Archiv

Archiv für die Kategorie ‘other chinese’

Ferei M9

5. September, 2010 Lichtinsdunkel 6 Kommentare

Ferei M9 001
Die Ferei M9 liefert viel und vor allem gleichmäßiges Licht im erweiterten Nahbereich – eine ideale Lauflampe.

 

Ferei M9 002
Die Ferei M8. Bis aufs äußere Erscheinungsbild sind beide Lampen identisch.


Verpackung/Lieferumfang:
Lampe, Lanyard, Bedienungsanleitung, Test-Zertifikat, ausgeliefert in einem Pappkarton.

Ferei M9 003
Lieferumfang der M9.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 139 mm
Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 26,5 mm
Gewicht: 113 g
Gewicht mit Akku: 163 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku sorgt für die nötige Power. Den Herstellerangaben zufolge liefert die Lampe 450 bis 900 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde. Neben der High-Stufe gibt es noch “Mid” (50 %), “Mini” (10%) und “Blinking” (50%). Zum Test trat die Lampe in der höchsten Stufe, bestückt mit einem 2400mAh-Akku an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 4.200 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 3.900 Lux
nach 20 Minuten: 3.700 Lux
nach 30 Minuten: 3.600 Lux
nach 40 Minuten: 3.300 Lux
nach 50 Minuten: 2.600 Lux
nach 60 Minuten: 1.700 Lux
Fazit: Obwohl die Regelung nicht optimal ist, fällt der sichtbare Verlust an Helligkeit zumindest 40 Minuten lang kaum auf. Dann jedoch wird die Lampe merklich dunkler, und es wird Zeit, den Akku zu wechseln, obwohl die Lampe noch etwa eine halbe Stunde bei ständig nachlassender Leuchtkraft durchhält. Nach 75 Minuten macht die M9 durch Blinkzeichen darauf aufmerksam, dass der Akku spätestens jetzt gewechselt werden sollte. Selbiger hatte unmittelbar nach Entnahme noch eine Leerlaufspannung von 3,2 Volt – ein früherer Wechsel ist also im Sinne der Akkulebensdauer ratsam. Was beim Test auffiel, war eine merkliche Erwärmung vor allem des Lampenkopfs. Der zur Kühlung zugeschaltete Ventilator musste durchgängig auf höchster Stufe laufen. Die M9 hat beim Dauerbetrieb auf high ein Wärmeproblem – was allerdings bei einer Lampe dieser Größe, in der eine Multichip-LED verbaut wurde, zu erwarten war und nicht ungewöhnlich ist. Ohne Kühlung sollte die Lampe daher nicht über längere Zeit auf high betrieben werden.

Reflektor/Linse:
Für die Erleuchtung sorgt eine Cree-MC-E-LED. Verteilt wird das Licht über einen OP-Reflektor aus Aluminium, der hinter einer anti-reflex-beschichteten Glaslinse sitzt.

Ferei M9 004
Eine Multichip-LED von Cree macht richtig hell.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die M9 mit einem Reverse-Clicky mit weichem Druckpunkt. Beim Durchtasten werden nacheinander die Leuchtstufen hell-mittel-dunkel-Blinken erreicht. Die Lampe verfügt über eine Memory-Funktion und startet beim Einschalten in der Leuchtstufe, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Morsen und Momentlicht sind nicht möglich.

Ferei M9 005
“Innenansicht” des Schalters.


Beam:
Nur auf kürzeste Entfernungen setzt sich der Hotspot vom Spill ab. Schon ab wenigen Metern “verschwimmen” beide, wodurch die Lampe ein homogenes Lichtbild liefert und ein Areal von 30 bis 40 Metern gleichmäßig ausleuchtet.

Ferei M9 006
“White-wall-beamshot” der M9.


Resümee:
Die M9 ist hervorragend geeignet, um bei Nachtwanderungen den Weg gleichmäßig und hell auszuleuchten. Auch die Laufzeit auf höchster Stufe mit einer Akkuladung geht in Ordnung. Im Praxisbetrieb sollte man allerdings tunlichst vermeiden, die Lampe ohne Kühlung kontinuierlich auf high laufen zu lassen. Denn durch das handliche Format mit kleinem Lampenkopf kann die entstehende Wärme der LED nicht ausreichend abgeführt werden. Doch auch auf der mittleren Stufe liefert die M9 ein angenehmes und für die meisten Situationen ausreichend helles Lauflicht. Die Verarbeitung ist solide, somit geht auch der Preis von 59 Euro (Stand: September 2010) in Ordnung. In Deutschland erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Ferei M9 007
Ferei M9 “Mini”

 

Ferei M9 008
Ferei M9 “Mid”

 

Ferei M9 009
Ferei M9 “High”

 

Ferei M9 010
Solarforce L2 MCE-Drop-in

 

Ferei M9 011
Fenix TK45 Turbo

Videoreview – Ferei BL09

24. August, 2010 derpilgerer 2 Kommentare

Hallihallo,

heute mal was interessantes für die Bikerfraktion. Die Ferei BL09 ist eine Fahrradlampe mit ordentlich Dampf.

Vielen Dank für die Bereitstellung der Lampe an www.ferei.com

Gruß derpilgerer

Ergänzung das zweite Schraubgewinde ist einfach deshalb da, weil es sich um den Kopf einer Ferei M8/M9 handelt und man da einfach nur ein kurzes Endstück zum festklemmen an das Rad angebaut hat, typisch chinesisch, warum etwas neu entwickeln wenn man das vorhandene nutzen kann. Zu der Lampe wird es demnächst auch ein größeres Akkupack (4x18650er) geben. Auch werden dann noch andere Lampen (größerer Kopf) verfügbar sein. Momentan wird die Lampe aber nochmal überarbeitet (deshalb ist sie auch nicht im Shop), die Schutzschaltung der Akkupacks war zu empfindlich und einige Lampen schalteten sich nach einiger Zeit “selbstständig”aus. Das wird gerade überarbeitet, danach wird die Lampe dann bei mir http://www.Taschenlampen-Papst.de und vorraussichtlich bei http://www.selected-lights.de erhältlich sein.

Gruß,
Jörg

Review Romisen RC-A8

20. August, 2010 Lichtinsdunkel Ein Kommentar

Romisen RC A8 001
Leuchten kann man mit ihr selbstverständlich auch, aber in erster Linie ist die Romisen RC-A8 eine “Designerlampe”.


Verpackung/Lieferumfang:
In Luftpolsterfolie verpackt kommt die Lampe mit Lanyard in einem dünnen Pappkarton.

Romisen RC A8 002
Lieferumfang der RC-A8.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 122 mm
Reflektoröffnung: 20 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 27,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 21,5 mm
Gewicht: 63 g
Gewicht mit Akku: 81 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Unterwassertest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe wurde quasi “naturbelassen”, sprich: nicht anodisiert und kommt in blankem Aluminium daher. Ungewöhnlich ist die Form der Lampe, die sich mit einigen Rundungen optisch vom Gros der Taschenlampen abhebt.

Romisen RC A8 003
Lampenkopf, Body und Tailcap, wobei die Tailcap fast die Hälfte der gesamten Lampe ausmacht.


Stromversorgung/Laufzeittest:

Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 1,3 bis 4 Volt. Angegeben ist sie mit vom Hersteller mit 200 Lumen bei einer Laufzeit von 1,5 bis 2 Stunden bei Verwendung einer CR123-Batterie.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten wurden 2.900 Lux gemessen.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 2.900 Lux
nach 20 Minuten: 2.900 Lux
nach 30 Minuten: 2.900 Lux
nach 40 Minuten: 2.800 Lux
nach 50 Minuten: 2.700 Lux
nach 60 Minuten: 2.600 Lux
nach 70 Minuten: 2.400 Lux
nach 80 Minuten: 2.600 Lux
nach 90 Minuten: 2.000 Lux
nach 100 Minuten: 1.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten sank der Wert bis auf 900 Lux, und die Lampe tat durch Blinkzeichen kund, das bald Ende im Gelände ist. Nach 102 Minuten schaltete sie ab.
Beim Test mit einem 16340-Akku mit 3,7 Volt und einer Kapazität von 880mAh wurden folgende Werte gemessen:
Beim Einschalten: 4.100 Lux.
nach 10 Minuten: 4.000 Lux
nach 20 Minuten: 3.900 Lux
nach 30 Minuten: 3.800 Lux
Nach 35 Minuten wurde die Lampe schnell dunkler; der Wert sank bis auf 2.800 Lux, bevor die Lampe kurz und schnelle Blinkzeichen von sich gab und nach 36 Minuten abschaltete. Der Akku wurde unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 Volt gemessen.
Fazit: Was die Regelung betrifft, können sich andere, deutlich teurere Lampen, ein Stück von der RC-A8 abschneiden. Über einen langen Zeitraum bleibt die maximale Lichtausbeute sowohl beim Batterie-, als auch beim Akkubetrieb nahezu konstant. Mit dem Abschalten selbst ist das – zumindest beim Akkubetrieb – so eine Sache, da zwischen dem ersten merklichen Verlust an Helligkeit und dem Abschalten gerade mal eine Minute liegt. Ohne Ersatzakku ist man aufgeschmissen. Bezüglich der Wärmeentwicklung gibt es keine Probleme. Auch beim Akkubetrieb wird die Lampe nicht mehr als handwarm.

Romisen RC A8 004
Die Regelelektronik macht einen guten Job.


Reflektor/Linse:

Zum Einsatz kommt eine Cree XR-E-LED. Um welchen Typ es sich dabei genau handelt, weiß ich nicht, da verschiedene Modelle verbaut wurden. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Romisen RC A8 005
Lampenkopf mit Reflektor und Linse.

 

Romisen RC A8 006
Eine Cree-XR-E-LED sorgt fürs Licht.


Bedienung:

Eingeschaltet wird die RC-A8 mit einem Forward-Clicky, mir dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Clicky hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Die Lampe verfügt über eine Leuchtstufe.

Romisen RC A8 007
Der Schalter.

 

Romisen RC A8 008
Innenansicht.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot deutlich vom Spill ab, dies allerdings nahezu ohne störende Ringe. Auch auf etwas weitere Entfernungen bleibt eine leichte Trennung von Spot und Spill erkennbar. Insgesamt ist das Lichtbild noch recht homogen.

Romisen RC A8 009
“White-wall-beamshot” der RC-A8.


Resümee:
Mit einer Länge von 122 Millimetern ist die Romisen RC-A8 für eine einzellige CR123-Lampe eigentlich viel zu groß. Auch die angegebenen 200 Lumen sind dezent übertrieben. Da aufgrund der Größe (fast) auch der Einsatz als EDC-Lampe ausscheidet, stellt sich die Frage: Wozu ist dieses Lämpchen überhaupt gut, zumal auch die Verarbeitungsqualität nicht gerade überragend ist? Die Antwort findet sich, wenn man aufs Äußere der RC-A8 schaut. Sie lädt aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form geradezu zum Sammeln ein, und wenn man sich den Preis anschaut, der gerade mal zwischen 14 und 20 US-Dollar liegt: Billiger kommt man nicht an ein Designerlämpchen, das zudem noch, sowohl mit Batterie, als auch mit Akku über eine gut funktionierende Regelung verfügt, die man für diesen Preis nicht erwarten darf. Somit eignet sich die RC-A8 auch hervorragend als Zweitlampe. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Romisen RC A8 010
Romisen RC-A8 mit CR123-Batterie

 

Romisen RC A8 011
Romisen RC-A8 mit 16340-Akku

 

Romisen RC A8 012
Fenix LD15

 

Romisen RC A8 013
Fenix LD20 mit XR-E-Q5-LED

 

Review EagleTac P20A2 MarkII

EagleTac P20A2 MarkII 001
Mit der EagleTac P20A2 MarkII bietet EagleTac eine durchdachte, gut verarbeitete und helle Lampe, die im Bereich der AA-Lampen ganz vorne mitspielt.


Verpackung/Lieferumfang:
Geliefert wird die EagleTac in einer Papp/Plastikverpackung. Neben der Lampe sind ein Holster, ein Lanyard, ein Gummi-Überzug für den Tailstand!, ein Clip zur Lanyardbefestigung, ein Diffuser, ein nachleuchtendes Ersatz-Tailcapgummi, Ersatz-O-Ringe und eine Bedienungsanleitung (englisch) enthalten.

EagleTac P20A2 MarkII 002
Der Lieferumfang ist nicht nur reichhaltig, das Zubehör ist vor allem auch nützlich.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 162 mm
Reflektoröffnung: 19,5 mm
Durchmesser Kopf: 27 mm
Durchmesser Tail: 23 mm
Gewicht: 86 g
Gewicht mit Akkus: 138 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, mit “Tailstandgummi”.
Rollschutz: ja, bei Verwendung des vormontierten Trageclips.
Löcher für Lanyard: nur mit montiertem Lanyardring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Mithilfe eines im Lieferumfang enthaltenen Gummis, das über die Tailcap gezogen wird, ist der Tailstand möglich. Der Trageclip ist abnehmbar. Die Befestigung des Lanyards direkt an der Lampe ist nicht möglich, hierzu dient ein mitgelieferter montierbarer Ring. Der Diffuser kann nach Entfernen des Edelstahl-Bezels aufgeschraubt werden. Bis auf die Verbindung Lampenkopf/LED-Einheit wurden die Gewinde bereits von Werk aus ausreichend gefettet.

EagleTac P20A2 MarkII 003
Lampe mit montiertem Ring zur Lanyardbefestigung, der allerdings nur in Verbindung mit dem Trageclip Sinn macht. Ohne montierten Trageclip rutscht der Ring auf dem Body hin und her.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei AA-Batterien/Akkus. Die hellste Leuchtstufe (Turbo) ist mit 230 Lumen für 1,5 Stunden angegeben, die mittlere (von EagleTac mit “General mode” bezeichnete) mit 60 Lumen für acht Stunden und der dunkelste mit 15 Lumen für 30 Stunden. Zum Test trat die EagleTac in der höchsten Leuchtstufe an. Als Stromversorger dienten LSD-Akkus (Eneloop) mit einer Kapazität von 2000mAh. Als Konstantkühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter einen Wert von 4.100.
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 4.100 Lux
nach 30 Minuten: 4.000 Lux
nach 45 Minuten: 4.000 Lux
nach 60 Minuten: 3.300 Lux
Nach 55 Minuten begann die Lampe, herunterzuregeln. Waren es nach 60 Minuten noch 3.300 Lux, fiel der Wert innerhalb der nächsten Minuten schnell bis auf 1.000 Lux. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme noch mit knapp 1 Volt gemessen.
Fazit: Die Lampe hält die maximale Helligkeit annähernd bis zum Ende der Laufzeit und wird dann innerhalb weniger Minuten deutlich dunkler – Zeit genug also, die Akkus zu wechseln. Während des Betriebs wird die Lampe zwar warm, im Einsatz draußen genügen jedoch die Umgebungsluft und die Kühlung durch den Blutkreislauf, um die Lampe ausreichend zu kühlen.
Mit Alkalines steht die EagleTac, zumindest beim Dauerbetrieb, auf Kriegsfuß. Nachdem beim Einschalten 4.200 Lux angezeigt wurden, blieb dieser Wert gerade mal acht Minuten konstant. Nach einer Viertelstunde zeigte das Messgerät nur noch 2.600 Lux, in den folgenden drei Minuten ging der Wert komplett in den Keller. Die Batterien hatten direkt nach Entnahme noch eine Spannung von 1,31 Volt. Nach einer Erholungsphase von zwei Stunden kamen sie auf 1,42 Volt. Bei der Fortsetzung des Tests wurden direkt nach dem Einschalten 4.100 Lux gemessen; dieser Wert fiel innerhalb einer Minute auf 3.500 Lux. Nach zehn Minuten ging der Wert erneut schnell gegen null, Testabbruch.
Fazit: Beim Akkubetrieb hält die Lampe die maximale Helligkeit annähernd bis zum Ende der Laufzeit und wird dann innerhalb weniger Minuten deutlich dunkler – Zeit genug also, die Akkus zu wechseln. Während des Betriebs wird die Lampe zwar warm, im Einsatz draußen genügen jedoch die Umgebungsluft und die Kühlung durch den Blutkreislauf, um die Lampe ausreichend zu kühlen. Von einem längeren Betrieb im Turbo-Modus mit Alkalines ist abzuraten.

EagleTac P20A2 MarkII 004
Der Treiber.


Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sorgt ein leicht texturierter OP-Reflektor für die Lichtverteilung einer Cree 7090 XP-G-R5-LED.

EagleTac P20A2 MarkII 005
Das Drop-in kann herausgeschraubt und getauscht werden. Somit bleibt die Lampe auch längerfristig aktuell.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die EagleTac mit einem taktischen Forward-Clicky, mit dem auch Momentlicht und Morsen möglich sind. Der Schalter hat einen mittelharten Druckpunkt und lässt sich dadurch, dass er hervorsteht, leicht bedienen. Die Modi werden durch Lösen bzw. Festziehen des Lampenkopfs erreicht. Wird die Lampe mit festgezogenem Kopf eingeschaltet, ist der Turbo-Modus aktiviert. Löst man den Kopf bzw. schaltet die Lampe mit gelöstem Kopf ein, startet sie im “General mode”. Durch Lösen und Festziehen des Kopfs innerhalb einer Sekunde gelangt man in den low-Modus. Wiederholt man diese Prozedur mehrmals, werden nacheinander Strobe, Beacon und SOS erreicht. Darüber hinaus verfügt die Lampe noch über einen “Tactical Strobe”, der von Werk aus deaktiviert ist. Um ihn zu aktivieren, muss die Lampe 15 mal innerhalb einer Sekunde ein- und ausgeschaltet werden. Das Ergebnis dieser Programmierung äußert sich darin, dass die Lampe nun bei einem Doppelklick des Schalters im Strobe-Modus startet. Deaktiviert wird diese Funktion ebenfalls durch 15-maliges Ein- und Ausschalten innerhalb von zehn Sekunden. Eine tolle Idee ist der mitgelieferte Gummiüberzieher. Er wird einfach auf die Tailcap aufgesteckt, und schon kann die Lampe als “Kerze” genutzt werden.

EagleTac P20A2 MarkII 006
Gute Idee, die Lampe Tailstand-fähig zu machen: Das Gummi wird einfach aufgesteckt.


Beam:
Auf kürzeste Entfernungen wirkt der Hotspot zwar hell, geht aber fast fließend in den Sidespill über. Bereits ab einigen Metern Entfernung ergibt sich eine gleichmäßige Ausleuchtung des erweiterten Nahbereichs. Mit aufgeschraubtem Diffuser liefert die Lampe eine gute Ausleuchtung für Innenräume oder den Nahbereich. Die Einsatzmöglichkeiten werden durch diese “Dreingabe” deutlich erweitert.

EagleTac P20A2 MarkII 007
“White-wall-Beamshot” der Lampe.

 

EagleTac P20A2 MarkII 008
Nützliches Zubehör: Der Diffuser kann anstelle der Edelstahlkrone eingeschraubt werden.


Resümee:
Passt! Damit ist eigentlich schon alles gesagt. Mit der P20A2 MarkII liefert EagleTac ein Rundum-Sorglos-Paket, das keine Konkurrenz zu scheuen braucht. Verarbeitung, Leuchtkraft, Lichtausbeute und Regelung sind im obersten Bereich einer AA-Lampe anzusiedeln. Die Tatsache, dass normale Alkali-Batterien und der Treiber der Lampe sich nicht sonderlich mögen, zumindest, was den Dauerbetrieb abgeht, ist vielleicht das einzige Manko, das man der Lampe anlasten muss. In meinen Augen ist das allerdings kein gewichtiger Nachteil, da Batterien ohnehin nur eine Notlösung darstellen sollten. Ebenfalls vorbildlich sind die kleinen, aber feinen Details, die der Lampe mit auf den Weg gegeben wurden. Angefangen vom Drop-in-System, das die Lampe auch längerfristig aktuell hält, über das Gummi, das den Tailstand ermöglicht, bis hin zum mitgelieferten Diffuser – hier hat sich wirklich jemand Gedanken über eine anwenderfreundliche Lampe gemacht. Für einen Verkaufspreis zwischen 56 und 63 Euro (Stand: August 2010) ist die Lampe ein echtes Schnäppchen. Die Lampe wurde freundlicherweise vom Mertrado-Shop Akkudo http://www.akkudo.de/ zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.eagletac.com.

EagleTac P20A2 MarkII 009
Auch an der Materialstärke gibt es nichts zu bemängeln.

 

EagleTac P20A2 MarkII 010
Größenvergleich zur Fenix LD20.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 S
ekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Als Vergleich: LD20 mit Cree XP-G-R4-LED und LD20 mit Cree XR-E-Q5-LED.

EagleTac P20A2 MarkII 011
EagleTac P20A2 MarkII low

 

EagleTac P20A2 MarkII 012
EagleTac P20A2 MarkII “General Mode”

 

EagleTac P20A2 MarkII 013
EagleTac P20A2 MarkII Turbo

 

EagleTac P20A2 MarkII 014
Fenix LD20 R4

 

EagleTac P20A2 MarkII 015
Fenix LD20 Q5

Review Jaunt E7

23. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 3 Kommentare

Jaunt E7 001
Die Jaunt E7 ist ein gutes Beispiel dafür, was man beim Bau einer Taschenlampe alles verkehrt machen kann.


Verpackung/Lieferumfang:

In einem stabilen Pappkarton sind neben der Lampe ein Holster, ein Lanyard, ein Ersatz-O-Ring und eine “VIP-Card” enthalten. Weiterhin finden sich im Karton noch ein Ladegerät und ein 18650-Akku, die beim Testmodell nicht enthalten waren.

Jaunt E7 002
Lieferumfang des Testmodells.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 137 mm
Reflektoröffnung: 28 mm
Durchmesser Kopf: 36 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 108 g
Gewicht mit Akku: 156 g
Anodisierung: HA II, die Ausführung könnte besser sein.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap und am Combatring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Beim Auspacken fiel zunächst ein leichtes Klappern auf. Die Ursache war die Pill, die nicht richtig festgeschraubt war. Beim Festziehen fiel dann auf, dass die Platine mit der LED nur aufgelegt wurde und lediglich durch das Loch im Reflektor in Position gehalten wird. Der Combatring als Rollschutz und für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Lampenkörpers. Die Anodisierung ist, obwohl vom Hersteller als HA III angegeben, nur vom Typ II. An einigen winzigen Stellen kommt noch das Aluminium durch, hier wurde ein wenig schlampig gearbeitet. Ob man mit der “VIP-Card” an einem Gewinnspiel teilnehmen kann oder einen Logenplatz in der chinesischen Oper bekommt, entzieht sich meiner Kenntnis, da sie in chinesischer Sprache gehalten ist.

Jaunt E7 003
Zugeschaut und mitgebaut: Die Platine wurde einfach nur aufgelegt und festgelötet.

 

Jaunt E7 004
Durch das Loch im Reflektor wird die LED “zentriert”.

 

Jaunt E7 005
Der Ring für die Haltung im Zigarrengriff ist fester Bestandteil des Bodys.

 

Jaunt E7 006
Nur chinesische VIPs wissen, was mit dieser Karte anzufangen ist.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einem 18650-Akku oder alternativ mit zwei CR123-Batterien. Laut Hersteller liefert sie in der hellsten Stufe 248 Lumen, was doch ein wenig gestrunzt ist, wie die Bilder weiter unten zeigen. Zum Test trat die Lampe in der hellsten Stufe an. Als Stromversorger diente ein 18650-Akku mit einer Kapazität von 2400mAh. Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 9.700 Lux.
Praxistest Luxmessung:
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 9.000 Lux
nach 30 Minuten: 8.300 Lux
nach 45 Minuten: 6.900 Lux
nach 60 Minuten: 6.800 Lux
nach 75 Minuten: 6.400 Lux
nach 90 Minuten: 6.000 Lux
nach 105 Minuten: 5.800 Lux
nach 120 Minuten: 5.600 Lux
nach 150 Minuten: 5.500 Lux
nach 180 Minuten: 5.300 Lux
Nach vier Stunden zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 3.100 Lux. Der Akku wurde nach Entnahme mit 3,61 Volt gemessen. Beim ersten Testlauf legte die Lampe nach 50 Minuten ein ungewöhnliches Verhalten an den Tag. Die Werte am Luxmeter kletterten um 600 Lux nach oben und lagen über dem nach 45 Minuten gemessenen Wert. Bei der Wiederholung des Tests mit einem anderen Akku gleicher Kapazität verhielt sich die Lampe “brav” und wurde nicht mitten im Test wieder heller. Bis zum Ende des Tests blieb die Differenz von 600 “Mehr-Lux” aus Versuch 1 gegenüber dem zweiten Testlauf konstant.
Fazit: Das Positive zuerst: Die Lampe hat kein Wärmeproblem. Auch beim Ausschalten des beim Test prophylaktisch zugeschalteten Ventilators über einen längeren Zeitraum wurde die Lampe nie mehr als handwarm. Was angesichts der Tatsache, dass die Lampe von Beginn der Laufzeit an kontinuierlich dunkler wird, nicht verwundert. Bereits nach 20 Minuten hat die E7 zehn, nach 45 Minuten fast 30 Prozent ihrer Ausgangshelligkeit eingebüßt. Nach 50 Minuten verhält sich die Lampe geregelt; ab diesem Zeitpunkt geht der Lichtabbau nur sehr langsam vonstatten.

Reflektor/Linse:
Die LED ist eine Cree 7090 XR-E Q5. Als Reflektor dient ein OP aus Aluminium, der hinter einer Glaslinse sitzt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem leichtgängigen Forward-Clicky. Sie verfügt über fünf Leuchtstufen, die in der Reihenfolge high-medium-low-Strobe-SOS durchgeschaltet werden. Die Betonung liegt hier auf “Schalten”, denn eine Tastfunktion gibt es nicht. Um die nächste Leuchtstufe zu erreichen, muss der Clicky innerhalb von zwei Sekunden ganz durchgedrückt werden. Morsen und Momentlicht sind dadurch nicht möglich. Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellsten Leuchtstufe.

Jaunt E7 007
Die Bedienung ist ungewöhnlich, da der Schalter über keine Tastfunktion verfügt. Der Schalter selbst macht nicht den hochwertigsten Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einigen “Cree-Ringen” deutlich von Spill ab. Auf die Entfernung wird der Übergang fließender. Die Ausrichtung der Lampe liegt irgendwo zwischen “noch Fluter” und “leichtem Thrower”.

Jaunt E7 008
“White wall beamshot” der Jaunt E7.


Resümee:
Auch hier das Positive zuerst: Die Jaunt E7 macht vorne Licht, wenn man hinten draufdrückt. Doch angefangen mit Äußerlichkeiten wie der nicht gut ausgeführten Anodisierung über die LED-Einheit, die einfach nur “aufgelegt” ist bis hin zur fehlenden Regelung bzw. einer Regelung, die erst dann einsetzt, wenn man den Akku eigentlich bereits getauscht hat, wurde so ziemlich alles verkehrt gemacht. Erhältlich ist die Lampe für 44$. Auch, wenn Ladegerät und Akku in diesem Preis enthalten sind, ist das immer noch viel zu teuer. Qualitativ vergleichbare Lampen ohne jegliches Zubehör gibt es beim China-Dealer des Vertrauens bereits für 15 bis 20 Euro.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Das erste Bild zeigt die Jaunt E7 (angegeben mit 248 Lumen), das mittlere die EagleTac P20A2 (angegeben mit 230 Lumen). Ganz unten: Fenix TK11 R2 (angegeben mit 240 Lumen).

Jaunt E7 009

Jaunt E7 010

Jaunt E7 011

Heavy Metal

10. Juli, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Heavy Metal001
Mit der Ultrafire C3, der Trustfire F22 und der Tank007 E3 (von links) bewerben sich heute drei Edelstahl-Schwergewichte für den Licht-Grammy.


Beschreibung der Lampen:

Ultrafire C3
Länge: 95 mm
Reflektoröffnung: 16,5 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 68 g
Gewicht mit Akku: 96 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Trustfire F22
Länge: 103 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20,5 mm
Gewicht: 90 g
Gewicht mit Akku: 118 g
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Tank007 E3
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 16 mm
Durchmesser Kopf: 20,5 mm
Durchmesser Tail: 20 mm
Gewicht: 80 g
Gewicht mit Akku: 108 g
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.

Alle drei Kandidaten können wahlweise mit einem 14500-Akku oder einer AA-Batterie/einem AA-Akku betrieben werden. Während die Ultrafire lediglich einen Modus bietet, verfügen die anderen Lampen über mehrere Leuchtstufen. Neben den obligatorischen Modi high-medium-low sind jeweils zwei Blinkmodi integriert. Für den ein- oder anderen mag das nervig sein, und meine Wenigkeit ist zwar ebenfalls kein Freund von Blinkmodi – aber was wäre eine richtige Heavy-Metal-Show ohne Effekte?
Die Trustfire und die Tank 007 werden in der Reihenfolge high-mid-low-fast strobe-SOS geschaltet. Die Hersteller-Lumenangaben auf high beim Betrieb mit einem 14500-Akku: Ultrafire C3: 180-200 Lumen, Trustfire F22: 220 Lumen, Tank007 E3: 230 Lumen.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zum (Con-)Test gingen alle Probanden mit einem 2.000mAh-Eneloop-Akku auf die Bühne. Die Messung erfolgte jeweils in der hellsten Leuchtstufe. Zur prophylaktischen Kühlung wurde bei allen Testläufen eine konstante Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator installiert.
Praxistest Luxmessung:
Ultrafire C3
beim Einschalten: 3.200 Lux
nach 5 Minuten: 3.000 Lux
nach 15 Minuten: 2.700 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.500 Lux
Innerhalb der nächsten zehn Minuten brach die Lichtleistung auf 1.500 Lux ein mit weiter fallender Tendenz. Ende des Konzerts.

Trustfire F22
beim Einschalten: 2.400 Lux
nach 5 Minuten: 2.100 Lux
nach 15 Minuten: 2.000 Lux
nach 30 Minuten: 2.000 Lux
nach 45 Minuten: 1.900 Lux
nach 60 Minuten: 1.800 Lux
Hier endete der Gig nach 65 Minuten mit deutlich nachlassender Leistung und einem Helligkeitseinbruch bis auf 1.000 Lux nach 70 Minuten.

Tank007 E3
beim Einschalten: 3.100 Lux
nach 5 Minuten: 2.800 Lux
nach 15 Minuten: 2.600 Lux
nach 30 Minuten: 2.600 Lux
nach 45 Minuten: 2.400 Lux
Nach 50 Minuten ging der Lampe die Power aus; schließlich verließ sie die Bühne mit 1.000 Lux nach 55 Minuten.

Fazit: Die Regelung ist bei allen Lampen durchaus zufriedenstellend. Beim Einsatz als EDC wird man die Lampen im seltensten Fall unter den Testbedingungen, sprich durchgängig im hellsten Modus, betreiben, sodass man mit einem Akku über einen längeren Zeitraum auskommt. Alle Lampen lieferten mit einem 14500-Akku zwischen 900 und 1.100 Lux mehr. Als EDC sollte der Betrieb mit AA-Batterie/Akku ausreichen; wer mehr will, muss eine kürzere Laufzeit in Kauf nehmen und die Tatsache, dass der Dauerbetrieb auf high aufgrund der Wärmeentwicklung (viel Leistung/kleines Gehäuse) nicht empfehlenswert ist.

Reflektor/Linse:
Bei allen Lampen wurden die Reflektoren aus Aluminium gefertigt. Bei der Trustfire und der Tank007 kommen SMO-Reflektoren zum Einsatz, die Ultrafire verwendet einen OP. Die Ultrafire und die Tank 007 sind mit einer Cree XR-E-Q5-LED bestückt, während bei der Trustfire eine XP-E-R2-LED verbaut wurde. Die Frontlinsen bestehen bei allen Modellen aus Glas.

Heavy Metal002
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet werden die Lampen mit einem Reverse-Clicky in der Tailcap. Alle Clickys sind leichtgängig und somit ohne großen Kraftaufwand zu bedienen. Morsen ist nur mit der Ultrafire C3 möglich.

Heavy Metal003
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Beam:

Alle Lampen produzieren auf kürzeste Entfernung einen ausgeprägten Hotospot, der allerdings bereits nach wenigen Metern weich in den Spill übergeht.

Heavy Metal004
v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.


Resümee:

Der Gewinner des “Light-Contests” ist schwerlich auszumachen. Die Lampen tun sich nicht wirklich viel; als “Edel-EDCs” taugen alle drei Kandidaten. Vor einer objektiven Entscheidung dürfte daher eher die subjektive Beurteilung stehen, welche Lampe einem denn nun am besten gefällt. Preislich liegt die Ultrafire bei 25$, die Trustfire bei 23$ und die Tank007 bei 35$.

Heavy Metal005
Ordentliche Materialstärke bei allen Testkandidaten. v.l.: Ultrafire C3, Trustfire F22, Tank007 E3.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Heavy Metal006
Ultrafire C3 AA

 

Heavy Metal007
Ultrafire C3 14500

 

Heavy Metal008
Trustfire F22 AA

 

Heavy Metal009
Trustfire F22 14500

 

Heavy Metal010
Tank007 E3 AA

 

Heavy Metal011
Tank007 E3 14500

Review Taclights Coplite

Taclights Coplite 001
Nach der Patriot durchläuft heute eine weitere Lampe von Taclights, die Coplite, den Testparcours des Ausbilders.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Pappkarton wird die Lampe mit Holster, Lanyard und einem Datenblatt (englisch) ausgeliefert.

Taclights Coplite 002
Lieferumfang nicht nur für Polizisten.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 146 mm
Reflektoröffnung: 26 mm
Durchmesser Kopf: 34 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 136 g
Gewicht mit Akku: 182 g
Anodisierung: HA II, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: Beim Unterwassertest im Waschbecken (Ein- und Ausschalten, Durchschalten der Modi) drang Wasser in den Lampenkörper ein. Der Funktion tat das indes keinen Abbruch. Ein zweiter Versuch ohne Schaltvorgänge lieferte das gleiche Ergebnis. Auch als an der Tailcap nichts gedrückt oder gedreht wurde, drang Wasser in den Body ein. Die Testlampe ist an der Endkappe bzw. am Selektorring schlicht und einfach nicht ganz dicht. In den Lampenkopf drang kein Wasser ein.
Besonderheiten: Statt eines Clickys verfügt die Lampe über einen Mikroschalter. Die Gewinde wurden ebenfalls anodisiert und von Werk aus bereits ausreichend gefettet.

Taclights Coplite 003
Auch die Gewinde wurden anodisiert. Durch leichtes Lösen der Tailcap kann die Lampe so gegen versehentliches Einschalten gesichert werden.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Coplite mit zwei CR123-Batterien oder einem 18650-Akku in einem Spannungsbereich von 3,7 bis 6 Volt. Der Betrieb mit zwei 3,7-Volt-Akkus ist also nicht möglich. Angegeben ist die Coplite mit 220 Lumen bei einer Laufzeit von 150 Minuten. Die Lumenangabe ist dezent übertrieben. Über den dunklen Modus macht Taclights keine Angaben. Ohne entsprechende Messausrüstung hier einen genauen Wert anzugeben, ist nicht möglich; der durch “Bouncing” festgestellte Wert dürfte zwischen 10 und 20 Lumen liegen. Zum Test trat die Lampe in der hellen Leuchtstufe mit einem 18650er-Akku mit 2400mAh an.
Praxistest Luxmessung:
Beim Einschalten zeigte das Luxmeter 6.700 Lux.
Weitere Messergebnisse:
nach 10 Minuten: 6.700 Lux
nach 20 Minuten: 6.500 Lux
nach 30 Minuten: 6.400 Lux
nach 40 Minuten: 6.200 Lux
nach 50 Minuten: 6.000 Lux
nach 60 Minuten: 5.900 Lux
nach 80 Minuten: 5.700 Lux
nach 100 Minuten: 5.400 Lux
nach 120 Minuten: 5.200 Lux
nach 140 Minuten: 5.100 Lux
nach 160 Minuten: 5.000 Lux
Nach 180 Minuten und weiterhin 5.000 Lux habe ich den Test abgebrochen und die Leerlaufspannung des Akkus gemessen. Unmittelbar nach Entnahme waren es 3,76 Volt, was einer Restkapazität zwischen 30 und 40 Prozent entspricht. Somit ist auch über die drei Stunden Dauerbetrieb hinaus noch für einige Zeit brauchbares Restlicht gegeben. Während des Betriebs war lediglich eine minimale Erwärmung übers gesamte Gehäuse feststellbar.
Fazit: Die Regelung der Coplite ist sicherlich nicht grandios, aber durchaus zufriedenstellend. Nach 30 Minuten im Dauerbetrieb liegt der Lichtverlust bei fünf, nach einer Stunde bei knapp über zehn Prozent. Im Praxisbetrieb ohne durchgängigen Betrieb in der hellen Stufe dürften somit lange Einsatzzeiten ohne Akkuwechsel erzielt werden. Ein Wärmeproblem war bei der Lampe nicht festzustellen.

Reflektor/Linse:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Cree XR-E-R2-LED ihre Dienste. Für die Lichtverteilung sorgt ein OP-Reflektor aus Aluminium.

Taclights Coplite 004
Dadurch, dass die Linse tief im Bezel sitzt, ist sie gut geschützt. Ein leicht texturierter Orange-Peel-Reflektor verteilt das Licht.


Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters in der Tailcap wird die Coplite eingeschaltet. Der Schalter selbst ist relativ leichtgängig, aber dadurch, dass der Weg bis zum Druckpunkt, an dem er einrastet, relativ lang ist, war zumindest mir eine Einhandbedienung nur im Zigarrengriff möglich. Auf kurze Tastimpulse reagiert die Lampe sofort, Momentlicht und Morsen sind somit möglich. In der Mitte der Tailcap sitzt ein Selektorring, mit dem die drei Modi hell (Anschlagsstellung links), dunkel und schneller Strobe (Anschlagsstellung rechts) angewählt werden. Der Selektorring hat keine Rasterung; der dunkle Modus ist im Dunkeln dadurch nur nach Gefühl anwählbar.

Taclights Coplite 005
Die Tailcap. Der Selektorring hat ohne Rasterung lediglich links und rechts zwei Anschlagsstellungen; dazwischen liegt der dunkle Modus, der im Dunkeln nur nach Gefühl angewählt werden kann. Beim Testmodell drang durch die Tailcap Wasser ins Gehäuse ein – eindeutig suboptimal.


Beam:

Die Lampe erzeugt einen klar definierten Hotspot, der sich ohne störende Ringe vom Sidespill absetzt.

Taclights Coplite 006
Echte Cops sagen durch die Blume, dass man stehen bleiben soll, oder sie schießen. Das neckische Muster entsteht durch die Zacken des Bezels.


Resümee:
Die Taclichts Coplite ist eine gut verarbeitete Lampe mit eigenwilligem Design, die die, teilweise auch deutlich teurere, Konkzrrenz nicht fürchten muss. Die Regelung ist nicht “State of the art”, geht aber in Ordnung, und nicht nur Cops haben für lange Zeit immer noch ausreichend Licht. Nach drei Stunden Dauerbetrieb war die Helligkeit mittels Bouncing mit der Fenix LD20 auf high (mit angegebenen 94 Lumen) vergleichbar. Einziger Kritikpunkt ist der Selektorring, der über keine Rasterung verfügt und dadurch das Anwählen des dunklen Modus’ zur Gefühlssache macht. Dass der Selektorring bzw. das Clickygummi für die Undichtigkeit der Lampe verantwortlich ist, dürfte ein Einzelfall sein, da diese Tailcap auch bei anderen Taclights-Modellen Verwendung findet und solche Probleme dort nicht auftreten. Deutsche Cops würden sich über das Testmodell der Taclights Coplite als Dienstlampe auf jeden Fall freuen, es sei denn, sie arbeiten bei der Wasserschutzpolizei. In Deutschland ist die Lampe zum Preis von 59 Euro (Stand: Juni 2010) unter www.taschenlampen-papst.de zu beziehen, weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.taclights.cn.

Taclights Coplite 007
Waschen, Legen, Föhnen, Zustechen, Scheiben einschlagen: Die Coplite ist auch für härtere Gangarten geeignet.

 

Taclights Coplite 008
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Taclights Coplite, Fenix TK11.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4,8 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Die Fenix TK11 R2, die vom Lichtbild her ähnlich ist, aber mehr Spill liefert und einen Tick heller ist.

Taclights Coplite 009
Taclights Coplite

 

Taclights Coplite 010
Fenix TK11 R2

Review Taclights Patriot

Taclights Patriot 001

Die Patriot ist das Flaggschiff des chinesischen Herstellers Taclights. Bis auf den doofen militärischen Namen handelt es sich dabei um eine gelungene MCE-Lampe mit exzellenten Thrower-Qualitäten.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Pappkarton, Lampe. Mehr nicht.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 198 mm
Reflektoröffnung: 61 mm
Durchmesser Kopf: 76 mm
Durchmesser Tail: 49 mm
Gewicht: 508 g
Gewicht mit Akkus: 602 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Mikroschalter zum Durchschalten der Modi. Auffällig ist der große Kopf mit tiefem Reflektor.

Taclights Patriot 002

“Unterdimensioniert” kann man diesen Kopf nun wirklich nicht nennen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus oder alternativ 4 CR123A-Batterien versorgen die Lampe mit Strom. Die Betriebsspannung liegt zwischen 7,4 und 12 Volt. Laut Hersteller soll die Lampe auf der hellsten Stufe 800 Lumen für 100 Minuten liefern. Der Laufzeittest erfolgte in der hellsten Stufe mit zwei 18650er-Akkus mit einer Kapazität von 2500mAh.
Praxistest Luxmessung:
Unmittelbar nach dem Einschalten wurden 21.800 Lux gemessen. Nach fünf Minuten lag der Wert bei 21.200 Lux
Weitere Messergebnisse:
nach 15 Minuten: 20.700 Lux
nach 30 Minuten: 20.700 Lux
nach 45 Minuten: 20.700 Lux
nach 60 Minuten: 20.700 Lux
nach 75 Minuten: 20.700 Lux
nach 90 Minuten: 20.700 Lux
Nach 95 Minuten begann die Lampe, schnell herunterzuregeln und zu flackern, als Zeichen, dass ein Akkuwechsel ansteht. Die Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme mit 3,22 und 3,13 Volt gemessen. Auf der dunkelsten Stufe kann die Patriot anschließend noch einige Zeit genutzt werden, plötzlich im Dunkeln steht man mit ihr nicht.
Während des Betriebs war lediglich eine leichte Erwärmung der Lampe feststellbar. Ein Wärmeproblem scheint die Patriot nicht zu kennen. Dennoch wurde rein prophylaktisch in kurzen Intervallen eine Kühlung durch einen Modellbau-Ventilator zugeschaltet.
Fazit: Die Regelung der Lampe funktioniert über die gesamte Laufzeit ausgezeichnet. Lediglich zu Beginn der Laufzeit büßt die Lampe 1000 Lux ein, was allerdings gerade mal fünf Prozent ihrer maximalen Helligkeit ausmacht.

Taclights Patriot 003

Die Akkus sind nebeneinander angeordnet.

 

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Glaslinse sitzen ein OP-Reflektor und eine Cree-MCE-LED.

Taclights Patriot 004

Vorderansicht des Patrioten.

 

Taclights Patriot 005

Kopf und Reflektor.

 

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Patriot mit einem Forward-Clicky. Morsen ist mit der Lampe nicht möglich, da sie beim nächsten Druck auf den Clicky ausgeschaltet wird und beim übernächsten Druck in den nächsten Modus wechselt. Falls man in Krisengebieten von der Truppe getrennt werden sollte, kann man den Kameraden folglich nicht mitteilen, dass man Wasser benötigt oder im afghanischen Autokino gerade ein toller Streifen läuft. Die Schaltreihenfolge ist high-aus-medium-aus-low-aus-Strobe-aus-SOS-aus. Die Umschaltung erfolgt über einen Mikroschalter, der einen weichen bis mittelharten Druckpunkt hat und trotz der Größe/Dicke der Lampe sehr angenehm zu schalten ist. Die Lampe ist ein wenig kopflastig, dennoch liegt sie gut in der Hand.

Taclights Patriot 006

Der Schalter ist in der Tailcap versekt. Leider liegt zwischen den verschiedenen Helligkeitsstufen immer die “Aus-Stufe”.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen ohne störende Ringe weich vom Sidespill ab. Das bleibt auch auf die Entfernung so. Die Lampe liefert ausreichend hellen Sidespill, dabei ist das Lichtbild nicht so ausgewogen, wie man es von den meisten MCE-Lampen gewohnt ist. Ihre Stärke spielt die Patriot auf die Entfernung aus. Sie hat keine Probleme, mit guten Single-LED-Throwern mitzuhalten, ganz im Gegenteil: Auf weite Entfernungen wird ein viel größerer Bereich hell ausgeleuchtet. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Patriot auf high, medium und low.

Taclights Patriot 007

Taclights Patriot 008

Taclights Patriot 009

 

Resümee:
Der Name ist sch… …on gewöhnungsbedürftig, die Lampe dafür umso besser. Die Taclights Patriot ist ein waschechter MCE-Thrower, der gleichzeitig in den gut gewählten niedrigeren Leuchtstufen auch als Lauflampe Verwendung finden kann. Nicht gut gelöst ist das Schaltkonzept. Zwischen den einzelnen Leuchtstufen muss man immer über “Aus” gehen. Strobe und SOS sollten meiner Meinung nach, gerade angesichts dieser Tatsache, im UI versteckt sein oder ganz weggelassen werden. Wer beispielsweise aus der mittleren Stufe auf high wechseln möchte, hat eine regelrechte Schaltorgie vor sich. Eine Memory-Funktion hat die Patriot nicht, sie startet immer im hellsten Modus, was angesichts des Schaltkonzepts sicherlich einen Vorteil darstellt. Die Verarbeitung ist hochwertig und kann ohne Schwierigkeiten mit den Produkten der “namhaften” Konkurrenz mithalten. Erhältlich ist die Lampe unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 159 Euro (Stand: Mai 2010). Zur Verfügung gestellt wurde die Patriot freundlicherweise von Taclights. (www.taclights.cn).

Taclights Patriot 010

Größenvergleich: Olight M30 mit Verlängerung, Taclights Patriot.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Als Vergleich: Olight M30 als MCE-Lampe, Raidfire Spear (OP) als “Semi-Thrower” und Eastward YJ XGR2 als Thrower (alle auf höchster Leuchtstufe).

Taclights Patriot 011

Olight M30

 

Taclights Patriot 012

Edgetac Raidfire Spear OP

 

Taclights Patriot 013

Eastward YJ XGR2

 

Taclights Patriot 014

Taclights Patriot high

 

Taclights Patriot 015

Taclights Patriot medium

 

Taclights Patriot 016

Taclights Patriot low

Review Taclights Behemoth C12

Taclights Behemoth C12 001

Mit der Behemoth C12 kommt diesmal eine Lampe des relativ unbekannten chinesischen Herstellers Taclights auf den Prüfstand, die im Nah- und Fernbereich einsetzbar ist.

 

Zuerst wird nicht etwa der Lampe, sondern ihrem Namen auf den Grund gegangen. Was sich anhört wie ein Mittel gegen Blähungen, klärt sich spätestens beim Besuch eines bekannten Online-Wörterbuchs. Zitat: “Behemoth ist der Name eines Ungeheuers der jüdisch-christlichen Mythologie.”
Kann die Lampe ihrem Namen gerecht werden, oder ist sie doch eher ungeheuerlich?

 

Verpackung und Lieferumfang:
Die Behemoth wird in einem stabilen Pappkarton geliefert. Erhältlich ist sie in zwei Ausführungen: Als C12 (Lieferumfang: Lampe und Bedienungsanleitung) und als C12R (Lieferumfang: Lampe, Bedienungsanleitung, zwei 18650-Akkus, Ladegerät.)

Taclights Behemoth C12 002

Lieferumfang der Behemoth C12.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 234 mm
Reflektoröffnung: 44,5 mm
Durchmesser Kopf: 52 mm
Durchmesser Tail: 30,5 mm
Gewicht: 281 g
Gewicht mit Akkus: 377 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßige Ausführung.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja
Löcher für Lanyard: nein.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Anwahl der Modi erfolgt über einen Selektorring an der Tailcap. Ein- und ausgeschaltet wird die Behemoth über einen Clicky mit Mikroschalter.
Erster Eindruck:
Positiv fiel zunächst auf, dass alle Gewinde bereits ab Werk ausreichend gefettet sind. Negativ fiel auf, dass sich beim Ab- und Festschraubens des Lampenkopfs ein kleines Stück des O-Rings am Body löste. Dies ist nicht der Qualität des Rings geschuldet, sondern der Tatsache, dass er etwas zu dick ist und vom Lampenkopf beim Zuschrauben in Richtung Lampenkörper gedrückt wird. Ersatz-O-Ringe wurden leider nicht mitgeliefert, doch gemäß dem Motto “Die Welt gehört den Mutigen” musste das Ungeheuer den Unterwassertest eben so bestehen. Ergebnis: Nach mehrmaligem Ein- und Ausschalten und Durchschalten der Modi drang kein Wasser in die Lampe ein.

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die C12 in einem Arbeitsbereich von 7,4 bis 12 Volt mit zwei 18650-Akkus oder vier CR123A-Batterien. Laut Hersteller liefert sie in der hellen Stufe 650 Lumen bei einer Laufzeit von 100 Minuten. Über den dunkleren Modus macht der Hersteller keine Angaben, sondern charakterisiert ihn als “target illumination”, zur Ausleuchtung größerer Flächen im Nahbereich. Der Praxistest erfolgte in der hellen Stufe, die Lampe wurde dabei mit zwei 18650er-Akkus mit einer Kapazität von 2500 mAh betrieben.
Praxistest Luxmessung:
Direkt nach dem Einschalten zeigte das Luxmeter 20.100 Lux Weitere Messergebnisse:
nach 5 Minuten: 19.200 Lux
nach 10 Minuten: 18.900 Lux
Nach 20 Minuten und angezeigten 18.900 Lux wurde die Behemoth spürbar warm. Da der Testlauf bei fest montierter Lampe ohne jegliche Kühlung stattfand, wurde eine konstante Kühlung in Form eines kleinen Modellbau-Ventilators installiert. Anschließend blieben die Lux-Werte bis zum Ende der Laufzeit nahezu konstant.
nach 30 Minuten: 18.900 Lux
nach 40 Minuten: 18 800 Lux
nach 50 Minuten: 18.700 Lux
nach 60 Minuten: 18.900 Lux
nach 70 Minuten: 18.900 Lux
nach 75 Minuten: 19.300 Lux
nach 80 Minuten: 18.300 Lux
Innerhalb der nächsten Minuten fiel der Wert kontinuierlich. Nach 85 Minuten zeigte das Luxmeter noch 12.200 Lux, Tendenz: schnell weiter fallend. Nach 90 Minuten wurde der Test bei 7.400 Lux abgebrochen. Die verwendeten Akkus wurden unmittelbar nach Entnahme noch mit knapp unter 3V gemessen. Kein Grund zur Besorgnis, aber auch kein Freifahrtschein, sie noch wesentlich länger zu verwenden, wenn das Licht dunkler wird.
Fazit: Bis auf die ersten Akkuspitzen bekommt der Treiber der Lampe die Akkus schnell in den Griff. Die Helligkeit wird, bei leichter Kühlung, über den gesamten Testzeitraum fast kontinuierlich gleichbleibend gehalten. Die zugeschaltete Kühlung durch den Modellbau-Ventilator lässt aus meiner Sicht nicht wirklich auf ein gravierendes Wärmeproblem der Lampe schließen, denn beim Einsatz draußen wird die Lampe schließlich durch die Umgebungsluft beim Laufen und den eigenen Blutkreislauf gekühlt. Sicher – ohne jegliche Kühlung gibt es ein Wärmeproblem, aber das ist im Vergleich zu den meisten mir bekannten Lampen mit MCE-Emitter als eher gering einzustufen.

Reflektor/Linse:
Zum Einsatz kommt eine Cree-Multichip-LED, die hinter einer Glaslinse sitzt. Als Reflektor wird ein OP verwendet.

Taclights Behemoth C12 003

Eine Cree MC-E sorgt für Licht.

Bedienung:
Mittels eines Mikroschalters wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Dieser Schalter ist taktischer Natur, Momentlicht und Morsen sind problemlos mit einer Hand möglich. Doch da der Schaltweg bis zum eigentlichen Punkt, an dem der Schalter einrastet, relativ weit und der Druckpunkt sehr hart ist, war – zumindest mir – eine Einhandbedienung nicht möglich. Ist die Lampe einmal eingeschaltet, können die drei Modi in der taktischen Fausthaltung auch mit einer Hand angewählt werden. Dies geschieht über einen Selektorring an der Tailcap. Dreht man den Ring nach links, gibt das Ungeheuer seine geballte Leuchtkraft preis. Ein Stückchen weiter rechts liegt der “Low-Modus”, und in der Endstellung ganz rechts erreicht man den Strobe-Modus. Leider ist der Selektorring stufenlos verstellbar. Somit erfolgt keine spürbare Rückmeldung, in welchem Modus man sich gerade befindet, außer in den Endstellungen. Bei Tageslicht bereitet das keine sonderlichen Probleme, doch falls man die Lampe im Dunkeln in der “Low”-Stufe einschalten möchte, gerät dieser Versuch zum Lotteriespiel, sofern die Lampe nicht zuletzt in ebendiesem Modus ausgeschaltet wurde.

Taclights Behemoth C12 004

Der Selektorring (mit Schräubchen) hat keine Rasterung.

Beam:
Auf kürzeste Entfernungen setzt sich ein klar definierter Hotspot durch eine dunklere Corona vom Sidespill ab. Bereits ab wenigen Metern Entfernung zeigt die Lampe, dass sie ihren Namen zu recht trägt. Sie leuchtet einen großen Bereich gleichmäßig aus und erzielt dabei gleichzeitig eine gute Reichweite, wobei der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter geht.

Taclights Behemoth C12 005

“White-wall-Beamshot” des Ungeheuers.

Resümee:
Insgesamt macht die Taclights Behemoth C12 einen mehr als ordentlichen Eindruck. Die Lichtleistung ist beeindruckend, dabei ist die Lampe immer noch handlich. An einigen Stellen allerdings ist Nachbesserung angesagt. (zu dicker O-Ring an der Verbindung Body/Kopf, keine Ersatz-O-Ringe, Druckpunkt des Clickys, Selektorring). Nicht, dass das Gesamtpaket schlechter wäre als bei manch anderen Fabrikaten, aber gerade ein noch unbekannter Hersteller sollte verstärkt darauf achten, dass es eben noch einen Tick besser ist. Zu beziehen sein wird die Lampe in Deutschland voraussichtlich ab Mai/Juni 2010 unter www.taschenlampen-papst.de, weitere Infos gibt es auf der Herstellerseite www.taclights.cn. Der Preis für die Lampe wird voraussichtlich bei 129 Euro (Stand: April 2010) liegen. Zu Verfügung gestellt wurde das Ungeheuer freundlicherweise von Taclights.

Taclights Behemoth C12 006

Größe ist immer ein relativer Begriff. Die Taclights Behemoth im Vergleich mit der Olight M30, der Raidfire Spear, der Fenix TK11…

Taclights Behemoth C12 007

…und der Led Lenser X21.

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 aufgenommen. Das erste Bild zeigt als Vergleich die Olight M30 auf hellster Stufe, Bild 2 die Behemoth auf high, Bild 3 die Behemoth auf low. Wie auf Bild 2 zu sehen ist, “überstrahlt” die Behemoth im Spot sogar, was nicht dem Eindruck des menschlichen Auges entspricht. Hier hätte ich kürzer belichten müssen – ein Phänomen, das bei der eigentlich bewährten Einstellung bisher nur bei der Led Lenser X21 aufgetreten ist.

Taclights Behemoth C12 008

Taclights Behemoth C12 009

Taclights Behemoth C12 010

Review Romisen RC-29

27. März, 2010 Lichtinsdunkel 2 Kommentare

Romisen RC-29 001

Wer für kleines Geld eine Zweitlampe im Hosentaschenformat sucht, bekommt mit der Romisen RC-29 eine Lampe, die diese Kriterien mehr als zufriedenstellend erfüllt.

 

Lieferumfang:
Lampe und Lanyard

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 98 mm
Reflektoröffnung: 21 mm
Durchmesser Kopf: 30 mm
Durchmesser Tail: 26 mm
Gewicht: 65 g
Gewicht mit Akku: 92 g
Anodisierung: HA II, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: Die RC-29 ist durch Drehen des Lampenkopfs fokussierbar. Der Fokus lässt sich von breit gestreutem Licht bis zu einem Lichtkegel, bei dem ein Abbild der LED projiziert wird, einstellen. Die Lampe ist komplett durchanodisiert. Das Gummi der Tailcap ist in orange gehalten, der Ring vorne am Bezel in einer ähnlichen Farbe eloxiert, dadurch wirkt die Lampe optisch – zumindest aus meiner Sicht – äußerst gefällig.

Romisen RC-29 002

Für eine Lampe dieser Preisklasse nicht unbedingt üblich: Auch die Gewinde sind anodisiert.

Romisen RC-29 003

Die Tailcap von innen.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit einer AA-Batterie/einem AA-Akku. Laut Herstellerangaben liefert sie einen Lichtstrom von 100 Lumen bei einer Laufzeit von einer Stunde.
Bei der Messung auf einen Meter Entfernung mit neuer Batterie/vollgeladenem LSD-Akku zeigt das Luxmeter bei defokussierter Einstellung der Lampe 400 Lux; komplett fokussiert sind es 10.400 Lux. Die Laufzeitmessung erfolgte mit einem vollgeladenen LSD-Akku mit einer Kapazität von 2100 mAh. Beim Test war die Lampe komplett fokussiert. Der größte Helligkeitseinbruch war in den ersten fünf Minuten nach dem Einschalten feststellbar. Nach einer Minute wurden noch 9.500 Lux angezeigt, nach fünf Minuten war der Wert auf 8.800 Lux gesunken. Anschließend blieb die Helligkeit nahezu konstant. Nach einer Viertelstunde und nach 30 Minuten lag der Wert gleichbleibend bei 8.500 Lux. Eine Erwärmung war zwar spürbar, mehr als handwarm wurde die Romisen dabei jedoch nicht. Nach 45 Minuten konnten noch 8.300 Lux gemessen werden, nach einer Stunde noch 7.700. Anschließend ging es schnell bergab. Nach 70 Minuten lag die Beleuchtungsstärke bei 5.300 Lux. Tendenz: schnell fallend, Testabbruch. Ergebnis: Die angegebene Laufzeit seitens des Herstellers wurde leicht übertroffen. Während die Helligkeit beim Akkubetrieb fast konstant blieb, mag die Lampe Batterien nicht so sehr, was sich durch langsame, aber fortwährende Abnahme der Leuchtkraft über die gesamte Laufzeit äußert.

 

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse sitzt eine Cree XR-E-Q5-LED. Das weitere Innenleben der Lampe bleibt verborgen, da der Kopf des Testkandidaten nicht gewaltfrei geöffnet werden kann.

Romisen RC-29 004

Lampenkopf mit Linse.

 

Bedienung:
Die RC-29 verfügt über einen Modus. Ein- und Ausschalten geschieht durch einen Forward-Clicky, mit dem auch Morsen möglich ist. Der Schalter ist in der Tailcap versenkt, gut erreichbar und hat einen weichen bis mittelharten Druckpunkt. Der Fokus wird durch Drehen verändert, dadurch wird ein ungewolltes Verstellen des zuletzt eingestellten Fokus’ verhindert. Um zwischen den beiden Extremstellungen zu wechseln, sind drei komplette Umdrehungen des Kopfs nötig.

Romisen RC-29 005

Der Fokus wird durch Drehen des Lampenkopfs verstellt.

 

Beam:
Komplett defokussiert liefert die Lampe einen großen, gleichmäßigen Beam ohne Hotspot mit mehreren Ringen außen. Je mehr die Lampe fokussiert wird, desto auffälliger werden die Ringe. Komplett fokussiert ist das Abbild der LED erkennbar. Die “White-Wall-Beamshots” zeigen die Lampe (von oben nach unten) defokussiert, halb fokussiert und komplett fokussiert. Dass die Lampe im untersten Bild ein Abbild der LED erzeugt, konnte ich leider nicht mit der Kamera festhalten.

Romisen RC-29 006

Romisen RC-29 007

Romisen RC-29 008

 

Resümee:
Als Zweitlampe ist die Romisen RC-29 ein netter Begleiter für die Hosentasche. Die Verarbeitung ist gut, selbst das Gewinde, auf das die Tailcap geschraubt wird, ist anodisiert. Abgesehen von den Donuts im Lichtbild funktioniert die Fokussierung gut. Und dadurch, dass die Fokusverstellung durch Drehen geschieht, sitzt der Lampenkopf fest auf dem Body. Im Gegensatz zu vielen anderen Lampen dieser Preisklasse wackelt an dieser Stelle nichts. Durch die Möglichkeit der Fokussierung ist die RC-29 vielseitig einsetzbar; hätte Romisen der Lampe noch eine zweite Helligkeitsstufe verpasst, wäre sogar ein Einsatz als EDC denkbar. Der Nachteil der abnehmenden Leuchtstärke beim Batteriebetrieb ist in meinen Augen kein wirklicher Nachteil, denn wenn die Möglichkeit des Akkubetriebs besteht, sollten Batterien generell nur als Notlösung irgendwo in der Pampa angesehen werden. Erhältlich ist die Lampe in Deutschland unter www.taschenlampen-papst.de zu einem Preis von 25 Euro (Stand: März 2010).

Romisen RC-29 009

Größenvergleich. Von links: Fenix LD10, Romisen RC-29, Mini-Maglite AA.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit Blende 4 und 2 Sekunden Belichtungszeit aufgenommen. Die beiden orangenen Reflektoren sind 20 bzw. 40 Meter entfernt, der rote Reflektor 60 und der weiße 70 Meter. Das oberste Bild zeigt auch hier wieder den Lichtkegel bei defokussierter Einstellung, auf dem mittleren Bild ist die Lampe halb-, auf dem untersten komplett fokussiert.

Romisen RC-29 010

Romisen RC-29 011

Romisen RC-29 012