Hallo zusammen,
heute hab’ ich hier die neuen Keenwin A11 und P 11 für Euch.

JoFrie, in der Szene als Taschenlampenpapst wohlbekannt, hat sie mir eigens dafür zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank!
Diesmal gestaltet sich der auszupackende Inhalt als sehr übersichtlich, denn eine Bedienungsanleitung ist lediglich auf der Packung aufgedruckt, auch ein Holster sucht man vergebens, lediglich jeweils 2 Ersatz – O – Ringe und je eine Reserveschalterkappe befinden sich, außer der Lampe selbst, an Bord.

Die Keenwin P11

Die Anfassqualität ist jedenfalls schon einmal sehr gut, die Lampengehäuse machen einen sehr robusten Eindruck.
Die kleinere Keenwin A11

Dieser setzt sich beim Auseinanderschrauben fort,
hier die A11 in Einzelteilen:

Head der A11:

Headseitiges Gewinde der A11, beeindruckende Materialstärke des Tubus:

Die Einzelteile der P11:

Unterseite des head:

Die Keenwin A11 en detail:
Alubody, Typ III-Anodisierung, jeweils einfach durch O-Ring abgedichtete und vorgefettete Schraubgewinde.
Wasserdicht nach IPX 8
Länge: 100,5mm,
Headdurchmesser: 25,5mm
Tubusdurchmesser: 21,5mm
Gewicht (ohne Batterien): 58,3g
Stromversorgung: 1xAA
Arbeitsspannungsbereich: 1,2 – 3,6V
Arbeitsstromfluß: zwischen 0,5 und 1A
LED: Cree XP-G R5
Reflektor: smooth

Bedienung:
Die Mignonzelle, wahlweise auch Akku, mit dem + Pol headwärts in die Lampe einschieben, zuschrauben und am Tailswitch einschalten.
Kein Momentlicht.
Über schnelles Auf- und Zudrehen des heads können insgesamt 4 modes angewählt werden: low, mid, high, SOS, low!
Die letzte Einschaltstufe wird gespeichert, außer, die Lampe wird unmittelbar nach erfolgtem Ausschalten direkt wieder eingeschaltet, dann wechselt sie in den nächsten mode.
Tailstandfähig!

Interessant ist die Laufzeit auf high (150lm lt. Herstellerangabe):
Mit einem frisch geladenen Ansmann MAXe+ 2500mAh erreicht sie zwar nicht ganz die angegebenen 2 Stunden Laufzeit, aber 1,7 Stdn. (102min.) schafft sie damit mühelos.
Dabei kann sie das am Stück und ohne Unterbrechung, da sie nie mehr als gut handwarm wird.
Der Akku übrigens auch nicht, was für einen sehr schonenden Betrieb spricht.
Die Keenwin A11 beginnt nach diesen 102 min. kontinuierlich dunkler zu werden, was den anstehenden Akkuwechsel signalisiert, schließlich wollen wir unsere guten Akkus ja nicht tiefentladen.
Die 3 Helligkeitsstufen der A11 in unserem völlig abgedunkelten Kellerflur auf 6m Distanz zur Wand:
low

mid

high

Fenix LD20R4 turbo

Spot der A11 links, LD20 rechts, Distanz zum Boden = 2,5m

Die Herstellerangabe von 150lm auf max für die Keenwin A11 ist für mich angesichts des Vergleichs der Helligkeit mit der Fenix LD20 R4 (205lm, kein ANSI!) glaubhaft.
Der Übergang von spot zu spill ist recht weich, die Lampe bietet meines Erachtens einen guten Kompromiss zwischen throw und flood und ist damit für viele Anwendungen, bei ordentlicher Laufzeit, gut – sehr gut geeignet, gerade auch als EDC.
Befände sich ein passendes Holster im Lieferumfang, wär’ sie für mich perfekt.
Sie passt aber auch so in jede Hosen – oder Jackentasche und stört dort nicht im geringsten.
Hell, robust und handlich, was will man mehr?
Die Keenwin P11 en detail:
Alubody, Typ III-Anodisierung, jeweils einfach durch O-Ring abgedichtete und vorgefettete Schraubgewinde.
Wasserdicht nach IPX 8
Länge: 136mm,
Headdurchmesser: 34,5mm
Tubusdurchmesser: 25,5mm
Gewicht (ohne Batterien): 160g
Stromversorgung: 1x 18650 oder 2x CR123
Arbeitsspannungsbereich: 2,5 – 6V
Arbeitsstromfluß: zwischen 0,5 und 1A
LED: Cree XP-G R5
Reflektor: smooth

Bedienung:
Den18650er, oder die 2 CR123, mit dem + Pol headwärts in die Lampe einschieben, zuschrauben und am Tailswitch einschalten.
Momentlicht! Morsefähigkeit!
Über Auf- und Zudrehen des heads kann zwischen insgesamt 2 modes umgeschaltet werden: low und high!
Angezogener head = high
gelöster head = low
Das geht zur Not aufgrund der Größe des heads auch ganz bequem mit einer Hand, da dafür nicht allzuviel Kraft aufgewendet werden muß.
Für mich persönlich sehr angenehm: Kein Geblinke!
Nicht tailstandfähig!

Die angegebene Laufzeit auf high von 2,5Stdn bei 280lm halte ich für minimal zu hoch angesetzt, zumindest für die weit verbreiteten 18650er mit 2400mAh.
Nach 85-minütigem Dauerbetrieb auf max betrug die Leerlaufspannung des von mir zum Laufzeittest verwendeten Solarforce 18650 2400mAh 3,74V, nach 95min. immer noch 3,70V.
Nach 108min. waren wir bei 3,64 angelangt, nach 111min. bei 3,62.
Bis auf 3,5V reize ich ungern aus.
Ich betrachte einen Li-Ion Akku bei einer Leerlaufspannung von 3,5V zwar als im grünen Bereich entladen. Bewegt sich diese Spannung immer zwischen 4,2V nach Aufladung und 3,5V nach Gebrauch, kann der Akku viele Jahre problemlos treue Dienste tun.
Je eher man aber den Akku wieder lädt, um so mehr Ladezyklen werden eben auch möglich, warum also ohne Not weit entladen?
Man kann aber schon mit einem 2400er 18650er locker 2 Stden Dauerbetrieb realisieren, mit einem 3100er (2900mAh realistisch) dürften die 2,5 Stden dann risikolos möglich sein.
Auch die Keenwin P11 erwärmt sich auf max. nie mehr als gut handwarm, ebensowenig der Akku, den ich nach spätestens 2-stündigem Dauerbetrieb auf max wechseln würde.
Die 2 Helligkeitsstufen der Keenwin P11 in unserem völlig abgedunkelten Kellerflur auf 6m Distanz zur Wand:
low

high

Fenix LD20 R4 turbo

P11 links, LD20 rechts

Auch hier ist der Übergang von spot zu spill weich gehalten, aber die Lampe hat das Zeug zu einem guten thrower.
Knallhell im spot, wird sie ordentliche Reichweiten erreichen können, ich schätze mal so bis zu praxisgerechten 150m maximal.
Reflektoren kann sie natürlich in noch viel größeren Entfernungen aufleuchten lassen, da dürften wohl locker 300m drin sein, vllt. auch mehr.
Fazit:
Mit der P11 ist dem chinesischen newcomer Keenwin meines Erachtens ein großer Wurf gelungen.
Vor allem die Bedienung gestaltet sich aufgrund ihrer Einfachheit sehr angenehm, ebenso der Verzicht auf alles, was blinkt.
In der Energieversorgung zeigt sich die Keenwin P11 recht flexibel, die Laufzeiten sind aus meiner Sicht praxisgerecht.
Die Lampe ist außerordentlich handlich und liegt sehr gut in der Hand.
Übrigens ist der Ring am Ende des Batterietubus abschraubbar. Ich persönlich würde ihn dranlassen, da er einen ordentlichen Halt bietet, wenn man die Lampe in Cigar-grip – Technik hält.
Tailstand wäre zwar auch schön gewesen, aber die Möglichkeit des Momentlichts bei leichtem Antasten des Tailswitch und die bequeme Erreichbarkeit desselbigen machen das in meinen Augen wieder wett.
Gruß
Roland
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