Wo viel Licht entsteht, entsteht auch viel Schatten.

Review Lumapower D-Mini VX

Review Lumapower D-Mini VX

Auch, wenn die Formulierung abgedroschen sein mag, passt sie nur zu gut auf die Lumapower D-Mini VX: Diese Lampe ist klein und gemein.

Verpackung und Lieferumfang:
In einer Papp/Plastikverpackung wird die Lampe mit folgendem Zubehör ausgeliefert: Verlängerungsadapter für den Betrieb mit einem 18650-Akku, OP-Reflektor, Ersatz-Gummikappe, Ersatz-O-Ringe, Bedienungsanleitung und Garantiekarte.

Beschreibung der Lampe:
Länge: 104,5 mm
Durchmesser Kopf: 37,5 mm
Durchmesser Tail breiteste Stelle: 29 mm
Gewicht: 95 g
Gewicht mit Batterie: 111 g
Diese Angaben beziehen sich auf den ausgelieferten Zustand der Lampe mit montiertem Teleforce-Kit, Das Teleforce-Kit besteht aus einem 1cm breitem Zwischenring, der auf den Body geschraubt wird sowie einem Smooth-Reflektor. Der Zwischenring wird benötigt, da der Smooth-Reflektor tiefer ist als der Orange-Peel-Reflektor und somit ohne den Ring nicht passen würde. Daraus ergibt sich logischerweise, dass die Lampe bei Verwendung des OP-Reflektors ohne Zwischenring entsprechend (noch) kürzer ist. Die Lampe ist aus Aluminium gefertigt und nach HA III gleichmäßig anodisiert. Der Tailstand ist möglich, und auch unter Wasser macht die Mini VX beim Test eine gute Figur. Das Schaltergummi und der O-Ring im Bezel sind nachleuchtend. Für die Befestigung eines Lanyards sind zwei Löcher in der Tailcap vorgesehen.

Stromversorgung:
Gespeist wird die kleine Lumapower von einer CR123A-Batterie oder alternativ einem 16340/ RCR123-Akku. Mit dem Verlängerungsadapter ist der Betrieb mit einem 18650-Akku möglich. Angegeben ist die Lampe vom Hersteller mit 250 Lumen in der höchsten Stufe und 13 Lumen in der niedrigsten. Über die mittlere Stufe macht Lumapower keine Angaben. Die Laufzeiten sind bei Verwendung der Verlängerung im Betrieb mit dem 18650-er Akku mit 180 Minuten im High-Modus und 5500 Minuten im Low-Modus angegeben. Bei Verwendung einer CR123-Batterie sind werksseitig Laufzeiten von 80 Minuten (High) und 700 Minuten (Low) angegeben. Da bei der Testlampe, abweichend vom regulären Lieferumfang, keine Verlängerung dabei war, konnte der Praxistest nur in der kurzen Variante mit Batterie durchgeführt werden. Die angegebenen 250 Lumen sind leicht geschummelt. Im direkten Vergleich mit der Fenix TK11 R2, die mit 240 Lumen angegeben ist, zieht die Lumapower den Kürzeren. Dennoch ist sie für eine derart kleine Lampe erstaunlich hell, und was die Reichweite betrifft, muss sie sich hinter der Fenix nicht verstecken. Nach 45 Minuten tritt ein leichter Lichtverlust auf. Anschließend wird die Lampe langsam, aber kontinuierlich dunkler. Die 80 Minuten Laufzeit werden zwar erreicht, doch danach ist, was die Leuchtkraft angeht, Ende im Gelände.

Reflektor/Linse:
Für Licht sorgt eine Cree XR-E R2-LED hinter einer Glaslinse. Sowohl der verbaute SMO-, als auch der mitgelieferte OP-Reflektor bestehen aus Aluminium.

Bedienung:
Ein taktischer Forward-Clicky schaltet die Lampe ein. Der Schalter ist gut erreichbar und  relativ schwergängig. Die kleine Lumapower hat drei Leuchtstufen. Sie werden durch mehrmaliges Antippen des Schalters nacheinander erreicht. Die Schaltreihenfolge ist dunkel-mittel-hell. Wenn man den Schalter länger als eine Sekunde gedrückt hält oder ganz durchdrückt, wird die entsprechende Leuchtstufe gespeichert und ist beim nächsten Einschalten aktiviert. Darüber hinaus gibt es noch einen „Tactical lock“, der verhindert, das bei mehrmaligem schnellen Ein- und Ausschalten der Lampe kurz hintereinander ein anderer als der gewählte Modus aktiviert wird. Um den Tactical lock zu aktivieren, muss man den Clicky im gewünschten Modus länger als eine Sekunde leicht drücken, kurz loslassen und innerhalb einer Sekunde viermal schnell antippen. Entsperrt wird die Lampe durch viermaliges schnelles Antippen, ebenfalls innerhalb einer Sekunde.

Beam:
Der deutlich ausgeprägte Hotspot ist von einigen kleineren Donuts umgeben, bevor er in einen gleichmäßigen Spill übergeht. Auch auf weitere Entfernungen bleibt der Hotspot klar vom Spill abgegrenzt. Wer auf die größtmögliche Reichweite verzichten kann und lieber ein homogeneres Lichtbild möchte, kann auf den OP-Reflektor zurückgreifen.

Resümee:
Kleine helle Lampe mit großer Reichweite im Hosentaschenformat – kürzer und besser kann man die Lumapower D-Mini VX kaum beschreiben. Die Verarbeitung der Lampe einschließlich Anodisierung ist klasse. Auch die Bedienung ist clever durchdacht. Zwar scheint der Preis von rund 90 Euro (Stand: Januar 2009) auf den ersten Blick nicht gerade ein Schnäppchen zu sein. Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass man mit dem OP-Reflektor ohne Verwendung des Zwischenrings sowie mit der Verlängerung für den Einsatz eines 18650-Akkus quasi nicht bloß eine, sondern gleich mehrere Lampen bekommt. Je nach Einsatzdauer und –zweck, kann die Lampe beliebig verlängert oder verkürzt werden, kann als Thrower oder Fluter genutzt werden und schluckt Batterien und Akkus. Klein und gemein halt. Weitere Infos gibt es auf der Herstellerseite www.lumapower.com

Nachtrag: Was die Helligkeit betrifft, habe ich oben geschrieben, das die 250 Lumen leicht geschummelt seien. Wie ich allerdings jetzt beim Stöbern im Netz herausgefunden habe, soll die Lampe die volle Leistung erst mit der Extension-Tube (die ich zum Test nicht hatte) und einem 18650-Akku erreichen.

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