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Archiv für Februar, 2012

Keenwin RC20

28. Februar, 2012 Keine Kommentare

Keenwin RC20 001
Mit der RC20 bietet der chinesische Hersteller Keenwin eine Einsteigerlampe mit Ladeadaptern an.


Verpackung/Lieferumfang:
In einer Pappverpackung mit Sichtfenster sind die Lampe, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ersatzgummi für die Tailcap, ein Trageclip, ein Lanyard, ein USB-Ladekabel, ein 12-Volt-Ladeadapter fürs Auto, eine Bedienungsanleitung und eine Garantiekarte enthalten.

Keenwin RC20 002
Lieferumfang der Keenwin RC20.


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 145,5 mm
Reflektoröffnung: 24 mm
Durchmesser Kopf breiteste Stelle: 34 mm
Durchmesser Tail: 25 mm
Gewicht: 120 g
Gewicht mit Akku: 166 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Löcher für Lanyard: ja, in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Besonderheiten: Der Akku kann über ein mitgeliefertes Kabel wahlweise an einem USB-Anschluss oder dem Zigarettenanzünder im Auto geladen werden. In der Praxis war dies beim Testmodell allerdings unmöglich, wie wir später noch sehen werden.

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Batterierohr mit werksseitig bereits leicht gefettetem Gewinde.

 

Keenwin RC20 004
Innenansicht Lampenkopf.

 

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Der abnehmbare Clip gewinnt sicherlich keinen Schönheitspreis, tut aber seine Dienste.


Leuchteinheit:
Eine Cree XP-G-R5-LED sorgt für Licht. Der Reflektor ist ein SMO aus Aluminium, davor sitzt eine ultraklare Glaslinse.

Keenwin RC20 006
Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe mit einem 18650-Akku oder zwei CR123A-Batterien. Angegeben ist die RC20 mit 350 ANSI-Lumen bei einer Laufzeit von 2,5 Stunden. Beim Test wurde sie mit einem 18650-Akku bestückt (AW, 2.600mAh), in der hellsten Stufe betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.
Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 7.400 Lux
nach 5 Minuten: 7.300 Lux
nach 15 Minuten: 7.200 Lux
nach 30 Minuten: 7.300 Lux
nach 45 Minuten: 7.300 Lux
nach 60 Minuten: 7.300 Lux
nach 75 Minuten: 7.000 Lux
nach 90 Minuten: 6.800 Lux
nach 105 Minuten: 6.600 Lux
nach 120 Minuten: 6.400 Lux
nach 135 Minuten: 6.200 Lux
nach 150 Minuten: 5.800 Lux
nach 165 Minuten: 5.100 Lux
nach 180 Minuten: 2.900 Lux
Der Akku wurde entnommen und mit 3,17 Volt Leerlaufspannung gemessen.
Fazit: Die Regelung ist gar nicht mal so schlecht. Eine Stunde lang leuchtet die Lampe im Dauerbetrieb konstant hell und baut dann langsam ab, und auch nach zwei Stunden hat sie lediglich etwas mehr als zehn Prozent ihrer maximalen Leistung eingebüßt. Spätestens dann, wenn die Helligkeit auch fürs Auge sichtbar nachlässt, sollte der Akku gewechselt werden, da die Lampe ihn dann in Bereiche treibt, die er langfristig nicht mag.
Die Idee, eine Lampe über USB, THC oder was auch immer zu laden, ist nicht neu. Und prinzipiell auch nicht schlecht. Beim Testmodell der RC20 wurde sie allerdings nicht wirklich praxistauglich umgesetzt. Mit dem mitgelieferten Ladekabel kann man vielleicht das ein- oder andere Handy laden, nicht aber den Lampenakku, da der Anschluss schlicht und einfach nicht passt.

Keenwin RC20 007
Laden ausgeschlossen: Der USB-Stecker (1) kann an einen entsprechenden Port oder den mitgelieferten Adapter fürs Auto angeschlossen werden. Nur leider harmonieren das andere Ende des Ladesteckers und der Mini-USB-Anschluss der Lampe (2) nicht wirklich gut miteinander.

 

Keenwin RC20 008
Dieses Gewinde greift gleich zweimal im Lampenkopf.

 

Keenwin RC20 009
Das, vom Betrachter aus gesehen, obere Gewinde greift zunächst in den Kopf. In dieser Stellung kommt der Mini-USB-Anschluss zum Vorschein. Mithilfe des anderen Gewindes wird die Lampe komplett zugeschraubt.


Bedienung:
Mit einem Reverse-Clicky (mittelharter Druckpunkt) wird die Lampe eingeschaltet. Der Clicky übernimmt auch die Anwahl der Modi. Durch wiederholtes Antippen werden die Modi in der Reihenfolge Mid-Low-High-Strobe-SOS durchgeschaltet. Angegeben sind die Modi nach ANSI wie folgt: High: 350 Lumen für 2,5 Stunden; Mid: 80 Lumen für 10 Stunden; Low: 20 Lumen für 25 Stunden; Strobe: 350 Lumen für 3,5 Stunden; SOS: 100 Lumen für 10 Stunden.
Das UI muss sich ein chinesischer Hilfsarbeiter zwischen dem letzten Reisschnaps und dem Schlafengehen ausgedacht haben, denn die Lampe schaltet beim Einschalten immer in der Stufe ein, die der zuletzt ausgewählten folgt. Im Klartext heißt das: War die Lampe zuletzt in Mid eingeschaltet, startet sie in Low, war sie zuletzt in Low eingeschaltet, startet sie in High, usw. Das bedeutet nicht nur, dass die Lampe zu einem Fünftel garantiert nicht in der Leuchtstufe eingeschaltet werden kann, die man gerne haben möchte, sondern auch, dass man ständig über das Geblinke gehen muss, wenn man in die regulären Leuchtstufen schalten möchte. Dämlicher geht es nicht mehr.
Im Falle, dass man SOS tatsächlich einmal benötigen sollte, outet sich die Lampe zudem als Morse-Legastheniker, da sie nicht S-O-S, sondern immer S-O-S-O blinkt.
Und ich wage einfach mal, frech zu behaupten, dass die 350 ANSI-Lumen nicht stimmen. Zwar kann ich das mangels teurer Gerätschaften nicht wissenschaftlich belegen, aber beim Bouncing und beim Vergleich draußen war die Lampe fürs Auge deutlich dunkler als alles in meinem Besitz, was jenseits der 300-Lumen-Grenze angegeben ist.

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Die Tailcap.

 

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Innenansicht Tailcap.


Beam:
Auf kurze Entfernungen liefert die Lampe einen hellen Hotspot, der sich sauber vom Sidespill absetzt. Auf mittlere und weitere Distanzen liefert sie eine relativ gleichmäßige Ausleuchtung bei noch klar differenziertem Hotspot.
Der geneigte und regelmäßige Taschenlampen-Tests-Besucher wird vielleicht festgestellt haben, dass ich in den seltensten Fällen auf die Lichtfarbe der Lampen eingehe. Was schlicht und einfach den Grund hat, dass es bei ein- und derselben Lampe diesbezüglich häufig gewisse Streuungen gibt.
Die Keenwin RC20 allerdings ist im direkten Vergleich mit anderen Lampen derart blau/grünstichig, dass selbst Kermit, der Frosch neidisch würde. Auf freiem Feld fällt das allerdings weniger auf.

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“White-wall-beamshot” der Keenwin RC20.


Resümee:
Ein Ladestecker, der nicht passt, ein wirklich blödes UI, ein Notsignal, das immerzu nur SOSOSO blinkt, dazu ANSI-Lumen, die nicht erreicht werden und eine grünstichige LED – auf der einen Seite scheint die Keenwin RC20 einem Loriot-Sketch entsprungen zu sein. Auf der anderen Seite geht die Gesamtverarbeitung in Ordnung – gute Materialstärke, solider Eindruck, sauber laufende Gewinde, wasserdicht, gute Anodisierung, wobei letztere sogar besser ist als die mancher namhafter Hersteller. Auch die Regelung kann sich sehen lassen.
Insgesamt ist die RC20 sicherlich keine Lampe, mit der sich ein neuer Hersteller dauerhaft auf dem Markt etablieren kann, Aber zu einem Preis, der in Deutschland voraussichtlich unter 50 Euro liegen wird (Stand: Februar 2012), ist es eine zuverlässige Einsteigerlampe, die lange funktionieren sollte. Die Sache mit dem falschen Ladekabel dürfte ein Einzelfall sein, da bei anderen Keenwin-Modellen aus der selben Lieferung die Stecker passten. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de

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Größenvergleich. Von oben: Solarforce L2, Fenix TK11, Keenwin RC20.

 

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: einige weitere Lampen mit XP-G-LED.

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Keenwin RC20

 

Keenwin RC20 015
Armytek Predator OP

 

Keenwin RC20 016
EagleTac T20C2 MKII

 

Keenwin RC20 017
Lumintop TD15

 

Keenwin RC20 018
Xeno G42

 

Keenwin RC20 019
TaLaPa Modell 1

Sunwayman L10A

13. Februar, 2012 Keine Kommentare

Rechte Winkel waren mir in der Schulzeit immer ein Greuel – hatten sie doch zumeist mit unglaublich schlechten Noten in Mathe zu tun. Ein noch größeres Greuel ist mir allerdings, wie ich gerade beim Beginn dieses Tests feststellen muss, dass mir mein Rechtschreibprüfungsprogramm die Schreibweise des Wortes “Greuel” als falsch anzeigt. Ein Blick in den Duden bringt die furchtbare Gewissheit: Tatsächlich – nach der Rechtschreibreform muss es “Gräuel” heißen. Das sieht allerdings nicht nur scheiße aus, sondern ist in meinen Augen auch eine ähnliche Vergewaltigung von geschriebenem Wort wie “Delfin”, “rau” oder “Stängel”.
Sei es, wie es sei, damals waren mir rechte Winkel ein Greuel und kein Gräuel, allein schon aus dem Grund, weil es diese Schreibweise damals noch nicht gab.

 

Sunwayman L10A 001
Ein zumindest gespaltenes Verhältnis zu rechten Winkeln habe ich auch nach dem Test der Sunwayman L10A. Wobei wir endlich beim Thema wären, noch bevor eine Horde sesselpupsender Pädagogen vielleicht beschließt, dass die neue Schreibweise “Tema” lautet. Und mal ganz davon ab: Usner Gheirn knan acuh völilg bnut duchrienadner gweüfretle Wrote als lsebar ekrenenn, so lagne der estre und der ltezte Bchusabte sitmemn.


Verpakung/Liefaumfang:
In einer Pap/Plastikvapackung sind die Lammpe, ein Ersatz Ohrring, ein Ersatzgumi für die Tehlkäpp, ein Trageklipp, eine englischprachige Bedinungsanleitung, eine Garantikarte und eine kleine Werbeproschüre enthalten.

Sunwayman L10A 002
Lifaumfang der L10A.

 

Und nun Schluss mit dem Anal-Phabetismus!


Beschreibung der Lampe/erster Eindruck:
Länge: 82,5 mm
Reflektoröffnung: 14,5 mm
Durchmesser Kopf: 21 mm
Durchmesser Tail: 21 mm
Gewicht: 62 g
Gewicht mit Akku: 88 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: logisch bei der Form, oder?
Löcher für Lanyard: Schlitz im Trageclip.
wasserdicht: laut Hersteller IPX-8. Zumindest das Testmodell erfüllte diese Norm nicht. Beim Unterwassertest drang an der Stelle, an der das Batterierohr in den Lampenkopf geschraubt wird, einiges an Wasser ein. Der O-Ring, der den Abdichtungsjob übernehmen soll, war intakt. Allerdings wies das Gewinde bis unmittelbar zu dem Punkt, an dem die Lampe komplett zugeschraubt war, einiges an Spiel auf. Ob dies ein “Ausreißer” eines Montagsmodells ist, wage ich zu bezweifeln und gehe davon aus, dass dies zumindest nicht die einizige L10A ist, die nicht wasserdicht ist.

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L10A von hinten.

 

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Innenansicht Lampenkopf.

 

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Das Batterierohr. Beim Testmodell hatte das silberne Gewinde zum Lampenkopf einiges an Spiel.

 

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Tailcap von außen.

 

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Tailcap von innen.

 

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Der Trageclip.

 

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Lampe mit Trageclip, der, je nachdem, wo man ihn vor dem Zuschrauben positioniert, sowohl hinten als auch seitlich befestigt werden kann. Unabhängig von der Position wabbelt er seitlich hin und her, da der Spalt zwischen Lampenkopf und Body zu breit ist, um ihn fest zu arretieren. Wenn man die Lampe in der Hand hält, nervt das gewaltig. Wird sie mit dem Clip an Hemd, Jacke, Gürtel, Hose oder sonstwo festgemacht, stört das nicht weiter.


Leuchteinheit:
Verbaut wurde eine Cree XR-E-R2-LED in einem OP-Reflektor. Davor sitzt eine ultraklare, beschichtete Glaslinse.

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Frontansicht.


Stromversorgung/Laufzeittest:
Betrieben werden kann die Lampe in einem Spannungsbereich von 0,9 bis 4,2 Volt. Somit ist die Stromversorgung mit einer AA-Batterie, einem NiMh-Akku sowie einem 14500-LiIon-Akku möglich. Zum Test wurden alle Varianten durchgespielt. Die Lampe wurde dabei in der hellsten Stufe betrieben, die vom Hersteller mit 130 Lumen für eine Stunde angegeben ist. Für Kühlung sorgte ein Ventilator.

Laufzeitmessung AA-Alkaline:
Beim Einschalten: 1.710 Lux
nach 5 Minuten: 1.190 Lux
nach 10 Minuten: 1.060 Lux
nach 20 Minuten: 750 Lux
nach 30 Minuten: 250 Lux
nach 40 Minuten: 700 Lux
nach 50 Minuten: 700 Lux
nach 60 Minuten: 700 Lux
Die Batterie wurde entnommen und unmittelbar nach Entnahme mit 0,92 Volt gemessen. Der Wert stieg innerhalb von 30 Sekunden auf 1,28 Volt an.

Laufzeitmessung NiMh-LSD-Akku (Sanyo Enepoop, 2.000mAh):
Beim Einschalten: 1.710 Lux
nach 5 Minuten: 1.420 Lux
nach 10 Minuten: 1.400 Lux
nach 20 Minuten: 1.350 Lux
nach 30 Minuten: 1.310 Lux
nach 40 Minuten: 1.240 Lux
nach 50 Minuten: 420 Lux
Notbremse gezogen, Akku mit 0,937 Volt im Leerlauf gemessen.

Laufzeitmessung LiIon 14500 (900mAh):
Beim Einschalten: 2.660 Lux
nach 5 Minuten: 2.410 Lux
nach 10 Minuten: 2.260 Lux
nach 20 Minuten: 2.060 Lux
nach 30 Minuten: 1.840 Lux
nach 40 Minuten: 1.750 Lux.
nach 50 Minuten: 1.600 Lux
Nach 59 Minuten und angezeigten 3,08 Volt ging die Lampe aus. Ich hatte – ehrlich gesagt, nicht mehr die Muße, herauszufinden, ob’s denn nun an der Schutzschaltung des Akkus lag oder daran, dass die Lampe ab einer bestimmten Akkuspannung abschaltet.

Fazit: Unabhängig vom Stromversorger wird die Lampe in der hellsten Stufe über die gesamten Laufzeit zunehmend dunkler. Der Batteriebetrieb mit einer Alkaline ist nur eine Notlösung, und dass die Lampe mit dem Eneloop einen halbwegs geregelten Eindruck macht, ist wohl weniger der Regelung als eher dem geringen Innenwiderstand des Akkus zuzuschreiben.
In den dunkleren Stufen hat man zwar mit allen Stormversorgern eine gleichbleibende Helligkeit über einen längeren Zeitraum. Aber bei einer 130-Lumen-Lampe ist das ähnlich, als hätte man den Sprung vom Trabi zum Käfer gewagt, den man aber nur Sonntags von 11 bis viertel nach 11 ausfahren kann und den Rest der Woche untertourig unterwegs ist. Auf der anderen Seite nutzt man eine EDC-Lampe meist immer nur kurzfristig und dann auch nicht ständig in der hellsten Stufe, sodass man den Leistungsverlust in der Praxis nicht oder kaum merken dürfte.

Bedienung:
Ein kurzer Druck auf den leichtgängigen Clicky schaltet die Lampe ein. Per Doppelklick werden die Modi gewechselt. Die Lampe hat kein Memory und startet immer in der hellsten Stufe. Die Schaltreihenfolge ist High (angegeben mit 130 Lumen für 1 Stunde), Low (angegeben mit 3 Lumen für 100 Stunden), Mid (angegeben mit 30 Lumen für 35 Stunden). Hält man den Clicky bei ausgeschalteter Lampe gedrückt, liefert die Lampe für die Dauer des Haltens Momentlicht in der hellsten Stufe. Hält man den Clicky bei eingeschalteter Lampe (egal in welcher Stufe) gedrückt, wechselt die Lampe für die Dauer des Haltens in den Strobe-Modus und beim Loslassen in die Leuchtstufe zurück, die vor dem Drücken aktiviert war.
Doppelklicken und Halten bei eingeschalteter Lampe aktiviert den Strobe dauerhaft, Doppelklicken und Halten bei ausgeschalteter Lampe aktiviert den Strobe für die Dauer des Haltens. Ein Doppelklick aus dem Strobe heraus schaltet die Lampe in die nächste Leuchtstufe.
Klingt kompliziert, ist es zunächst auch, aber man kann sich durchaus daran gewöhnen. Das UI ist grundsätzlich nicht verkehrt, auch, wenn es komplett anders ist als so ziemlich alle anderen UIs.

Sunwayman L10A 011
Der Clicky sitzt oben auf dem Lampenkopf.


Beam:
Auf kürzeste Distanzen sind die von diesem LED-Typen bekannten “Cree-Ringe” deutlich ausgeprägt. Das macht sich auch noch im Nahbereich bemerkbar. Das Lichtbild ist ziemlich unausgewogen, wobei sich der Hotspot mit einer dunklen “Übergangszone” vom Sidespill absetzt. Ab einer Entfernung von einigen Metern verliert sich dieser Effekt fürs Auge.

Sunwayman L10A 012
“White-wall-beamshot” der L10A.


Resümee:
Insgesamt gesehen, tut sich Sunwayman mit der L10A keinen Gefallen. Die Verarbeitung ist prinzipiell gelungen – solide gebaut, gut anodisiert, aber leider, zumindest beim Testmodell, nicht wasserdicht. Und auch beim maximalen Output offenbart die Lampe Schwächen. Unabhängig vom Stromversorger gibt es den “Three modes constant output”, wie es auf der Herstellerseite und in der Bedienungsanleitung steht, nicht. In der hellsten Stufe ist die Lampe nicht bzw. schlecht geregelt. Wen das alles nicht stört oder wer die Lampe nicht vorrangig in dieser Stufe nutzt, bekommt mit der Sunwayman L10A bei einem Preis zwischen 40 und 45 Euro (Stand: Februar 2012) eine Lampe mit einem ungewöhnlichen, aber sinnvollen UI. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst www.taschenlampen-papst.de Weitere Infos finden sich auf der Herstellerseite www.sunwayman.com

Sunwayman L10A 013
Größenvergleich. Von links: iTP A3 EOS, Sunwayman L10A, Ultrafire C3, Spark SL5, SecuriLed RC4 R-II.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen. Zum Vergleich: einige andere EDC-Lampen mit XR-E-LED.

Sunwayman L10A 014
Sunwayman L10A 1,2/1,5 Volt

 

Sunwayman L10A 015
Sunwayman L10A 4,2 Volt

 

Sunwayman L10A 016
Fenix LD10

 

Sunwayman L10A 017
Fenix P1D

 

Sunwayman L10A 018
Ultrafire C3

 

Sunwayman L10A 019
MTE C3-907

Neue Lumenangaben bei Olight

9. Februar, 2012 Keine Kommentare

Olight gibt ab sofort aktualisierte Lumenwerte für alle Lampen an. Die alten Angaben haben sich lediglich auf die theoretische Leistung der LED ohne Lichtverluste durch die Lampe bezogen.

Die neuen Werte wurden nach dem ANSI-Standard ermittelt und liegen dementsprechend unter den bisherigen.

So wurde beispielsweise die SR90 Intimidator von 2.200 Lumen auf nunmehr 1.750 ANSI-Lumen korrigiert.

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