gibt es dennoch wesentlich effektivere Lampen.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt. Weitere Infos sind unter www.zweibrueder.com zu finden.

Led Lenser P6 008

Größenvergleich zur Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen.

Led Lenser P6 009

P6 defokussiert.

Led Lenser P6 010

P6 fokussiert.

Review LD20 R4

10. April, 2010 Lichtinsdunkel 6 Kommentare

Fenix LD20 R4 001

Fenix gibt Gas: Die aktuellste LD20 kommt nicht nur mit dem neuen Body, sondern auch mit der Cree 7090 XP-G R4-LED daher.

Dieser Test soll die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen LD20-Modelle aufzeigen. Zum Test traten an: Die LD20 R4 mit neuem Body (oben) und die LD20 Q5 (Cree 7090 XR-E Q5-LED) mit dem alten Body.

Fenix LD20 R4 002

Verpackung/Lieferumfang:
Bei beiden Modellen (bis auf den Trageclip bei der Ausführung mit neuem Body) identisch. In der Fenix-typischen Verpackung werden neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Tütchen mit Ersatzgummi für die Tailcap und Ersatz-O-Ringen, eine Bedienungsanleitung (englisch), eine Garantiekarte und eine kleine Werbebroschüre mitgeliefert.

Beschreibung der Lampen:
(Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf das Modell mit dem alten Body).
Länge: 151,5 mm (150,5 mm)
Reflektoröffnung: 17,5 mm (17,5 mm)
Durchmesser Kopf: 21,5 mm (21,5 mm)
Durchmesser Tail: 20,5 mm (20,5 mm)
Gewicht: 58 g (56 g)
Gewicht mit Clip: 62 g
Gewicht mit Akku: 114 g (112 g)
Anodisierung (beide Modelle): HA III, gute und gleichmäßige Ausführung.
Tailstand (beide Modelle): ja.
Rollschutz (neues Modell): mit Clip ja, ohne Clip nur bedingt.
Rollschutz (altes Modell): nur bedingt.
Löcher für Lanyard (beide Modelle): ja, in der Tailcap.
wasserdicht (beide Modelle): ja, bestätigt durch Praxistest.
Besonderheiten: abnehmbarer Clip (nur neues Modell).
Diese Daten beziehen sich auf den Vergleich alter/neuer Body der LD 20. Während die LD20 Q5 derzeit noch in zwei Ausführungen erhältlich ist (mit altem und neuem Body), wird die XP-G R4-LED nur bei der Ausführung mit dem neuen Body verbaut. Im weiteren Verlauf des Tests werden nur Leuchtmittel/Lichtausbeute/Lichtbild verglichen.

Fenix LD20 R4 003

Bis auf den Lampenkörper sind beide Modelle optisch identisch.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden beide LD20 mit zwei AA-Batterien (Akkus). Die LD20 R4 ist werksseitig im Turbo-Modus mit 205 Lumen angegeben, die LD20 Q5 mit 180 Lumen. Die weiteren angegebenen Leuchtstufen der LD20 R4 (in Klammern die Werte der LD20 Q5): Low: 9 Lumen (9); Medium: 50 Lumen (47); High: 105 Lumen (94). Trotz geringfügig höherer Werte soll die Laufzeit bei beiden Modellen laut Hersteller gleich sein.
Der Praxistest erfolgte bei beiden Modellen in der höchsten Leuchtstufe unter Verwendung von zwei vollgeladenen LSD-Akkus mit einer Kapazität von 2100 mAh.
Praxistest Luxmessung:
Luxwerte (in Klammern die Werte der Q5-Version)
beim Einschalten: 2900 (3700)
nach 15 Minuten: 2900 (3700)
nach 30 Minuten: 2900 (3700)
nach 45 Minuten: 2900 (3700)
nach 60 Minuten: 2900 (3700)
nach 75 Minuten: 2900 (3700)
nach 90 Minuten: 2900 (3600)
nach 95 Minuten: 2900 (2900)
nach 100 Minuten: 2900 -
nach 110 Minuten: 2800 -
Nach 115 Minuten brach die Lichtleistung der LD20 R4 innerhalb von Sekunden auf 500 Lux ein, Ende des Tests. Die Wärmeentwicklung bereitet keinen Grund zur Sorge; mehr als handwarm wurde die Lampe während des Testlaufs nicht.
Auch beim Betrieb mit Alkali-Batterien zeigte sich die LD20 äußerst kulant. Der bei vielen Lampen feststellbare Helligkeitseinbruch innerhalb der ersten Minuten blieb aus, auch hier schaffte die Lampe kontinuierliche Werte. Den Test mit Batterien brach ich kurz darauf ab, um selbige zu schonen, zumal ich es für Unsinn halte, eine Lampe mit Batterien zu betreiben, die erstklassig mit Akkus funktioniert.
Die LD20 Q5 wird beim Betrieb etwas wärmer. Im normalen Betrieb dürfte das nicht ins Gewicht fallen, weil die Lampe dabei in der Regel bewegt und dadurch gekühlt wird. Da sie für den Test allerdings auf einem Stativ befestigt war, habe ich sie sicherheitshalber zwischendurch regelmäßig mit einem kleinen Ventilator gekühlt. Nach 97 Minuten brach bei diesem Modell die Lichtleistung ein.
Der Vergleich beider Lampen zeigt sehr schön die größere Effizienz der neuen Cree XP-G-LED. Das (oder zumindest einen Teil dessen), was die XR-E-LED an Mehrwärme abgibt, kann die XP-G-LED in zusätzliche Laufzeit umsetzen.
Fazit: Die Regelung der beiden LD20-Modelle ist ähnlich einer alten Werbung für ein Haarspray. (Morgens: Tokio – die Frisur hält. Mittags: New York – die Frisur hält. Abends: Gefangenenlager irgendwo am Arsch der Welt (oder so ähnlich) – die Frisur hält.) Über die gesamte Laufzeit bleibt die maximale Helligkeit konstant. Besser geregelt kann eine Lampe nicht sein.
Typisch für die Charakteristiken beider Lampen sind die gemessenen Lux-Werte. Obwohl die LD20 Q5 einen geringeren Output hat als die LD20 R4, erzielte sie bei der Messung höhere Werte, da sie das Licht stärker bündelt.

Unterschiede Reflektor/Linse:
Bei der Cree XP-G-R4-Version der LD20 wurde statt des OP-Reflektors der XR-E-Q5-Variante ein SMO verbaut. Dieser ist tiefer als der OP-Reflektor der LD20 Q5. Die Frontlinse besteht bei beiden Modellen aus Glas.

Fenix LD20 R4 004

Bei der R4-Version ist ein Smooth-Reflektor verbaut.

Bedienung:
Identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein und die Helligkeitsstufen durch. Die beiden Modi werden durch Drehen des Lampenkopfs erreicht. Ist der Kopf angezogen, startet die LD20 im Turbo-Modus und schaltet nach Antippen des Clickys in den Strobe-Modus. Durch Lockern des Kopfs gelangt man in den zweiten Modus. Die Schaltreihenfolge hier ist low-medium-hell-SOS.

Beam:
Die LD20 R4 erzeugt einen klar definierten Hotspot, der weich in den Spill übergeht. Die Lampe leuchtet einen größeren Bereich aus, die Gesamtausleuchtung ist homogener und die Lichtfarbe neutraler als bei der Ausführung mit Q5-Version. Dafür kommt letztere von der Reichweite einen Tick weiter. Dass hier die Welt auf dem Kopf zu scheinen scheint, da die LD20 mit OP-Reflektor eine größere Reichweite hat, während die LD20 mit SMO-Reflektor eine gleichmäßigere Ausleuchtung liefert, erklärt sich durch die verwendeten LEDs. Denn die XP-G-LED hat einen größeren Abstrahlwinkel bei geringerer Reichweite als die XR-E-LED der LD20 Q5.

Fenix LD20 R4 005

“White-Wall-Beamshot” beider Lampen. Links die XP-G-R4-Version, rechts die XR-E-Q5-Version.

Resümee:
Mit der LD20 mit XP-G R4-LED liefert Fenix eine gute Arbeit ab. Die Lampe verfügt auf dem Papier über 25 “Mehr-Lumen” gegenüber der Q5-Vaiante, die optisch allerdings nicht sonderlich ins Gewicht fallen. In meinen Augen stellt die Lampe keine Verbesserung gegenüber der Q5-Version dar, sondern vielmehr eine äußerst gelungene Alternative. Während die LD20 Q5 eine größere Reichweite hat, leuchtet die LD20 R4 einen größeren Bereich gleichmäßiger aus.
Was neue und alte Ausführung der Bodys betrifft, zeigt sich Fenix wenig anwenderfreundlich. Durch das Baukastenprinzip konnte jede “alte” LD20 auch zur LD10 umgebaut werden. Zwar funktioniert das auch bei den Modellen mit neuem Body untereinander. Wer jedoch einen neuen Kopf oder eine neue Tailcap auf einen alten Body schrauben möchte (und umgekehrt) erlebt eine böse Überraschung, da diese nicht mehr untereinander kompatibel sind. Wer also beispielsweise eine ältere LD10 hat, die er zur LD20 umbauen möchte, kann nun nicht einfach mehr nur einen LD20-Body kaufen, sondern muss gleich die komplette LD20 erwerben. Okay, so funktioniert Marktwirtschaft nun mal, schade ist es trotzdem.
Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei rund 60 Euro (Stand: April 2010). Weitere Infos gibt es auf der Herstellereite www.fenixlight.com. Die Lampen wurden freundlicherweise von Fenix und von Bernd Auler vom Flashlightshop (www.flashlightshop.de) zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Das obere Bild zeigt die LD20 mit der XP-G R4-LED, das untere die LD20 mit der XR-E Q5-LED.

Fenix LD20 R4 006

Fenix LD20 R4 007

Preview Led Lenser M7

2. April, 2010 Lichtinsdunkel 6 Kommentare

Led Lenser M7 001

Die Led Lenser M7 wird voraussichtlich im Juli in den Handel kommen und einige interessante Features mitbringen. Kann die neue Zweibrüder-Lampe halten, was sie verspricht?

Verpackung/Lieferumfang:
Das Testmodell kam im gleichen Pappkarton, in dem auch die P7 und die T7 ausgeliefert wurden (werden). Falls der endgültige Lieferumfang dem des Testkandidaten entspricht, werden neben der Lampe vier AAA-Batterien zur Stromversorgung, ein Lanyard, ein Gürtelclip, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre des Herstellers enthalten sein.

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 136,5 mm
Länge fokussiert: 141 mm
Öffnung der Linse: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 147 g
Gewicht mit Akkus: 193 g
Anodisierung: HA II der besseren Sorte.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja. In der Tailcap ist ein Loch mit einer Öse zur Lanyardaufnahme. Diese Öse kann durch Aufbiegen auch entfernt und das Lanyard direkt im Loch befestigt werden.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die Lampe ist durch einen Schiebemechanismus fokussierbar. Um ein ungewolltes Verstellen zu verhindern, kann der verschiebbare Lampenkopf arretiert werden. Die M7 verfügt über mehrere Leuchtstufen und Blinkmodi sowie zwei Helligkeitsprogramme, die auf alle Modi anwendbar sind.

Led Lenser M7 002

Bei der M7 kann der Lampenkopf in jeder Fokuseinstellung arretiert werden.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Der Betrieb ist wahlweise mit vier AAA-Batterien oder AAA-Akkus möglich. Die Batteriehalterung hat Zweibrüder von den Vorgängermodellen übernommen. Da über Pro und Contra dieser Halterung schon genug geschrieben wurde, erspare ich mir das an dieser Stelle. Herstellerseitig ist die M7 mit 220 Lumen angegeben.
Neben den verschiedenen Modi, die weiter unten noch beschrieben werden, verfügt die M7 über zwei Modi-übergreifende Energieprogramme, von Zweibrüder als “Energy Saving Modus” und “Constant Current Modus” bezeichnet. In Letzterem startet die Lampe mit maximaler Helligkeit, die für wenige Minuten konstant bleibt und in den nächsten Minuten auf 60 Prozent der maximalen Helligkeit fällt. Diese 60 Prozent bleiben eingestellt bis die Batterien leer sind. In diesem Programm wird die Helligkeit nur über die eingebaute Temperatur-Kontroll-Einheit reguliert. Ein kurzes Aus- und wieder Einschalten der Lampe genügt, um wieder die volle Leuchtkraft zu haben, sofern die Akkus noch über eine ausreichende Kapazität verfügen. Im Energiesparprogramm verhält sich die Lampe zu Beginn genau so, allerdings wird die Helligkeit hier auf 50 Prozent heruntergeregelt und nach 25 Minuten auf 15 Prozent. Um zwischen den Energieprogrammen zu wechseln, muss der Schalter achtmal angetippt und dann durchgedrückt werden. Das mag sich zunächst umständlich anhören, doch in der Regel wird man sich, je nach Nutzerprofil, ohnehin nur für eines der beiden Programme entscheiden und diese Funktion somit nicht häufig benötigen. Die Anwahl des Energiesparprogramms zeigt die Lampe durch Leuchten und anschließendes Herunterdimmen an, die Anwahl des “Constant Current Modus” durch Leuchten und schlagartiges Ausgehen nach wenigen Sekunden. Für den Test wurde der “Constant Current Modus” gewählt, alle Werte und Laufzeiten beziehen sich auf dieses Programm. Im Energiesparprogramm dürften die Laufzeiten deutlich länger sein. Der Test erfolgte mit vier LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh bei komplett fokussierter Lampe.
Praxistest Luxmessung:
Direkt nach dem Einschalten wurden 18.500 Lux angezeigt. Innerhalb der ersten fünf Minuten fiel der Wert auf 15.900 Lux. Nach zehn Minuten Laufzeit lag der Wert bei 13.000 Lux. Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 13.000 Lux
nach 20 Minuten: 12.900 Lux
nach 30 Minuten: 12.800 Lux
nach 40 Minuten: 13.000 Lux
nach 50 Minuten: 13.300 Lux
nach 60 Minuten: 13.100 Lux
Wenig später fiel der Wert innerhalb von Sekunden rapide und nahm konstant weiter ab. Nach 65 Minuten lag der Wert nur noch bei 3600 Lux, Tendenz: fallend. Eine Minute später zeigte die Lampe durch Blinkzeichen an, dass die Akkus gewechselt werden sollten.
Fazit: Die M7 verfügt über eine gut funktionierende Regelung, die die Helligkeit über eine Stunde nahezu konstant hält. Während des Testlaufs wurde die Lampe zwar warm, eine übermäßige Temperaturentwicklung war jedoch nicht bemerkbar.

Led Lenser M7 003

Das Batteriemagazin wurde von den Vorgängermodellen übernommen.

Reflektor/Linse:
Eine von Zweibrüder nicht näher spezifizierte Cree-LED sorgt fürs Licht. Bei näherer Betrachtung handelt es sich nicht um die neue Cree XP-G-, sondern weiterhin um eine Cree XR-E-LED. Statt eines Reflektors verfügt die Lampe über eine Plastiklinse, die in einem Tubus vor- und zurückgeschoben werden kann.

Led Lenser M7 004

Die Linse mit Blick auf die LED.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die M7 mittels eines Clickys in der Tailcap. Der Druckpunkt des Clickys ist relativ hart. In der Zigarrengriffhaltung funktioniert das Einschalten problemlos, in der taktischen Fausthaltung bedarf es allerdings schon einiges an Kraft, um den Schalter durchzudrücken. Allzu griffig ist die Lampe nicht, mit feuchten Händen kann sie auch gut und gerne schon mal aus der Hand rutschen. Mit dem Schalter/Taster werden die verschiedenen Helligkeitsstufen durchgeschaltet bzw. die verschiedenen Modi aktiviert. Der von anderen Zweibrüder-Produkten bekannte Turbo-Modus durch Antippen des Clickys im ein- sowie ausgeschalteten Zustand der Lampe kann bei der M7 aus diesem Grund nur durch Antippen und Halten des Clickys im ausgeschalteten Zustand angewählt werden.
Die M7 verfügt über drei Modi, von Led Lenser mit “Easy Mode”, “Professional Mode” und “Tactical Mode” bezeichnet. Der “Easy Mode” bietet zwei Leuchtstufen, eine helle und eine dunklere, wobei die dunklere im Vergleich zu den dunkleren Stufen der P7 und T7 deutlich heller ist. Nach dem Einschalten ist zunächst die helle Stufe verfügbar, durch Antippen des Clickys kann zwischen beiden Stufen gewechselt werden. Auch Morsen ist möglich. Um in den “Tactical-Mode” zu gelangen, muss die Lampe wieder ausgeschaltet werden, der Schalter viermal kurz angetippt und anschließend durchgedrückt werden. Die Lampe gibt durch Blinkzeichen zu verstehen, dass der nächste Modus jetzt aktiviert ist. In diesem Modus gibt es ebenfalls zwei Stufen: hell und schneller Strobe. Nach abermaligem Ausschalten, viermaligem Antippen und anschließendem Durchdrücken des Schalters wird der dritte Modus (Professional Mode) aktiviert. Auch hier werden die einzelnen Stufen durch Antippen des Clickys durchgeschaltet. Die Schaltreihenfolge ist hell-dunkel-Blinken-SOS-schneller Strobe. Wiederholt man die Ausschalt-Tipp-Durchdrück-Prozedur, gelangt man wieder in den ersten Modus. Der jeweils zuletzt angewählte Modus bleibt gespeichert, wobei die Lampe in jedem Modus immer in der hellsten Stufe startet.
Im “Easy”- und im “Professional Mode” gibt es darüber hinaus noch eine Dimm-Funktion. Schaltet man die Lampe ein, tippt den Schalter an und hält ihn gedrückt, steigt die Helligkeit stufenlos von 15 auf 100 Prozent an. Lässt man den Schalter bei Erreichen der gewünschten Helligkeit los, leuchtet die Lampe in dieser Helligkeit weiter.
In allen Einstellungen kann durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs stufenlos zwischen Streu- und Punktlicht gewechselt werden.

Led Lenser M7 005

Bei der M7 übernimmt der Clicky viele zusätzliche Funktionen.

Die Lock-Funktion:
Eine Neuerung bei der M7 ist die Lock-Funktion. Der Lampenkopf kann nicht mehr komplett gedreht werden, sondern hat links und rechts einen Anschlag. Dreht man den Kopf nach rechts, kann man ihn stufenlos vor- und zurückschieben. Dreht man ihn nach links, rastet er in der gewählten Fokusstellung ein. Mechanisch umgesetzt wurde das folgendermaßen: In den Tubus, der auf dem Body verschoben werden kann, wurde eine Nut gefräst. Diese Nut greift an einem Ring, der unter der LED-Einheit sitzt und plan mit dieser abschließt, in eine kleine Plastiknase. Dreht man den Lampenkopf nach links, wird der Ring nach außen aufgedrückt und drückt gegen den Tubus, der sich dadurch nicht mehr verstellen kann. Wie jetzt allerdings das Innenleben des Rings aussieht, sollte jemand beantworten, der in der Schule in Physik besser aufgepasst hat als ich. Fakt ist jedenfalls, dass das Prinzip funktioniert. Zwar lässt sich der Tubus mit einem Mehraufwand an Kraft auch im arretierten Zustand verschieben, von alleine verstellt er sich jedoch nicht. Ob der Mechanismus aufgrund des verwendeten Materials (Kunststoff) auch über Jahre noch einwandfrei funktioniert, kann wohl nur der langfristige Praxisbetrieb zeigen.

Led Lenser M7 006

Eine Ausfräsung im Tubus greift in eine kleine Plastiknase an einem Ring unter der LED-Einheit.

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In dieser Stellung kann der Fokus stufenlos verstellt werden. Dreht man den Lampenkopf…

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…drückt der Ring gegen den Tubus und sorgt dafür, dass die gewählte Fokuseinstellung arretiert wird.

Beam:
Auch bei der M7 wird die Möglichkeit der stufenlosen Fokussierung durch zahlreiche Donuts im Beam erkauft. Lampenästheten werden ob dieser Tatsache die Nase rümpfen, normale Nutzer wird es mal mehr, mal weniger stören.

M7 vs P7:
Zunächst einmal unterscheiden sich die beiden Lampen schon rein äußerlich ein wenig. Hier noch mal die Daten der M7, (in Klammern die Daten der P7).
Länge defokussiert: 136,5 mm (133 mm)
Länge fokussiert: 141 mm (140 mm)
Öffnung der Linse: 31 mm (25 mm)
Durchmesser Kopf: 37 mm (37 mm)
Durchmesser Tail: 29,5 mm (29,5 mm)
Gewicht: 147 g (148 g)
Gewicht mit Akkus: 193 g (194 g)
Zwar sind beide Lampenköpfe vom Außendurchmesser identisch, jedoch ist die Materialstärke des M7-Kopfs an der Linseneinfassung geringer und der Kopf tiefer. So kann eine entsprechend größere Linse verwendet werden. Daurch punktet die M7 gegenüber der P7 deutlich bei den Extremeinstellungen des Fokus’. Komplett defokussiert liefert sie einen breiteren Lichtkegel als die P7, komplett fokussiert bündelt sie das Licht auf weite Entfernungen stärker.
Auch über die Abmessungen hinaus gibt es einige Unterschiede. Die Mehr-Lumen der M7 sind auch ohne Messgerät mit bloßem Auge gut zu erkennen, die M7 ist einen Tick heller. Im Gegensatz zur P7 ist die M7 geregelt und darf laut Hersteller auch mit Akkus betrieben werden Zwar funktioniert auch die P7 problemlos mit Akkus (beim Test kamen ebenfalls LSD-Akkus mit einer Kapazität von 800 mAh zum Einsatz), allerdings ist der Output mit zunächst 9.800 Lux direkt nach dem Einschalten und dann konstanten 9.100 Lux deutlich niedriger. Mit neuen AAA-Alkalines bestückt, wurden bei der P7 direkt nach dem Einschalten 11.500 Lux gemessen, doch bereits nach wenigen Minuten sank der Wert unter die mit Akkus erreichten 9.100 Lux und fiel über die gesamte Laufzeit weiter ab.

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Alles Kopfsache: Links die M7, rechts die P7.

Der Pflegefall:
Eigentlich könnte das Review hier zu Ende sein und ich zum Fazit kommen, hätte Led Lenser beim Lieferumfang nicht das Holster durch einen Gürtelclip ersetzt. Die Lampe rastet mit einem lauten Klicken im Clip ein und sitzt dort so stramm und fest, dass sie, auch ohne dass der Clip überhaupt am Gürtel befestigt ist, nur mit zwei Händen und Brachialgewalt wieder herauszubekommen ist. Im Praxisbetrieb dürfte man eher die Hose verlieren, als die Lampe aus dem Clip heraus zu bekommen. Versucht man, die Lampe aus dem Clip zu schieben, wird das durch unschöne Kratzgeräusche begleitet. Sollte diesen Clip tatsächlich jemand benutzen, kann er die Lampe spätestens nach einer Woche neu anodisieren lassen oder aber sich über einen silbernen M7-Body freuen.

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Der Gürtelclip ist eine Fehlkonstruktion.

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Die Lampe sitzt so stamm und fest, dass sie kaum heraus zu bekommen ist.

Resümee:
Die Frage, ob die M7 die “bessere” P7 oder T7 ist, ist schnell beantwortet: eindeutig ja. Mit diesem Modell sind die zwei Brüder auf dem richtigen Weg. Die Lampe verfügt über eine gut funktionierende Regelung und ist offiziell für den Betrieb mit Akkus zugelassen. Der Schiebefokus ist arretierbar, ein ungewolltes Verstellen wird dadurch vermieden. Die M7 ist heller als ihre Vorgänger, leuchtet eine größere Fläche aus und bündelt das Fernlicht stärker. Auch an der Anodisierung hat Zweibrüder gearbeitet und sie, im Vergleich zu meiner ein Jahr alten P7, verbessert. Wer Strobe, Blinken und SOS braucht, kann zwischen verschiedenen Modi wählen, wer darauf keinen Wert legt, kann die zusätzlichen Modi ignorieren, da eine zufällige Aktivierung durch das gute Bedienkonzept verhindert wird. Über den Gürtelclip ist nichts weiter zu sagen, außer, dass er bitte, bitte nicht im Lieferumfang enthalten sein darf, wenn die Lampe in die Läden kommt. Schön wäre auch, wenn die Lampe statt mit Batterien mit Akkus ausgeliefert würde, wie es bereits bei der H7R praktiziert wird, das schont die Umwelt und den Geldbeutel.
Die Testlampe wurde freundlicherweise von Zweibrüder zur Verfügung gestellt.

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Die neue Zweibrüder und ihre zwei Brüder. Von links nach rechts: M7, T7, P7.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote 60 Meter, der weiße 70 Meter. Die Bilder 1+2 zeigen die M7 und die P7 komplett defokussiert, die Bilder 3+4 beide Lampen halbfokussiert und die Bilder 5+6 beide Lampen komplett fokussiert. Oben ist jeweils die M7.

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