Review von M. Dautz (Bullenherde)
Diese Cree Kopflampe kann durchaus als Dauerbrenner bezeichnet werden. Aufgrund ihres Doppelakkus ist sie für ausgedehnte Nacht- und Nebelaktionen mit einer relativ langen Laufleistung gesegnet. Insgesamt handelt es sich um eine stufenlos fokussierbare Kopflampe, die auch ohne Ergänzung durch Handlampen reichlich Licht spenden kann

Verpackung und Lieferumfang:
Die Cree wird in einer Einmal-Plastikverpackung geliefert. Das Öffnen dieser komplett verschweißten Verpackung ist, wie man es aus der täglichen Erfahrung kennt: Mühselig und es können scharfe Kanten entstehen.
Geliefert werden neben der Lampe mit Halterung und Stromversorgung die beiden 18650er Akkus und ein dazu passendes Ladegerät.
Beschreibung der Lampe:
Gewicht: 172 g
Gewicht mit Akkus: 254 g
Der Lampenkopf selbst ist aus Aluminium gefertigt. Der hintere Teil mit der Elektronik wurde aus Hartplastik in Wurzelholzoptik gefertigt. An diesem hinteren Teil ist auch die verschraubte Halterung für das Stirnband befestigt. Das Überkopfteil ist im Vergleich zu anderen Kopflampen nicht abnehmbar. Das Stirnband ist an der Verbindungsplatte so angebracht, dass der direkte Kontakt vom Kunststoff mit der Stirn durch das Stirnband selbst und eine Kunststoffschicht vermieden wird. Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Knopf, der an der Unterseite des Nussbaums bedient wird. Für die Aufnahme der Akkus wurde hinten am Stirnband ein Aufnahmekasten angebaut, der auf gleichzeitig die Stirnbandhalterung auf der Rückseite aufnimmt.

Stromversorgung:
Gleich mit zwei 18650-Akku ist die Lampe ausgestattet. Damit kommen nach Herstellerangaben maximal 120 Lumen in der hellsten Leuchtstufe heraus .
Natürlich haben wir auch hier einen Praxistest durchgeführt: Die Wärmeentwicklung ist – wie bei andere Kopflampen – schon enorm. Man verbrennt sich zwqar nicht, das Aluminium-Gehäuse ist aber im Dauerbetrieb deutlich erwärmt.

Reflektor/Linse:
Hinter einer Plastiklinse verrichtet eine P4 ihre Dienste. Der Lampenkopf kann stufenlos verschoben werden, um zwischen breit streuendem Licht und extrem fokussiertem Licht zu wechseln. Der Focus wird dabei zu einem Rechteck gebündelt.

Bedienung:
Durch einmaliges Drücken des Schalters wird die Lampe im hellen Modus eingeschaltet. Drückt man den Schalter erneut, gelangt man in den dunkleren der beiden Modi. Das Abschalten der Lampe erreicht man über den “Stroboskop”-Modus in der hellen Variante.
Der Neigungswinkel der Lampe ist bei horizontalem Ausgangspunkt zwischen +10° und -40° verstellbar. Das reicht, um wahlweise den Nachthimmel auszuleuchten oder seine Füsse zu betrachten.

Weiteste Streuung

Höchste Focussierung
Praxiseinsatz
Im Praxiseinsatz ist die Lampe mit einer Hand sehr gut bedienbar. Der Knopf auf der Unterseite kann auch mit Handschuhen noch ertastet werden. Die Fokussierung ist ebenfalls nach kurzer Übung mit einer Hand durch einfaches sanftes Ziehen oder Schieben verstellbar.
Die Akkus halten auf höchster Stufe ca. fünfeinhalb Stunden, bis sie wieder nachgeladen werden. Bei überlegtem Einsatz kann also man mit der Cree die ganze Nacht durchmarschieren, ohne die Akkus wechseln zu müssen.
Der klobige Batteriekasten wirkt zwar in der Optik etwas störend und ist auch nur etwas fummelig zu öffnen, bei der Benutzung selbst jedoch fällt er nicht weiter auf. Die Schraube zum Öffnen ist leicht zu drehen, das Öffnen des Kastens selbst ist jedoch hakelig. Das Gewicht der Lampe ist nicht nur wegen der beiden Akkus höher als bei anderen Lampen, es wirkte jedoch bei bisher über 12 Stunden Einsatz nicht störend.
Schnee und Regen machen ihr scheinbar nichts aus. Auch im Nachhinein habe ich im Inneren der Lampe keine Feuchtigkeit feststellen können.
Resümee:
Wer sich ärgert, dass seine Lampe schon nach nur zwei bis drei Stunden nach neuen Akkus verlangt, für den kommt diese Lampe in die engere Wahl, um damit ganze Nächste zu erhellen. In der hellsten Stufe kann ein weiter Bereich entweder gut ausgeleuchtet oder aber ein ferner Punkt angestrahlt werden. Die dunklere Stufe ist sowohl als Lauflicht als auch als Leselicht ausreichend einsetzbar. Die guten Leuchteigenschaften, die einhändige Bedienbarkeit und die lange Brenndauer trösten über den klobigen und etwas umständlich zu öffnenden Batteriekasten hinweg. Die Cree ist in Deutschland nach meiner Kenntnis so nicht zu erhalten.
Die reinen Anschaffungskosten betragen ohne Versand, Zoll etc. ca. 24 USD. (Stand: Januar 2010).
Review von M. Dautz (Bullenherde)
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