Fenix HL21
In diesem Review befasse ich mich mit der Fenix HL21. Die HL21 ist die neue Kopflampe von Fenix, und stellt den Nachfolger zur HL20 dar. Wie schon die HL20 hat die HL21 die Energieversorgung vorne an der Lampe und wird mit einer Mignon Zelle (AA) oder Akku versorgt. Im Vergleich zur HL20 ist die Laufzeit in den höheren Stufen etwas gesteigert und die Leuchtcharakteristik ist auf mehr Reichweite getrimmt worden.
Verpackung und Lieferumfang


Die Fenix HL21 kam in einer blisterähnlichen Verpackung an. Der Lieferumfang war
- Kopflampe Fenix HL21
- Strinband, synthetik
- Diffusor / Streulichtaufsatz
- 1 Ersatzdichtungsring
- 1 AA Alkaline Batterie
- Anleitung und Garantiekarte (englisch / chinesich)
Technische Daten
Da bei einer Kopflampe die üblichen Daten gerade in Bezug auf Gewicht etc. wenig über den kompfort aussagen beschränke ich mich in diesem Review auf wenige Daten: Gewicht ohne Batterie 61Gramm, mit Batterie 87 Gramm. Durchmesser des Kopfes 1,4 cm.
Die Lampe ist vorwiegend aus Kunststoff gefertigt. Der Lampenkopf ist im vorderen Bereich aus anodisiertem Aluminium gefertigt und sauber mit der restlichen Lampe verbunden. Der Kunststoff wirkt hochwertig und macht einen langlebigen Eindruck. Die Rasterung ist ebenfalls aus Kunststoff gefertigt und macht einen haltbaren Eindruck auf mich. Ein etwas größerer Verstellwinkel nach unten wäre in einigen Anwendungsbereichen praktisch gewesen.

der maximale Neigungswinkel der HL21
Das Gewinde des Batteriefaches ist recht stramm, und man benötig etwas kraft um es zu lösen. Sobald man den Deckel aber gelöst hat lässt sich das Gewinde sauber und leichtgängig schrauben. Das Gewinde ist bei Auslieferung leicht eingefettet.
Laut Hersteller ist das Gehäuse gemäß IPX-8 wasserdicht und soll ein eintauchen bis 2m Wassertiefe für 30 Minuten überleben. Optisch macht das Gehäuse auch den Eindruck diese Werte einhalten zu können. Einen starken Regenschauer überlebt dieKopflampe aber auf alle Fälle. Einen Sturz soll die Lampe aus 1,5m ebenfalls problemlos überstehen können, wobei ich diese Sturzhöhe als unrealistisch ansehe, wenn mir bislang eine Kopflampe runter gefallen ist dann meist aus Höhen über 1,5 m
Stromversorgung und Laufzeit
Im Beipackzettel sind die möglichen Batterien die erlaubt sind angegeben:
- Alkaline AA 1,5V
- NiMH AA- Akku 1,2V (z.B. Eneloop)
-Lithium AA-Zelle 1,5V
Fenix empfiehlt als Energiequelle NiMH-Akkus mit hoher Kapazität.
Folgende Laufzeiten sind vom Hersteller angegeben (mit 2.500mAh Akku): High-Modus: 2:03 Stunden, MID-Modus 5:43 Stunden LOW-Modus 53 Stunden.
Der Praxistest ergab mit einem Eneloop-Akku (1.900mAh) im HIGH-Modus eine Laufzeit von 1:10 Stunden, danach wechselte die Lampe in den MID-Modus wo sie noch weitere 2:30 Stunden weiterleuchtete. Der Akku hatte direkt nach der Entnahme eine Restspannung von 0,79 V. Bis zum Umschalten blieb die Helligkeit konstant.
Im LOW- und MID-Modus ist an der Lampe keine nennenswerte Erwärmung festzustellen. Im HIGH-Modus wird die Lampe nach etwa 10 Minuten am Kopf handwarm und hält dann auch diese Temperatur ohne weitere Kühlung.
Die elektronische Reglung arbeitet mit Eneloop-Akkus sehr gut und liefert über den gesamten Zeitraum eine annähernd gleichbleibende Helligkeit (+/- 60Lux). Die Elektronik ist lautlos, kein Pfeifen ist zu hören.
Reflektor und Linse
Die Linse aus beschichtetem Kunststoff gefertigt. Das Reflektormaterial konnte ich nicht bestimmen da der Lampenkopf nicht demontierbar ist. Von der Ansicht her scheint der Reflektor aus Kunststoff gefertigt zu sein. Die LED ist beim Testkandidaten sauber im SMO-Reflektor zentriert. Als LED-Typ kommt eine CREE XR-E R2 LED zum Einsatz.

Bedienung
Über den Schalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet und auch der Moduswechsel durchgeführt. Der Schalter ist als Reverse- Clicky ausgelegt. Die Fenix HL21 bietet folgende Modies: HIG, MID, LOW, SOS.
Die Elektronik merkt sich den letzten Zustand und startet wieder mit diesem.
Ein kurzer Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein oder aus. Ein längerer Druck (über 1 Sekunde) löst einen Wechsel der Helligkeitsstufe aus (HIGH-LOW-MID). Ein kurzer Doppelklick wechselt zwischen normaler Beleuchtung und SOS-Funktion.
Im Praxistest hat sich gezeigt das der Schalter etwas ungünstig positioniert ist , ein umschalten zwischen den Modies oben auf der Lampe wäre von der Bedienbarkeit praktischer. Der Schalter hat einen relativ harten Druckpunkt und einen kurzen Schaltweg.
Ausleuchtung und Leuchtcharakteristik
Die Lampe ist vorwiegend als Thrower ausgelegt. Für eine Nachbereichsausleuchtung ist die im Lieferumfang enthaltene Streuscheibe gut geignet. Im HIGH- und MID-Modus liefert sie gute Ausleuchtung, im LOW-Modus reicht das Licht für das nachtangepaßte Auge um den Weg vor sich ausreichend zu erkennen.
Die von Fenix angegebene Leuchtweite von 93 m im HIGH-Modus kann ich nicht ganz gestätigen, subjektiv würde ich sie sie mit ca 75m angeben.
Das Leuchtbild ist gleichmäßig mit einem deutlich erkennbaren Spot der auch auf Entfernung kaum aufreißt. Mit der Streuscheibe leuchtet die Lampe ab etwa 1,5m gleichmäßig aus, der Spot bleibt noch erkennbar. Durch die Streuscheibe kommt es im Nahbereich zu “dunklen Flecken”, die aber ab mit der Entfernung abnehmen


erstes Bild ohne Streuscheibe, zweites Bild mit Streuscheibe ( es sind die “dunklen Flecken im Randbereich erkennbar)
Die von mir in 1m Entfernung gemessen Helligkeitswerte:
| Modus | ohne Diffusor | mit Diffusor |
| HIGH | 2610 Lux | 240 Lux |
| MID | 1280 Lux | 120 Lux |
| LOW | 100 Lux | 10 Lux |
Bei der Helligkeit macht es keinen Unterschied ob ein Eneloop Akku oder eine Alkaline Batterie genutzt wurde. Die mir zum Test vorliegende Lampe zeigte im HIGH-Modus mit Alkaline Batterien das Phänomen das die Helligkeit konstant abnahm bis auf einen Wert knapp oberhalb der MID-Stufe (1410 Lux) mit Akkus tritt dieser Effekt allerdings nicht auf. Zur Zeit wird abgeklärt ob es sich dabei um ein Problem meiner Testlampe handelt, sobald es weitere Infos gibt werde ich sie hier reinschreiben.
Die von Fenix angegeben 90 Lumen sind konservativ angegeben, im Spot kann die Lampe gut und gerne mit Lampen von 180 (China-) Lumen und mehr mithalten.
Reflektor- und Leuchtstrecke
Die HL21 hat sich auf meiner neuen Indoor-Reflektorteststrecke gut geschlagen.
Getestet wurde die Erkennbarkeit von Reflektoren (1x1cm grau) und 1×2 cm grün / rot) Sowie die Erkennbarkeit eines bunten Objektes mit der Größe eine 15×11 cm aus nicht reflektierendem Material. Die Angegebene Entfernung ist dabei die Entfernung bei der Objekt und die Farben klar erkennbar sind.
| Modus | Reflektor sichtbarkeit |
Objekt-sichbarkeit |
| HIGH | ||
| ohne Diffusor | 75m + | 25m |
| mit Diffusor | 30m | 10m |
| MID | ||
| ohne Diffusor | 45m | 15m |
| mit Diffusor | 25m | 8m |
| LOW | ||
| ohne Diffusor | 25m | 10m |
| mit Diffusor | 15m | 4m |
Leuchtstrecke Fenix HL21 HIGH, MID, LOW jeweils ohne und mit Diffusor (ISO 100 Blende 11 Belichtung 4 Sekunden)
mitgeliefertes Zubehör
Das textile Kopfband macht einen wertigen Eindruck. Nur mit der Größenverstellung von Fenix kann ich mich persönlich nicht anfreunden. Eine feste Einstellung der Bandgröße ist nicht möglich, bei jedem absetzen muss man die Größe wieder neu einstellen. Ich finde das eher lästig als nützlich. Das Kopfband ist recht breit (2,6cm) und läßt so die Lampe bequem tragen. In die Helmschlaufen meines Kletterhelmes (Salewa TOXO G2) paßt das Band gerade so rein.
Die mitgelieferte Diffusorscheibe ist nach der Montage drehbar am Lampenkopf befestigt, ich hätte mir eine stramme Paßform gewünscht. Die Funktion wird dadurch aber nicht beeinträchtigt.

Praxistest
Alltagbetrieb einer Kopflampe? Bei den meisten wird sie wohl als Arbeitslampe genutzt werden. Dafür ist die Fenix auf alle Fälle gut geeignet. Im MID-Modus reicht die Helligkeit mit Diffusorscheibe in den meisten Situationen für die Arbeit aus, wenn etwas mehr Licht benötigt wird ist der HIG-Modus auch sehr hilfreich.
Die SOS-Funktion lasse ich mal außen vor weil sie wohl so gut wie nie benötigt wird.
Für Geocaching (besonders Nachtcaches) ist die Fenix als Primärlampe zur Reflektorsuche sehr gut. Zum einen ist die Laufzeit von ca 5 Stunde im MID-Modus ausreichend um einen Nachtcache mit 1 Batterie zu meistern. Reflektoren erkennt man auch auf größere Entfernungen in diesem Modus. Für längere Wegpassagen mit nachtangepaßtem Auge reicht der LOW-Modus völlig aus. Wenn man mit Licht gehen möchte dann bietet sich der MID-Modus mit Diffusor an. In Kombination mit einer Handlampe für größere Reichweiten eine brauchbare Kombination.
Bei meinem weiteren Hobby dem Fotografieren ist die Lampe mit Diffusor sehr praktisch. Sie leuchtet in dunklen Ecken die Umgebung sehr gut und ohne Schlagschatten aus. Als Kopflampe zur gezielten „Zusatzbeleuchtung“ ist die HL21 für mich geeignet. Auch die verschiedenen Lichtstufen lassen hierbei brauchbar ausnutzen.

Schlußwort , Fazit und Preis
Die Fenix HL21 ist Kopflampe die dem Besitzer Freude bereiten wird. Die solide Verarbeitung sorgt für ein langes Leben. Die Wasserdichtigkeit reicht aus um auch einen stärkeren Regenguss schadlos zu überleben.
Negativ aufgefallen ist mir das Stirnband. Die Einstellmethode der Bandlänge empfinde ich eher als nervig als praktisch. Da das Kopfband sich aber austauschen läßt kann man es gegen ein anders austauschen. Der locker sitzende Diffusor ist ein weiterer kleiner Negativpunkt.
Die Fenix HL21 ist im Augenblick (Juli 2011) ab 32 EUR im Onlinehandel zu kaufen.
Die Lampe wurde für den Test freundlicherweise vom Flashlightshop www.Flashlightshop.de zur Verfügung gestellt.
Kurzwertung:
Positiv:
- Verarbeitung
- Lichtleistung (Dimensionierung der Leuchtmodies)
- Ausleuchtung (mit und ohne Diffusor)
Neutral:
- Verpackung
- Lieferumfang
- Preis
Negativ:
- Verstellbarkeit des Kopfbandes
- lockerer Sitz des Diffusors







































































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