Review Olight M30
Die M30 Triton von Olight bietet eine gelungene Kombination aus Flutlicht und Throw bei einem durchdachten Bedienkonzept und noch handlichen Maßen.
Verpackung und Lieferumfang:
Die M30 Triton wird in einem Hartplastikkoffer geliefert. Neben der werksseitig mit drei CR123-Batterien bestückten Lampe sind ein Verlängerungsadapter für den Betrieb mit zwei 18650er-Akkus, ein Döschen mit Schmierfett für den Adapter, eine Batterieaufnahme für die CR123-Batterien, ein Diffuser, ein Holster sowie eine Bedienungsanleitung in Englisch enthalten.
Beschreibung der Lampe:
Länge: 177 mm
Länge mit Verlängerung: 211 mm
Durchmesser Kopf: 44,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 33 mm
Gewicht: 162 g
Gewicht mit Batterien: 213 g
Gewicht mit Verlängerung: 179 g
Gewicht mit Verlängerung und 18650er-Akkus: 272 g
Die Lampe ist nach HA III anodisiert. Die Anodisierung wurde sehr sorgfältig und gleichmäßig ausgeführt. Einen Rollschutz hat die M30 nicht, die eckige Tailcap verhindert das Rollen nur bedingt. Der Tailstand ist möglich. Für die Befestigung eines optionalen Lanyards dient ein Loch in der Tailcap. Getragen werden kann die Lampe entweder mit dem werksseitig montierten Clip, der auch entfernt werden kann oder mit dem mitgelieferten Holster. Wobei hier der Begriff „Holster“ eine Beleidigung für alle Holster dieser Welt ist. Denn das im Lieferumfang enthaltene Lederstückchen, das sich Holster nennt, bietet weder einen vernünftigen Schutz, noch kann die Lampe im Bedarfsfall schnell aus selbigem gezogen werden. Die M30 ist nach IPX-8-Standard spritzwassergeschützt. Im Praxistest erweist sie sich als wasserdicht. Auch beim Ein- und Ausschalten sowie beim Durchschalten der Modi unter Wasser dringt kein Wasser in die Lampe ein.
Stromversorgung/Laufzeittest:
Ohne Verlängerung kann die Lampe mit drei CR123-Batterien betrieben werden. Mit Verlängerungsadapter können wahlweise vier CR123-Batterien oder zwei 18650-Akkus verwendet werden. Allerdings ist die M30 in der “Langversion” als „Taschenlampe“ schon fast zu groß. Ein guter Kompromiss zwischen Laufleistung und Betriebskosten ist die Variation ohne Verlängerung mit zwei 18500er-Akkus. Die Laufzeiten im hellen Modus sowie im Strobe-Modus sind vom Hersteller mit 1,5 Stunden angegeben. Weitere Herstellerangaben: 120 Lumen für 7,5 Stunden, 8 Lumen für 90 Stunden. Die angegebenen 700 Lumen sind sicherlich ein klein wenig übertrieben, dennoch ist die Lampe für ein Exemplar ihrer Größe sehr hell. Der Praxistest erfolgte mit zwei 18500-er-Akkus mit einer Kapazität von 1500mAh – was einen guten Kompromiss aus Größe und Laufzeit der Lampe darstellt.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Eischalten zeigte das Luxmeter 8.200 Lux an.
Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 7.700 Lux
nach 10 Minuten: 7.500 Lux
nach 20 Minuten: 7.300 Lux
nach 30 Minuten: 7.000 Lux
nach 40 Minuten: 6.700 Lux
nach 50 Minuten: 6.600 Lux
nach 60 Minuten: 6.400 Lux
nach 70 Minuten: 5.800 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert kontinuierlich. Nach 80 Minuten wurden noch 2.900 Lux gemessen, Testabbruch. Die gemessene Akkuspannung betrug nach Entnahme 3,11 und 3,22 Volt. Durch Herunterschalten in die mittlere Leuchtstufe steht noch für lange Zeit dunkles Restlicht zur Verfügung, das zur Wegbeleuchtung immer noch ausreicht. Während des Tests wurde die Lampe bereits in den ersten Minuten nach dem Einschalten deutlich über Körpertemperatur warm, was eine Konstantkühlung durch ein aufgelegtes Kühlkissen und einen Modellbau-Ventilator notwendig machte.
Fazit: In der hellsten Stufe sollte die Lampe ohne Kühlung nicht über einen längeren Zeitraum betrieben werden, da die von der LED erzeugte Wärme nicht ausreichend abgeleitet wird. Die Regelung funktioniert alles andere als ausgezeichnet, die M30 baut in der Helligkeit über den gesamten Zeitraum kontinuierlich ab. Allerdings liefert die Lampe bereits in der mittleren Stufe ein mehr als ausreichend helles Lauflicht, sodass die volle Helligkeit im Praxisbetrieb eher für kurzfristige Einsätze benötigt werden dürfte.
Reflektor:
Bei der M30 kommen ein OP-Reflektor aus Aluminium und eine Glaslinse zum Einsatz. Als Leuchtmittel dient eine Cree-MC-E-Quad-LED.
Bedienung:
Eingeschaltet wird die M30 mit einem taktischen Forward-Clicky in der Tailcap, der sich weich schalten lässt und gut erreichbar ist. Morsen ist damit möglich. Es stehen insgesamt vier Modi zur Verfügung, die im eingeschalteten Zustand mit einem zusätzlichen Clicky, der seitlich an der Tailcap sitzt, aktiviert werden. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell-Strobe. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und schaltet somit in dem Modus wieder ein, der beim Ausschalten aktiviert war. Der seitliche Knopf verfügt über eine weitere Funktion. Wenn er im ausgeschalteten Modus gedrückt und gehalten wird, aktiviert er den Strobe-Modus. Da dieser Knopf in der Tailcap versenkt ist, ist er auf die Schnelle nicht leicht zu finden. Eine große Hilfe stellt hier der Trageclip dar; anhand seiner Position ist auch der seitliche Schalter nahezu blind zu finden. Mit demontiertem Trageclip allerdings gerät die Suche nach dem seitlichen Clicky im Dunkeln zum Blindflug.
Beam:
Die M30 Triton erzeugt einen sauberen Beam ohne Donuts mit einem großen ausgeprägten Hotspot und großem Spill. Durch Abdrehen des silbernen Kranzes am Lampenkopf wird der Spill noch mal deutlich erweitert (und die Lampe 4 Millimeter kürzer und 7 Gramm leichter). Das typische „MCE-Kreuz“ ist nur im Nahbereich bis zirka 30 Zentimeter sichtbar. Der mitgelieferte Diffuser schluckt einiges an Licht. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung von Innenräumen ist er dennoch gut geeignet.
Resümee:
Mit der M30 Triton von Olight bekommt man eine sauber verarbeitete, robuste Lampe, die eine lange Lebensdauer verspricht. Die verschiedenen Leuchtstufen sind gut gewählt, und das Schaltkonzept mit den beiden Clickys wirkt durchdacht, allerdings nicht bis ins letzte Detail. Warum die Strobe-Funktion, die durch Drücken und Halten des seitlichen Schalters aktiviert wird, zusätzlich in die reguläre Schaltreihenfolge integriert wurde, bleibt das Geheimnis der Konstrukteure. Obwohl der seitliche Clicky in der Tailcap versenkt ist, kann man sich seine Position anhand des Trageclips gut merken. Trotz der großzügig dimensionierten Kühlrippen hat die Lampe ein Wärmeproblem. Auch die Regelung hat Olight nicht wirklich gut in den Griff bekommen. Allerdings wird man die volle Leistung in der Praxis selten über einen längeren Zeitraum benötigen, da auch bereits die mittlere Leuchtstufe ein ausreichend helles Lauflicht bietet. Ein Ärgernis ist das mitgelieferte Holster, das schlicht und einfach nur Schrott ist. Auf eine solche “Beilage” hätte Olight besser verzichten können, dann gäbe es zumindest an diesem Punkt nichts zu meckern. Preislich liegt die Lampe zwischen 110 und 130 Euro. (Stand: Dezember 2009) Weitere Infos finden sich unter http://www.olightworld.com/.
Zum Vergleich noch ein paar Beamshots. Kameraeinstellung: F4, Belichtungszeit 2 Sekunden bei Iso 800.






















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