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Archiv für die Kategorie ‘other chinese’

Keenwin C21

23. Januar, 2012 2 Kommentare

Keenwin C21 001
Die C21 des chinesischen Herstellers Keenwin bietet eine sehr ordentliche Qualität zu einem günstigen Preis.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Schaltergummi für die Endkappe und ein Lanyard enthalten.

Keenwin C21 002
Lieferumfang der Keenwin C21.

 

Keenwin C21 003
Die Bedienungsanleitung findet sich auf der Verpackungsrückseite.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 119 mm
Reflektoröffnung: 17,5 mm
Durchmesser Kopf: 23,5 mm
Durchmesser Tail: 23,5 mm
Gewicht: 58 g
Gewicht mit Batterien: 91 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Beim ersten oberflächlichen Chreck gab es nichts auszusetzen. Die Gewinde laufen weich, und auch der Schalter macht einen guten Eindruck.

Keenwin C21 004
Endkappe, Lampenkörper und Lampenkopf.

 

Keenwin C21 005
Das Batterierohr bietet ausreichende Stabilität für ein langes Lampenleben.

 

Keenwin C21 006
Innenansicht Tailcap.

 

Keenwin C21 007
Innenansicht Lampenkopf.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung der Hersteller keine Angaben macht.

Keenwin C21 008
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe laut Hersteller in einem Spannungsbereich zwischen 2 und 6 Volt. Als Stromversorger dienen zwei CR123-Batterien. In der hellsten Stufe ist die Lampe mit 230 Lumen angegeben. In dieser Stufe wurde sie auch beim Test betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 2.580 Lux
nach 5 Minuten: 2.550 Lux
nach 15 Minuten: 2.540 Lux
nach 30 Minuten: 2.530 Lux
nach 45 Minuten: 2.530 Lux
nach 60 Minuten: 2.520 Lux
nach 75 Minuten: 2.510 Lux
nach 90 Minuten: 2.500 Lux
nach 105 Minuten: 2.490 Lux
nach 120 Minuten: 2.470 Lux
nach 135 Minuten: 2.440 Lux
nach 150 Minuten: 2.370 Lux
nach 165 Minuten: 2.190 Lux
Fazit: Die Regelung funktioniert prächtig. Die vom Hersteller angegebene Laufzeit von 1,8 Stunden wird bei nahezu konstanter Leistung erreicht und übertroffen. Mit dem Luxmeter sind zwar leicht fallende Werte messbar, allerdings ist dieser Verlust mit bloßem Auge nicht wahrnehmbar. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden im Dauerbetrieb auf höchster Stufe liegt der Verlust gegenüber dem Wert, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte, bei zehn Prozent. Anschließend geht es schnell bergab. 20 Minuten später hat die Lampe 50 Prozent ihrer Ausgangsleistung eingebüßt, offizielles Testende.
Inoffiziell liefert die Lampe auch danach noch dunkler werdendes Restlicht, das ausreicht, um komfortabel den Weg auszuleuchten. Nach drei Stunden wurden noch 1.150 Lux gemessen, nach vier Stunden waren es noch 350.

Bedienung:
Wer einmal eine Fenix LD10 oder LD20 bedient hat, braucht nicht weiter zu lesen. Denn die Bedienung der Keenwin ist absolut identisch. Ein Reverse-Clicky schaltet die Lampe ein. Bei gelöstem Kopf sind die Modi “Low” (angegeben mit 15 Lumen für 45 Stunden), “Middle” (angegeben mit 65 Lumen für 10 Stunden), “High” (angegeben mit 130 Lumen für 4,5 Stunden) und SOS verfügbar, die durch Antippen des Clickys in dieser Reihenfolge angewählt werden können. Bei festgezogenem Kopf stehen “Super high” (angegeben mit 230 Lumen für 1,8 Stunden) und Strobe zur Verfügung, zwischen denen ebenfalls durch Antippen des Clickys gewechselt werden kann. Die Lampe hat keine Memory-Funktion, was bei diesem UI ein Segen ist. Denn bei dieser Art der Bedienung macht nur ein UI ohne Memory Sinn.
Einziger Unterschied zu den genannten Fenixen ist, dass die Keenwin C21 eine Leuchtstufe weiter schaltet, wenn zwischen Aus- und Einschalten weniger als 7 bis 8 Sekunden liegen. In der Praxis dürfte das keine gewichtige Rolle spielen. Sollte man dennoch die Lampe aus- und unmittelbar danach wieder einschalten, muss man halt einmal durch die verschiedenen Stufen gehen, um wieder in der zuletzt aktivierten Stufe zu landen.

Keenwin C21 009
Auch beim Clicky gibt es nichts zu meckern.


Beam:
Auf kurze Entfernungen setzt sich der Hotspot weich vom Sidespill ab. Auf mittlere Entfernungen liefert die Lampe ein sehr ausgewogenes Lichtbild.

Keenwin C21 010
“White-wall-beamshot” der Keenwin C21.


Resümee:
Die Keenwin C21 bietet zu einem günstigen Preis eine ordentliche Verarbeitung und eine stabile Regelung. Die Laufzeit liegt sogar über dem vom Hersteller angegebenen Wert. Wenn man bedenkt, dass der primäre Einsatzzweck einer EDC nicht darin besteht, durchgängig mit maximaler Leistung betrieben zu werden, sondern regelmäßig kürzer oder länger mal in dieser, mal in jener Stufe, kommt man mit einem Satz der doch relativ teuren CR123-Batterien (im Internet-Versand etwa 1 Euro bis 1,80 Euro/Stück, im Einzelhandel etwa sechs- bis achtmal so teuer) sicherlich einige Monate aus. Angesichts des Preises, der in Deutschland voraussichtlich zwischen 35 und 40 Euro liegen wird (Stand: Januar 2012), ist die Keenwin C21 ein echtes Schnäppchen. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Keenwin C21 011
Größenvergleich zur Fenix LD10.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Keenwin C21 012
Keenwin C21

 

Keenwin C21 013
SecuriLed RC4 R-II

 

Keenwin C21 014
EagleTac P20A2 MKII

 

Keenwin C21 015
Spark SL5-220CW 1,2 Volt

Xeno F42

12. Januar, 2012 Keine Kommentare

Xeno F42 001
Die Xeno F42 ist eine stabile und zuverlässige Lampe ohne jegliches Blinkgedöns, dafür aber mit einer ordentlichen Reichweite.


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Pappkarton sind die Lampe, ein Ersatzschalter, ein Ersatzgummi für die Tailcap, Ersatz-O-Ringe, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Xeno F42 002
Lieferumfang der F42.

 

Xeno F42 003
Für den Fall der Fälle sind auch ein kompletter Ersatzschalter und ein Tailcap-Gummi dabei.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 159 mm
Reflektoröffnung: 38,5 mm
Durchmesser Kopf: 46,5 mm
Durchmesser Tail: 25,5 mm
Gewicht: 183 g
Gewicht mit Akku: 229 g
Gewicht mit Batterien: 215 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Xeno F42 004
Solide Materialstärke.

 

Xeno F42 005
Doppelte O-Ringe gewährleisten die Wasserdichtigkeit.

 

Xeno F42 006
Innenansicht Tailcap.

 

Xeno F42 007
Ein Gummiring sorgt dafür, dass die Lampe besser im Zigarrengriff gehalten werden kann. Wer ihn nicht benötigt, kann die Tailcap abschrauben und den Ring nach hinten abziehen.

 

Xeno F42 008
Zusätzlich zum “regulären” Lanyard ist auch ein Trageband im Lieferumfang enthalten, das, wie hier im Bild gezeigt, vorne und hinten an der Lampe befestigt werden kann.

 

Xeno F42 009
Links im Bild die F42, rechts der große Bruder G42, der insgesamt noch massiver gebaut und rund 70 Gramm schwerer ist. Die Macken an der G42 sind übrigens nicht die “Military”-Anodisierung, sondern rühren daher, dass mir die Lampe beim Cachen bereits zweimal böse heruntergefallen ist. Bis auf besagte Macken hat der Lampe das allerdings nicht das Geringste ausgemacht. Und das dürfte bei der F42 nicht anders sein.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sitzt in einem SMO-Reflektor. Die Frontlinse besteht aus doppelseitig beschichtetem Glas.

Xeno F42 010
Der tiefe Reflektor sorgt für ordentlich Reichweite.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die F42 kann in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt betrieben werden. Als Stromversorger können somit wahlweise zwei CR123-Batterien oder ein 18650-Akku verwendet werden. Zum Test wurde die Lampe mit einem 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh betrieben und in der hellsten Stufe, die mit 350 OTF-Lumen für 1,5 Stunden angegeben ist, eingeschaltet. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 25.400 Lux
nach 5 Minuten: 25.300 Lux
nach 10 Minuten: 25.300 Lux
nach 20 Minuten: 25.300 Lux
nach 30 Minuten: 25.300 Lux
nach 40 Minuten: 25.300 Lux
nach 50 Minuten: 25.300 Lux
nach 60 Minuten: 25.300 Lux
nach 70 Minuten: 24.600 Lux
nach 80 Minuten: 23.500 Lux
nach 90 Minuten: 21.800 Lux
nach 100 Minuten: 19.500 Lux
nach 110 Minuten: 13.500 Lux
nach 120 Minuten: 6.600 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit einer Leerlaufspannung von 3,08 Volt gemessen.
Fazit: Die F42 liefert 80 Minuten eine nahezu gleichbleibende Leistung. Erst nach 90 Minuten liegt der Verlust bei mehr als zehn Prozent. Anschließend sinken die gemessenen Werte kontinuierlich. Im Idealfall sollte man den Akku spätestens dann wechseln, wenn die Lampe auch fürs Auge merklich dunkler wird und den Akku nicht so weit auslutschen wie hier im Test.
Während des Betriebs wird die Lampe ohne Kühlung zwar warm; einem Dauerbetrieb in der hellsten Stufe steht dennoch nichts im Wege, wenn die Lampe nicht gerade eingeschaltet auf dem Wohnzimmertisch liegt.

Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Die F42 hat drei Leuchtstufen, die durch mehrmaliges Antippen angewählt werden können. Die Reihenfolge ist High (angegeben mit 350 OTF-Lumen für 1,5 Stunden), Low (angegeben mit 120 OTF-Lumen für 6 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden). Die Lampe hat keine Memory-Funktion und startet immer in der hellsten Stufe. Gegen versehentliches Einschalten kann die Endkappe leicht aufgedreht werden.

Xeno F42 011
Die Tailcap.


Beam:
Bedingt durch die Kombination aus XP-G-LED und tiefem SMO-Reflektor erzielt die Lampe eine enorme Reichweite bei gleichzeitig guter Ausleuchtung des Nahbereichs. Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona sauber vom Sidespill ab. Im direkten Vergleich zum großen Bruder G42 mit angegebenen 420 OTF-Lumen war sowohl von der Helligkeit als auch von der Reichweite her mit bloßem Auge kein Unterschied feststellbar. Am Luxmeter wurden bei der F42 sogar 3 Prozent mehr gemessen, was allerdings nicht der Lampe, sondern einer gewissen Serienstreuung zuzuschreiben ist.

Xeno F42 012
“White-wall-beamshot” der F42.


Resümee:
Beim letzten Test einer Xeno-Lampe hatte ich geschrieben, dass ich zu einem Fan dieser Marke geworden bin. Die F42 unterstreicht das. Verarbeitung und Regelung stimmen, und auch das Konzept mit drei sinnvoll aufeinander abgestimmten Leuchtstufen und der Verzicht auf Geblinke überzeugt. Was die Reichweite betrifft, dürfte die F42 den meisten Lampen ihrer Größe überlegen sein – mal ausgenommen reine Thrower mit Kollimatorlinse, bei denen allerdings der praktische Nutzen doch sehr eingeschränkt ist. Die F42 liefert gleichzeitig noch ausreichendes Licht zur Wegausleuchtung und ist somit für Geocacher, Nachtwanderer oder Gassi-Geher gleichermaßen tauglich. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampenpapst www.taschenlampen-papst.de, wo sie zu einem Preis von 49 Euro (Stand: Januar 2012) auch erhältlich ist. Und für diesen Kurs wüsste ich derzeit keine bessere Lampe, was die Kombination Reichweite/Handlichkeit/Preis angeht. Weitere Informationen finden sich auf der Herstellerseite www.xenoled.com

Xeno F42 013
Größenvergleich. Von links: Xeno F42, Eastward XGR2, Solarforce Skyline1, Led Lenser M14, Fenix TK35.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno F42 014
Xeno F42

 

Xeno F42 015
Xeno G42

 

Xeno F42 016
Eastward XGR2

 

Xeno F42 017
Lumintop TD-15

 

Xeno F42 018
Led Lenser M14 fokussiert

 

Xeno F42 019
Solarforce Skyline1

Brontelight RC25

3. Dezember, 2011 2 Kommentare

Bronte-RC25 001
Heilige Scheiße… schon wieder eine! Mit der RC25 bringt auch der relativ neue und weitestgehend unbekannte Hersteller Brontelight eine handliche Lampe mit Single-XM-L-LED auf den Markt.
Aber warum eigentlich nicht?


Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe wird in einer Papp/Plastikverpackung ausgeliefert. Enthalten sind darüber hinaus ein Holster, ein Lanyard, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache.

Bronte-RC25 002
Lieferumfang der Bronte RC25.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 150 mm
Reflektoröffnung: 27,5 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 38 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 178 g
Gewicht mit Akku: 224 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: ja, Loch am Combat-Ring und Schlitz im Trageclip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Die Gesamtverarbeitung macht einen guten Eindruck. Vom Design ist die Lampe schnörkellos und wie ich finde, optisch durchaus ansprechend.

Bronte-RC25 003
Der Trageclip passt optisch gut zur Lampe und ist abnehmbar. Fixiert wird er durch den Combat-Ring.

 

Bronte-RC25 004
Lampe ohne Trageclip.

 

Bronte-RC25 005
Auch der Combat-Ring ist abnehmbar. Da allerdings kein alternativer glatter Ring im Lieferumfang enthalten ist, liegt im Falle der Demontage an dieser Stelle das Gewinde am Body frei.

 

Bronte-RC25 006
Materialstärke Batterierohr.

 

Bronte-RC25 007
Lampenkopf von hinten.

 

Bronte-RC25 008
Tailcap-Innenansicht.


Leuchteinheit:
Als LED wurde eine Cree XM-L-T6 verbaut. Der Reflektor ist ein OP aus Aluminium. Die Frontlinse besteht aus Glas, über dessen Vergütung oder Beschichtung der Hersteller keine Angaben macht.

Bronte-RC25 009
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die RC 25 mit einem 18650-Akku, zwei CR123-Batterien, zwei RCR123-3-Volt-Akkus und zwei LiIon 16340-Akkus. Im Test wurde die Lampe wurde in der hellsten Stufe, die von Bronte mit 700 Lumen angegeben ist, eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt. Als Akku kam zunächst ein AW mit einer Kapazität von 2.600mAh ins Batterierohr. Laufzeitmessung 18650:
beim Einschalten: 12.600 Lux
nach 5 Minuten: 11.700 Lux
nach 10 Minuten: 11.200 Lux
nach 20 Minuten: 10.300 Lux
nach 30 Minuten: 9.700 Lux
nach 40 Minuten: 9.200 Lux
nach 50 Minuten: 8.800 Lux
nach 60 Minuten: 8.500 Lux
nach 70 Minuten: 8.100 Lux
nach 80 Minuten: 7.100 Lux
nach 90 Minuten: 5.400 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,46 Volt Leerlaufspannung gemessen. Weiter wollte ich ihn nicht strapazieren. Zumindest signalisiert die Lampe dem Benutzer durch Dunklerwerden, dass der Akku gewechselt werden sollte, ohne ihn währenddessen bis zum Erbrechen auszunudeln.
Beim zweiten Test wurde die Lampe mit zwei LiIon-16340-Akkus (AW, 750mAh) betrieben.
Laufzeitmessung 2x LiIon 16340:
beim Einschalten: 12.900 Lux
nach 5 Minuten: 12.600 Lux
nach 10 Minuten: 12.500 Lux
Nach 16 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,7 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Optimal funktioniert die Bronte RC25 mit zwei Zellen. Allerdings ist die Laufzeit im Dauerbetrieb auf High mit den 16340ern unterirdisch. Beim Betrieb mit einem 18650-Akku wird die Lampe kontinuierlich dunkler. Sinnvoll wäre ein im Lieferumfang enthaltener Extender für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus gewesen, um über eine lange Laufzeit die maximale Leistung zur Verfügung zu haben. Hier wurde Potenzial liegen gelassen.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Morsen und Momentlicht sind möglich. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen und zwei Blinkmodi. Durch Lösen und Festziehen des Lampenkopfs werden diese in der Reihenfolge Medium (380 Lumen für 4,5 Stunden); High (700 Lumen für 1 Stunde); Low (15 Lumen für 120 Stunden); Strobe (380 Lumen) und SOS (380 Lumen) durchgeschaltet (Alle Angaben laut Hersteller nach ANSI-Standard). Nun bin ich ja schon kein Freund davon, Strobe und SOS ins normale UI zu integrieren. Dies ließe sich noch halbwegs verschmerzen, wenn die Lampe keine Memory-Funktion hätte. Hat sie aber. Nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen die Memory-Funktion hätte. Aber bei einer Lampe mit Blinkzeug im UI hat eine Memory-Funktion nun mal absolut nichts zu suchen und gehört mit Folter bestraft. Bei einer Lampe mit drei Leuchtstufen finde ich Memory okay, da kann es sogar, je nach Anwender, durchaus von Vorteil sein. Aber wenn man zusätzlich übers Geblinke gehen muss, um die Stufen zu wechseln, ist das einfach nur nervig. Wann immer man von der hellsten in die mittlere oder dunkelste Stufe oder von der dunkelsten in die mittlere oder hellste Stufe wechseln möchte, muss man über das lästige Blink-Geörgel gehen. Eigentlich ist Folter dafür noch eine viel zu milde Strafe.

Bronte-RC25 010
Der Schalter macht einen soliden und zuverlässigen Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich mit einer dunkleren Corona vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild mit etwas höherer Reichweite als beim Gros der Taschenlampen ähnlicher Größe mit Single-XM-L-LED.

Bronte-RC25 011
“White-wall-beamshot” der Bronte RC25.


Resümee:
Die Bronte RC25 ist eine solide Lampe mit guter Verarbeitung und guter Leistung, die sogar über der vieler anderer Single-XM-L-Lampen gleicher Größe liegt. Alle Gewinde laufen butterweich. Einiges hätte man definitiv besser machen können, wie einen Extender für den Betrieb mit zwei 18650-Akkus beizulegen, da die Lampe mit einem 18650-Akku kontinuierlich dunkler wird und die Laufzeit mit zwei 16340ern extrem kurz ist. Pfui, böse und Ibääh ist das Bedienkonzept. Eine Lampe mit Geblinke am Ende des UIs mit einer Memory-Funktion auszustatten, ist mit “Grober Unfug” noch harmlos umschrieben. Wer mit den beschriebenen Mankos leben kann, bekommt für 59 Euro (Stand: Dezember 2011) eine solide und zuverlässige Lampe, die rein qualitativ den Vergleich mit der etablierten Konkurrenz nicht zu scheuen braucht. Wenn Brontelight künftigen Modellen ein vernünftiges UI spendiert und ein kleines Stück Metall mit Gewinde beilegt, das zwischen Batterierohr und Tailcap geschraubt werden kann, hat der junge Hersteller durchaus das Zeug, sich auf dem Markt zu behaupten. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de, wo sie auch erhältlich ist. Weitere Informationen bietet die Herstellerseite www.brontelight.com

Bronte-RC25 012
Größenvergleich zur Fenix TK11.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige weitere Lampen mit Single-XM-L-LED.

Bronte-RC25 013
Bronte RC25

 

Bronte-RC25 014
Solarforce L2m mit UF-3-Mode-Drop-in

 

Bronte-RC25 015
Spark SL6-740NW

 

Bronte-RC25 016
Zebralight SC600

Tank007 SST-50

13. November, 2011 2 Kommentare

Tank007 SST-50 001
Tank007 SST-50.


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit Lanyard in einem Pappkarton.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 250 mm
Reflektoröffnung: 51,5 mm
Durchmesser Kopf: 61 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht: 466 g
Gewicht mit Akku: 562 g
Anodisierung: HA II (auch wenn es das eigentlich nicht gibt, aber die Anodisierung ist nicht wirklich schnittfest), gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nur bei eingeschalteter Lampe (was ja auch Sinn macht). Das marginale Stückchen, das der Schalter beim Betrieb tiefer in die der Tailcap sitzt, macht tatsächlich den Unterschied.
Rollschutz: ja.
Löcher für Lanyard: in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Tank007 SST-50 002
Lampenkopf Innenansicht.

 

Tank007 SST-50 003
Das nenne ich mal ein dickes Rohr!

 

Tank007 SST-50 004
Auch an den Kühlrippen wurde nicht gespart.


Leuchteinheit:
Hinter einer beschichteten Glaslinse verrichtet eine Luminus SST-50-LED ihre Arbeit. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium.

Tank007 SST-50 005
Blick in den Lampenkopf.

 

Tank007 SST-50 006
Lampenkopf auseinander gebaut.

 

Tank007 SST-50 007
Der Reflektor wird in den Kopf eingeschraubt.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben wird die Lampe mit zwei 18650-Akkus oder alternativ mit vier CR123A-Batterien. Angegeben ist sie mit 1.200 Lumen in der hellsten Leuchtstufe, was sicherlich ein wenig gestrunzt ist, bei einer Laufzeit von einer Stunde. Zum Test wurde die Lampe mit AW-Akkus mit einer Kapazität von 2.600mAh bestückt und in der hellsten Leuchtstufe betrieben. Zur Kühlung wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 34.500 Lux
nach 5 Minuten: 32.300 Lux
nach 10 Minuten: 31.600 Lux
nach 15 Minuten: 30.800 Lux
nach 20 Minuten: 30.500 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.800 Lux
nach 45 Minuten: 29.500 Lux
nach 50 Minuten: 29.200 Lux
Nach 58 Minuten begann die Lampe, schnell dunkler zu werden. Nach 60 Minuten zeigte das Luxmeter noch einen Wert von 10.100 an. Die Akkus wurden entnommen und mit 3,09 bzw. 3,07 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht perfekt, aber okay. Die Lampe lässt zwar über die gesamte Laufzeit kontinuierlich in der Leistung nach, allerdings geht der Verlust langsam vonstatten. Legt man den Wert zugrunde, den die Lampe nach Erreichen der LED-Betriebstemperatur hatte (32.300 Lux), liegt die Einbuße kurz vor Ende der Laufzeit bei etwa 10 Prozent. Nicht optimal, aber im Praxisbetrieb zu verschmerzen, da fürs Auge nicht wahrnehmbar – allenfalls dann, wenn man den Direktvergleich mit derselben Lampe, mit frischen Akkus bestückt, hat.
Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die Lampe nicht gerade akkuschonend ist. Beim ersten Anzeichen einer dunkler werdenden Lampe sollte man sie sofort ausschalten und die Akkus wechseln, um sie nicht mehr als nötig zu strapazieren.
Ohne Kühlung wird die Lampe schon ordentlich warm, wobei ein Teil der Wärme gut übers Gehäuse abgeführt wird. Umgebungsluft und Blutkühlung dürften im Regelfall ausreichen, um die Lampe gefahrlos auch über längere Zeit am Stück in der hellsten Stufe betreiben zu können.
Ein Test mit Batterien wurde nicht durchgeführt, da der Output auch mit 12 Volt nicht höher ist und der Batteriebetrieb (bei ohnehin deutlich kürzerer Laufzeit) allenfalls nur Sinn macht, wenn man der Häuptling von Duracell ist.

Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit weichem bis mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Die Lampe verfügt über fünf Leuchtstufen und Strobe. Beim Antippen des Clickys bei ausgeschalteter Lampe werden diese von hell nach dunkel mit Strobe am Ende durchlaufen. Drückt man den Clicky durch, wird die entsprechende Leuchtstufe als Dauerlicht aktiviert. Die Lampe hat kein Memory, nach dem Ausschalten startet sie immer im hellsten Modus.

Tank007 SST-50 008
Der Clicky.

 

Tank007 SST-50 009
Innenansicht Tailcap.


Beam:
Durch den großen und tiefen Reflektor bedingt, setzt sich der Hotspot scharf vom Sidespill ab. Die Stärke der Lampe ist die Reichweite. In den dunkleren Stufen ist auch der Einsatz als Lauflicht möglich, allerdings immer mit einem hellen krassen Spot in der Mitte, ey’ Alter.

Tank007 SST-50 010
“White-wall-beamshot” der Tank007 SST-50.


Resümee:
Die Tank007 SST-50 ist ein ordentlich verarbeiteter Thrower, der angesichts der gebotenen Qualität durchaus als “Schnäppchen” bezeichnet werden darf. Die Regelung ist zwar nicht optimal, mit bloßem Auge fällt der Verlust an Leistung allerdings nicht auf. Gottseidank und leider, denn wenn die Lampe sichtbar dunkler wird, sind die Akkus bereits in einem Bereich angelangt, den sie nicht sonderlich mögen. Eine Abschaltung oder eine Warnung in Form von Blinken zu einem deutlich früheren Zeitpunkt wäre hier Pflicht gewesen, auch wenn sich dadurch die Laufzeit etwas verkürzt hätte. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis zwischen 60 und 70 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde der Testkandidat freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. www.taschenlampen-papst.de

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von einer Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Tank007 SST-50 011
Tank007 SST-50

 

Tank007 SST-50 012
Fenix TK35

 

Tank007 SST-50 013
Ledwave XP-100 Turbo Led

 

Tank007 SST-50 014
Fenix TK45

Review Trustfire T6

12. Oktober, 2011 Keine Kommentare

Trustfire T6 001
Die Trustfire T6 5-Mode kommt mit einem eigenwilligen Design und ordentlicher Reichweite daher.


Lieferumfang:
Je nach Händler, zumeist wird nur die Lampe ohne Zubehör geliefert.

Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 216 mm
Reflektoröffnung: 50 mm
Durchmesser Kopf: 57 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 258 g
Gewicht mit Akku: 352 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Trustfire T6 002
Das Design mit den eckigen Kühlrippen ist recht eigenwillig, aber warum sollen die Dinger auch immer rund sein?

 

Trustfire T6 003
Der abnehmbare Gummiring dient der besseren Haltung im Zigarrengriff. Der Spalt zwischen Tailcap und Gummiring ist dadurch bedingt, dass die Tailcap beim Foto nicht ganz festgedreht war, was ich allerdings erst später bemerkt habe.

 

Trustfire T6 004
Wandstärke des Batterierohrs.


Leuchteinheit:
Hinter einer Glaslinse sitzt eine Cree XM-L-T6-LED in einem SMO-Reflektor aus Aluminium.

Trustfire T6 005
Frontansicht.

 

Trustfire T6 006
Bezel und Linse.

 

Trustfire T6 007
SMO-Reflektor aus Aluminium.

 

Trustfire T6 008
Gehäuse mit…

Trustfire T6 009
…und ohne LED-Einheit.

 

Trustfire T6 010
Das Herzstück der Lampe.

 

Trustfire T6 011
Die Elektronik.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Zwei 18650-Akkus liefern den nötigen Strom. Angegeben ist die Lampe mit Werten, die von 800 Lumen bis zur doppelten Anzahl reichen, je nachdem, wo man im großen, bunten Internetz schaut, ganz unabhängig von der Größe der Lampe. Denn die T6 gibt es in verschiedenen Ausführungen, da “T6″ sowohl für die Modellbezeichnung als auch schlicht und einfach für das Binning der verwendeten LED steht. Das ist zwar wenig einfallsreich, aber immer noch besser, als die Lampe “Predator”, “Armageddon” oder “Fiffi 2000″ zu nennen. Zum Test trat die Lampe mit zwei 18650-Akkus von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh an und wurde durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten wurden im ersten Moment 40.000 Lux gemessen: Dieser Wert fiel allerdings innerhalb von Sekunden. Das erste Anzeichen von Messbarkeit ohne dass der Wert rapide fiel, lag bei rund 32.000 Lux.
nach 5 Minuten: 30.700 Lux
nach 10 Minuten: 30.400 Lux
nach 20 Minuten: 30.200 Lux
nach 30 Minuten: 30.000 Lux
nach 40 Minuten: 29.900 Lux
nach 50 Minuten: 29.700 Lux
nach 60 Minuten: 29.500 Lux
nach 70 Minuten: 29.200 Lux
Nach 75 Minuten begann die Lampe, ausgehend von einem Wert von 29.000 Lux, rasch dunkler zu werden Zwei Minuten später wurden noch 10.000 Lux angezeigt. Die Akkus wurden entnommen und mit 2,9 bzw. 3,0 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist nicht allererste Sahne, der Verlust hält sich jedoch in Grenzen. Allerdings nuckelt die Lampe ordentlich an den Akkus. Beim ersten Anzeichen, dass die Lampe fürs Auge sichtbar dunkler wird, was im Test nach 75 Minuten überdeutlich der Fall war, sollte sie schleunigst ausgeschaltet und die Akkus gewechselt werden, ansonsten tut man ihnen keinen Gefallen. Ohne Kühlung wird die Lampe ordentlich warm, in der Praxis sollten allerdings die Umgebungsluft beim Laufen und der Blutkreislauf zur Kühlung ausreichen.
Auffällig war noch, dass man sich beim Auf- und Zuschrauben der Tailcap einen Wolf dreht, da der zuständige Konstrukteur das Wunder der vielen Gewindegänge entdeckt und an dieser Lampe als Musterbeispiel zelebriert hat.

Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen werden nacheinander die Modi hell-mittel-dunkel-Strobe-SOS angewählt. Beim Einschalten startet die Lampe in dem Modus, der dem zuletzt ausgewählten folgt, was unter allen schlechten Lösungen die dämlichste überhaupt darstellt.
Bei der Testlampe reagierte der Schalter beim Antippen nicht immer exakt.

Trustfire T6 012
Tailcap mit Clicky.

 

 

Trustfire T6 013
Innenansicht.


Beam:
Der Hotspot setzt sich deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung spielt die Lampe ihre Thrower-Qualitäten aus und bietet dabei noch ausreichend Streulicht zur Wegausleuchtung.

Trustfire T6 014
“White-wall-beamshot” der Trustfire T6.


Resümee:
Die Trustfire T6 5-Mode ist ein brauchbarer XM-L-Thrower zum kleinen Preis. Die Verarbeitung ist solide, die Regelung nicht optimal, aber durchaus okay. Für das schwachsinnige UI allerdings, in das auch noch zwei Blinkmodi integriert wurden, die nicht übersprungen werden können, gehört der Entwickler mindestens für die Laufzeit eines Akkusatzes geblendet, und zwar mit dem Strobe-Modus ebendieser Lampe, so lange, bis die Akkus in die Schutzschaltung gehen. Womit wir bei einem weiteren Punkt wären: Die Lampe saugt die Akkus mehr aus, als ihnen lieb sein kann, und eine Warnung gibt es erst ganz zum Schluss, indem die Lampe schnell dunkler wird. Doch zu diesem Zeitpunkt hätten die Akkus eigentlich schon längst gewechselt werden müssen. Vom Betrieb mit ungeschützten Akkus ist abzuraten. Erhältlich ist die Lampe für weniger als 50 Dollar (Stand: Oktober 2011). Zur Verfügung gestellt wurde sie freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

Trustfire T6 015
Größenvergleich zur Fenix TK35.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1,5 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Trustfire T6 016
Trustfire T6 low

 

Trustfire T6 017
Trustfire T6 medium

 

Trustfire T6 018
Trustfire T6 high

 

Trustfire T6 019
Fenix TK35

 

Trustfire T6 020
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Trustfire T6 021
Maglite 3-D-Cell SST90

 

Trustfire T6 022
Szobm ZY-2400

Sipik A13

2. Oktober, 2011 Keine Kommentare

Sipik A13 001
Mit der A13 des chinesischen Herstellers Sipik (Smiling Shark) kommt heute eine Lampe aus dem absoluten “Billig-Sektor” auf den Seziertisch.

Als engagierter Lampentester muss man manchmal beide Arschbacken zusammenkneifen, sich einen Strick um den Hals binden, bevor man sich eine Kugel in den Kopf schießt, in dem Moment, in dem man auf dem Geländer einer mindestens 100 Meter hohen Brücke steht.
Dieser Gedanke kam mir vor Testbeginn. Nicht etwa deshalb, weil ich das Testlämpchen von vornherein verurteilt hätte. Sondern vielmehr, weil über diesen Kandidaten nichts, aber auch überhaupt nichts im World Wide Web zu finden war. Okay, nichts stimmt nicht. Genau genommen habe ich sogar sofort etwas gefunden. Nämlich die Herstellerseite. Da auf dieser allerdings sämtliche Informationen in chinesischer Sprache gehalten waren, brachte mich das nicht wirklich weiter.
Auch auf der Verpackung fand ich nur soviel an Information, als dass sich im Innern eine Taschenlampe befinden musste. Keine Bedienungsanleitung, keine Information, wie hell die Lampe ist oder welcher Batterietyp verwendet werden soll – kurzum: nichts. Vermutlich wird die Lampe von Tank007 unter anderem Label produziert, denn der Testkandidat gleicht der Tank007 HC-126 wie ein Ei dem anderen.

Verpackung/Lieferumfang:
Die Lampe kommt in einer Pappschachtel mit wabbeligem Innenleben daher. Außer Innenleben und Lampe ist in der Pappschachtel noch ein Trageriemen enthalten.

Sipik A13 002
Lieferumfang der A13.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 90 mm
Reflektoröffnung: 18,5 mm
Durchmesser Kopf: 23 mm
Durchmesser Tail: 22,5 mm
Gewicht: 52 g
Anodisierung: HA III, gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur bedingt, durch den hervor stehenden Schalter.
Löcher für Lanyard: ja.
wasserdicht: spritzwassergeschützt.
Besonderheiten: An der Lampenunterseite befindet sich ein Gewinde zur Montage auf einem Stativ.

Sipik A13 003
Gewinde zur Stativmontage.

 

Sipik A13 004
Dünnwandig war gestern.

 

Sipik A13 005
Lampenpopo mit Löchern zur Befestigung des Lanyards.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-Q5-LED. Als Reflektoren findet ein OP, der aus Aluminium gefertigt sein dürfte, Verwendung. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Sipik A13 006
Vorderansicht.


Laufzeittest:
Eine CR123-Batterie liefert den nötigen Saft. Möglich ist auch der Betrieb mit einem LiIon-16340-Akku, wie ich bei einem “Alles-oder-nichts-Versuch” erfreut feststellen konnte. Getestet wurde die Lampe mit beiden Stromversorgern. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Laufzeitmessung CR123A-Batterie:
beim Einschalten: 1.540 Lux
nach 5 Minuten: 1.540 Lux
nach 15 Minuten: 1.540 Lux
nach 30 Minuten: 1.540 Lux
nach 45 Minuten: 1.540 Lux
nach 60 Minuten: 1.540 Lux
nach 75 Minuten: 1.540 Lux
nach 90 Minuten: 1.540 Lux
nach 105 Minuten: 1.540 Lux
nach 120 Minuten: 1.540 Lux
nach 135 Minuten: 1.540 Lux
nach 150 Minuten: 1.540 Lux
Nach 155 Minuten begann die Lampe, kontinuierlich dunkler zu werden. Innerhalb von 2 Minuten fiel der Wert auf unter 1.000 Lux. Nach weiteren 10 Minuten wurden noch 770 Lux gemessen, was 50 Prozent Verlust zum Maximalwert entsprach – Ende des Tests.

Laufzeitmessung LiIon-16340-Akku (AW, 750mAh):
beim Einschalten: 3.170 Lux
nach 5 Minuten: 2.850 Lux
nach 15 Minuten: 2.580 Lux
nach 30 Minuten: 2.330 Lux
nach 45 Minuten: 1.800 Lux
Nach 49 Minuten und angezeigten 1.300 Lux griff die Schutzschaltung des Akkus.
Fazit: Beim Betrieb mit 3 Volt ist die Lampe exzellent geregelt und hat eine lange Laufzeit. Zum Ende hin wird sie langsam dunkler und gibt dem Benutzer ausreichend Zeit, die Batterie zu wechseln bzw. liefert noch für einen längeren Zeitraum dunkler werdendes Restlicht. Beim Betrieb mit einem 3,6-Volt-Akku ist die Lampe wesentlich heller, dafür aber ungeregelt und hat eine deutlich kürzere Laufzeit. Ohne Kühlung wird die Lampe schnell warm, von einem Dauerbetrieb in der hellen Stufe mit einem LiIon-16340-Akku ist abzuraten.

Sipik A13 007
Die Elektronik im Lampenkopf sorgt bei Verwendung einer 3-Volt-Batterie für eine perfekte Regelung.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Schalter seitlich unterhalb des Lampenkopfs. Der Druckpunkt ist am ehesten mit “schwammig” zu bezeichnen. Die Lampe verfügt über drei Leuchtmodi und startet immer im hellsten Modus. Tippt man den Schalter an, wechselt die Lampe vom hellen in den dunklen Modus und anschließend in den Strobe-Modus. Durch weiteres Antippen geht es wieder von vorne los, Durchdrücken des Knopfs schaltet die Lampe wieder aus.

Sipik A13 008
Der Druckpunkt des Schalters wirkt schwammig. Der Sound beim Schalten erinnert an die “Knackfrösche”, die sich im vergangenen Jahrtausend einige Zeit großer Beleibtheit erfreut haben.


Beam:
Der Hotspot setzt sich weich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ergibt sich ein homogenes Lichtbild, bei dem der Schwerpunkt eher in Richtung Fluter tendiert.

Sipik A13 009
“White-wall-beamshot” der Sipik A13.


Resümee:
Die Sipik A13 ist eine nützliche EDC-Lampe, die ihren Preis mehr als wert ist. Die Regelung beim Batteriebetrieb ist ausgezeichnet. Wer mehr Licht haben möchte, kann einen LiIon-16340-Akku verwenden, allerdings ist die Lampe damit ungeregelt bei kürzerer Laufzeit und sollte nicht durchgängig am Stück in der hellen Stufe betrieben werden. Die beiden Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, den Strobe hätte man sich verkneifen können, aber glücklicherweise liegt er zumindest am Ende des UIs. Die Verarbeitung geht in Ordnung, ideal wäre, wenn die Lampe nicht nur spritzwassergeschützt wäre. Der einzige Preis einer Version der Lampe mit älterer LED, den ich im Netz gefunden habe, liegt bei rund 10 Dollar. Die Sipik A13 dürfte sich preislich in ähnlichen Regionen bewegen. (Stand: Oktober 2011). Weitele Infos sind in chinesischel Splache auf der Helstellelseite www.sipik.com zu finden. Die Testlampe wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt.

Sipik A13 010
Größenvergleich. Von oben nach unten: Fenix LD10, Spark SL5, Lumintop L1C, Sipik A13.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Sipik A13 011
Sipik A13 CR123-Batterie low

 

Sipik A13 012
Sipik A13 CR123-Batterie high

 

Sipik A13 013
Sipik A13 LiIon-16340-Akku low

 

Sipik A13 014
Sipik A13 LiIon-16340-Akku high

 

Sipik A13 015
Fenix LD10

 

Sipik A13 016
Lumintop L1C LiIon-16340-Akku

 

Sipik A13 017
Spark SL5-220CW LiIon-14500-Akku

Szobm ZY-2400

21. September, 2011 Ein Kommentar

Szobm ZY-2400 001
Die Szobm ZY-2400 dürfte einer der günstigsten Fluter mit Dreifach-XM-L-LED auf dem Markt sein.


Lieferumfang:
Die Lampe kommt ohne jegliches Zubehör daher.

Beschreibung der Lampe:
Länge mit einer Verlängerung: 282 mm
Länge mit zwei Verlängerungen: 348 mm
Reflektoröffnung: 48,5 mm
Durchmesser Kopf: 55,5 mm
Durchmesser Tail: 29,5 mm
Gewicht mit einer Verlängerung: 348 g
Gewicht mit einer Verlängerung und Akkus: 488 g
Gewicht mit zwei Verlängerungen: 390 g
Gewicht mit zwei Verlängerungen und Akkus: 576 g
Anodisierung: HA III, mittelmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: nein
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Besonderheiten: Die Lampe kann mit einer oder zwei Verlängerungen betrieben werden.

Szobm ZY-2400 002
Szobm ZY-2400 auseinander geschraubt.

 

Szobm ZY-2400 003
Am Material wurde nicht gespart.

 

Szobm ZY-2400 004
Auch in der “Mini-Version” ohne Verlängerung ist der Betrieb möglich. In diesem Fall müssen drei LiIon-16340-Akkus ins Rohr. Zum Größenvergleich: Solarforce Skyline1.

 

Szobm ZY-2400 005
Mit einer Verlängerung (für den Betrieb mit 3x 18650) muss schon die Maglite 3-D-Cell als Größenvergleich herhalten.

 

Szobm ZY-2400 006
Soll die Lampe mit vier 18650-Akkus betrieben werden, überragt sie die Mag an Länge.


Leuchteinheit:
Drei Cree XM-L-T6-LEDs sitzen in jeweils einem eigenen SMO-Reflektor, der aus einem Stück gefertigt wurde. Die Frontlinse besteht aus Glas.

Szobm ZY-2400 007
Leuchteinheit der Szobm. Und nein, die glatte Fläche neben den Reflektoren ist in Wirklichkeit nicht schwarz.

 

Szobm ZY-2400 008
Bezelring mit Frontglas, Leuchteinheit und Kopf.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Die Lampe ist mit 3.000 (China-) Lumen angegeben. Betrieben werden kann sie mit einer Verlängerung und drei 18650-Akkus sowie mit zwei Verlängerungen und vier 18650-Akkus. Alternativ ist auch der Betrieb ohne Verlängerung mit drei Akkus der Baugröße 16340 möglich. Allerdings tut sich bei 9 Volt nicht viel. Mit drei CR123A-Batterien ist der Szobm nur ein müdes Leuchten zu entlocken. Erst bei Verwendung von drei LiIon-16340-Akkus kommt die volle Power.
Getestet wurde die Lampe in der drei- und vierzelligen Version. Da keine vernünftige Heatsink vorhanden ist, wird die Wärme kaum übers Lampengehäuse abgeführt. Die meiste Wärme verbleibt innen. Aus diesem Grund wurde – trotz zugeschalteten Ventilators – der Test in 10-Minuten-Intervallen mit anschließender Abkühlung der Lampe durchgeführt, damit die LEDs nicht eventuell den vorzeitigen Hitzetod sterben. Als Stromversorger kamen 2.600er AWs ins Batterierohr.

Laufzeitmessung 4x 18650:
beim Einschalten: 18.500 Lux
nach 5 Minuten: 16.600 Lux
nach 15 Minuten: 16.600 Lux
nach 30 Minuten: 16.600 Lux
nach 45 Minuten: 16.600 Lux
nach 60 Minuten: 16.600 Lux
nach 75 Minuten: 16.600 Lux
nach 90 Minuten: 16.600 Lux
Nach 102 Minuten schaltete die Lampe ab. Die Leerlaufspannung der Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,55 Volt.

Laufzeitmessung 3x 18650:
beim Einschalten: 18.500 Lux
nach 5 Minuten: 16.300 Lux
nach 15 Minuten: 16.300 Lux
nach 30 Minuten: 16.300 Lux
nach 45 Minuten: 16.300 Lux
nach 60 Minuten: 16.300 Lux
nach 75 Minuten: 11.500 Lux
Eine Minute später schaltete die Lampe ab. Im Gegensatz zur Messung beim Betrieb mit vier Akkus, bei der alle Akkus eine fast identische Leerlaufspannung hatten, schwankte diese hier zwischen 3,63 Volt und 3,38 Volt.

Fazit: Die Regelung funktioniert insgesamt gut, sowohl mit drei als auch mit vier Zellen. Im tatsächlichen Dauerbetrieb sinkt der Wert leicht unter die ermittelten Werte, was der starken Wärmeentwicklung im Lampeninnern geschuldet ist, mit der die LEDs ordentlich zu kämpfen haben. Wer die Szobm jedoch nicht ständig über einen längeren Zeitraum am Stück laufen lässt, hat unabhängig von der Akkuspannung/kapazität stets die volle Lichtausbeute. Die Abschaltung greift an einem noch sinnvollen Zeitpunkt, denn so werden die Akkus nicht über Gebühr strapaziert. Davon abgesehen bin ich allerdings kein Freund davon, von einem Moment auf den nächsten im Dunkeln zu stehen.
Als weitere Information noch die gemessenen Stromaufnahmen unter Vollast, die allerdings nur als grobe Richtwerte dienen können, da die Messkabel nicht sonderlich hochwertig sind. Beim Betrieb mit vier Akkus wurden 1,36 Ampere gemessen, beim Betrieb mit drei Zellen 1,83 Ampere.

Szobm ZY-2400 009
Die Leuchteinheit wird lediglich in den Lampenkopf eingeschraubt. Soviel zum Thema Wärmeableitung…

 

Szobm ZY-2400 010
Leuchteinheit von hinten. Die Lötarbeiten wurden so ausgeführt, dass nichts auseinanderfällt Nicht wirklich filigran, aber Schönspielen allein führt auch im Sport nicht zwangsläufig zum Erfolg.


Bedienung:
Ein Reverse-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Sie verfügt lediglich über eine Leuchtstufe. Ein weiterer Druck auf den Schalter schaltet die Lampe wieder aus. Morsen ist mit der Lampe möglich.

Szobm ZY-2400 011
Die Tailcap. Der Schalter selbst macht einen ordentlichen Eindruck, was man von der Anodisierung nicht behaupten kann.

 

Szobm ZY-2400 012
Tailcap Innenansicht.


Beam:
Durch den relativ kleinen Kopf bedingt, ist die Lampe fast ein reinrassiger Fluter. Die Reichweite ist hier eher ein “Nebenprodukt”, doch bei drei XM-L-LEDs sind natürlich schon ein paar Meterchen drin.

Szobm ZY-2400 013
“White-wall-beamshot” der ZY-2400.


Resümee:
Bei der Szobm ZY-2400 wechseln sich Licht und Schatten ab. Für den Dauerbetrieb ist die Lampe nicht ausgelegt, da die Wärmeableitung mangelhaft ist. Andererseits wird man derart viel Licht auch selten über einen längeren Zeitraum wirklich benötigen. Die Verarbeitung von Kopf, Body und Tailcap geht in Ordnung. Bei der Anodisierung dagegen wurde nicht an allen Stellen sorgfältig gearbeitet. Dadurch, dass die Lampe nur eine Leuchtstufe hat und die Akkus hintereinander angeordnet sind, ist der Einsatzbereich sicherlich eingeschränkt. Betrachtet man die Szobm allerdings als reine Spaßlampe, die richtig viel Licht rausknallt, dürfte man kaum mehr Spaß für derart wenig Geld bekommen. Erhältlich ist die Lampe für etwas mehr als 40 Dollar. Zur Verfügung gestellt wurde die Testlampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Infos gibt es unter www.szobm.net auf der Herstellerseite.

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 1 Sekunde bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Szobm ZY-2400 014
Szobm ZY-2400

 

Szobm ZY-2400 015
Fenix TK35

 

Szobm ZY-2400 016
Fenix TK45

 

Szobm ZY-2400 017
Led Lenser X21

 

Szobm ZY-2400 018
Microfire K3500R Warrior-III

Review Xeno G10

Xeno G10 001
Robust, kompakt, zuverlässig: Die G10 von Xeno ist eine gelungene Lampe.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappschachtel sind neben der Lampe ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Schaltergummi, zwei Lanyards und eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache enthalten.

Xeno G10 002
Lieferumfang der Xeno G10.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 134 mm
Reflektoröffnung: 25,5 mm
Durchmesser Kopf: 32 mm
Durchmesser Tail: 28 mm
Gewicht: 176 g
Gewicht mit Akku: 222 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: ja
Löcher für Lanyard: ja, im Trageclip, der Tailcap und am optional zu befestigenden Metallring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Das einzige abschraubbare Teil an der Lampe ist die Tailcap. Lampenkörper und -kopf sind fest miteinander verbunden. Der Trageclip ist ebenfalls fester Bestandteil der Lampe und kann nicht demontiert werden. Bei einem Leergewicht von knapp 180 Gramm hat man mit der G10 ordentlich “was in der Hand”.

Xeno G10 003
Solide Materialstärke auch am Batterierohr.

 

Xeno G10 004
Neiiiin! Der Trageclip ist fest mit dem Gehäuse verbunden und kann nicht gewaltfrei demontiert werden. Das sollte Xeno unbedingt ändern.

 

Xeno G10 005
Der silberne Metallring dient zur Befestigung des langen Lanyards, mit dem die Lampe auch um den Hals gehängt getragen werden kann. Der Ring bewegt sich hin und her, was im Praxisbetrieb aber nicht weiter stört. Wer auf ein Lanyard verzichtet, wird ihn ohnehin entfernen.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED verrichtet ihre Dienste in einem SMO-Reflektor. Davor sitzt eine antireflex-beschichtete, gehärtete Glaslinse. Die Lampe ist alternativ auch als XM-L-Version erhältlich.

Xeno G10 006
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 3 bis 6 Volt, also wahlweise mit einem 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien. Ein Helligkeitsunterschied beim Betrieb mit beiden Stromversorgern besteht nicht. Zum Test wurde ein 18650-Akku von AW mit einer Kapazität von 2.600mAh verwendet. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Leuchtstufe, die mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden angegeben ist, betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Praxistest Laufzeitmessung:
beim Einschalten: 8.000 Lux
nach 5 Minuten: 7.900 Lux
nach 15 Minuten: 7.900 Lux
nach 30 Minuten: 7.900 Lux
nach 45 Minuten: 7.900 Lux
nach 60 Minuten: 7.900 Lux
nach 75 Minuten: 7.900 Lux
nach 90 Minuten: 7.900 Lux
nach 105 Minuten: 7.900 Lux
nach 120 Minuten: 7.900 Lux
nach 135 Minuten: 7.900 Lux
nach 150 Minuten: 7.700 Lux
Nach 155 Minuten wurden noch 5.400 Lux angezeigt. Der Akku wurde entnommen und mit 3,22 Volt Leerlaufspannung gemessen. Im Hinblick auf die Lebensdauer des Akkus wurde der Test beendet.
Fazit: Die Regelung ist über jeden Zweifel erhaben. Mit gleichbleibender Helligkeit leuchtet die G10 über den gesamten Laufzeitraum. Erst ganz zum Ende zeigt sie durch Dunklerwerden an, dass der Akku gewechselt werden muss. Im Notfall stehen noch Reserven zur Verfügung, die im Sinne des Akkus aber nicht zwangsläufig genutzt werden sollten. Eine übermäßige Wärmeentwicklung war auch ohne Kühlung nicht feststellbar, die Lampe darf somit als dauerbetriebsfest bezeichnet werden.

Xeno G10 007
Die Tailcap von innen.


Bedienung:
Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpukt. Antippen gibt Momentlicht, Durchdrücken Dauerlicht. Durch mehrmaliges Antippen werden nacheinander die Leuchtstufen High (angegeben mit 300 OTF-Lumen für 2,5 Stunden), Low (angegeben mit 115 OTF-Lumen für 8 Stunden) und Ultra Low (angegeben mit 10 OTF-Lumen für 100 Stunden) erreicht. Warum Xeno auf die Bezeichnung “Medium” verzichtet und dafür die beiden dunkleren Stufen mit “Low” und “Ultra Low” bezeichnet, wird ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Unter “Ultra Low” jedenfalls stelle ich mir (und vermutlich auch 99,9 Prozent aller Benutzer) etwas anderes vor als eine Leuchtstufe, bei der man nicht einmal in die Lampe schauen kann ohne geblendet zu werden. Verbuchen wir die Bezeichnung der Leuchtstufen einfach mal als schrullig. Sehr angenehm dagegen finde ich, dass Xeno auf Spielerein wie Geblinke komplett verzichtet hat.

Xeno G10 008
Der Clicky macht, wie der Rest der Lampe, einen soliden Eindruck.


Beam:
Der Hotspot setzt sich mit einer dunkleren Corona deutlich vom Sidespill ab. Auf die Entfernung ist die Lampe zwischen Thrower und Fluter angesiedelt. Etwas weiter entfernte Objekte sind noch gut auszumachen, und die Lampe taugt auch als Lauflicht, mit deutlich erkennbarem Spot.

Xeno G10 009
“White-wall-beamshot” der Xeno G10.


Resümee:
Ich muss zugeben: Nachdem ich einige Lampen von Xeno getestet habe, bin ich ein kleiner Fan dieses Herstellers geworden. Die Verarbeitung überzeugt genauso wie die Regelung. Hier können sich einige der etablierten Firmen ruhig noch eine Scheibe abschneiden. Auch beim Design geht Xeno eigene Wege, die durchaus gefällig sind. Anlass zur Kritik bietet der Trageclip, der nicht demontiert werden kann. Die drei Leuchtstufen sind sinnvoll gewählt, das Lichtbild angenehm, was die Lampe vielseitig macht. Trekken, Gassigehen, Zeltlager oder Geocaching sind nur einige der möglichen Einsatzgebiete. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 84 Euro (Stand: August 2011). Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Auf der Herstellerseite www.xenoled.com finden sich weitere Informationen.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.

Xeno G10 010
Xeno G10

 

Xeno G10 011
EagleTac T20C2 MKII XP-G

 

Xeno G10 012
Solarforce L2 XP-G-Drop-in

 

Xeno G10 013
Solarforce L2m XM-L-Drop-in

Review Skilhunt Defier X2

Skilhunt Defier X2 001
Der Hersteller Skilhunt ist relativ neu auf dem Markt. Kann er sich mit Lampen wie der Defier X2 etablieren?


Verpackung/Lieferumfang:
In einem Kunststoffkoffer findet sich neben der Lampe reichhaltiges Zubehör. Enthalten sind ein Verlängerungsadapter zum Betrieb mit drei CR123-Batterien/zwei 18500-Akkus, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Ring für die Haltung im Zigarrengriff, ein Holster, ein Lanyard, ein Döschen mit Silikonfett und eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Skilhunt Defier X2 002
Der Lampe ihr Kunststoffköfferken.

 

Skilhunt Defier X2 003
Lieferumfang der X2. Sogar ein Döschen mit Schmierfett ist dabei.


Beschreibung der Lampe:
Länge: 149 mm
Länge mit Verlängerungsadapter: 184 mm
Reflektoröffnung: 31 mm
Durchmesser Kopf: 37 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 120 g
Gewicht mit Akku: 166 g
Gewicht mit Verlängerung: 136 g
Gewicht mit Verlängerung und Akkus: 206 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Skilhunt Defier X2 004
Der flache Metallring kann gegen den im Lieferumfang enthaltenen gezackten Ring ausgetauscht werden. Einerseits erleichtert dieser Ring die Haltung im Zigarrengriff, darüber hinaus hat die Lampe damit einen Wegrollschutz.

 

Skilhunt Defier X2 005
Der Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 006
Lampe mit montiertem Verlängerungsadapter.

 

Skilhunt Defier X2 007
Der Trageclip ist eher ein Tragik-Clip, der beim Testmodell auch noch schief sitzt. Glücklicherweise ist der wabbelnde Blechstreifen abnehmbar.

 

Skilhunt Defier X2 008
Die X2 ist zwar nicht sonderlich dickwandig, aber wenn man nicht gerade mit einem Panzer drüberfährt, sollte ihr ein langes Leben beschieden sein.

 

Skilhunt Defier X2 009
Das Holster ist auf jeden Fall ungewöhnlich.

 

Skilhunt Defier X2 010
Die Lampe kann auch unten entnommen werden. Sinn und Zweck sind mir nicht wirklich klar, aber die Relativitätstheorie versteht schließlich auch nicht jeder.


Leuchteinheit:
Eine Cree XM-L-T6-LED, die beim Testmodell nicht exakt zentriert ist, sitzt in einem OP-Reflektor hinter einer Antireflex-beschichteten Glaslinse.

Skilhunt Defier X2 011
Vorderansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ein 18650-Akku oder zwei CR123-Batterien/Akkus/LiIon16340-Akkus powern die Lampe. Bei montierter Verlängerung können wahlweise zwei 18500-Akkus oder drei CR123-Batterien verwendet werden. Der Betrieb mit drei LiIon-16340-Akkus ist nicht möglich, da die Lampe nur bis 9 Volt ausgelegt ist. Ob der Treiber drei LiFePO4-16340-Akkus verträgt, habe ich nicht ausprobiert, da die Leerlaufspannung in der Addition dreier vollgeladener Akkus um/über 10-Volt liegt und die ersten Akkuspitzen unter Umständen die Elektronik killen können.
Im Test wurde die Lampe in der hellsten Stufe betrieben, die vom Hersteller mit 580 Lumen angegeben ist. Zur Kühlung lief ein Ventilator mit.

Praxistest Laufzeitmessung 1x 18650 (AW, 2.600mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.700 Lux
nach 20 Minuten: 10.700 Lux
nach 30 Minuten: 10.600 Lux
nach 40 Minuten: 10.600 Lux
nach 50 Minuten: 10.500 Lux
nach 60 Minuten: 10.100 Lux
nach 70 Minuten: 9.500 Lux
nach 80 Minuten: 7.300 Lux
Nach 84 Minuten zeigte das Messgerät einen Wert von 5.400 und damit einen Verlust von 50 Prozent gegenüber des Werts, den die LED nach Erreichen der Betriebstemperatur hatte (10.800 Lux). Ende des Tests. Der Akku wurde entnommen und mit 3,44 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung 2x 18500 (AW, 1.500 mAh):
beim Einschalten: 11.000 Lux
nach 5 Minuten: 10.800 Lux
nach 10 Minuten: 10.800 Lux
nach 20 Minuten: 10.800 Lux
nach 30 Minuten: 10.700 Lux
nach 40 Minuten: 10.700 Lux
nach 50 Minuten: 10.700 Lux
nach 60 Minuten: 10.700 Lux
nach 70 Minuten: 10.700 Lux
nach 80 Minuten: 10.700 Lux
Nach 87 Minuten zeigte die Lampe durch schnelles Blinken an, dass sie neues Futter braucht. Eine halbe Minute später schaltete sie ab. Die Leerlaufspannung der Akkus betrug zu diesem Zeitpunkt 3,15 Volt.

Fazit: Die Regelung funktioniert über den gesamten Laufzeitraum hervorragend. Beim Betrieb mit mehreren Zellen ist die Lampe bis zum Ende konstant geregelt, beim Betrieb mit einer Zelle liegt der Verlust gegenüber der Maximalhelligkeit nach 70 Minuten bei etwa 10 Prozent. Anschließend wird das Licht auch fürs Auge sichtbar langsam dunkler, sodass klar wird, wann ein Akkuwechsel ansteht. Einziges Manko ist, dass die Lampe beim Betrieb mit zwei Akkus doch ziemlich an selbigen nuckelt. Hier wäre eine Warnung/Abschaltung zu einem früheren Zeitpunkt sinnvoller gewesen. Ohne Kühlung wird die Lampe schon ganz ordentlich warm, was aber für eine Lampe dieser Größe mit XM-L-LED nicht ungewöhnlich ist. Im Regelfall genügen Umgebungsluft und “Blutkühlung” zur ausreichenden Kühlung.

Skilhunt Defier X2 012
Der Minus-Kontakt.

 

Skilhunt Defier X2 013
Hier sitzt die gut funktionierende Elektronik.


Bedienung:
Ein Forward-Clicky mit mittelhartem Druckpunkt schaltet die Lampe ein. Durch Antippen sind Momentlicht und Morsen möglich. Die Lampe verfügt über drei Leuchtstufen, die mit dem seitlichen Schalter angewählt werden. Die Schaltreihenfolge ist High (580 Lumen für 100 Minuten), Medium (290 Lumen für 190 Minuten) Low (100 Lumen für 500 Minuten). Alle Angaben sind Herstellerangaben. Die Lampe verfügt über Memory; der beim Ausschalten zuletzt eingestellte Modus wird beim Einschalten aktiviert. Hält man den seitlichen Schalter gedrückt, wird der Strobe-Modus aktiviert.

Skilhunt Defier X2 014
Mit dem Tailcap-Clicky wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.

 

Skilhunt Defier X2 015
Der seitliche Schalter ist für die Leuchtstufen und das Geblinke zuständig.


Beam:
Der Hotspot setzt sich bereits auf kurze Entfernungen weich vom Sidespill ab. Auf die Distanz liefert die Lampe ein homogenes Lichtbild.

Skilhunt Defier X2 016
“White-wall-Beamshot” der Skilhunt Defier X2.


Resümee:
Um die Eingangsfrage zu beantworten: Skilhunt hat durchaus das Zeug, sich auf dem Markt zu etablieren. Die X2 erfindet zwar das Rad nicht neu, braucht sich aber vor anderen Lampen auch nicht zu verstecken. Die Verarbeitung ist gut, sieht man mal vom Trageclip ab, der ein wenig anmutet wie ein Blechspielzeug. Die Regelung kann ebenfalls überzeugen, besonders beim Betrieb mit mehreren Zellen. Das Low mit angegebenen 100 Lumen dürfte allerdings nicht jedermanns Sache sein. Die Strobe-Funktion wurde auf die einzig sinnvolle Weise umgesetzt: per Direktzugriff. Gleichzeitig kann das Geblinke nie aus Versehen aktiviert werden. Der aktuelle Marktpreis liegt bei 89 Euro (Stand: Juli 2011) Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampem-papst.de Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.skilhunt.com

Skilhunt Defier X2 017
Von links: Skilhunt Defier X2, Lumintop TD-15, Surefire 6P, Spark SL6.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 400 ASA aufgenommen.

Skilhunt Defier X2 018
Skilhunt Defier X2

 

Skilhunt Defier X2 019
Solarforce L2m mit Ultrafire XM-L-Drop-in

 

Skilhunt Defier X2 020
Spark SL6-740NW

Review Xeno E03 V2

17. Juli, 2011 7 Kommentare

Xeno E03 001
Die Xeno E03 V2 passt in jede Handtasche. Ist sie mehr als eine Ergänzung zum Schminkzeug? Und: Ist sie sexy?


Verpackung/Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe in einer Metallbox, die ebenfalls noch in eine Handtasche passt. Dabei sind ein Ersatzschalter, zwei Ersatz-O-Ringe und eine englischsprachige Bedienungsanleitung. Die Lampe ist in mehreren Farben und Lichtfarben erhältlich. Zum Test stand das Modell in “Rose Red” mit “Cool White”-LED zur Verfügung.

Xeno E03 002
Lieferumfang der E03 V2. Wenn man den Inhalt entfernt, können in der praktischen Box auch Lippenstift, Wimperntusche und Nagellack aufbewahrt werden. Oder für den Herren: Schrauben und Nägel. Oder für Kinder: Sammelbilder und Zahnspangen. Oder Fischfutter. Oder…


Beschreibung der Lampe:
Länge: 96,5 mm
Reflektoröffnung: 17 mm
Durchmesser Kopf: 21,5 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 49 g
Gewicht mit Akku: 75 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.

Nach dem Auspacken entpuppte sich die Lampe zunächst als kleine Diva, die sich von mir nicht anmachen lassen wollte. Wenn man hinten drückte, kam vorne nichts raus. Kurz überbrückt – Licht. Aha, also der Schalter. Auseinandergeschraubt – kein Fehler zu entdecken. Wieder zusammengeschraubt – angeschaltet – immer noch Diva. Der Fehler fand sich schließlich in der Tailcapfeder, die keinen Kontakt herstellte. Nach einigen kleinen Dehnübungen wollte die Diva dann auch wie sie sollte.

Xeno E03 003
Nein, hier hat niemand zu feste gedrückt. Die “Griffmulden” sind auch bei anderen Xeno-Lampen zu finden.

 

Xeno E03 004
“Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste…” Beim Auf- und Zuschrauben quietschte die Lady freudig erregt. Ein wenig Vaseline half ihr auf die Sprünge.

 

Xeno E03 005
Für eine kleine Lampe ist die Materialstärke mehr als ausreichend.

 

Xeno E03 006
Soso, in der Kleinen steckt also ein Tiger…


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED macht die Lady helle. Wenig ladylike ist die Orangenhaut des Reflektors, die hier allerdings ausnahmsweise mal einen Sinn hat. Bei der Linse geht’s ans Eingemachte. Der Hersteller spricht von einer “High quality toughened mineral-glass-lens, precision polish the edge for impact-resistant.” Mehrere Übersetzungsprogramme sprechen von einer “Hohe Qualität härtete Mineral Glaslinse, Präzision polieren den Rand für schlagfest.” Ein Mädel der härteren Gangart mit Sprachfehler also…

Xeno E03 007
Ein OP-Reflektor sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung. Und welche Frau kann schon von sich behaupten, dass sie einen nachleuchtenden Dichtring hat?


Stromversorgung/Laufzeittest:
Ihre Geheimnisse entlocken kann man der Dame auf zwei Arten: Sanft und schmeichelnd mit einem NiMh-Akku/einer AA-Batterie oder auf die harte Tour mit einem 14500-LiIon-Akku. Mit beiden Stromversorgern soll das kleine Luder eine Stunde am Stück können. Der Unterschied liegt in der Helligkeit. Während mit einer AA-Zelle 140 Lumen erreicht werden, geht die Kleine richtig ab, wenn sie mehr gefordert wird. Scharfe 220 Lumen entströmen ihr bei dieser Behandlung. Zum Test musste das Baby selbstverständlich auf alle erdenklichen Arten ran, und ebenso selbstverständlich bei voller Belastung. Damit es nicht zu heiß herging, wurde ein Ventilator zugeschaltet.
Praxistest Laufzeitmessung LiIon 14500 (750mAh):
beim Einschalten: 2.900 Lux
nach 5 Minuten: 2.500 Lux
nach 10 Minuten: 2.400 Lux
nach 20 Minuten: 2.100 Lux
nach 30 Minuten: 1.900 Lux
nach 40 Minuten: 1.300 Lux
Nach 45 Minuten wurden noch 500 Lux gemessen, der Akku entnommen und mit 3,01 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung NiMh-Akku (2.000 mAh):
beim Einschalten: 1.400 Lux
nach 5 Minuten: 1.200 Lux
nach 10 Minuten: 1.200 Lux
nach 20 Minuten: 1.100 Lux
nach 30 Minuten: 1.100 Lux
nach 40 Minuten: 1.000 Lux
nach 50 Minuten: 800 Lux
Nach 55 Minuten wurden noch 200 Lux gemessen. Der Akku wurde nach Entnahme noch mit 0,89 Volt Leerlaufspannung gemessen.

Praxistest Laufzeitmessung AA-Batterie (Alkaline):
beim Einschalten: 1.400 Lux
nach 5 Minuten: 1.000 Lux
nach 10 Minuten: 900 Lux
nach 20 Minuten: 300 Lux
Die Batterie hatte zu diesem Zeitpunkt eine Leerlaufspannung von 1,26 Volt. Wie bei vielen aktuellen Lampen bricht die Spannung der Batterie unter Leistung ein. Zwar erholt sie sich nach einiger Ruhezeit wieder zumindest soweit, dass für einen kurzen Zeitraum wieder mehr Helligkeit zur Verfügung steht, bricht aber anschließend umso schneller wieder ein.
Fazit: Am besten kommt der Treiber mit NiMh-Akkus klar. Die Lichtausbeute ist damit zwar geringer, dafür über die gesamte Laufzeit konstanter als bei Verwendung eines LiIon-Akkus. Von einem Batteriebetrieb ist abzuraten, da die Batterie den Saft, den die Lady fordert, nicht über einen längeren Zeitraum liefern kann, was zeigt, dass dieser Stromversorger antiquiert und für aktuelle Lampen immer weniger geeignet ist. Aber wen wundert’s? Warum sollte ein knackiges junges Ding wie die Xeno E03 auch auf alte, potenzschwache Säcke stehen? Steckt dagegen ein 14500-LiIon-Akku im Rohr, wird die Kleine richtig heiß, baut dafür aber auch schneller ab. Ohne Kühlung ist von einem Dauerbetrieb mit voller Leistung abzuraten. Grundsätzlich sollte man den Akku wechseln, wenn das Baby deutlich nachlässt, ansonsten saugt es mehr an ihm als er vertragen kann.

Bedienung:
Ein Druck auf den Reverse-Clicky, der einen weichen Druckpunkt hat, bringt die Lady in Stimmung. Sie verfügt über drei Leuchtstufen, die wie folgt angegeben sind: High (220lm/1h-LiIon; 140lm/1h-NiMh), Low (110lm/2h-LiIon; 40lm/4H-NiMh), Ultra Low (50lm/5h-LiIon; 10lm/20h-NiMh). Zu den Leuchtstufen ist zu sagen, dass der geneigte Tester den Angaben nicht so recht Glauben schenken mag. Zwischen dem High beim Betrieb mit NiMh-Akku (140 Lumen) und dem Ultra Low beim Betrieb mit LiIon-Akku (50 Lumen) ist kaum ein Unterschied feststellbar, und das Mid beim Betrieb mit 14500-Akku (110 Lumen) ist bereits deutlich heller. Die Bezeichnung “Ultra Low” beim Betrieb mit einem 14500-Akku passt überhaupt nicht, da man nicht mal eine Karte blendfrei lesen kann. Beim NiMh-Akku-Betrieb ist das zwar möglich, aber mit “Ultra Low” hat das ähnlich viel zu tun wie Alice Schwarzer mit Hardcore-Pornos.
Beim Einschalten startet die Lampe in der mittleren Stufe. Durch Antippen des Schalters wechselt sie in den dunklen Modus, bei zweimaligem Antippen gibt die Kleine Vollgas. Sie hat keine Memory-Funktion; nachdem die Lampe länger als drei Sekunden ausgeschaltet war, startet sie beim Einschalten immer im mittleren Modus.

Xeno E03 008
Das Gummi ist, wie der Dichtring im Bezel, nachleuchtend. Im Dunkeln siehr die Kleine damit durchaus reizvoll aus.

 

Xeno E03 009
Frauen zicken manchmal rum. Bei der Testkandidatin musste zunächst die Feder gedehnt werden, bevor sie wollte wie ihr Lampenprofessor.


Beam:
Sollte man ihn fraulich nennen dürfen? Er ist sehr harmonisch, mit weichem Übergang vom Spot zum Spill, es gibt keine harten Konturen. Und vor allem: Keine Ringe trüben das Gesamtbild!

Xeno E03 010
“White-wall-beamshot” der Xeno X03 V2.

Resümee:
Die Lampe ist sicherlich kein One-night-stand, sondern ein Partner, der auch auf längere Sicht Spaß bereiten kann. Wer es gerne sanft und gleichmäßig mag, sollte zu einem NiMh-Akku greifen. Aber mit einem LiIon-Akku kann die Kleine auch hart und heftig. Die HA-III-Anodisierung sorgt dafür, dass bei der Lady nicht so schnell der Lack ab ist, und der Body ist ebenfalls so gut gebaut, dass man auch länger Spaß daran hat. Das anfängliche Problem mit der zickigen Tailcapfeder dürfte ein Einzelfall sein. Die Probandin wurde freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de zur Verfügung gestellt. Weitere Infos bietet der Hersteller www.xenoled.com Zu einem Preis von 32 Euro (Stand: Juli 2011) kann man mit der Kleinen viele vergnügliche Stunden verbringen.

Xeno E03 011
Größenvergleich. Von links: Surefire 6P, Xeno E03, Fenix LD10, 4Sevens Quark Mini 123.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: Einige andere Lampen mit Cree XP-G-R5-LED, alle jeweils auf hellster Stufe.

Xeno E03 012
Kontroll-Shot

 

Xeno E03 013
Xeno X03 NiMh-Akku Ultra Low

 

Xeno E03 014
Xeno E03 NiMh-Akku Low

 

Xeno E03 015
Xeno E03 NiMh-Akku High

 

Xeno E03 016
Xeno E03 LiIon-Akku Ultra Low

 

Xeno E03 017
Xeno E03 LiIon-Akku Low

 

Xeno E03 018
Xeno E03 LiIon-Akku High

 

Xeno E03 019
Sunwayman V10A

 

Xeno E03 020
EagleTac P20A2 MKII

 

Xeno E03 021
Lumapower D-Mini VX

 

Xeno E03 022
Lumintop TD-15